Artists

Artists / G


Gabriel Garzón-Montano

Gabriel Garzón-Montano (*27. Juni 1989 in New York City) ist ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter französisch-kolumbianischer Herkunft. Sein Debütalbum „Jardín” ist 2017 über Stones Throw Records erschienen.

In seinen – mal Gitarren- mal Synthesizer-lastigen – Songs kombiniert Gabriel Garzón-Montano Einflüsse aus Funk, R&B und Soul, eingekleidet in ein ein modernes, sorgfältig produziertes Soundgewand, das ihm Vergleiche mit Pharrell Williams eingebracht hat. Zu seinen Vorbildern zählt der in New York City aufgewachsene Sohn französisch-kolumbianischer Einwander*innen unter anderem Prince, Sly & The Family Stone, The Notorious B.I.G. und The Beatles. Mit Musik kam der Künstler früh in Berührung: Seine Mutter war als Sängerin, Gitarristin, Cellistin und Pianistin im Ensemble der Minimal-Music-Größe Philip Glass beschäftigt und nahm ihren Sohn regelmäßig zu Proben und Konzerten mit. Gabriel Garzón-Montano selbst spielt Gitarre, Bass, Piano und Schlagzeug. Seine Debüt-EP „Bishouné: Alma Del Huila” erschien 2014. Kurze Zeit später spielte der Musiker auf renommierten Festivals und als Support für Lenny Kravitz. Im Jahr 2015 samplte der erfolgreiche kanadische Rapper Drake die Vocals aus Garzón-Montanos Song „6 8” für seinen eigenen Track „Jungle”.

„Agüita” aus dem Jahr 2020 ist das zweite Album von Gabriel Garzón-Montano.


Gaddafi Gals

Gaddafi Gals sind ein 2016 gegründetes, HipHop- und R&B-Trio aus Wien und Berlin. Es besteht aus der Rapperin Blaqtea, der Sängerin Slimgirl Fat und dem Produzenten Walter P99 Arke$tra.

Nachdem sie 2017 zunächst mit einer EP für Aufmerksamkeit sorgten, veröffentlichten Gaddafi Gals 2019 ihr Debütalbum „Temple“. In ihren zumeist politischen Songs behandelt die Gruppe Themen wie Diskriminierung und patriarchale Strukturen. Dies motivierte auch den Titel ihrer ersten EP „The Death Of Papi“.

Blaqtea veröffentlichte mit ihrem Solo-Projekt Ebow bereits drei deutschsprachige Rap-Alben. Slimgirl Fat war zuvor auch als Nalan381 im R&B-Bereich aktiv. Gemischt mit den Instrumentals von Walter P99 Arke$tra ergeben sich daraus englischsprachige Songs, die den Fokus mehr auf Gesang als auf Rap legen, durch die Instrumentals aber auch klare HipHop-Anleihen beinhalten.

Der Song „Hit On Me“ aus „Temples“, dem Debütalbum von Gaddafi Gals, war Track des Tages bei ByteFM.


Gaika

Gaika ist ein britischer Sänger, Rapper, Komponist und Produzent aus Südlondon. Die Klangästhetik des in den mittleren 1980er-Jahren als Gaika Tavares im Stadtteil Brixton geborene Künstlers verbindet Elemente aus Bassmusik, HipHop, Dark Wave und Industrial zu einem idiosynkratischen, alternativen R&B-Subgenre, das er selbst als „Ghettofuturism“ bezeichnet.

Dem Sohn westindischer Immigranten ist wichtig, sich nicht aufgrund seiner Herkunft auf einen bestimmten Musikstil festschreiben zu lassen; so sagte er im Interview der britischen Zeitung The Guardian: „Als schwarzer Mann bist Du förmlich gezwungen, Grime, Reggae, R&B oder Lounge-Musik zu machen.“ Nach ersten selbstveröffentlichten Mixtapes, die ästhetisch solcherlei rassistische oder sexistische Stereotype hinterfragen, aber zugleich die afrokaribische Kultur Londons durch Zitate aus Genres wie Dancehall würdigen, erschien im Juli 2018 das erste reguläre Gaika-Album „Basic Volume“.

Vor seiner Solo-Karriere war Gaika Teil des Elektronik-Projekts Murkage. Über sein genaues Alter gibt der Künstler keine genaue Auskunft, um altersunabhängig als Vorbild für junge Menschen fungieren zu können.

 


Galcher Lustwerk

Galcher Lustwerk ist ein US-amerikanischer Musikproduzent aus New York. Erste öffentliche Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, als er 2013 das Lo-Fi-House-Mixtape „100% Galcher“ veröffentlichte, das der Künstler nach seiner ersten EP „Tape 22“ aus dem selben Jahr für eine DJ-Mix-Podcast-Reihe produzierte.

Auf „100% Galcher“ vermischte Galcher Lustwerk Einflüsse aus House, Deep House, Techno und HipHop: assoziative Reim- und Wortketten über sich subtil immer weiter ausbreitenden Klanglandschaften. Laut eigener Angabe kam der in Ohio aufgewachsene Musiker während seiner Zeit in der Mittelschule mit Rap wie Talib Kweli, Company Flow, Def Jux und Quasimoto in Berührung. Insbesondere Letzterer beeinflusste ihn mit seinem Debüt „The Unseen“ stark im eigenen Songwriting. Besonders inspirierend war für ihn die Möglichkeit, über Stimmveränderung neue Charaktere zu erschaffen. In seinem Produktionsstil wurde Galcher Lustwerk unter anderem von Künstlern wie Aphex Twin und Squarepusher inspiriert.

Galcher Lustwerk veröffentlichte 2018 sein Mixtape „200% Galcher“. Darauf fokussierte er sich vermehrt auf seine HipHop-Einflüsse und steuerte seine Stream-of-Consciousness-Lines mehr in Richtung Rap. „Information“ aus dem Jahr 2019 ist sein Debütalbum für das Label Ghostly International.


Gang Starr

Gang Starr war ein US-amerikanisches HipHop-Duo, bestehend aus DJ Premier (Christopher Edward Martin, *21. März 1966) und dem MC Guru (Keith Edward Elam, 17. Juli 1961 – 19. April 2010). Ursprünglich war Gang Starr das Projekt von Guru in seiner Heimatstadt Boston. Diese Inkarnation nahm aber nur einige Demos und drei Singles zwischen 1986 und 1988 auf. Die anderen Mitglieder stiegen desillusioniert aus und Guru tat sich mit dem Texaner DJ Premier zusammen.

Bereits 1989 erschien ihr erstes gemeinsames Album „No More Mr. Nice Guy“. Die Single „Positivity“ erreichte Platz 19 der Billboard-Rap-Charts. Ihr zweites Album „Step In The Arena“ von 1991 definierte den eleganten und zugleich druckvollen Stil des Duos, den es im Folgejahr mit „Daily Operation“ weiter ausbaute. 1993 begann Guru seine äußerst erfolgreiche Jazzmatazz-Reihe als Nebenprojekt.

Das nächste Album von Gang Starr erschien 1998 unter dem Namen „Moment Of Truth“. Es wurde das kommerziell erfolgreichste Album des Duos und verkaufte über 500.000 Exemplare. Auch das letzte Album von Gang Starr, „The Ownerz“ (2003), erhielt gewohnt gute Kritiken. 2019 veröffentlichte Premier neue Musik mit alten Rap-Aufnahmen seines verstorbenen MCs Guru. Das posthume Album heißt „One Of The Best Yet“.


The Garden

Seit 2011 sind die aus Orange County, Kalifornien stammenden Zwillingsgeschwister Fletcher und Wyatt Shears als Duo The Garden unterwegs. Im März 2018 ist ihr drittes Album „Mirror Might Steal Your Charm“ via Epitaph erschienen, auf dem in deutlicher Hardcoreverbundenheit im Lo-Fi-Gewand Gitarren-, Bass und Schlagzeugsalven Rhythmus- und Tempohaken schlagen.


Gary Olson

Gary Olson ist ein US-amerikanischer Indie-Pop-Musiker, Arrangeur und Produzent aus New York, der als Sänger, Songwriter und Trompeter der Indie-Pop-Gruppe The Ladybug Transistor bekannt und zudem als Solokünstler aktiv ist. 

Olsons selbstbetiteltes Solodebüt (Tapete Records) aus dem Jahr 2020 wurde über einen Zeitraum von acht Jahren in zwei Studios in Hayland, Norwegen und Brooklyn, New York aufgenommen. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug enthält das verträumt daherkommende Indie-Pop-Album üppige Streicher-Arrangements sowie Trompete-, Piano- und Orgel-Beiträge. Es entstand in Zusammenarbeit unter anderem mit Mitgliedern der Bands The Psychedelic Furs, Loch Ness Mouse und Serena Maneesh. Als Arrangeur und Produzent ist Gary Olson unter anderem für New Yorker Kolleg*innen wie die Indie-Rock-Gruppe The Essex Green und die die Post-Punk-Band Crystal Stilts tätig gewesen. Mit „Marlborough Farms“ betreibt er sein eigenes Studio in New York. 

Die Vorabsingle „Giovanna Please“ von Gary Olsons Solodebüt war im April 2020 ByteFM Track des Tages.

 


Gaye Su Akyol

Gaye Su Akyol (*1985) ist eine türkische Sängerin aus Istanbul. Die studierte Anthropologin veröffentlicht seit seit 2014 eigene Musik.

Groß geworden mit den elterlichen Vorlieben für türkische Klassik und anatolische Folklore, begann Gaye Su Akyol als Teenager, sich für mitteleuropäische und US-amerikanische Gitarrenmusik zu interessieren. Als prägend nennt sie Post-Punk-Gruppen wie Joy Division und Grunge-Bands wie Nirvana und Mudhoney, aber auch Surf-Musik. In ihrer eigenen Musik nutzt Gaye Su Akyol Einflüsse verschiedener Stile; das Zusammenspiel mitteleuropäischer/US-amerikanischer Klänge und traditioneller türkischer Melodik und Harmonik ist ein zentrales Stilmittel der Künstlerin.

Das Spiel mit bewusst eskapistischer Ästhetik gehört zum Gesamtkonzept. Zum einen geht das auf den Wunsch zurück, einem von Krieg, Misogynie und Gewalt geprägten Alltag etwas Positives entgegenzusetzen, zum anderen spielt hier Subversion eine Rolle: Die Künstlerin ist Teil einer neuen Avantgarde, die mit Zensur durch die Behörden zu kämpfen hat und setzt ästhetisch dem religiösen Konservatismus einen weltlichen Modernismus entgegen.


Genesis

Genesis waren eine der erfolgreichsten Bands, die aus der Progrock-Bewegung der 1970er hervorgingen. Gegründet wurde die Band 1967 von Tony Banks (Keyboards), Mike Rutherford (Bass), Peter Gabriel (Gesang) und Anthony Phillips (Gitarre), allesamt Schüler der Charterhouse-Privatschule. Zwei Jahre später erschien das erste Album „From Genesis To Revelation”, eine Sammlung strukturell noch relativ einfacher, inhaltlich aber schon recht verstiegener Popsongs. Für die meisten – wie für die Bnad selbst – fängt die Genesis-Zeitrechnung mit dem Album „Trespass” (1970) an, auf dem längere Kompositionen in ungewöhnlichen Taktarten und mythologischen Inhalten dominierten.

Mit dem folgenden Album „Nursery Cryme” wurde Anthony Phillips durch Steve Hackett ersetzt und als neuer Schlagzeuger kam Phil Collins zur Band. In dieser Besetzung erschienen noch die Alben „Foxtrot” (1972), „Selling England By The Pound” (1973) und „The Lamb Lies Down Broadway” (1974), ein Konzeptalbum über die surreale Reise eines jungen Mannes in sein Unterbewusstsein. Nach der anschließenden Tour verließ Peter Gabriel die Band und begann eine erfolgreiche Solokarriere. Nachdem die Suche nach einem neuen Sänger erfolglos verlief, übernahm Phil Collins diese Rolle zusätzlich zum Schlagzeug.

Mit Collins als Sänger wurden die Songs zunehmend geradliniger und chartkompatibler, insbesondere, nachdem Gitarrist Steve Hackett nach den Alben „A Trick Of The Tail” und „Winds & Wuthering” (beide 1976) ebenfalls ausstieg. „Follow You, Follow Me” vom Album „… And Then There Were Three …” (1978) war der erste große Erfolg der Band in den Pop-Charts. Weitere Hits wie „Mama”, „That's All”, und „Invisible Touch” ließen Genesis zu einem der größten Stadion-Acts der 1980er werden. Nach dem Ausstieg von Phil Collins nahmen Banks und Rutherford noch das Album „Calling All Stations” mit Ray Wilson von der Band Stiltskin als Sänger auf, das allerdings weder beim Publikum noch bei der Kritik großen Anklang fand.


Genevieve Artadi

Genevieve Artadi ist eine US-amerikanische Sängerin, Keyboarderin und Bassistin aus Los Angeles, Kalifornien, die sowohl als Teil des Funk-Jazz-Pop-Duos Knower als auch Solokünstlerin bekannt ist. Ihr Solodebüt „Genevieve Lalala“ veröffentlichte sie im Jahr 2015 selbst.

Artadi, die in Los Angeles als Kind zweier Musiker*innen aufwuchs, kam in ihrer Kindheit durch Natalie Coles Album „Unforgettable …With Love“ mit Jazz in Berührung. Ihre eigene musikalische Karriere begann sie als Mitglied einer von Portishead und Massive Attack beeinflussten Trip-Hop-Band. Anschließend studierte sie, getrieben durch eine Vorliebe für klassischen Jazz à la Miles Davis und Ella Fitzgerald, Jazz Studies an der California State University. In ihrer eigenen Musik spielt Jazz dabei eine ebenso große Rolle wie diverse Spielarten des Pop, R&B und experimentelle Elektronik. Ihre Songs tragen dabei häufig Widersprüchlichkeit in sich, haben beispielsweise sehr aufbauende Texte, die jedoch mit einer melancholischen Melodie unterlegt werden. Zudem ist Artadi bekannt dafür, dissonante und eingängige Songelemente zu kombinieren.

Mit dem Musiker Louis Cole bildet die Künstlerin das Duo Knower. „Dizzy Strange Summer“ aus dem Jahr 2020 ist Genevieve Artadis Debüt bei Brainfeeder, dem Label von Flying Lotus. 
 


Georgia Anne Muldrow

Georgia Anne Muldrow ist eine 1983 geborene US-amerikanische Soul-Sängerin und HipHop-Produzentin aus Los Angeles, Kalifornien. Ihr Debütalbum „Olesi: Fragments Of An Earth“ erschien im Jahr 2006 über Stones Throw Records.

Georgia Anne Muldrow kam als Tochter der Sängerin Rickie Byars und des Jazzmusikers Ronald Muldrow zur Welt. Durch ihre selbstveröffentlichte Debüt-EP „Worthnothings“, auf der sie Elemente aus HipHop, Funk und Soul kombinierte, wurde Stones Throw Records auf sie aufmerksam und veröffentlichte daraufhin ihr Debütalbum. Die auf Soul-, Funk- und Jazz-Samples basierenden Beats darauf wurden von Muldrow selbst produziert. Mit „Seeds“ veröffentlichte die Musikerin im Jahr 2012 ein hochgelobtes Album bei dem Madlib als alleiniger Produzent fungierte. Es erschien über SomeOthaShip Connect – ein Label, das Georgia Anne Muldrow mit ihrem Ehemann, dem Rapper und Sänger Dudley Perkins gegründet hat. Des Weiteren hat sie sie mit namhaften Künstler*innen wie Erykah Badu, Blood Orange und Mos Def gearbeitet. Letzterer sagte über Muldrow, sie sei „unglaublich“, er habe „noch nie jemanden so singen hören“ und verglich sie im selben Atemzug mit Nina Simone, Ella Fitzgerald und dem Produzenten J. Dilla.

„Vweto II“, ein experimentelles Instrumental-Album mit Einflüssen aus Free Jazz, diversen afrikanischen Stilen und Dub, erschien 2019 und erhielt durchwegs positive Kritiken. Gemeinsam mit ihrem Ehemann als G&D veröffentlichte Muldrow im selben Jahr das politische Album „Black Love & War“. 2019 war Georgia Anne Muldrow auch als Gastsängerin am ByteFM Track des Tages „Yellow Dandelion“ von dem UK-Jazz-Pianisten Joe Armon-Jones beteiligt.


Gewalt

Patrick Wagner, Yelka Wehmeier und Helen Henfling sind Gewalt. Das 2015 in Berlin gegründete Noise-Rock-Trio ist eigentlich ein Quartett, in bester Big-Black-Manier wird der Drumcomputer DM1 als offizielles Bandmitglied aufgelistet. Der Name Gewalt beschreibt den Charakter ihrer Musik sehr passend: Brutale Sludge-Gitarren treffen auf kalte Beats aus dem Drum-Computer. Dazu spuckt Frontmann Patrick Wagner, der bis 2003 auch die Math-Rock-Band Surrogat anführte, seine nihilistische Prosa aus. Ein gutes Beispiel: Die verstörende Single "Limiter".


Ghost Funk Orchestra

Ghost Funk Orchestra sind eine 2014 gegründete US-amerikanische Psychedelic-Funk-Combo um den New Yorker Gitarristen und Bassisten Seth Applebaum. Zur Livebesetzung gehören des Weiteren Lo Gwynn (Gesang), Megan Mancini (Gesang), Romi Hanoch (Gesang, Tamburin), Joshua Park (Gitarre), Rich Seibert (Trompete), Stephen Chen (Saxophon), James Kelly (Posaune) und Kyle Beach (Schlagzeug). Ihre Debüt-LP „A Song For Paul“ ist im Jahr 2019 über Karma Chief Records (Michael Nau, Neal Francis, Kendra Morris) erschienen. 

Ghost Funk Orchestra kombinieren vielfältige Elemente aus unter anderem Funk, Soul, Rock, Jazz und Surf, präsentiert in einem warmen, psychedelischen Retro-Soundgewand, das an Produktionen der 60er- bzw. 70er-Jahre erinnert. Kompositionen, Arrangements und Produktion stammen dabei von Seth Applebaum, der zudem einige Instrumente selbst einspielt. Applebaum gründete Ghost Funk Orchestra zunächst als Soloprojekt, um seine Liebe für Latin Jazz und Salsa à la Mongo Santamaría und Willie Colón auszuleben. Später akquirierte diverse Freund*innen sowie seinen Bruder Julian Applebaum für Gesang und diverse Instrumente. Seth Applebaum hatte sich zuvor als Garage-Rock-Musiker in New York einen Namen gemacht, in Bands wie The Mad Doctors und The Fucktons. 

Mit „An Ode To Escapism“ veröffentlichten Ghost Funk Orchestra im Jahr 2020 ihr zweites Studioalbum über Colemine Records (Black Pumas, Young Gun Silver Fox, Monophonics). Der Psychedelic-Soul-Song „King Of Misdirection“ daraus war im November 2020 ByteFM Track des Tages.


Ghostpoet

Ghostpoet (*18. Januar 1983 als Obaro Ejimiwe) ist ein britischer Sänger, MC und Produzent aus London. Auch wenn die Texte häufig gesprochen vorgetragen werden, möchte Ghostpoet nicht als HipHop-Künstler wahrgenommen werden. Musikalisch bedient Ghostpoet sich sowohl an Gitarrenpop-Sounds als auch an elektronischen Elementen.

Nach anfänglichen Gehversuchen als Grime-MC entwickelte Ghostpoet einen Vortragsstil, der weniger von Druck und Reimen lebte als von Storytelling. Eine frühe Vierspur-Demoaufnahme fand das Gehör von BBC-Moderator Gilles Peterson, der den jungen Künstler protegierte und ihn mit seinem Label Brownswood Recordings förderte. Bereits die erste EP „The Sound of Strangers“ fand positive Resonanz in der überregionalen Presse und wurde 2010 in der Zeitung „The Guardian“ in der Kategorie „New Band Of The Day“ vorgestellt.

Im Laufe seiner Karriere entfernte sich Ghostpoet zusehends von seinen HipHop-Wurzeln und begann, sowohl Gitarrenelemente als auch Synth-Flächen zum Stilmittel zu machen. 2011 und 2015 war der Künstler für den „Mercury Prize“ nominiert.


Giant Sand

Giant Sand sind eine Rockband aus Tucson, Arizona. Sänger, Songschreiber und einzige Besetzungskonstante der Band ist der Gitarrist Howe Gelb. Die Ursprünge von Giant Sand – damals noch unter dem Namen Giant Sandworms – liegen in der Punkszene der späten 1970er und dem Paisley Underground, der sich auf die psychedelische Musik der späten 1960er bezog. Das erste Album „Valley Of Rain“ erschien 1985 auf dem Label Enigma.

Howe Gelb betrachtet Giant Sand eher als loses Kollektiv denn als Band, was die zahlreichen Umbesetzungen und Stilwechsel im Laufe der Jahre erklärt. Zu den Mitgliedern gehörten zwischenzeitlich unter anderem Chris Cacavas von Green On Red und Mark Walton von The Dream Syndicate. Die Musik wechselte zwischen Country, Desert-Rock und experimentellem Jazz. Relativ erfolgreich waren in Indie-Kreisen in den frühen 90ern die Alben „Swerve“, „Ramp“ und „Center Of The Universe“.

Zusätzlich zu den über 25 Alben mit Giant Sand veröffentlichte Howe Gelb etwa genauso viele Soloalben und einige Aufnahmen mit Nebenprojekten.


Gil Scott-Heron

Gil Scott-Heron (1. April 1949 - 27. Mai 2011) war ein US-amerikanischer Soul-Sänger und Dichter. Zwischen 1970 und seinem Tod im Jahr 2011 veröffentlichte er 13 Studioalben und gilt als Wegbereiter von Neo-Soul und HipHop.

Als einer der Ersten verknüpfte Gil Scott-Heron verstärkt zeitgenössische Soulmusik und Spoken-Word-Lyrik. Besonders die gesprochenen Songtexte beziehen häufig explizit Stellung zu gesellschaftlichen Themen wie Armut, Rassismus und der Bürgerrechtsbewegung; der Titel „The Revolution Will Not Be Televised“ ist heute ein viel zitierter Slogan. Der Song "The Bottle" verhandelt Armut und Alkoholismus, ist dabei aber funky genug für die Tanzfläche und beeinflusste unterschiedliche Genres wie Rock und Electro.

Die musikalische Ebene trat nie hinter die explizite politische Botschaft zurück: Gil Scott-Heron bediente sich mit wechselndem Erfolg bei zeitgenössischen Stilen und Produktionsmitteln. Anfänglich waren das Funk und Jazz, während auf „I'm New Here“ dem letzten Album, das Scott-Heron aufnahm, Damon Albarn zu den Mitwirkenden zählt. Kurz vor Scott-Herons Tod nahm er diese mit dem britischen Musiker Jamie xx noch einmal unter dem Titel „We're New Here“ und unter Hinzunahme von elektronischen Produktionsmitteln neu auf.


Girl Ray

Girl Ray sind ein Indie-Pop-Trio aus London, das aus Poppy Hankin (Gesang, Gitarre), Sophie Moss (Bass) und Iris McConnell (Schlagzeug) besteht. Ihr Debütalbum „Earl Grey“ erschien 2017 über Moshi Moshi.

Poppy Hankin und Iris McConnell lernten sich in ihrer Schule im Norden von London kennen und begannen, nach eigener Aussage, verbunden durch eine geteilte Ablehnung dessen, was die meisten ihrer Klassenkameradinnen toll fanden, gemeinsam Musik zu machen. Als schließlich Bassistin Sophie Moss hinzustieß, entwickelte sich der Sound der Band in die für Girl Ray typische Richtung: Indie-Pop mit Lo-Fi-Sound, dazu persönliche Coming-Of-Age-Lyrics oder – wie die Musikerinnen selbst sagen – „Dear-Diary-Themen“. Zu ihren musikalischen Idolen zählen Girl Ray unter anderem Todd Rundgren und Cate Le Bon. Benannt hat sich das Trio nach dem US-amerikanischen Dadaisten und Surrealisten Man Ray.

„Girl“, das zweite Album von Girl Ray, erschien 2019 über Moshi Moshi. Wie schon von der Vorabsingle „Show Me More“ angedeutet, kehrte die Band auf dem Zweitling im dem Lo-Fi-Sound zugunsten tanzbarer Popmusik den Rücken. Produziert wurde das Album von Ash Workman, der zuvor schon mit Metronomy und Christine and the Queens zusammengearbeitet hat.


Girlpool

Gitarre, Bass, Gesang – mehr brauchte die Band Girlpool nicht, um mit ihrem Debüt „Before The World Was Big“ mit einem Knall in die US-amerikanische Folk-Punk-Szene einzuschlagen. Die rohen, skelettal arrangierten Songs von Cleo Tucker (Gitarre) und Harmony Trividad (Bass) waren wütende Hymnen, deren unmittelbarer Energie man sich auch ohne Schlagzeug-Salven nicht entziehen konnte Für ihr zweites Album „Powerplant“ (2017) bauten Girlpool ihren eigenwilligen Sound weiter ausgebaut: Drummer Miles Wintner verwandelte das Duo zudem in ein Trio. 2019 erschien das dritte Album „What Chaos Is Imaginary“.


Gloria Jones

Gloria Jones (*19. Oktober 1945 in Cincinnati, Ohio) ist eine US-amerikanische R&B-Sängerin und Songwriterin aus Los Angeles, die unter anderem als Originalinterpretin des Hits „Tainted Love” (1965) sowie für ihre Zusammenarbeit mit Motown Records bekannt ist. Ihr Debütalbum „Come Go With Me” ist im Jahr 1966 erschienen.

Der Grundstein für Gloria Jones’ Karriere wurde gelegt, als sie im Alter von vierzehn Jahren, gemeinsam mit Frankie Kahrl sowie dem später ebenfalls als R&B-Musiker bekannt gewordenen Billy Preston, die Gospelgruppe Cogic Singers gründete. Einige Jahre später wurde sie von dem Songwriter und Produzenten Ed Cobb entdeckt, der ihren ersten Hit „Heartbeat” schrieb und produzierte. Jones tourte daraufhin durch die USA, absolvierte zahlreiche TV-Auftritte und veröffentlichte weitere Singles sowie ihr Debütalbum. In England wuchs ihre Fangemeinde so schnell, dass ihr bald der Beiname „The Queen Of Northern Soul” verliehen wurde. Ende der 60er-Jahre unterschrieb sie einen Vertrag bei Motown, wo sie unter dem Pseudonym LaVerne Ware Songs veröffentlichte und Stücke für andere Künstler*innen schrieb, darunter The Supremes, The Jackson 5 und Marvin Gaye. 1969 lernte die Musikerin Marc Bolan, den Sänger und Gitarristen der britischen Rockband T. Rex, kennen. Nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Share My Love”(1973) verließ Gloria Jones Motown und wurde als Backgroundsängerin und Keyboarderin Teil von T.Rex. Sie und Bolan gingen eine romantische Beziehung ein und zeugten einen gemeinsamen Sohn, mit dem Jones im Jahr 2010 die Marc Bolan School Of Music & Film in Sierra Leone gründete. Ihr viertes Album „Windstorm” aus dem Jahr 1978 ist Marc Bolan gewidmet, der ein Jahr zuvor bei einem Autounfall ums Lebens gekommen war.

Gloria Jones arbeitet heute als musikalische Leiterin für Filme. Ihre Version von „Tainted Love” war im Mai 2019 ByteFM Track des Tages.


The Go! Team

The Go! Team ist ein britisches Indie-Pop-Sextett aus Brighton. Das seit 2004 veröffentlichende Kollektiv bezieht Einflüsse aus HipHop, Funk, Blaxploitation-Filmen, Garage-Rock und benutzt häufig Samples. Die tanzflächenorientierten Songs und deren das Publikum einbeziehende Darbietung brachten The Go! Team einen Ruf als beliebte Live-Band ein. Bandleader ist Gitarrist Ian Parton; weitere Mitglieder sind: Sam Dook (Schlagzeug, Gitarre), Chi „Ky“ Fukami Taylor (Schlagzeug), Jaime Bell (Bass), Ninja (Rap/Gesang) und Kaori Tsuchida (Schlagzeug, Tasteninstrumente).

„The Power Is On“ vom Debüt-Album „Thunder, Lightning, Strike“ (2004) wurde von Pitchfork in die Liste der 500 besten Songs seit der Punk-Ära aufgenommen und ist in Drew Barrymores Regie-Debüt „Roller Girl“ zu hören. Zweitling „Proof of Youth“ enthält unter anderem ein Feature von Chuck D von Public Enenemy. Das Album war das kommerziell erfolgreichste der Band und verfehlte knapp die britischen Top 20.

The Go!-Team haben unter anderem mit Mitgliedern von Best Coast und Deerhoof zusammengearbeitet. Sam Dook betreibt mit Mike Watt von der Punk-Band Minutemen die Gruppe Cuz.


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z