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Gabriel Garzón-Montano

Gabriel Garzón-Montano (*27. Juni 1989 in New York City) ist ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter französisch-kolumbianischer Herkunft. Sein Debütalbum „Jardín” ist 2017 über Stones Throw Records erschienen.

In seinen – mal Gitarren- mal Synthesizer-lastigen – Songs kombiniert Gabriel Garzón-Montano Einflüsse aus Funk, R&B und Soul, eingekleidet in ein ein modernes, sorgfältig produziertes Soundgewand, das ihm Vergleiche mit Pharrell Williams eingebracht hat. Zu seinen Vorbildern zählt der in New York City aufgewachsene Sohn französisch-kolumbianischer Einwander*innen unter anderem Prince, Sly & The Family Stone, The Notorious B.I.G. und The Beatles. Mit Musik kam der Künstler früh in Berührung: Seine Mutter war als Sängerin, Gitarristin, Cellistin und Pianistin im Ensemble der Minimal-Music-Größe Philip Glass beschäftigt und nahm ihren Sohn regelmäßig zu Proben und Konzerten mit. Gabriel Garzón-Montano selbst spielt Gitarre, Bass, Piano und Schlagzeug. Seine Debüt-EP „Bishouné: Alma Del Huila” erschien 2014. Kurze Zeit später spielte der Musiker auf renommierten Festivals und als Support für Lenny Kravitz. Im Jahr 2015 samplte der erfolgreiche kanadische Rapper Drake die Vocals aus Garzón-Montanos Song „6 8” für seinen eigenen Track „Jungle”.

„Agüita” aus dem Jahr 2020 ist das zweite Album von Gabriel Garzón-Montano. Im Februar 2021 veröffentlichte Montano einen Armando-Young-Remix des Album-Tracks „Someone“ mit Jamila Woods als Gastsängerin.


Gaddafi Gals

Gaddafi Gals sind ein 2016 gegründetes, HipHop- und R&B-Trio aus Wien und Berlin. Es besteht aus der Rapperin Blaqtea, der Sängerin Slimgirl Fat und dem Produzenten Walter P99 Arke$tra.

Nachdem sie 2017 zunächst mit einer EP für Aufmerksamkeit sorgten, veröffentlichten Gaddafi Gals 2019 ihr Debütalbum „Temple“. In ihren zumeist politischen Songs behandelt die Gruppe Themen wie Diskriminierung und patriarchale Strukturen. Dies motivierte auch den Titel ihrer ersten EP „The Death Of Papi“.

Blaqtea veröffentlichte mit ihrem Solo-Projekt Ebow bereits drei deutschsprachige Rap-Alben. Slimgirl Fat war zuvor auch als Nalan381 im R&B-Bereich aktiv. Gemischt mit den Instrumentals von Walter P99 Arke$tra ergeben sich daraus englischsprachige Songs, die den Fokus mehr auf Gesang als auf Rap legen, durch die Instrumentals aber auch klare HipHop-Anleihen beinhalten.

Der Song „Hit On Me“ aus „Temples“, dem Debütalbum von Gaddafi Gals, war Track des Tages bei ByteFM.


Gaika

Gaika ist ein britischer Sänger, Rapper, Komponist und Produzent aus Südlondon. Die Klangästhetik des in den mittleren 1980er-Jahren als Gaika Tavares im Stadtteil Brixton geborene Künstlers verbindet Elemente aus Bassmusik, HipHop, Dark Wave und Industrial zu einem idiosynkratischen, alternativen R&B-Subgenre, das er selbst als „Ghettofuturism“ bezeichnet.

Dem Sohn westindischer Immigranten ist wichtig, sich nicht aufgrund seiner Herkunft auf einen bestimmten Musikstil festschreiben zu lassen; so sagte er im Interview der britischen Zeitung The Guardian: „Als schwarzer Mann bist Du förmlich gezwungen, Grime, Reggae, R&B oder Lounge-Musik zu machen.“ Nach ersten selbstveröffentlichten Mixtapes, die ästhetisch solcherlei rassistische oder sexistische Stereotype hinterfragen, aber zugleich die afrokaribische Kultur Londons durch Zitate aus Genres wie Dancehall würdigen, erschien im Juli 2018 das erste reguläre Gaika-Album „Basic Volume“.

Vor seiner Solo-Karriere war Gaika Teil des Elektronik-Projekts Murkage. Über sein genaues Alter gibt der Künstler keine genaue Auskunft, um altersunabhängig als Vorbild für junge Menschen fungieren zu können.

 


Galcher Lustwerk

Galcher Lustwerk ist ein US-amerikanischer Musikproduzent aus New York. Erste öffentliche Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, als er 2013 das Lo-Fi-House-Mixtape „100% Galcher“ veröffentlichte, das der Künstler nach seiner ersten EP „Tape 22“ aus dem selben Jahr für eine DJ-Mix-Podcast-Reihe produzierte.

Auf „100% Galcher“ vermischte Galcher Lustwerk Einflüsse aus House, Deep House, Techno und HipHop: assoziative Reim- und Wortketten über sich subtil immer weiter ausbreitenden Klanglandschaften. Laut eigener Angabe kam der in Ohio aufgewachsene Musiker während seiner Zeit in der Mittelschule mit Rap wie Talib Kweli, Company Flow, Def Jux und Quasimoto in Berührung. Insbesondere Letzterer beeinflusste ihn mit seinem Debüt „The Unseen“ stark im eigenen Songwriting. Besonders inspirierend war für ihn die Möglichkeit, über Stimmveränderung neue Charaktere zu erschaffen. In seinem Produktionsstil wurde Galcher Lustwerk unter anderem von Künstlern wie Aphex Twin und Squarepusher inspiriert.

Galcher Lustwerk veröffentlichte 2018 sein Mixtape „200% Galcher“. Darauf fokussierte er sich vermehrt auf seine HipHop-Einflüsse und steuerte seine Stream-of-Consciousness-Lines mehr in Richtung Rap. „Information“ aus dem Jahr 2019 ist sein Debütalbum für das Label Ghostly International.


Gang Of Four

Gang Of Four waren eine 1976 gegründete britische Postpunk-Band aus Leeds, England. Ihre Originalmitglieder waren Jon King (Gesang, Melodica), Andy Gill (Gitarre, Gesang), Dave Allen (Bass, Gesang) Hugo Burnham (Schlagzeug). Ihr als Genre-Klassiker geltendes Debütalbum „Entertainment!“ ist im Jahr 1979 erschienen.

Gang Of Four zählten mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Punk, Funk, Reggae und Dub zu den Pionieren im Bereich des Post-Punk. In ihren Texten kritisierte die von der Frankfurter Schule beeinflusste Band beispielsweise soziale Ungleichheit, die Situation nordirischer Gefängnisinsassen und die mediale Darstellung lateinamerikanischer Guerillagruppen. Mit ihrer Debütsingle „Damaged Goods“ erspielten sich Gang Of Four 1978 eine große Fangemeinde, zu der auch John Peel zählte. Das einige Monate später über EMI Records erschienene „Entertainment!“ gilt heute als Post-Punk-Meilenstein und ist in zahlreichen Bestenlisten einschlägiger Medien enthalten. Der von der Kritik ebenfalls gelobte Nachfolger „Solid Gold“ erschien 1981 über Warner Records. Nach zwei weiteren Alben und einigen Besetzungswechseln trennte sich die Gruppe Mitte der 80er. Im Jahr 2004 kam es zu einer Reunion der originalen Bandmitglieder. Ihr 2011 über Herbert Grönemeyers Label Grönland Records veröffentlichtes siebtes Studioalbum „Content“ erntete erneut positive Kritiken. Es war das letzte Album mit Jon King als Sänger. Von 2012 bis 2020 war Andy Gill das letzte verbliebene Originalmitglied von Gang Of Four. Der Musiker starb am 1. Februar 2020 im Alter von 64 Jahren. 

Gang Of Four waren im Jahr 2018 zu Gast im ByteFM Magazin. Anlässlich der Veröffentlichung ihres zehnten und letzten Albums „Happy Now“ befasste sich zudem Juliane Reil in ihrer Sendung Keep It Real mit der Band.


Gang Starr

Gang Starr war ein US-amerikanisches HipHop-Duo, bestehend aus DJ Premier (Christopher Edward Martin, *21. März 1966) und dem MC Guru (Keith Edward Elam, 17. Juli 1961 – 19. April 2010). Ursprünglich war Gang Starr das Projekt von Guru in seiner Heimatstadt Boston. Diese Inkarnation nahm aber nur einige Demos und drei Singles zwischen 1986 und 1988 auf. Die anderen Mitglieder stiegen desillusioniert aus und Guru tat sich mit dem Texaner DJ Premier zusammen.

Bereits 1989 erschien ihr erstes gemeinsames Album „No More Mr. Nice Guy“. Die Single „Positivity“ erreichte Platz 19 der Billboard-Rap-Charts. Ihr zweites Album „Step In The Arena“ von 1991 definierte den eleganten und zugleich druckvollen Stil des Duos, den es im Folgejahr mit „Daily Operation“ weiter ausbaute. 1993 begann Guru seine äußerst erfolgreiche Jazzmatazz-Reihe als Nebenprojekt.

Das nächste Album von Gang Starr erschien 1998 unter dem Namen „Moment Of Truth“. Es wurde das kommerziell erfolgreichste Album des Duos und verkaufte über 500.000 Exemplare. Auch das letzte Album von Gang Starr, „The Ownerz“ (2003), erhielt gewohnt gute Kritiken. 2019 veröffentlichte Premier neue Musik mit alten Rap-Aufnahmen seines verstorbenen MCs Guru. Das posthume Album heißt „One Of The Best Yet“.


The Garden

Seit 2011 sind die aus Orange County, Kalifornien stammenden Zwillingsgeschwister Fletcher und Wyatt Shears als Duo The Garden unterwegs. Im März 2018 ist ihr drittes Album „Mirror Might Steal Your Charm“ via Epitaph erschienen, auf dem in deutlicher Hardcoreverbundenheit im Lo-Fi-Gewand Gitarren-, Bass und Schlagzeugsalven Rhythmus- und Tempohaken schlagen.


Gary Olson

Gary Olson ist ein US-amerikanischer Indie-Pop-Musiker, Arrangeur und Produzent aus New York, der als Sänger, Songwriter und Trompeter der Indie-Pop-Gruppe The Ladybug Transistor bekannt und zudem als Solokünstler aktiv ist. 

Olsons selbstbetiteltes Solodebüt (Tapete Records) aus dem Jahr 2020 wurde über einen Zeitraum von acht Jahren in zwei Studios in Hayland, Norwegen und Brooklyn, New York aufgenommen. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug enthält das verträumt daherkommende Indie-Pop-Album üppige Streicher-Arrangements sowie Trompete-, Piano- und Orgel-Beiträge. Es entstand in Zusammenarbeit unter anderem mit Mitgliedern der Bands The Psychedelic Furs, Loch Ness Mouse und Serena Maneesh. Als Arrangeur und Produzent ist Gary Olson unter anderem für New Yorker Kolleg*innen wie die Indie-Rock-Gruppe The Essex Green und die die Post-Punk-Band Crystal Stilts tätig gewesen. Mit „Marlborough Farms“ betreibt er sein eigenes Studio in New York. 

Die Vorabsingle „Giovanna Please“ von Gary Olsons Solodebüt war im April 2020 ByteFM Track des Tages.

 


Gary Wilson

Gary Wilson (geboren 1953 in Endicott, New York) ist ein einflussreicher US-amerikanischer Experimental-Musiker und Performance-Künstler. Sein Debütalbum „Another Galaxy“, das er als Leader eines Jazz-Trios eingespielt hat, ist im Jahr 1974 erschienen. Sein Solodebüt „You Think You Really Know Me“ hat er 1977 veröffentlicht. Die Platte hat mittlerweile Kultstatus erreicht. 

Gary Wilson ist besonders bekannt für seine Synthesizer-basierten New-Wave-Experimente aus den 70er-Jahren, in denen er immer wieder Einflüsse aus unter anderem Jazz, Pop und Funk vermengte. Sein bekanntestes Album „You Think You Really Know Me“ nahm der Künstler zum Teil im berühmten New Yorker Bearsville Studio auf – jenen Räumlichkeiten, in denen auch Bob Dylan, Patti Smith und The Residents gearbeitet haben – und zum Teil im Keller seines Elternhauses. Wilsons Veröffentlichungen erreichten zunächst nur ein kleines Publikum, so dass er sich Anfang der 80er aus dem Musikgeschäft zurückzog. In den 80er- und 90er-Jahren wurde der Sänger, Bassist, Keyboarder, Cellist und Schlagzeuger dann von einer Reihe an experimentierfreudigen Indie-Musiker*innen wiederentdeckt. Zu  seinen prominenten Fans gehören beispielsweise The Residents sowie Beck und Earl Sweatshirt. Seit Anfang der 2000er veröffentlicht Gary Wilson wieder regelmäßig Platten. 2020 erschien sein Album „Tormented“. Kollaboriert hat er unter anderem mit Earl Sweatshirt, BadBadNotGood, R. Stevie More und Sofie.

Gary Wilsons Arbeit wurde in den ByteFM-Sendungen Zimmer 4 36, Golden Glades und Erdenrund thematisiert.


Gaye Su Akyol

Gaye Su Akyol (*1985) ist eine türkische Sängerin aus Istanbul. Die studierte Anthropologin veröffentlicht seit seit 2014 eigene Musik.

Groß geworden mit den elterlichen Vorlieben für türkische Klassik und anatolische Folklore, begann Gaye Su Akyol als Teenager, sich für mitteleuropäische und US-amerikanische Gitarrenmusik zu interessieren. Als prägend nennt sie Post-Punk-Gruppen wie Joy Division und Grunge-Bands wie Nirvana und Mudhoney, aber auch Surf-Musik. In ihrer eigenen Musik nutzt Gaye Su Akyol Einflüsse verschiedener Stile; das Zusammenspiel mitteleuropäischer/US-amerikanischer Klänge und traditioneller türkischer Melodik und Harmonik ist ein zentrales Stilmittel der Künstlerin.

Das Spiel mit bewusst eskapistischer Ästhetik gehört zum Gesamtkonzept. Zum einen geht das auf den Wunsch zurück, einem von Krieg, Misogynie und Gewalt geprägten Alltag etwas Positives entgegenzusetzen, zum anderen spielt hier Subversion eine Rolle: Die Künstlerin ist Teil einer neuen Avantgarde, die mit Zensur durch die Behörden zu kämpfen hat und setzt ästhetisch dem religiösen Konservatismus einen weltlichen Modernismus entgegen.


Genesis

Genesis waren eine der erfolgreichsten Bands, die aus der Progrock-Bewegung der 1970er hervorgingen. Gegründet wurde die Band 1967 von Tony Banks (Keyboards), Mike Rutherford (Bass), Peter Gabriel (Gesang) und Anthony Phillips (Gitarre), allesamt Schüler der Charterhouse-Privatschule. Zwei Jahre später erschien das erste Album „From Genesis To Revelation”, eine Sammlung strukturell noch relativ einfacher, inhaltlich aber schon recht verstiegener Popsongs. Für die meisten – wie für die Bnad selbst – fängt die Genesis-Zeitrechnung mit dem Album „Trespass” (1970) an, auf dem längere Kompositionen in ungewöhnlichen Taktarten und mythologischen Inhalten dominierten.

Mit dem folgenden Album „Nursery Cryme” wurde Anthony Phillips durch Steve Hackett ersetzt und als neuer Schlagzeuger kam Phil Collins zur Band. In dieser Besetzung erschienen noch die Alben „Foxtrot” (1972), „Selling England By The Pound” (1973) und „The Lamb Lies Down Broadway” (1974), ein Konzeptalbum über die surreale Reise eines jungen Mannes in sein Unterbewusstsein. Nach der anschließenden Tour verließ Peter Gabriel die Band und begann eine erfolgreiche Solokarriere. Nachdem die Suche nach einem neuen Sänger erfolglos verlief, übernahm Phil Collins diese Rolle zusätzlich zum Schlagzeug.

Mit Collins als Sänger wurden die Songs zunehmend geradliniger und chartkompatibler, insbesondere, nachdem Gitarrist Steve Hackett nach den Alben „A Trick Of The Tail” und „Winds & Wuthering” (beide 1976) ebenfalls ausstieg. „Follow You, Follow Me” vom Album „… And Then There Were Three …” (1978) war der erste große Erfolg der Band in den Pop-Charts. Weitere Hits wie „Mama”, „That's All”, und „Invisible Touch” ließen Genesis zu einem der größten Stadion-Acts der 1980er werden. Nach dem Ausstieg von Phil Collins nahmen Banks und Rutherford noch das Album „Calling All Stations” mit Ray Wilson von der Band Stiltskin als Sänger auf, das allerdings weder beim Publikum noch bei der Kritik großen Anklang fand.


Genevieve Artadi

Genevieve Artadi ist eine US-amerikanische Sängerin, Keyboarderin und Bassistin aus Los Angeles, Kalifornien, die sowohl als Teil des Funk-Jazz-Pop-Duos Knower als auch Solokünstlerin bekannt ist. Ihr Solodebüt „Genevieve Lalala“ veröffentlichte sie im Jahr 2015 selbst.

Artadi, die in Los Angeles als Kind zweier Musiker*innen aufwuchs, kam in ihrer Kindheit durch Natalie Coles Album „Unforgettable …With Love“ mit Jazz in Berührung. Ihre eigene musikalische Karriere begann sie als Mitglied einer von Portishead und Massive Attack beeinflussten Trip-Hop-Band. Anschließend studierte sie, getrieben durch eine Vorliebe für klassischen Jazz à la Miles Davis und Ella Fitzgerald, Jazz Studies an der California State University. In ihrer eigenen Musik spielt Jazz dabei eine ebenso große Rolle wie diverse Spielarten des Pop, R&B und experimentelle Elektronik. Ihre Songs tragen dabei häufig Widersprüchlichkeit in sich, haben beispielsweise sehr aufbauende Texte, die jedoch mit einer melancholischen Melodie unterlegt werden. Zudem ist Artadi bekannt dafür, dissonante und eingängige Songelemente zu kombinieren.

Mit dem Musiker Louis Cole bildet die Künstlerin das Duo Knower. „Dizzy Strange Summer“ aus dem Jahr 2020 ist Genevieve Artadis Debüt bei Brainfeeder, dem Label von Flying Lotus. 
 


George Harrison

George Harrison (*25. Februar 1941 – 29. November 2001) war ein einflussreicher britischer Rockmusiker aus Liverpool. Bekanntheit erlangte er als Leadgitarrist von The Beatles. Später war er erfolgreich als Solomusiker aktiv und Teil der Supergroup Traveling Wilburys. 

Der häufig als „the quiet Beatle“ bezeichnete George Harrison war – insbesondere ab der zweiten Hälfte der 60er-Jahre – für die Komposition zahlreicher bekannter Stücke seiner Band verantwortlich. Dazu zählen etwa „Here Comes The Sun“, „While My Guitar Gently Weeps“ und „Something“. Mit seiner Begeisterung für Folk à la Bob Dylan und The Byrds ab etwa 1965 sowie seinem wachsenden Interesse an indischer Musik und Kultur, legte er die Grundsteine für zwei entscheidende musikalische Neuausrichtungen von The Beatles. Nach der Auflösung der Gruppe im Jahr 1969 widmete sich Harrison einer Solokarriere. Besonders kritisch und kommerziell erfolgreich fiel das 1970 veröffentlichte Dreifachalbum „All Things Must Pass“ aus. Darauf etablierte Harrison seinen typischen Slide-Guitar-Sound und stellte unter Beweis, dass er auch abseits seiner Rolle als Unterstützung für John Lennon und Paul McCartney ein talentierter Songwriter war. In den 1980er-Jahren gründete der Musiker mit Bob Dylan, Roy Orbison, Jeff Lyne und Tom Petty die Supergroup Traveling Wilburys, die mit Songs wie „End Of The Line“ und „Handle With Care“ einige Hits landete. Harrison starb am 29. November 2001 an den Folgen einer Krebserkrankung auf Paul McCartneys Anwesen in Los Angeles. Er wurde 58 Jahre alt. 

George Harrison war häufig Thema von ByteFM-Sendungen, etwa 2013 im Kramladen und 2019 bei Karamba.


Georgia Anne Muldrow

Georgia Anne Muldrow ist eine 1983 geborene US-amerikanische Soul-Sängerin und HipHop-Produzentin aus Los Angeles, Kalifornien. Ihr Debütalbum „Olesi: Fragments Of An Earth“ erschien im Jahr 2006 über Stones Throw Records.

Georgia Anne Muldrow kam als Tochter der Sängerin Rickie Byars und des Jazzmusikers Ronald Muldrow zur Welt. Durch ihre selbstveröffentlichte Debüt-EP „Worthnothings“, auf der sie Elemente aus HipHop, Funk und Soul kombinierte, wurde Stones Throw Records auf sie aufmerksam und veröffentlichte daraufhin ihr Debütalbum. Die auf Soul-, Funk- und Jazz-Samples basierenden Beats darauf wurden von Muldrow selbst produziert. Mit „Seeds“ veröffentlichte die Musikerin im Jahr 2012 ein hochgelobtes Album bei dem Madlib als alleiniger Produzent fungierte. Es erschien über SomeOthaShip Connect – ein Label, das Georgia Anne Muldrow mit ihrem Ehemann, dem Rapper und Sänger Dudley Perkins gegründet hat. Des Weiteren hat sie sie mit namhaften Künstler*innen wie Erykah Badu, Blood Orange und Mos Def gearbeitet. Letzterer sagte über Muldrow, sie sei „unglaublich“, er habe „noch nie jemanden so singen hören“ und verglich sie im selben Atemzug mit Nina Simone, Ella Fitzgerald und dem Produzenten J. Dilla.

„Vweto II“, ein experimentelles Instrumental-Album mit Einflüssen aus Free Jazz, diversen afrikanischen Stilen und Dub, erschien 2019 und erhielt durchwegs positive Kritiken. Gemeinsam mit ihrem Ehemann als G&D veröffentlichte Muldrow im selben Jahr das politische Album „Black Love & War“. 2019 war Georgia Anne Muldrow auch als Gastsängerin am ByteFM Track des Tages „Yellow Dandelion“ von dem UK-Jazz-Pianisten Joe Armon-Jones beteiligt.


Gewalt

Patrick Wagner, Yelka Wehmeier und Helen Henfling sind Gewalt. Das 2015 in Berlin gegründete Noise-Rock-Trio ist eigentlich ein Quartett, in bester Big-Black-Manier wird der Drumcomputer DM1 als offizielles Bandmitglied aufgelistet. Der Name Gewalt beschreibt den Charakter ihrer Musik sehr passend: Brutale Sludge-Gitarren treffen auf kalte Beats aus dem Drum-Computer. Dazu spuckt Frontmann Patrick Wagner, der bis 2003 auch die Math-Rock-Band Surrogat anführte, seine nihilistische Prosa aus. Ein gutes Beispiel: Die verstörende Single "Limiter".


Ghetts

Ghetts (Justin Clarke, 9. Oktober 1984, London, UK) ist ein britischer Grime-Rapper und -Songschreiber mit karibischen Wurzeln. Auch seine eingängigeren Tracks spiegeln die Intensität und Härte seiner gesellschaftlichen Beobachtungen in einer athmosphärischen Düsterkeit wieder. Neben seinen eigenen Tracks arbeitet Clarke auch immer wieder mit anderen Künstlern der Szene wie Stormzy und Skepta zusammen.

Zu Beginn seiner Karriere mit dem Kollektiv Nasty Crew nannte Clarke sich noch „Ghetto”. Er verließ die Gruppe jedoch bald, da seiner Ansicht nach die Vorstellungen der vielen Mitglieder nicht unter einen Hut zu bringen seien und gründete sein eigenes Kollektiv The Movement. 2005 veröffentlichte er sein erstes Mixtape „2000 & Life”, 2007 folgte „Ghetto Gospel”, dass er bewusst persönlicher und weniger aggressiv hielt, um nicht das rassistische Stereotyp des Ghetto-Boys zu bedienen. 2014 veröffentlichte Clarke sein Solo-Debüt „Rebel With A Cause”, dessen Track „Rebel” auf Platz fünf der britischen R&B-Charts gelangte.

2018 erschien „Ghetto Gospel: The New Testament”, das er als Update seines zweiten Mixtapes versteht. „IC3”, eine Zusammenarbeit mit Skepta, bekam 2020 einige Aufmerksamkeit. 2021 wurde der Track „Skengman”, den er zusammen mit Stormzy aufnahm, schnell ein Streaming-Erfolg, dem er das Album „Conflict Of Interest” folgen ließ.


Ghost Funk Orchestra

Ghost Funk Orchestra sind eine 2014 gegründete US-amerikanische Psychedelic-Funk-Combo um den New Yorker Gitarristen und Bassisten Seth Applebaum. Zur Livebesetzung gehören des Weiteren Lo Gwynn (Gesang), Megan Mancini (Gesang), Romi Hanoch (Gesang, Tamburin), Joshua Park (Gitarre), Rich Seibert (Trompete), Stephen Chen (Saxophon), James Kelly (Posaune) und Kyle Beach (Schlagzeug). Ihre Debüt-LP „A Song For Paul“ ist im Jahr 2019 über Karma Chief Records (Michael Nau, Neal Francis, Kendra Morris) erschienen. 

Ghost Funk Orchestra kombinieren vielfältige Elemente aus unter anderem Funk, Soul, Rock, Jazz und Surf, präsentiert in einem warmen, psychedelischen Retro-Soundgewand, das an Produktionen der 60er- bzw. 70er-Jahre erinnert. Kompositionen, Arrangements und Produktion stammen dabei von Seth Applebaum, der zudem einige Instrumente selbst einspielt. Applebaum gründete Ghost Funk Orchestra zunächst als Soloprojekt, um seine Liebe für Latin Jazz und Salsa à la Mongo Santamaría und Willie Colón auszuleben. Später akquirierte diverse Freund*innen sowie seinen Bruder Julian Applebaum für Gesang und diverse Instrumente. Seth Applebaum hatte sich zuvor als Garage-Rock-Musiker in New York einen Namen gemacht, in Bands wie The Mad Doctors und The Fucktons. 

Mit „An Ode To Escapism“ veröffentlichten Ghost Funk Orchestra im Jahr 2020 ihr zweites Studioalbum über Colemine Records (Black Pumas, Young Gun Silver Fox, Monophonics). Der Psychedelic-Soul-Song „King Of Misdirection“ daraus war im November 2020 ByteFM Track des Tages.


Ghostpoet

Ghostpoet (*18. Januar 1983 als Obaro Ejimiwe) ist ein britischer Sänger, MC und Produzent aus London. Auch wenn die Texte häufig gesprochen vorgetragen werden, möchte Ghostpoet nicht als HipHop-Künstler wahrgenommen werden. Musikalisch bedient Ghostpoet sich sowohl an Gitarrenpop-Sounds als auch an elektronischen Elementen.

Nach anfänglichen Gehversuchen als Grime-MC entwickelte Ghostpoet einen Vortragsstil, der weniger von Druck und Reimen lebte als von Storytelling. Eine frühe Vierspur-Demoaufnahme fand das Gehör von BBC-Moderator Gilles Peterson, der den jungen Künstler protegierte und ihn mit seinem Label Brownswood Recordings förderte. Bereits die erste EP „The Sound of Strangers“ fand positive Resonanz in der überregionalen Presse und wurde 2010 in der Zeitung „The Guardian“ in der Kategorie „New Band Of The Day“ vorgestellt.

Im Laufe seiner Karriere entfernte sich Ghostpoet zusehends von seinen HipHop-Wurzeln und begann, sowohl Gitarrenelemente als auch Synth-Flächen zum Stilmittel zu machen. 2011 und 2015 war der Künstler für den „Mercury Prize“ nominiert.


Giant Sand

Giant Sand sind eine Rockband aus Tucson, Arizona. Sänger, Songschreiber und einzige Besetzungskonstante der Band ist der Gitarrist Howe Gelb. Die Ursprünge von Giant Sand – damals noch unter dem Namen Giant Sandworms – liegen in der Punkszene der späten 1970er und dem Paisley Underground, der sich auf die psychedelische Musik der späten 1960er bezog. Das erste Album „Valley Of Rain“ erschien 1985 auf dem Label Enigma.

Howe Gelb betrachtet Giant Sand eher als loses Kollektiv denn als Band, was die zahlreichen Umbesetzungen und Stilwechsel im Laufe der Jahre erklärt. Zu den Mitgliedern gehörten zwischenzeitlich unter anderem Chris Cacavas von Green On Red und Mark Walton von The Dream Syndicate. Die Musik wechselte zwischen Country, Desert-Rock und experimentellem Jazz. Relativ erfolgreich waren in Indie-Kreisen in den frühen 90ern die Alben „Swerve“, „Ramp“ und „Center Of The Universe“.

Zusätzlich zu den über 25 Alben mit Giant Sand veröffentlichte Howe Gelb etwa genauso viele Soloalben und einige Aufnahmen mit Nebenprojekten.


Gil Scott-Heron

Gil Scott-Heron (1. April 1949 - 27. Mai 2011) war ein US-amerikanischer Soul-Sänger und Dichter. Zwischen 1970 und seinem Tod im Jahr 2011 veröffentlichte er 13 Studioalben und gilt als Wegbereiter von Neo-Soul und HipHop.

Als einer der Ersten verknüpfte Gil Scott-Heron verstärkt zeitgenössische Soulmusik und Spoken-Word-Lyrik. Besonders die gesprochenen Songtexte beziehen häufig explizit Stellung zu gesellschaftlichen Themen wie Armut, Rassismus und der Bürgerrechtsbewegung; der Titel „The Revolution Will Not Be Televised“ ist heute ein viel zitierter Slogan. Der Song "The Bottle" verhandelt Armut und Alkoholismus, ist dabei aber funky genug für die Tanzfläche und beeinflusste unterschiedliche Genres wie Rock und Electro.

Die musikalische Ebene trat nie hinter die explizite politische Botschaft zurück: Gil Scott-Heron bediente sich mit wechselndem Erfolg bei zeitgenössischen Stilen und Produktionsmitteln. Anfänglich waren das Funk und Jazz, während auf „I'm New Here“ dem letzten Album, das Scott-Heron aufnahm, Damon Albarn zu den Mitwirkenden zählt. Kurz vor Scott-Herons Tod nahm er diese mit dem britischen Musiker Jamie xx noch einmal unter dem Titel „We're New Here“ und unter Hinzunahme von elektronischen Produktionsmitteln neu auf.


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