Artists

Artists / B


The B-52s

The B-52s ist ein 1976 gegründetes US-amerikanisches New-Wave-Quartett, das aus Fred Schneider (Gesang), Kate Pierson (Gesang, Keyboard), Cindy Wilson (Gesang, Percussion) und Keith Strickland (Gesang, Gitarre) besteht. Der Tod des Gitarristen und Gründungsmitgliedes Ricky Wilson im Jahr 1985 hatte zur Folge, dass Keith Strickland vom Schlagzeug an die Gitarre wechselte und die Band seitdem mit Gast-SchlagzeugerInnen tourt.

Der Name der Band leitet sich von einem Slangwort für eine mit Haarspray hochtoupierte Damenfrisur ab, die in den frühen 1960er-Jahren weit verbreitet war. Durch das Tragen dieser „Bienenstock-Frisuren“ parodierten Kate Pierson und Cindy Wilson in den Anfangsjahren ein veraltetes adrettes Frauenbild. Solche Stilmittel der Parodie und Überzeichnung sind für The B-52s ebenso typisch wie die Vermischung von New Wave mit Rock’n’Roll-, Surf- und Funk-Elementen und der Umstand, dass alle vier Mitglieder der Band singen. „Love Shack“ – den größten Hit von The B-52s – setze das „Rolling Stone Magazine“ auf Platz 243 der 500 besten Songs aller Zeiten.

Mit „Funplex“ erschien 2008 das letzte Album der Gruppe. Für das Jahr 2019 kündigten The B-52s ihre Abschiedstour an.


Baba Zula

Baba Zula sind eine türkische Psychedelic-Pop-Gruppe aus Istanbul. Die Band wurde 1996 von Murat Ertel (Saz, Gesang, elektronische Instrumente), Levent Akman (Percussion, Spielzeuginstrumente, Löffel) und Emre Önel (Darbuka) gegründet. 2005 verließ Önel die Gruppe; die Leerstelle füllt Ümit Adakale; Periklis Tsoukalas spielt elektrische Oud.

Ihrem Selbstverständnis nach eine „Oriental Dub“-Band, verbinden Baba Zula Elemente aus jamaikanischen Genres wie Reggae und Dub mit türkischer Folklore und Psychedelic-Rock-Ästhetik, die sich nicht nur musikalisch niederschlägt, sondern auch das visuelle Erscheinungsbild prägt. Ihre Konzerte erweitert die Band multimedial durch Elemente wie Tanz, Gedicht-Rezitationen, Live-Zeichnung und Film. Musikalisch haben Baba Zula den Anspruch, in einem musikhistorisch-archäologischen Ansatz Musiktraditionen aus unterschiedlichen Kontexten (etwa Sufi-Musi, prä-islamische Traditionen und in türkischer 60er-Garage-Rock) zu bewahren und zu etwas Neuem zu formen.

In Deutschland wurden Baba Zula bekannt durch die Musik-Dokumentation „Crossing The Bridge – The Sound Of Istanbul“ von Fatih Akin, durch die sie unter anderem mit Alexander Hacke von Einstürzende Neubauten in Kontakt kamen. Ihr Album „XX“ (2017) landete in der Türkei auf dem Index


The Babe Rainbow

Als „loverboys of bourgeois“ beschreiben sich The Babe Rainbow aus Byron Bay, Australien, selbst. Jack, Lulu, Angus und Elliot versetzen einen direkt an die goldenen Küsten Australiens und brauchen dafür nichts weiter als eine Mischung aus Folk, County, lässigen Rhythmen und Retro-Klängen.


BadBadNotGood

BadBadNotGood sind eine Band aus Kanada, die 2010 in Toronto gegründet wurde. Keyboarder Matthew Tavares, Kontrabassist Chester Hansen, Saxophonist Leland Whitty und Schlagzeuger Alexander Sowinski bewegen sich musikalisch zwischen zeitgenössischem Jazz und HipHop.

Die Bandmitglieder Tavares, Hansen und Sowinski lernten sich am Humber College in Ontario kennen und begannen ihre Karriere mit ihren HipHop-geleiteten Jazzinterpretationen. Das Projekt, das als Keller-Jam begonnen hatte, wurde über Nacht zum Web-Phänomen, als die Band ein Cover von „Lemonade“ (Gucci Mane) als „The Odd Future Sessions Part 1“ online stellte und damit die Aufmerksamkeit des Rappers Tyler, The Creator auf sich zog, der sich anschließend zum Förderer von BadBadNotGood aufschwang.

Das erste, mit der Abkürzung „BBNG“ betitelte Album nahmen BadBadNotGood in einer dreistündigen Session auf. Immer wieder arbeitete die Band mit HipHop-Künstlern wie Ghostface Killah zusammen. Tavares, Hansen und Sowinski bekommen nicht nur Unterstützung von weiteren Bekanntheiten wie Frank Ocean, sondern auch durch ein viertes Bandmitglied: Leland Whitty stieß im Jahr 2016 als Saxophonist zur Band.


Balbina

Bis zu ihrem dritten Jahr lebte Balbina in Warschau, dann zog sie in den 90ern mit ihren Eltern nach Berlin. Schon früh beschäftigte sich Balbina mit dem Komponieren und Schreiben von eigener Musik und kam in Berlin mit der Hip-Hop- und Rap-Szene in Berührung, die sie sehr interessierte.

Balbinas aktuelles Album „Fragen über Fragen" wurde mit einem Live-Orchester aufgenommen und unterscheidet sich deshalb stark von den Vorgängern „Bina" und „Über das Grübeln". In den einzelnen Songs beschäftigt sich die deutsche Singer-Songwriterin mit den großen und kleinen Fragen des Lebens und versucht Lösungen zu finden. Sprache nimmt in ihrer Musik einen großen Stellenwert ein und hat laut Balbina eine ungeheure Macht. Diese Faszination ist in den introvertierten, nachdenklichen Texten von Balbina deutlich spürbar.


Baloji

Der im Kongo geborene Baloji ist Musiker, Videokünstler, Tänzer, Schauspieler und mehr. Getrennt von seiner Mutter wuchs er bei seinem Vater in Belgien auf. Lange war er Mitglied der belgischen Hip-Hop-Gruppe Starflam, bis er 2006 beschloss eine Solokarriere zu starten.

In Balojis Musik spiegelt sich die Herkunft des Künstlers wider; er mischt traditionelle, (afro-)afrikanische Musik mit elektronischen Sounds der Moderne, z.B. aus Trance und Deep House, welche ihre Wurzeln in Belgien haben. Somit vereint Baloji gekonnt zwei Stile, die unterschiedlicher nicht sein könnten und kreiert seinen eigenen Sound.

2008 erschien sein erstes Soloalbum „Hotel Impala", das von der Presse mit Lob überschüttet wurde. „Kinshasa Succursale" nahm er in Afrika zusammen mit dort lebenden Musikern wie Konono N°1 auf. 2015 erschien Balojis aktuelles Album „Bits and Malachite".

 


Balthazar

Balthazar ist eine belgische Indie-Pop-Band, die im Jahr 2004 in Gent gegründet wurde. Angeführt wird Balthazar von gleich zwei Frontmännern: Maarten Devoldere und Jinte Deprez (beide Gesang und Gitarre). Das Debütalbum „Applause“ erschien 2010.

Während Balthazar in der belgischen Heimat schon früh einige Bandcontests und Talentshows gewann, stehen die Musiker seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums auch auf internationalen Club- und Festivalbühnen. Maßgeblich zur Bekanntheit der Gruppe beigetragen hat die belgische Indie- und Alternative-Bandgröße dEUS, welche Balthazar 2011 als Vorband mit auf Tour nahm.

Die Musik der Band ist besonders durch ein dominantes Bass-Spiel sowie den oftmals zweistimmigen Gesang ihrer beiden Sänger gekennzeichnet. Die klassische Indie-Pop-Instrumentierung aus Schlagzeug, Bass und Gitarren erweitern Balthazar in ihrer Musik häufig durch Violine, Synthesizer und zusätzliche Percussion-Elemente.

In der vierjährigen Bandpause von 2015 bis 2019 machten sich die beiden Frontmänner mit ihren jeweiligen Soloprojekten einen Namen – Devoldere mit der Jazzband Warhaus und Deprez als J. Bernardt. Im Januar 2019 beendeten Balthazar ihre Auszeit mit ihrem vierten Album „Fever“.


Barbara Morgenstern

Barbara Morgenstern ist eine in Berlin ansässige Musikerin, die 1971 in Hagen geboren wurde. Die Sängerin, Songschreiberin und Produzentin elektronischer Musik verschreibt sich keinem spezifischen Genre, produziert aber tendenziell melodiöse, analog geprägt Musik, teilweise mit Gesang.


Nachdem sie in Hamburg Mitglied einer A-Capella-Gruppe war, begann Barbara Morgenstern nach dem Umzug nach Berlin, elektronische Musik zu produzieren. Seit der Veröffentlichung ihres ersten Tapes „Enter The Partyzone“ im Jahr 1997 oszilliert das Werk der autodidaktischen Keyboarderin und Organistin zwischen verschiedenen Bereichen der Popmusik – zwischen orchestral untermaltem Kammer-Pop und Synthesizer-Experimenten, mal alleine am Klavier, mal von Chören umgeben.


Mit ihrem Quasi-Debüt-Album, dem im Jahr 2000 auf Gudrun Guts Label Monika Enterprise erschienenen „Fjorden“ (Vorgänger „Vermona ET 6-1“ erfuhr wenig Beachtung und Wertschätzung), schuf Barbara Morgenstern eine ästhetische Blaupause für ihr späteres Werk. Widerhall fand die Veröffentlichung nicht nur in Form positiver Besprechungen, sondern auf durch ein Cover ihres Stückes „Der Augenblick“ durch Justus Köhncke. Bis 2012 veröffentlichte Barbara Morgenstern Alben im Jahrestakt.

 

 


Barrie

Barrie ist eine Dream Pop-Band, die 2017 in Brooklyn gegründet wurde. Ihre Mitglieder Barrie Lindsay (Gesang, Gitarre), Spurge Carter (Keyboard), Dominic Apa (Schlagzeug), Sabine Holler (Bass) und Noah Prebish (Gitarre, Synthesizer) kommen aus fünf unterschiedlichen Städten und haben sich teilweise durch recht ungewöhnliche Umstände kennen gelernt. So wurde Bassistin Sabine per Tinder akquiriert.

Die kollektive Vision für den Sound von Barrie beschreiben die MusikerInnen folgendermaßen: „a well-crafted pop song that’s a little bit fucked up“. Um diese zu erreichen, wird lange gejammt und viel diskutiert. Das Ergebnis ist ein verträumter und energischer Pop-Sound mit analogen Synthesizern und groovy Gitarren.

„Happy To Be Here“, das erste Album von Barrie aus dem Jahr 2019, wurde von Leadsängerin Lindsay zusammen mit Jake Aron (Snail Mail, Solange, Grizzly Bear) in dessen New Yorker Studio produziert.


Battles

Battles sind eine Experimental-Rockband, die 2002 in New York City gegründet wurde. Nach einer Reihe an EPs veröffentlichte die Band im Jahr 2007 mit „Mirrored“ ihr erstes offizielles Studioalbum. Seit dem Ausstieg der Gründungsmitglieder Tyondai Braxton (Gesang, Gitarre, Keyboard) im Jahr 2010 und Dave Konopka (Bass, Gitarre, Effekte) im Jahr 2018, besteht die Gruppe aus Ian Williams (Gitarre, Keyboard) und John Stanier (Schlagzeug, Percussion).

Battles spielen rhythmisch und strukturell komplexe Rockmusik, die sich den Genres Math-Rock, Progressive Rock, Post-Rock und Electronic Rock zuordnen lässt. Ein weiteres Merkmal ist die Nutzung digitaler Effekte, in der Tradition des Electronic Rock.
Da die Band seit 2010 keinen festen Sänger hat, arbeitet sie zuweilen mit GastsängerInnen zusammen. So waren auf ihrem zweiten Album „Gloss Drop“ unter anderem die Synth-Pop-Ikone Gary Numan und Kazu Makino, Sängerin der New Yorker Alternative-Rockband Blonde Redhead, zu hören.

Vier Jahre nach „La Di Da Di“ ist „Juice B Crypts“ von 2019 das vierte Studioalbum der Battles.


BC Camplight

BC Camplight - der aus New Jersey stammende Musiker Brian Christinzio macht kein Geheimnis daraus, Probleme zu haben. Dem Teufelskreis aus geplatzten Plattenverträgen, Alkohol und Depressionen zu entkommen gelang ihm zwar nicht, doch erlangten seine Werke zunehmend Gehör und Beliebtheit. In seinem vierten Studioalbum „Deportation Blues“ wagt sich Christinzio in tiefste Tiefen und bietet kompositorisch das wohl Spannendste, was der Songwriter bis dato abgeliefert hat. Aufgrund einer Visa-Panne musste BC Camplight 2015 seine Wahlheimat Manchester in England unsanft verlassen, jener Stadt die ihm bis dahin wieder zu neuer Hoffnung verhalf.

Seit 2016 tourt er als Bandleader der BC Campfire Live Band.


Beach House

Beach House sind die Vorzeige-Band des Indie-Dream-Pop. Die Band um Victoria Legrand und Alex Scally aus Baltimore entwickelt sich seit 2004 immer weiter, jedoch niemals auf Kosten ihres unverwechselbaren Sounds. Der verliert nie etwas von seiner Verträumtheit und Melancholie, aber bleibt trotzdem spannend. 2015 erschien überraschend das sechste Beach House-Album „Thank Your Lucky Stars“, nachdem der Vorgänger „Depression Cherry“ erst kurze zwei Monate zuvor die Fangemeinde erfreute. 2017 folgte die Compilation „B-Sides And Rarities“, ein Jahr darauf das Album „7".


Beak>

Auf einer Weihnachtsfeier von Invada Records fanden sich einige Bandmitglieder von Portishead und Moon Gangs zusammen. Nach einem langen Jam war klar, dass es nicht nur bei einem Mal bleibt. Nur ein Jahr später gaben Geoff Barrow (Portishead), Will Young (Moon Gangs) und Billy Fuller unter dem Namen Beak> bereits erste Konzerte. Ihr Debütalbum haben sie in nur zwölf Tagen aufgenommen -  mit der strikten Regel, kein Overdubbing zu benutzen. So haben Beak> ihren eigenen Sound gefunden, der sich durch alle Platten zieht.


Bear In Heaven

Bear In Heaven ist eine US-amerikanische Rockband aus Brooklyn, New York. Gegründet wurde sie 2003 von Jon Philpot, welcher Mitstreiter für seine experimentiellen, musikalischen Visionen suchte. Bald fand er sie in Adam Wills, Sadek Bazarra und Joe Stickney. So entstand der Bear in Heaven-Sound, ein eigenwilliger Stil aus Post-Rock, Synth-Pop und Kraut-Rock. „Red Bloom Of The Boom", die erste LP mit der kompletten Band, wurde 2007 auf ihrem eigenem Label Hometapes veröffentlicht und kam experimentiell sowie verspielt daher.

Ihr drittes Album veröffentlichten Bear in Heaven nach dem Ausstieg von Sadek Bazarra als Trio und wendeten sich damit immer mehr dem Pop zu. „I Love You, It's Cool" erregte 2012 besonderes Aufsehen: bereits vor der Veröffentlichung konnte das Album auf der offziellen Homepage von Bear In Heaven gestreamt werden. Jedoch wurde der Longplayer auf über 2.700 Stunden ausgewalzt anstatt der etwa 44 Minuten, was eine extreme Entschleunigung darstellte und sehr medienwirksam war.

 


Bearcubs

Jack Ritchie aus London ist der Mann hinter dem Projekt Bearcubs. Seit ein paar Jahren macht der 25-Jährige Musik, wie man sie vom mittlerweile weltweit bekannten Künstler James Blake kennt und lieben gelernt hat.

Electronics, Lo-Fi und Future-Garage verbindet der Londoner gekonnt und begeisterte damit nicht nur BBC Radio 1, diverse Musikmagazine und Produzenten. Seine Fangemeinde wächst und wächst. Bearcubs' EP „Underwaterfall" erschien 2015. Neben eigener Musik produziert Jack Ritchie außerdem erfolgreich Remixes für Bastille, Odesza oder Gorgon City.

 

 

 

 

 

 


Beastie Boys

Beastie Boys waren eine US-amerikanische HipHop-Gruppe, die 1981 in New York gegründet wurde. Die Band bestand aus den MCs und Produzenten Adam „MCA“ Yauch, Michael „Mike D“ Diamond und Adam „Ad Rock“ Horovitz und gilt als eine der erfolg- und einflussreichsten Gruppen der HipHop-Geschichte. Nach Yauchs Tod im Jahr 2012 lösten Beastie Boys sich auf.

Das Trio begann seine Karriere 1979 – erweitert um John Berry, der bis 1982 Gitarre spielte – als Punk-Band unter dem Namen „The Young Aborigines“. Mit Schlagzeugerin Kate Schellenbach (ab 1981; später bei Luscious Jackson) bewegte sich der Sound in Richtung HipHop. Nach einem Ultimatum des Produzenten Rick Rubin, der eine Männer-Gruppe vermarkten wollte trennte sich die Gruppe 1984 von Schellenbach, was die Band später bereute, wie auch den Umstand, dem Jungsgehabe, das Beastie Boys zu karikieren trachteten, selbst anheimgefallen zu sein.

Nach dem Debüt-Album „Licensed To Ill“ (1986) kehrte die Band für „Paul's Boutique“ (1989) dem Rock- und Party-Sound zugunsten einer samplelastigen, experimentellen funky Ästhetik den Rücken. Trotz harter ästhetischer Brüche im Laufe der Karriere erreichten alle acht Alben der Gruppe die US-amerikanischen Top 20.


Beat Happening

Beat Happening waren eine US-amerikanische Indie-Pop-Band aus Olympia, Washington. Sänger Calvin Johnson lernte während seines Studiums Heather Lewis (Schlagzeug) und Bret Lunsford (Gitarre) kennen, mit denen er auf seinem eigenen Label K Records veröffentlichte.

Ursprünglich für eine Kassettenveröffentlichung der Band Supreme Cool Beings gegründet und aus Johnsons Küche heraus betrieben, wurde K Records ein Knotenpunkt der lokalen Szene, deren Speerspitze Beat Happening darstellten. Auf „Our Secret“, der ersten Single der Gruppe im Jahr 1984, stellten Beat Happening ihre eigenen Unzulänglichkeiten in den Vordergrund (anfänglich umfasste das Instrumentarium eine Second-Hand-E-Gitarre und ein Paar Maracas), anstatt sie zu kaschieren. Ihr selbstbetiteltes Debüt-Album von 1985 gilt heute als Lo-Fi-Meilenstein, der zahlreiche Künstler ermutigte, selbst musikalisch aktiv zu werden. Der Song „Cast A Shadow“ vom Album „Black Candy“ (1989) wurde häufig gecovert, unter anderem von Jens Friebe.

Beat Happening wurden zu einer der wichtigsten Indie-Bands, indem sie minimalistischen Art-Pop im Geiste von The Velvet Underground mit Graswurzel-Ästhetik und DIY-Ethos verschmolzen. Ihr letztes Album „You Turn Me On“ erschien im Jahr 1992. Calvin Johnson ist seitdem solo und in vielen anderen Projekten unterwegs, zum Beispiel mit Dub Narcotic Sound System.


The Beatles

The Beatles ist wohl die bekannteste und kommerziell erfolgreichste Band der Musikgeschichte. Als Beat- und Rockband besann sich die Gruppe auf den damals ausgehenden Rock 'n' Roll der ausgehenden 50er, dazu kamen die Einflüsse des Beats aus ihrer Heimatstadt Liverpool. Während ihrer musikalischen Karriere ließen sie auch andere Stile in ihre Musik miteinfließen wie Folk, Country, Klassik, aber auch indische Musik („Rubber Soul").

John Lennon gründete zuerst die Schülerband The Quarrymen und holte irgendwann Paul McCartney mit ins Boot. Zusammen komponierten sie erste eigene Songs und eine enge Freundschaft entstand. 1958 stoß George Harrison zur Gruppe, später Stuart Sutcliffe und Pete Best. Erst ab August 1960 nannten sie sich The Beatles. Kurz vor den ersten Plattenaufnahmen ersetzten The Beatles den Schlagzeuger Best mit Ringo Starr.

Ihre erste Single „Love Me Do" erschien 1962. Mit der Single „I Want to Hold Your Hand" schafften die Briten den Durchbruch in Großbritannien. Das erste offizielle Beatles-Album „Please Please Me" erschien im März 1963 und wurde in den Abbey Road Studios in London aufgenommen.

Mit einem Auftritt in „Sunday Night at the London Palladium" wurde die Hysterie rund um die Popband, genannt „Beatlemania“, zum Selbstläufer. In Anspielung auf ihre Berühmtheit wurden sie nun auch oft „Fab Four“ genannt. Brian Epstein, der damalige Manager der Gruppe, wollte nun The Beatles auf auf dem US-amerikanischen Markt etablieren. Mit „I Want To Hold Your Hand" schafften es The Beatles an die Spitze der Charts. Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichten sie zwischen 1964 und 1968. Mit dem Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band" von 1967 legten die Band eines der ersten Konzeptalben der Popgeschichte vor, das auch von „Pet Sounds" der Beach Boys inspiriert ist.

Im Jahr 1970 trennten sich die Wege der vier Bandmitglieder aufgrund interner Spannungen. Die Musiker verfolgten danach erfolgreich eigene Musikprojekte.


Bedouine

Bedouine ist eine syrisch-amerikanische Singer-Songwriterin. Sie wurde in Aleppo als Azniv Korkejian geboren. Seit Mitte der 2010er-Jahre ist sie als Solokünstlerin aktiv.

Bedouine zog mit ihren Eltern früh aus Syrien nach Saudi-Arabien. Von dort aus – sie war zehn Jahre alt – zogen sie in die USA. Als junge Erwachsene ging Bedouine nach Los Angeles, um Sounddesign zu studieren. Durch Zufall lernte sie dort Gus Seyffert kennen, der unter anderem Alben von Beck und Norah Jones produzierte. Seyffert produzierte schließlich sowohl Bedouines selbstbetiteltes Debütalbum von 2017 als auch das 2019er-Album „Bird Songs of a Killjoy“, die beide auf dem Label Spacebomb erschienen.

Ihre Musik steht in scheinbarem Widerspruch zu ihrer eigenen Biographie. Bedouine sagt mit Blick auf ihre nomadische Kindheit in einem Interview, dass ihr ihre Vergangenheit mittlerweile wie eine Fata Morgana erscheine. Vielleicht bietet die Mischung aus Folk, Americana und Soul einen Ansatz, diese Vergangenheit außerhalb der eigenen Biographie und stattdessen im kulturellen Gedächtnis der US-amerikanischen Musik zu suchen.


Beirut

Beirut war ursprünglich ein Soloprojekt und ist mittlerweile die Band um den US-amerikanischen Multiinstrumentalisten Zach Condon. Mit ihrem ersten Album „Gulag Orkestar“ aus dem Jahr 2006 gelang der Gruppe der internationale Durchbruch.

Das Projekt wurde nach der libanesischen Hauptstadt benannt, da dort mehrere Kulturen aufeinander treffen – und genau das auch die Musik von Beirut sehr gut beschreibt. Diese ist nämlich eine Mischung aus Indie-Pop und traditioneller Musik aus unterschiedlichen Weltregionen: Volksmusik des Balkan, osteuropäische Polka, Chanson und mehr. Entsprechend viele Instrumente kommen bei Beirut zum Einsatz: Live sind es üblicherweise 14, auf den Studioalben sogar noch mehr Musikinstrumente. Condon selbst spielt neben seinen beiden Hauptinstrumenten, dem Flügelhorn und der Ukulele, noch Trompete, Mandoline, Akkordeon, Euphonium, sowie verschiedene Tasteninstrumente.

Mit „Gallipoli“ erschien 2019 das fünfte Album von Beirut, benannt nach einer Kleinstadt in Italien, die der Gruppe gut gefiel. Obwohl er nach wie vor viele Reisen unternimmt, hat Zach Condon mittlerweile einen festen Wohnsitz in Berlin.


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z