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A. Billi Free

A. Billi Free ist das Alias von Billie Drakeford, einer US-amerikanischen Sängerin, Rapperin, Songwriterin und Produzentin aus Chicago. Ihr Debütalbum „I Luma“ ist im Jahr 2019 über das Frankfurter Label Tokyo Dawn Records (Colonel Red, Spikey Tee, Planetself) erschienen.  

In ihrer modernen, eigenwilligen R&B-Variante vermengt A. Billi Free Einflüsse aus Soul, HipHop, Jazz, Funk und House. Souligen Gesang und tighte Rap-Parts präsentiert sie in einem warmen Sound-Gewand, in dem elektronische Beats zuweilen mit analoger Instrumentierung versetzt werden. Für  „Flourish“, den Opener ihrer Debüt-LP „I Luma“, kollaborierte sie beispielsweise mit der Klarinettistin Angel Bat Dawid. Der Song war im August 2019 Track des Tages bei ByteFM. Für die Produktion des Albums zeichneten Tensei verantwortlich, ein Chicagoer Duo, das zuvor schon mit international anerkannten Acts wie Makaya McCraven, Bilal und Andersson Paak zusammengearbeitet hatte. Zu singen begann Drakeford bereits im Kindesalter, damals vor allem in den Bereichen des Jazz und der Chormusik. Später studierte sie Lateinamerikastudien und bewegte sich in der HipHop-Szene Chicagos, wo sie mit zahlreichen MCs performt hat. Gegenwärtig lebt und arbeitet die Künstlerin in New Mexico. 

Zusammen mit dem Chicagoer MC, Producer und DJ Uncle_EL bildet A. Billi Free das Duo Blk Mgc. 2020 veröffentlichten die beiden ihre EP „Blk Mgc Symbl“ über Machine Wash Music (Encyclopedia Brown, Clew Rock). Der Track „Fire“ daraus war im November 2020 ByteFM Track des Tages.


A. Savage

A. Savage kürzt Andrew Savage, Frontmann der New Yorker Rockband Parquet Courts, seinen Namen für sein Solo-Projekt ab. Zu deutsch: „Ein Wilder“. Wild sind die Konzerte von Parquet Courts. Auf seinem Solo-Debüt „Thawing Dawn“ schlägt A. Savage ruhigere Töne an. Das Album ist auf seinem eigenen Label Dull Tools Records erschienen. Die Songs darauf hat er über zehn Jahre hinweg gesammelt und 2017 beschlossen, dasd sie zusammengehören. „Thawing Dawn“ handelt von der Liebe - die, die verloren ging, und die, die A. Savage während der Arbeit am Album fand.

 


Aaron Frazer

Aaron Frazer ist ein US-amerikanischer Soul-Sänger, Songwriter und Schlagzeuger. Er ist sowohl als Drummer und Background-Sänger der Soul-Combo Durand Jones & The Indications bekannt als auch als Solomusiker. Sein Solodebüt „Introducing …“ ist im Jahr 2021 über Dead Oceans (Phoebe Bridgers, Khruangbin, Bright Eyes) erschienen. 

Aaron Frazers Musik zeichnet sich durch seinen hohen Falsettgesang sowie die klaren Bezüge zu Soul und Funk aus vergangenen Jahrzehnten – vor allem den der 1960er- und 70er-Jahre – aus. Geboren wurde der Musiker in Baltimore; mittlerweile ist er in New York City ansässig. Bekanntheit erlangte Frazer als singender Schlagzeuger der politischen Retro-Soul-Gruppe Durand Jones & The Indications. In dieser Rolle erregte er die Aufmerksamkeit von Dan Auerbach, Sänger und Gitarrist der erfolgreichen Blues-Rock-Band The Black Keys. Dieser kontaktierte Frazer und bot ihm an, sein Soloalbum zu produzieren. Neben Auerbach waren auch weitere Größen aus dem Musikbusiness an „Introducing …“  beteiligt: Als Co-Songwriter wurde L. Russel Brown engagiert, der in den 60ern und 70ern Hits für The Four Seasons, Tony Orlando und die Partridge Familie schrieb. Zu den Sessionmusiker*innen zählten Mitglieder der Sound-Studio-Hausband The Memphis Boys, zu hören unter anderem auf Dusty Springfields „Son Of A Preacher Man“ oder Elvis Presleys „In The Ghetto“. 

Die LP, deren gleichsam stimmungsvolle wie präzise Mischung aus Soul, Funk und Jazz von Kritiker*innen und Fans begeistert aufgenommen wurde, war im Januar 2021 ByteFM Album der Woche. Im selben Monat befasste sich Oliver Korthals in einer Ausgabe seiner Sendung Out Of Spectrum mit Aaron Frazer.


Abba

Abba waren eine schwedische Popgruppe, die ihre größten Erfolge in den 1970ern hatte. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad zusammen. Abba wurden 1972 gegründet und zwei Jahre später durch den Sieg beim Eurovisions-Grand Prix mit dem Song „Waterloo” international bekannt. Bis in die frühen 1980er hatten sie mehr als ein Dutzend weiterer Welthits, unter anderem „Dancing Queen”, „Mamma Mia”, „SOS”, „Take A Chance On Me” und „Knowing Me, Knowing You”.

Bereits ein Jahr vor ihrem Grand-Prix-Sieg mit „Waterloo” trat die Band mit dem Song „Ring Ring” bei dem Wettbewerb auf, der zwar nur den dritten Platz belegte aber beim Publikum sehr gut ankam und sich europaweit beachtlich verkaufte. Sowohl Andersson und Lyngstad als auch Ulvaeus und Fältskög waren schon vor der Bandgründung ein Paar. Diese Konstellation gab insbesondere den späteren Texten – als die Paare auseinandergingen – eine besondere Brisanz.

Mit „The Visitors” erschien 1981 das letzte Album der Band. Es war von einer deutlich düstereren und melancholischeren Stimmung geprägt als seine Vorgänger. Nach Auflösung der Band lehnten die Mitglieder mehrfach Millionenangebote für eine Wiedervereinigung ab. Ulvaeus und Andersson schrieben 1984 das Musical „Chess” mit dem Hit „One Night In Bangkok“, gesungen von Murray Head. Lyngstadt und Fältskög waren noch einige Zeit als Solokünstlerinnen erfolgreich. Im Frühjahr 2018 wurden zwei neue Songs und später ein ganzen Album angekündigt, deren Veröffentlichung aber immer wieder verschoben wurde.


ABC

ABC sind eine englische Popband aus Sheffield. Sie waren zählten Scritti Politti, Dexys Midnight Runners, Heaven 17, Human League und Orange Juice zu den wichtigsten Vertretern des magischen englischen Popsommers von 1982. Der größte Hit der Band war „The Look Of Love”, ein Song der heute als nahezu perfekter Klassiker intelligenter Popmusik gilt.

Die Band wurde Ende 1980 von Martin Fry (Gesang), Mark White (Keyboards), Stephen Singleton (Saxofon) und David Palmer (Schlagzeug) gegründet. White und Singleton spielten vorher in der Synth-Pop-Band Vice Versa zusammen. Auf ihrem von Trevor Horn (The Art Of Noise) produzierten Debütalbum „The Lexicon Of Love” (1982) verbanden sie aktuelle Popmusik mit Soul zu druckvollen technicolorbunten Popsongs mit teilweise politischen Texten. Neben „The Look Of Love” waren auch „Poison Arrow”, „All Of My Heart” und „Tears Are Not Enough” in den Charts erfolgreich.

ABC, deren einzige konstanten Bandmitglieder Fry und White waren, variierten ihren Stil von Album zu Album, blieben aber immer unmittelbar erkennbar. Besonders erfolgreich war das 1987er Album „Alphabet Street” mit den Hits „King Without A Crown”, „The Night You Murdered Love” und „When Smokey Sings”, einer Hommage an Smokey Robinson. Um 1990 beschäftigten Fry und White sich eingehend mit House, was auf den Alben „Up” und „Abracadabra” zu hören ist. 1992 wurde die Band zum Soloprojekt von Martin Fry.


AC/DC

AC/DC sind eine australische Hardrockband, die 1973 von den Brüdern Angus Young (*1955 in Glasgow, Schottland) und Malcolm Young (1953-2017) gegründet wurde. Das Erfolgsgeheimnis der Band liegt vermutlich darin, dass sie nie die Pubertät hinter sich gelassen hat und somit genug Testosteron für die unsubtil direkten Rocksongs übrig hat, deren Schema sich in 50 Jahren keinen Deut geändert hat. Lead-Gitarrist Angus Young tritt auch mit Mitte 60 noch in Schuluniform auf. Über die Jahrzehnte produzierte die Band zahlreiche Klassiker wie „Highway To Hell”, „T.N.T.”, „Dirty Deeds Done Dirt Cheap”, ”You Shook Me All Night Long”, „Hells Bells” und „Thunderstruck”.

Angus und Malcolm Young hatten noch sechs weitere Geschwister, darunter George Young (1946-2017), der beiden das Gitarrespielen beibrachte. George Young bildete zusammen mit Harry Vanda ein begehrtes Songwriter-Team, zudem waren die beiden in den 1960ern mit The Easybeats („Friday On My Mind”) sowie in den 1970ern und 1980ern mit Flash & The Pan („Hey, St. Peter”, „Midnight Man”) erfolgreich. Die Familie wanderte 1963 nach Australien aus. Den Namen „AC/DC” („alternating current/direct current", dt.: „Wechselstrom/Gleichstrom”) fanden die Brüder auf einer Plakette an der Nähmaschine ihrer Mutter.

1973 gründeten Angus und Malcolm Young die Band zunächst mit dem Sänger Dave Evans, dem Bassisten Larry Van Kriedt und dem Schlagzeuger Colin Burgess. Aber bereits beim ersten Album „High Voltage” (1974) stand die langfristige Besetzung mit dem Sänger Bon Scott sowie Phil Rudd am Schlagzeug. Bassist Mark Evans wurde nach fünf Alben 1977 durch Cliff Williams ersetzt. Bon Scott erstickte 1980 im Vollrausch an Erbrochenem. An seine Stelle trat der Engländer Brian Johnson, der mit dem Album „Back In Black” (1980) seinen Dienst antrat und nie wieder aufgab. Seitdem produzieren AC/DC – mit gelegentlichen Formschwankungen aber weitgehend konstant – schnörkellose, extrem effektive Rockmusik.


Acht Eimer Hühnerherzen

Acht Eimer Hühnerherzen ist eine Band aus Berlin-Kreuzberg. Das Trio bilden die Sängerin Apocalypse Vega sowie Sen Bottrop am Bass und Bene Diktator am Schlagzeug. Ihr Debütalbum erschien 2018 unter dem Titel „Acht Eimer Hühnerherzen“.

Acht Eimer Hühnerherzen sind zwar in klassischer Punk-Rock-Besetzung unterwegs, spielen ihre gewitzten Berliner-Schnauze-Hymnen aber mit Akustik-Gitarre und -Bass (mit ein wenig Fuzz) sowie minimalistischem Rock’n’Roll-Schlagzeug. Die Musik der Band strahlt auch ohne elektrische Instrumente eine euphorische und rauschhafte Energie aus, was nicht zuletzt an der markanten Stimme der Frontfrau liegt. Ihre pointierten Songtexte bewegen sich zwischen ironischer Aggressivität, Melancholie und Manie. Die treibende Musik und die rotzigen Songtexte ergänzen sich hervorragend und ergeben einen eingängigen wie anarchischen Sound, den Acht Eimer Hühnerherzen selbst gerne als Nylon-Punk oder auch Power-Violence-Folk bezeichnen.


Action Bronson

Action Bronson (geboren am 2. Dezember 1983 als Ariyan Arslani in New York City) ist ein US-amerikanischer Rapper. Sein Debütalbum „Dr. Lecter“ hat er im Jahr 2011 selbst veröffentlicht. 

Action Bronsons Texte sind häufig humoristischer Natur und beinhalten Referenzen aus Popkultur, Sport und Kulinarik. Die Soundkulisse gestaltet sich vielfältig, mit teils obskuren Samples aus unterschiedlichen Genres, darunter Soul, Rock ’n’ Roll, Reggae, arabische Popmusik und türkischer Folk-Rock. Ebenso vielseitig sind die musikalischen Einflüsse des Künstlers, unter denen sich neben Genre-Kollegen wie Wu-Tang Clan, Mobb Deep und Nas auch Rock- und Pop-Acts wie Santana, Queen und Michael Jackson befinden. Aufgewachsen ist Arslani als Sohn einer jüdisch-US-amerikanischen Mutter und eines albanischen Vaters in New York, wo er vor seiner Karriere als Rapper als Koch tätig war. Mit seinem Debütalbum begeisterte Action Bronson zahlreiche Fans in Underground-HipHop-Kreisen – unter ihnen der New Yorker Producer Statik Selektah. Mit ihm veröffentlichte Action Bronson 2011 das kollaborative Album „Well-Done“. In der Folge erschien Action Bronsons erstes Release auf einem Majorlabel: Die LP „Mr. Wonderful“ wurde 2015 über Vice und Atlantic Records veröffentlicht, mit Gastbeiträgen von unter anderem Chance The Rapper und Meyhem Lauren. Im Laufe seiner Karriere hat Action Bronson mit zahlreichen erfolgreichen Musiker*innen kollaboriert, beispielsweise Eminem, J.Cole und Kendrick Lamar. Arslani ist zudem als Schauspieler tätig und moderiert mit  „The Untitled Action Bronson Show“ seine eigene Talkshow. 

„Only For Dolphins“ aus dem Jahr 2020 ist das fünfte Studioalbum von Action Bronson. Der Künstler war diverse Male Thema bei ByteFM, unter anderem bei Beat Repeat und Zimmer 4 36.


Ada Lea

Ada Lea (bürgerlich Alexandra Levy) ist eine kanadische Musikerin und bildende Künstlerin aus Montreal. Ihr Debütalbum „What We Say In Private“ erschien 2019 auf dem Label Saddle Creek, der Heimat von Bright Eyes und The Thermals. Ihre Inspiration bezieht sie von weiblichen Künstlern verschiedener Genres, wie Sylvia Plath, Frida Kahlo, Karen Dalton und Nina Simone.

In ihrer Kunst und Musik setzt sich Ada Lea schwerpunktmäßig mit verschiedenen Konzepten von Weiblichkeit und deren Auswirkungen auf das Individuum auseinander. „What We Say In Private“ entstand im Anschluss an eine Trennung. Ada Lea verspürte den Drang, diese Phase des Liebeskummers – sowohl in ihrer gemalten Kunst, als auch musikalisch – über 180 Tage zu dokumentieren. Eine Zeitspanne, die laut ihrer Aussage nicht gereicht hat, um das Geschehene komplett zu verarbeiten. Dennoch entstand daraus ein Tagebuch-artiges Album der Verarbeitung und der Selbstfindung.

Ada Leas Musik ist emotionaler Indierock mit reflektiven Texten und teilweise überraschenden Arrangements. Die Kritik reagierte weitgehend positiv auf „What We Say In Private“; zu den Stücken „The Party“, „Wild Heart“ und „What Makes Me Sad“ wurden Videos produziert. Im November 2019 war die Künstlerin zu Gast im ByteFM Magazin.


Adam Ant

Adam Ant ist der Künstlername eines einflussreichen britischen New-Wave-Musikers, der 1954 als Stuart Leslie Goddard in London, England geboren wurde. Bekanntheit erlangte er als Sänger und Gitarrist der Band Adam And The Ants, deren Debütalbum „Dirk Wears White Sox“ im Jahr 1979 erschien.

Adam And The Ants wurden in der Übergangszeit von Punk zu Post-Punk bzw. New Wave erfolgreich. Ihr zweites Album „Kings Of The Wild Frontier“ aus dem Jahr 1980 machte die Gruppe mit ihrer schrillen Ästhetik und dem wavigen Post-Punk-Sound zu einem der Aushängeschilder der New-Romantic-Bewegung. „Kings Of The Wild Frontier“ war das erste Pop-Album in dem der sogenannte „Burundi-Beat“ genutzt wurde – ein Rhythmus der ursprünglich aus der traditionellen Musik des gleichnamigen zentralafrikanischen Staates stammt. Ein ähnliches Rhythmuskonzept verfolgte die Band Bow Wow Wow, für deren Gründung der Manager Malcolm McLaren die The-Ants-Musiker abwarb, sodass Adam Ant eine neue Backing-Band finden musste. „Kings Of The Wild Frontier“ enthält mit „Dog Eat Dog“ und „Antmusic“ einige der größten Hits der Band.

Nach der Veröffentlichung des ebenfalls sehr erfolgreichen Albums „Prince Charming“ im Jahr 1981 lösten sich Adam And The Ants 1982 auf. Adam Ant ist seither als Solomusiker aktiv. Sein sechstes Soloalbum „Adam Ant Is The Blueblack Hussar In Marrying The Gunner's Daughter“ erschien 2013. In den Jahren 2019 und 2020 tourte er durch Großbritannien, die USA, Australien und Neu Seeland. Die ByteFM Sendung Elevator Music widmete Ant im Jahr 2019 zwei Ausgaben.

 


Adam Green

Adam Green ist ein US-amerikanischer Indie-Musiker, der 1981 in New York geboren wurde. Im Alter von zwölf Jahren gründete er zusammen mit Kimya Dawson die Anti-Folk-Band The Moldy Peaches, deren einziges, selbstbetiteltes Album innerhalb der Indie-Szene Kultstatus genießt. Greens Solodebüt „Garfield“ erschien 2002.

Während „Garfield“ vornehmlich Lo-Fi-Akustiksongs enthielt, veränderte Green seinen Stil ab seinem zweiten, 2003 erschienenen Album „Friends Of Mine“ grundlegend und setzte vermehrt auf einen klareren Sound und aufwändigere Arrangements mit Streichinstrumenten und Piano. Er vermischt dabei Genres wie Folk, Rock ’n’ Roll und Country. Seine Lyrics zeichnen sich insbesondere durch kryptische, oftmals anrüchige Wortspielereien aus. Im Jahr 2008 erhielt seine alte Band The Moldy Peaches durch die Beteiligung am Soundtrack des Indie-Films „Juno“ erneute Aufmerksamkeit. Im Jahr 2013 veröffentlichte Green ein Kollaborations-Album mit der kalifornischen Indie-Musikerin Binki Shapiro, auf dem sich die beiden KünstlerInnen unter anderem mit romantischer Dysfunktionalität auseinandersetzten. 2016 erschien sein achtes Soloalbum „Aladdin“, welches den Soundtrack zu seinem gleichnamigen Spielfilm enthält.

Mit „Engine Of Paradise“ veröffentlichte Adam Green im September 2019 sein neuntes Album sowie den dazugehörigen Comic „War On Paradise“.


Adrian Sherwood

Adrian Sherwood (*20. Januar 1958, London, England) ist eine der zentralen Figuren der Londoner Dub-Szene. Er gründete 1979 das Label On-U Sound Records, auf dem unter anderem African Head Charge, Gary Clail, New Age Steppers, Mark Stewart, Asian Dub Foundation sowie seine eigenen Bands Creation Rebel und Dub Syndicate erschienen sind. Neben seiner Arbeit als Musiker und vor allem Produzent ist er auch ein gefragter Remixer, der unter anderem für Coldcut, Primal Scream, Einstürzende Neubauten und Depeche Mode gearbeitet hat.

Ende der 1970er, Anfang der 1980er gab es, insbesondere in London, eine interessante Schnittmenge zwischen der Punk- und der Reggae-/Dub-Szene, die entscheidend von Adrian Sherwood geprägt wurde: 1980 produzierte er „Man Next Door” von The Slits, wenig später die EP „Slates” der Band The Fall. Zudem erschienen Platten der Punk-Bands The Pop Group und Public Image Ltd. auf On-U Sound.

1982 erschien die LP „Pounding System (Ambience In Dub)", das Debüt von Adrian Sherwoods Projekt Dub Syndicate, das er zusammen mit dem Schlagzeuger Lincoln „Style” Scott betrieb. War das Dub Syndicate zu Beginn stilistisch noch relativ traditionell, wurde es ab Mitte der 1980er experimenteller und integrierte zunehmend neue Technologien in seine Produktionen. 2003 veröffentliche Sherwood sein erstes Solo-Album „Never Trust A Hippie”.


Adrian Younge

Adrian Younge ist ein US-amerikanischer Produzent, Komponist und Arrangeur aus Los Angeles. Neben einer Reihe von Solo-Releases sowie seinen diversen Kollaborationen mit Jazz-, Soul- und HipHop-Musiker*innen ist er auch als Filmkomponist bekannt. 

Adrian Younge ist vornehmlich in den Bereichen des Jazz, HipHop, Soul und Funk tätig. Seine Kompositionen zeichnen sich durch ein warmes, zuweilen psychedelisches Soundbild aus, für das er sich vor allem in den 1960er- und 70er-Jahren Inspiration holt. Seine musikalische Karriere begann Younge in den 1990er-Jahren als Bassist und Keyboarder, bevor er sich in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts der Produktion von Sample-basierten HipHop-Beats zuwandte. Im Jahr 2000 veröffentlichte der Musiker seine von Italo-Western-Musik à la Ennio Morricone inspirierte EP „Venice Dawn“. Einem größeren Publikum wurde durch die 2009 erschienene Blaxploitation-Komödie „Black Dynamite“ bekannt, deren hochgelobten Soundtrack er komponiert und im Alleingang eingespielt hat. Der Künstler war seitdem einige Male als Filmkomponist tätig und ist überdies ein gefragter Kollaborateur: Acts wie Wu-Tang Clan, Talib Kweli, Jay-Z, Mila J und Kendrick Lamar sind nur einige der prominenten Künstler*innen, für die Younge bereits Beats produziert hat. Zusammen mit Ali Shaheed Muhammad von A Tribe Called Quest hat er zudem das Label Jazz Is Dead ins Leben gerufen, über das bereits Musik von unter anderem Tony Allen, Marcos Valle und Jean Carne erschienen ist. ByteFM-Moderator Kai Bempreisz hat sich 2020 in einer Ausgabe seiner Sendung Hidden Tracks mit dem Label beschäftigt. 

Adrian Younge und Ali Shaheed Muhammad haben mit „Jazz Is Dead 001“ im Jahr 2020 ein gemeinsames Album veröffentlicht. Benjamin Löhner hat Younge eine Ausgabe seiner Sendung Beat Repeat gewidmet. Zum Black History Month 2021 veröffentlichte Younge einen Film und ein Album namens „The American Negro“ sowie einen mehrteiligen Podcast.


Adrianne Lenker

Die zauberhafte Wirkung ihrer Musik verdankt die amerikanische Indieband Big Thief vor allem der außergewöhnlichen Stimme von Adrianne Lenker. Mal zart ins Mikro hauchend, dann wiederum unglaublich kraftvoll, immer mit einem Hauch von Melancholie. Die Arbeit mit der Big Thief hält Adrianne Lenker nicht davon ab, auch auf Solopfaden unterwegs zu sein. Die Musikerin weiß, was es heißt, den eigenen Weg zu gehen. Mit 13 wäre sie fast Popstar geworden - aber hat sich dann doch dagegen entschieden.

Der Musik ist sie aber treu geblieben. Mit „Hours Where The Birds“ erschien 2014 das Solodebüt von Adrianne Lenker. Darauf: ebenso schöner, verträumter Indiefolk wie bei Big Thief, nur eine Spur reduzierter und introvertierter. 2018 veröffentlichte Adrianne Lenker ihr zweites Soloalbum „Abysskiss“.


Die Aeronauten

Die Aeronauten sind eine 1991 gegründete Schweizer Indie-Rock-Band aus Schaffhausen. Ihre Mitglieder sind Roman „Motte“ Bergamin (Gitarre, Trompete, Posaune, Gesang), Roger Greipl (Saxophon, Klarinette, Orgel, Gesang), Lukas Langenegger (Gitarre), Marc Zimmermann (Bass) und Daniel D’Aujourd’hui. Gründungsmitglied und Hauptsongschreiber Oliver „Olifr M. Guz“ Maurmann (Gesang, Gitarre, Bass, Orgel, Harmonium) starb 2020 an den Folgen einer Herzerkrankung. Ihr Debütalbum „1:72“ ist 1993 über Organik (The Young Gods, Der böse Bub Eugen) erschienen. 

Die häufig bittersüß daherkommenden deutschsprachigen Songs von Die Aeronauten handeln etwa vom Altwerden, Generationskonflikten, dem Verlorensein und Vergänglichkeit, vorgetragen in Olifr M. Guz‘ heiserer Stimme. Gegründet haben sich Die Aeronauten 1991 als Punk-Band, später erweiterten sie ihr musikalisches Repertoire um weitere Genres, beispielsweise Ska, Garagenrock und Soul. Viele ihrer Platten sind über L’Age d’Or erschienen, jenes Label, welches als Epizentrum der sogenannten „Hamburger Schule“ gilt und auch die Platten von Bands wie Tocotronic, Die Sterne und Superpunk veröffentlicht hat. Die Aeronauten selbst haben sich, trotz des Umstandes, dass sie diese Bands schätzten, nie zur Hamburger Schule gezählt. Zu den bekanntesten Songs der Gruppe zählen „Countrymusik“, „Ich wollt ich wär tot, Bettina“ und „Freundin“. Olifr M. Guz war neben seiner Tätigkeit als Sänger von Die Aeronauten in zahlreichen weiteren Projekten aktiv. Zusammen mit Bernadette La Hengst und Knarf Rellöm bildete er etwa Die Zukunft; als Guz hat er Soloplatten veröffentlicht. „Der beste Freund des Menschen“ von Guz war im November 2013 ByteFM Album der Woche. 

Anlässlich des Todes von Olifr M. Guz wurde sich 2020 bei Was ist Musik, 80Prozent und Golden Glades mit dem Musiker und seinem Schaffen beschäftigt.


Aesop Rock

Aesop Rock ist ein US-amerikanischer HipHop-Musiker aus New York. Geboren wurde er im Jahr 1976 als Ian Matthias Bavitz. Sein Debütalbum „Music For Earthworms” veröffentlichte er 1997 selbst.

Aesop Rock ist für seine komplexen, assoziativen Texte bekannt. Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 soll er das breiteste Vokabular aller HipHop-Musiker*innen haben und in seinen Tracks mehr unterschiedliche Wörter gebraucht haben als William Shakespeare in seinem Gesamtwerk. Seine oftmals kryptischen Gedankenströme rappt der Wortkünstler und Produzent über verspielte, häufig selbstgebaute Beats mit Samples aus beispielsweise Jazz, Funk, Rock und Soundtracks. Beeinflusst von Eastcoast-Rap à la Public Enemy, Run DMC und Boogie Down Productions, aber auch von Punk-Bands wie Dead Kennedys und Fugazi, begann Bavitz im jungen Alter zu musizieren – zuerst mit Gitarre und Piano, später mit dem Sampler. Sein Debütalbum, das er während seines Kunststudiums in Boston aufnahm, genießt heute Kultstatus in Alternative-HipHop-Kreisen. Einem größeren Publikum wurde Aesop Rock durch seine 1999 veröffentlichte EP „Appleseed” bekannt. In der Folge unterzeichnete er seinen ersten Plattenvertrag bei Mush Records (Bibio, Antimc, Daedelus).  2001 wechselte er zu El-Ps Label Definitive Jux (Company Flow, Rob Sonic), wo er im Jahr 2007 auch den Kritiker*innenliebling „None Shall Pass” veröffentlichte. Im Laufe seiner Karriere hat Aesop Rock mit zahlreichen Musiker*innen aus unterschiedlichen Genres kollaboriert, darunter Kimya Dawson, John Darnielle (The Mountain Goats), MF Doom und Dirty Ghosts.

Neben seiner Aktivität als Rapper komponiert Aesop Rock Soundtracks für Videospiele und Filme. „Spirit World Field Guide” aus dem Jahr 2020 ist das achte Studioalbum des Künstlers.


African Connection

African Connection bestehen aus der dänischen Band Junglelyd, dem ghanaischen Musiker Atongo Zimba, Frank Ankrah, Ex-Drummer von Afrobeat-Legende Fela Kuti und Ankrahs langjährigem Kollegen Abdulai Kyemtore.

Bei einer gemeinsamen Tour von Atongo Zimba und Junglelyd in Ghana entstand African Connection. Es folgten gemeinsame Konzerte und Aufnahmen in Dänemark, bei dem auch große Teile des Debütalbums „Queens And Kings“ (Sounds Of Subterrania, 2018) entstanden sind.

Musikalisch verbinden African Connection Highlife, Funk, Afrobeat, Rock 'n' Roll und traditionelle westafrikanische Musik. Die Texte stammen von allen drei ghanaischen Mitgliedern der Band, sind in ihrer Heimatsprache verfasst und behandeln vornehmlich gesellschaftliche Themen. So soll der Titel des Albums „Queens and Kings“ auf die Rolle der Frau und deren Unterdrückung anspielen.


African Head Charge

African Head Charge sind eine Dub-Band aus London, die seit den frühen 1980er Jahren mit wechselnden Besetzungen von dem Perkussionisten Bonjo I (Bonjo Iyabinghi Noah) betrieben wird. Die Alben von African Head Charge erschienen zumeist auf dem Label On-U Sound von Adrian Sherwood, der auch ihr Stammproduzent ist. Eine stilistische und gedankliche Verwandtheit zu Sherwoods eigenen Projekten wie Dub Syndicate ist insofern kein Zufall, auch wenn African Head Charge einen stärkeren psychedelischen bzw. „schamanistischen” Einschlag haben.

Das erste Album von African Head Charge war 1981 „My Life In A Hole In The Ground”. Die Namensähnlichkeit zu „My Life In The Bush Of Ghosts” (ebenfalls 1981) von Brian Eno und David Byrne, dem Sänger der Talking Heads, ist kein Zufall: Die konzeptionelle Idee zu African Headcharge kam Mastermind Adrian Sherwood durch Brian Enos Kommentar, das Album sei seine „Vision für ein psychedelisches Afrika”. Sherwood traf sich darauf hin mit Bonjo I, um das Konzept auszuarbeiten und umzusetzen. „My Life In A Hole In The Ground” vereinte Dub mit Post-Punk und traditioneller afrikanischer Perkussion und diente als Blaupause für die weiteren Alben.

Als Jugendlicher hat Bonjo I auf Jamaika den Rasta-Drum-Stil Nyabinghi gelernt, der seine Wurzeln in jamaikanischen und kongolesischen Traditionen hat. Dieser Stil bildet die Grundlage der Tracks von African Head Charge, die dann von Sherwood geschnitten, übereinandergeschichtet und verfremdet werden. 2020 erschien das Album „Churchical Chant Of The Iyabinghi”.


Agar Agar

Agar Agar ist eine französische Band aus Paris. Die Musik des aus Clara Cappagli und Armand Bultheel bestehenden Duos ist dem Genre Synth-Pop zuzurechnen.

Die Mitglieder von Agar Agar lernten sich an der Kunsthochschule École de Beaux-Arts de Cergy kennen, in deren Cafeteria die Gruppe erstmals gemeinsam auftrat. Kurz nach der Bandgründung veröffentlichten Agar Agar ihre erste EP „Cardan“ auf dem französischen Label Cracki Records. Das Werk umfasst fünf Stücke.

Im Jahr 2018 brachte Grönland, die Plattenfirma von Herbert Grönemeyer, mit „The Dog And The Future“ den ersten Langspieler von Agar Agar heraus. Während die Musik des Duos durch Techno und Art-Pop beeinflusst ist, hat Clara Cappagli eine Indie-Rock-Sozialisierung durchlaufen und singt auch bei der Garage-Rock-Band Cannery Terror.


Air Waves

Nach einem Song der Gruppe Guided by Voices benannte sich die Singer-Songwriterin Nicole Schneit aus Brooklyn und ist seit 2007 unter dem Namen Air Waves aktiv. Im selben Jahr erschien ihr Debütalbum unter dem Titel „Air Waves“.

Während die ersten beiden Alben wärmer und gefälliger klangen, erweiterte Air Waves mit Erscheinen der dritten Platte „Warrior“ 2018 ihr musikalisches Spektrum. Das Album, das ein ein Feature mit Kevin Morby enthält, ist zu großen Teilen ihrer an Krebs erkrankten Mutter gewidmet und beschäftigt sich ebenso mit ihrer Homosexualität in einem Land, dessen Präsident die Rechte von Minderheiten mehr und mehr beschneiden möchte. Seit diesem Album zeigt sie sich von einer persönlicheren sowie politischeren Seite und bringt mehr Angriffslustigkeit in ihren Sound.

Die Songs von Air Waves, die sich als Teil der queeren Musikszene versteht, klingen träumerisch und locker. Die Musik der Künstlerin mit der rauen, tiefen Stimme schwingt zwischen Indie-Rock, Folk und Pop, gibt sich stehts kraftvoll und wartet mit breiten Arrangements auf.


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