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D'Angelo

D'Angelo (* 11. Februar 1974 als Michael Eugene Archer) ist ein US-amerikanischer Soul-Sänger aus Richmond, Virginia. Er gilt als Wegbereiter des Neo-Soul und erlangte besonderen Ruhm unter MusikerInnen, Fans und Kritik durch sein Album „Voodoo“ aus dem Jahr 2000.

Der Priestersohn begann als Kind, Klavier zu lernen und sang im Kirchenchor. Erste eigene musikalische Gehversuche waren im HipHop-Genre, aber etablieren sollte D'angelo sich durch seinen an Marvin Gaye und Al Green geschulten Falsettgesang.

„Brown Sugar“ (1995), das Debüt-Album von D'Angelo, unterschied sich von zeitgenössischen R&B-Veröffentlichungen durch verstärkte Verwendung analoger Instrumente statt Synthesizern, programmierten Beats und Samples. Als Opus Magnum gilt „Voodoo“, für das D'Angelo seine ästhetische Vision mit Studiomusikern wie Questlove, Pino Palladino und Raphael Saadiq umsetzte und eine Generation von Musikern beeinflusste. Charakteristisch sind eine vorsätzlich hinter dem Beat spielende Rhythmussektion; eine Technik, die als „drunk feel“ bekannt und häufig kopiert wurde. Der aus dem Erfolg resultierende Innovationsdruck, Schreibblockaden und Substanzenmissbrauch führten dazu, das erst vierzehn Jahre später der Nachfolger „Black Messiah“ erschien – ohne Vorankündigung, weil D'Angelo schnellstmöglich ein Statement zu Rassismus und Polizeigewalt liefern wollte.


Daft Punk

Wenige Acts prägten die zeitgenössische Musik so sehr wie Daft Punk. Mit ihrem 1997er Debüt „Homework“ und Hits wie „Around The World“ und „Da Funk“ trat das französische Duo aus Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter, die stets mit ihren Roboter-Helmen auftreten, eine weltweite French-House-Bewegung los. Auch der Nachfolger „Discovery“ geizte im Jahr 2001 nicht mit erfolgreichen Singles: Mit „One More Time“ und dem später von Kanye West gesampleten „Harder, Better, Faster, Stronger“ waren Daft Punk endgültig in den Charts angekommen. Das 2013er Album „Random Access Memories“ fügte ihrem Sound nostalgische Funk- und Disco-Elemente hinzu.

Am 22. Februar 2021 gab das Duo nach 28 Jahren Bandgeschichte seine Trennung bekannt.


Dagobert

Lukas Jäger, 1982 geboren und besser bekannt unter dem Namen Dagobert, ist ein Sänger aus der Schweiz. Seine Musik wagt die Verknüpfung von 80s-Revival-Popmusik mit deutsch-schweizerischer Schlagermusik. Dabei neigt Dagobert zur großen Geste und die meisten seiner Songs handeln von Liebe und Sehnsucht. Ähnlich theatralisch und mit bestechend trockenem Humor inszeniert der Schweizer Sänger diese Themen. In seinen Videos entwirft sich Dagobert als Kunstfigur irgendwo zwischen David Bowie, Falco und einer Figur aus einem Gedicht von Joseph von Eichendorff.

Auf das selbstbetitelte Debütalbum 2013 folgte zwei Jahre später das zweite Album „Afrika“. Gastmusiker waren unter anderem Miland „Mille“ Petrozza von Kreator und der Kopf des Musikprojekts Get Well Soon, Konstantin Gropper. Im Anschluss arbeitete Dagobert mit Blixa Bargeld und Casper für die Single „Lang lebeder Tod“ zusammen, für die sie den Preis für Popmusik in den Kategorien „Lieblingslied“ und „Lieblingsvideo“ erhielten. Ganz im Sinne der Überschreitung stilistischer Grenzen also.

 


Damien Jurado

Seit zwei Dekaden aktiv, von Kritikern hoch gelobt und dennoch nie die breite Masse erreicht. So beschreibt sich die bisherige Karriere von Damien Jurado ganz gut: ein klassischer Geheimtipp. Der gut gelaunter Folk-Pop-Sound des US-Amerikaners steht im Kontrast mit Texten, die einen tiefen Blick in sein Inneres verschaffen. Im Mai 2018 erschien mit „The Horizon Just Laughed“ das dreizehnte Album von Damien Jurado.


The Damned

The Damned sind eine britische Punk-/Rockband, die 1976 von Dave Vanian (Gesang), Brian James (Gitarre), Captain Sensible (Bass) und Rat Scabies (Schlagzeug) in London, England gegründet wurde. Ihr Debütalbum „Damned Damned Damned“ erschien 1977 und war die erste LP einer britischen Punkband.

Die späteren Mitglieder von The Damned lernten sich im Umfeld der aufkeimenden Londoner Punkszene kennen. Ihr erstes Konzert spielten sie 1976 als Support von Sex Pistols. Im selben Jahr veröffentlichten sie mit „New Rose“ die erste britische Punk-Single überhaupt – noch vor „Anarchy In The U.K.“. „New Rose“ war im Mai 2019 ByteFM Track des Tages. Während das Debütalbum von The Damned gefeiert wurde und dazu führte, dass sie die erste UK-Punk-Gruppe wurden, die durch die USA tourte, floppte der Nachfolger „Music For Pleasure“. 1978 lösten sich The Damned auf. 1979 meldeten sie sich mit dem Garage-Rock-beeinflussten „Machine Gun Etiquette“ zurück, das mit „Love Song“ einen der bekanntesten Songs der Gruppe enthält. In den 1980er-Jahren wandten sich die Musiker nach einigen Besetzungswechseln einem düstereren Gothic-Rock-Sound zu. 

The Damned sind weiterhin aktiv. Ihr elftes Studioalbum „Evil Spirits“ erschien 2018. Produziert wurde es von dem einflussreichen Bowie-Producer Tony Visconti.


Damon Albarn

Ob bei Blur, Gorillaz, Rocket Juice & The Moon, The Good, The Bad &The Queen, als Gast-Sänger bei Vince Staples oder als Solokünstler – Damon Albarn ist eine der umtriebigsten Persönlichkeiten der Pop-Musik. Was all die vielseitigen Projekte des am 23. März 1978 in London geborenen Künstlers eint: seine abenteuerlustigen Genre-Experimente und sein feines Gespür für zarte Melancholie.

2014 erschien „Everyday Robots“, das erste offizielle Soloalbum von Damon Albarn. Fernab seiner zahlreichen Bandprojekte komponiert er auch Opern, wie zum Beispiel „Monkey: Journey To The West“ (2007) und „Dr Dee“ (2011).


Daniel Blumberg

Daniel Blumberg ist ein englischer Musiker, der seit früher Jugend Musik macht und schon mit Low, Lambchop oder Neil Michael Hagerty von Royal Trux zusammengearbeitet hat. Im September 2018 erschien schließlich sein erstes Soloalbum „Minus“, mit dem er den Verlust eines Freundes und das Scheitern einer Beziehung verarbeitet. Darauf wird Daniel Blumbergs sanfte Stimme von nostalgischer Klaviermusik oder auch mal von einer Mundharmonika begleitet. Allerlei Störgeräusche, verzerrte Gitarren und schrille Geigen durchbrechen immer wieder jäh den Musikfluss, was den Schmerz hörbar macht.


Danny Brown

Danny Brown (*16. März 1981 als Daniel Dewan Sewell) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler aus Detroit. Der Rapper veröffentlicht seit 2010.

Brown ist Sohn eines DJs, und wuchs unter dem Einfluss von Funk-, Disco- und frühen HipHop-Veröffentlichungen auf. Der Legende nach begann er zu reimen, sobald er lernte, zu sprechen. Im Alter von 18 Jahren fing er an, mit Drogen zu handeln, weswegen er einen Teil seines Lebens im Gefängnis verbrachte. Nach seiner Freilassung 2007 schlug der in prekären Verhältnissen lebende Brown, eine Musikkarriere ein und trat zuerst mit als Teil der Gruppe Rese'vor Dogs in Erscheinung.

Ab dem Debüt-Album „The Hybrid“ thematisiert Danny Brown einerseits den Verfall seiner Heimatstadt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit, andererseits persönlichere Theme wie psychische Störungen und Drogenerfahrungen. Stilistische Alleinstellungsmerkmale des Rappers sind exzentrischer, exaltierter und unerwarteter Stimmeinsatz und eine kreative sprachliche Stilistik, die sich bisweilen der poetologischen Beschreibbarkeit entzieht – selbsterfundene Wörter und Reime, die nur durch die Vortragsweise zustandekommen sind nicht selten. Für sein viertes Album „Atrocity Exhibition“ (2018) wechselte Danny Brown zum britischen Experimentalelektronik-Label Warp.


Darjeeling

Darjeeling sind eine Kraut-Rock-Band aus Wuppertal. Sie wurde 2014 von Markus Kresin (Bass), Fabian Till Reinkenhoff (Keyboard) und Jan Szalankiewicz (Gitarre) gegründet. Sie werden mittlerweile ergänzt durch den Schlagzeuger Thorben Doege, der zunächst nur als Live-Drummer fungiert hatte.

Die drei Gründungsmitglieder von Darjeeling kennen sich seit Schulzeiten. Ihre gemeinsame Geschichte begann klassisch: 2010 lud Szalankiewicz Reinkenhoff zu einer Probe im Keller des Elternhauses des damaligen Drummers ein. Daraus wurde ein Bandprojekt, dessen Name mehrfach wechselte, ehe 2014 Kresin dazustieß und sie sich Darjeeling nannten. 2015 stieß der zehn Jahre ältere Doege dazu.

Mit „Life Is An Intriguing Mosaïque Of Revealing Secrets“ erschien 2017 ihr Debütalbum in Eigenregie, darauf sind von den 1960er-Jahren beeinflusste Kraut-Songs mit Pop-Appeal. Darjeeling selbst bezeichnen ihre Musik als Post-Kraut. 2019 erschien mit „Hokus Pokus“ ihre zweite LP.


Darkstar

Darkstar sind ein 2006 gegründetes britisches Electronic-Duo aus London, bestehend aus James Young und Aiden Whalley. Ihr Debütalbum „North“ erschien im Jahr 2010 über Hyperdub (Burial, Dean Blunt, Zomby). 

Darkstar veröffentlichten seit 2007 diverse Tracks und EPs, inspiriert von Grime, Dubstep und Synth-Pop (darunter der Song „Aidy’s Girl Is A Computer“, der es in die Listen der besten Songs des Jahres 2009 diverser relevanter Musikmedien und in einen Mix von Jamie xx schaffte), ehe im Jahr 2010 ihr Debütalbum erschien: Auf dem Kritiker*innenliebling „North“ fokussierte sich das Duo auf einen düsteren Sound zwischen Synth-Pop und Ambient. Einen gänzlich anderen Weg schlugen sie für ihr zweites Album „News From Nowhere“ ein. Übersättigt vom melancholischen Sound des Vorgängers, nahmen sie mithilfe von analogen Synthesizern und Kassettenrekordern ein Album auf, das insgesamt eine hoffnungsvollere Stimmung vermittelt. Auf dem Nachfolger „Foam Island“ setzten sich die beiden mit sozialem Wandel im UK auseinander und interviewten dafür zahlreiche Jugendliche im (ärmeren) Norden Englands. „Foam Island“ war im September 2015 Album der Woche bei ByteFM.

Civic Jams“, das vierte Album von Darkstar, ist 2020 über Warp Records (Aphex Twin, Boards of Canada, Flying Lotus) erschienen und wurde ByteFM Album der Woche.


Dave Brubeck

Dave Brubeck (*6. Dezember 1920 in Concord, Kalifornien – 5. Dezember 2012) war ein einflussreicher US-amerikanischer Jazz-Pianist. Er gehört zu den Pionier*innen des Cool Jazz und hat zahlreiche Stücke verfasst, die sich später zu Jazzstandards entwickelt haben, darunter „In Your Own Sweet Way“ (1955) und „Unsquare Dance“ (1961). 

Dave Brubecks Kompositionen zeichnen sich häufig durch ungewöhnliche Taktmaße aus. So experimentierte er beispielsweise mit 6/4-, 7/4- und 13/4-Takten. Er gehörte zu den Protagonist*innen des sogenannten Cool Jazz, eine Spielart die sich in den 1940er-Jahren entwickelte und sich durch langsamere Tempi und weniger hektische Arrangements vom Bebop abgrenzt. Geboren wurde Brubeck 1920 in Concord, in der San Francisco Bay Area. Seine Mutter war Konzertpianistin und brachte ihm in jungen Jahren das Klavierspielen bei. Nach einem Studium der Komposition veröffentlichte der Musiker in den 1940er-Jahren seine ersten Platten. Anfang der 50er-Jahre hatte er einen schweren Tauchunfall, der starke Nervenschmerzen in den Händen zur Folge hatte. Diese Verletzung soll auch Grund für seine eher langsame Spielart gewesen sein. 1951 gründete Brubeck sein Quartett mit Paul Desmond am Saxofon. Mit zahlreichen Konzerten im ganzen Land sowie mehreren Alben über Fantasy- und Columbia Records wurde die Gruppe schnell populär. 1954 wurde Brubeck, als zweiter Jazz-Musiker überhaupt (nach Louis Armstrong), auf dem Cover des Time Magazine abgebildet. Er war der Überzeugung, dass diese Ehre Duke Ellington zugestanden hätte und er lediglich aufgrund seiner weißen Hautfarbe bevorzugt wurde. 1959 veröffentlichte Brubeck sein ikonisches Album „Time Out“, auf dem er seine Experimentierfreude mit unorthodoxen Taktmaßen unter Beweis stellte. Das Album enthielt auch das heute als Jazzstandard geltende „Take Five“, das von Desmond komponiert und vom Dave Brubeck Quartett eingespielt wurde. Seinen kreativen Höhepunkt erreichte der Künstler Anfang der 60er-Jahre. In dieser Zeit veröffentlichte er bis zu vier Alben pro Jahr. Im Laufe seiner Karriere hat Brubeck mit einigen der renommiertesten Jazz-Musiker*innen seiner Zeit kollaboriert, darunter Louis Armstrong, Carmen McRae und Charles Mingus. 

Dave Brubeck starb am 5. Dezember 2012 im Alter von 91 Jahren an Herzversagen. Eine Dub-Version von „Take Five“ – performt von King Tubby – war im Dezember 2020, anlässlich Brubecks 100. Geburtstags, ByteFM Track des Tages.


David Bowie

David Bowie (*8. Januar 1947 in Südlondon - 10. Januar 2016 in New York City) war ein britischer Sänger, Saxophonist und Songwriter, der ab den 1970er-Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Popstars gehörte.

Er entdeckte schon früh seine Leidenschaft für den Rock ’n’ Roll und sang im Alter von 15 Jahren als „Dave Jay“ in der Gruppe The Konrads. Mit 20 Jahren unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag beim kleinen Label Deram Records, auf dem er 1967 sein Debütalbum veröffentlichte. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen wollte Bowie nie den Eindruck von Authentizität vermitteln – stattdessen spielte er mit Geschlechterrollen und Bühnenidentitäten (zu den Alter Egos gehören etwa Ziggy Stardust und The Thin White Duke) und wurde so zu einer der größten Stilikonen überhaupt.

Im Laufe seiner Karriere unternahm David Bowie auch immer wieder Ausflüge ins Schauspielfach, konnte damit jedoch nie an seine Erfolge als Musiker anknüpfen. Am 10. Januar 2016, zwei Tage nach Veröffentlichung seines 27. Studio-Albums „Blackstar“, starb David Bowie an den Folgen von Krebs. Bereits im Jahr 2000 wählte der New Musical Express Bowie zum einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten.


David Byrne

David Byrne (14. Mai 1952 in Dumbarton in Großbritannien) ist ein schottisch-amerikanischer Musiker und Künstler. Als Sänger der Post-Punk-Ikonen Talking Heads hat er den popkulturellen Bildungskanon geprägt und sich später um die Vermittlung insbesondere brasilianischer Musik verdient gemacht. Byrne hat seit der Bandauflösung im Jahr 1989 diverse Soloplatten veröffentlicht und arbeitet in New York als Künstler und konzeptueller Fotograf. Er wurde für seine Filmmusikkompositionen mehrfach ausgezeichnet.

Als Kind zog David Byrne mit seinen Eltern an die amerikanische Ostküste, wo er vornehmlich in Baltimore aufwuchs. Am Maryland Institute College of Art traf er Chris Frantz und Tina Weymouth, mit denen er 1974 Talking Heads gründete, die zur intellektuelleren Varietät der New-Wave-Prototypen der New Yorker Boheme zählten. David Byrne kollaborierte später unter anderem mit Brian Eno, Fatboy Slim und St. Vincent.

Neben der Musik arbeitet David Byrne auch als visueller Künstler. ByteFM berichtete unter anderem über die 2018 erschienene Single „Everybody's Coming To My House", auf der auch jüngere Kollegen wie Sampha und Happa Isaiah Barr zu hören sind.

 

 


David Sylvian

David Sylvian (*23. Februar 1958) ist ein britischer Musiker, der seine Karriere mit der Artpop-Band Japan in den 1970ern begann. Nach dem Ende der Band begann er 1983 eine erfolgreiche Solokarriere, die ihn – ähnlich Scott Walker – vom Pop in immer radikalere Experimente führte. Mit seinem androgynen Äußeren war Sylvian in den frühen Tagen von Japan ein wichtiger Einfluss für den Stil der entstehenden New-Romantic-Bewegung mit Bands wie Duran Duran, Spandau Ballet und Culture Club. Seine erfolgreichste Single war „Forbidden Colours” (1983), eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Musiker Ryuichi Sakamoto (Yellow Magic Orchestra) aus dem Soundtrack zu dem Film „Merry Christmas, Mr. Lawrence”, in dem David Bowie die Hauptrolle spielte.

Sylvians erstes Soloalbum war 1984 „Brilliant Trees”, auf dem er auch seine Zusammenarbeit mit Holger Czukay von der Krautrockband Can begann. Gemeinsam veröffentlichten die beiden die Experimental-Alben „Plight & Premonition” (1988) und „Flux & Mutability” (1989). Das bekannteste Soloalbum Sylvians ist „Secrets Of The Beehive” (1987), das mit seiner ruhigen, herbstlichen, leicht jazzigen Atmosphäre das beste Beispiel für diese Schaffensphase ist. Mitte der 1990er nahm Sylvian einige Alben mit dem Gitarristen Robert Fripp von King Crimson auf, nachdem er kurzzeitig als neuer Sänger für dessen Band im Gespräch war.

Nach längerer Pause erschien 1999 „Dead Bees On A Cake”, das atmosphärisch an „Secrets Of The Beehive” anschloss, aber stilistisch vielfältiger war. Mit „Blemish” (2003) begann er, sich sperrigerer Musik, die auf Studioimprovisationen gründete, zuzuwenden. Diese Entwicklung fand in „Manafon” (2009) ihren Höhepunkt. Zuvor veröffentlichte David Sylvian mit seinem Bruder und Japan-Perkussionisten Steve Jansen sowie dem deutschen Musiker Burnt Friedman zwei Alben unter dem Projektnamen „Nine Horses”. Inzwischen hat David Sylvian sich offiziell in den Ruhestand zurückgezogen.


De La Soul

De La Soul sind ein US-amerikanisches Hip-Hop-Trio, das 1988 in New York gegründet wurde. Es besteht aus den Rappern Kelvin Mercer, David Jude Jolicœur und Vincent Mason. Ihr mittlerweile als Genreklassiker geltendes Debüt „3 Feet High And Rising“ erschien 1989.

De La Soul begannen ihre musikalische Karriere im Umfeld des HipHop-Kollektivs Native Tongues Posse, dem neben ihnen auch Künstler*innen wie Queen Latifah und A Tribe Called Quest angehörten. Ihr Debütalbum machte sie über Nacht zu Stars. „3 Feet High And Rising“ gilt mit seiner charakteristisch positiven Attitüde, die dem Trio den Ruf einer Hippie-Gruppe einbrachte sowie den ungewöhnlichen Samples (u. a. Johnny Cash und Steely Dan) als Pionierwerk des sogenannten „Alternative HipHop“. Im Laufe ihrer Karriere haben De La Soul mit zahlreichen namhaften Musiker*innen kollaboriert, darunter MF Doom, Ghostface Killah und Snoop Dogg. Die Beteiligung an dem Gorillaz-Hit „Feel Good Inc.“ brachte ihnen einen Grammy ein.

"And The Anonymous Nobody...", das neunte Album von De La Soul, erschien 2016. Es enthält Gastauftritte von unter anderem Little Dragon und Talking-Heads-Sänger David Byrne. 
 


Dead Kennedys

Dead Kennedys sind eine US-amerikanische Punk-Band, die zwischen 1978 und 1986 existierte und seit 2001 ohne den Sänger Jello Biafra weiter besteht. Neben Biafra wurde die Gruppe von East Bay Ray (Gitarre), Klaus Flouride (Bass) und Bruce Schlesinger (Schlagzeug) gegründet. Ihre Songs „Holiday In Cambodia“ und „California Über Alles“ von 1979 zählen zu den bekanntesten Titeln in der Geschichte des Punk.

Die Songs von Dead Kennedys zeichnen sich vor allem durch bissige, politische Texte aus, die häufig Bezug zum aktuellen politischen Geschehen in den USA Bezug nahmen. „California Über Alles“ prognostiziert aus der Perspektive des kalifornischen Gouverneurs Jerry Brown eine „hippie-faschistische Zukunft“. Eine Neuauflage aus dem Jahr 1981 („We’ve Got A Bigger Problem Now“) handelt vom neu gewählten, Präsidenten Ronald Reagan. „Nazi Punks Fuck Off“ kritisiert rechte Ideologie innerhalb der Hardcore-Punk-Szene der 1980er-Jahre. Klanglich dem aufkeimenden Hardcore-Genre ähnlich, waren Dead Kennedys melodischer als Szenegrößen wie Minor Threat.

Seit ihrer Neugründung im Jahr 2001 veröffentlichten Dead Kennedys zwei Live-Alben. Biafra gründete im Jahr 2008 die Band Jello Biafra & The Guantanamo School of Medicine.

 


Dead Moon

Dead Moon waren ein von 1987 bis 2006 aktives US-amerikanisches Garage-Rock-Trio aus Portland. Seine Mitglieder waren Fred Cole (Gesang, Gitarre), seine Ehefrau Kathleen „Toody“ Cole (Bass, Gesang) und Andrew Loomis (Schlagzeug). „In The Graveyard“, das Debütalbum der Gruppe, erschien im Jahr 1988.

Dead Moon spielten eine wilde Mischung aus Punk, Rock ’n’ Roll und Country, stets mit einem dreckigen Lo-Fi-Garage-Sound. Bevor sie Dead Moon gründeten, waren alle drei Mitglieder in anderen Rock- und Punk-Bands aktiv gewesen. Enttäuscht vom Musikbusiness, beschlossen sie, ihre Platten selbst zu produzieren und über das bandeigene Label Tombstone Records zu vertreiben – ein Vorhaben, das sie bis beibehielten, bis sie vom deutschen Indie-Label Music Maniac Records entdeckt wurden, das ab 1991 ihre Platten veröffentlichte. Dead Moon tourten daraufhin einige Male durch Europa, wobei die Live-Alben „Live Evil“ (1990 in Stuttgart aufgenommen) und „Hard Wired in Ljubljana“ (1997) entstanden. Ihre erste US-Tour absolvierten sie erst Mitte der 90er-Jahre. 2006 wurde der Dokumentarfilm „Unknown Passage: The Dead Moon Story“ veröffentlicht, der in diversen Indie-Kinos gezeigt wurde. Im Jahre 2016 starb Schlagzeuger Andrew Loomis. Fred Cole erlag im folgenden Jahr einer Lebererkrankung. 

Im Jahr 2020 erschien mit „Dead Moon: Off The Grid“ ein Buch, das in Wort und Bild die Geschichte der Band dokumentiert. Anlässlich dessen beschäftigte sich ByteFM-Moderator Gregor Kessler in einer Ausgabe seiner Sendung Schliemanns Soundbox mit Dead Moon.


Dean Blunt

Dean Blunt ist ein in Berlin wohnhafter britischer Künstler aus Hackney in London. Der Regisseur, Konzeptkünstler, Produzent, Vokalist und Songschreiber ist bemüht, persönliche Informationen von der Öffentlichkeit abzuschirmen.

Dean Blunt bildete mit Inga Copeland das Duo Hype Williams. Teile von Blunts Werk lassen sich dem „Hypnagogic Pop“ zurechnen; der Künstler benutzt elektronische und akustische Elemente und bedient sich bisweilen einer verrauschten Kassetten- und Lo-Fi-Ästhetik.

Der als Roy Nnawuchi geborene Londoner begann seine Musikkarriere als Bassist der Indie-Band Graffiti Island, deren einzige EP im Jahr 2009 erschien. Ab dem Folgejahr veröffentlichte Dean Blunt in hoher Frequenz Musik auf Labels wie Hippos In Tanks, Hyperdub und Rough Trade, zunächst mit Hype Williams, ab 2011 auch solo. „Babyfather“ war sowohl der Titel eines Mini-Albums aus dem Jahr 2015 als auch der Name eines im Anschluss an die Veröffentlichung gegründeten Trios, dessen weitere Mitglieder DJ Escrow und Gassman D mutmaßlich Alter Egos von Nnawuchi sind. 2017 war Dean Blunt in das R&B-Projekt Blue Iverson involviert, das zugänglicher als Blunts Werk bis dahin daherkommt.


Dear Reader

Ursprünglich aus dem fernen Südafrika, lebt die Songwriterin Cherilyn MacNeil aka Dear Reader mittlerweile in Berlin, wo sie auch ihr aktuelles Album „Day Fever“ schrieb. Aufgenommen wurde es allerdings in San Francisco. Im Gegensatz zu ihren jüngsten musikalischen Versuchen mit Hilfe digitaler Technologien, entstand der neue Dear Reader-Langspieler in einem rein analogen Studio. 2017 war Dear Reader bei ByteFM zu Gast, berichtete vom Aufnahmeprozess des Album und gab einen Live-Song zum Besten.

Vor ihrem Umzug nach Berlin, im Jahr 2010, trennte sich MacNeil einvernehmlich von ihrem musikalischen Partner Darryl Torr. Die Beiden veröffentlichten ihr erstes Album „The Younger" 2006 unter dem Bandnamen Harris Tweed. Zwei Jahre später musste das Duo jedoch seinen Namen gezwungermaßen ändern und beschloss sich stattdessen Dear Reader zu nennen. Bald darauf unterzeichneten Dear Reader einen Plattenvertrag mit dem Berliner Indie-Label City Slang und veröffentlichten ihr Album „Replace Why With Funny" im Februar 2009.

Cherilyn MacNeils erstes Soloabum nach der Trennung hieß „Idealistic Animals" und wurde 2011 veröffentlicht. Darauf behandelt Dear Reader die großen Fragen des Lebens: Wo ist mein Platz auf dieser Welt? Wo gehöre ich hin? Klingt nach schwerer Kost und jeder Menge Leid, doch MacNeil behandelt diese Fragen mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Melancholie und Theatralik sind zwar unüberhörbar, werden aber von wunderbar luftigen Arrangements und Klangspielereien unterwandert. So verbindet MacNeil Intimität und Opulenz zu zauberhaftem Folk-Pop.

 

 


Death Cab For Cutie

Death Cab For Cutie wurde 1997 in Bellingham, Washington vom damals 21-jährigen Benjamin Gibbard gegründet. Nachdem Ben Gibbard das erste Album "You Can Play These Songs With Chords" komplett alleine aufnahm, bildete sich relativ schnell eine Band um ihn herum. Bis auf den anfangs regelmäßig wechselnden Drummer, blieb die Besetzung über all die Jahre ziemlich stabil. Death Cab For Cutie veröffentlichten über die Jahre acht weitere Alben sowie vier EPs und werden meist in die Kategorie der Indie/Alternative-Bands einsortiert. Ihr Sound zeichnet sich durch unkonventionelle Instrumentation aus und auch die unverkennbare Stimme Gibbards verleiht dem ganzen eine Menge Charakter.


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