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D'Angelo

D'Angelo (* 11. Februar 1974 als Michael Eugene Archer) ist ein US-amerikanischer Soul-Sänger aus Richmond, Virginia. Er gilt als Wegbereiter des Neo-Soul und erlangte besonderen Ruhm unter MusikerInnen, Fans und Kritik durch sein Album „Voodoo“ aus dem Jahr 2000.

Der Priestersohn begann als Kind, Klavier zu lernen und sang im Kirchenchor. Erste eigene musikalische Gehversuche waren im HipHop-Genre, aber etablieren sollte D'angelo sich durch seinen an Marvin Gaye und Al Green geschulten Falsettgesang.

„Brown Sugar“ (1995), das Debüt-Album von D'Angelo, unterschied sich von zeitgenössischen R&B-Veröffentlichungen durch verstärkte Verwendung analoger Instrumente statt Synthesizern, programmierten Beats und Samples. Als Opus Magnum gilt „Voodoo“, für das D'Angelo seine ästhetische Vision mit Studiomusikern wie Questlove, Pino Palladino und Raphael Saadiq umsetzte und eine Generation von Musikern beeinflusste. Charakteristisch sind eine vorsätzlich hinter dem Beat spielende Rhythmussektion; eine Technik, die als „drunk feel“ bekannt und häufig kopiert wurde. Der aus dem Erfolg resultierende Innovationsdruck, Schreibblockaden und Substanzenmissbrauch führten dazu, das erst vierzehn Jahre später der Nachfolger „Black Messiah“ erschien – ohne Vorankündigung, weil D'Angelo schnellstmöglich ein Statement zu Rassismus und Polizeigewalt liefern wollte.


Daft Punk

Wenige Acts prägten die zeitgenössische Musik so sehr wie Daft Punk. Mit ihrem 1997er Debüt „Homework“ und massiven hits wie „Arount The World“ und „Da Funk“ trat das französische Duo aus Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter, die stets mit ihren Roboter-Helmen auftreten, eine weltweite French-House-Bewegung los. Auch der Nachfolger „Discovery“ geizte im Jahr 2001 nicht mit erfolgreichen Singles: Mit „One More Time“ und dem später von Kanye West gesampleten „Harder, Better, Faster, Stronger“ waren Daft Punk endgültig in den Charts angekommen. Das 2012er Album „Random Access Memories“ fügte ihrem Sound nostalgische Funk- und Disco-Elemente hinzu,


Dagobert

Lukas Jäger, 1982 geboren und besser bekannt unter dem Namen Dagobert, ist ein Sänger aus der Schweiz. Seine Musik wagt die Verknüpfung von 80s-Revival-Popmusik mit deutsch-schweizerischer Schlagermusik. Dabei neigt Dagobert zur großen Geste und die meisten seiner Songs handeln von Liebe und Sehnsucht. Ähnlich theatralisch und mit bestechend trockenem Humor inszeniert der Schweizer Sänger diese Themen. In seinen Videos entwirft sich Dagobert als Kunstfigur irgendwo zwischen David Bowie, Falco und einer Figur aus einem Gedicht von Joseph von Eichendorff.

Auf das selbstbetitelte Debütalbum 2013 folgte zwei Jahre später das zweite Album „Afrika“. Gastmusiker waren unter anderem Miland „Mille“ Petrozza von Kreator und der Kopf des Musikprojekts Get Well Soon, Konstantin Gropper. Im Anschluss arbeitete Dagobert mit Blixa Bargeld und Casper für die Single „Lang lebeder Tod“ zusammen, für die sie den Preis für Popmusik in den Kategorien „Lieblingslied“ und „Lieblingsvideo“ erhielten. Ganz im Sinne der Überschreitung stilistischer Grenzen also.

 


Damien Jurado

Seit zwei Dekaden aktiv, von Kritikern hoch gelobt und dennoch nie die breite Masse erreicht. So beschreibt sich die bisherige Karriere von Damien Jurado ganz gut: ein klassischer Geheimtipp. Der gut gelaunter Folk-Pop-Sound des US-Amerikaners steht im Kontrast mit Texten, die einen tiefen Blick in sein Inneres verschaffen. Im Mai 2018 erschien mit „The Horizon Just Laughed“ das dreizehnte Album von Damien Jurado.


The Damned

The Damned sind eine britische Punk-/Rockband, die 1976 von Dave Vanian (Gesang), Brian James (Gitarre), Captain Sensible (Bass) und Rat Scabies (Schlagzeug) in London, England gegründet wurde. Ihr Debütalbum „Damned Damned Damned“ erschien 1977 und war die erste LP einer britischen Punkband.

Die späteren Mitglieder von The Damned lernten sich im Umfeld der aufkeimenden Londoner Punkszene kennen. Ihr erstes Konzert spielten sie 1976 als Support von Sex Pistols. Im selben Jahr veröffentlichten sie mit „New Rose“ die erste britische Punk-Single überhaupt – noch vor „Anarchy In The U.K.“. „New Rose“ war im Mai 2019 ByteFM Track des Tages. Während das Debütalbum von The Damned gefeiert wurde und dazu führte, dass sie die erste UK-Punk-Gruppe wurden, die durch die USA tourte, floppte der Nachfolger „Music For Pleasure“. 1978 lösten sich The Damned auf. 1979 meldeten sie sich mit dem Garage-Rock-beeinflussten „Machine Gun Etiquette“ zurück, das mit „Love Song“ einen der bekanntesten Songs der Gruppe enthält. In den 1980er-Jahren wandten sich die Musiker nach einigen Besetzungswechseln einem düstereren Gothic-Rock-Sound zu. 

The Damned sind weiterhin aktiv. Ihr elftes Studioalbum „Evil Spirits“ erschien 2018. Produziert wurde es von dem einflussreichen Bowie-Producer Tony Visconti.


Damon Albarn

Ob bei Blur, Gorillaz, Rocket Juice & The Moon, The Good, The Bad &The Queen, als Gast-Sänger bei Vince Staples oder als Solokünstler – Damon Albarn ist eine der umtriebigsten Persönlichkeiten der Pop-Musik. Was all die vielseitigen Projekte des am 23. März 1978 in London geborenen Künstlers eint: seine abenteuerlustigen Genre-Experimente und sein feines Gespür für zarte Melancholie.

2014 erschien „Everyday Robots“, das erste offizielle Soloalbum von Damon Albarn. Fernab seiner zahlreichen Bandprojekte komponiert er auch Opern, wie zum Beispiel „Monkey: Journey To The West“ (2007) und „Dr Dee“ (2011).


Daniel Blumberg

Daniel Blumberg ist ein englischer Musiker, der seit früher Jugend Musik macht und schon mit Low, Lambchop oder Neil Michael Hagerty von Royal Trux zusammengearbeitet hat. Im September 2018 erschien schließlich sein erstes Soloalbum „Minus“, mit dem er den Verlust eines Freundes und das Scheitern einer Beziehung verarbeitet. Darauf wird Daniel Blumbergs sanfte Stimme von nostalgischer Klaviermusik oder auch mal von einer Mundharmonika begleitet. Allerlei Störgeräusche, verzerrte Gitarren und schrille Geigen durchbrechen immer wieder jäh den Musikfluss, was den Schmerz hörbar macht.


Danny Brown

Danny Brown (*16. März 1981 als Daniel Dewan Sewell) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler aus Detroit. Der Rapper veröffentlicht seit 2010.

Brown ist Sohn eines DJs, und wuchs unter dem Einfluss von Funk-, Disco- und frühen HipHop-Veröffentlichungen auf. Der Legende nach begann er zu reimen, sobald er lernte, zu sprechen. Im Alter von 18 Jahren fing er an, mit Drogen zu handeln, weswegen er einen Teil seines Lebens im Gefängnis verbrachte. Nach seiner Freilassung 2007 schlug der in prekären Verhältnissen lebende Brown, eine Musikkarriere ein und trat zuerst mit als Teil der Gruppe Rese'vor Dogs in Erscheinung.

Ab dem Debüt-Album „The Hybrid“ thematisiert Danny Brown einerseits den Verfall seiner Heimatstadt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit, andererseits persönlichere Theme wie psychische Störungen und Drogenerfahrungen. Stilistische Alleinstellungsmerkmale des Rappers sind exzentrischer, exaltierter und unerwarteter Stimmeinsatz und eine kreative sprachliche Stilistik, die sich bisweilen der poetologischen Beschreibbarkeit entzieht – selbsterfundene Wörter und Reime, die nur durch die Vortragsweise zustandekommen sind nicht selten. Für sein viertes Album „Atrocity Exhibition“ (2018) wechselte Danny Brown zum britischen Experimentalelektronik-Label Warp.


Darjeeling

Darjeeling sind eine Kraut-Rock-Band aus Wuppertal. Sie wurde 2014 von Markus Kresin (Bass), Fabian Till Reinkenhoff (Keyboard) und Jan Szalankiewicz (Gitarre) gegründet. Sie werden mittlerweile ergänzt durch den Schlagzeuger Thorben Doege, der zunächst nur als Live-Drummer fungiert hatte.

Die drei Gründungsmitglieder von Darjeeling kennen sich seit Schulzeiten. Ihre gemeinsame Geschichte begann klassisch: 2010 lud Szalankiewicz Reinkenhoff zu einer Probe im Keller des Elternhauses des damaligen Drummers ein. Daraus wurde ein Bandprojekt, dessen Name mehrfach wechselte, ehe 2014 Kresin dazustieß und sie sich Darjeeling nannten. 2015 stieß der zehn Jahre ältere Doege dazu.

Mit „Life Is An Intriguing Mosaïque Of Revealing Secrets“ erschien 2017 ihr Debütalbum in Eigenregie, darauf sind von den 1960er-Jahren beeinflusste Kraut-Songs mit Pop-Appeal. Darjeeling selbst bezeichnen ihre Musik als Post-Kraut. 2019 erschien mit „Hokus Pokus“ ihre zweite LP.


Darkstar

Darkstar sind ein 2006 gegründetes britisches Electronic-Duo aus London, bestehend aus James Young und Aiden Whalley. Ihr Debütalbum „North“ erschien im Jahr 2010 über Hyperdub (Burial, Dean Blunt, Zomby). 

Darkstar veröffentlichten seit 2007 diverse Tracks und EPs, inspiriert von Grime, Dubstep und Synth-Pop (darunter der Song „Aidy’s Girl Is A Computer“, der es in die Listen der besten Songs des Jahres 2009 diverser relevanter Musikmedien und in einen Mix von Jamie xx schaffte), ehe im Jahr 2010 ihr Debütalbum erschien: Auf dem Kritiker*innenliebling „North“ fokussierte sich das Duo auf einen düsteren Sound zwischen Synth-Pop und Ambient. Einen gänzlich anderen Weg schlugen sie für ihr zweites Album „News From Nowhere“ ein. Übersättigt vom melancholischen Sound des Vorgängers, nahmen sie mithilfe von analogen Synthesizern und Kassettenrekordern ein Album auf, das insgesamt eine hoffnungsvollere Stimmung vermittelt. Auf dem Nachfolger „Foam Island“ setzten sich die beiden mit sozialem Wandel im UK auseinander und interviewten dafür zahlreiche Jugendliche im (ärmeren) Norden Englands. „Foam Island“ war im September 2015 Album der Woche bei ByteFM.

Civic Jams“, das vierte Album von Darkstar, ist 2020 über Warp Records (Aphex Twin, Boards of Canada, Flying Lotus) erschienen und wurde ByteFM Album der Woche.


David Bowie

David Bowie (*8. Januar 1947 in Südlondon - 10. Januar 2016 in New York City) war ein britischer Sänger, Saxophonist und Songwriter, der ab den 1970er-Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Popstars gehörte.

Er entdeckte schon früh seine Leidenschaft für den Rock ’n’ Roll und sang im Alter von 15 Jahren als „Dave Jay“ in der Gruppe The Konrads. Mit 20 Jahren unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag beim kleinen Label Deram Records, auf dem er 1967 sein Debütalbum veröffentlichte. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen wollte Bowie nie den Eindruck von Authentizität vermitteln – stattdessen spielte er mit Geschlechterrollen und Bühnenidentitäten (zu den Alter Egos gehören etwa Ziggy Stardust und The Thin White Duke) und wurde so zu einer der größten Stilikonen überhaupt.

Im Laufe seiner Karriere unternahm David Bowie auch immer wieder Ausflüge ins Schauspielfach, konnte damit jedoch nie an seine Erfolge als Musiker anknüpfen. Am 10. Januar 2016, zwei Tage nach Veröffentlichung seines 27. Studio-Albums „Blackstar“, starb David Bowie an den Folgen von Krebs. Bereits im Jahr 2000 wählte der New Musical Express Bowie zum einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten.


David Byrne

David Byrne (14. Mai 1952 in Dumbarton in Großbritannien) ist ein schottisch-amerikanischer Musiker und Künstler. Als Sänger der Post-Punk-Ikonen Talking Heads hat er den popkulturellen Bildungskanon geprägt und sich später um die Vermittlung insbesondere brasilianischer Musik verdient gemacht. Byrne hat seit der Bandauflösung im Jahr 1989 diverse Soloplatten veröffentlicht und arbeitet in New York als Künstler und konzeptueller Fotograf. Er wurde für seine Filmmusikkompositionen mehrfach ausgezeichnet.

Als Kind zog David Byrne mit seinen Eltern an die amerikanische Ostküste, wo er vornehmlich in Baltimore aufwuchs. Am Maryland Institute College of Art traf er Chris Frantz und Tina Weymouth, mit denen er 1974 Talking Heads gründete, die zur intellektuelleren Varietät der New-Wave-Prototypen der New Yorker Boheme zählten. David Byrne kollaborierte später unter anderem mit Brian Eno, Fatboy Slim und St. Vincent.

Neben der Musik arbeitet David Byrne auch als visueller Künstler. ByteFM berichtete unter anderem über die 2018 erschienene Single „Everybody's Coming To My House", auf der auch jüngere Kollegen wie Sampha und Happa Isaiah Barr zu hören sind.

 

 


De La Soul

De La Soul sind ein US-amerikanisches Hip-Hop-Trio, das 1988 in New York gegründet wurde. Es besteht aus den Rappern Kelvin Mercer, David Jude Jolicœur und Vincent Mason. Ihr mittlerweile als Genreklassiker geltendes Debüt „3 Feet High And Rising“ erschien 1989.

De La Soul begannen ihre musikalische Karriere im Umfeld des HipHop-Kollektivs Native Tongues Posse, dem neben ihnen auch Künstler*innen wie Queen Latifah und A Tribe Called Quest angehörten. Ihr Debütalbum machte sie über Nacht zu Stars. „3 Feet High And Rising“ gilt mit seiner charakteristisch positiven Attitüde, die dem Trio den Ruf einer Hippie-Gruppe einbrachte sowie den ungewöhnlichen Samples (u. a. Johnny Cash und Steely Dan) als Pionierwerk des sogenannten „Alternative HipHop“. Im Laufe ihrer Karriere haben De La Soul mit zahlreichen namhaften Musiker*innen kollaboriert, darunter MF Doom, Ghostface Killah und Snoop Dogg. Die Beteiligung an dem Gorillaz-Hit „Feel Good Inc.“ brachte ihnen einen Grammy ein.

"And The Anonymous Nobody...", das neunte Album von De La Soul, erschien 2016. Es enthält Gastauftritte von unter anderem Little Dragon und Talking-Heads-Sänger David Byrne. 
 


Dead Kennedys

Dead Kennedys sind eine US-amerikanische Punk-Band, die zwischen 1978 und 1986 existierte und seit 2001 ohne den Sänger Jello Biafra weiter besteht. Neben Biafra wurde die Gruppe von East Bay Ray (Gitarre), Klaus Flouride (Bass) und Bruce Schlesinger (Schlagzeug) gegründet. Ihre Songs „Holiday In Cambodia“ und „California Über Alles“ von 1979 zählen zu den bekanntesten Titeln in der Geschichte des Punk.

Die Songs von Dead Kennedys zeichnen sich vor allem durch bissige, politische Texte aus, die häufig Bezug zum aktuellen politischen Geschehen in den USA Bezug nahmen. „California Über Alles“ prognostiziert aus der Perspektive des kalifornischen Gouverneurs Jerry Brown eine „hippie-faschistische Zukunft“. Eine Neuauflage aus dem Jahr 1981 („We’ve Got A Bigger Problem Now“) handelt vom neu gewählten, Präsidenten Ronald Reagan. „Nazi Punks Fuck Off“ kritisiert rechte Ideologie innerhalb der Hardcore-Punk-Szene der 1980er-Jahre. Klanglich dem aufkeimenden Hardcore-Genre ähnlich, waren Dead Kennedys melodischer als Szenegrößen wie Minor Threat.

Seit ihrer Neugründung im Jahr 2001 veröffentlichten Dead Kennedys zwei Live-Alben. Biafra gründete im Jahr 2008 die Band Jello Biafra & The Guantanamo School of Medicine.

 


Dead Moon

Dead Moon waren ein von 1987 bis 2006 aktives US-amerikanisches Garage-Rock-Trio aus Portland. Seine Mitglieder waren Fred Cole (Gesang, Gitarre), seine Ehefrau Kathleen „Toody“ Cole (Bass, Gesang) und Andrew Loomis (Schlagzeug). „In The Graveyard“, das Debütalbum der Gruppe, erschien im Jahr 1988.

Dead Moon spielten eine wilde Mischung aus Punk, Rock ’n’ Roll und Country, stets mit einem dreckigen Lo-Fi-Garage-Sound. Bevor sie Dead Moon gründeten, waren alle drei Mitglieder in anderen Rock- und Punk-Bands aktiv gewesen. Enttäuscht vom Musikbusiness, beschlossen sie, ihre Platten selbst zu produzieren und über das bandeigene Label Tombstone Records zu vertreiben – ein Vorhaben, das sie bis beibehielten, bis sie vom deutschen Indie-Label Music Maniac Records entdeckt wurden, das ab 1991 ihre Platten veröffentlichte. Dead Moon tourten daraufhin einige Male durch Europa, wobei die Live-Alben „Live Evil“ (1990 in Stuttgart aufgenommen) und „Hard Wired in Ljubljana“ (1997) entstanden. Ihre erste US-Tour absolvierten sie erst Mitte der 90er-Jahre. 2006 wurde der Dokumentarfilm „Unknown Passage: The Dead Moon Story“ veröffentlicht, der in diversen Indie-Kinos gezeigt wurde. Im Jahre 2016 starb Schlagzeuger Andrew Loomis. Fred Cole erlag im folgenden Jahr einer Lebererkrankung. 

Im Jahr 2020 erschien mit „Dead Moon: Off The Grid“ ein Buch, das in Wort und Bild die Geschichte der Band dokumentiert. Anlässlich dessen beschäftigte sich ByteFM-Moderator Gregor Kessler in einer Ausgabe seiner Sendung Schliemanns Soundbox mit Dead Moon.


Dean Blunt

Dean Blunt ist ein in Berlin wohnhafter britischer Künstler aus Hackney in London. Der Regisseur, Konzeptkünstler, Produzent, Vokalist und Songschreiber ist bemüht, persönliche Informationen von der Öffentlichkeit abzuschirmen.

Dean Blunt bildete mit Inga Copeland das Duo Hype Williams. Teile von Blunts Werk lassen sich dem „Hypnagogic Pop“ zurechnen; der Künstler benutzt elektronische und akustische Elemente und bedient sich bisweilen einer verrauschten Kassetten- und Lo-Fi-Ästhetik.

Der als Roy Nnawuchi geborene Londoner begann seine Musikkarriere als Bassist der Indie-Band Graffiti Island, deren einzige EP im Jahr 2009 erschien. Ab dem Folgejahr veröffentlichte Dean Blunt in hoher Frequenz Musik auf Labels wie Hippos In Tanks, Hyperdub und Rough Trade, zunächst mit Hype Williams, ab 2011 auch solo. „Babyfather“ war sowohl der Titel eines Mini-Albums aus dem Jahr 2015 als auch der Name eines im Anschluss an die Veröffentlichung gegründeten Trios, dessen weitere Mitglieder DJ Escrow und Gassman D mutmaßlich Alter Egos von Nnawuchi sind. 2017 war Dean Blunt in das R&B-Projekt Blue Iverson involviert, das zugänglicher als Blunts Werk bis dahin daherkommt.


Dear Reader

Ursprünglich aus dem fernen Südafrika, lebt die Songwriterin Cherilyn MacNeil aka Dear Reader mittlerweile in Berlin, wo sie auch ihr aktuelles Album „Day Fever“ schrieb. Aufgenommen wurde es allerdings in San Francisco. Im Gegensatz zu ihren jüngsten musikalischen Versuchen mit Hilfe digitaler Technologien, entstand der neue Dear Reader-Langspieler in einem rein analogen Studio. 2017 war Dear Reader bei ByteFM zu Gast, berichtete vom Aufnahmeprozess des Album und gab einen Live-Song zum Besten.

Vor ihrem Umzug nach Berlin, im Jahr 2010, trennte sich MacNeil einvernehmlich von ihrem musikalischen Partner Darryl Torr. Die Beiden veröffentlichten ihr erstes Album „The Younger" 2006 unter dem Bandnamen Harris Tweed. Zwei Jahre später musste das Duo jedoch seinen Namen gezwungermaßen ändern und beschloss sich stattdessen Dear Reader zu nennen. Bald darauf unterzeichneten Dear Reader einen Plattenvertrag mit dem Berliner Indie-Label City Slang und veröffentlichten ihr Album „Replace Why With Funny" im Februar 2009.

Cherilyn MacNeils erstes Soloabum nach der Trennung hieß „Idealistic Animals" und wurde 2011 veröffentlicht. Darauf behandelt Dear Reader die großen Fragen des Lebens: Wo ist mein Platz auf dieser Welt? Wo gehöre ich hin? Klingt nach schwerer Kost und jeder Menge Leid, doch MacNeil behandelt diese Fragen mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Melancholie und Theatralik sind zwar unüberhörbar, werden aber von wunderbar luftigen Arrangements und Klangspielereien unterwandert. So verbindet MacNeil Intimität und Opulenz zu zauberhaftem Folk-Pop.

 

 


Death Cab For Cutie

Death Cab For Cutie wurde 1997 in Bellingham, Washington vom damals 21-jährigen Benjamin Gibbard gegründet. Nachdem Ben Gibbard das erste Album "You Can Play These Songs With Chords" komplett alleine aufnahm, bildete sich relativ schnell eine Band um ihn herum. Bis auf den anfangs regelmäßig wechselnden Drummer, blieb die Besetzung über all die Jahre ziemlich stabil. Death Cab For Cutie veröffentlichten über die Jahre acht weitere Alben sowie vier EPs und werden meist in die Kategorie der Indie/Alternative-Bands einsortiert. Ihr Sound zeichnet sich durch unkonventionelle Instrumentation aus und auch die unverkennbare Stimme Gibbards verleiht dem ganzen eine Menge Charakter.


Deep Purple

Deep Purple sind eine britische Hardrockband, die neben Black Sabbath und Led Zeppelin zu den Pionieren der Genres des Hard Rock und Heavy Metal gezählt wird. Sie wurde 1968 in Hertford gegründet; Keyboarder Jon Lord hatte zuvor mit den Flower Pot Men die Hitsingle „Let's Go To San Francisco“ veröffentlicht und als Studiomusiker beispielsweise das Keyboard in „You Really Got Me” von The Kinks eingespielt. Neben Lord zählten Gitarrist Ritchie Blackmore, Bassist Nick Simper, Sänger Rod Evans und Drummer Ian Paice zur Besetzung, die 1968 das Album „Shades Of Deep Purple“ einspielte. Stilistisch war das Album noch eher orgeldominierter Progressive Rock. Eine Formel, der auch das zweite Album „The Book Of Taliesyn“ (ebenfalls 1968) folgte.

Im Folgejahr ersetzte Roger Glover Nick Simper am Bass und Ian Gillan wurde neuer Sänger. Damit stand die legendäre MK2-Besetzung, die unter anderem die Meilensteine „Deep Purple In Rock“ (1970), „Fireball“ (1971) und „Machine Head“ (1972) aufnahm. „Machine Head“ enthielt unter anderem die Single „Smoke On The Water“ mit einem der einprägsamsten Gitarrenriffs der Rockgeschichte. Das Verhältnis der Gruppenmitglieder untereinander war immer angespannt, insbesondere Blackmore und Lord gerieten häufig aneinander. Zunächst verließen aber 1973 – auf der Höhe des Erfolgs – Gillan und Glover die Band und wurden von Glen Hughes und David Coverdale ersetzt. 1975 ging dann auch Blackmore um die Gruppe Rainbow zu gründen. Für ihn stieß der US-amerikaner Tom Bolin zur Band. Die Band veröffentlichte noch das Album „Come Taste The Band”, bevor sie sich 1976 auflöste.

1984 kam es dann zur Wiedervereinigung der MK2-Besetzung, die die Alben „Perfect Strangers” (1984) und „The House Of Blue Light” (1987) mit radiofreundlicher Rockmusik veröffentlichte. Blackmore verließ die Band 1993 endgültig und wurde zunächst durch Joe Satriani, später dann durch Steve Morse (Kansas) ersetzt. Jon Lord ging 2002 in den Ruhestand und erlag am 16. Juli 2012 einem Krebsleiden. Für ihn kam der Ex-Rainbow-Keyboarder Don Airey. 2020 erscheint das 21. Studioalbum der Band, „Whoosh!”.


Deep Tan

Deep Tan sind ein britisches Post-Punk-Trio aus London, England. Es besteht aus Wafah Dafour (Gesang, Gitarre), Celeste Guinness (Bass) und Mélia Beaudoin (Schlagzeug). Ihre Debütsingle „Air“ ist im Jahr 2019 über das Londoner Indie-Label Practise Music (Squid, Woman’s Hour, Peakes) erschienen. 

In ihrer Post-Pop-Variante experimentieren die Musikerinnen von Deep Tan mit eingängigen Alt-Pop-Melodien, treibenden Post-Punk-Bässen, hypnotischen Rhythmen und Cold-Wave-Synthies. Ihre atmosphärischen Songs kommen düster daher und brachten dem Trio Vergleiche mit Gruppen wie Post-Punk-Pionier*innen wie Television, The Slits und Joy Division ein. Die zumeist kryptischen Texte trägt Sängerin und Gitarristin Wafah Dafour sowohl auf Englisch als auf Französisch vor. Die Band beschäftigt sich darin beispielsweise mit gefälschten pornographischen Inhalten, die ins Netz gestellt werden, um Frauen zu demütigen. Ihre Songs handeln des Weiteren vom Lügen und weiteren menschlichen Abgründen. Das Trio gründete sich 2018 im Londoner Stadtteil Hackney. Seitdem haben sich die Musikerinnen die Bühne mit Acts wie Squid, Sons Of Raphael, Madonnatron und Claw Marks geteilt. Wafah Dafour hat zuvor unter anderem mit der US-amerikanischen Garage-Rock-Band Black Lips kollaboriert. Zu ihren musikalischen Einflüssen zählen Deep Tan Bands wie Foals, Warpaint, The Cure, Mogwai und Warmduscher. 

Deep Tan veröffentlichten ihre Single „Deepfake“ im Jahr 2020 über Practise Music. Der Song war im November 2020 ByteFM Track des Tages.


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