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D'Angelo

D'Angelo (* 11. Februar 1974 als Michael Eugene Archer) ist ein US-amerikanischer Soul-Sänger aus Richmond, Virginia. Er gilt als Wegbereiter des Neo-Soul und erlangte besonderen Ruhm unter MusikerInnen, Fans und Kritik durch sein Album „Voodoo“ aus dem Jahr 2000.

Der Priestersohn begann als Kind, Klavier zu lernen und sang im Kirchenchor. Erste eigene musikalische Gehversuche waren im HipHop-Genre, aber etablieren sollte D'angelo sich durch seinen an Marvin Gaye und Al Green geschulten Falsettgesang.

„Brown Sugar“ (1995), das Debüt-Album von D'Angelo, unterschied sich von zeitgenössischen R&B-Veröffentlichungen durch verstärkte Verwendung analoger Instrumente statt Synthesizern, programmierten Beats und Samples. Als Opus Magnum gilt „Voodoo“, für das D'Angelo seine ästhetische Vision mit Studiomusikern wie Questlove, Pino Palladino und Raphael Saadiq umsetzte und eine Generation von Musikern beeinflusste. Charakteristisch sind eine vorsätzlich hinter dem Beat spielende Rhythmussektion; eine Technik, die als „drunk feel“ bekannt und häufig kopiert wurde. Der aus dem Erfolg resultierende Innovationsdruck, Schreibblockaden und Substanzenmissbrauch führten dazu, das erst vierzehn Jahre später der Nachfolger „Black Messiah“ erschien – ohne Vorankündigung, weil D'Angelo schnellstmöglich ein Statement zu Rassismus und Polizeigewalt liefern wollte.


Daft Punk

Wenige Acts prägten die zeitgenössische Musik so sehr wie Daft Punk. Mit ihrem 1997er Debüt „Homework“ und massiven hits wie „Arount The World“ und „Da Funk“ trat das französische Duo aus Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter, die stets mit ihren Roboter-Helmen auftreten, eine weltweite French-House-Bewegung los. Auch der Nachfolger „Discovery“ geizte im Jahr 2001 nicht mit erfolgreichen Singles: Mit „One More Time“ und dem später von Kanye West gesampleten „Harder, Better, Faster, Stronger“ waren Daft Punk endgültig in den Charts angekommen. Das 2012er Album „Random Access Memories“ fügte ihrem Sound nostalgische Funk- und Disco-Elemente hinzu,


Dagobert

Lukas Jäger, 1982 geboren und besser bekannt unter dem Namen Dagobert, ist ein Sänger aus der Schweiz. Seine Musik wagt die Verknüpfung von 80s-Revival-Popmusik mit deutsch-schweizerischer Schlagermusik. Dabei neigt Dagobert zur großen Geste und die meisten seiner Songs handeln von Liebe und Sehnsucht. Ähnlich theatralisch und mit bestechend trockenem Humor inszeniert der Schweizer Sänger diese Themen. In seinen Videos entwirft sich Dagobert als Kunstfigur irgendwo zwischen David Bowie, Falco und einer Figur aus einem Gedicht von Joseph von Eichendorff.

Auf das selbstbetitelte Debütalbum 2013 folgte zwei Jahre später das zweite Album „Afrika“. Gastmusiker waren unter anderem Miland „Mille“ Petrozza von Kreator und der Kopf des Musikprojekts Get Well Soon, Konstantin Gropper. Im Anschluss arbeitete Dagobert mit Blixa Bargeld und Casper für die Single „Lang lebeder Tod“ zusammen, für die sie den Preis für Popmusik in den Kategorien „Lieblingslied“ und „Lieblingsvideo“ erhielten. Ganz im Sinne der Überschreitung stilistischer Grenzen also.

 


Damien Jurado

Seit zwei Dekaden aktiv, von Kritikern hoch gelobt und dennoch nie die breite Masse erreicht. So beschreibt sich die bisherige Karriere von Damien Jurado ganz gut: ein klassischer Geheimtipp. Der gut gelaunter Folk-Pop-Sound des US-Amerikaners steht im Kontrast mit Texten, die einen tiefen Blick in sein Inneres verschaffen. Im Mai 2018 erschien mit „The Horizon Just Laughed“ das dreizehnte Album von Damien Jurado.


Damon Albarn

Ob bei Blur, Gorillaz, Rocket Juice & The Moon, The Good, The Bad &The Queen, als Gast-Sänger bei Vince Staples oder als Solokünstler – Damon Albarn ist eine der umtriebigsten Persönlichkeiten der Pop-Musik. Was all die vielseitigen Projekte des am 23. März 1978 in London geborenen Künstlers eint: seine abenteuerlustigen Genre-Experimente und sein feines Gespür für zarte Melancholie.

2014 erschien „Everyday Robots“, das erste offizielle Soloalbum von Damon Albarn. Fernab seiner zahlreichen Bandprojekte komponiert er auch Opern, wie zum Beispiel „Monkey: Journey To The West“ (2007) und „Dr Dee“ (2011).


Daniel Blumberg

Daniel Blumberg ist ein englischer Musiker, der seit früher Jugend Musik macht und schon mit Low, Lambchop oder Neil Michael Hagerty von Royal Trux zusammengearbeitet hat. Im September 2018 erschien schließlich sein erstes Soloalbum „Minus“, mit dem er den Verlust eines Freundes und das Scheitern einer Beziehung verarbeitet. Darauf wird Daniel Blumbergs sanfte Stimme von nostalgischer Klaviermusik oder auch mal von einer Mundharmonika begleitet. Allerlei Störgeräusche, verzerrte Gitarren und schrille Geigen durchbrechen immer wieder jäh den Musikfluss, was den Schmerz hörbar macht.


Danny Brown

Danny Brown (*16. März 1981 als Daniel Dewan Sewell) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler aus Detroit. Der Rapper veröffentlicht seit 2010.

Brown ist Sohn eines DJs, und wuchs unter dem Einfluss von Funk-, Disco- und frühen HipHop-Veröffentlichungen auf. Der Legende nach begann er zu reimen, sobald er lernte, zu sprechen. Im Alter von 18 Jahren fing er an, mit Drogen zu handeln, weswegen er einen Teil seines Lebens im Gefängnis verbrachte. Nach seiner Freilassung 2007 schlug der in prekären Verhältnissen lebende Brown, eine Musikkarriere ein und trat zuerst mit als Teil der Gruppe Rese'vor Dogs in Erscheinung.

Ab dem Debüt-Album „The Hybrid“ thematisiert Danny Brown einerseits den Verfall seiner Heimatstadt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit, andererseits persönlichere Theme wie psychische Störungen und Drogenerfahrungen. Stilistische Alleinstellungsmerkmale des Rappers sind exzentrischer, exaltierter und unerwarteter Stimmeinsatz und eine kreative sprachliche Stilistik, die sich bisweilen der poetologischen Beschreibbarkeit entzieht – selbsterfundene Wörter und Reime, die nur durch die Vortragsweise zustandekommen sind nicht selten. Für sein viertes Album „Atrocity Exhibition“ (2018) wechselte Danny Brown zum britischen Experimentalelektronik-Label Warp.


Darjeeling

Darjeeling sind eine Kraut-Rock-Band aus Wuppertal. Sie wurde 2014 von Markus Kresin (Bass), Fabian Till Reinkenhoff (Keyboard) und Jan Szalankiewicz (Gitarre) gegründet. Sie werden mittlerweile ergänzt durch den Schlagzeuger Thorben Doege, der zunächst nur als Live-Drummer fungiert hatte.

Die drei Gründungsmitglieder von Darjeeling kennen sich seit Schulzeiten. Ihre gemeinsame Geschichte begann klassisch: 2010 lud Szalankiewicz Reinkenhoff zu einer Probe im Keller des Elternhauses des damaligen Drummers ein. Daraus wurde ein Bandprojekt, dessen Name mehrfach wechselte, ehe 2014 Kresin dazustieß und sie sich Darjeeling nannten. 2015 stieß der zehn Jahre ältere Doege dazu.

Mit „Life Is An Intriguing Mosaïque Of Revealing Secrets“ erschien 2017 ihr Debütalbum in Eigenregie, darauf sind von den 1960er-Jahren beeinflusste Kraut-Songs mit Pop-Appeal. Darjeeling selbst bezeichnen ihre Musik als Post-Kraut. 2019 erschien mit „Hokus Pokus“ ihre zweite LP.


David Bowie

David Bowie (*8. Januar 1947 in Südlondon) war ein britischer Sänger, Saxophonist und Songwriter, der ab den 1970er-Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Popstars gehörte.

Er entdeckte schon früh seine Leidenschaft für den Rock ’n’ Roll und sang im Alter von 15 Jahren als „Dave Jay“ in der Gruppe The Konrads. Mit 20 Jahren unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag beim kleinen Label Deram Records, auf dem er 1967 sein Debütalbum veröffentlichte. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen wollte Bowie nie den Eindruck von Authentizität vermitteln – stattdessen spielte er mit Geschlechterrollen und Bühnenidentitäten (zu den Alter Egos gehören etwa Ziggy Stardust und The Thin White Duke) und wurde so zu einer der größten Stilikonen überhaupt.

Im Laufe seiner Karriere unternahm David Bowie auch immer wieder Ausflüge ins Schauspielfach, konnte damit jedoch nie an seine Erfolge als Musiker anknüpfen. Am 10. Januar 2016, zwei Tage nach Veröffentlichung seines 27. Studio-Albums „Blackstar“, starb David Bowie an den Folgen von Krebs. Bereits im Jahr 2000 wählte der New Musical Express Bowie zum einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten.


David Byrne

David Byrne (14. Mai 1952 in Dumbarton in Großbritannien) ist ein schottisch-amerikanischer Musiker und Künstler. Als Sänger der Post-Punk-Ikonen Talking Heads hat er den popkulturellen Bildungskanon geprägt und sich später um die Vermittlung insbesondere brasilianischer Musik verdient gemacht. Byrne hat seit der Bandauflösung im Jahr 1989 diverse Soloplatten veröffentlicht und arbeitet in New York als Künstler und konzeptueller Fotograf. Er wurde für seine Filmmusikkompositionen mehrfach ausgezeichnet.

Als Kind zog David Byrne mit seinen Eltern an die amerikanische Ostküste, wo er vornehmlich in Baltimore aufwuchs. Am Maryland Institute College of Art traf er Chris Frantz und Tina Weymouth, mit denen er 1974 Talking Heads gründete, die zur intellektuelleren Varietät der New-Wave-Prototypen der New Yorker Boheme zählten. David Byrne kollaborierte später unter anderem mit Brian Eno, Fatboy Slim und St. Vincent.

Neben der Musik arbeitet David Byrne auch als visueller Künstler. ByteFM berichtete unter anderem über die 2018 erschienene Single „Everybody's Coming To My House", auf der auch jüngere Kollegen wie Sampha und Happa Isaiah Barr zu hören sind.

 

 


Dead Kennedys

Dead Kennedys sind eine US-amerikanische Punk-Band, die zwischen 1978 und 1986 existierte und seit 2001 ohne den Sänger Jello Biafra weiter besteht. Neben Biafra wurde die Gruppe von East Bay Ray (Gitarre), Klaus Flouride (Bass) und Bruce Schlesinger (Schlagzeug) gegründet. Ihre Songs „Holiday In Cambodia“ und „California Über Alles“ von 1979 zählen zu den bekanntesten Titeln in der Geschichte des Punk.

Die Songs von Dead Kennedys zeichnen sich vor allem durch bissige, politische Texte aus, die häufig Bezug zum aktuellen politischen Geschehen in den USA Bezug nahmen. „California Über Alles“ prognostiziert aus der Perspektive des kalifornischen Gouverneurs Jerry Brown eine „hippie-faschistische Zukunft“. Eine Neuauflage aus dem Jahr 1981 („We’ve Got A Bigger Problem Now“) handelt vom neu gewählten, Präsidenten Ronald Reagan. „Nazi Punks Fuck Off“ kritisiert rechte Ideologie innerhalb der Hardcore-Punk-Szene der 1980er-Jahre. Klanglich dem aufkeimenden Hardcore-Genre ähnlich, waren Dead Kennedys melodischer als Szenegrößen wie Minor Threat.

Seit ihrer Neugründung im Jahr 2001 veröffentlichten Dead Kennedys zwei Live-Alben. Biafra gründete im Jahr 2008 die Band Jello Biafra & The Guantanamo School of Medicine.

 


Dean Blunt

Dean Blunt ist ein in Berlin wohnhafter britischer Künstler aus Hackney in London. Der Regisseur, Konzeptkünstler, Produzent, Vokalist und Songschreiber ist bemüht, persönliche Informationen von der Öffentlichkeit abzuschirmen.

Dean Blunt bildete mit Inga Copeland das Duo Hype Williams. Teile von Blunts Werk lassen sich dem „Hypnagogic Pop“ zurechnen; der Künstler benutzt elektronische und akustische Elemente und bedient sich bisweilen einer verrauschten Kassetten- und Lo-Fi-Ästhetik.

Der als Roy Nnawuchi geborene Londoner begann seine Musikkarriere als Bassist der Indie-Band Graffiti Island, deren einzige EP im Jahr 2009 erschien. Ab dem Folgejahr veröffentlichte Dean Blunt in hoher Frequenz Musik auf Labels wie Hippos In Tanks, Hyperdub und Rough Trade, zunächst mit Hype Williams, ab 2011 auch solo. „Babyfather“ war sowohl der Titel eines Mini-Albums aus dem Jahr 2015 als auch der Name eines im Anschluss an die Veröffentlichung gegründeten Trios, dessen weitere Mitglieder DJ Escrow und Gassman D mutmaßlich Alter Egos von Nnawuchi sind. 2017 war Dean Blunt in das R&B-Projekt Blue Iverson involviert, das zugänglicher als Blunts Werk bis dahin daherkommt.


Dear Reader

Ursprünglich aus dem fernen Südafrika, lebt die Songwriterin Cherilyn MacNeil aka Dear Reader mittlerweile in Berlin, wo sie auch ihr aktuelles Album „Day Fever“ schrieb. Aufgenommen wurde es allerdings in San Francisco. Im Gegensatz zu ihren jüngsten musikalischen Versuchen mit Hilfe digitaler Technologien, entstand der neue Dear Reader-Langspieler in einem rein analogen Studio. 2017 war Dear Reader bei ByteFM zu Gast, berichtete vom Aufnahmeprozess des Album und gab einen Live-Song zum Besten.

Vor ihrem Umzug nach Berlin, im Jahr 2010, trennte sich MacNeil einvernehmlich von ihrem musikalischen Partner Darryl Torr. Die Beiden veröffentlichten ihr erstes Album „The Younger" 2006 unter dem Bandnamen Harris Tweed. Zwei Jahre später musste das Duo jedoch seinen Namen gezwungermaßen ändern und beschloss sich stattdessen Dear Reader zu nennen. Bald darauf unterzeichneten Dear Reader einen Plattenvertrag mit dem Berliner Indie-Label City Slang und veröffentlichten ihr Album „Replace Why With Funny" im Februar 2009.

Cherilyn MacNeils erstes Soloabum nach der Trennung hieß „Idealistic Animals" und wurde 2011 veröffentlicht. Darauf behandelt Dear Reader die großen Fragen des Lebens: Wo ist mein Platz auf dieser Welt? Wo gehöre ich hin? Klingt nach schwerer Kost und jeder Menge Leid, doch MacNeil behandelt diese Fragen mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Melancholie und Theatralik sind zwar unüberhörbar, werden aber von wunderbar luftigen Arrangements und Klangspielereien unterwandert. So verbindet MacNeil Intimität und Opulenz zu zauberhaftem Folk-Pop.

 

 


Death Cab For Cutie

Death Cab For Cutie wurde 1997 in Bellingham, Washington vom damals 21-jährigen Benjamin Gibbard gegründet. Nachdem Ben Gibbard das erste Album "You Can Play These Songs With Chords" komplett alleine aufnahm, bildete sich relativ schnell eine Band um ihn herum. Bis auf den anfangs regelmäßig wechselnden Drummer, blieb die Besetzung über all die Jahre ziemlich stabil. Death Cab For Cutie veröffentlichten über die Jahre acht weitere Alben sowie vier EPs und werden meist in die Kategorie der Indie/Alternative-Bands einsortiert. Ihr Sound zeichnet sich durch unkonventionelle Instrumentation aus und auch die unverkennbare Stimme Gibbards verleiht dem ganzen eine Menge Charakter.


Deerhoof

Deerhoof sind eine US-amerikanische Indie-Pop- und Avantgarde-Band aus San Francisco. Sie wurde im Jahr 1994 von Rob Fisk (Gitarre) und Greg Saunier (Schlagzeug, Keyboard) gegründet. Seit 1996 ist Bassistin/Sängerin Satomi Matsuzaki Teil der Band; anstelle des 1999 ausgeschiedenen Fisk sind John Dieterich und Ed Rodriguez als Gitarristen in der Besetzung.

Nach ersten Singles auf Kill Rock Stars ab 1995 erschien im Jahr 1997 das Album „The Man, the King, the Girl“, das positive kritische Aufmerksamkeit erfuhr – wie die meisten Veröffentlichungen der Band. Als Meilenstein gilt das Album „Reveille“ aus dem Jahr 2002. Charakteristisch für die musikalische Ästhetik von Deerhoof sind die Kontraste von Melodiosität und Geräusch, komplexen Arrangements und Pop-Anspruch. Neben der Pflege einer aus No Wave geborenen Noise-Tradition zeigen sich Deerhoof offen für Experimente und andere Stile wie Surf oder HipHop.

Unter den Mitgliedern von Deerhoof war zwischen 2003 und 2006 Chris Cohen, dessen selbstbetiteltes Soloalbum 2019 Album der Woche bei ByteFM war.


Deerhunter

Deerhunter war noch nie eine Band, die sich leicht in wenigen Worten beschreiben lässt. Die Art-Rock-Band aus Atlanta um Frontmann Bradford Cox begann ihre Karriere als Dance-Punk-Kapelle im Stile von Liars, entwickelte im Verlauf der Jahre jedoch eine ganz eigene Mischung aus Shoegaze, Post-Punk, Ambient, Noise-Rock und Kammer-Pop. Im Oktober 2015 war „Fading Frontiers“, der siebte Langspieler von Deerhunter, ByteFM Album der Woche. Nach dreieinhalb Jahren Pause erschien im Januar 2019 der Nachfolger „Why Hasn't Everything Already Disappeared?“ – ebenfalls ein ByteFM Album der Woche.


DENA

Mit ihrer Single „Cash, Diamond Rings, Swimming Pools“ war Dena 2012 für einen der größten Sommerhits des Jahres verantwortlich. Die seit 2005 in Neukölln wohnende Bulgarin veröffentlichte 2014 ihr Debütalbum „Flash“. Außerdem war Dena als Gastsängerin bei The Whitest Boy Alive tätig.


Dent May

Dent May ist ein in Los Angeles ansässiger US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Musiker (Gitarre, Tasteninstrumente, Ukulele). Der aus Jackson, Mississippi stammende Künstler veröffentlicht seit 2009 und hat seinen Sound während seiner Karriere häufiger geändert; ursprünglich aus einem Lo-Fi-Indie-Pop-Kontext kommend, erforschte May später Funk-, Disco- und Sunshine-Pop-Gefilde.

Entdeckt wurde Dent May durch die Band Animal Collective, deren Label Paw Tracks die ersten drei Langspieler des Sängers herausbrachte. Das Debüt-Album „The Good Feeling Music of Dent May & His Magnificent Ukulele“ ist Jonathan-Richman-inspirierter Indie-Pop, die Referenzen weisen aber bereits über das Genre hinaus: sowohl die Beach Boys als auch Prefab Sprout werden zitiert. Beide Einflüsse finden musikalischen Niederschlag auf dem Synthesizer-lastigeren Nachfolger „Do Things“ aus dem Jahr 2012.

„Warm Blanket“ aus dem Folgejahr ergänzt das Repertoire um funky Yacht-Rock-Elemente. Für das vierte Album „Across The Multiverse“ (2017) nennt Dent May Serge Gainsbourg und Lee Hazlewood als Inspirationen.


Denzel Curry

Denzel Curry (*1995 als Denzel Rae Don Curry) ist ein US-amerikanischer Rapper aus Carol City, Florida. Sein erstes Mixtape „King Remembered Underground 1991-1995“, das er 2011 im Alter von sechzehn Jahren veröffentlichte, wurde von dem Rapper SpaceGhostPurrp auf Social-Media-Kanälen geteilt, was Curry schnell zu größerer Aufmerksamkeit verhalf. 2013 erschien das erste reguläre Album „Nostalgic 64“.

Denzel Curry verarbeitet in seiner Musik unter anderem die von Armut und Gang-Gewalt geprägten Umstände, denen er als Kind und Jugendlicher ausgesetzt war. Textlich bedient er sich bisweilen einer klassischen Gangsta-Rap-Ästhetik, zeigt sich aber auch introspektiv. Stilistisch oft zwischen Cloud-Rap und düsteren Trap-Beats, rappt Denzel Curry mit einem variantenreichen Flow, den er innerhalb eines Tracks zum Teil mehrfach ändert. Curry selbst nennt Tupac Shakur als wichtigsten Einfluss.

Im Mai 2019 veröffentlichte Denzel Curry mit „Zuu“ sein viertes Studioalbum. Unter den Produzenten sind Charlie Heat (Madonna, Kanye West, Travis Scott) und Ronny J (Eminem, Machine Gun Kenny, Kanye West). „Zuu“ erschien über das kalifornische Label „Loma Vista Recordings“ (Iggy Pop, Little Dragon).


Derya Yildirim

Derya Yıldırım ist eine in Berlin ansässige deutsche Musikerin, die Mitte der 1990er-Jahre in Hamburg geboren wurde. Mit ihrer Band Grup Şimşek, in der sie singt und Bağlama spielt, fusioniert die Künstlerin anatolische Folklore mit westlicher Psychedelia und veröffentlicht seit 2016 auf den Labels Catapulte Records und Bongo Joe. Ihr Debütalbum „Kar Yağar“ (übersetzt: Schneefall) erschien im Mai 2019. 2017 veröffentlichten Derya Yıldırım & Grup Şimşek ihre Debüt-EP „Nem Kaldi“.

In ihrer Kindheit und Jugend sang Derya Yıldırım im Chor, lernte Klavier, Gitarre, Oud, Bağlama und Saxofon und trat zum ersten Mal im Alter von 16 Jahren auf. Der in ihrer Nachbarschaft ansässige DJ Booty Carrell, der unter seinem bürgerlichen Namen Sebastian Reier auch bei ByteFM die Sendung Groovie Shizzl moderiert, engagierte sie für ein lokales Theaterprojekt, aus dem Grup Şimşek hervorgehen sollte, ein internationales Projekt verschiedener MusikerInnen, die in unterschiedlichen Ländern leben.

Die Bağlama hat Derya Yıldırım von ihrem Vater gelernt und sich danach im Musikstudium näher damit beschäftigt. Für sie spielt aber auch 70er-Jahre-Psychedelic-Rock eine große Rolle. Ihre Musik ist zudem von anatolischem Pop geprägt, sie singt in türkischer Sprache und bezieht sich auf Rhythmus-, Harmonie- und Melodiekonzepte anatolischer Prägung. Auch mit ihrer Coverästhetik spielt Yıldırım mit Versatzstücken anatolischer Bildästhetik der 1960er- und 1970er-Jahre.


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