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Kacy Hill

Kacy Hill ist eine US-amerikanische Alternative-R&B-Künstlerin, die am 1. Mai 1994 in Phoenix, Arizona geboren wurde. Hills erste Single „Experience“ erschien 2014; drei Jahre später brachte die Sängerin auf Kanye Wests Label Good Music ihr Debütalbum „Like A Woman“ heraus.

Im Alter von 16 Jahren wurde Kacy Hill als Fotomodell entdeckt und zog nach der Highschool nach Los Angeles, um dort eine Mannequin-Karriere zu verfolgen. Zwar konnte Hill keine Begeisterung für den Job aufbringen, doch über Umwege führte dieser zur Musikkarriere: Nachdem die Künstlerin als Tänzerin auf Kanye Wests „Yeezus“-Tournee gearbeitet hatte, galang es ihr, mit dem einflussreichen Rapper und Produzenten einen Plattenvertrag abzuschließen. Nach dem ersten Album trennte sich Kacy Hill allerdings von dem Label.

Ihre Single „To Someone Else“ brachte die Künstlerin im Selbstverlag heraus. Das lied war im August 2019 Track des Tages bei ByteFM.


Kaiser Quartett

Kaiser Quartett ist ein Streicherquartett, welches 2004 in Hamburg unter dem Namen Strings DeLuxe gegründet wurde. 2012 benannte sich die Gruppe aus Adam Zolynski (Violine), Jansen Folkers (Violine), Ingmar Süberkrüb (Viola) und Martin Bentz (Violoncello) um.

Sie arbeiteten seitdem mit KünstlerInnen wie Boy, Jarvis Cocker und Anna Ternheim zusammen – ihre wichtigste Kollaboration dürfte aber die mit Chilly Gonzales sein. 2015 nahmen sie mit dem Kanadier das Album „Chambers“ auf, dessen Veröffentlichung von einer Welttournee begleitet wurde. Gonzales bezeichnete das Kaiser Quartett wegen dessen rhythmischer Präzision einmal als den teuersten Sampler der Welt.

15 Jahre nach der Gründung, 2019, erschien das Debütalbum des Kaiser Quartetts, darauf finden sich ausschließlich eigene Kompositionen, die von Süberkrüb stammen. Er nennt als seine Haupteinflüsse Pioniere der elektronischen Musik: Kraftwerk, Giorgio Moroder, Daft Punk. Die zwölf auf dem Album versammelten Stücke vergleichen die Musiker mit Pop; so dauern die Stücke selten mehr als fünf Minuten. Die Single „Pfingsten“ war Track des Tages bei ByteFM.


Kaitlyn Aurelia Smith

Kaitlyn Aurelia Smith (*1987 auf Orcas Island, Washington State) ist eine US-amerikanische Komponistin, Produzentin und Performerin. Ihr Debütalbum „Cows Will Eat The Weeds“ veröffentlichte sie im Jahr 2012 selbst.

Smith, die in Boston Komposition und Sound Engineering studierte, war zunächst Teil der Indie-Folk-Gruppe Ever Isles. Erst nachdem ein Nachbar ihr seinen Buchla 100 auslieh – einen modularen Synthesizer aus den 1960er-Jahren – wandte sich die mit Gesang, klassischer Gitarre und Piano sozialisierte Musikerin der Elektronik zu. Seit 2012 veröffentlicht Kaitlyn Aurelia Smith meditative Synthie-Tracks, die sie häufig mit organischer Instrumentierung sowie ihrer eigenen Stimme ergänzt. Zu ihren Einflüssen gehören der Minimial-Music-Pionier Terry Riley sowie die New-Age-Musikerin Suzanne Ciani, mit der Smith im Jahr 2016 das Kollaborationsalbum „Sunergy“ aufnahm.

Im Jahr 2019 veröffentlichte die Musikerin das Album „Tides: Music For Meditation And Yoga“. Sie hatte es ihrer Mutter zuliebe komponiert, die als Yoga-Lehrerin tätig ist und sich Musik gewünscht hatte, die sie während ihrer Unterrichtsstunden spielen kann. „The Mosaic Of Transformation“ aus dem Jahr 2020 ist das achte Album von Kaitlyn Aurelia Smith.


 


Kala Brisella

Das Berliner Post-Punk-Trio Kala Brisella  veröffentlichte 2017 ihr Erstlingswerk „Endlich Krank“ und präsentierte damit rauen Schrammelrock. Die darauf folgende Platte „Ghost“ ist hingegen weiter aufgefächert und bietet eine große Bandbreite an Stimmungen, die niemals wahllos klingt. Die Energie, die Kala Brisella nicht nur auf ihren Alben, sondern auch bei Konzerten zeigt, führte dazu, dass sie von Thurston Moore persönlich als Supportband seiner Deutschlandtour angefragt wurden.


Kali Uchis

Kali Uchis (*17. Juli 1993 in Alexandria als Karly-Marina Loaiza) ist eine US-amerikanische R&B- und Indie-Pop-beeinflusste Sängerin, Musikerin, Komponistin und Produzentin. Seit 2012 veröffentlicht sie eigene Musik und erreichte mit ihrem Album „Isolation“ von 2018 die Top 20 der US-amerikanischen Charts. Kali Uchis war mehrfach für einen Grammy-Preis nominiert.

Die Künstlerin wuchs zwischen den USA und Kolumbien pendelnd auf, bevor die Familie in Alexandria sesshaft wurde. In ihrer Kindheit und Jugend spielte sie Klavier und Saxophon in einer Jazzband. Kali Uchis' selbstveröffentlichtes erstes Mixtape „Drunken Babble“ (2012) war zeitgenössischer R&B, der keine starke Genre-Bindung aufwies und Inspirationen aus Doo-Wop und Reggae zog. 2014 gab die Sängerin ein Gastspiel auf einem Mixtape von Snoop Dogg; ein Jahr später veröffentlichte sie die EP „Por Vida“ mit Features bekannter Künstler wie Tyler, The Creator, Kaytranada und Badbadnotgood.

Das erste reguläre Album „Isolation“ erweiterte die stilistische Palette: Neben R&B- und HipHop-KünstlerInnen wie Tyler, The Creator und Jorja Smith gehörten zu den Gästen und MitarbeiterInnen auch Jazz- und Funk-Musiker Thundercat und Bootsy Collins sowie Indie-Pop-Künstler Kevin Parker von Tame Impala und Damon Albarn von Blur.


Kamaal Williams

Kamaal Williams (geboren als Henry Wu) ist ein britischer Jazz-, Funk- und HipHop-Künstler aus London. Der Tasteninstrumentalist und Produzent aus Südostlondon gilt als eine der aktivsten Figuren der jungen Szene des UK-Jazz. Er produzierte auch unter seinem Geburtsnamen und bildete mit dem Schlagzeuger Yussef Dayes das Jazz-Funk-Duo Yussef Kamaal.

Der Sohn eines Briten und einer Taiwanesin wuchs im Stadtteil Peckham auf und entdeckte während seiner Jugend zugleich sowohl Grime und HipHop als auch Jazz und. Nach der Schule war Henry Wu zunächst als Funk-Musiker aktiv und arbeitete für die Dubstep-Künstlerin Katy B. 2011 verließ Wu das Projekt, konvertierte zum Islam und änderte seinen Namen in Kamaal Williams. Solo trat er ab 2014 auf dem von Ed Cawthorne betriebenen Label 22a Records in Erscheinung, auf dem er den Bereich zwischen Jazz, House und HipHop erforschte, bevor er sich 2016 mit Yussef Dayes für das vielbeachtete Jazz-Fusion-Album „Black Focus“ zusammenschloss. Dieses Werk auf dem Brownswood-Label des einflussreichen BBC-DJs Gilles Peterson gilt als früher großen Würfe einer neuen Londoner Jazz-Generation.

2018 veröffentlichte Kamaal Williams „The Return“, das auf Albumlänge in bisweilen psychedelischer Manier Jazz und Funk fusioniert. 2019 folgte ein DJ-Mix in der Reihe „DJ-Kicks“. Im Mai 2020 war Williams' Vorabsingle „One More Time“ aus dem Album „Wu Hen“ ByteFM Track des Tages.

 


Kamasi Washington

Kamasi Washington (*18. Februar 1981 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker und Bandleader. Obgleich der Tenorsaxophonist erst im Alter von 13 Jahren begann, sein Instrument zu erlernen, ist er einer der prominentesten kontemporären Jazzmusiker.

Nach seinem Studium der Musikethnologie bildete Kamasi Washington mir Cameron Graves und den Brüdern Ronald und Stephen „Thundercat“ Bruner das Quartett Young Jazz Giants, dessen Debüt-Album den Beginn der Aufnahme-Karriere Washingtons markiert. Bevor er im Mai 2015 sein Monumentale-Album „The Epic“ veröffentlichte, betätigte er sich als Studiomusiker und Arrangeur für andere Künstler, spielte eine ästhetische Schlüsselrolle in der Band Throttle Elevator Music und veröffentlichte eigene Musik im Selbstverlag. Er kollaborierte mit Snoop Dog und Kendrick Lamar („To Pimp A Butterfly“). Als „The Epic“ erschien, stand der 35-jährige Musiker selbst im Rampenlicht. Weniger sein Saxophonspiel war es, was ihm zum Ruhm verhalf, als vielmehr seine Rolle als Arrangeur, Bandleader und Konzeptkünstler. Das 172 Minuten lange Dreifachalbum, das er mit einer 10-köpfigen Band, einem 20-köpfigen Chor und einem Orchester einspielte, erreichte ein junges Publikum und wurde ein Chart-Hit, in Deutschland erlangte es Platinstatus.

Wie bei den nachfolgenden EPs und dem 2018er-Album „Heaven & Earth“ ist die Musik geprägt von einem eklektischen Historismus, durch den Kamasi Washington afroamerikanische Musikstile verschiedener Jahrzehnte fusioniert.


Kari Faux

Kari Faux (11. Juni 1992 als Kari Rose Johnson) ist eine US-amerikanische Rapperin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin aus Little Rock, Arkansas. Ihr Debütalbum „Lost En Los Angeles“ erschien 2016. 

Erste mediale Aufmerksamkeit erlangte Kari Faux 2014, als Childish Gambino einen Remix des Songs „No Small Talk“ aus ihrer Debüt-EP „Laugh Now, Die Later“ veröffentlichte. Die EP schaffte es in die Liste der besten übersehenen Mixtapes des Jahres 2014 von Pitchfork. Auf ihrem 2016 erschienen Debütalbum „Lost En Los Angeles“ rappte die Künstlerin über eine warme, soulige bzw. jazzige Retro-Sound-Kulisse persönliche, humoristische bis depressive Lyrics über ihren Umzug nach Los Angeles, der sich als Enttäuschung entpuppte. Im selben Jahr war sie auf Childish Gambinos Album „Awaken, My Love!“ vertreten. 

Im Jahr 2019 veröffentlichte Kari Faux „Cry 4 Help“, eine fünf Song starke EP mit intimen Geschichten über Traumata und das Verletzt werden und Einflüssen. Eine weitere, etwas heiterer daherkommende EP namens „Lowkey Superstar“ folgte 2020. Ihr Eröffnungstrack „While God Was Sleepin'“ war ByteFM Track des Tages.

 


Karl Blau

Die britische Punk-Band Video Nasties benannte einst einen Song nach Karl Blau. Und trotzdem: So richtig bekannt oder gar populär ist der Musiker bis heute nicht – und dass, obwohl er bereits in Bands wie The Microphones oder den Drone-Legenden Earth aktiv war. Damit ist Karl Blau eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Alternative-Folk- und Country-Szene.

Zuletzt hat Blau ein Album („Introducing Karl Blau“) voller Neuinterpretationen alter Country-Klassiker herausgebracht, auch sonst trägt er gerne mal Cowboyhut und Fransenweste.


Karl Hector & The Malcouns

Karl Hector & The Malcouns sind eine deutsche Funk- und Fusion-Band aus München. Die Gruppe wurde im Jahr 2001 vom Gitarristen und Produzenten JJ Whitefield (bürgerlich Jan Weissenfeldt), dem Keyboarder Thomas Myland und dem Schlagzeuger und dem Multiinstrumentalisten Zdenko Curulija gegründet. Dieses Trio bildet die Kerngruppe, die in unterschiedlichen Besetzungen zum Quartett oder zur Big-Band erweitert wird. Karl Hector & The Malcouns veröffentlichen seit 2008 auf dem Now-Again, einem Sublabel von Stones Throw.

Aus der Deep-Funk-Band Poets Of Rhythm hervorgehend, in der Whitefield vorher spielte, versteht die Gruppe sich als Funk-Band in einer Krautrock-Tradition. Dieser historische Faden manifestiert sich zwar in späteren Werken auch musikalisch, bezieht sich aber vor allem auf eine eklektizistisch-internationalistische Herangehensweise: Karl Hector & The Malcouns erweitern ihre psychedelische Funk-Ästhetik um Elemente aus westafrikanischen und nahöstlichen Musiktraditionen und Afrobeat.

Anfang 2019 erschien das Album „Non Ex-Orbis“, das stärker auch auf musikalischer Ebene auf experimentelle deutsche Bands der 1960er- und 1970er-Jahre wie Can, Amon Düül oder Embryo Bezug nimmt.


Kat Frankie

Die in Sydney geborene Wahlberlinerin Kat Frankie verursacht Gänsehaut. Mir ihrer dunklen, intensiven Stimme. Mit ihren feinen, cleveren Arrangements. Und mit ihren berührenden Geschichten über die Liebe und deren Abwesenheit.

Bereits im jungen Alter von sechs Jahren begann Kat mit dem Songwriting und brachte sich das Gitarre spielen selbst bei. Inspiration fand sie in der Plattensammlung ihrer Mutter, die Folkbands wie Simon & Garfunkel oder Carly Simon hörte. 2004 zog die Künstlerin in die deutsche Hauptstadt und hat seitdem vier Alben veröffentlicht. Ihr aktuelles Album „Bad Behaviour"  erschien im Februar 2018. Die Singer-Songwriterin zeigt sich intim, aber richtet ihren Blick auf die Welt um sie herum und zeigt, was sie bewegt.
 


Kate Bush

Mit ihrer idiosynkratischen Musik und ihren wegweisenden Produktionen ist Kate Bush Pionierin und Vorläuferin späterer Generationen von Musikerinnen, die selbstbestimmt Musik abseits eingefahrener Wege produzieren wollten. Die Karriere der britischen Künstlerin startete am 17. Februar 1978, als ihr Debütalbum „The Kick Inside“ das Licht der Welt erblickte.

Insgesamt hat sie bislang zehn Studioalben veröffentlicht, die alle in den englischen Top 10 landeten. Für die 22 (!) Shows ihres Live-Comebacks, nach über 35 Jahren Bühnenabstinenz, wurden in nur 15 Minuten alle Tickets verkauft.

Mehr noch als ihr kommerzieller Erfolg dürfte ihr künstlerischer Einfluss wiegen: Neben Künstlerinnen wie Annie Lennox, Tori Amos, Bat For Lashes, St. Vincent oder Björk zählen und zählten natürlich auch männliche Künstler wie Robert Smith von The Cure, der verstorbene Prince oder Tricky zur großen Gruppe der bekennenden Kate-Bush-VerehrerInnen. Dass sie zu den ersten Künstlerinnen gehörte, die ihre ganz eigene, nicht von männlichen Songschreibern/Produzenten/Managern/Plattenfirmen-Chefs entworfene Kunst realisiert hat, macht sie zudem zu einer der großen Ikonen des Feminismus.


Kate Nash

Kate Nash (*6. Juli 1984, als Kate Marie Nash in London) ist eine englische Sängerin und Songwriterin. Sie spielt seit ihrer Jugend Klavier und Gitarre. Nach der Schule strebte sie zunächst eine Karriere als Schauspielerin an, scheiterte jedoch an der Aufnahmeprüfung der Schauspielschule in Bristol. Sie veröffentlichte einige Stücke auf einer großen Online-Musikplattform und unterzeichnete 2006 ihren ersten Plattenvertrag.

2007 erschien die Single „Foundations“, die bis auf Platz zwei der britischen Singles-Charts vorstieß. Das dazugehörige Album „Made Of Bricks“, das wenig später veröffentlicht wurde, schaffte es auf Platz eins. Auch die Folgesingles „Mouthwash“ und „Pumpkin Soup“ sowie zweite Album „My Best Friend Is You“ (2010) waren ähnlich erfolgreich. Ihre ursprüngliche Schauspielkarriere verfolgt Nash ab 2017 in der erfolgreichen Serie „Glow“ weiter.

Zu Kate Nashs frühen Einflüssen und Vorbildern gehören die Bands Hole und Bikini Kill sowie der englische Punk-Dichter John Cooper Clarke.


Kate Tempest

Eine vielseitig begabte Frau ist sie, die junge Londonerin Kate Tempest. In ihrer Heimat ist sie vor allem als Lyrikerin und Theaterautorin bekannt, inzwischen aber auch wegen ihrer eindrucksvollen Musik. Aufgewachsen ist sie als eines von fünf Kindern in einem „shitty part of town“, wie Kate Tempest selbst sagt. Mit 16 entdeckte sie dann die Leidenschaft für Rap, HipHop und das gesprochene Wort. 2015 erschien ihr Album „Everybody Down“, 2017 der Nachfolger „Let Them Eat Chaos“ – beide Platten wurden für den renommierten Mercury Prize nominiert.


Katie von Schleicher

Katie von Schleicher ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin, Gitarristin, Pianistin und Schlagzeugerin aus New York City. Sie ist sowohl als Keyboarderin und Sängerin der New Yorker Indie-Rock-Band Wilder Maker bekannt als auch als Solomusikerin. Ihr von der Kritik gelobtes Debüt-Minialbum „Bleaksplotation“ erschien im Jahr 2015 über Ba Da Bing Records! (Talk Talk/Mark Hollis, Jackson C. Frank, Tiny Ruins). 

Katie von Schleicher ist für ihre häufig melancholisch und düster daherkommenden Popsongs im Lo-Fi-Gewand bekannt, in denen sie emotionale Themen wie Depression und Angst verarbeitet. Sie selbst bezeichnet ihre Musik als „verkrümmten Pop“. Dabei lässt sie sich nicht nur von musikalischen Werken inspirieren, sondern auch von Filmen wie Hitchcocks Psychothriller „Vertigo“ (in dem sie einen bislang nahezu unanalysierten Subtext über Missbrauch liest) und feministischer Literatur wie Rebecca Solnits „The Field Guide Of Getting Lost“ oder Carmen Maria Machados „Her Body And Other Parties“. 

Nach dem von der Kritik gepriesenen „Shitty Hits“ aus dem Jahr 2017 ist „Consummation“ aus dem Jahr 2020 die zweite LP von Katie von Schleicher. Die Musikerin geht darauf der Frage nach, ob zerstörerische Liebe überhaupt Liebe sein kann. 
 


Kazy Lambist

Kazy Lambist alias Arthur Dubreucq ist ein französischer Elektro-Pop-Künstler aus Montpellier. Sein Debütalbum „33 000 Ft.“ wurde im Juni 2018 veröffentlicht. Kazy Lambists Musik zeichnet sich durch sanft-melancholischen Gesang, Klaviereinsatz und meist blubbernd-heitere Elektro-Beats aus.

Als Kind lernte Arthur Dubreucq klassisches Klavier und versuchte sich später als Gitarrist in Rockbands. Während eines einjährigen Aufenthaltes in Kanada kurz vor dem Abitur wurde er zum leidenschaftlichen Hip-Hop-Fan. Er programmierte zunächst Beats für andere, da er sich beim Rappen auf Englisch nicht wohl fühlte. Zurück in Frankreich, baute er sein Home-Studio auf.

Vor dem Release seines Debütalbums machte sich Dubreucq  einen Namen mit Online-Singles, die ihm eine breite Hörer*innenschaft einbrachten, beispielsweise „Headson“ (2014). Es folgten mehrere EPs, unter anderem „Doing Yoga“ (2015), „The Coast“ (2016) und „Sky Kiss“ (2020). Musikalisch geprägt wurde Dubreucq unter anderem von Serge Gainsbourg und dem Soundtrack zu „The Virgin Suicides“ von der Band Air. Mit deren Mitglied Jean-Benoît Dunckel arbeitete Kazy Lambister für seine EP „Sky Kiss“ zusammen.

 


Keleketla!

Keleketla! ist ein internationales Musikprojekt, dessen Mitglieder unter anderem aus Großbritannien, Südafrika, Nigeria, den USA und Papua-Neuguinea kommen.

Keleketla! wurde von Matt Black und Jonathan More ins Leben gerufen, gemeinsam bekannt als das britische Pionier-Electronic-Duo Coldcut und zudem Gründer des Labels Ninja Tune (u. a. Bonobo, The Cinematic Orchestra, Sampa The Great). Coldcut wurden in die Bibliothek „Keleketla“ in Johannesburg, Südafrika eingeladen, die auch ein Medienzentrum ist und als Schauplatz für diverse Kulturveranstaltungen fungiert. Dort kamen Coldcut mit südafrikanischen Musiker*innen in Kontakt, wodurch der Grundstein für das Musikprojekt Keleketla! gelegt war, das der Bücherei namentlichen Tribut zollt. Nachdem das Projekt an Fahrt aufgenommen hatte, wurden weitere Künstler*innen akquiriert, darunter die Afrobeat-Größen Tony Allen und Dele Sosimi, die US-amerikanischen Spoken-Word-Pioniere The Watts Prophets, der westpapuanische Aktivist Benny Wenda sowie die UK-Jazz-Protagonisten Shabaka Hutchings und Tenderlonious.

Auf ihrem ersten Album „Keleketla!“ (2020) mischt die Band Elemente aus Funk, Jazz und Afrobeat. Die Texte, sind mal mehr, mal weniger explizit politisch. Weitgehend instrumental, aber trotzdem ein Statement gegen Rassismus und Spaltung, war die Vorabsingle „International Love Affair“ Juni 2020 ByteFM Track des Tages. Das Album gehört zu den letzten Aufnahmen des Schlagzeugers Tony Allen, der vor Veröffentlichung der Platte gestorben ist.


Kelis

Kelis Rogers (*21. August 1979) ist eine US-amerikanische R&B-Sängerin, die seit den späten 1990er-Jahren Musik veröffentlicht. Ihre bestverkauften Singles sind „Caught Out There“ und „Milkshake“.

Bereits mit 14 Jahren begann Kelis, sich auf ihr Leben im Rampenlicht vorzubereiten, als sie an der Fiorello H. LaGuardia High School Of Music & Art And Performing Arts aufgenommen wurde. Ihr von The Neptunes produziertes Debüt „Kaleidoscope“ erschien 1998 und brachte mit „Caught Out There“ gleich einen mittleren Charts-Erfolg (Platz 54 der Billboard Hot 100). Noch im gleichen Jahr wurde Kelis auf der Single „Got Your Money“ von Ol‘ Dirty Bastard vom Wu-Tang-Clan gefeaturet.

Kelis' zweites Album „Wanderland“ erhielt in Europa zwar gute Rezensionen, erschien in den USA aber aufgrund von personellen Veränderungen bei der Plattenfirma zunächst gar nicht. Das dritte Album „Tasty“ erreichte 2003 im Fahrwasser der Single „Milkshake“ (Platz 3 der Hot 100) Goldstatus. Kelis war von 2005 bis 2010 mit der HipHop-Legende Nas verheiratet und war eine Zeitlang häufiger in den Schlagzeilen als in den Charts. 2014 erschien ihr Album „Food“, mit dem sie künstlerisch und kommerziell an die frühen Erfolge anknüpfen konnte.


Kendrick Lamar

Kendrick Lamar (*17. Juni 1987 in Compton, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler. Er gilt als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Rapper nach 2010. Seine Texte thematisieren häufig Probleme wie Rassismus und Polizeigewalt gegenüber AfroamerikanerInnen, aus Armut geborene Kriminalität und soziale Ungerechtigkeit.

Aus einem sozialen Brennpunkt stammend, wuchs Kendrick Lamar in einer von Gang-Aktivitäten geprägten Umgebung auf. Statt wie viele Freunde eine Banden-Karriere einzuschlagen, konnte Lamar sein früh entdecktes Erzähl-Talent und seine Rap-Skills zum Beruf machen, veröffentlichte 2003 unter dem Namen „K. Dot“ sein erstes Mixtape und acht Jahre später sein kommerzielles Debüt „Section.80“. Von Anfang an porträtiert Kendrick Lamar eloquent das Umfeld seiner Jugend, was ihm Respekt sowohl unter alten Weggefährten als auch bei Mittelschichts-JournalistInnen einbringt. Nachfolger „Good Kid, m.A.A.d. City“ (2012) ist noch erfolgreicherer; das unter anderem mit Thundercat und Flying Lotus produzierte „To Pimp A Butterfly“ brachte ihm 2015 Superstar-Status ein, „DAMN.“ von 2017 einen Pulitzer-Preis – als erstem HipHop-Künstler.

2018 kuratierte Kendrick Lamar den Soundtrack zu der Comic-Verfilmung „Black Panther“.


Die Kerzen

Die Kerzen sind eine deutsches Pop-Quartett aus Ludwigslust, Mecklenburg-Vorpommern. Die Band besteht aus Felix „Die Katze“ Keiler (Gesang, Gitarre), Fabian „Fizzy Blizz“ Rose (Bass) und Lucas „Super Luci“ Wojatschke (Schlagzeug), die schon seit ihrer Kindheit gemeinsam Musik machen sowie Jelena „Jelly Del Monaco“ von Eisenhart Rothe (Keyboard, Querflöte), deren Einstieg den Beginn von Die Kerzen markiert. Die erste Veröffentlichung der Band ist die 2018 beim Label Staatsakt erschienene EP „Erotik International“.

Die Kerzen beziehen sich instrumental auf verschiedene Musikstile, die insbesondere in den 1980er-Jahren populär waren. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte „New Romantic“-Bewegung, zu der beispielsweise Duran Duran oder Boy George gezählt werden und die sich, ebenso wie die Musik von Die Kerzen, durch eingängige Synthesizer-Melodien auszeichnet.
Textlich befassen sich Die Kerzen humoristisch mit Themen aus ihrer Lebensrealität zwischen – nach eigener Aussage – der „Kleinstadt-Wurstigkeit“ ihres Heimatortes in Mecklenburg-Vorpommern und der „Großstadt-Tristesse“ von Berlin, der Wahlheimat der meisten Bandmitglieder.

True Love“, das Debütalbum von Die Kerzen erschien 2019. Die gleichnamige Single war im Dezember 2018 Track des Tages bei ByteFM.


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