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Sade

Sade Adu wurde am 16. Januar 1959 als Helen Folasade Sade Adu in einem kleinen Ort in Nigeria geboren. Mit 18 fing sie ein Modedesign-Studium an der Londoner Kunsthochschule Saint Martin’s an. Hier schloss sie sich der Funkband Pride an und steuerte eigene Songs zu deren Repertoire zusammen. Eines davon zog die Aufmerksamkeit einiger Labels an und landete 1984 weit oben in den Charts: „Smooth Operator“.

Zusammen mit Stuart Matthewman, Andrew Hale und Paul Denman gründete sie 1982 die Gruppe Sade. Ihr Debüt „Diamond Life“ erreichte im Sommer 1984 in sieben Ländern mehrfachen Platinumstatus, auch die nachfolgenden Alben konnten an diesen Erfolg anknüpfen.

 


Sam Vance-Law

Sam Vance-Law ist ein kanadischer Singer-Songwriter. 2018 veröffentlichte er sein Debütalbum „Homotopia“ auf dem in seiner Wahlheimat Berlin basierten Label Caroline Records.

Die musikalische Sozialisierung fand für Sam Vance-Law im Knabenchor statt. Der Künstler war erst an einer Karriere in der klassischen Musik interessiert, den Weg zu Pop-Musik fand er erst später. Seine warme Baritonstimme ist stark von seiner klassischen Gesangsausbildung geprägt.

Sam Vance-Laws Musik ist im ständigen Wandel: Die Grundlage bildet eingängiger Indie-Pop, der aber immer wieder von zerbrechlichen Barock-Arrangements oder Post-Punk-Rhythmen unterbrochen wird. Seine Texte sind ähnlich verspielt wie seine Musik und verarbeiten Themen wie Homosexualität, Altersunterschiede in romantischen Beziehungen und Narzissmus. Für die aufwendig arrangierten Streicher, Bläser und Chöre seines Debütalbum ist Konstantin Gropper alias Get Well Soon verantwortlich, der „Homotopia“ produziert hat.


Sampa The Great

Sampa The Great ist eine in Botswana aufgewachsene und im australischen Sydney ansässige HipHop-Künstlerin. Die 1993 in Sambia geborene Sängerin und Produzentin steht bei dem britischen Label Ninja Tune unter Vertrag und hat bereits vor ihrer ersten Album-Veröffentlichung mit Genre-Stars wie Kendrick Lamar und Denzel Curry gespielt.

Sampa Tembo (so der bürgerliche Name von Sampa The Great) studierte, bevor sie nach Australien auswanderte, Tontechnik. 2015 begann sie, HipHop-Mixtapes und Singles zu veröffentlichen. Ihre erste Veröffentlichung war „The Great Mixtape"; der Nachfolger „The Birds And The BEE9" war 2017 ByteFM Album der Woche. Durch ihren hochfrequenten Output, ihren ungewöhnlichen Flow und oft dezidiert politische Texte etablierte sich Sampa The Great rasch in der internationalen Rap-Szene.

Der Song „OMG“ war im Juli 2019 Track des Tages bei ByteFM und ist eine Vorab-Single zum ersten regulären Album „The Return“ im selben Jahr.


Sasami

Sasami Ashworth ist eine amerikanische Musikerin aus Los Angeles, Kalifornien. Sie ist seit 2018 unter ihrem Vornamen als Solokünstlerin aktiv. Von 2015 bis 2018 war Ashworth Mitglied der Rockband Cherry Glazerr. Außerdem komponierte sie Film- und Werbemusik und unterstützte als Studiomusikerin Bands wie Soko, Hand Habits und Wild Nothing.

Die musikalische Laufbahn von Sasami Ashworth begann jedoch fernab der Rock- und Popszene. Sie studierte bis 2012 klassische Musik und arbeitete später als Musiklehrerin in einer Grundschule. Laut eigener Aussage genießt Ashworth als Rockmusikerin besonders die direkte Art des Songschreibens. Während klassische Musik eher strengen Regeln folge, könne sie in ihrem persönlichen Musikstil unmittelbar verarbeiten, was ihr durch den Kopf geht.

Die Songs für Sasamis selbstbetiteltes Debüt entstanden auf ihrer letzten Tour mit Cherry Glazerr. Das Album erschien im März 2019 auf dem Label Domino Records. Sasami spielt melancholischen, gitarrenlastigen Rock, der in vielen Songs mit Synthesizern ergänzt wird.


The Saxophones

The Saxophones sind ein Duo aus Oakland, Kalifornien. Alexi Erenkov und seine Ehefrau Alison Alderdice sind zeitlich mit ihrer Musik eher in den 50er und 60er Jahren zu Hause. Mit ihrer ruhigen Gitarrenbegleitung und ihrem dezentem Schlagzeug erinnern ihre melancholischen Balladene stellenweise an Exotica-Titel (ein Crossover aus verschiedenen musikalischen Elementen vor allem tropischer Kulturen und lateinamerikanisch/brasilianisch inspiriertem Jazz) aus dieser Zeit. Im Mai 2018 war ihr Debüt „Songs Of The Saxophones“ Album der Woche bei ByteFM.


Schlammpeitziger

Seit Anfang der 90er macht Jo Zimmermann unter dem Namen Schlammpeitziger kuriose Lo-Fi Musik mit ebenso sonderbaren und wortwitzigen Titeln. Musikalisch ist der Kölner Musiker sich bis heute treu geblieben. Zu den damals preiswerten Pre-Set-Keyboards sind Sythesizersimulationen fürs iPad dazugekommen, zu den Instrumentalstücken, seit 2011, auch Gesang. Oder nennen wir es Sprache.

Die Musik von Schlammpeitziger klingt nach der Illusion von lachenden Kindern auf Hüpfburgen und schwebenden Helium-Luftballons. Aber eben nur nach einer Illusion.


Scott Walker

Scott Walker (9. Januar 1943 - 22. März 2019) war ein US-amerikanischer Sänger. Nach Erfolgen Mitte der 1960er mit The Walker Brothers schlug der Künstler eine Solokarriere ein, die ab 1995 stark eine experimentelle Prägung hatte. Die Plattenfirma 4AD, bei der Scott Walker seit 2006 veröffentlichte, machte am 25. März 2019 öffentlich, dass Walker im Alter von 76 Jahren gestorben sei.

Mit der US-amerikanischen Band The Walker Brothers übersiedelte Walker nach England, um sich in London einen Namen zu machen. Bereits die Debüt-Single „Pretty Girls Everywhere“ erreichte Platz 20 in den britischen Charts. Als sich die Gruppe 1967 auflöste, hatte sie mehrere Hits gehabt, von denen zwei die Spitzenposition der britischen Hitparade erreichten. „Make It Easy on Yourself“ von Burt Bacharach und Hal David war einer dieser Hits und eine vieler Bacharach/David-Kompositionen, die Scott Walker aufnahm.

Nach den Solo-Alben „Scott 1“ bis „Scott 3“, die allesamt kommerziell erfolgreich waren, büßte Scott Walker and Kritiker- und Publikumsgunst ein und veröffentlichte nur wenige Alben, bevor er sich 1995 überraschend radikaler Avantgarde-Musik zuwandte. Scott Walkers letztes Album als Sänger war „Souse“ (2014), eine Kollaboration mit dem Doom-Metal-Duo Sunn O))).


Scritti Politti

Scritti Politti ist das 1977 gegründete Sophisti-Pop-Projekt des walisischen Sängers, Gitarristen und Produzenten Green Gartside. Ursprünglich als Band angelegt, ist Scritti Politti seit 1998 de facto Gartsides Solo-Projekt. Weitere Gründungsmitglieder sind Nial Jinks (Bass), Tom Morley (Schlagzeug) und Matthew Kay (Keyboard)

Der Bandname ist eine Verballhornung eines Textes des marxistischen Theoretikers Antonio Gramsci und verweist auf die politischen Bezüge der Gruppe, die in der Hausbesetzerszene als Punkband begann. Eine Drogen und Lampenfieber geschuldete Panikattacke brachte Gartside dazu, den gesamten Band-Entwurf zu überdenken. Als Resultat schlugen Scritti Politti einen dem Punk entgegengesetzt erscheinenden Weg als subversive Pop-Gruppe mit Major-Deal ein. Das Debüt-Album „Songs To Remember‟ zeigt diese Abkehr deutlich; zur vollen Entfaltung kam der große Pop-Entwurf auf den folgenden Alben „Cupid & Psyche 85‟ und „Provision‟ (1988), die mit zahlreicher Studiomusikern in New York entstanden. Auf letzterem ist ein Trompetensolo von Jazz-Legende Miles Davis zu hören.

Ab 1999 ist Scritti Politti deutlich durch HipHop beeinflusst, wenngleich Gartside seinem fragilen, an Smokey Robinson angelehnten Gesangsstil treu bleibt.

 


Sea Moya

Seitdem sich David Schnitzler und Elias Foerster unter dem Namen Sea Moya zusammengefunden haben, hat sich das Duo langsam aber sicher zu einem der interessantesten Geheimtipps der Indie-Welt entwickelt. Mit ihren krautig-verschwurbelten EPs haben die beiden schon eine weite Reise hinter sich, die im Jahr 2014 in Mannheim begann und sie über Auftritte auf dem SXSW-Festival in ihre neue Wahlheimat Montreal führte. Im Oktober 2018 veröffentlichten Sea Moya ihr Debütalbum „Falmenta“.


Sequoyah Murray

Sequoyah Murray ist ein US-amerikanischer Pop-Musiker, Produzent und Sänger aus Atlanta, Georgia, der 1997 oder 1998 geboren wurde. Der Künstler selbst bezeichnet seine Musik als Mutanten-Soul.

Der Sohn einer Sängerin und eines Perkussionisten wurde von Kindesbeinen an durch westafrikanische Trommeln und Polyrhythmen beeinflusst; ebenso wichtig sind Sequoyah Murray aber auch Einflüsse wie der House- und Elektronik-Pionier und Avantgarde-Musiker Arthur Russell. In den Eklektizismus der Jahrtausendwende hineingeboren, versteht sich Murray als Kind seiner Zeit, als Teil einer Generation, für die Genre-Begriffe eine weniger bedeutende Rolle einnehmen. So nimmt es nicht Wunder, dass seine Soul-Variante kein Update von Future-R&B ist, sondern auch von Post-Dubstep-Elementen geprägt ist. Murray spielt bei seinen Produktionen fast alle Instrumente selbst ein; seine Stimme gemahnt bisweilen an David Gahan, den Sänger von Depeche Mode.

Im Mai 2019 veröffentlichte Sequoyah Murray den Track „Penalties of Love“ als Vorab-Single des im September desselben Jahres erscheinenden Longplayers „Before You Begin“.


Seun Kuti & Egypt 80

Seun Kuti (*11. Januar 1983 in Lagos als Oluseun Anikulapo Kuti) ist ein nigerianischer Musiker und Bandleader. Der Saxophonist ist der Sohn des nigerianischen Afrobeat-Pioniers Fela Kuti. Als dieser im Jahr 1997 unter mysteriösen Umständen verstarb, übernahm der damals 14-jährige Seun, dem Testament Fela Kutis gehorchen, Egypt 80, die Band seines Vaters, in die er im Alter von 12 Jahren als Saxophonist und Percussionist eingestiegen war.

Als Bandleader verwaltet Seun Kuti nicht bloß das Erbe seines Vaters, sondern ergänzt es um eine politische Komponente und greift verstärkt auf die musikalischen Traditionen des afrikanischen Kontinents zurück.

Im Jahr 2008 veröffentlichten Seun Kuti & Egypt 80 ihr Debütalbum „Many Things“. 2011 engagierte Kuti für sein Album „From Africa with Fury: Rise“ Brian Eno als Ko-Produzenten und schaffte es mit der Veröffentlichung, international in den Charts zu landen. Im Februar 2018 war „Black Times“ ,die vierte LP der Gruppe, Album der Woche bei ByteFM.


Sevdaliza

Die Musikwelt hat zurzeit kaum jemanden zu bieten, dessen Sound und Ästhetik hypnotisierender wirkt als die von Sevdaliza. Anstatt sich an ein bestimmtes Produkt oder Genre zu binden, stehen bei ihrer Arbeit – sei es Songs schreiben, Regie führen oder produzieren – der Prozess und die dahinterstehende Stimmung im Fokus. Sevdaliza, die im Iran geboren wurde und zeitweise in den Niederlanden in der Basketball-Nationalliga spielte, thematisiert in ihrer Musik Identität, Herkunft, Weiblichkeit, sowie politische und gesellschaftliche Umstände und verbindet all das zu einem experimentellen, unbehauenen Gesamtkunstwerk.


Shabaka Hutchings

Shabaka Hutchings (*1984) ist ein in britischer Tenorsaxophonist, Klarinettist und Bandleader aus London. Hutchings ist einer der Protagonisten einer jungen Londoner Jazz-Szene, die unter anderem als „British Jazz Invasion“ bezeichnet worden ist und Ende der 2010er Jahre für ein breiteres Publikum Bedeutung erlangte. Bekannt wurde Hutchings vor allem durch seine Band Sons Of Kemet.

Einen Teil seiner Kindheit und Jugend verbrachte Shabaka Hutchings in Barbados, woher seine Eltern stammten, und begann dort, Klarinette zu lernen. Während des Studiums klassischer Musik begann Hutchings, sich für Improvisationsmusik zu interessieren und kam auf diesem Wege zum Jazz. Als Teil der Südlondoner Jazz-Szene wurde er eine zentrale Figur seiner Musikergeneration. Mit Sons Of Kemet bemüht sich Shabaka Hutchings nicht nur um musikalische Innovation und die Loslösung von Jazz-Konventionen; auch politische Statements sind Bestandteil des Gesamtkonzepts.

Weitere Bands, in denen Hutchings mitwirkt, sind Shabaka and the Ancestors und The Comet Is Coming, deren „Trust In The Lifeforce Of The Deep Mystery“ (2019) Album der Woche bei ByteFM war.


The Shacks

Mit Funk und Soul kennt sich Leon Michels ziemlich gut aus. Er ist der Produzent und Co-Gründer des Labels Big Crown, hat u.a. mit Sharon Jones Musik gemacht und Max Shrager und Shannon Wise von The Shacks zusammengebracht. Seitdem die beiden 2014 auf einer seiner Produktionen spielten, machen sie gemeinsame Sache und wollen die Menschen, wie sie sagen, mit „echter Musik“ berühren, die nicht selten an den Sound der ersten Girl-Group-Ära erinnert.


Shame

Als "die aufregendste Band Großbritanniens" wurden die Jungs von Shame mal vom britischen Guardian bezeichnet. Das Südlondoner Quintett gründete sich 2014 und spielte zwei Jahre später bereits auf dem Pitchfork Music Festival in Paris. Die Bandmitglieder Charlie Steen (Gesang), Sean Coyle-Smith und Eddie Green (beide Gitarre), Josh Finerty (Bass) sowie Charlie Forbes (Schlagzeug) haben sich den Ruf einer mitreißenden Live-Band erspielt, die sich auch politisch einmischt. Anfang 2018 erschien ihr vielgelobtes Debütalbum "Songs of Praise", dem aber schon einige Lp's und Singles vorausgingen.


Shamir

Shamir Bailey ist ein junger, queerer Künstler aus Las Vegas. Seit frühester Kindheit macht er Musik. 2015 gelingt dem Jungen mit der sehr besonderen, für manche weiblich anmutenden Stimme der mittelgroße Durchbruch mit dem erstklassig produzierten Pop-Album „Ratchet“, welches vom legendären Label XL Recordings veröffentlicht wurde. 2017 veröffentlichte Shamir den Nachfolger „Hope“.


Shannon Lay

Eigentlich ist Shannon Lay die Gitarristin der Psych-Punk-Formation Feels. Als Solokünstlerin tauscht sie jedoch elektrische gegen eine akustische Gitarre, um kunstvolle Freak-Folk-Songs zu konstruieren. 2016 veröffentlichte die US-Amerikanerin ihr Solodebüt „All This Life Going Down“ auf dem kleinen Label Do Not Disturb Records. Mit diesem beeindruckte Shannon Lay auch Kevin Morby, in dessen Vorprogramm sie bereits spielte. Im vergangenen Herbst ist ihre zweite LP „Living Water“ auf Woodsist, dem Label von Morbys Ex-Bandkollegen, erschienen.


Shari Vari

Shari Vari sind ein Pop-Duo aus Hamburg. Es besteht aus den Musikerinnen und Künstlerinnen Sophia Kennedy und Helena Ratka. Nach einer gemeinsamen Ausstellung über einen fiktiven Superstar beschlossen sie, gemeinsam Musik zu machen. 2017 veröffentlichten sie ihre erste EP „Life Should Be A Holiday“ auf dem Label von Richard von der Schulenburg.

Sophia Kennedy, 1989 in Baltimore geboren und in Hamburg aufgewachsen, hatte 2017 für ihr selbstbetiteltes Debütalbum weltweite Aufmerksamkeit bekommen, Helena Ratka ist als bildende Künstlerin erfolgreich und komponiert zudem Musik für Film- und Theaterprojekte.

Das von den Musikerinnen selbst produzierte Debütalbum erschien im September 2019 unter dem Titel „Now“ bei dem deutsch-israelischen Label Malka Tuti.

 


Sharon Van Etten

Lange nahm Sharon Van Etten ihre Songs zu Hause in ihrem Schlafzimmer, nur für sich selber auf. 2009 erschien „Because I Was In Love“, das Debüt der New Yorkerin, auf Ba Da Bing Records, das Label, für das sie vorher als Publizistin arbeitete. Spätestens mit ihrem dritten, von The-National-Gitarrist Aaron Dessner produzierten Album „Tramp“ gelang Sharon Van Etten 2012 der Durchbruch. Für den Nachfolger „Are We There“ trennte sie sich von ihren Lo-Fi-Rock-Wurzeln und öffnete ihren Sound in Richtung Soul.


Shopping

Seit ihrem 2013er Debüt „Consumer Complaints“ sind Shopping eine verlässliche Instanz für cleveren Post-Punk. Das Trio aus Gitarristin und Sängerin Rachel Aggs, Bassistin Billy Easter und Schlagzeuger Andrew Milk hat 2018 ihr drittes Album "The Official Body" veröffentlicht.


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