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C Duncan

C Duncan ist Komponist und Singer-Songwriter in Personalunion, der gleichzeitig Werke für Sinfonieorchester und catchy Art-Pop-Songs schreibt. Genauso vielfältig wie seine Stücke sind auch seine Instrumentalkünste: C Duncan beherscht sowohl Bratsche und Piano als auch Gitarre, Bass und Schlagzeug. 2015 veröffentlichte der Schotte sein Debütalbum „Architect“ auf FatCat Records.


Caetano Veloso

Caetano Veloso (*7. August 1942) ist ein seit den 1960er-Jahren aktiver brasilianischer Sänger, Songwriter und Komponist, der zu den einflussreichsten Musiker*innen des Landes zählt. Sein selbstbetiteltes Debütalbum erschien 1968. 

Caetano Veloso, der in seinen Jugendjahren vornehmlich durch Bossa Nova beeinflusst wurde, ist eine der prägendsten Figuren der in den 1960er-Jahren entstandenen Künstler*innenbewegung Tropicália. Diese verstand sich als Gegengewicht zur zum damaligen Zeitpunkt herrschenden Militärdiktatur und benutzte verschiedene künstlerische Ausdrucksformen. Die Musiker*innen der Bewegung vereinten Elemente aus brasilianischer Popmusik mit afrikanischen Rythmen sowie Einflüssen aus Rock’n’Roll, Psych-Rock und Avantgarde. In den späten 60er-Jahren musste Veloso aufgrund seiner oppositionellen, linken Haltung für drei Monate ins Gefängnis und lebte nach seiner Entlassung einige Jahre lang im Exil in London. Nach der Rückkehr in sein Heimatland in den frühen 70ern wurde er mit seiner Mischung aus brasilianischen und internationalen Stilen zu einem der erfolg- und einflussreichsten Musiker*innen Brasiliens. In den 1980er-Jahren konnte er zudem eine große internationale Fangemeinde für sich gewinnen. 

Im Juni 2020 wurde die erste Ausgabe der Sendung Bossa Brasil bei ByteFM ausgestrahlt, in welcher sich Moderator Pedro Crescenti mit Caetano Veloso und weiteren Musiker*innen der Tropicália-Bewegung beschäftigte.


Calexico

Calexico sind eine US-amerikanische Indierockband aus Tuscon, Arizona. Sie wurde 1996 von Joey Burns und John Convertino, beide ehemalige Mitglieder von Howie Gelbs Band Giant Sand. Calexico spielen Americana- und Tex-Mex-beeinflusste Musik, die sie weitgehend mit akustischen Instrumenten einspielen. Benannt sind sie nach der kalifornischen Grenzstadt Calexico. Ihren einzigen Chartserfolg hatten sie 2005 mit der EP „In The Reins”, die immerhin die Billboard 200 erreichte.

Das erste Album erschien 1997 noch unter dem Bandnamen „Spoke” auf dem deutschen Label Hausmusik. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten Burns und Convertino die Gruppe bereits in „Calexico” umbenannt. Künftige Pressungen des Albums erschienen dann unter dem neuen Namen. Eine wichtige Rolle spielt in der Musik der Band die Wüstenlandschaft der Grenzregion zwischen Kalifornien und Mexiko.

Calexico haben bis 2019 zehn Alben auf gleichbleibend hohem Niveau veröffentlicht. Die cinematischen Qualitäten der Musik führten 2010 dazu, dass sie den Sountrack zu der Dokumentation „Circo” schrieben. Auch an der Filmmusik zum Bob-Dylan-Biopic „I'm Not There” waren Calexico beteiligt. Zudem werden Songs der Band in Zahlreichen Filmen und Serien von „Herr Lehmann” bis „Breaking Bad” verwendet. Anlässlich der Veröffentlichung „Algiers“ widmete sich 2012 auf ByteFM eine Ausgabe von The Heinrich Manoehver Calexico.


Can

Can waren eine der einflussreichsten Krautrock-Bands. Die Band bestand anfänglich aus Holger Czukay (eigentlich Holger Schüring, 1938-2017, Bass), Irmin Schmidt (*1937, Orgel), Jaki Liebezeit (eigentlich Hans Heinrich Liebezeit, 1938 – 2017, Schlagzeug), Michael Karoli (1948-2001, Gitarre) und dem US-amerikanischen Künstler Malcolm Mooney (*1944, Gesang). Im Gründungsjahr 1968 war zudem noch der US-amerikanische Komponist David C. Johnson (*1940) als Flötist dabei. Nach dem ersten Album „Monster Movie“ schied Mooney mit psychischen Problemen aus und wurde durch den Japaner Damo Suzuki (*1950) ersetzt.

Die Musik von Can unterschied sich von anderen – sehr gerade, „motorisch“, spielenden –  Krautrock-Bands vor allem durch den organischen, nordafrikanisch inspirierten Groove des aus dem Jazz kommenden Schlagzeugers Jaki Liebezeit, über den die anderen Bandmitglieder in den ersten Jahren im Studio improvisierten. Schmidt und Czukay hatten bei dem Avantgarde-Komponisten Karl-Heinz Stockhausen studiert.

Als bedeutendste Schaffensperiode der Band werden die Jahre 1971-1974 gesehen, dokumentiert auf den Alben „Tago Mago“, „Ege Bamyasi“, „Future Days“ und „Soon Over Babaluma“, die streckenweise auch nach Jahrzehnten sehr frisch klingen. 1979 löste die Band sich auf und veröffentlichte zehn Jahre später noch das Nachzügler-Album „Rite Time“, wieder mit Malcolm Mooney als Sänger.


Candice Gordon

Mit „The Kids Are Alt-right“ legt Candice Gordon eine postpunkige Selbstverständlichkeit an den Tag, die in jedem Fall abtanzbar, wenn nicht mosh-pitförderlich ist. Sie setzt ihre kraftvolle Stimme auch für samtige Folksongs ein, die alles andere als Rauch in der Luft sind. Ihr Debutalbum „Garden of the Beasts“ nahm die irische Sängerin sowohl in Limerick als auch im Funkhaus in Berlin auf. Seit dem ist Candice Gordon von der Hauptstadt fasziniert und inspiriert.


Captain Beefheart

Captain Beefheart war ein US-amerikanischer Rock- und Avantgarde-Musiker. Der Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist wurde am 15. Januar 1941 in Glendale, als Donald Glen Vliet geboren und lebte unter dem Namen Don Van Vliet. Trotz nur moderater Chart-Erfolge gilt er als wichtiger Einfluss auf die Musikgeschichte seit 1967. Seine Fusion von Delta-Blues, moderner Klassik, Jazz und Rock wurde zum wichtigen Bezugspunkt unter anderem der Post-Punk-Generation.

Van Vliet begann als Teenager, sich für Blues und Jazz zu interessieren und in Musikerkreisen zu verkehren, unter anderem mit Frank Zappa. Bevor er bei der Magic Band einstieg und sich Captain Beefheart nannte, strebte er einen Kunsthochschulabschluss an. 1967 erschien das Album-Debüt „Safe As Milk“, das kommerziell floppte, aber prominente Fans wie John Lennon fand. Das Album war stärker Blues und Soul verhaftet als spätere, avantgardistischere Werke, aber bereits geprägt von Van Vliets an Howling Wolf orientiertem Gesang und einer Abkehr von musikalischer Virtuosität.

Captain Beefheart zog sich 1982 aus dem Musikgeschäft zurück und wurde Maler. Er starb am 17. Dezember 2010 an multipler Sklerose. Als einflussreichstes Album gilt das surrealistische „Trout Mask Replica“ (1969).


Car Seat Headrest

Car Seat Headrest ist das Projekt von Will Toledo aus Seattle. Was 2010 als Laptop-Projekt im elterlichen Auto begann, hat sich zu mehreren Albumveröffentlichungen via Bandcamp und schließlich zu den gefeierten Alben „Teens Of Style“ und „Teens Of Denial“ auf dem Label Matador entwickelt. Dabei hat Car Seat Headrest seine DIY-Attitüde nicht eingebüßt und erfrischt durch garagigen, schrammeligen Sound, der ab und an auch mal ins Psychedelische abdriftet.

2018 hat Car Seat Headrest eine seiner alten DIY-Platten neu aufgenommen: „Twin Fantasy“, ein Album, das seit der Bandcamp-Veröffentlichung im Jahr 2011 zu einem jungen LoFi-Klassiker gewachsen ist.


Cardi B

Cardi B (*11. Oktober 1992 als Belcalis Marlenis Almánzar) ist eine US-amerikanische HipHop-Künstlerin aus New York und gehört zu den erfolgreichsten Rapperinnen der späten 2010er-Jahre. Ihr Album „Invasion Of Privacy“ (2018) führte in den USA wie auch die Single „Bodak Yellow“ die Billboard-Charts an. Cardi B wurde unter anderem als erste Frau mit einem Grammy für das beste HipHop-Album ausgezeichnet.

In der Bronx aufwachsend, war Cardi B kurzzeitig Gangmitglied und verdiente sich nach der Highschool als Stripperin das Geld für eine weiterführende Ausbildung. Mediale Bekanntheit erreichte sie zunächst durch Videos im Internet und wurde 2015 durch die Reality-TV-Sendung „Love & Hip Hop: New York“ zum Star. In den beiden folgenden Jahren veröffentlichte sie die Mixtapes „Gangsta Bitch Music, Vol. 1“ und „Vol. 2“. Das Debüt-Album stellte 2018 ihren kommerziellen Durchbruch dar. Die Mischung von Trap mit lateinamerikanischen Einflüssen und R&B-Elementen traf den Nerv eines breiten Publikums. Zentral für das Schaffen der Künstlerin sind jedoch vor allem ihre Persönlichkeit, explizite Sprache und selbstbewusstes Auftreten.

Seit 2017 ist Cardi B mit dem Rapper und Produzenten Offset von der Gruppe Migos verheiratet. Sie war die erste Rapperin, die zwei Nummer-Eins-Hits landen konnte. Ihr Song „Press“ war 2019 bei ByteFM Track des Tages.


Caribou

Caribou ist das Alias des kanadischen Songwriters, Produzenten und Schlagzeugers Daniel Victor Snaith. Snaith veröffentlichte zunächst unter dem Pseudonym Manitoba die beiden Alben „Start Breaking My Heart“ (2001) und „Up In Flames“ (2003). Aufgrund einer angedrohten Klage seitens Richard „ Handsome Dick“ Manitoba, Sänger der New Yorker Punkband The Dictators, nahm er 2005 den Künstlernamen Caribou an.

Das ursprünglich 2001 erschienene und 2006 unter dem neuen Projektnamen wiederveröffentlichte Album „Start Breaking My Heart“ wurde häufig mit Releases von angesehenen Elektronik-Musiker*innen wie Boards of Canada und Aphex Twin verglichen und wurde ein Kritiker*innenliebling im IDM-Genre. Ab „Up In Flames“ wandte sich Snaith einem warmen, psychedelischen Folktronica-Sound zu, der später als der Trademark-Sound von Caribou galt. Der Durchbruch gelang ihm 2010 mit seinem dancefloororientierten fünften Album „Swim“. Live tritt Snaith üblicherweise mit einer Band auf, in der er selbst Schlagzeug spielt. Die Konzerte werden häufig von aufwändigen Visuals begleitet. Ab 2012 fing Snaith an, unter dem Pseudonym Daphni Club-orientiertere Musik zu veröffentlichen.

Nach dem 2014 erschienenen R&B- und HipHop-beeinflussten „Our Love“ ist „Suddenly“ (2020) Snaiths achtes Album.


Carl Craig

Der 1969 in Detroit geborene Carl Craig ist Techno-Produzent und Musiker. Seit Ender der 1980er Jahre produziert Craig elektronische Musik, die er unter diversen Pseudonymen wie Psyche, 69, BFC oder Paperclip People veröffentlicht.

Daneben gründete er mit Francisco Mora Catlett und Craig Taborn die Band Innerzone Orchestra. Im Jahr 2000 wurde er zum Leiter des Detroit Music Festival ernannt, für das er zwei Jahre verantwortlich war. 2008 war er gemeinsam mit Moritz von Oswald an der Reihe „ReComposed" beteiligt, welche sich damit beschäftigte, klassische Werke wie Ravels „Bolero" oder Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung" von  zeitgenössischen Künstlern neu interpretieren zu lassen. Mit dem Album „Versus” probierte sich Carl Craig ein weiteres Mal an der Fusion von Techno und Klassik, indem er seine Kompositionen fürs Orchester transkripieren und einspielen lässt. Der französische Pianist Francesco Tristano war dabei als Mediator im Einsatz; als zusätzlicher Spiritual Advisor war Moritz von Oswald ebenfalls wieder mit von der Partie.


Cash Savage & The Last Drinks

Cash Savage & The Last Drinks ist die seit 2009 bestehende Rockband um die Sängerin, Songwriterin und Gitarristin Cash Savage. The Last Drinks stellt ihre Backing-Band dar und besteht aus wechselnden Mitgliedern.

Die Songs von Cash Savage & The Last Drinks stechen insbesondere dadurch hervor, dass neben der klassischen Rockband-Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug zudem eine Violine zum Einsatz kommt. Das Repertoire der Gruppe umfasst sowohl Post-Punk- als auch schnelle Folk-Rock-Nummern und düstere Blues-Songs im Stil von Tom Waits, Cat Power oder Nick Cave. Letzterer beschäftigte Conway Savage, den Onkel von Cash Savage, als Pianisten und Organisten in seiner Band The Bad Seeds.
Die stilistische Vielfalt von Cash Savage & The Last Drinks äußert sich nicht zuletzt in Savages Gesang: Je nach Song ist oszilliert er zwischen düsterer Atmosphäre und der Abgehacktheit von Post-Punk-Sängern wie Mark E. Smith oder John Lydon zu Zeiten von Public Image Ltd.

Mit „Good Citizens“ veröffentlichten Cash Savage & The Last Drinks im Jahr 2018 ihr viertes, von der Kritik sehr positiv aufgenommenes, Studioalbum.


Cass McCombs

Cass McCombs ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter. Er wurde 1977 in Concord in der Nähe von San Francisco, Kalifornien geboren. Seine Debüt-EP „Not The Way” veröffentlichte er 2002. Sein erster Longplayer „A” folgte 2003 über Monitor Records (Battles, Bonnie „Prince“ Billy).

Cass McCombs schreibt folkige Rocknummern, die er um Einflüsse aus psychedelischer Musik, Country und Punk ergänzt und zumeist in ein ruhiges, warmes Sound-Gewand verpackt. Dabei arbeitet er mit vielen unterschiedlichen Musikinstrumenten. Neben Gitarre, Bass und subtiler Percussion sind das etwa Piano und Orgel sowie diverse Blasinstrumente. McCombs begann im Teenageralter Gitarre zu spielen. Etwas später war er in Underground-Musik-Kreisen an der Westküste aktiv, wo er Teil diverser Bands war. Nach seiner Umsiedlung nach New York um die Jahrtausendwende, war er für kurze Zeit Teil der Anti-Folk-Szene. Seine Debüt-EP ist szenetypisch von einem rohen Lo-Fi-Sound geprägt. „Not The Way” schaffte es, John Peel zu überzeugen, der den jungen Musiker als „brillant unaufdringlich” bezeichnete. Im Jahr 2003 folgte McCombs einer Einladung von Peel nach England, wo er eine der berühmten „Peel Sessions” spielte. Seither hat der Musiker diverse von der Kritik gelobte Platten bei Indie-Labels wie 4AD, Domino und Anti- veröffentlicht und ist mit zahlreichen erfolgreichen Acts auf Tour gewesen, darunter Ariel Pink, Arcade Fire und Cat Power.

Mit „Tip Of Sphere” veröffentlichte Cass McCombs 2019 sein neuntes Studioalbum. Anlässlich der brisanten US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit Bob Weir (Grateful Dead), Angel Olsen und dem linken Intellektuellen Noam Chomsky den Anti-Politikverdrossenheit-Song „Dont (Just) Vote”. Im selben Jahr war der Musiker Thema in einer Ausgabe von Kaleidoskop.


Cat Power

Cat Power alias Chan Marshall ist eine amerikanische Singer-Songwriterin, die mittlerweile seit über 20 Jahren mit ihrer Musik, einer Mischung aus Folk, Rock, Alternative Country und Blues, erfolgreich ist. Ihr neuntes Album „Sun“ aus 2012 ist erstaunlich elektronisch ausgefallen und seit „The Greatest“ aus dem Jahr 2006 das erste Album, das eigens von ihr geschriebene Titel und keine Cover-Songs enthält.

Auf „Sun“ wagte Cat Power neue Wege und brachte statt der deprimistischen, melancholischen Songs, die man von Cat Power gewohnt war, nun auch ein bisschen Optimismus auf. Zusammen mit Philippe Zdar, der auch schon mit Musikern wie Chromeo, Phoenix oder Kele arbeitete, probierte sie elektronische Arrangements in ihren sonst so Indierock-lastigen Songs aus. Plötzlich waren da Synthesizer zu hören und poppige Rhythmen. Die Texte der Songs sind stark und werden von Cat Power mit rauchiger Stimme vorgetragen.

 


Cate Le Bon

Cate Le Bon ist eine walisische Sängerin, Songwriterin, Gitarristin und Produzentin, die Musik in englischer und walisischer Sprache veröffentlicht. 2008 sang sie die Lead Vocals bei dem Song „I Lust U“ von Neon Neon, einem Nebenprojekt von Gruff Rhys, dem Sänger der Super Furry Animals. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Solo-EP „Edrych Yn Llygaid Ceffyl Benthyg“ (walisisch für: „In die Augen eines geliehenen Pferdes blicken“). Ihr erstes Album „Me Oh My“ erschien ein Jahr später. 2008 ihre erste EP veröffentlichte. Ihr erstes Album „Me Oh My“ folgte 2009.

Cate Le Bons musikalisches Spektrum reicht von ruhigen Folk-Songs bis hin zu verspielten Art-Rock-Nummern. Besonders markant ist dabei ihre Gesangsstimme, die in der Musikpresse häufig mit der von Nico verglichen wird sowie ihre charakteristisches Gitarrenspiel, über das Jeff Tweedy von Wilco einstsagte: „Es ist mittlerweile wirklich selten geworden, dass Musiker*innen ihren eigenen Style haben, aber wenn ich Cate Le Bon Gitarre spielen höre, kann ich immer erkennen, dass sie das ist“. Neben ihrer Solokarriere ist Le Bon zusammen mit Tim Presley aka White Fence in der Gruppe Drinks aktiv. Sie kollaborierte zudem mit Kevin Morby und absolvierte einen Live-Auftritt mit John Cale.

2019 erschien Cate Le Bons fünftes Studioalbum „Reward“. Es wurde sowohl von KritikerInnen als auch von Fans sehr positiv aufgenommen und war unter anderem Album der Woche bei ByteFM.


Catnapp

Catnapp, bürgerlich Amparo Battaglia, ist eine argentinische Produzentin und Sängerin, die seit 2010 unter diesem Pseudonym Musik macht. Sie verbindet dabei Elemente aus R&B, Rap, Breakbeat, Pop und Drum & Bass.

Für die Musik ist sie von Argentinien nach Berlin gezogen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Argentinien wird dort, ihrer Aussage nach, vornehmlich in KünstlerInnen investiert, die auch finanziellen Erfolg versprechen. Experimentelle Künstlerinnen wie Catnapp, die zudem nicht in der Landessprache sondern auf Englisch singt, haben es daher schwerer, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Nach diversen Singles und EPs, die Catnapp unter anderem über ihr eigenes Label Napp Records veröffentlichte, erschien 2019 ihr Debütalbum „Break“. Darauf befindet sich auch eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Duo Modeselektor. Catnapp ist live auf Festivals und den relevantesten Bühnen für elektronische Musik weltweit unterwegs.


Chain & The Gang

Chain & The Gang sind eine Garage-Rock-Band aus Washington, D.C. um Ian Folke Svenonius, die 2009 gegründet wurde. Die Besetzung unterliegt stetigem Wandel; unter den Tourmitgliedern und Mitwirkenden bei Aufnahmen finden sich Bestsy Wright (Ex Hex), Fiona Campbell (Vivian Girls/Coasting), Anna Nasty (Olivia Neutron-John) und Calvin Johnson, auf dessen Label K Records Chain & The Gang ihre ersten drei Alben veröffentlichten.

Nach Szene-Erfolgen im Hardcore-Genre mit der Band Nation Of Ulysses (1988-1992) wandte sich Frontmann und Sänger groovelastigeren Retro-Genres zu. Immer noch einer Lo-Fi-Ästhetik verhaftet, sich aber in der visuellen und songschreiberischen Erscheinung auf Bubblegum- Pop und französische Yé-Yé-Musik beziehend, betrieb Svenonius in der zweiten Hälfte der 90er The Make-Up. Nach der Auflösung im Jahr 2000 und der kurzlebigen, von Funk beeinflussten Gruppe Weird War gründete Svenonius 2009 Chain & The Gang. Musikalisch greift die Band Elemente von Proto-Punk, Surf und frühem amerikanischem Pop auf; visuell dominiert eine Glam-Optik.

Zentral für das Gesamtkonzept von Chain & The Gang ist neben ästhetischen Referenzen auf unterschiedlichen Ebenen Svenonius' Selbstinszenierung als sozialistischer Gospel-Prediger.


The Charlatans

The Charlatans sind eine 1988 gegründete britische Alternative-Rock-Band aus den West Midlands, England, die neben The Stone Roses, Primal Scream und Happy Mondays zu den einflussreichsten Gruppen des sogenannten „Madchester-Boom“ zählt. Ihre Mitglieder sind Tim Burgess (Gesang), Mark Collins (Gitarre), Martin Blunt (Bass) und Tony Rogers (Keyboard). Gründungsmitglied Rob Collins, Keyboarder und Organist der Band, verunglückte im Jahr 1996 tödlich. „Some Friendly“, das Debütalbum von The Charlatans, erschien 1990.

The Charlatans vereinen in ihrem groovigen Rock’n’Roll-Sound Einflüsse aus Garage Rock, 60s-Soul und R’n’B. Besonders markant war dabei Rob Collins' psychedelischer Orgel-Sound. Ihren Durchbruch feierte die Gruppe 1990 mit dem Top-10-Hit „The Only One I Know“. Drei ihrer Alben – namentlich „Some Friendly“, „The Charlatans“ (1995) und „Tellin‘ Stories“ (1997) – erreichten die Spitze der UK-Charts. Die Band trat zudem als Support-Act für britische Größen wie The Rolling Stones, The Who und The Police auf. 

Mit „Different Days“ erschien im Jahr 2017 das dreizehnte Studioalbum von The Charlatans. Es enthält Gastbeiträge von unter anderem Paul Weller von The Jam, Gillian Gilbert von New Order und Johnny Marr von The Smiths.

 


Charles Mingus

Charles Mingus (22. April 1922 – 5. Januar 1979) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist. Als Bandleader, Bassist, Pianist und Cellist wurde Mingus einer der einflussreichsten Musiker des Genres und gehörte zu den Avantgarde-Künstlern, die mit neuen Verbindungen von Komposition, Arrangement und Improvisation experimentierten, zum Beispiel mit dem „Jazz Composers Workshop“-Projekt und als einer der Protagonisten der „Third Stream“-Bewegung, die einen Weg zwischen Jazz und Klassik suchte.

In Nogales, einem Vorort von Los Angeles, in schwierigen Verältnissen aufwachsend, kam Charles Mingus über die Musik Duke Ellingtons zum Jazz. Er wurde in den 1940er-Jahren als Kontrabass-Wunderkind bekannt und arbeitete schon jung mit Größen wie Charlie Parker, Miles Davis und Lionel Hampton. 1950 gründete Mingus mit Max Roach das Label „Debut“ und wurde ab Mitte der 1950er-Jahre als Bandleader und Komponist berühmt. Sein Durchbruch in dieser Hinsicht war „Pithecanthropus Erectus“ (1956), ein Konzeptalbum in vier Sätzen.

Neben Klassik hatten auch lateinamerikanische Rhythmen Einfluss auf die Musik von Charles Mingus. Er arbeitete bis zu seinem Tod 1979 an einer genreübergreifenden Ästhetik; sein letztes Projekt vor seinem Tod war eine Zusammenarbeit mit Joni Mitchell.


Charli XCX

Charli XCX ist einer der größten Popstars ihrer Generation. 2013 erschien „True Romance“, das Debütalbum der britischen Dance-Pop-Künstlerin. Im gleichen Jahr war sie Gastsängerin auf Icona Pops „I Don't Care“, einem der größten Hits des Jahres. Charli XCX ist dabei nicht nur Perfomerin, sondern schreibt auch den Großteil ihrer Songs und Gastauftritte selber.

2017 sorgte sie mit den Mixtapes „Number 1 Angel“ und „Pop 2“ für Furore, die Charli XCX ohne die Zustimmung ihres Labels Warner Music aufgenommen und veröffentlicht hatte.


Chastity Belt

Chastity Belt ist eine US-amerikanische Garage-Pop-Band aus Walla Walla, Washington. Sie wurde 2010 von Julia Shapiro (Gesang/Gitarre), Annie Truscott (Bass), Gretchen Grimm (Schlagzeug) und Lydia Lund (Gitarre) gegründet.

Die vier Musikerinnen hinterfragen Geschlechternormen und Stereotypen – so heißen ihre Songs „Cool Slut“ oder „Pussy Weed Beer“. Auch ihre Selbstinszenierung provoziert, Shapiro trug auf einem frühen Pressefoto einen Keuschheitsgürtel aus Steaks. Chastity Belts Debütalbum mit dem bewusst falschen Titel „No Regerts“ erschien 2013; es folgten weitere LPs auf dem Sub-Pop-Sublabel Hardly Art. „I Used To Spend So Much Time Alone“ von 2017 beschäftigt sich dann gemäß dem Titel weniger mit dem Außen als dem Innen – es handelt von Einsamkeit und Depressionen.

Im Juni 2019 brachte Shapiro ihr erstes Solo-Album „Perfect Version“ heraus, mit dem sie sich nach eigener Aussage aus den Zwängen der Erwartungshaltung an die Band befreien und die Kontrolle über ihre Musik zurückgewinnen wollte – mit Erfolg, denn Chastity Belt gingen danach wieder gemeinsam ins Studio, um eine weitere Platte aufzunehmen.


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