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Talk Talk

Talk Talk waren eine britische Band aus London, die sich im Laufe der 1980er Jahre von recht simplem New Wave zu immer experimentellerem Art-Pop entwickelte. Sie bestand aus dem Sänger und Multiinstrumentalisten Mark Hollis, Paul Webb (Bass) und Lee Harris (Drums). Das erste erste Album „The Party's Over” (1982) enthielt den kleineren Hit „Talk Talk” und wurde vom David-Bowie-Toningenieur Colin Thurston produziert, der auch für die ersten beiden Alben von Duran Duran verantwortlich war. Der große Erfolg stellte sich dann 1984 mit dem zweiten Album „It's My Life” ein, das von Tim Friese-Greene produziert wurde, mit dem die Band bis zum Schluss eng zusammenarbeiten sollte. Der Titeltrack sowie „Dum Dum Girl” und insbesondere „Such A Shame” erreichten europaweit beachtliche Chartspositionen.

Die dritte LP von Talk Talk, „The Colour Of Spring” (1986) brachte noch „Life's What You Make It” in die Hitparaden, aber es wurde offensichtlich, dass die Band sich immer weiter vom Pop entfernte. Die Songs wurden von Album zu Album ruhiger, sparsamer instrumentiert und forderten vom Hörer mehr Aufmerksamkeit ein. Insbesondere „Spirit Of Eden” und „Laughing Stock” wurden zu Klassikern nicht chartkompatibler Popmusik.

Sänger Mark Hollis veröffentlichte 1998 ein selbstbetiteltes Soloalbum, das die Entwicklung seiner Band hin zu komplexen Strukturen und immer sparsamerer Instrumentierung fortsetzte. Anschließend zog er sich aus dem Musikgeschäft und der Öffentlichkeit weitgehend zurück. Am 24. Februar 2019 starb Hollis nach kurzer, schwerer Krankheit. Bassist Paul Webb nahm als Rustin Man 2002 mit Beth Gibbons von Portishead das Album „Out Of Season” auf und veröffentlichte 2019 und 2020 die beiden Alben „Drift Code” und „Clockdust”. Tim Friese-Greene ist seit den frühen 1990ern unter anderem mit der Band Heligoland aktiv.


Talking Heads

Talking Heads waren eine zwischen 1975 und 1991 aktive New-Wave-Band aus New York City. Die Gruppe bestand aus David Byrne (Gesang, Gitarre), Tina Weymouth (Bass), Jerry Harrison (Keyboard, Gitarre) und Chris Frantz (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Talking Heads: 77“ veröffentlichte sie im Jahr 1977.

Gegründet wurde die Band von ehemaligen Kunststudent*innen. Ihren ersten Gig unter dem Namen Talking Heads spielten sie 1975 als Vorband von Ramones im Club CBGB. Ihr Debütalbum, das mit „Psycho Killer“ einen ihrer bekanntesten Songs enthält, wurde mit positiven Reaktionen aufgenommen. Zwischen 1978 und 1980 arbeitete das Quartett mit Brian Eno zusammen, der mit „Fear Of Music“ (1979) und „Remain In Light“ (1980) unter anderem die beiden Alben produziert hat, die häufig als die besten Talking-Heads-Releases bezeichnet werden. Mit ihrer Vermischung von Elementen aus Punk, Pop, Funk und diversen traditionellen afrikanischen Stilen gilt das Quartett bis heute als eine der originellsten Formationen der 1970er- und 80er-Jahre.

Nach der Auflösung von Talking Heads im Jahr 1991 widmenten Tina Weymouth und ihr Ehemann Chris Frantz vollständig ihrer 1981 gegründeten New-Wave-Band Tom Tom Club. David Byrne war als Solokünstler erfolgreich. Im Rahmen der Aufnahme von Talking Heads in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 2002 spielten die vier ehemaligen Mitglieder gemeinsam drei ihrer Songs.


The Tallest Man On Earth

Der größte Mann der Erde ist der Schwede Kristian Mattson offensichtlich nicht. Große Musik macht er als The Tallest Man On Earth allerdings trotzdem. So großartig, dass er sogar mit dem frühen Bob Dylan verglichen wird. Musikalischist The Tallest Man On Earth im Folk und Indie Folk zuhause und gehört neben Bon Iver und The Avett Brothers zu den Größeren der Szene.

 


Tame Impala

Tame Impala sind eine 2007 in Perth um Sänger und Gitarristen Kevin Parker gegründete australische Pop-Band mit Psychedelic-Rock- und Synth-Pop-Einflüssen. Mitglieder sind Dominic Simper (Gitarre), Jay Watson (Keyboards), Julien Barbagallo (Schlagzeug) und Cameron Avery (Bass).

Die Bandmitglieder kannten sich aus unterschiedlichen lokalen Bands mit wechselnden Besetzungen, an denen sie als Studenten beteiligt waren. 2008 erschien eine erste EP beim Indie-Label Modular, das durch MySpace auf die Gruppe aufmerksam geworden war. Mit ihrem Debüt „Innerspeaker“ sorgten Tame Impala 2011 für einen kleinen Hype: Der 60er-Jahre-Psychedelic-Rock der Gruppe, gepaart mit modernem Popanspruch, erfreute FreundInnen von Halleffekten und Schrammelgitarren. Auf dem Nachfolger „Lonerism“ wurde der Sound von Tame Impala dann um analoge Synthesizer erweitert. Der im Jahr 2015 veröffentlichte, sehr synthesizerlastige Langspieler „Currents“ erreichte die Spitze der australischen Charts.

Neben seiner Rolle bei Tame Impale ist Kevin Parker auch als Songschreiber und Produzent für andere KünstlerInnen tätig, so arbeitete er unter anderem mit Lady Gaga und Kali Uchis zusammen.


Tatyana

Tatyana ist der Name, unter dem die britische Sängerin, Songwriterin und Produzentin Tatyana Philips Musik veröffentlicht. Ihre Debüt-EP „Shadow On The Wall“ ist im Jahr 2020 über das New Yorker Label Sinderlyn (Cults, Homeshake) erschienen.

Tatyana, die als Kind britischer und russischer Eltern in London aufwuchs, studierte zunächst am renommierten Berklee College of Music in Boston, bevor sie 2017 in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Der Besuch einer Underground-Party in London veranlasste die nun klassisch ausgebildete Harfenistin, selbst Musik zu produzieren. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die gemeinschaftliche Atmosphäre des Raves, die Tatyana dazu inspirierte, mit eigenen elektronischen Tracks zur Szene beizutragen. Auf ihrer Debüt-EP „Shadow On The Wall“ versammelte die Künstlerin zugleich eingängige und detailverliebte Synth-Pop-Nummern mit teils dreampoppiger, teils dystopischer Atmosphäre. Das Stück „Over Again“ aus der EP war im August 2020 ByteFM Track des Tages.

An der Harfe hat Tatyana Philips unter anderem die Sängerin Neneh Cherry als Tourmusikerin begleitet. Als wichtige Inspiration nennt sie zudem die schwedische Pop-Künstlerin Robyn.


Teitur

In seiner Kindheit auf den Färöer-Inseln hatte Teitur zwar keinen Fernseher, dafür aber ein Radio, dass ihm die Musik seiner späteren Vorbilder, wie Bob Dylan oder Leonard Cohen, näherbrachte. Teitur, der mit gebürtigem Namen Teitur Lassen heißt und schon früh mit dem Songwriting und Gitarrespielen anfing, zieht es jedoch in die weite Welt und so wohnt er zwischenzeitlich in New York und London, wo 2003 sein Debütalbum "Poetry & Aeroplanes" erscheint. Es folgen mehrere Alben, die größtenteils an das Konzept und den Erfolg des ersten Albums anknüpfen. Teiturs Musik ist geprägt durch seine warme Stimme und dem Gitarrenspiel und ist meistens ein Mix aus akustischem Pop und Folk.


Tellavision

Tellavision ist das One-Woman-Projekt der 1988 in Bielefeld geborenen und mittlerweile in Berlin ansässigen Sängerin, Musikerin und Produzentin Fee Kürten. Ihr Debütalbum „Music On Canvas“ nahm sie zwischen 2007 und 2010 in Eigenregie auf und veröffentlichte es 2011.

Tellavision zeichnet verantwortlich für alle Teilbereiche ihrer musikalischen Veröffentlichungen, von der Komposition über den Gesang und das Einspielen aller Instrumente bis hin zur Produktion.
Ihre Mischung aus Synth-Pop, Techno und Krautrock bezeichnet sie als „Hardware Post Pop“. Insbesondere ihre frühen Veröffentlichungen zeichnen sich durch eine ausgeprägte Lo-Fi- und DIY-Attitüde aus. So diente ihr beispielsweise ein Schuhkarton als Bassdrum und eine Terpentindose als Snaredrum. Mit „Hayda“ und „Katschma“ erschienen 2017 zwei Songs, die Tellavision zusammen mit der Hamburger Musikerin Derya Yildirim einspielte und in denen die beiden Künstlerinnen Tellavisions Art-Pop-Klänge und ihre englischsprachigen Lyrics mit Derya Yildirims traditionellem Saz-Spiel und ihrem Gesang in türkischer Sprache kombinieren.

„Add Land“, Tellavisions viertes Album, erschien im April 2019 über das Hamburger Indie-Label Bureau B.


Temples

Temples sind eine 2012 gegründete britische Psych-Pop-Band aus Ketting, England. Ihre Mitglieder sind James Bagshaw (Gesang, Gitarre), Adam Thomas Smith (Gitarre, Keyboard, Background-Gesang) und Thomas Edward James Walmsley (Bass, Background-Gesang). Live wird das Trio von dem Drummer Rens Ottink unterstützt. „Sun Structures“, das erste Album von Temples, wurde 2014 über Heavenly Recordings veröffentlicht.

Temples spielen psychedelischen Pop, bzw. Rock mit Fuzz-Gitarren nach dem Vorbild von 60s-Psych- und Garage-Bands wie The Beatles, The Zombies, Nazz und The Nuggets. Durch einfache Aufnahmetechniken sowie die Nutzung von Vintage-Equipment wird der rohe Sound der 1960er-Jahre imitiert. Bevor sie im Jahr 2012 Temples gründeten, waren Sänger und Gitarrist Bagshaw und Bassist Walmsley bei anderen – teilweise bekannten – Bands aktiv, darunter The Moons, The Lightning Seeds und Sukie. Jeff Barrett, der Gründer von Heavenly Recordings, signte Temples, nachdem er ihre selbstproduzierten Songs im Internet entdeckt hatte. Die Band tourte als Support-Act von unter anderem Suede, Mystery Jets und The Vaccines. Zu ihren prominenten Fans zählen Noel Gallagher von Oasis und Johnny Marr von The Smiths.

„Hot Motion“, das dritte Album von Temples, erschien 2019 über Pias.


Tenderlonious

Tenderlonious (geboren als Ed Cawthorne) ist ein britischer Musikproduzent, Jazz-Flötist und -Saxofonist. Seine Kindheit verbrachte er unter anderem in Zypern und Deutschland, da sein Vater im Dienst der Royal Army stand. Seine musikalische Sozialisation fand nicht über Jazz, sondern zunächst über Film-Soundtracks und später über Drum & Bass statt. In seiner Jugend bastelte er gelegentlich Beats für Grime-Tracks, von einer musikalischen Karriere konnte man zu dem Zeitpunkt aber noch nicht reden. Cawthornes Leben war in einer ziellosen Phase, bis er Yusef Lateef Saxofon spielen hörte und sich selbst eines zulegte.

Im Jahr 2013 gründete Cawthorne das Label 22a, auf dem nicht nur seine eigenen Projekte (neben Veröffentlichungen unter seinem Alias Tenderlonious auch mit den Projekten Ruby Rushton und 22arkestra) erscheinen, sondern auch etliche andere Musiker*innen der Londoner Jazz-Szene wie Reginald Omas Mamode IV und Henry Wu.

Mit seinem bunten musikalischen Werdegang ist Tenderlonious fast eine Personifizierung der musikalisch offenen UK-Jazz-Szene. Zwischen 2016 und 2019 veröffentlichte er vier Platten als Tenderlonious (eine davon „featuring the 22arkestra”) und ebenfalls vier Platten mit der Gruppe Ruby Rushton. Neben Jazz hat Ed Cawthorne in diesen Veröffentlichungen auch Chicago-House- und Detroit-Techno-Gefilde erforscht. Im Mai 2020 war seine Interpretation des Stücks „Raga“ aus der Feder des britischen Jazz-Musiker Tubby Hayes ByteFM Track des Tages.


Terrace Martin

Terrace Martin (*28. Dezember 1978 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer HipHop-/Jazz-Musiker, Sänger, Songwriter und Produzent. Sein Debütalbum „The Demo“ erschien 2010.

Martin wurde als Kind zweier Jazz-Musiker*innen ins Los Angeles geboren. Er erlernte bereits im Kindesalter diverse Instrumente, darunter Piano und Saxofon. Damit erweckte er die Aufmerksamkeit des Talkmasters Jay Leno, der dem jungen Musiker daraufhin durch ein Stipendium förderte. Im Teenageralter erhielt Martin die Anerkennung diverser renommierter Jazz- und HipHop-Musiker*innen. So befinden sich auf seinen gleichermaßen von Jazz, Funk und HipHop geprägten Veröffentlichungen Gastbeiträge von unter anderem Snoop Dogg, Kendrick Lamar, Kamasi Washington und Thundercat. Neben seinen eigenen Releases ist Martin als Produzent für andere Künstler*innen tätig, darunter Herbie Hancock, Snoop Dogg, Talib Kweli und Stevie Wonder. In seinen Produktionen verarbeitet Martin Einflüsse aus Jazz, Funk, Klassik und Soul. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählt der Sänger, Rapper, Pianist, Saxophonist, Gitarrist, Bassist und Drummer Miles Davis, John Coltrane, Herbie Hancock, Charlie Parker und Dr. Dre

Anlässlich eines Auftritts beim Überjazz Festival in Hamburg, war Terrace Martin 2016 im ByteFM Magazin zu Gast. 2020 veröffentlichte er mit „Sinthesize“ ein Jazz-Instrumental-Album. Im Januar desselben Jahres war sein Song „Beige (feat. Arin Ray & Elena Pinderhughes)“ ByteFM Track des Tages. Im Juni desselben Jahren veröffentlichte er den Song „Pig Feet“. Die Kollaboration mit Kamasi Washington, Denzel Curry, G Perico und Daylyt war ein Statement gegen rassistische Polizeigewalt; Anlass der Veröffentlichung war der Mord an dem Afroamerikaner George Floyd eine Woche zuvor.


The Kinks

The Kinks sind eine britische Rockband, die 1964 von den Brüdern Ray (Gesang, Gitarre, Keyboard) und Dave Davies (Gitarre, Gesang, Keyboard) in London gegründet wurde. Sie zählt zu den einflussreichsten englischen Acts der 1960er-Jahre. Ihr Debütalbum „Kinks“ erschien 1964. 

The Kinks wurden in ihren Anfangsjahren vor allem von US-amerikanischem R&B und Rock ’n’ Roll beeinflusst. So war ihre erste Single ein Cover von Little Richards' „Long Tall Sally“. Ihren ersten Hit feierte die Gruppe im Jahr 1964 mit dem mittlerweile zum Garage-Rock-Klassiker gewordenen „You Really Got Me“. Mit seinem schnellen, rotzigen Power-Chord-Riff gilt der Song als Blaupause später aufkommender Musikrichtungen wie Hard Rock und Heavy Metal. Mit Songs wie „All Day And All Of The Night“, „Set Me Free“ und „Tired Of Waiting For You“ folgten bald weitere Hits sowie Touren in Europa und den USA. Nach einer semierfolgreichen Phase in den 70ern erlebte die Band in den späten 70ern und in den 80ern ein Revival, nachdem prominente Bands wie The Jam, The Pretenders und Van Halen ihre Songs gecovert hatten. Im Laufe ihrer Karriere haben sich The Kinks immer wieder mit kontroversen Themen wie Transsexualität („Lola“), der britischen Steuerpolitik („Sunny Afternoon“) und Monarchie („Victoria“) befasst. Auch Post-Punk-Acts wie The Raincoats und The Fall würdigten mit Coverversionen das Wirken der schwer kategorisierbaren Band.

Nach einem erneuten Aufschwung ihrer Karriere im Rahmen der Britpop-Welle in den 90ern lösten sich The Kinks 1996 auf. Die Davies-Brüder konzentrierten sich fortan auf Solo-Aktivitäten. Im Jahr 2018 gaben sie ihre Reunion bekannt.

 


Thelonious Monk

Thelonious Monk war einer der großen Querdenker des Jazz, der in seiner Schaffenszeit das Genre konstant weiterentwickelte. In der 40er-Jahren schufen Monk und seine Kollegen Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Kenny Clarke in ausufernden Jam-Sessions den Bebop. Als in den folgenden Jahren Bepop zum Post-Bop wurde, arbeitete auch Monk seine innovative, sehr perkussive Spieltechnik weiter in Richtung Avantgarde aus – und fing an zu komponieren. Kompositionen wie „Round Midnight“ und „Ruby, My Dear“ wurden zu Standards, die fest ins Repertoire von Miles Davis, John Coltrane und anderen Genre-Größen gehörten. In den 70er-Jahren zog Thelonious Monk sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück, am 17. Februar 1982 starb er an einem Schlaganfall.


The Thermals

The Thermals waren ein Power-Pop- und Punk-Trio aus Portland. Die Band startete als Solo-Projekt vom Frontmann Hutch Harris, der das Debüt „More Parts Per Million“ (2002) komplett im Alleingang produzierte. Zusammen mit Kathy Foster und Westin Glass wurde aus dem Solotrip eine Band. Im Verlaufe der 00er-Jahre veröffentlichten The Thermals einige gefeierte Alben, allen voran das mit religösen Motiven aufgeladene „The Body, The Blood, The Machine“. Im April 2018 gaben The Thermals ihre Auflösung bekannt.


They Might Be Giants

Dass die beiden US-Amerikaner John Flansburgh und John Linnell Kreativität und Humor besitzen, bewiesen sie als They Might Be Giants unter anderem mit ihrem Projekt „Dial A Song“, bei dem sie Songs auf einen Anrufbeantworter singen. Mit genau dieser Mischung machen They Might Be Giants seit 1982 unkonventionellen und experimentellen Alternative-Rock, der sie zu weltweiter Bekanntheit gebracht hat.


Thom Yorke

Thom Yorke (*7. Oktober 1968 in Wellingborough als Thomas Edward Yorke) ist ein englischer Sänger, Songwriter, Gitarrist, Pianist und Bassist, der sowohl als Sänger und hauptsächlicher Songwriter der erfolgreichen (Post-)Rockband Radiohead bekannt ist als auch als Solomusiker. Sein Solodebüt „The Eraser“ erschien 2006 über XL Recordings (The Prodigy, FKA Twigs, Tyler, The Creator).

Während seine Band Radiohead spätestens seit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „OK Computer“ im Jahr 1997 zu den einflussreichsten zeitgenössischen Alternative-Rock-Acts zählt, produziert Yorke solo primär elektronische Musik. Dabei kombiniert er zumeist elektronische Beats mit Piano und seinem Gesang und setzt dabei auf atmosphärische Sounds und progressive Post-Rock-Strukturen. Yorke ist für die innovative Zusammenführung von Ton und Bild bekannt. So kollaborierte er mit dem audiovisuellen Künstler Tarik Barri, der unter anderem Visuals zu Yorkes Konzerten beisteuerte und mit ihm zusammen die audiovisuelle 360-Grad-Installation „City Rats“ produzierte. Yorke komponierte zudem den Soundtrack zu „Suspiria“, dem 2018 erschienenen Remake des gleichnamigen italienischen Horrorfilm-Klassikers.

Im Jahr 2019 veröffentlichte Thom Yorke mit „Anima“ sein drittes Soloalbum. Parallel dazu erschien ein dazugehöriger, dystopischer Kurzfilm von dem erfolgreichen Filmregisseur Paul Thomas Anderson (Magnolia, There Will Be Blood) mit Yorke in der Hauptrolle.


Thomas Dybdahl

Der Songwriter Thomas Dybdahl wurde 1979 in Norwegen geboren. Sein Solo-Debütalbum „...That Great October Sound“ erschien 2002.

Thomas Dybdahl begann seine musikalische Karriere als Gitarrist der Band Quadraphonics. Zwar griff er zwischenzeitlich auch bei der norwegischen Supergroup The National Bank zu Gitarre und Mikrofon, größere Erfolge feierte er jedoch seit Anfang der 2000er vor allem als Solokünstler. Dem Debüt folgten nicht nur diverse weitere Alben, sondern auch die Verleihung des Spellermannprisen, dem norwegischen Pendant zum US-amerikanischen Grammy. Während er in Norwegen seit seinen Anfängen als talentierter Musiker geschätzt wird und sich schnell Popularität erarbeitete, wurde er außerhalb seines Heimatlandes lange Zeit wenig wahrgenommen, füllt jedoch zunehmend auch jenseits der norwegischen Grenzen die Konzerthäuser.

Stets ist Dybdahls Musik geprägt von zartem Gesang und getragen von melancholischen Gitarrenakkorden, mitunter angereichert durch Streicher-Arrangements und Pianomelodien. Breite musikalische Einflüsse von sowohl zeitgenössischem Pop, Soul und Folk als auch klassischer Musik fließen in die Lieder des Künstlers ein, in denen passend zu den grauen Fjorden seiner Heimat sowohl musikalisch als auch textlich immer ein gewisser Schwermut mitschwingt.


Thundercat

Thundercat (*19. Oktober 1984 als Stephen Lee Bruner) ist ein Bassist aus Los Angeles. Er ist ein begehrter Studiomusiker und veröffentlicht seit 2011 auf Flying Lotus' Plattenfirma Brainfeeder Fusion-Alben, die sich neben Funk und Jazz auch zahleicher anderer Stilistiken bedienen.

Als Spross einer Musikerfamilie (Vater Ronald Bruner spielte Schlagzeug unter anderem bei Diana Ross und The Temptations, Bruder Ronald Bruner junior trommelte unter anderem für Erykah Badu und Stevie Wonder) fand Thundercat früh zur Musik und ist neben Flying Lotus und seinem ehemaligen Bandkollegen Kamasi Washington einer der Angelpunkte der West-Coast-Musikerszene. Dieses Umfeld prägt den Sound vieler HipHop-, R&B- und Jazz-Produktionen. Bruners professionelle Musikkarriere begann noch in Highschool-Tagen, als er bei der Hardcore-Punk-Band Suicidal Tendencies einstieg.

Als Produzent war Bruner unter anderem bei Kendrick Lamars Erfolgsalbum „To Pimp A Butterfly“ involviert, als Session-Musiker bei Kali Uchis und Childish Gambino und anderen. Prägend für Thundercats Sound ist sein sechssaitiger Bass, eine MIDI-kompatible Sonderanfertigung.


Thurston Moore

Als Mitgründer der Band Sonic Youth war Thurston Moore eine der Schlüsselfiguren des Noise-Rock. Der US-amerikanische Musiker war Mitglied im No-Wave-Gitarrenorchester von Glenn Branca, bevor er 1981 mit Lee Ranaldo und seiner zukünftigen Ehefrau Kim Gordon Sonic Youth gründete. 2011 brach die Ehe auseinander und die Band löste sich auf. Sei dem Ende von Sonic Youth ist Thurston Moore mal als Solokünstler, mal als Teil seiner neuen Band Chelsea Light Moving aktiv.


Tim Buckley

Tim Buckley (*14. Februar 1947 in Washington D.C. – 29. Juni 1975) war ein einflussreicher US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist. Er veröffentlichte sein selbstbetiteltes Debütalbum im Jahr 1966.

Tim Buckley wuchs mit unterschiedlichen Varianten klassischer US-amerikanischer Musik auf: Blues, Jazz, Country. Im Alter von dreizehn Jahren brachte er sich selbst das Banjospielen bei und gründete eine Folk-Gruppe. Entdeckt wurde er 1966 während eines Konzerts in L.A. von Jimmy Carl Black, dem Drummer von Frank Zappas Band The Mothers Of Invention. Im selben Jahr nahm Buckley sein Debütalbum auf. Es war geprägt von einem straighten Folk-Rock-Sound und gilt heute als die eingängigste Platte des Musikers, der in den Folgejahren verstärkt Jazz-Einflüsse in seiner Musik verarbeitete. Um 1969 herum wurde seine Musik abstrakter: Mit „Lorca“ und „Starsailor“ (beide 1970) nahm er zwei von Avantgarde und Free Jazz inspirierte Platten auf, auf denen er seine höchst abwechslungsreiche Stimme in ihrer vollen Blüte präsentierte. Obwohl beide Alben seine Fans eher abschreckten, enthält „Starsailor“ Buckleys bis heute bekanntestes Stück „Song To The Siren“. Es wurde später von unter anderem Robert Plant, Bryan Ferry und John Frusciante gecovert. 1970 löste Buckley die Band auf, mit der er sein letztes Album eingespielt hatte und gründete stattdessen eine Funk-Combo.

Tim Buckley starb 1975 an einer Überdosis Heroin. Mit Jeff Buckley hinterließ er einen Sohn, der ebenfalls als Musiker bekannt wurde und jung starb. An Tim Buckleys 45. Todestag war 2020 sein Song „Strange Feelin'“ ByteFM Track des Tages.


Tim Burgess

Tim Burgess ist ein britischer Sänger und Songwriter aus dem nordenglischen Salford, der sowohl als Solomusiker als auch als Sänger von The Charlatans bekannt ist. Sein Solodebüt „I Believe“ erschien im Jahr 2003 über PIAS.

Burgess begann seine musikalische Karriere als Sänger und Gitarrist in diversen lokalen Bands. Der Durchbruch gelang ihm als Sänger der 1988 gegründeten Alternative-Rock-Band The Charlatans, die neben The Stone Roses, Happy Mondays und Primal Scream zu den einflussreichsten Gruppen des sogenannten „Madchester-Boom“ zählt. Als wichtige Inspiration für seine Tätigkeit als Solomusiker gilt seine Umsiedlung in die USA. So verarbeitete Burgess auf seinem Solodebüt „I Believe“ unter anderem Einflüsse aus Folk und Country. Der Nachfolger „Oh No I Love You“ aus dem Jahr 2012 entstand in Zusammenarbeit mit Kurt Wagner, Sänger der Alternative-Country-Combo Lambchop. Des Weiteren kollaborierte Burgess mit namhaften Acts wie Saint Etienne, The Chemical Brothers, Joaquin Phoenix sowie dem Avantgarde-Komponisten Peter Gordon. Er ist zudem Teil der Supergroup The Chavs, der neben ihm auch Mitglieder von Primal Scream, The Libertines und Razorlight angehören. Mit O Genesis betreibt er seit 2011 sein eigenes Label.

„I Love The New Sky“ aus dem Jahr 2020 ist das fünfte Solo-Release von Tim Burgess, der mittlerweile wieder in England lebt. Die Vorabsingle „The Mall“ war Track des Tages bei ByteFM.


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