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T. Rex

T. Rex waren eine britische Glamrock-Band der 1970er. Einziges dauerhaftes Mitglied war der Sänger und Gitarrist Marc Bolan (30. September 1947 – 15. September 1977). Im Laufe des Jahrzehnts hatte T. Rex zahlreiche Hits wie „Get It On”, „Metal Guru”, „Children Of The Revolution” und „20th Century Boy”. Bolan war – neben David Bowie – eine der stilprägenden Figuren des Glamrock und einer der wenigen Musiker der 1970er, die auch von den Punks verehrt wurden.

Gegründet wurde die Band 1967 als „Tyrannosaurus Rex” von Bolan und dem Drummer/Perkussionisten Steve Porter, der sich fortan – inspiriert durch „Der Herr der Ringe” – Steve Peregrin Took nannte. Unter dem langen Namen nahm die Band 1968 zwei Alben mit noch längeren Namen auf: „My People Were Fair and Had Sky In Their Hair ... But Now They're Content To Wear Stars On Their Brows” und „Prophets, Seers & Sages: The Angels Of The Ages”. Die Musik der frühen Alben war versponnener Hippie-Drogen-Fantasy-Folk. Mit den knapperen Plattentiteln „Unicorn” (1969) und „A Beard Of Stars” (1970) kündigte sich auch musikalische eine Hinwendung zu einfacheren Strukturen an, die mit der Namensverkürzung auf „T. Rex” und dem gleichnamigen Album fortgesetzt wurde. Nach diesem Album verließ Took die Band und gründete die Pink Fairies. Den Kern des Schaffens von T. Rex wie sie heute in Erinnerung sind, bilden die Alben „Electric Warrior” (1971), „The Slider” (1972) und „Tanx” (1973).

Nach 1973 verlor die Band vorrübergehend die Gnade von Kritiker*innen und Publikum. Die – durchaus interessanten – Alben „Zinc Alloy And The Hidden Riders Of Tomorrow” (1974), „Bolan's Zip Gun” (1975) und „Futuristic Dragon” (1976) hatten zwar einige der interessantesten Songs der Band, wirkten aber insgesamt stilistisch unentschlossen. Erst „Dandy Of The Underworld” (1977) mit strafferen Songs und schlichterer Produktion führten Bolan zurück. Er bewegte sich in der angesagten Punk-Szene Londons und spielte Konzerte mit Bands wie The Damned. Am 15. September starb Marc Bolan bei einem Autounfall, kurz vor seinem 30. Geburtstag.


Talib Kweli

Talib Kweli Greene (* 3. Oktober 1975, New York) ist ein US-amerikanischer Rapper und Aktivist. Bekannt wurde er 1998 durch seine Zusammenarbeit mit Mos Def, „Black Star“. Talib Kweli kommt aus einer Akademiker*innenfamilie und studierte selbst zunächst an der Brooklyn Technical High School und später dann experimentelles Theater an der New York University. Noch vor dem Erscheinen des Black-Star-Albums war Kweli – neben Mos Def, Q-Tip, Rass Kass, Company Flow und vielen anderen – an der ersten „Lyricist-Lounge“-Compilation des Rawkus-Labels beteiligt.

In seiner Jugend war Talib Kweli stark vom HipHop der Native Tongue Posse um A Tribe Called Quest und De La Soul beeinflusst. 2002 erschien sein erstes Soloalbum „Quality“, produziert unter anderem von Kanye West. Die Single „Get By“ erreichte Platz 77 der Billboard Hot 100. Sein bislang erfolgreichstes Album „Eardrum“ (2007) kam auf Platz zwei der US-Charts. 2017 erschien sein Album „Radio Silence“ mit einem Gastauftritt von Anderson .Paak.


Talk Talk

Talk Talk waren eine britische Band aus London, die sich im Laufe der 1980er Jahre von recht simplem New Wave zu immer experimentellerem Art-Pop entwickelte. Sie bestand aus dem Sänger und Multiinstrumentalisten Mark Hollis, Paul Webb (Bass) und Lee Harris (Drums). Das erste erste Album „The Party's Over” (1982) enthielt den kleineren Hit „Talk Talk” und wurde vom David-Bowie-Toningenieur Colin Thurston produziert, der auch für die ersten beiden Alben von Duran Duran verantwortlich war. Der große Erfolg stellte sich dann 1984 mit dem zweiten Album „It's My Life” ein, das von Tim Friese-Greene produziert wurde, mit dem die Band bis zum Schluss eng zusammenarbeiten sollte. Der Titeltrack sowie „Dum Dum Girl” und insbesondere „Such A Shame” erreichten europaweit beachtliche Chartspositionen.

Die dritte LP von Talk Talk, „The Colour Of Spring” (1986) brachte noch „Life's What You Make It” in die Hitparaden, aber es wurde offensichtlich, dass die Band sich immer weiter vom Pop entfernte. Die Songs wurden von Album zu Album ruhiger, sparsamer instrumentiert und forderten vom Hörer mehr Aufmerksamkeit ein. Insbesondere „Spirit Of Eden” und „Laughing Stock” wurden zu Klassikern nicht chartkompatibler Popmusik.

Sänger Mark Hollis veröffentlichte 1998 ein selbstbetiteltes Soloalbum, das die Entwicklung seiner Band hin zu komplexen Strukturen und immer sparsamerer Instrumentierung fortsetzte. Anschließend zog er sich aus dem Musikgeschäft und der Öffentlichkeit weitgehend zurück. Am 24. Februar 2019 starb Hollis nach kurzer, schwerer Krankheit. Bassist Paul Webb nahm als Rustin Man 2002 mit Beth Gibbons von Portishead das Album „Out Of Season” auf und veröffentlichte 2019 und 2020 die beiden Alben „Drift Code” und „Clockdust”. Tim Friese-Greene ist seit den frühen 1990ern unter anderem mit der Band Heligoland aktiv.


Talking Heads

Talking Heads waren eine zwischen 1975 und 1991 aktive New-Wave-Band aus New York City. Die Gruppe bestand aus David Byrne (Gesang, Gitarre), Tina Weymouth (Bass), Jerry Harrison (Keyboard, Gitarre) und Chris Frantz (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Talking Heads: 77“ veröffentlichte sie im Jahr 1977.

Gegründet wurde die Band von ehemaligen Kunststudent*innen. Ihren ersten Gig unter dem Namen Talking Heads spielten sie 1975 als Vorband von Ramones im Club CBGB. Ihr Debütalbum, das mit „Psycho Killer“ einen ihrer bekanntesten Songs enthält, wurde mit positiven Reaktionen aufgenommen. Zwischen 1978 und 1980 arbeitete das Quartett mit Brian Eno zusammen, der mit „Fear Of Music“ (1979) und „Remain In Light“ (1980) unter anderem die beiden Alben produziert hat, die häufig als die besten Talking-Heads-Releases bezeichnet werden. Mit ihrer Vermischung von Elementen aus Punk, Pop, Funk und diversen traditionellen afrikanischen Stilen gilt das Quartett bis heute als eine der originellsten Formationen der 1970er- und 80er-Jahre.

Nach der Auflösung von Talking Heads im Jahr 1991 widmeten sich Tina Weymouth und ihr Ehemann Chris Frantz vollständig ihrer 1981 gegründeten New-Wave-Band Tom Tom Club. David Byrne war als Solokünstler erfolgreich. Im Rahmen der Aufnahme von Talking Heads in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 2002 spielten die vier ehemaligen Mitglieder gemeinsam drei ihrer Songs.


The Tallest Man On Earth

Der größte Mann der Erde ist der Schwede Kristian Mattson offensichtlich nicht. Große Musik macht er als The Tallest Man On Earth allerdings trotzdem. So großartig, dass er sogar mit dem frühen Bob Dylan verglichen wird. Musikalischist The Tallest Man On Earth im Folk und Indie Folk zuhause und gehört neben Bon Iver und The Avett Brothers zu den Größeren der Szene.

 


Tame Impala

Tame Impala sind eine 2007 in Perth um Sänger und Gitarristen Kevin Parker gegründete australische Pop-Band mit Psychedelic-Rock- und Synth-Pop-Einflüssen. Mitglieder sind Dominic Simper (Gitarre), Jay Watson (Keyboards), Julien Barbagallo (Schlagzeug) und Cameron Avery (Bass).

Die Bandmitglieder kannten sich aus unterschiedlichen lokalen Bands mit wechselnden Besetzungen, an denen sie als Studenten beteiligt waren. 2008 erschien eine erste EP beim Indie-Label Modular, das durch MySpace auf die Gruppe aufmerksam geworden war. Mit ihrem Debüt „Innerspeaker“ sorgten Tame Impala 2011 für einen kleinen Hype: Der 60er-Jahre-Psychedelic-Rock der Gruppe, gepaart mit modernem Popanspruch, erfreute FreundInnen von Halleffekten und Schrammelgitarren. Auf dem Nachfolger „Lonerism“ wurde der Sound von Tame Impala dann um analoge Synthesizer erweitert. Der im Jahr 2015 veröffentlichte, sehr synthesizerlastige Langspieler „Currents“ erreichte die Spitze der australischen Charts.

Neben seiner Rolle bei Tame Impale ist Kevin Parker auch als Songschreiber und Produzent für andere KünstlerInnen tätig, so arbeitete er unter anderem mit Lady Gaga und Kali Uchis zusammen.


Tatyana

Tatyana ist der Name, unter dem die britische Sängerin, Songwriterin und Produzentin Tatyana Philips Musik veröffentlicht. Ihre Debüt-EP „Shadow On The Wall“ ist im Jahr 2020 über das New Yorker Label Sinderlyn (Cults, Homeshake) erschienen.

Tatyana, die als Kind britischer und russischer Eltern in London aufwuchs, studierte zunächst am renommierten Berklee College of Music in Boston, bevor sie 2017 in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Der Besuch einer Underground-Party in London veranlasste die nun klassisch ausgebildete Harfenistin, selbst Musik zu produzieren. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die gemeinschaftliche Atmosphäre des Raves, die Tatyana dazu inspirierte, mit eigenen elektronischen Tracks zur Szene beizutragen. Auf ihrer Debüt-EP „Shadow On The Wall“ versammelte die Künstlerin zugleich eingängige und detailverliebte Synth-Pop-Nummern mit teils dreampoppiger, teils dystopischer Atmosphäre. Das Stück „Over Again“ aus der EP war im August 2020 ByteFM Track des Tages.

An der Harfe hat Tatyana Philips unter anderem die Sängerin Neneh Cherry als Tourmusikerin begleitet. Als wichtige Inspiration nennt sie zudem die schwedische Pop-Künstlerin Robyn.


Taylor Swift

Taylor Swift (*13. Dezember 1989, West Reading, Pennyslvania) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin. Sie ist eine der kommerziell erfolgreichsten Musikerinnen und wird zugleich auch von den Kritiker*innen weitgehend wohlwollend begleitet. Sie begann ihre Karriere 2006 mit Country, ist stilistisch aber inzwischen nicht mehr festzulegen. Zu ihren bekanntesten Songs gehören „I Knew You Were Trouble”, „Shake It Off”, „Blank Space”, „Bad Blood” (mit Kendrick Lamar) und „Cardigan”.

Taylor Swift wuchs in einer wohlhabenden und musikaffinen Familie auf. Ihre Großmutter war die Opernsängerin Marjory Finlay, ihr Vater war Börsenmakler für den Konzern Merrill Lynch. Ihren Vornamen hat sie der elterlichen Verehrung für den Musiker James Taylor zu verdanken. Taylor Swift begann sich früh für Musik zu interessieren und auch einiges Talent zu zeigen. Als sie 14 Jahre alt war, zog die Familie in die Nähe des Country-Mekkas Nashville, um ihr eine Karriere in diesem Genre zu erleichtern. 2006 erschienen ihr selbstbetiteltes Debüt, das von der Kritik gefeiert wurde und die Hitsingle „Tim McGraw” abwarf.

Nach ihrem vierten Album „Red” (2012) begann Swift, die Countrymusik hinter sich zu lassen und sich anderen Genres zu öffnen. Ihre nächsten drei, höchst erfolgreichen Alben „1989” (2014), „Reputation” (2017), und „Lover” (2019) waren, teils von der Musik der 1980er Jahre inspirierter, Synth-Pop. Mit ihren beiden 2020er Alben „Folklore” und „Evermore” vollzog sie eine weitere – künstlerisch wie kommerziell erfolgreiche – stilistische Kehrtwende, diesmal in Richtung Folkmusik.


Teitur

In seiner Kindheit auf den Färöer-Inseln hatte Teitur zwar keinen Fernseher, dafür aber ein Radio, dass ihm die Musik seiner späteren Vorbilder, wie Bob Dylan oder Leonard Cohen, näherbrachte. Teitur, der mit gebürtigem Namen Teitur Lassen heißt und schon früh mit dem Songwriting und Gitarrespielen anfing, zieht es jedoch in die weite Welt und so wohnt er zwischenzeitlich in New York und London, wo 2003 sein Debütalbum "Poetry & Aeroplanes" erscheint. Es folgen mehrere Alben, die größtenteils an das Konzept und den Erfolg des ersten Albums anknüpfen. Teiturs Musik ist geprägt durch seine warme Stimme und dem Gitarrenspiel und ist meistens ein Mix aus akustischem Pop und Folk.


Tellavision

Tellavision ist das One-Woman-Projekt der 1988 in Bielefeld geborenen und mittlerweile in Berlin ansässigen Sängerin, Musikerin und Produzentin Fee Kürten. Ihr Debütalbum „Music On Canvas“ nahm sie zwischen 2007 und 2010 in Eigenregie auf und veröffentlichte es 2011.

Tellavision zeichnet verantwortlich für alle Teilbereiche ihrer musikalischen Veröffentlichungen, von der Komposition über den Gesang und das Einspielen aller Instrumente bis hin zur Produktion. Ihre Mischung aus Synth-Pop, Techno und Krautrock bezeichnet sie als „Hardware Post Pop“. Insbesondere ihre frühen Veröffentlichungen zeichnen sich durch eine ausgeprägte Lo-Fi- und DIY-Attitüde aus. So diente ihr beispielsweise ein Schuhkarton als Bassdrum und eine Terpentindose als Snaredrum. Mit „Hayda“ und „Katschma“ erschienen 2017 zwei Songs, die Tellavision zusammen mit der Hamburger Musikerin Derya Yildirim einspielte und in denen die beiden Künstlerinnen Tellavisions Art-Pop-Klänge und ihre englischsprachigen Lyrics mit Derya Yildirims traditionellem Saz-Spiel und ihrem Gesang in türkischer Sprache kombinieren.

„Add Land“, Tellavisions viertes Album, erschien im April 2019 über das Hamburger Indie-Label Bureau B.


Temples

Temples sind eine 2012 gegründete britische Psych-Pop-Band aus Ketting, England. Ihre Mitglieder sind James Bagshaw (Gesang, Gitarre), Adam Thomas Smith (Gitarre, Keyboard, Background-Gesang) und Thomas Edward James Walmsley (Bass, Background-Gesang). Live wird das Trio von dem Drummer Rens Ottink unterstützt. „Sun Structures“, das erste Album von Temples, wurde 2014 über Heavenly Recordings veröffentlicht.

Temples spielen psychedelischen Pop, bzw. Rock mit Fuzz-Gitarren nach dem Vorbild von 60s-Psych- und Garage-Bands wie The Beatles, The Zombies, Nazz und The Nuggets. Durch einfache Aufnahmetechniken sowie die Nutzung von Vintage-Equipment wird der rohe Sound der 1960er-Jahre imitiert. Bevor sie im Jahr 2012 Temples gründeten, waren Sänger und Gitarrist Bagshaw und Bassist Walmsley bei anderen – teilweise bekannten – Bands aktiv, darunter The Moons, The Lightning Seeds und Sukie. Jeff Barrett, der Gründer von Heavenly Recordings, signte Temples, nachdem er ihre selbstproduzierten Songs im Internet entdeckt hatte. Die Band tourte als Support-Act von unter anderem Suede, Mystery Jets und The Vaccines. Zu ihren prominenten Fans zählen Noel Gallagher von Oasis und Johnny Marr von The Smiths.

„Hot Motion“, das dritte Album von Temples, erschien 2019 über Pias.


The Temptations

The Temptations sind eine seit 1960 bestehende Gesangsband aus Detroit, die mit Hits wie „My Girl“ und „Papa Was A Rollin' Stone“ zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Soul-Interpreten aller Zeiten zählt. In den 1960er- und 70er-Jahren veröffentlichten sie zahlreiche Singles und Albums über das legendäre Label Motown Records und trugen so maßgeblich zu dessen Erfolgsgeschichte bei.

Gegründet von vier Jugendfreunden als Doo-Wop-Quartett, konnten die späteren Temptations bereits in den späten 1950er-Jahren in Detroit und Umgebung regionale Aufmerksamkeit erregen. Nach einem Signing bei Motown Records im Jahr 1960 und einigen Jahren ohne größere Erfolge veröffentlichte die Band im Jahr 1964 schließlich ihre erste Nummer-eins-Single „My Girl“. Viele weitere Top-Ten-Hits – darunter „Beauty Is Only Skin Deep“ und „(Loneliness Made Me Realize) It's You That I Need“ – folgten. Mit dem Einstieg Dennis Edwards' im Jahr 1968 wandten sich The Temptations einem neuen Sound zu: Beeinflusst von Bands wie Funkadelic und Sly & The Family Stone, spielten sie nun Psychedelic-Soul und veröffentlichten mit Songs wie „Cloud Nine“ und „Papa Was A Rollin' Stone“ zwei der größten Hits, die dem Genre zugerechnet werden.

Das einzige verbliebene Originalmitglied von The Temptations ist Otis Williams.


Tenderlonious

Tenderlonious (geboren als Ed Cawthorne) ist ein britischer Musikproduzent, Jazz-Flötist und -Saxofonist. Seine Kindheit verbrachte er unter anderem in Zypern und Deutschland, da sein Vater im Dienst der Royal Army stand. Seine musikalische Sozialisation fand nicht über Jazz, sondern zunächst über Film-Soundtracks und später über Drum & Bass statt. In seiner Jugend bastelte er gelegentlich Beats für Grime-Tracks, von einer musikalischen Karriere konnte man zu dem Zeitpunkt aber noch nicht reden. Cawthornes Leben war in einer ziellosen Phase, bis er Yusef Lateef Saxofon spielen hörte und sich selbst eines zulegte.

Im Jahr 2013 gründete Cawthorne das Label 22a, auf dem nicht nur seine eigenen Projekte (neben Veröffentlichungen unter seinem Alias Tenderlonious auch mit den Projekten Ruby Rushton und 22arkestra) erscheinen, sondern auch etliche andere Musiker*innen der Londoner Jazz-Szene wie Reginald Omas Mamode IV und Henry Wu.

Mit seinem bunten musikalischen Werdegang ist Tenderlonious fast eine Personifizierung der musikalisch offenen UK-Jazz-Szene. Zwischen 2016 und 2019 veröffentlichte er vier Platten als Tenderlonious (eine davon „featuring the 22arkestra”) und ebenfalls vier Platten mit der Gruppe Ruby Rushton. Neben Jazz hat Ed Cawthorne in diesen Veröffentlichungen auch Chicago-House- und Detroit-Techno-Gefilde erforscht. Im Mai 2020 war seine Interpretation des Stücks „Raga“ aus der Feder des britischen Jazz-Musiker Tubby Hayes ByteFM Track des Tages.


Terrace Martin

Terrace Martin (*28. Dezember 1978 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer HipHop-/Jazz-Musiker, Sänger, Songwriter und Produzent. Sein Debütalbum „The Demo“ erschien 2010.

Martin wurde als Kind zweier Jazz-Musiker*innen ins Los Angeles geboren. Er erlernte bereits im Kindesalter diverse Instrumente, darunter Piano und Saxofon. Damit erweckte er die Aufmerksamkeit des Talkmasters Jay Leno, der dem jungen Musiker daraufhin durch ein Stipendium förderte. Im Teenageralter erhielt Martin die Anerkennung diverser renommierter Jazz- und HipHop-Musiker*innen. So befinden sich auf seinen gleichermaßen von Jazz, Funk und HipHop geprägten Veröffentlichungen Gastbeiträge von unter anderem Snoop Dogg, Kendrick Lamar, Kamasi Washington und Thundercat. Neben seinen eigenen Releases ist Martin als Produzent für andere Künstler*innen tätig, darunter Herbie Hancock, Snoop Dogg, Talib Kweli und Stevie Wonder. In seinen Produktionen verarbeitet Martin Einflüsse aus Jazz, Funk, Klassik und Soul. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählt der Sänger, Rapper, Pianist, Saxophonist, Gitarrist, Bassist und Drummer Miles Davis, John Coltrane, Herbie Hancock, Charlie Parker und Dr. Dre

Anlässlich eines Auftritts beim Überjazz Festival in Hamburg, war Terrace Martin 2016 im ByteFM Magazin zu Gast. 2020 veröffentlichte er mit „Sinthesize“ ein Jazz-Instrumental-Album. Im Januar desselben Jahres war sein Song „Beige (feat. Arin Ray & Elena Pinderhughes)“ ByteFM Track des Tages. Im Juni desselben Jahren veröffentlichte er den Song „Pig Feet“. Die Kollaboration mit Kamasi Washington, Denzel Curry, G Perico und Daylyt war ein Statement gegen rassistische Polizeigewalt; Anlass der Veröffentlichung war der Mord an dem Afroamerikaner George Floyd eine Woche zuvor.


The Human League

The Human League sind eine englische Popband aus Sheffield. 1977 gründeten Ian Craig Marsh und Martyn Ware die experimentelle Elektronik-Band The Future, aus der noch im selben Jahr mit Einstieg des Sängers Phil Oakey The Human League wurde. Die bekannstesten Songs sind „Being Boiled” und „Don't You Want Me?”.

Die ersten beiden Alben „Reproduction” (1979) und „Travelogue” (1980) legten den Schwerpunkt noch stark auf den experimentellen Aspekt der Musik, konnten aber mit „Being Boiled” einen unerwarteten Single-Erfolg vorweisen. Noch 1980 stiegen Marsh und Ware aus, um Heaven 17 zu gründen, Oakey machte unter dem etablierten Namen weiter. Beide Bands nahmen einen kommerzielleren Sound an und waren nach der Trennung erfolgreicher. Die nächste LP „Dare” der – inzwischen von den Background-Sängerinnen Joanne Catherall und Susan Ann Sully verstärkten – Human League enthielt den Welthit „Don't You Want Me?”. Die Band blieb auch in der Folge relativ erfolgreich, ohne aber die Verkaufszahlen von „Don't You Want Me?” wieder zu erreichen. Erst 1986 hatten sie mit dem vom amerikanischen Produzentenduo Jam & Lewis (Janet Jackson) geschriebenen „Human” vom Album „Crash” einen vergleichbaren Erfolg.

In der Folgezeit ließ sich die Band mit den Veröffentlichungen immer mehr Zeit, bleibt aber weiter aktiv. Nach „Crash” erschienen noch die Alben „Romantic?” (1990), „Octopus” (1995), „Secrets” (2001) und „Credo” (2011), ohne nennenswerte Chartserfolge hervorzubringen.


The Kinks

The Kinks sind eine britische Rockband, die 1964 von den Brüdern Ray (Gesang, Gitarre, Keyboard) und Dave Davies (Gitarre, Gesang, Keyboard) in London gegründet wurde. Sie zählt zu den einflussreichsten englischen Acts der 1960er-Jahre. Ihr Debütalbum „Kinks“ erschien 1964. 

The Kinks wurden in ihren Anfangsjahren vor allem von US-amerikanischem R&B und Rock ’n’ Roll beeinflusst. So war ihre erste Single ein Cover von Little Richards' „Long Tall Sally“. Ihren ersten Hit feierte die Gruppe im Jahr 1964 mit dem mittlerweile zum Garage-Rock-Klassiker gewordenen „You Really Got Me“. Mit seinem schnellen, rotzigen Power-Chord-Riff gilt der Song als Blaupause später aufkommender Musikrichtungen wie Hard Rock und Heavy Metal. Mit Songs wie „All Day And All Of The Night“, „Set Me Free“ und „Tired Of Waiting For You“ folgten bald weitere Hits sowie Touren in Europa und den USA. Nach einer semierfolgreichen Phase in den 70ern erlebte die Band in den späten 70ern und in den 80ern ein Revival, nachdem prominente Bands wie The Jam, The Pretenders und Van Halen ihre Songs gecovert hatten. Im Laufe ihrer Karriere haben sich The Kinks immer wieder mit kontroversen Themen wie Transsexualität („Lola“), der britischen Steuerpolitik („Sunny Afternoon“) und Monarchie („Victoria“) befasst. Auch Post-Punk-Acts wie The Raincoats und The Fall würdigten mit Coverversionen das Wirken der schwer kategorisierbaren Band.

Nach einem erneuten Aufschwung ihrer Karriere im Rahmen der Britpop-Welle in den 90ern lösten sich The Kinks 1996 auf. Die Davies-Brüder konzentrierten sich fortan auf Solo-Aktivitäten. Im Jahr 2018 gaben sie ihre Reunion bekannt.

 


Thelonious Monk

Thelonious Monk war einer der großen Querdenker des Jazz, der in seiner Schaffenszeit das Genre konstant weiterentwickelte. In der 40er-Jahren schufen Monk und seine Kollegen Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Kenny Clarke in ausufernden Jam-Sessions den Bebop. Als in den folgenden Jahren Bepop zum Post-Bop wurde, arbeitete auch Monk seine innovative, sehr perkussive Spieltechnik weiter in Richtung Avantgarde aus – und fing an zu komponieren. Kompositionen wie „Round Midnight“ und „Ruby, My Dear“ wurden zu Standards, die fest ins Repertoire von Miles Davis, John Coltrane und anderen Genre-Größen gehörten. In den 70er-Jahren zog Thelonious Monk sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück, am 17. Februar 1982 starb er an einem Schlaganfall.


The Thermals

The Thermals waren ein Power-Pop- und Punk-Trio aus Portland. Die Band startete als Solo-Projekt vom Frontmann Hutch Harris, der das Debüt „More Parts Per Million“ (2002) komplett im Alleingang produzierte. Zusammen mit Kathy Foster und Westin Glass wurde aus dem Solotrip eine Band. Im Verlaufe der 00er-Jahre veröffentlichten The Thermals einige gefeierte Alben, allen voran das mit religösen Motiven aufgeladene „The Body, The Blood, The Machine“. Im April 2018 gaben The Thermals ihre Auflösung bekannt.


They Might Be Giants

Dass die beiden US-Amerikaner John Flansburgh und John Linnell Kreativität und Humor besitzen, bewiesen sie als They Might Be Giants unter anderem mit ihrem Projekt „Dial A Song“, bei dem sie Songs auf einen Anrufbeantworter singen. Mit genau dieser Mischung machen They Might Be Giants seit 1982 unkonventionellen und experimentellen Alternative-Rock, der sie zu weltweiter Bekanntheit gebracht hat.


Thom Yorke

Thom Yorke (*7. Oktober 1968 in Wellingborough als Thomas Edward Yorke) ist ein englischer Sänger, Songwriter, Gitarrist, Pianist und Bassist, der sowohl als Sänger und hauptsächlicher Songwriter der erfolgreichen (Post-)Rockband Radiohead bekannt ist als auch als Solomusiker. Sein Solodebüt „The Eraser“ erschien 2006 über XL Recordings (The Prodigy, FKA Twigs, Tyler, The Creator).

Während seine Band Radiohead spätestens seit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „OK Computer“ im Jahr 1997 zu den einflussreichsten zeitgenössischen Alternative-Rock-Acts zählt, produziert Yorke solo primär elektronische Musik. Dabei kombiniert er zumeist elektronische Beats mit Piano und seinem Gesang und setzt dabei auf atmosphärische Sounds und progressive Post-Rock-Strukturen. Yorke ist für die innovative Zusammenführung von Ton und Bild bekannt. So kollaborierte er mit dem audiovisuellen Künstler Tarik Barri, der unter anderem Visuals zu Yorkes Konzerten beisteuerte und mit ihm zusammen die audiovisuelle 360-Grad-Installation „City Rats“ produzierte. Yorke komponierte zudem den Soundtrack zu „Suspiria“, dem 2018 erschienenen Remake des gleichnamigen italienischen Horrorfilm-Klassikers.

Im Jahr 2019 veröffentlichte Thom Yorke mit „Anima“ sein drittes Soloalbum. Parallel dazu erschien ein dazugehöriger, dystopischer Kurzfilm von dem erfolgreichen Filmregisseur Paul Thomas Anderson (Magnolia, There Will Be Blood) mit Yorke in der Hauptrolle.


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