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Odd Couple

Das erste, was einem bei Videos oder Liveperformances von Odd Couple auffällt, sind die langen fabulösen Haare der beiden Berliner. Aber nicht nur das Äußerliche verweist dezent auf Rock. Auch die Musik von Odd Couple reiht sich in eine lange Schlange mit The Black Keys, Die Nerven und Lenny Kravitz, also eine Mischung aus Garage- und Krautrock und einer Prise psychedelischem Raps. Zu Tammo Dehn und Jascha Kreft hat sich seit dem dritten Album „Yada Yada“ Dennis Schulze dazugesellt.


Oddisee

Oddisee (*24. Februar 1985 als Amir Mohamed el Khalifa) ist ein US-amerikanischer Rapper. Bei Konzerten unterstützt ihn zuweilen die Band Good Compny um den Gitarristen Olivier St. Louis.

Geboren in Washington und aufgewachsen im Speckgürtel des Regierungssitzes, kam der Sohn eines sudanesischen Vaters und einer afroamerikanischen Mutter schon früh mit politischer und gesellschaftskritischer Musik in Berührung. Rapper wie Rakim oder HipHop-Crews wie De La Soul und A Tribe Called Quest schärften in seiner Jugend sein politisches Bewusstsein. Doch bevor er seinen Jugendhelden als MC nacheiferte, machte sich der junge Oddisee zu Beginn der Nullerjahre zunächst einen Namen als Produzent, und war als solcher unter anderem an DJ Jazzy Jeffs Album „The Magnificent“ Beats beteiligt.

Sein 2012 erschienenes Studioalbum „People Hear What They See“ wurde von iTunes zum „Rap/HipHop Album Of The Year“ gekürt. Die Nachfolger „The Good Fight“ (2015) und „The Iceberg“ (2017) wurden von Musikkritik und HörerInnen gefeiert. Beide Langspieler erreichten die Billboard-Independent-Charts. Im Sommer 2020 veröffentlichte Oddisee auf der EP „Odd Cure“, sechs klassische Rap-Tracks.


Odetta Hartman

Odetta Hartman ist eine amerikanische Musikerin aus New York. Sie bezeichnet ihre Musik selbst als „Cowboy Soul“ und „Future Folk“.

In ihrer Musik kombiniert Odetta Hartman traditionelle Folk- und Country-Instrumente wie Gitarre, Banjo und Violine mit elektronischen Beats und Samples. Auf diese Weise erklingen in ihren Songs beispielsweise Geräusche von klappernden Schlüsseln, Pistolenschüssen oder das Rauschen eines Wasserhahns. Viele der Sounds, die sie verwendet, fängt die New Yorkerin spontan mit einem mobilen Aufnahmegerät ein. Ein großer Einfluss für ihre Verwendung von Field Recordings ist der amerikanische Musikforscher Alan Lomax, über den Hartman ihre Abschlussarbeit an der Universität verfasste.

Maßgeblich am Zusammenspiel von traditionellem Folk und experimentellen Elementen beteiligt ist Produzent Jack Inslee - Hartmans musikalischer Partner. Das Debütalbum von Odetta Hartman „222“ wurde 2015 auf dem Label Nothern Spy Records veröffentlicht. Der Nachfolger „Old Rockhounds Never Die“ erschien 2018 ebenfalls dort. Hartman hat für das Album alle Instrumente selbst eingespielt.


Omar Apollo

Omar Apollo ist ein mexikanisch-US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist, der 1997 in Hobart, Indiana geboren wurde. Seine Debüt-EP „Stereo” veröffentlichte er im Jahr 2018 selbst.

Auf „Stereo” kombinierte Omar Apollo eine Vielzahl an Einflüssen, darunter Soul, Funk, R&B sowie verträumt daherkommenden Bedroom-Pop. Dabei singt der in Hobart aufgewachsene Sohn mexikanischer Einwanderer*innen abwechselnd auf Englisch und Spanisch. Zu singen begann Omar Apollo bereits im Kindesalter in einem katholischen Kirchenchor. Im Alter von zwölf Jahren brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei. Am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn lud er seine Songs im Internet hoch, wodurch er sich schnell eine Fangemeinde aufbaute. Seine Debüt-EP erhielt vornehmlich positive Kritiken und brachte ihm zahlreiche Auftritte auf renommierten Festivals ein. 2019 veröffentlichte Apollo seine zweite EP „Friends”, die soundtechnisch einheitlicher ausfiel als der Vorgänger und von Funk-Einflüssen geprägt war. Zu seinen Vorbildern zählt er Musiker, die so unterschiedlich sind wie Neil Young, Prince, Paul Simon und John Mayer.

Omar Apollos Soul-Nummer „Stayback” war im August 2020 ByteFM Track des Tages.


Omni

Irgendwo zwischen den grazilen Gitarren-Epen von Television und den hektischen Rhythmus-Anfällen von Devo haben Omni es sich gemütlich gemacht. Diese dünne Schnittmenge wird von dem US-amerikanischen Trio voll ausgespielt, mit filigranen Arpeggios und synkopischen Schluckauf-Drums. Kein Wunder, dass das so gut funktioniert: Sowohl Gitarrist Frankie Broyles als auch Bassist und Sänger Philip Frobos haben ihr virtuoses Handwerk in den Veteranen-Bands Deerhunter und Carnivores gelernt.

2017 veröffentlichten Omni ihr zweites Album „Multi-Task".


Oneohtrix Point Never

Oneohtrix Point Never (*25. Juli 1982 als Daniel Lopatin) ist ein einflussreicher US-amerikanischer Experimental- und Electronica-Musiker aus New York. Sein Debütalbum „Betrayed In The Octagon” ist im Jahr 2007 über Deception Island (Bee Mask, Cat Nap, Mark McGuire) erschienen.

Im Laufe seiner Karriere hat Oneohtrix Point Never mit diversen Stilen experimentiert. Die von Synthesizer-Flächen getragenen Tracks seiner Frühphase sind von einem atmosphärischen Ambient-Sound geprägt, zu dem er sich insbesondere von Kraut und New Age inspirieren ließ. Später inkludierte er auch Noise- und Rock-Elemente in seine häufig collagenartig zusammengesetzten Songs. Ein weiterer wichtiger Einfluss ist sogenannter „Hypnagogic Pop”, eine in den Nullerjahren entstandene Spielart psychedelischer Popmusik, die sich durch starke Bezugnahme auf Retro-Ästhetik – vornehmlich aus den 1980er-Jahren – auszeichnet, beispielsweise Video-Spiel-Musik, Werbejingles und Synth Pop. Musikalisch sozialisiert wurde Lopatin in der Underground-Noise-Szene Brooklyns. Auf einige kleinere Releases folgte 2010 sein Major-Label-Debüt „Returnal” über Editions Mego. Spätestens seit seinem Signing bei Warp Records im Jahr 2013 geht Oneohtrix Point Nevers Karriere steil bergauf: Der Musiker hat seither mit Acts wie Iggy Pop, FKA Twigs und Ishmael Butler (Shabazz Palaces) kollaboriert und Soundtracks für erfolgreiche Filme wie „Partisan”, „Good Time” und „Uncut Gems” komponiert. Lopatin ist auch als Produzent tätig, etwa für FKA Twigs, Anohni und David Byrne.

Magic Oneohtrix Point Never” aus dem Jahr 2020 ist das neunte Studioalbum des Künstlers.


Open Mike Eagle

Unter dem Namen Open Mike Eagle ist Michael W. Eagle II einer der wichtigsten Vertreter der US-amerikanischen Nerd-Rap-Szene – ob als Solokünstler, als Teil des Duos Cavanaugh oder als Kollaborateur mit Künstlern wie Aesop Rock oder Milo. Sein Debüt „Unapologetic Art Rap“ erschien im Jahr 2010 auf dem Label Mush Records. 2017 veröffentlichte Open Mike Eagle seine fünfte Solo-LP „Brick Body Kids Still Daydream“, ein Konzeptalbum über einen Sozialwohnungs-Bau in seiner Heimatstadt Chicago.


Orange Juice

Orange Juice waren eine britische Popgruppe aus Glasgow, die von 1976 bis 1984 existierte und als zentrale Band der schottischen Indie-Pop und Post-Punk-Szene gilt. Neben Frontmann Edwyn Collins (Gitarre/Gesang) umfasste die ursprüngliche Besetzung James Kirk (Gitarre/Gesang), David McClymont (Bass) und Steven Daly (Schlagzeug). 1981 wurde James Kirk durch Malcolm Ross (vorher bei Josef K) ersetzt; beim letzten Album „The Orange Juice“ war Percussionist Zeke Manyika einziges Bandmitglied neben Collins.

Ihre ersten Singles veröffentlichten Orange Juice auf dem heute legendären, aber nicht profitablen Label Postcard Records, das von Alan Horne betrieben wurde und einen wichtigen Knotenpunkt der schottischen Szene bildete. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen lehnten Orange Juice weder Disco ab noch gaben sie sich dystopisch; sie beschrieben ihren Sound als „happy-go-lucky pop“. Dieses Alleinstellungsmerkmal wurde charakteristisch für viele schottische Bands in der Folge, wie zum Beispiel BMX Bandits oder The Vaselines. Nach einigen Lo-Fi-Veröffentlichungen kooperierte Postcard mit dem Major Polydor für das Debüt-Album „You Can't Hide Your Love Forever“ (1982).

Mit Polydor im Rücken veröffentlichten Orange Juice zwei weitere Alben mit aufwändigerer Produktion und stärkerem Disco-Einfluss. Größter Erfolg war 1982 „Rip It Up“ vom gleichnamigen Album.


The Orielles

The Orielles sind eine britische Gitarrenpop-Band aus Halifax in North Yorkshire, England. Sie besteht aus den Schwestern Sidonie B (Drums) und Esmé Dee (Bass, Gesang) Hand-Halford sowie Henry Carlyle Wade an der Gitarre und Keyboarder Alex Stephens. Sämtliche Bandmitglieder sind um das Jahr 2000 geboren; ihr Debütalbum „Silver Dollar Moment“ erschien im Februar 2018 und ließ manche KritikerInnen an 90er-Jahre Indie-Bands wie The Stone Roses oder The Farm denken, andere an die frühen 1980er mit The Pastels, Gang Of Four oder Altered Images.

Zu jener Zeit war der Vater der Schwestern, Adam Halford, Schlagzeuger in einer Band namens The Train Set, die in der Szene Manchesters für eine Weile Aufmerksamkeit erregte. Sie teilte sich mit Happy Mondays und A Certain Ratio (die heute als weitere Einflüsse von The Orielles gelten) einen Übungsraum, kam aber über die Veröffentlichung einiger Singles nicht hinaus.

Das zweite Album von The Orielles, „Disco Volador“ (2020), erscheint, wie schon das Debüt, auf dem Label Heavenly. Seine Vorabsingle „Come Down On Jupiter“ war Track des Tages bei ByteFM.


OutKast

OutKast ist ein HipHop-Duo aus Atlanta. Es besteht aus den beiden Rappern André 3000 (André Lauren Benjamin) und Big Boi (Antwan Andre Patton). Sie lernten sich 1992 kennen, als sie beide 16 Jahre alt waren und ihre Zeit gemeinsam im Einkaufszentrum verbrachten. Bereits ein Jahr später erschien ihre erste Single „Player's Ball”, die es in den Hot Rap Charts von Billboard gleich auf den ersten Platz schaffte. OutKast verhalfen dem Southern HipHop zu größerer Popularität.

OutKast integrierten immer diverse Stile wie Jazz, Techno oder psychedelischen Pop in ihre Spielart des HipHop, was sie auch für Publikumsschichten interessant machte, die sonst andere Musik hörten. 1994 erschien ihr Debütalbum „Southernplayalisticadillacmuzik”. Die erfolgreichste Periode von OutKast begann 2000 mit dem Album „Stankonia” (2000) und der Single „Ms. Jackson”. Der Song verwendete Samples aus der Brothers-Johnson-Version von Shuggie Otis' „Strawberry Letter 23” und dem „Hochzeitsmarsch” aus Richard Wagners Oper „Lohengrin”. Mit dem Doppelalbum „Speakerboxxx/The Love Below” (2003) und den Singles „Hey Ya!” und „The Way You Move” konnten OutKast ihren Erfolg fortsetzen.

Nach dem bei Publikum und Kritikern eher mäßig erfolgreichen Album „Idlewild” (2006) lösten André 3000 und Big Boi OutKast auf und widmeten sich Soloprojekten. Im Jahr 2014 gingen die beiden aber zum 20jährigen Jubiläum ihres Debütalbums gemeinsam auf eine ausgedehnte Festival-Tour, ein neues gemeinsames Album steht aber nach eigenen Angaben nicht auf dem Plan. 2014 widmet die ByteFM Sendung Das Draht eine Ausgabe dem Duo.


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