Artists

Artists / H


Haircut One Hundred

Haircut One Hundred waren eine britische Funk- und Pop-Band, die 1980 um den Frontmann, Sänger und Gitarristen Nick Heyward gegründet wurde. Weitere Mitglieder waren Les Nemes (Bass), Patrick Hunt und Blair Cunningham (Schlagzeug), Graham Jones (Gitarre), Phil Smith (Saxophon), Marc Fox (Percussion, Gesang). Die Band veröffentlichte zwei Alben zwischen 1982 und 1984 und hatte zahlreiche Hit-Singles. Erfolgreich war die Band vor allem 1981 und 1982 in Großbritannien, wo alle Singles und das Debüt-Album „Pelican West“ die Top Ten erreichten.

Nachdem Heyward und Nemes seit 1977 gemeinsam in verschiedenen Gruppen aktiv waren, gründeten sie 1980 Haircut One Hundred. Nach Demo-Aufnahmen und ersten Konzerten unterschrieb die Band 1981 bei Arista, wo im selben Jahr die Single „Favourite Shirts (Boy Meets Girl)“ erschien und Platz 4 in den Charts erreichte. Nach mehreren Hits und dem erfolgreichen Debüt-Album stieg Heyward aufgrund des Erfolgsdrucks aus; Fox übernahm die Sängerrolle.

Das zweite Album „Paint And Paint“ wandte sich vom funky Sound der Anfangstage ab und konnte den früheren Erfolg nicht wiederholen. Haircut One Hundred lösten sich auf, während Heyward ab 1983 eine erfolgreiche Solokarriere verfolgte.


Haiyti

Haiyti ist eine Rapperin aus Hamburg. Sie wurde 1993 als Ronja Zschoche geboren und wuchs in den Stadtvierteln Langenhorn und St. Pauli auf, bevor sie ein Studium an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste begann. Am Anfang ihrer Karriere trat sie unter den Namen Miami, Ovadoze und Robbery auf.

2015 erschien unter dem Namen Haiyti ihr erstes Album „Havarie“ im Eigenvertrieb, das jedoch kommerziell floppte. Der Track „Szeneviertel“ bekam zumindest auf Youtube ein wenig Aufmerksamkeit. In der Folge arbeitete Haiyti unter anderem mit YSL Know Plug, Haftbefehl und Frauenarzt zusammen. Nach weiteren Achtungserfolgen mit dem Track „Ein Messer“ und verschiedenen Mixtapes unterschieb sie 2017 einen Plattenvertrag bei Universal. Das Album „Montenegro Zero“ (2018) gelangte bis auf Platz 25 der deutschen Charts. Die Single „100.000 Fans“ war Track des Tages bei ByteFM.

Haiytis drittes Album „Perroquet“ erschien 2019 zunächst als Download, wenig später dann auch auf Vinyl, im Doppelpack mit der „Sansibar“-EP. Zu den Tracks „Chatboy“, „Alles Gucci“ und „Coco Chanel“ wurden Videos gedreht.


Half Girl

Die Berliner Band Half Girl setzt sich aus Julie Miess, Gwendolin Tägert, Vera Kropf und Anna Leena Lutz zusammwn und wird oft als All-Girl-Super-Group betitelt. Die Mädels von Half Girl haben bereits vorher in anderen Bands Erfahrungen gesammelt (u.a. Die Heiterkeit und Mondo Fumatore).

Am 9. September 2016 erschien ihr Debütalbum "All Tomorrow's Monsters". Darauf verbinden Half Girl krachenden, rauhen Garage-Sound mit eingängigen und schönklingenden Melodien, welche genauso gut den 60ern ensprungen sein könnten. Gesunden wird sowohl auf Englisch als auch Deutsch.

 

 

 

 


Half Japanese

Seit über 40 Jahren liefert die Band Half Japanese zuverlässig Rocknummern im Lo-Fi-Gewand, in denen die Gitarre stets ungestimmt daherkommt. Während ihrer langen Bandgeschichte haben sie schon mit diversen KünstlerInnen zusammengearbeitet, wie beispielsweise Yo La Tengo, Sonic Youth oder Nirvana, mit denen sie auch 1993 auf Tour gingen. Bis heute sind Half Japanese ihrem charmant-verschrobenem Stil treu geblieben und veröffentlichen Anfang 2019 ihr 20. Studioalbum.


Hand Habits

Hand Habits ist das Solo-Projekt der New Yorker Folk-Pop-Musikerin Meg Duffy. Als Hand Habits veröffentlicht die Sängerin und Gitarristin seit 2012; 2017 wurde sie fester Teil der Band von Folk-Rock-Künstler Kevin Morby und veröffentlichte im selben Jahr ihr erstes eigenes Album. Als Session-Musikerin arbeitete sie unter anderem mit The War On Drugs und Weyes Blood.

Als Teenager begann Duffy, Gitarre zu spielen. Charakteristisch für den Sound von Hand Habits sind sind zurückgenommene, aber detaillierte Arrangements, in denen Folk und Westcoast-Pop der mittleren 1970er-Jahre widerhallen. Ihr Debüt-Album „Wildly Idle (Humble Before the Void)“ nahm Duffy im Alleingang in ihrem Wohnzimmer auf. Von New York nach Los Angeles, dem Ursprungsort vieler klangästhetischer Vorbilder, zog die Künstlerin, um in Kevin Morbys Band zu spielen. Seither ist sie dessen feste Live-Gitarristin; auf einer Studio-Aufnahme Morbys ist sie erstmals 2017 auf dem Album „City Music“ zu hören. Duffy ist auch als Slide-Gitarristin gefragt und spielte in dieser Funktion auf The War On Drugs' Erfolgsalbum „A Deeper Understanding“ und der LP „Front Row Seat to Earth“ von der Künstlerin Weyes Blood.

Als pures Soloprojekt angefangen, wuchs Hand Habits zu einer vollen Band an, wobei Meg Duffy das einzige stetige Mitglied ist. 2019 brachte das Indie-Label Saddle Creek den zweiten Langspieler „Placeholder“ heraus.


Hannah Epperson

Hannah Epperson ist eine Geigerin, die in Kanada aufgewachsen ist und in New York lebt.

Sie verbindet in ihren Kompositionen Klassik und Elektronik, wie etwa Poppy Ackroyd oder Nils Frahm. Ihre Violine und live gespielte elektronische Effekte sind zwei Konstanten neben Hannah Eppersons leisen, klaren Gesang.

Das Konzept ihres Debütalbums „Upsweep“ (2016) war es, die Songs ihrer ersten EP noch einmal in zwei Versionen aufzunehmen - einmal als reduzierte Neo-Klassik-Versionen und ein weiteres Mal als dynamisch-poppige Nummern. Dabei haben die mit dem Alter Ego „Iris“ gekennzeichneten Stücke einen klassischen Ansatz, die „Amelia“ genannten spiegeln die progressivere Seite von Hannah Epperson wider.

Diese Idee wurde auf ihrem zweiten Album „Slowdown“ fortgeführt.

Hannah Epperson ist außerdem im kanadischen Ultimate-Frisbee-Team und belegte bei den Weltmeisterschaften 2017 den zweiten Platz.


Happy Mondays

Happy Mondays waren – neben The Charlatans und The Stone Roses – eine der erfolgreichsten Bands des Madchester-Booms um 1990. Mit ihrer Mischung aus Rock, Psychedelic, House und Soul gehörten sie zu den Pionieren der Rave-Szene. Bereits 1985 veröffentlichten sie auf Factory Records ihre „FortyFive EP“. Das erste Album der Happy Mondays, „Squirrel and G-Man Twenty Four Hour Party People Plastic Face Carnt Smile (White Out)“ erschien zwei Jahre später. Sänger Shaun Ryder, sein Bruder Paul am Bass, Mark Day an der Gitarre, Paul Davis (Keyboard) und Schlagzeuger Gary Whelan bildeten den Kern der Happy Mondays, der später um den Tänzer und Perkussionisten Mark „Bez“ Berry und die Sängerin Rowetta ergänzt wurde.

Ihren größten Erfolg hatte die Band auf dem Höhepunkt des Rave-Fiebers 1990 mit dem Album „Pills 'n' Thrills And Bellyaches“ sowie den Singles „Step On“ und „Kinky Afro“. Neben dem Gesang zählte Shaun Ryder auch den Konsum harter Drogen und harten Alkohols zu seinen Hobbies, was dazu führte, dass er Mitte der 90er in den Klatschkolumnen weitaus erfolgreicher war als in den Charts. Die Happy Mondays lösten sich 1993 auf und Ryder gründete die Gruppe Black Grape, die noch etwas rockiger und unsubtiler war, als die Happy Mondays.

Die Happy Mondays haben sich seitdem mehrfach wieder zusammengefunden, für Konzerte und das mittelmäßig rezipierte Album „Uncle Dysfunktional“ (2007). Shaun Ryder veröffentliche 2003 sein Soloalbum „Amateur Night In The Big Top“, dem auch kein großer Erfolg beschieden war.

 


Harry Nilsson

Harry Nilsson (*15. Juni 1941 in New York City – 15. Januar 1994) war ein US-amerikanischer Singer-Songwriter. Sein Debütalbum „Spotlight On Nilsson“ erschien im Jahr 1966. 

Harry Nilsson wurde in eine arme Familie hineingeboren, weshalb er früh anfing, Lohnarbeit zu leisten. Während er also nachts in einer Bank arbeitete, schrieb er tagsüber an Songs. In den frühen 60er-Jahren schaffte er es, sich als Songwriter zu etablieren, indem er beispielsweise ein Stück für Little Richard schrieb und mit Phil Spector zusammenarbeitete. Mitte der 60er-Jahre unterschrieb er einen Plattenvertrag bei Tower Records, die sein Debütalbum veröffentlichten. Trotz des Umstandes, dass Nilssons Songs mittlerweile von erfolgreichen Acts wie The Ronettes, The Shangri-Las, The Yardbirds und Fred Astaire performt wurden, erhielten seine eigenen Releases zunächst wenig Aufmerksamkeit. Seine ersten Charterfolge als Performer konnte der Musiker erst gegen Ende des Jahrzehnts verbuchen, mit Stücken wie „You Can’t Do That“, „I Guess The Lord Must Be In New York City" und „Everybody’s Talkin“. Für letzteres – eine melancholische Folk-Pop-Nummer – erhielt Nilsson sogar einen Grammy. Der Erfolg hielt bis Anfang der 70er-Jahre an, als Songs wie „Me And My Arrow“, „Coconut“ und „Without You“ international in den Charts vertreten waren. Ab 1972 verschreckte Nilsson viele seiner Fans mit teilweise vulgären Texten oder musikalisch ambitionierten Projekten wie dem orchestral arrangierten „A Little Touch Of Schmilsson In The Night“ (1973). 

Ab den 80er-Jahren veröffentlichte der Künstler nur noch wenig Musik. Seinen letzten öffentlichen Auftritt absolvierte er 1992 mit Ringo Starr von The Beatles, jener Band, welche ihn auf einer Pressekonferenz in den späten 60er-Jahren als ihren liebsten US-amerikanischen Künstler bezeichnet hatte. Am 15. Januar 1994 starb Harry Nilsson im Alter von 52 Jahren an Herzversagen.


Hater

Hater trotzen der Negativität ihres Bandnamens mit zuckersüßem Dream-Pop: Mit in massenhaft Echo getränkten Gitarren-Wänden, melodischen Bassläufen und der sehnsüchtigen Stimme von Sängerin Caroline Landahl stellen sie sich mühelos neben Genregrößen wie Galaxy 500, den frühen My Bloody Valentine und The Radio Dept. Letztere haben Haters großes Potential bereits erkannt und das schwedische Quartett als Support für ihre letzte Tournee eingespannt.


Hauschka

Hauschka ist der Künstlername des deutschen Pianisten Volker Bertelmann (*1966). Im Alter von acht Jahren begann er seine klassische Klavierausbildung. Bereits vor dem Ende seiner schulischen Laufbahn bekam Bertelmann den Auftrag, zwei Stücke für die Fernsehserie „Ein Fall für Zwei“ zu komponieren. Nach dem Abitur studierte er erst Medizin und dann BWL, brach beide Studiengänge jedoch ab, um sich der Musik zu widmen.

„Substantial“, ein erstes Album unter dem Namen „Hauschka“ erschien 2004 auf dem Label Karaoke Kalk, wo er ein Jahr später auch „The Prepared Piano“ veröffentlichte. Mit diesem Album begann er, den Klavierklang auf alle erdenklichen Weisen physikalisch zu manipulieren, was zu seinem Markenzeichen wurde. Ab dem Album „Ferndorf“ (2007) arbeitete Hauschka immer wieder mit anderen Instrumentalist*innen zusammen.

Hauschka versucht immer wieder, neue Möglichkeiten des Klavieres auszuloten, indem er nicht nur den Klang des Instrumentes selbst verändert, sondern es auch in verschiedene Klangkontexte stellt. Auf „A Different Forest“ (2019), einer Meditation über die Natur, spielte er erstmals seit seinem Debüt wieder unpräpariertes Solopiano.


Hearts Hearts

Die Vorgeschichte von Hearts Hearts beginnt mit klassischer Singer-/Songwriter-Musik. David Österle (Gesang) und Daniel Hämmerle (Gitarre), zwei Universitätsfreunde aus Wien, machen seit 2010 zusammen Musik. 2012 kamen dann Elektroproduzent Peter Paul Aufreiter und Johannes Mandorfer am Schlagzeug dazu und die Band Hearts Hearts war gegründet. Der Sound wurde sehr viel elektronischer und entwickelte sich in die Indie-Pop und Art-Rock Richtung. Ihr erstes Album "Young" erschien 2015, mit "Goods / Gods“ haben sie im Frühjahr 2018 den Nachfolger nachgelegt.


Die Heiterkeit

Die Heiterkeit wurde 2010 in Hamburg von Stella Sommer (Gesang, Gitarre), Rabea Erradi (Gesang, Bass) und Stefanie Hochmuth (Schlagzeug) gegründet. Zuerst widmete sich das Trio dem Musikerbe seines Heimatortes. Seit der Veröffentlichung des Debütalbums, „Herz aus Gold“, 2012 erweitert die Band die Hamburger Schule um neue Perspektiven.

Seit 2015 ist Sommer das einzige noch aktive Gründungsmitglied und das Zentrum des Projekts Die Heiterkeit. Mit der Ergänzung von Sonja Deffner (Keyboard) und Philipp Wulf (Schlagzeug), der Hochmuth ablöste, sowie einem Wechsel auf das Label Buback, erkundet sie seit der Veröffentlichung des Albums „Pop & Tod I+II“ (2016) neue Klänge.

Dabei ist das Logo, ein emotionsloser Smiley, das noch vor der Findung des Bandnamens stand, programmatisch. Heiter sind Die Heiterkeit nicht. Dafür herrlich unaufgeregt, lakonisch und vielschichtig.

 


Helena Deland

Helena Deland ist eine kanadische Singer-Songwriterin, die in Vancouver geboren wurde und mittlerweile in Montreal ansässig ist. Ihre Debüt-EP „Drawing Room” ist im Jahr 2016 über das kanadische Indie-Label Chivi Chivi erschienen.

In ihrer verträumt klingenden und häufig melancholisch daher kommenden Musik verarbeitet Helena Deland Einflüsse aus unter anderem Dream- und Synth-Pop, New Wave und Folk. Thematisch interessieren sie dabei insbesondere zwischenmenschliche Beziehungen unterschiedlicher Art. Zu ihren Vorbildern zählt die Künstlerin, die seit ihrer Kindheit Gitarre und Piano spielt, Folk-Musikerinnen wie Jessica Pratt und Joni Mitchell. Nach der Veröffentlichung ihrer von der Kritik gelobten vierteiligen EP-Reihe „Altogether Unaccompanied” im Jahr 2018, trat Helena Deland im Vorprogramm diverser renommierter Acts auf, darunter Iggy Pop, Connan Mockasin und Weyes Blood. Zudem war sie im Jahr 2019 als Gastmusikerin auf dem Song „Free The Frail” des Avantgarde-Rappers Jpegmafia vertreten. Dieser war im November 2019 Track des Tages bei ByteFM.

In einer Ausgabe ihrer Sendung Hertzflimmern beschäftigte sich ByteFM-Moderatorin Vanessa Wohlrath im November 2018 mit Helena Deland. „Someone New” aus dem Jahr 2020 ist das Debütalbum der Musikerin.


Helmut

Der Wahlberliner Helmut, der eigentlich aus der Provinz Ammensee kommt, macht unaufgeregten Indie-Elektro. Seine Musik klingt, im Gegensatz zu seinem Namen, frisch und ist ein Mix aus geloopten Gitarrenmelodien und einfach gehaltenen Beats. Kombiniert mit seiner ruhigen dunklen Stimme, macht Helmut Musik für Afterhours und Sonnenaufgänge und ist schon auf einigen Festivals und als Vorband von Beirut unterwegs gewesen.


The Hempolics

The Hempolics sind eine britische, stark von Reggae beeinflusste Gruppe aus London, die seit dem Jahr 2010 Musik veröffentlicht. Gegründet wurde sie von dem Produzenten und Songwriter Grippa Laybourne. Weitere Mitglieder sind Nubiya Brandon (Gesang), Daniel Collier (Gesang), Harry Collier (Gesang), Leon King (Gitarre), Lorenzo (Bass) und Craig Boorman (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Kiss, Cuddle & Torture Volume 1“ erschien 2018. 

The Hempolics spielen basslastigen Roots-Reggae, den sie mit Einflüssen aus unter anderem Jazz, HipHop, Soul und Pop versetzen. Bandgründer Grippa Laybourne war zuvor vor allem als Mixer bekannt gewesen (unter anderem für Acts wie Faithless und Mattafix), Sängerin Nubiya Brandon als Teil der erfolgreichen Jazz-Combo Nubiyan Twist. Als The Hempolics erspielten sich die Musiker*innen schnell eine große Fangemeinde. Ihre Debütsingle „Serious“ schaffte es 2010 direkt auf den ersten Platz der britischen Reggae-Charts. Nach dem Erscheinen ihres Debütalbums wurden ihre Songs in zahlreichen BBC-Playlisten gespielt, unter anderem in einer, die von Mitgliedern von Massive Attack zusammengestellt wurde. 

„Kiss, Cuddle & Torture Volume 2“, das zweite Album von The Hempolics, erschien im Jahr 2020 über Zee Zee Records. Der Song „Play On“ war im Juni 2020 ByteFM Track des Tages. 
 


Herbie Hancock

Herbie Hancock (*12. April 1940, als Herbert Jeffrey Hancock) begann seine Karriere als Jazzpianist mit 21 Jahren in der Band des Trompeters Donald Byrd, wurde wenig später von Miles Davis angeheuert und veröffentlichte bereits 1963 sein erstes Album als Bandleader, „Taking Off“. Er ließ sich stilistisch nie festlegen und war immer von künstlerischer Neugier getrieben, was ihn bei Purist*innen schon früh unbeliebt machte. Einem breiten Publikum sind vor allem seine Kompositionen „Cantaloupe Island“ (1993 von der Band Us3 für ihr Stück „Cantaloop“ gesamplet), „Watermelon Man“ und „Rockit“ bekannt.

Von 1964 bis 1968 spielte Herbie Hancock mit Wayne Shorter (Saxofon), Ron Carter (Bass) und Tony Williams (Schlagzeug) unter Miles Davis. Diese Besetzung ist auch als „Second Great Quintet“ bekannt und gilt vielen als das beste Quintett, dass Davis jemals hatte. Sein herausragendes Album als Bandleader in den frühen Jahren war „Maiden Voyage“ (1965). Im Folgejahr schrieb er den Soundtrack zu Michelangelo Antonionis Filmklassiker „Blow-Up“.

In den 1970ern widmete Herbie Hancock sich mit unterschiedlichen Resultaten zunehmend dem Fusion-Jazz und elektronischen Experimenten. Herausragende Alben dieser Zeit sind „Mwandishi“ (1971), „Crossings“ (1972) und „Head Hunters“ (1973). 1983 hatte Hancock einen weltweiten Charterfolg mit „Rockit“, dass  die in der aufkommenden HipHop-Kultur populäre Technik des Scratchings ausgiebig nutzte.

 


Here Lies Man

Die Musikrichtung Metal mit Afrobeat zu kombinieren erscheint zunächst nach einer schrägen Idee. Als der Gitarrist Marcos Garcia 2017 Here Lies Man gründete, hatte er erkannt, dass beide Stile sich keineswegs ausschließen, sondern sich ähnlicher rhythmisch-repetitiver Motive bedienen. Davor spielte Garcia lange Jahre bei Antibalas, einem New Yorker Kollektiv, die Afrobeat, karibischen Einflüssen, Jazz, Funk und Dub mischen. Bei Here Lies Man bekommt er unter Anderem Unterstützung von Geoff Mann am Schlagzeug, Sohn des Jazz-Flötisten Herbie Mann.

 


Herman Dune

Herman Dune (bis 2006 Herman Düne) sind eine französische Indie-Pop-Band um den Singer-Songwriter David-Ivar Herman Dune (Vocals, Gitarre). Die Gruppe wurde 1999 als Herman Düne in Paris gegründet, von David-Ivar und seinem Bruder André Herman Düne (u. a. Vocals, Gitarre, Mundharmonika). Ihr Debütalbum „They Go To The Woods” ist im Jahr 2000 über das kalifornische Indie-Label Shrimper Records (The Mountain Goats, The Folk Implosion, Lou Barlow) erschienen.

Herman Dune werden dem Anti-Folk-Kreis um Acts wie The Moldy Peaches, Jeffrey Lewis und Regina Spektor zugeordnet und zeichnen sich genretypisch durch eine schnörkellose Direktheit in ihren tragikomischen Texten, effektarme Akustik-Instrumentierung mit Lo-Fi-Sound und eine ausgeprägte Do-It-Yourself-Attitüde aus. Musikalisch bedienen sich Herman Dune insbesondere Stilelementen aus Folk und Country. Gegründet wurde die Gruppe von David-Ivar und André Herman Düne, die seit ihrer Kindheit gemeinsam musizieren. Bis 2001 waren auch Omé Herman Düne (Schlagzeug) und von 2001 bis 2011 Néman Herman Düne (Schlagzeug, Backgroundgesang) Teil der Band. Zwischen 2000 und 2003 hat die Gruppe mehrere Sessions bei John Peel gespielt. André Herman Düne hat die Band im Jahr 2006 verlassen und seither zahlreiche Alben unter dem Alias Stanley Brinks veröffentlicht, teilweise in Zusammenarbeit mit der französischen Singer-Songwriterin Freschard und der britischen Indie-Rock-Band The Wave Pictures. 2011 waren Herman Dune im ByteFM Magazin zu Gast, wo sie live einige Songs performt haben. 2012 hat Eva Garthe die Band in ihrer Sendung Let’s get lost porträtiert.

David-Ivar siedelte 2015 nach San Pedro, Kalifornien um, wo er weiterhin Platten als Herman Dune veröffentlicht. Sein Album „Notes From Vinegar Hill” von 2020 hat er dem im Vorjahr gestorbenen David Berman (Silver Jews, Purple Mountains) gewidmet.


Der Herr Polaris

Der Herr Polaris ist ein Singer-Songwriter-Projekt des Augsburgers Bruno Tenschert. Auf sein erstes Soloalbum „Drehen Und Wenden" folgte 2016 „Mehr Innen Als Außen", das unter dem Hamburger Label Grand Hotel van Cleef erschien. Der Herr Polaris alias Tenschert sieht das Musikmachen als eine Art Selbsttheraphie; seine Texte sind voller Melancholie und Sehnsucht, die Musik eher ruhig und schlicht, aber auch komplex, da sich Nuancen und Subtexte erst bei genauem Hinhören entfalten. Poetisch und verträumt kommt Der Herr Polaris daher; große Euphorie und Glückseligkeit sollte man von ihm nicht erwarten.

2017 war Der Herr Polaris zu Gast bei ByteFM.


Herrenmagazin

Herrenmagazin ist eine Rock- und Punkband aus Hamburg, die 2004 gegründet wurde. Seit 2009 besteht sie aus Deniz Jaspersen (Gesang und Gitarre), König Wilhelmsburg (Gitarre), Paul Konopacka (E-Bass und Gesang) und Rasmus Engler (Schlagzeug).

Laut eigenen Angaben gründeten sich Herrenmagazin „in den Wirren des Winters 2004“ unter anderem, um tödlicher Langeweile, Herzbruch und ungerechtfertigtem Alkoholkonsum entgegenzuwirken. 2008 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Atzelgift“. Auf späteren Alben wie dem 2015 erschienenen„Sippenhaft“ fing das Klavier an, in der zuvor sehr gitarrenlastigen Musik von Herrenmagazin, Einzug zu halten. Ein Jahr nach Veröffentlichung kündigte die Band an, auf unbestimmte zu pausieren. Herrenmagazin meldeten sich 2019, zwar zunächst ohne neue Musik aber mit einer Tour zum elfjährigen Jubiläum ihres Debütalbums wieder zurück.

2015 waren Herrenmagazin im ByteFM Magazin zu Gast und haben ihren Song „Ehrenwort“ live gespielt.

 


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z