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L.A. Salami

"Ich verändere den Weg, errichte aber keinen neuen. Ich lebe im 21.Jahrhundert und das klingt eben anders." erklärt L.A. Salami seine, von Bob Dylan, Leonard Cohen und Neil Young inspirierte, Musik. Aber auch die Straßen seiner Heimatstadt London, die immer wieder eine Rolle in seinen Texten spielt, haben den Blues und Folk seiner Lieder geprägt. L.A. Salami beschäftigt sich zudem in seinen Liedern  mit Themen seiner Generation, mit Brexit, Gentrifizierung und Terrosimus und obwohl der Einfluss an heutiger Musik wie Hip Hop, Punk und Electro überwiegt, ist die Inspirationsquelle Bob Dylan unüberhörbar.


L‘Eclair

L'Eclair ist ein Future-Jazz-Sextett aus Genf. Die Band besteht aus Sébastien Bui (Tasteninstrumente), Stefan Lilov (Gitarre), Elie Ghersinu (Bass), Yavor Lilov (Drums), Quentin Pilet (Bongos) und Alain Sandri (Mellotron, Percussion). Ihr psychedelischer Sound fusioniert Elemente aus Highlife, Funk und Krautrock.

Sébastien Bui und Stefan Lilov arbeiteten zunächst als Duo in London am Bandkonzept, bevor sie Freunde in die Band holten. Nach Konzerten mit White Fence, The Mauskovic Dance Band und Derya Yildirim & Grup Şimşek veröffentlichten L'Eclair 2017 ihre an einem Tag aufgenommene EP „Cruise Control“. Der Produzent Jasper Geluk (Allah-Las, Jacco Gardner, Eerie Wanda) lud die Band ein, ihre nächste Platte in seinem Studio aufzunehmen. Sein Vintage-Equipment prägte den Funk-Sound des 2018 erschienenen Debütalbums „Polymood“.

Die zweite LP von L'Eclair „Sauropoda“ (2019) wurde live im Studio mit nur wenigen Overdubs aufgenommen. Viele der Songs basieren auf Jams, die die Band nach der Aufnahme ihrer ersten LP auf der Straße getestet hat. Auf ByteFM widmete Christa Helbling eine Ausgabe ihrer Sendung Wellenlänge der Band.


L7

L7 sind eine US-amerikanische Punkband aus Los Angeles. Sie wurde 1985 von Donita Sparks und Suzi Gardner (beide Gitarre und Gesang) gegründet. Jennifer Finch (Bass) und Anne Anderson (Schlagzeug) komplettierten die Gruppe. 1988 erschien das erste Album „L7“. Noch vor den Aufnahmen zum Nachfolger „Smell The Magic“ wurde Anderson durch Demetra Plakas ersetzt.

1991 gründete die Band „Rock For Choice“, eine Pro-Choice-Organisation, an der sich auch prominente Grunge-Bands wie Nirvana und Pearl Jam beteiligten. 1992, auf der Höhe des Grunge-Booms erschien das erfolgreichste Album von L7, „Bricks Are Heavy“, produziert von Butch Vig, der ein Jahr zuvor für Nirvanas „Nevermind“ verantwortlich war. Die Single „Pretend We‘re Dead“ erreichte Platz acht der „Billboard Modern Rock“-Charts und Platz 21 der UK-Single-Charts.

Das 1999er Album „Slap-Happy“ verkaufte sich schlecht und 2001 verordnete die Band eine Pause von unbestimmter Länge, in der die Mitglieder Soloprojekten nachgingen. 2014 begann die Band wieder, zu touren und 2019 erschien das siebte Album „Scatter The Rats“ auf Joan Jetts Label Blackheart Records.


Lady Gaga

Lady Gaga (geboren am 28.März 1986 als Stefani Angelina Germanotta in New York City) zählt zu den einfluss- und erfolgreichsten Sänger*innen und Songwriter*innen der Gegenwart. Ihr gefeiertes Debütalbum „The Fame“ ist 2008 über Interscope Records (Billie Eilish, Gwen Stefani, Lana Del Rey) erschienen. 

Lady Gaga veröffentlicht tanzbare Synth-Pop-Tracks mit Elementen aus unter andere R&B, Artpop und Disco. Sie ist überdies für ihre extravaganten Looks bekannt sowie für ihre exzentrische, mysteriöse Bühnenpersona. In ihren Songs beschäftigt sie sich häufig kritisch mit Geschlechterrollen und sexueller Orientierung. Sie gilt als ausgesprochene Verfechterin von LGBTIQ-Rechten. Geboren und aufgewachsen ist Germanotta als Tochter italienischstämmiger Eltern in New York, wo sie im Kindheitsalter begann, Klavier zu spielen. Nach einem Musikstudium begann sie als Sängerin und Tänzerin unter dem Pseudonym Lady Gaga – nach dem Queen-Song „Radio Gaga“ – im New Yorker Nachtleben zu performen. Anschließend schrieb sie Songs für Pop-Acts wie Britney Spears und Fergie. Ihren Durchbruch erzielte die Musikerin unmittelbar nach dem Release ersten Single „Just Dance“ im Jahr 2008. Das dazugehörige Debütalbum erreichte in mehreren Ländern die Spitze der Charts. Es folgten zahlreiche weitere Hits, eine Welttournee und eine Vielzahl an Auszeichnungen, darunter mehrere Grammys. Ähnlich erfolgreich fiel der Nachfolger „Born This Way“ (2011) aus. Im Jahr 2018 spielte Germanotta eine Hauptrolle in dem erfolgreichen Drama „A Star Is Born“, für dessen Soundtrack sie ebenfalls zu großen Teilen verantwortlich war. Zu ihren künstlerischen Vorbildern zählen David Bowie, Madonna, Freddie Mercury und Andy Warhol. Musiker*innen wie Miley Cyrus, Nicki Minaj und Taylor Swift geben Lady Gaga als Inspiration an. 

Lady Gaga veröffentlichte ihr sechtes Studioalbum „Chromatica“ im Jahr 2020. Es enthält Gastbeiträge von unter anderem Ariana Grande und Elton John.


Lady Leshurr

Lady Leshurr (18. Dezember 1988 als Melesha Katrina O'Garro) ist eine britische HipHop- und Grime-Künstlerin und Schauspielerin aus Birmingham. Die Rapperin und Produzentin veröffentlicht seit 2009 und gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der britischen Rap-Szene.

Bereits im Einschulungsalter begann Lady Leshurr (sprich: „Lady Liescha“), zu dichten und brachte als Teenager ihr erstes Mixtape „Needle In A Haystack“ heraus. Bevor für sie RapperInnen wie Eminem, Missy Elliott und Nicki Minaj wichtig wurden, prägte O'Garro zunächst die Plattensammlung ihrer aus St. Kitts stammenden Eltern: Reggae. Eine musikaffine Familie förderte Leshurrs Talente früh und organisch. In einem Umfeld, das vornehmlich aus SängerInnen und RapperInnen bestand, wuchs O'Garro innerhalb der Szene auf – eine Ausbildung, die sie zur versierten Freestyle-Rapperin machte (eine Reihe ihrer Freestyles erschien ab 2015 als nummerierte, mit „Queen's Speech“ betitelte Videos).

Seit 2016 steht sie beim Major Sony unter Vertrag, wo sie im selben Jahr begann, Singles zu veröffentlichen. 2017 erschien dort die EP „Mode“.


Lali Puna

Seit Ende der 90er-Jahre produziert Valerie Trebeljahr unter dem Namen Lali Puna gleichermaßen anspruchsvollen wie verspielten Electro-Pop. Die in Süd-Korea geborene und in Bayern lebende Künstlerin veröffentlichte 1999 ihr Debüt „Tricorder“, zwei Jahre später folgte der von der Kritik gefeierte Nachfolger „Scary World Theory“. Von 1999 bis 2017 spielte The-Notwist-Gründer Markus Acher in ihrer Band. 2017 veröffentlichte Lali Puna ihr fünftes Studioalbum „Two Windows“.


Lambchop

Lambchop sind das Projekt des US-amerikanischen Sängers und Songschreibers Kurt Wagner aus Nashville/Tennessee. Lambchop entstanden in den 1990ern im Umfeld der Alternative-Country-Bewegung, öffneten sich aber schnell anderen Einflüssen wie Post-Rock, Soul und R&B. Eine Konstante sind die klugen und oftmals witzigen Texte Wagners.

Das erste Album von Lambchop war 1994 „I Hope You‘re Sitting Down“. Größere internationale Bekanntheit erlangten sie 1996 mit dem Nachfolgealbum „How I Quit Smoking“, das auch den Song „The Man Who Loved Beer“ enthielt, eine Adaption des alten ägyptischen Gedichts „The Man Who Was Tired Of Life“ und bis heute eines der bekanntesten Stücke der Band. Mit „Nixon“ (2000) wurden zunehmend Funk und Soul in den Sound der Band integriert.

In den letzten Jahren nahm Wagner immer wieder Tendenzen aus R&B und elektronischer Tanzmusik auf, während die Songs strukturell eher der Country-Tradition entsprachen. Die Alben „FLOTUS“ (2016) und „This (Is What I Wanted To Tell You)“ (2019) waren ByteFM Alben der Woche.

 


Laura Marling

Als Laura Marling nur 21 Jahre alt war, wurde sie bereits als Retterin der Folk-Musik gehandelt. Mit ihrem 2008 erschienenen Debüt „Alas, I Cannot Swim“ wurde die britische Künstlerin für den renommierten Mercury Prize nominiert. Mit den Nachfolgern „I Speak Because I Can“ (2010), „A Creature I Don't Know“ (2011) und „Once I Was An Eagle“ (2013) konnte Laura Marling an diesen Erfolg nahtlos anknüpfen. Ihr sechstes Album „Semper Femina“ wurde sogar für einen Grammy Award nominiert.


Lauryn Hill

Lauryn Hill ist eine 1975 geborene US-amerikanische R&B-Sängerin, Rapperin und Schauspielerin aus New Jersey, die in den 1990er-Jahren als Teil der HipHop-Gruppe Fugees Bekanntheit erlangte. Ihr bislang einziges Soloalbum „The Miseducation Of Lauryn Hill“ erschien 1998 und brachte ihr fünf Grammy-Awards ein, unter anderem als „Album des Jahres“ und „beste Newcomerin“.

Lauryn Hill, die in eine musikalische Familie hineingeboren wurde, zählt insbesondere Soul-MusikerInnen wie Marvin Gaye, Curtis Mayfield und Aretha Franklin zu ihren frühen Einflüssen. Beeinflusst von Rappern wie Ice Cube widmete sie sich später zusätzlich dem Sprechgesang. 1992 gründete sie zusammen mit den haitianisch-US-amerikanischen Rappern Pras Michael und Wyclef Jean das Trio Fugees, benannt nach einer Bezeichnung für Geflüchtete aus Haiti. Während ihr Debütalbum „Blunted On Reality“ eher zurückhaltende Kritiken erhielt, erreichte ihr zweites Album „The Score“ aus dem Jahr 1998, welches unter anderem die Hit-Single „Killing Me Softly“ enthält, die Spitze der US-Charts. Für ihr gefeiertes Solodebüt konnte Lauryn Hill im selben Jahr namhafte Acts wie Santana und Mary J. Blige gewinnen. Im Jahr 2000 zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück und widmete sich dem Studium der Bibel. Später begann sie erneut Musik aufzunehmen und steuerte unter anderem Songs zu den Filmen „Surf’s Up“ und die Nina-Simone-Doku „What Happendes, Miss Simone?“ bei. Sie tourte zudem unter anderem mit Outkast und Nas.

Von 2018 bis 2020 tourte Lauryn Hill anlässlich des zwanzigsten Jubiläums von „The Miseducation Of Lauryn Hill“ durch die ganze Welt.


LCD Soundsystem

„I'm losing my edge“ – schon in der ersten Zeile der ersten Single von LCD Soundsystem reflektierte Frontmann James Murphy über das Altwerden in der Pop-Musik. Der am 4. Februar 1970 in New Jersey geborene Produzent, Sänger und DJ gründete die Band im Jahr 2001 in New York. Der Dance-Punk von LCD Soundsystem ist stets von Selbstzweifeln und Melancholie durchzogen und damit gleichermaßen tanzbar wie emotional.

Das selbstbenannte erste LCD-Soundsystem-Album ist im Jahr 2005 erschienen. Zwei Jahre später erschien der gefeirte Nachfolger „Sound Of Silver“. Als Murphy im Jahr 2010 das dritte Album „This Is Happening“ ankündigte, verkündete er gleichzeitig das Ende der Band. 2011 spielte die Band ihr „letztes“ Konzert im New Yorker Madison Square Garden, das auf dem Live-Album „The Long Goodbye“ und in dem Dokumentarfilm „Shut Up And Play The Hits“ in Gänze zu hören ist.

Am 24. Dezember 2015 veröffentlichten LCD Soundsystem überraschend die Single „Christmas Will Break Your Heart“. 2016 gaben sie das Ende ihrer Auflösung bekannt, ein Jahr später folgte das vierte Album „American Dream“.

Als Produzent arbeitete James Murphy unter anderem an dem vierten Arcade-Fire-Album „Reflektor“ und an „Blackstar“, dem letzten Album von David Bowie.


Lea Porcelain

Markus Nikolaus und Julien Bracht sind Lea Porcelain. Das Berliner Duo hat sich dem schwermütigen Post-Punk á la Joy Division und The Cure verschrieben. Im Sommer 2017 erschien „Hymns For The Night“, die zweite Platte von Lea Porcelain. Es war Album der Woche bei ByteFM.

 


Led Zeppelin

Led Zeppelin waren eine britische Band des Classic Rock. Die Gruppe wurde 1968 von Robert Plant (Gesang), Jimmy Page (Gitarre), John Paul Jones (Keyboards/Bass) und John Bonham gegründet. Led Zeppelin gelten als eine der ikonischen Rockgruppen der 1970er-Jahre. Nach dem Tode Bonhams 1980 lösten Led Zeppelin sich auf .

Die Band formierte sich im Dunstkreis von The Yardbirds, bei denen Page spielte und hatte besonders in der Anfangstagen einen deutlichen Blues-Einfluss. Der Sound der Band setzte sich von den meisten Zeitgenossen durch die starke Verwendung verzerrter Gitarren ab, weswegen Led Zeppelin heute als Pioniere des Hardrock betrachtet werden. Im Laufe der 1970er-Jahre machte die Gruppe verstärkt Gebrauch von komplexeren Songstrukturen und Arrangements, wodurch sie stilprägend für das Progressive-Rock-Genre wurde. Nach dem mutmaßlich alkoholinduzierten Tod Bonhams 1980 lösten Led Zeppelin sich auf. Zwei Jahre später erschien als letztes Studio-Album „Coda“, das aus späten Studioaufnahmen mit Bonham besteht.

Songs wie „Whole Lotta Love“ und „Stairway To Heaven“ sind heute häufig zitierte Klassiker.

 


Lee „Scratch“ Perry

Lee „Scratch“ Perry (geboren am 20. März 1936 als Rainford Hugh Perry) ist ein einflussreicher jamaikanischer Produzent und Sänger aus Kingtson, der zu den einflussreichsten Musiker*innen in den Bereichen des Dub und Reggae zählt. 

Lee „Scratch“ Perry gründete Anfang der 70er das berühmte Musikstudio „The Black Ark“, das als Szene-Hotspot galt und in dem er Tracks von bedeutenden Reggae-Künstler*innen wie Bob Marley & The Wailers, The Heptones, Junior Murvin und Max Romeo produzierte. Seinen häufig sphärisch anmutenden Signature-Sound kreierte Lee „Scratch“ Perry durch eine Reihe an – zu dieser Zeit eher ungewöhnlichen – Gerätschaften und Effekten. Häufig nutzte er Hall und Samples von verschiedenen Echos und beeinflusste damit Musiker*innen aus den unterschiedlichsten Genres, beispielsweise Post-Punk und verschiedenen elektronischen Stilen. Seine Karriere in der Musikindustrie begann Perry in den 1960er-Jahren als Talentscout – eine Rolle, in der er am Erfolg von bedeutenden Acts wie The Maytals beteiligt gewesen sein soll. Etwas später gründete er seine eigene Studioband The Upsetters, deren Debütalbum „The Upsetter“ 1969 erschien. Einem größeren internationalen Publikum wurde Perry 1998 durch seine Zusammenarbeit mit den Beastie Boys bekannt. 2003 wurde seine LP „Jamaican E.T.“ sogar mit einem Grammy für das beste Reggae-Album ausgezeichnet. Lee „Scratch“ Perry hat seitdem mit zahlreichen einflussreichen Künstler*innen gearbeitet, darunter George Clinton, Brian Eno, Keith Richards, Adrian Sherwood, Ari Up (The Slits) und Panda Bear (Animal Collective). Perry lebt mit seiner Ehefrau und seinen Kindern in der Schweiz.

Die ByteFM-Moderator*innen Gardy Stein und Karsten Frehe haben Lee „Scratch“ Perry einige Ausgaben ihrer Sendung Forward The Bass gewidmet. Der Musiker war zudem Thema bei Karamba mit Klaus Fiehe.


Lee Hazlewood

Lee Hazlewood (*9. Juli 1929 in Mannford, Oklahoma – 4. August 2007) war ein einflussreicher US-amerikanischer Songwriter, Musikproduzent und Country-Sänger. Besonders bekannt ist er als musikalischer Partner von Nancy Sinatra. 

Lee Hazlewood etablierte sich in den 1950er-Jahren als Songwriter und Produzent in den Bereichen des Rock ’n’ Roll und Rockabilly. So war er beispielsweise als Produzent und/oder Co-Autor an mehreren Hits des Rock-’n’-Roll-Gitarristen Duane Eddy beteiligt, darunter „Rebel-Rouser“ und „Cannonball“. Mitte der 60er überzeugte Frank Sinatra Hazlewood, mit seiner bis dahin weitestgehend unerfolgreichen Tochter Nancy zusammenzuarbeiten. Die Kollaboration mit Hazlewood erwies sich als äußerst fruchtbar für die Sängerin: „These Boots Are Made For Walkin‘“, „Summer Wine“ und „Sugar Town“ sind nur einige der ikonischen Sinatra-Songs, bei denen Hazlewood als Songwriter und Produzent fungierte. Der Künstler ist des Weiteren für seine Duette mit Nancy Sinatra bekannt. Besonders erfolgreich war der später vielfach gecoverte Song „Some Velvet Morning“ aus dem Jahr 1967. In den 1970er-Jahren zog er nach Stockholm und trat nur mehr selten öffentlich auf. Seine Lieder wurden jedoch weiterhin von einer Vielzahl an Musiker*innen interpretiert, darunter Nick Cave, Lydia Lunch, Einstürzende Neubauten, Black Francis und Rowland S. Howard. 

Lee Hazlewood erlag am 4. August 2007, im Alter von 78 Jahren, einer Krebserkrankung. Er war bereits in mehreren ByteFM-Sendungen Thema, beispielsweise anlässlich seines 90. Geburtstages im Jahr 2019 im ByteFM Magazin.


Lee Ranaldo Band

Lee Ranaldo ist Gründungsmitglied der Noise-Rock-Band Sonic Youth. Mit Kim Gordon und Thurston Moore spielte er dort über 30 Jahre zusammen.

1987 schon erschien das erste Soloalbum von Lee Ranaldo: "From Here to Infinity". 2017, 30 Jahre später, "Electric Trim". Darauf hat der US-amerikanische Autor Jonathan Lethem ("The Fortress Of Solitude") einige Songtexte verfasst. Zum Album erschien ein Film mit dem Titel "Hello Hello Hello: Lee Ranaldo, Electric Trim", der die Entstehung der Platte dokumentiert.

Mit seiner Ehefrau Leah Singer hat Lee Ranaldo zudem einen Poesie-Fotografie-Band ("Road Movies") veröffentlicht. Weiterhin sind die beiden als Performance-Duo unter dem Namen Drift aktiv. Ranaldo arbeitete in den vergangenen Jahrzehnten mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern zusammen, etwa mit der britischen Band The Cribs.

 


The Lemonheads

The Lemonheads sind eine 1986 gegründete US-amerikanische Alternative-Rock-Band aus Boston. Ihr einziges konstantes Mitglied ist Evan Dando (Gesang, Gitarre). Weitere Langzeitmitglieder waren Ben Deily (Gitarre, Gesang, Schlagzeug), Jesse Peretz (Bass) und David Ryan (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Hate Your Friends“ ist im Jahr 1987 über Taang! Records (Poison Idea, Mission Of Burma, The Adicts) erschienen. 

The Lemonheads wurden 1986 von den drei Schulfreunden Dando, Deily und Peretz gegründet. Mit ihrem eingängigen Mix aus Punk und Alternative Rock erspielte sich die Band schnell eine Fangemeinde in College- und Indie-Rock-Fankreisen. Deily stieg 1989 aus und war nicht mehr beim großen Durchbruch der Gruppe dabei. Dieser erfolgte Anfang der 90er mit dem – nun etwas weniger punkigen – Album „It’s A Shame About Ray“. Die 1992 über Atlantic veröffentlichte Platte war das Major-Label-Debüt von The Lemonheads. Das ursprünglich nicht auf dem Album enthaltene Simon-And-Garfunkel-Cover „Mrs. Robinson“ – nach wie vor einer der bekanntesten Songs der Band – wurde in späteren Pressungen hinzugefügt. 1998 pausierten The Lemonheads für einige Jahre und Dando widmete sich einer Solokarriere. 2005 kehrte die Band in neuer Formation zurück. Im Folgejahr veröffentlichte sie ein selbstbetiteltes Album über Vagrant Records (PJ Harvey, Eels, The 1975). Der Nachfolger „Varshons“ erschien 2009. Die LP enthielt ausschließlich Cover, unter anderem von Leonard Cohen, Wire, GG Allin und Townes Van Zandt. 

Mit „Varshons 2“ folgte 2019 das zweite Cover-Album von The Lemonheads. Es enthielt Neuinterpretationen von Stücken von Yo La Tengo, John Prine und Eagles.


Lene Lovich

Lene Lovich (*30. März 1949) ist eine britisch-amerikanische Sängerin und Saxophonistin. Bekanntheit erlangte sie vor allen Dingen durch Punk- und New-Wave-Aufnahmen mit Gothic-Einschlag.

Die in Detroit geborene Künstlerin übersiedelte als Teenager nach England, wo sie ab 1968 eine Kunsthochschule in London besuchte. Lene Lovich verdingte sich als Musikerin in U-Bahnen und hatte gelegentliche Aufträge in der Musikszene und im Film-Business, bevor sie ab 1976 erste Solo-Aufnahmen herausbrachte. 1978 verschaffte ihr ein Cover des Tommy-James-Songs „I Think We're Alone Now“ einen Vertrag beim Punk-Label Stiff Records; „Lucky Number“ die zweite Auskopplung des Debütalbums „Stateless“ wurde ein Chart-Hit.

Nach einem zweiten Album trennte sich Lene Lovich von Stiff Records und veröffentlichte nur noch wenig eigene Musik. Während der 1980er-Jahre arbeitete sie mit KünstlerInnen wie The Residents, Herman Brood und Nina Hagen zusammen und nahm mit letzterer eine Single auf, die sich dem Thema Tierrechte widmete. Der 2005 nach 16-jähriger Pause veröffentlichte Langspieler „Shadows and Dust“ war bei der Kritik wohlgelitten.

 


Lennie Tristano

Lennie Tristano (*19. März 1919 in Chicago als Leonard Joseph Tristano) war ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist und Musiktheoretiker. Er hatte wesentlichen Einfluss auf das Genre des Free Jazz. Ab den mittleren 1940er-Jahren wohnte Tristano in New York, wo er im November 1978 starb.

Der Sohn italienischer Einwanderer lernte früh Klavier, verlor im Alter von zehn Jahren sein Augenlicht und lernte an einer Schule für Blinde einige Holzblasinstrumente sowie das Cello. Im Anschluss studierte Lennie Tristano klassische Musik und wurde Musiklehrer. Er wandte sich ab Mitte der 40er verstärkt dem Jazz zu und spielte nach seinem Umzug nach New York mit Größen wie Gil Evans, Miles Davis und Charlie Parker.

Lennie Tristano gilt sowohl als eine eine der treibenden Kräfte der Entwicklung des Jazz vom Bebop hin zum Cool Jazz als auch als Pionier des Free Jazz. Tristano, dessen Experimente mit freier Improvisation letzteres Genre inspiriert hatten, warf der neuen Strömung allerdings einen Mangel an musikalischer Logik vor. Tristanos musikalisches und theoretisches Schaffen inspirierte auch Charles Mingus, Teo Macero und John LaPorta zur Gründung des „Jazz Composers Workshop“, das die Grauzone zwischen Jazz und Klassik erforschte.


Leon Bridges

Leon Bridges (*13.Juli 1989 in Atlanta, Georgia als Todd Michael Bridges) ist ein US-amerikanischer Soul-Sänger und Gitarrist aus Fort Worth, Texas. Sein Grammy-nominiertes Debütalbum „Coming Home“ veröffentlichte er 2015 über Columbia Records.

Leon Bridges orientiert sich in seiner Musik vornehmlich an klassischem Soul der 1950er- und 60er-Jahre. Dabei lässt es sich nicht nur gesanglich und instrumental davon inspirieren: Auch der roh daherkommende Produktionsstil sowie Bridges‘ gesamter Look erinnern an vergangene Jahrzehnte. Der Durchbruch gelang dem Musiker, der zuvor an zahlreichen Open-Mic-Veranstaltungen in seiner Heimatstadt Fort Worth teilgenommen hatte, mit der Soul-Ballade „Coming Home“ im Jahr 2014. Die Single, die von zahlreichen Radiosendern gespielt wurde, brachte ihm einen Vertrag mit Columbia Records ein, die seine ersten beiden Alben „Coming Home“ (2015) und „Good Thing“ (2018) veröffentlichten. Leon Bridges ist ein beliebter Kollaborationspartner. Er hat Musik mit Acts wie Nick Waterhouse, Macklemore & Ryan Lewis und Khruangbin veröffentlicht. Aus der Zusammenarbeit mit letzteren entstand eine ganze EP: „Texas Sun“ aus dem Jahr 2020. 

Als Reaktion auf die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd veröffentlichte Leon Bridges in Kollaboration mit Terrace Martin den politischen Song „Sweeter“. Dieser war im Juni 2020 ByteFM Track des Tages.


Leon Russell

Leon Russell (Claude Russell Bridges, 2. April 1942 – 13. November 2016) war ein US-amerikanischer Musiker und Songschreiber. Er war in diversen Genres wie Folk, Blues, Bluegrass, Surf, Country und Pop zu Hause. Er war ein gefragter Sessionmusiker, der unter anderem auf Alben von Ringo Starr, Elton John, George Harrison, Doris Day, Eric Clapton, The Byrds, The Beach Boys, Bob Dylan, J.J. Cale und The Rolling Stones zu hören ist. Russells „A Song For You” wurde von zahlreichen Musikern gecovert, darunter The Carpenters, Ray Charles und Willie Nelson.

Leon Russell wuchs im ländlichen Oklahoma auf und spielte bereits mit 14 Jahren in Tulsa in der Band The Starlighters, der auch J.J. Cale angehörte. 1958 zog er nach Los Angeles und machte sich schnell einen Namen als Session-Musiker. Unter anderem spielte er in den frühen 1960ern auf vielen Produktionen von Phil Spector. Seine erste Solosingle „Everybody's Talking ’Bout The Young” erschien 1965. Sein erster nennenswerter Erfolg war der Song „Delta Lady”, den Joe Cocker 1969 aufnahm. Ebenfalls 1969 schrieb er zusammen mit Bonnie Bramlett den Song „Superstar”, der 1971 ein großer Erfolg für The Carpenters wurde. 1970 kam Leon Russells selbstbetiteltes Debütalbum heraus, auf dem sich auch „A Song For You” befand. Im gleichen Jahr coverte Bobbie Gentry „Delta Lady” für ihr Album „Fancy” als „Delta Man”.

Das Album „Leon Russell & The Shelter People” wurde 1971 Leon Russels erster Gold-Erfolg in den USA. 1972 coverten The Rolling Stones unter dem Titel „Shine A Light” Russells Komposition „Get A Line On You”. Die 1970er blieben Russells erfolgreichstes Jahrzehnt. Er blieb zwar auch in den 1980ern und 1990ern gut im Geschäft, verschwand aber als Solokünstler mehr und mehr aus dem Blick der Öffentlichkeit. Das änderte sich 2010, als Elton John mit ihm das Album „The Union” aufnahm.

 

 


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