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Paint

Paint ist der Name des Soloprojekts von Pedrum Siadatian, der zuvor bereits als Gitarrist und Songwriter der kalifornischen Psychedelic-Rock-Band Allah-Las bekannt war. Das selbtbetitelte Debütalbum von Paint ist im Jahr 2018 über Mexican Summer (Allah-Las, Cate Le Bon, Ariel Pink) erschienen.

In seiner Musik vereint Paint Elemente aus sanftem Psychedelic-Rock bzw. -Pop und Protopunk. Auch Einflüsse aus Thai-Funk im Stile von Khruangbin spielen eine Rolle in seiner meist gutgelaunt daherkommenden Variante des Psych-Pop. Produktionstechnisch setzt Siadatian dabei auf einen simplen Lo-Fi-Sound, der an die rohe Klangqualität der 60er-Jahre erinnert. Dafür arbeitet er mit dem Tontechniker und Produzenten Frank Maston zusammen, der sich bereits durch seine Kooperation mit anderen Retro-Sound-Acts wie Olden Yolk und Altin Gün einen Namen gemacht hatte. 

Spiritual Vegas“, das zweite Album von Paint, war im Juni 2020 ByteFM Album der Woche. Zuvor war Pedrum Siadatian mit „Calivo Review“ (2016) von seiner Band Allah-Las bereits an einem Album der Woche von ByteFM beteiligt gewesen.


Palais Schaumburg

Als steter Geheimtipp der Neuen Deutschen Welle wurde der Band Palais Schaumburg nie der kommerzielle Erfolg zuteil, wie ihn etwa musikalische WeggefährtInnen wie Ideal erlebten. Für den großen Massenerfolg war ihr wilder Stilmix aus Funk, Avantgarde und Dadaismus immer ein bisschen zu intellektuell und sperrig. Das ändert jedoch nichts daran, dass Palais Schaumburg ohne Zweifel zu den Bands gehören, die dem oft futuristischen Sound von Songs wie „Wir bauen eine neue Stadt“ bis in die heutigen 80er-Revivals hinein Inspirationen für zahlreiche Epigonen liefern.


Pale Waves

Aus Manchester kommen nicht nur die gerade sehr erfolgreichen Indie-Rocker The 1975, sondern seit kurzem auch die Newcomer-Band Pale Waves. Seit etwa zwei Jahren machen Sängerin Heather, Schlagzeugerin Ciara, Gitarrist Hugo und Bassist Charlie zusammen Musik. Doch die beiden Bands vereint mehr als nur ihre gemeinsame Heimatstadt, die aufgrund ihrer lebendigen Musikszene auch „Madchester“ genannt wird. Matty Healy, Frontmann von The 1975, ist überzeugter Pale-Waves-Fan der ersten Stunde und unterstützt die Band, wo er nur kann: als Support nahm er Pale Waves mit auf Tour, führte Regie bei ihren Musikvideos und war sogar als Produzent an Songs wie „There’s A Honey“ und „Television Romance“ beteiligt.

Im März erscheint endlich – nach mehreren Singles - ihre Debüt-EP „All The Things I Never Said“. Im Sommer soll dann ein Longplayer folgen. Die Band ist sehr ehrgeizig und extrem überzeugt von dem, was sie macht. Daher haben sie es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur ein Nummer Eins-Album zu produzieren, sondern auch eigene, ausverkaufte Touren zu spielen.


Palm

Palm ist eine experimentelle Rockband aus Philadelphia. Als sich Kasra Kurt, Eve Alpert, Hugo Stanley und Gerasimos Livitsanos 2011 am College in Upstate New York kennenlernten, waren sie noch weit von ihrem jetzigen musikalischen Könnertum entfernt. So weit entfernt, dass man sie zu diesem Zeitpunkt allenfalls musikalische Laien nennen konnte. Mittlerweile hat sich einiges getan: Der Stil hat sich in eine Art experimentellen Grenzgängertum entwickelt. Neben flirrendem Math-Rock, wie ihn Battles kultiviert haben oder dissonantem Post-Rock á la Slint blitzen immer wieder auch vertrackte Soundcollagen auf, die wohl auch Animal Collective nicht besser hinbekommen hätten.


Parquet Courts

Parquet Courts ist ein Post-Punk-Quartett aus Brooklyn, New York. Die Band besteht aus dem Sänger und Gitarristen A. Savage (der auch das Label Dull Tools gründete), seinem Bruder Max am Schlagzeug, dem Sänger und Gitarristen Austin Brown und dem Bassisten Sean Yeaton. „Wide Awake!“, das von Danger Mouse produzierte sechste Album von Parquet Courts, war im Mai 2018 Album der Woche bei ByteFM.


Patrik Fitzgerald

Patrik Fitzgerald ist ein 1956 geborener Singer-Songwriter aus London, der als Wegbereiter des Folk-Punk gilt. Sein erstes Album „Grubby Stories“ erschien 1979 über Polydor Records.

Fitzgerald, der als Sohn irischer ImmigrantInnen in London zur Welt kam, erlangte mit seinen schrammeligen, sozialkritischen Akustikgitarrensongs erste Aufmerksamkeit innerhalb des Londoner Undergrounds, wo er bald als der „neue Bob Dylan“ galt. Nach einigen Jahren als erfolgloser Schauspieler fand er Ende der 1970er-Jahre in der aufkommenden englischen Punk-Szene ein neues Zuhause. Seine ersten drei EPs veröffentlichte er über das zum damaligen Zeitpunkt neue Label Small Wonder, welches später durch Acts wie Bauhaus, Crass und The Cure bekannt werden sollte. Diese frühen Veröffentlichungen brachten Fitzgerald die Aufmerksamkeit von Polydor Records ein, die im Jahr 1979 seinen Debütlangspieler „Grubby Stories“ veröffentlichten, ein Album, welches er mithilfe von etablierten Punk-Musikern wie John Maher (Buzzcocks) und Robert Blamire (Penetration) aufnahm. Mitte der 80er-Jahre wandte sich Fitzgerald einem poppigeren Sound zu, thematisierte in seinen Songs jedoch weiterhin heikle Themen wie das politische Klima unter Margaret Thatcher.

„All The Years Of Trying“, ein Dokumentarfilm über Patrik Fitzgerald, feierte im Oktober 2009 seine Premiere auf dem Raindance Film Festival. Im Jahr 2012 veröffentlichte Fitzgerald sein neuntes Album „Subliminal Alienation“.


Patti Smith

Patti Smith (*30. Dezember 1946 in Chicago als Patricia Lee Smith) ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin, Dichterin und Schriftstellerin, die die in 1970er-Jahren im Rahmen der aufkeimenden New Yorker Punkbewegung Bekanntheit erlangte. „Horses“, ihr 1975 erschienenes Debüt, gilt als eines der wichtigsten Alben der Rock-’n’-Roll-Geschichte. Es wurde von Velvet-Underground-Mitbegründer John Cale produziert. 

Patti Smith verließ 1967 New Jersey, wo sie zehn Jahre gelebt und ein Studium begonnen hatte, um nach New York City zu ziehen. Dort begann sie eine intensive Liebesbeziehung mit dem Fotografen Robert Mapplethorpe, die sie später in ihrer Autobiographie „Just Kids“ verarbeitete. In den 1960er- und 70er-Jahren kam Smith mit bedeutenden DichterInnen und MusikerInnen wie Allen Ginsberg, Janet Hamill, Jimi Hendrix und Janis Joplin in Kontakt und verbrachte ihre Zeit an Rock-’n’-Roll- und Punk-Schauplätzen wie dem Chelsea Hotel und dem New Yorker Punk-Club CBGB. Mitte der 70er-Jahre begann sie, ihre von Beat-Poetry beeinflussten Gedichte zusammen mit einer Band in Songs umzuwandeln. Bereits ihr Debütalbum „Horses“ brachte ihr einige Aufmerksamkeit ein und führte zu erfolgreichen Touren in den USA und Europa. Patti Smith wandte sich einige Jahre danach einem poppigeren Sound zu. Der 1978 veröffentlichte und von Bruce Springsteen mitverfasste Song „Because The Night“ verhalf ihr zu Mainstream-Erfolg und ist nach wie vor ihr größter kommerzieller Hit. Zahlreiche namhafte MusikerInnen, darunter Courtney Love und Madonna sowie Mitglieder von The Go-Betweens und Sonic Youth, zählen Patti Smith zu ihren wichtigsten Einflüssen.

Patti Smiths elftes Studioalbum „Banga“ erschien im Jahr 2011. 2018 feierte die Konzertdokumentation „Horses: Patti Smith And Her Band“ auf dem Tribeca Film Festival Premiere.


Paul Weller

Paul Weller (*25. Mai 1958 in Woking, England) ist ein britischer Sänger, Songwriter und Gitarrist, der sowohl als Mitglied der Bands The Jam und The Style Council bekannt ist als auch für seine spätere Solokarriere. Sein selbstbetiteltes Solodebüt erschien 1992.

Als Weller in den frühen 1990er-Jahren eine Solokarriere begann, konnte er bereits auf eine stattliche musikalische Karriere zurückblicken: Zwischen 1972 und 1982 war er als Sänger und Gitarrist von The Jam einer der Hauptakteure des Mod-Revivals; von 1983 bis 1989 landete er mit der Blue-Eyed-Soul-Combo The Style Council zahlreiche Hits. Mit seinem Funk- und Jazz-beeinflussten Solodebüt schaffte es Weller 1992, sich auch als Einzelkünstler zu behaupten. Noch erfolgreicher fiel der zwischen Rock ’n’ Roll und Akustikballaden oszilierende Nachfolger „Wild Wood“(1993) aus, der es auf Platz 2 der britischen Albumcharts schaffte. Mit dem Aufkommen der Britpop-Bewegung Mitte der 90er-Jahre erlangte eine ganze Generation von Nachwuchsmusiker*innen, die sich auf Weller berief, Bekanntheit: Pulp, Blur, Oasis. Mit Letzteren spielte Paul Weller deren Hit „Champagne Supernova“ ein, zum Ausgleich war Oasis-Gitarrist Noel Gallagher auf mehreren Alben Wellers zu hören, beispielsweise als Organist auf dem 2018 erschienen „True Meaning“.

„On Sunset“ aus dem Jahr 2020 ist das fünfzehnte Soloalbum von Paul Weller. Die Weller in stilistischer Hochform zeigende Single „More“ davon war ByteFM Track des Tages. Der Musiker war zudem bereits in mehreren Sendungen bei ByteFM Thema, zum Beispiel 2017 bei Champagne Supernova und 2018 bei Keep It Real.


Pavement

Pavement waren eine US-amerikanische Indie-Rock-Band aus Stockton, Kalifornien, die zwischen 1989 und 1999 existierte. Ihre konstantesten Mitglieder waren Stephen Malkmus (Gesang, Gitarre), Scott Kannberg (Gitarre, Gesang), Mark Ibold (Bass), Steve West (Drums) und Bob Nostanovich (Percussion, Gesang). „Slanted And Enchanted“, das 1992 veröffentlichte Debütalbum der Gruppe, wird von zahlreichen Kritiker*innen als eines der einflussreichsten Alben der 1990er-Jahre bezeichnet.

Ursprünglich als reines Studioprojekt gegründet, vermieden es Pavement in ihren Anfangsjahren, vor Publikum aufzutreten. Mit der Veröffentlichung ihrer ersten EPs zogen sie jedoch schnell Aufmerksamkeit auf sich und erschlossen sich mit ihren teils melodischen, teils noisigen Lo-Fi-Punk-Nummern und ironischen Texten eine eigene Fangemeinde. Der Durchbruch gelang Pavement 1994 mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Crooked Rain, Crooked Rain“, auf dem sie sich mit eingängigen Melodien, klassischeren Songstrukturen und einer cleaneren Produktion von einer Mainstream-tauglicheren Seite zeigten. Das Album enthält mit „Cut Your Hair“ auch den bis heute bekanntesten Song der Gruppe. Aufgrund persönlicher Differenzen zwischen Hauptsongwriter Stephen Malkmus und dem Rest der Band lösten sich Pavement im Jahr 1999 auf.

Ab 2010 begann die Gruppe wieder, vereinzelt Konzerte zu spielen. Stephen Malkmus ist seit 2000 erfolgreich als Sänger und Gitarrist der Rockband Stephen Malkmus and the Jicks tätig.


Peaches

Peaches ist die 1966 als Merrill Beth Nisker in Toronto, Kanada geborene und mittlerweile in Berlin ansässige Electroclash-Musikerin, Musikproduzentin, Theater-Regisseurin und Performance-Künstlerin. Sie begann ihre musikalische Karriere als Mitglied der Punkband The Shit und veröffentlichte mit „The Teaches Of Peaches“ 2000 ihr erstes Soloalbum.

Peaches gilt als Wegbereiterin des Electroclash, einem Genre, das Elemente des Punk und New Wave mit elektronischer Tanzmusik verbindet. Zu ihren bekanntesten Songs zählen „Fuck The Pain Away" (2000) sowie „Boys Wanna Be Her“ aus dem Jahr 2006. Beide wurden in den Soundtracks diverser Filme benutzt. Peaches befasst sich häufig mit Gender-Themen und stellt dabei traditionelle Geschlechterrollen und binäre Klassifikationen infrage. Ihre Live-Performances gelten als exzessiv und theatralisch.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Visuals, für die sie unter anderem John Waters und Cindy Sherman als Inspiration angibt.
Peaches trat auch als Produzentin, Songwriterin und Gastsängerin für diverse MusikerInnen, darunter Iggy Pop, The Flaming Lips, The B-52s und Le Tigre, in Erscheinung.

2015 erschien ihr sechstes Studioalbum „Rub“. 2019 spielte Peaches am Staatstheater Stuttgart eine der Hauptrollen im satirischen Kurt-Weill-Ballett „Die sieben Todsünden“.
Im Kunstverein Hamburg läuft zum 20. Bühnenjubiläum von Peaches vom 10.08.2019 bis 20.10.2019 die Ausstellung "Whose Jizz Is This?" - die erste institutionelle Einzelausstellung von Peaches.


Perfume Genius

Zu Beginn seiner Karriere stand Mike Hadreas alias Perfume Genius für fragile Songs mit sparsamer Instrumentierung und Lo-Fi-Sound, in denen der US-Amerikaner seine Erfahrungen mit der Liebe, den Drogen und dem Tod verarbeitet. 2017 veröffentlichte Perfume Genius sein viertes Album „No Shape“, mit dem er sich endgültig von der Schlafzimmer-Produzenten-Ästhetik seines Frühwerks verabschiedete – und stattdessen seinen Sound in Richtung Kammer-Pop öffnete.


Pet Shop Boys

Pet Shop Boys sind ein seit 1981 bestehendes Synth-Pop-Duo aus London, das aus Neil Tennant (Gesang) und Chris Lowe (Keyboard) besteht. Die Band konnte mit den Songs  „West End Girls“, „It's A Sin“, „Heart“ und einem Cover von „Always On My Mind“ vier Nummer-eins-Hits in den UK-Charts landen und ist mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern das erfolgreichste britische Musikduo aller Zeiten.

Verbunden durch ihre Leidenschaft für elektronische Tanzmusik, begannen Tennant und Lowe in den früher 1980er-Jahren, gemeinsam Musik zu machen. Durch ihre häufig ironischen Songexte und ihr Engagement in der Schwulenbewegung erregten die beiden schnell Aufmerksamkeit. Ihre ersten beiden Alben „Please“ (1986) und „Actually“ (1987) waren so erfolgreich, dass Pet Shop Boys 1988 mit dem Brit Award in der Kategorie „beste britische Gruppe“ ausgezeichnet wurden. Im Laufe ihrer Karriere kollaborierten Tennant und Lowe mit zahlreichen namhaften KünstlerInnen, darunter Dusty Springfield, David Bowie, Liza Minnelli, Boy George und Madonna. Seit den 2000er-Jahren beschäftigen sie sich zudem mit klassischer Musik und arbeiteten beispielsweise mit den Dresdner Sinfonikern zusammen.

2016 veröffentlichten Pet Shop Boys mit „Super“ ihr dreizehntes Studioalbum. Im Jahr 2019 folgte mit „Agenda“ eine EP mit vier Songs.


Pete Astor

An der University of Westminster gehört der 1960 geborene Brite Pete Astor ganz bestimmt zu den interessantesten Dozenten. Mit über 35 Jahren Erfahrung in der internationalen Musikbranche, in denen er unter anderem in Bands wie The Loft, The Weather Prophets und Ellis Island mitgewirkt hat, ist er heute als Solokünstler unterwegs. Pete Astor macht Indie-Pop- und Rock-Musik und ist außerdem als Songwriter und Autor tätig,


Pete Doherty

Pete Doherty (*12. März 1979 in Hexham, England) ist ein britischer Musiker (Gesang, Gitarre) und Künstler, der – zusammen mit seinem Freund Carl Barât – 2002 mit der Band The Libertines bekannt wurde. Ihr Debütalbum „Up The Bracket“ trug mit seiner rohen Punk-Energie nicht unwesentlich zu Wiederbelebung der britischen Indierock-Szene bei. Schon früh zeigten sich Differenzen zwischen dem eher kontrollierten Barât und dem ungezügelten Doherty, der seinen Drogenkonsum immer schlechter im Griff hatte.

Nach der Fertigstellung des zweiten Albums  „The Libertines“ musste Pete Doherty aufgrund seiner Drogenprobleme die Band verlassen. Nach dem Ende von The Libertines gründete der Künstler die Band Babyshambles, mit der er die Alben „Down In Albion“(2005) und „Shotter‘s Nation“ (2007) veröffentlichte. Sein erstes Soloalbum „Grace/Wastelands“ erschien 2009.

Doherty lebte zwischenzeitlich in Berlin und Hamburg, wo sein zweites Soloalbum „Hamburg Demonstrations“ (2012) entstand. 2019 erschien das erste Album seiner neuen Band Pete Doherty & The Puta Madres.


Peter Broderick

Inspiriert von modernen Komponisten wie Nils Frahm oder Olafur Arnalds, begann Peter Broderick im Jahr 2007, eigene Stücke auf dem Klavier zu schreiben. Sein Weg führt ihn zunächst in die Folk-Szene seiner Heimatstadt Portland, wo er als Studiomusiker bei unterschiedlichen Projekten mitwirkt.

Das reichte Peter Broderick jedoch nicht und so zog es ihn nach Kopenhagen, dann nach Berlin und nach Irland. Seine mehrjährige Reise wurde begleitet von unterschiedlichen Projekten, unter anderen mit Efterklang und Nils Frahm, und zahlreichen Alben. Sein musikalisches Talent nutzt er aber auch, um im Auftrag für Performances, Modenschauen oder Hochzeiten zu komponieren.


Peter Kernel

Peter Kernel sind ein interkontinentales Duo aus Kanada und der Schweiz. Seit 2008 verschmelzen die Filmemacherin und Sängerin Barbara Lehnhoff und der Gitarrist Aris Bassetti verspielten Art-Pop mit dringlichem Noise-Rock. Die Songs von Peter Kernel sind windschiefe Lo-Fi-Symphonien, in denen eine schräge Idee von der nächsten gejagt wird.


Petula

Petula ist das Solo-Projekt des Berliner Musikers Sebastian Cleemann. 

Cleemann hat bereits in Post-Rock-Band Seidenmatt (SDNMT), der Indie-Rock-Gruppe Kate Mosh sowie dem Electro-Trio UNS gespielt. Außerdem ist er seit 2013 der Live-Schlagzeuger von ClickClickDecker, der Band von Kevin Hamann und Oli Stangl. Seit 2017 wird er als Teil der Band angesehen und war bei den Albumaufnahmen dabei.

In seiner Solomusik konzentriert sich Petula auf gezupfte Akustikgitarren, elektrische Gitarren, Synthesizer, subtile Beats sowie Gesang. Um die Elemente zu verbinden, nutzt er eine Loopstation.

2013 veröffentlichte Cleemann das zweite Petula-Album „Don’t Forget Me, Petula! Don’t Forget Everything, Petula!“, das vom Berliner Neoklassik-Künstler Nils Frahm gemastert wurde. 2019 folgte das dritte Album „Fuck This Shit“.


Phil Collins

Phil Collins (* 30. Januar 1951, London), ist ein britischer Sänger, Schlagzeuger und Produzent. Sowohl Solo als auch mit seiner Band Genesis gehörte er zu den erfolgreichsten Künstler*innen der 1980er. In seiner Jugend nahm er Schauspielunterricht und stand bei diversen Aufführungen auf der Bühne. Nach einigen kleineren Jobs als Schlagzeuger wurde er 1970 Mitglied der Progrock-Gruppe Genesis, die gerade ihr zweites Album veröffentlicht hatte und einen neuen Drummer suchte. Er half dabei, die Band als großen Stadion- und Charts-Act zu etablieren, insbesondere, als er nach dem Ausstieg des Sängers Peter Gabriel dessen Position übernahm.

Nebenbei trommelte er in den 1970ern für die Fusionjazz-Band Brand X und veröffentlichte 1981 sein erstes Soloalbum „Face Value“ mit dem Welthit „In The Air Tonight“. Die Platte, mit der Collins seine erste Scheidung verarbeitete, war sehr tight und funky, hatte dabei aber eine vorwiegend düstere Stimmung. Sein zweites Album „Hello, I Must Be Going!” (1982) war etwas weniger erfolgreich, auch wenn sein Motown-Cover „You Can't Hurry Love“ chartete. Im Folgejahr erreichte er mit Genesis und den Songs „Mama” und „That's All“ Spitzenpositionen in den Charts. Solo war 1984 „Against All Odds“ – vom Soundtrack des gleichnamigen Films – ein weltweiter Hit. Eine Erfolgsserie die er 1985 mit dem Album „No Jacket Requiered“ und den Singles „One More Night“, „Sussudio“ und 1986 mit dem Genesis-Album „Invisible Touch“ sowie der gleichnamigen Single fortsetzte.

In der Folge verkauften sich die Alben von Phil Collins quasi von alleine und seine Musik war omnipräsent. Zunehmend beißende Kritiken wurden durch die eingehenden Tantiemen abgefedert. Mit einigen Jahrzehnten Abstand wird Phil Collins inzwischen wieder differenzierter betrachtet, so wurde „In The Air Tonight” zum Beispiel von der HipHop-Künstlerin Lil' Kim gecovert.


Phoebe Bridgers

Phoebe Bridgers (*17. August 1994) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Gitarristin aus Los Angeles, Kalifornien. Ihr Debütalbum „Stranger In The Alps“ erschien im Jahr 2017 über Dead Oceans (Bright Eyes, Dirty Projectors, Mitski). 

Phoebe Bridgers studierte in Los Angeles Jazzgesang, bevor sie sich mit ihrer Debüt-EP „Killer“ (2015) im Indie-Bereich einen Namen machte. Ihr von der Kritik gelobtes Debütalbum „Stranger In The Alps“ setzt sich aus melancholischen Indie-Rock-Kompositionen mit persönlichen Texten und sorgfältigen Arrangements zusammen. Neben der klassischen Rock-Instrumentierung setzt Bridgers vor allem auf Streicherparts. Sie selbst sang und spielte die Gitarre und das Banjo ein. Neben ihrer Tätigkeit als Solokünstlerin ist Phoebe Bridgers auch Teil zweier Supergroups: Boygenius, die sie zusammen mit den Indie-Musiker*innen Julien Baker und Lucy Dacus bildet sowie Better Oblivion Community Center, ein Duo mit Conor Oberst (Bright Eyes).

Nach „Stranger In The Alps“ ist „Punisher“ aus dem Jahr 2020 das zweite Soloalbum von Phoebe Bridgers.


Pink Floyd

Pink Floyd waren eine englische Rockband, die maßgeblichen Einfluss auf die psychedelische Musik der späten 1960er und spätere Ambient- und Chill-Out-Künstler wie The Orb hatte. Pink Floyd wurden 1965 von dem Songschreiber, Sänger und Gitarristen Syd Barrett, Keyboarder Rick Wright, Drummer Nick Mason und dem Bassisten Roger Waters gegründet. Zunächst spielte die Band relativ „normale” Coverversionen von R&B-Klassikern, experimentierte aber bald mit ausufernderen Songstrukturen, Lärm und Diaprojektionen. Die erste Single „Arnold Layne” – ein Song über einen Mann, der Damenunterwäsche von den Wäscheleinen stiehlt – erschien am 10. März 1967. Die Folgesingle „See Emily Play” coverte David Bowie für sein 1973er Album „Pin Ups”.

Nach dem bahnbrechenden Debütalbum „Piper At The Gates Of Dawn” (1967) musste Syd Barrett die Band aufgrund seines schlechter werdenden psychischen Zustands verlassen. Der bis dahin eher unauffällige Roger Waters übernahm die Führung der Band und der eher zartbesaitete Rick Wright, bis dahin zweiter Songwriter und Sänger der Band, zog sich immer weiter zurück. Als weiterer Gitarrist, Songschreiber und Sänger stieß David Gilmour hinzu. Unter Waters entwickelte sich die Band zunehmend in Richtung Space-Rock und zu längeren Songs. Der Höhe- und Endpunkt dieser zweiten Schaffenperiode war das Album „Dark Side Of The Moon” (1973), das sich rund 18 Jahre lang in den Billboard-Charts hielt und mit 45 Millionen verkauften Einhaiten eines der bis dato kommerziell erfolgreichsten Alben ist.

Nach 1973 zentrierte sich die Band noch stärker um Roger Waters, der nun auch fast alle Songs schrieb. Die Alben verkauften sich weiterhin exzellent, aber die Musik wurde zunehmend als unbeweglicher, selbstverliebter „Dinosaurier-Rock” bezeichnet. Pink Floyd galten als Paradebeispiel für die Musik, gegen die sich der Punk ab 1976 wandte. Dessen ungeachtet verkaufte sich auch „The Wall” (1978) hervorragend und wurde 1982 von Alan Parker verfilmt. Nach einem weiteren Album („The Final Cut”, 1983) löste Waters die Band auf. Mason und Gilmour sahen sich ihrer Einnahmequelle beraubt und erhielten nach längerem Gerichtsstreit das Recht, den Namen zu nutzen. Die folgenden Alben waren künstlerisch vernachlässigbar, erwiesen sich aber – ebenso wie Touren und Merchandise – als zuverlässige Gelddruckmaschine.


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