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Palais Schaumburg

Als steter Geheimtipp der Neuen Deutschen Welle wurde der Band Palais Schaumburg nie der kommerzielle Erfolg zuteil, wie ihn etwa musikalische WeggefährtInnen wie Ideal erlebten. Für den großen Massenerfolg war ihr wilder Stilmix aus Funk, Avantgarde und Dadaismus immer ein bisschen zu intellektuell und sperrig. Das ändert jedoch nichts daran, dass Palais Schaumburg ohne Zweifel zu den Bands gehören, die dem oft futuristischen Sound von Songs wie „Wir bauen eine neue Stadt“ bis in die heutigen 80er-Revivals hinein Inspirationen für zahlreiche Epigonen liefern.


Pale Waves

Aus Manchester kommen nicht nur die gerade sehr erfolgreichen Indie-Rocker The 1975, sondern seit kurzem auch die Newcomer-Band Pale Waves. Seit etwa zwei Jahren machen Sängerin Heather, Schlagzeugerin Ciara, Gitarrist Hugo und Bassist Charlie zusammen Musik. Doch die beiden Bands vereint mehr als nur ihre gemeinsame Heimatstadt, die aufgrund ihrer lebendigen Musikszene auch „Madchester“ genannt wird. Matty Healy, Frontmann von The 1975, ist überzeugter Pale-Waves-Fan der ersten Stunde und unterstützt die Band, wo er nur kann: als Support nahm er Pale Waves mit auf Tour, führte Regie bei ihren Musikvideos und war sogar als Produzent an Songs wie „There’s A Honey“ und „Television Romance“ beteiligt.

Im März erscheint endlich – nach mehreren Singles - ihre Debüt-EP „All The Things I Never Said“. Im Sommer soll dann ein Longplayer folgen. Die Band ist sehr ehrgeizig und extrem überzeugt von dem, was sie macht. Daher haben sie es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur ein Nummer Eins-Album zu produzieren, sondern auch eigene, ausverkaufte Touren zu spielen.


Palm

Palm ist eine experimentelle Rockband aus Philadelphia. Als sich Kasra Kurt, Eve Alpert, Hugo Stanley und Gerasimos Livitsanos 2011 am College in Upstate New York kennenlernten, waren sie noch weit von ihrem jetzigen musikalischen Könnertum entfernt. So weit entfernt, dass man sie zu diesem Zeitpunkt allenfalls musikalische Laien nennen konnte. Mittlerweile hat sich einiges getan: Der Stil hat sich in eine Art experimentellen Grenzgängertum entwickelt. Neben flirrendem Math-Rock, wie ihn Battles kultiviert haben oder dissonantem Post-Rock á la Slint blitzen immer wieder auch vertrackte Soundcollagen auf, die wohl auch Animal Collective nicht besser hinbekommen hätten.


Parquet Courts

Parquet Courts ist ein Post-Punk-Quartett aus Brooklyn, New York. Die Band besteht aus dem Sänger und Gitarristen A. Savage (der auch das Label Dull Tools gründete), seinem Bruder Max am Schlagzeug, dem Sänger und Gitarristen Austin Brown und dem Bassisten Sean Yeaton. „Wide Awake!“, das von Danger Mouse produzierte sechste Album von Parquet Courts, war im Mai 2018 Album der Woche bei ByteFM.


Pavement

Pavement war eine der wichtigsten Bands des Indie-Rock der 1990er-Jahre. Sie wurde 1989 von Stephen Malkmus und Scott Kannberg in Stockton, Kalifornien, gegründet. 1992 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Slanted And Enchanted“, auf dem die Band ihre Mischung aus LoFi-Sounds, an The Fall erinnerndem Post-Punk und Pop-Melodien zementierte. Zwei Jahre später folgte „Crooked Rain, Crooked Rain“ mit erfolgreichen Singles wie „Gold Soundz“ und „Cut Your Hair“.

2000 gaben Pavement ihre Auflösung bekannt.


Peaches

Peaches ist die 1966 als Merrill Beth Nisker in Toronto, Kanada geborene und mittlerweile in Berlin ansässige Electroclash-Musikerin, Musikproduzentin, Theater-Regisseurin und Performance-Künstlerin. Sie begann ihre musikalische Karriere als Mitglied der Punkband The Shit und veröffentlichte mit „The Teaches Of Peaches“ 2000 ihr erstes Soloalbum.

Peaches gilt als Wegbereiterin des Electroclash, einem Genre, das Elemente des Punk und New Wave mit elektronischer Tanzmusik verbindet. Zu ihren bekanntesten Songs zählen „Fuck The Pain Away" (2000) sowie „Boys Wanna Be Her“ aus dem Jahr 2006. Beide wurden in den Soundtracks diverser Filme benutzt. Peaches befasst sich häufig mit Gender-Themen und stellt dabei traditionelle Geschlechterrollen und binäre Klassifikationen infrage. Ihre Live-Performances gelten als exzessiv und theatralisch.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Visuals, für die sie unter anderem John Waters und Cindy Sherman als Inspiration angibt.
Peaches trat auch als Produzentin, Songwriterin und Gastsängerin für diverse MusikerInnen, darunter Iggy Pop, The Flaming Lips, The B-52s und Le Tigre, in Erscheinung.

2015 erschien ihr sechstes Studioalbum „Rub“. 2019 spielte Peaches am Staatstheater Stuttgart eine der Hauptrollen im satirischen Kurt-Weill-Ballett „Die sieben Todsünden“.
Im Kunstverein Hamburg läuft zum 20. Bühnenjubiläum von Peaches vom 10.08.2019 bis 20.10.2019 die Ausstellung "Whose Jizz Is This?" - die erste institutionelle Einzelausstellung von Peaches.


Perfume Genius

Zu Beginn seiner Karriere stand Mike Hadreas alias Perfume Genius für fragile Songs mit sparsamer Instrumentierung und Lo-Fi-Sound, in denen der US-Amerikaner seine Erfahrungen mit der Liebe, den Drogen und dem Tod verarbeitet. 2017 veröffentlichte Perfume Genius sein viertes Album „No Shape“, mit dem er sich endgültig von der Schlafzimmer-Produzenten-Ästhetik seines Frühwerks verabschiedete – und stattdessen seinen Sound in Richtung Kammer-Pop öffnete.


Pet Shop Boys

Pet Shop Boys sind ein seit 1981 bestehendes Synth-Pop-Duo aus London, das aus Neil Tennant (Gesang) und Chris Lowe (Keyboard) besteht. Die Band konnte mit den Songs  „West End Girls“, „It's A Sin“, „Heart“ und einem Cover von „Always On My Mind“ vier Nummer-eins-Hits in den UK-Charts landen und ist mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern das erfolgreichste britische Musikduo aller Zeiten.

Verbunden durch ihre Leidenschaft für elektronische Tanzmusik, begannen Tennant und Lowe in den früher 1980er-Jahren, gemeinsam Musik zu machen. Durch ihre häufig ironischen Songexte und ihr Engagement in der Schwulenbewegung erregten die beiden schnell Aufmerksamkeit. Ihre ersten beiden Alben „Please“ (1986) und „Actually“ (1987) waren so erfolgreich, dass Pet Shop Boys 1988 mit dem Brit Award in der Kategorie „beste britische Gruppe“ ausgezeichnet wurden. Im Laufe ihrer Karriere kollaborierten Tennant und Lowe mit zahlreichen namhaften KünstlerInnen, darunter Dusty Springfield, David Bowie, Liza Minnelli, Boy George und Madonna. Seit den 2000er-Jahren beschäftigen sie sich zudem mit klassischer Musik und arbeiteten beispielsweise mit den Dresdner Sinfonikern zusammen.

2016 veröffentlichten Pet Shop Boys mit „Super“ ihr dreizehntes Studioalbum. Im Jahr 2019 folgte mit „Agenda“ eine EP mit vier Songs.


Pete Astor

An der University of Westminster gehört der 1960 geborene Brite Pete Astor ganz bestimmt zu den interessantesten Dozenten. Mit über 35 Jahren Erfahrung in der internationalen Musikbranche, in denen er unter anderem in Bands wie The Loft, The Weather Prophets und Ellis Island mitgewirkt hat, ist er heute als Solokünstler unterwegs. Pete Astor macht Indie-Pop- und Rock-Musik und ist außerdem als Songwriter und Autor tätig,


Pete Doherty

Pete Doherty (*12. März 1979 in Hexham, England) ist ein britischer Musiker (Gesang, Gitarre) und Künstler, der – zusammen mit seinem Freund Carl Barât – 2002 mit der Band The Libertines bekannt wurde. Ihr Debütalbum „Up The Bracket“ trug mit seiner rohen Punk-Energie nicht unwesentlich zu Wiederbelebung der britischen Indierock-Szene bei. Schon früh zeigten sich Differenzen zwischen dem eher kontrollierten Barât und dem ungezügelten Doherty, der seinen Drogenkonsum immer schlechter im Griff hatte.

Nach der Fertigstellung des zweiten Albums  „The Libertines“ musste Pete Doherty aufgrund seiner Drogenprobleme die Band verlassen. Nach dem Ende von The Libertines gründete der Künstler die Band Babyshambles, mit der er die Alben „Down In Albion“(2005) und „Shotter‘s Nation“ (2007) veröffentlichte. Sein erstes Soloalbum „Grace/Wastelands“ erschien 2009.

Doherty lebte zwischenzeitlich in Berlin und Hamburg, wo sein zweites Soloalbum „Hamburg Demonstrations“ (2012) entstand. 2019 erschien das erste Album seiner neuen Band Pete Doherty & The Puta Madres.


Peter Broderick

Inspiriert von modernen Komponisten wie Nils Frahm oder Olafur Arnalds, begann Peter Broderick im Jahr 2007, eigene Stücke auf dem Klavier zu schreiben. Sein Weg führt ihn zunächst in die Folk-Szene seiner Heimatstadt Portland, wo er als Studiomusiker bei unterschiedlichen Projekten mitwirkt.

Das reichte Peter Broderick jedoch nicht und so zog es ihn nach Kopenhagen, dann nach Berlin und nach Irland. Seine mehrjährige Reise wurde begleitet von unterschiedlichen Projekten, unter anderen mit Efterklang und Nils Frahm, und zahlreichen Alben. Sein musikalisches Talent nutzt er aber auch, um im Auftrag für Performances, Modenschauen oder Hochzeiten zu komponieren.


Peter Kernel

Peter Kernel sind ein interkontinentales Duo aus Kanada und der Schweiz. Seit 2008 verschmelzen die Filmemacherin und Sängerin Barbara Lehnhoff und der Gitarrist Aris Bassetti verspielten Art-Pop mit dringlichem Noise-Rock. Die Songs von Peter Kernel sind windschiefe Lo-Fi-Symphonien, in denen eine schräge Idee von der nächsten gejagt wird.


Petula

Petula ist ein Projekt des vielbeschäftigten Musikers Sebastian Cleemann. Der Künstler, der auch schon in der Post-Rock-Band Seidenmatt, dem Electro-Trio UNS, der Indie-Rock-Gruppe Kate Mosh und ClickClickDecker spielte, konzentriert sich in seiner Solomusik auf gezupfte Akustikgitarren, subtile Beats und seine warme Kopfstimme. 2013 veröffentlichte Cleemann das zweite Petula-Album „Don’t Forget Me, Petula! Don’t Forget Everything, Petula!“, das vom Berliner Neoklassik-Künstler Nils Frahm gemastert wurde.


Pip Blom

Pip Blom fing im Jahr 2016 an, im Heimstudio Indie-Pop-Perlen zu schreiben. Schnell war der Niederländerin klar, dass eine Band her musste. In ihrem Bruder Tender Blom fand sie einen versierten Lead-Gitarristen, ergänzt wurde die Gruppe vom Bassisten Casper van der Lans und der Schlagzeugerin Gini Cameron. Es folgten über 100 Konzerte in kürzester Zeit, Support-Tourneen für Surfer Blood, Franz Ferdinand und The Breeders sowie eine Handvoll unglaublich eingängiger Lo-Fi-Singles, die den schlitzohrigen Charme der frühen Pavement mit der rotzigen Dringlichkeit von Bands wie Goat Girl vereinen.


Pixx

Pixx ist das Alias der Londoner Sängerin und Gitarristin Hannah Rodgers (*1986). Mit „The Age Of Anxiety“ veröffentlichte sie im Jahr 2017 ihr Debütalbum über das englische Traditions-Indie-Label 4AD.

Das musikalische Werk der Absolventin der Brit School zehrt vom Erbe verschiedener Indie-Genres: Während der Sound des Debüts „The Age Of Anxiety“ in der Musikpresse häufig als Dream-Pop bezeichnet wurde, bewegen sich die Songs auf ihrem Zweitlingswerk „Small Mercies“ aus dem Jahr 2019 zwischen Synth-Pop, Garage-Rock und Grunge-Reminiszenzen. Thematisch verhandelt Pixx auf ihm Liebebesthematiken in einer intellektuellen, konzeptuellen Herangehensweise: Sie untersucht das Thema auf der Mikro-Ebene (Selbstliebe) und der Makro-Ebene (spirituelle Liebe zu Gott). Einen weiteren wichtigen Aspekt ihrer Kunst stellt die visuelle Komponente dar, was sich in der aufwändigen künstlerischen Gestaltung der Albumcover und Musikvideos äußert.

Zum „Small Mercies“-Album 2019 ging Pixx auf eine ausgedehnte Tour durch Europa, die USA und Kanada.


PJ Harvey

PJ Harvey (*9. Oktober 1969 in Bridport als Polly Jean Harvey) ist eine post-feministische englische Songwriterin und Sängerin. 1992 nahm sie ihr erstes Album „Dry“ auf; ein Jahr später erschien „Rid Of Me“, produziert von Steve Albini, mit der Top-30-Single „50ft Queenie“. Das Album erreichte Platz drei der britischen Charts und in den USA immerhin Platz 158.

1996 nahm PJ Harvey mit ihrem damaligen Partner Nick Cave den US-amerikanischen Folksong „Henry Lee“ für Caves Album „Murder Ballads“ auf. Die Zusammenarbeit mit Tricky, die 1998 veröffentlichte Single „Broken Homes“, schaffte es auf Platz 25 der UK-Charts.

PJ Harvey blieb über die Jahrzehnte kontinuierlich erfolgreich und veröffentlichte bis 2016 neun eigene Alben und zwei weitere gemeinsam mit ihrem Landsmann John Parish. Mit ihrer 2016 erschienenen LP „The Hope Six Demolition Project“ schaffte sie es erstmalig auf Platz eins der UK-Charts.


Der Plan

Im Jahr 1979 wurde das elektronische Bandprojekt Der Plan von Moritz Reichelt, Kai Horn und Frank Fenstermacher gegründet. Die Band verfolgte zunächst experimentelle Pfade, indem sie Elektro und Punk mischte und Genregrenzen aufweichte. Nachdem Kai Horn das Projekt früh verließ, stief Kurt Dahlke alias Pyrolator hinzu und sorgte dafür, dass die Musik von Der Plan hörbarer wurde. Mit „Da vorne steht ´ne Ampel“ landeten sie schließlich einen Charthit. Ihre beiden ersten LPs Geri Reig und Normalette Suprise zählen zum Kanon der Neuen Deutschen Welle. Die Band löste sich 1992 nach unzähligen Veröffentlichungen auf. 2003 kam es mit der Plan 2.0.zu einem Revival mit neuer Besetzung, der nicht an den alten Erfolg anknüpfen konnte


Planningtorock

Obwohl sier in England geboren wurde, lebt und arbeitet dier nicht-binäre, genderqueere Elektro-Musiker*in Jam Rostrom aka Planningtorock seit 2002 in Berlin. Sihr musikalisches Markenzeichen ist die von Autotune und anderen Gesangseffekten verzerrte Stimme, körper- und geschlechtslos durch den Raum schwebend. Die Beats sind mal tanzbar und dringlich, mal schwerelos und experimentell. 2014 veröffentlichte Planningtorck sihr drittes Album „All Love's Legal“, 2018 folgte „Powerhouse“. Beide Platten waren Alben der Woche bei ByteFM.


Poppy Ackroyd

Ähnlich wie Nils Frahm oder Hannah Epperson hat sich auch Poppy Ackroyd der Mischung von Neoklassik und Electronica verschrieben. Die britische Künstlerin benutzt dafür mehrere Instrumente, u.a. Geige, Piano, Clavichord und Harmonium. Im Jahr 2017 veröffentlichte Poppy Ackroyd ihr drittes Album „Sketches“.


Portishead

Alles beginnt 1991 in Bristol. Der Studioassistent Geoff Barrow, der auch schon bei den Aufnahmen zu Massive Attacks’ „Blue Lines“ anwesend ist, trifft auf die Sängerin Beth Gibbons. Zusammen mit dem Gitarristen Adrian Utley starten sie erste Jam-Sessions und veröffentlichen 1993 ein Demo-Tape, welches drei Songs enthält. Als Bandnamen wählen sie das Küstenstädtchen Portishead, in dem Barrow aufwuchs.

Kurz darauf kommen die MusikerInnen bei Go! Beat Records unter Vertrag und veröffentlichen im Oktober 1994 ihr Debütalbum „Dummy“ – eine Platte, die das damals sehr junge Genre Trip-Hop definierte wie keine zweite. 1997 veröffentlichten Portishead den selbstbetitelten Nachfolger, erst elf Jahre später folgte das dritte Album „Third“.


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