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Ian Dury

Ian Dury war ein britischer Sänger, Texter und Songschreiber, der am 12. Mai 1942 in Harrow geboren wurde. Mit der Band Ian Dury & The Blockheads erlangten sein Song „Sex & Drugs & Rock & Roll“ vom Debüt-Album „New Boots and Panties!!“ (1977) und die 1978er-Single „Hit Me With Your Rhythm Stick“ besondere Bekanntheit. Dury starb im Jahr 2000 an den Folgen eines Krebsleidens. Er hinterließ den Sohn Baxter Dury, der ebenfalls als Musiker bekannt wurde.

Trotz einer Bewegungseinschränkung infolge einer Polio-Erkrankung in Kindheitstagen wurde Ian Dury zum charismatischen Frontmann. Erstes Vehikel für seine wortgewandten, sarkastischen und humorvollen Texte war die Pub-Rock-Band „Kilburn & The High Roads“, mit der der Sänger 1975 das Album „Handsome“ veröffentlichte, das aufgrund seiner sich über zwei Jahre hinziehenden Produktion sein kommerzielles Potential nicht ausschöpfen konnte – der Sound war nicht mehr hip. Mit den punk-lastigeren The Blockheads traf Dury den Nerv der Zeit, und toppte mit „Hit Me With Your Rhythm Stick“ die britischen Charts.

Besonders mit seinem Werk zwischen 1977 und 1980 schaffte Ian Dury es, sich eine quasi-ikonische Wahrnehmung als schlauer, miesgelaunter Sonderling zu erarbeiten. Seine letzte Veröffentlichung war 1998 „Mr. Love Pants“.


Ian Sweet

Seit 2014 veröffentlicht Jilian Medford als Ian Sweet zwischen introspektiver Intimität und brachialem Lärm osziellierende Lo-Fi-Songs. Der Konflikt zwischen Innerem und Äußeren ist ein Motiv, das sich schon von Anfang an durch die Musik der US-Amerikanerin zieht. Um diese Thematik auch auf ihrem zweiten Album „Crush Crusher“ mit der nötigen Energie einzufangen, arbeitete Ian Sweet mit dem Produzenten Gabe Wax zusammen, der auch schon Platten von Deerhunter, The War On Drugs und Soccer Mommy veredelte.


Ibeyi

Das Duo Ibeyi besteht aus den Zwillingsschwestern Lisa-Kaindé und Naomi Díaz und ist seit  2013 beim britischen Label XL Recordings unter Vertrag. Die beiden Schwestern singen ihre Texte auf Englisch, Französisch, Spanisch und in der nigerianischen Stammes-Sprache Yoruba, die durch den Sklavenhandel im 18. Jahrhundert nach Kuba kam. Ibeyi bedeutet in Yoruba Zwillinge.

Der Vater von Lisa-Kaindé und Naomi Díaz ist der kubanische Perkussionist Miguel „Angá“ Díaz, der Mitglied im Buena Vista Social Club war. 

Studioalben von Ibeyi: 
Ibeyi (2015)
Ash (2017)

 


Iceage

Im Jahr 2011 veröffentlichten Iceage das Debüt „New Brigade“. Spätestens mit dem dritten Album „Plowing Into The Field Of Love“ (2014) hatte sich das dänische Quartett um Frontmann Elias Bender Rønnenfel als feste Instanz für finsteren, hundsgemeinen Post-Punk etabliert. Hier fügten Iceage Einflüsse von The Gun Club und dem jungen Nick Cave bzw. dessen früherer Band The Birthday Party zu ihrer vorigen Noise-Rock- und Hardcore-Mixtur hinzu.

 


Ida Wenøe

Die Singer-Songwriterin Ida Wenøe kommt aus Dänemark und wird nicht nur dort ziemlich gefeiert. Auch auf die benachbarte britische Insel ist ihre Musik, eine Mischung aus Folk und Americana, schon längst übergeschwappt und begeistert dort KritikerInnen der BBC und des Guardian. Mit dem Musikmachen hat Ida Wenøe bereits vor Ihrer Solokarriere begonnen: als Frontfrau des dänischen Trios Boho Dancer mischt sie bereits seit 2012 die Folkszene auf und sorgt dafür, dass dänische Folkmusik international Gehör findet.  

Idas Wenøes Debütalbum „Time Of Ghosts” ist am 23. Februar 2018 in Deutschland erschienen. Dazu spielte die Musikerin eine Release-Show im About Songs & Books in Hamburg . Das von Jonas Tranberg produzierte Album weist neben Americana auch britische und kanadische Einflüsse (Joni Mitchell, Neil Young) auf. Laut Ida dreht sich das Album sowohl um die dunklen, als auch schönen Seiten des Lebens: 
“’Time of Ghosts’ is a welcoming of the darkness just as much as the light. It’s an invitation to go deeper and not be afraid of what you might find.” 


Idles

Eines Nachts fasten Sänger Joe Talbot und Bassist Adam Devonshire in ihrer eigenen Kneipe, dem Bat-Cave Night Club in Bristol, den beschluss, eine Band zu gründen. Idles waren geboren. Zusammen mit dem Schlagzeuger Jon Beavis und den Gitarristen Mark Bowen und Lee Kiernan machen sie dringlichen Post-Punk. 2017 veröffentlichten Idles ihr Debütalbum „Brutalism“, 2018 erscheint der Nachfolger „Joy As An Act Of Resistance“.


Iggy Pop

Iggy Pop kam am 21. April 1947 als James Newell Osterberg Jr. in Muskegon, Michigan zur Welt. 1967 gründete er in Ann Arbour, Michigan, zusammen mit dem Gitarristen Ron Asheton, dem Schlagzeuger Scott Asheton und dem Bassisten Dave Alexander The Stooges – eine Band, die oft für die Erfingung des Punk-Rocks verantwortlich wurde. Nach dem Ende von The Stooges startete Iggy Pop 1977 mit den von David Bowie produzierten Alben „The Idiot“ und „Lust For Life“ eine erfolgreiche Solokarriere.


Ilgen-Nur

İlgen-Nur Boralı (*10. Februar 1996) ist eine Indie-Rock-Künstlerin aus Hamburg. Bevor sie in die Hansestadt zog lebte sie in Stuttgart. Sie singt, spielt E-Gitarre, E-Bass und gelegentlich auch Klavier.

İlgen-Nurs Musik klingt verträumt indie-poppig, wobei immer auch wieder kratzige E-Gitarren und umarmende Refrains erklingen. Ihre englischsprachigen Texte handeln vom Spätaufstehen, der Enttäuschung über erfüllte Träume, von Zukunftsängsten. „Sad songs about growing up“, wie sie ihre Musik selbst umreißt.

2017 nahm İlgen-Nur gemeinsam mit Die-Nerven-Gitarrist Max Rieger ihre Debüt-EP „No Emotions“ auf. Fünf Songs, die sie im Alter von 17 Jahren in ihrem Wohnzimmer schrieb. Ein Jahr nach Release der EP begleitete sie Tocotronic auf einer ausgiebigen Deutschland-Tournee.


Inga Copeland

Inga Copeland ist eine estnische Künstlerin. Gemeinsam mit Dean Blunt gründete sie Mitte der 00er-Jahre das Kollektiv Hype Williams. Das Duo veröffentlichte höchst experimentelle Alben wie „Find Out What Happens When People Stop Being Polite And Start Gettin Reel“ und „One Nation“. 2016 gaben sie bekannt, dass Inga Copeland und Dean Blunt nicht mehr Teil von Hype Williams seien und das Projekt nun von anderen, anonymen KünstlerInnen weitergeführt werde.

Fernab von Hype Williams ist Copeland auch unter ihrem Pseudonym Lolina als Solokünstlerin aktiv.


Insecure Men

Wenn selbst die notorischen Berufs-Hedonisten Fat White Family Dich wegen Deines hohen Drogenkonsums aus der Band werfen, dann bist Du ganz unten angekommen. Genau an diesem „Rock Bottom“ befand sich Saul Adamczewski im Jahr 2015: „Ich geriet in eine Abwärtsspirale. Ich hab bei einem Kumpel auf dem Boden geschlafen und den ganzen Tag nur Crack geraucht“, so der britische Songwriter. Dann war klar: Eine neue Band musste her, ein Ausgleichsprojekt, das alle toxischen Eigenschaften der Fat White Family ausbalancieren konnte. Insecure Men waren geboren.

2018 ist ihr selbstbetiteltes Debüt auf Fat Possum Records erschienen. Auf diesem verwandeln Insecure Men Abstinenz in lupenreine Pop-Musik, besprenkelt mit Elementen aus Lounge- und Synth-Pop.


International Music

Bassist Pedro Goncalves Crescenti, Gitarrist Peter Rubel und Schlagzeuger Joel Roters sind International Music. Das Trio aus Essen kombiniert lakonische Texte mit einer bunten Mischung aus Post-Punk, Psychedelia, Kraut- und Space-Rock. Im April 2018 war „Die besten Jahre“, das Debüt von International Music, Album der Woche bei ByteFM.


The Internet

Syd „Tha Kid“ und Matt Martians erschienen zuerst als Teil von Tyler, The Creators Kollektiv Odd Future Wolf Gang Kill Them All (OFWGKTA) auf der Bildfläche. Doch die beiden, die zu zweit als The Internet Musik machen, stachen von Anfang an aus dem Line-up heraus. Was die beiden mit ihren Odd-Future-Kollegen verband, war ihr Lo-Fi-Sound und ihre DIY-Ästhetik. Während die Mitmusiker des HipHop-Kollektivs zum Großteil provokativen Horrorcore praktizierten, hatten Syd und Martians Soul und R&B im Blut.

Seit 2013 sind The Internet vom Duo zur Band herangewachsen, die ein angemessen tightes Fundament für den lässigen Gesang von Syd bildet.


Interpol

Interpol begeisterten schon 2002 mit ihrem  Debüt „Turn On The Bright Lights“. Dabei setzten die vier Musiker aus New York von Anbeginn an nicht auf Rock ’n’ Roll, sondern auf die Stilmerkmale des Post-Punk und präsentierten sich in ihren dunklen Anzügen konsequent mit einer gewissen kühlen Noblesse. Seitdem 2010 Bassist Carlos Dengler die Band verließ, sind Interpol nur noch als Trio unterwegs. Mit „El Pintor“ erschien 2014 ihr fünftes Studioalbum, 2018 folgt „Marauder“.


Iron & Wine

Vom Professor der Filmwissenschaften zum erfolgreichen Indie-Folk-Barden: Sam Beam aka Iron & Wine hat eine turbulente Karriere hinter sich. Der US-amerikanische Singer-Songwriter mit dem Rauschebart veröffentlichte nahm zu Beginn nur in seiner Freizeit in seinem Wohnzimmer hin und wieder Musik auf. Der Durchbruch gelang ihm 2002 mit seinem Debüt „The Creek Drank The Cradle“. 2017 ist das sechste Album von Iron & Wine "Beast Epic" erschienen.


Isobel Campbell

Isobel Campbell ist eine Indie-Pop-Musikerin aus Glasgow, die als Sängerin, Cellistin und Gitarristin der seit 1994 aktiven Indie-Pop-Band Belle & Sebastian erste Bekanntheit erlangte. 1999 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym The Gentle Waves ihr erstes Soloalbum „The Green Fields Of Foreverland“. Seit ihrem Ausstieg bei Belle & Sebastian 2002 veröffentlicht Campell ihre Musik unter ihrem bürgerlichen Namen.Von 2004 bis 2013 arbeitete sie mit dem ehemaligen Screaming Trees-Sänger Mark Lanegan zusammen. Aus dieser Kollaboration entstanden eine EP und zwei Alben.

In ihrer Version des Indie- bzw. Chamber-Pop verarbeitet Campell Einflüsse aus düsterem Folk und diversen US-amerikanischen Musikstilen wie Country & Western. Besonders charakteristisch ist dabei ihre hohe, sanfte Stimme sowie die Nutzung klassischer Instrumente wie dem Cello oder dem Piano. Campell ist laut eigenen Angaben eine große Anhängerin von traditionellem Folk und Country. Auf ihrem vierten Album „Milkwhite Sheets“ aus dem Jahr 2006 befinden sich, neben ihren eigenen Songs, Interpretationen von Traditionals aus dem Vereinigten Königreich. Inspiriert wurde sie dabei von den Folk-Musikerinnen Jean Ritchie, Shirley Collins und Anne Briggs.

Das Nachfolgewerk von „Milkwhite Sheets“ wird nach einer vierzehnjährigen Pause das Soloalbum „There Is No Other“ (2020).


Isolation Berlin

Die 80er sind vorbei, die 90er sind vorbei, die 2000er-Euphorie auch – trotzdem schreibt sich eine Band das Wort „Berlin“ in den Namen. Und koppelt es dann noch mit „Isolation“, hochgezogenen Mauern. Kann das zeitgemäß sein? Sitzen hier ein paar Typen der Nostalgie des aufregenden West-Berlins vergangener Jahrzehnte auf und mühen sich an dem Sound von damals ab? Nein, Isolation Berlin fallen eher in die Kategorie von Jungs, die Gitarrenpop spielen - als "Proto-Pop" bezeichnet die Band selbst ihren Stil. Besungen werden Depression, Rausch und Einsamkeit, auf eine sehr düstere, aber poetische Art und Weise.

Auf ihrem Debüt „Und Aus Den Wolken Tropft Die Zeit“ (2016) beobachtet die Band um Frontmann Tobias Bamborschkeaus die Hauptstadt abwechselnd in Zeitlupe und rasantem Tempo, geht an ihr unter und zieht sich wieder rauf. Isolation Berlin haben ihre eigene Palette von Gitarrenmusik, sie wechseln ganz lässig zwischen Chanson, Rock ’n’ Roll und Funk, und klingen dabei immer nach sich selbst.

Kürzlich erschien der zweite Longplayer der Band, der texlich an „Und Aus Den Wolken Tropft Die Zeit" anschließt, aber rauher klingt. „Vergifte Dich" erschien wie das Debüt unter dem Label Staatsakt, welches für  Künstler wie Andreas Dorau, Die Sterne, All Diese Gewalt und Ja, Panik verantwortich ist.


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