Artists

Artists / I


Ian Curtis

Ian Curtis (*5. Juli 1956 – 18. Mai 1980) war als Sänger und Songschreiber der Post-Punk-Band Joy Division einer der prägenden Musiker der frühen 1980er. Er wuchs als Sohn eines Polizeibeamten in der Gegend von Manchester auf und war ein begabtes Kind, das sich nicht in gesellschaftliche Strukturen einfügte und zur Selbstverletzung neigte. Curtis schmiss vorzeitig die Schule und machte schon früh Drogenerfahrungen, insbesondere mit zur Behandlung von Angstzuständen eingesetztem Valium. Bereits im Alter von 19 Jahren heiratete Ian Curtis seine Freundin Deborah Woodruff. 

Ian Curtis arbeitete vor dem musikalischen Erfolg im öffentlichen Dienst, zunächst für das Verteidigungsministerium, später dann in der Arbeitsvermittlung. 1977 hatte die von Curtis zusammen mit Bernard Sumner und Peter Hook gegründete Band Warsaw (benannt nach dem düsteren David-Bowie-Instrumental „Warszawa“ von dessen gerade erschienenem Album „Low“) ihren ersten Auftritt. Noch vor der ersten EP benannte sich die Band in „Joy Divison“ um. 1978 erlitt Curtis seinen ersten epileptischen Anfall. Die Ursache konnte nie eindeutig geklärt werden, Curtis selbst führte sie auf seine Valiumnutzung zurück. Die verschriebenen Medikamente verstärkten seine Stimmungsschwankungen.

Mit zunehmendem Erfolg der Band zog Ian Curtis sich immer mehr in sich selbst zurück, daran konnte auch die Geburt seiner Tochter Natalie im April 1979 nichts ändern. Er beschäftigte sich obsessiv und nicht sonderlich differenziert mit dem Nationalsozialismus, was von manchen als weiteres Symptom seiner zunehmenden Depressionen gedeutet wurde. Curtis' psychische Gesundheit verschlechterte sich durch den Stress, den die Band und seine scheiternde Ehe mit sich brachten. Seine sich häufenden epileptischen Anfälle beeinträchtigten seine Fähigkeit, mit der Band aufzutreten, was Curtis' Depressionen verstärkte. Auch die Medikamente, die ihm gegen die Krankheit verschrieben wurden, verschlechterten seinen seelischen Zustand erheblich. Am 18. Mai 1980 erhängte Ian Curtis sich im Alter von 23 Jahren in seiner Küche.

Wenn Du Dich in einer akuten psychischen Krise befindest, gibt es Hilfe: Du erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800-1110111 oder 0800-1110222. Auf der Seite www.telefonseelsorge.de bekommst Du jederzeit Hilfe per Mail oder im Chat.
Depressionen sind behandelbar: Wenn Du Probleme hast, scheue Dich nicht, Deine*n Hausärzt*in darauf anzusprechen.

 


Ian Dury

Ian Dury war ein britischer Sänger, Texter und Songschreiber, der am 12. Mai 1942 in Harrow geboren wurde. Mit der Band Ian Dury & The Blockheads erlangten sein Song „Sex & Drugs & Rock & Roll“ vom Debüt-Album „New Boots and Panties!!“ (1977) und die 1978er-Single „Hit Me With Your Rhythm Stick“ besondere Bekanntheit. Dury starb im Jahr 2000 an den Folgen eines Krebsleidens. Er hinterließ den Sohn Baxter Dury, der ebenfalls als Musiker bekannt wurde.

Trotz einer Bewegungseinschränkung infolge einer Polio-Erkrankung in Kindheitstagen wurde Ian Dury zum charismatischen Frontmann. Erstes Vehikel für seine wortgewandten, sarkastischen und humorvollen Texte war die Pub-Rock-Band „Kilburn & The High Roads“, mit der der Sänger 1975 das Album „Handsome“ veröffentlichte, das aufgrund seiner sich über zwei Jahre hinziehenden Produktion sein kommerzielles Potential nicht ausschöpfen konnte – der Sound war nicht mehr hip. Mit den punk-lastigeren The Blockheads traf Dury den Nerv der Zeit, und toppte mit „Hit Me With Your Rhythm Stick“ die britischen Charts.

Besonders mit seinem Werk zwischen 1977 und 1980 schaffte Ian Dury es, sich eine quasi-ikonische Wahrnehmung als schlauer, miesgelaunter Sonderling zu erarbeiten. Seine letzte Veröffentlichung war 1998 „Mr. Love Pants“.


Ian Sweet

Seit 2014 veröffentlicht Jilian Medford als Ian Sweet zwischen introspektiver Intimität und brachialem Lärm osziellierende Lo-Fi-Songs. Der Konflikt zwischen Innerem und Äußeren ist ein Motiv, das sich schon von Anfang an durch die Musik der US-Amerikanerin zieht. Um diese Thematik auch auf ihrem zweiten Album „Crush Crusher“ mit der nötigen Energie einzufangen, arbeitete Ian Sweet mit dem Produzenten Gabe Wax zusammen, der auch schon Platten von Deerhunter, The War On Drugs und Soccer Mommy veredelte.


Ibeyi

Ibeyi sind ein französisch-kubanisches Experimental-Duo aus Paris, bestehend aus den Zwillingsschwestern Lisa Kaindé (Gesang, Piano, Synthesizer, Bass) und Naomi Diaz (Gesang, Percussion). Ihr selbstbetiteltes Debütalbum ist im Jahr 2015 über XL Recordings (Radiohead, King Krule, Yaeji) erschienen. Es war Album der Woche bei ByteFM.

Lisa Kaindé und Naomi Diaz wuchsen als Töchter zweier Musiker*innen in Havanna und Paris auf. Ihre Mutter ist Sängerin, ihr Vater Angá Diaz war als Percussionist Teil des Buena Vista Social Club. Die Familie stammt väterlicherseits von Yoruba ab – eine westafrikanische Kultur und Sprache, die bis ins 19. Jahrhundert von Nigeria und Benin mit dem Sklavenschiff nach Kuba und Brasilien gebracht wurde. Ihre Yoruba-Herkunft spielt eine wichtige Rolle in der Musik von Ibeyi, die westafrikanische Rhythmen mit Elementen aus Jazz und Soul und elektronischen Beats kombinieren. Ein weiterer Einfluss sind traditionelle Spirituals, die die Schwestern bereits im Kindesalter zusammen mit der Mutter gesungen haben. In ihren auf Englisch, Französisch, Yoruba und Spanisch gesungenen Liedern beschäftigen sich Ibeyi häufig mit Themen wie Herkunft, Identität und Familie. So ist ihr Debütalbum ihrem 2006 verstorbenen Vater gewidmet; der Song „Yanira” daraus ist ihrer Schwester gewidmet, die 2013 einer Erkrankung des Gehirns erlag.

Ihr zweites Album „Ash” veröffentlichten die Künstlerinnen 2017. Darauf wurden vermehrt gesellschaftliche Themen angesprochen, beispielsweise Rassismus und die Benachteiligung von Frauen. Das Album enthält Gastbeiträge von renommierten Musiker*innen wie Kamasi Washington, Meshell Ndegeocello und Chilly Gonzalez.


Ice-T

Ice-T (*16. Februar in Newark, New Jersey als Tracy Lauren Marrow) ist ein einflussreicher US-amerikanischer HipHop-Musiker aus Los Angeles, der zu den frühesten Vertreter*innen des Gangsta Rap zählt. Sein Debütalbum „Rhyme Pays” ist 1987 erschienen.

Beeinflusst von frühem HipHop à la The Sugar Hill Gang und von expliziter Literatur wie der des afro-amerikanischen Zuhälters/Autors Iceberg Slim, begann Marrow in den späten 1970er-Jahren, zu texten und zu rappen. Um das Jahr 1980 beschloss er, sein altes, von kriminellen Aktivitäten und Gewalt geprägtes Leben hinter sich zu lassen und stattdessen eine Karriere als DJ anzustreben. Daneben feilte er an seinen Rap-Skills. Als Hommage an Iceberg Slim nannte er sich Ice-T. Seine Debütsingle „Cold Wind Madness” (1982) entwickelte sich schnell zu einem Underground-Hit. Der später als charakteristisch geltende Stil von Ice-T entstand jedoch erst vier Jahre später: Mit dem aus der Perspektive eines Kleinkriminellen erzählten „6 In The Mornin” schrieb Ice-T einen der ersten Gangsta-Rap-Tracks überhaupt. Als besonders stilprägend für das Genre gilt zudem sein viertes Album „O.G. Original Gangsta” (1991), das mit „Mind Over Matter”, „New Jack Hustler” sowie dem Titeltrack einige der bekanntesten Songs des Künstlers enthält. Ein markantes Merkmal der Platte ist zudem die Nutzung von Samples aus dem Bereich der Rockmusik. Gesamplet werden beispielsweise Songs von Black Sabbath, Led Zeppelin und Jimi Hendrix. Ice-T – ein bekennender Fan von Rock und Metal – gründete 1990 die Heavy-Metal-Band Body Count, deren siebtes Album „Carnivore” im Jahr 2020 erschienen ist.

2018 widmete sich Juliane Reil in einer Ausgabe ihrer ByteFM Sendung Keep It Real der Karriere von Ice-T, wobei sie den Musiker auch interviewte.


Iceage

Im Jahr 2011 veröffentlichten Iceage das Debüt „New Brigade“. Spätestens mit dem dritten Album „Plowing Into The Field Of Love“ (2014) hatte sich das dänische Quartett um Frontmann Elias Bender Rønnenfel als feste Instanz für finsteren, hundsgemeinen Post-Punk etabliert. Hier fügten Iceage Einflüsse von The Gun Club und dem jungen Nick Cave bzw. dessen früherer Band The Birthday Party zu ihrer vorigen Noise-Rock- und Hardcore-Mixtur hinzu.

 


Ida Wenøe

Die Singer-Songwriterin Ida Wenøe kommt aus Dänemark und wird nicht nur dort ziemlich gefeiert. Auch auf die benachbarte britische Insel ist ihre Musik, eine Mischung aus Folk und Americana, schon längst übergeschwappt und begeistert dort KritikerInnen der BBC und des Guardian. Mit dem Musikmachen hat Ida Wenøe bereits vor Ihrer Solokarriere begonnen: als Frontfrau des dänischen Trios Boho Dancer mischt sie bereits seit 2012 die Folkszene auf und sorgt dafür, dass dänische Folkmusik international Gehör findet.  

Idas Wenøes Debütalbum „Time Of Ghosts” ist am 23. Februar 2018 in Deutschland erschienen. Dazu spielte die Musikerin eine Release-Show im About Songs & Books in Hamburg . Das von Jonas Tranberg produzierte Album weist neben Americana auch britische und kanadische Einflüsse (Joni Mitchell, Neil Young) auf. Laut Ida dreht sich das Album sowohl um die dunklen, als auch schönen Seiten des Lebens: 
“’Time of Ghosts’ is a welcoming of the darkness just as much as the light. It’s an invitation to go deeper and not be afraid of what you might find.” 


Idris Ackamoor & The Pyramids

Idris Ackamoor & The Pyramids sind ein multinationales Jazz-Ensemble, das 1972 von drei US-amerikanischen Kunststudent*innen in Paris, Frankreich gegründet wurde. Es besteht aus Idris Ackamoor (Saxofon, Gesang, Percussion), Sandy Poindexter (Violine, Gesang), David Molina (Gitarre, Gesang, Percussion), Skyler Stover (Bass), Johann Polzer (Schlagzeug) und Bradie Speller (u. a. Conga, Gesang, Percussion). „Lalibela“, das Debütalbum der Gruppe, erschien 1973.

Idris Ackamoor & The Pyramids spielen eine saxofonbasierte Fusion aus Jazz, Afrobeat und Funk mit einer Vorliebe für avantgardistische Improvisation. Ihr 1973 erschienenes und damals wenig beachtetes Debütalbum „Lalibela“ gilt heute als Meilenstein des African- bzw. Spiritual Jazz. Nach einer Reise nach Afrika, zahlreichen Liveauftritten sowie der Veröffentlichung zweier weiterer Alben – „King Of Kings“ (1974) und „Birth Speed Merging“ (1976) – löste sich die Gruppe 1977 überraschend auf. Aufgrund eines hohen Interesses an ihrer Musik seitens Jazz-Fans nachfolgender Generationen vereinigten sich Idris Ackamoor & The Pyramids 2012 wieder und veröffentlichten im Jahr 2016 das Album „We All Be Africans“. Der Nachfolger „An Angel Fell“ folgte 2018.

„Shaman!“ (2020), das dritte Album des Ensembles, ist ein Tribut an den legendären Jazz-Pianisten Cecil Taylor, der der Lehrer der drei Gründungsmitglieder von The Pyramids war.


Iggy Pop

Iggy Pop (*21. April 1947 in Muskegon, Michigan als James Newell Osterberg) ist ein US-amerikanischer Musiker, der häufig als „Godfather of Punk“ bezeichnet wird. Er ist sowohl als Sänger der einflussreichen Proto-Punk-Band The Stooges bekannt als auch als Solomusiker.

Osterberg begann seine musikalische Karriere als Drummer in diversen Schüler*innenbands. 1967 gründete er – inspiriert von charismatischen Performern wie Jim Morrison, Mick Jagger und James Brown – die Band The Stooges, die mit ihrer einfachen und rohen Art, Rock 'n' Roll zu spielen, zu einem der wichtigsten Wegbereiter*innen für Punk werden sollte. Als besonders einflussreich gilt dabei auch Iggy Pops extreme Bühnenperformance, während der er sich häufig entkleidete, in Glasscherben wälzte oder sich auf andere Art selbst verletzte. Nach der Auflösung von The Stooges im Jahr 1974 begleitete Iggy Pop David Bowie auf dessen „Station-To-Station“-Tour. Verbunden durch eine enge Freundschaft und die Affinität zu diversen Drogen, zogen die beiden Ende der 70er-Jahre nach West-Berlin, wo sie zusammen in einer Wohngemeinschaft lebten und musizierten. Während dieser Zeit entstanden – mit der Hilfe von Bowie, der als Produzent und zusätzlicher Songwriter auftrat – die beiden bekanntesten Alben von Iggy Pop: „The Idiot“ und „Lust For Life“. Beide wurden 1977 veröffentlicht. Letzteres enthält mit „The Passenger“ und dem Titeltrack „Lust For Life“ zwei seiner bekanntesten Stücke.

Iggy Pop ist bis heute erfolgreich als Solomusiker aktiv. Im Jahr 2019 veröffentlichte er mit „Free“ überraschend ein Ambient-/Jazz-Album.


Ilgen-Nur

İlgen-Nur Boralı (*10. Februar 1996) ist eine Indie-Rock-Künstlerin aus Hamburg. Bevor sie in die Hansestadt zog lebte sie in Stuttgart. Sie singt, spielt E-Gitarre, E-Bass und gelegentlich auch Klavier.

İlgen-Nurs Musik klingt verträumt indie-poppig, wobei immer auch wieder kratzige E-Gitarren und umarmende Refrains erklingen. Ihre englischsprachigen Texte handeln vom Spätaufstehen, der Enttäuschung über erfüllte Träume, von Zukunftsängsten. „Sad songs about growing up“, wie sie ihre Musik selbst umreißt.

2017 nahm İlgen-Nur gemeinsam mit Die-Nerven-Gitarrist Max Rieger ihre Debüt-EP „No Emotions“ auf. Fünf Songs, die sie im Alter von 17 Jahren in ihrem Wohnzimmer schrieb. Ein Jahr nach Release der EP begleitete sie Tocotronic auf einer ausgiebigen Deutschland-Tournee.


Inga Copeland

Inga Copeland ist eine estnische Künstlerin. Gemeinsam mit Dean Blunt gründete sie Mitte der 00er-Jahre das Kollektiv Hype Williams. Das Duo veröffentlichte höchst experimentelle Alben wie „Find Out What Happens When People Stop Being Polite And Start Gettin Reel“ und „One Nation“. 2016 gaben sie bekannt, dass Inga Copeland und Dean Blunt nicht mehr Teil von Hype Williams seien und das Projekt nun von anderen, anonymen KünstlerInnen weitergeführt werde.

Fernab von Hype Williams ist Copeland auch unter ihrem Pseudonym Lolina als Solokünstlerin aktiv.


Insecure Men

Wenn selbst die notorischen Berufs-Hedonisten Fat White Family Dich wegen Deines hohen Drogenkonsums aus der Band werfen, dann bist Du ganz unten angekommen. Genau an diesem „Rock Bottom“ befand sich Saul Adamczewski im Jahr 2015: „Ich geriet in eine Abwärtsspirale. Ich hab bei einem Kumpel auf dem Boden geschlafen und den ganzen Tag nur Crack geraucht“, so der britische Songwriter. Dann war klar: Eine neue Band musste her, ein Ausgleichsprojekt, das alle toxischen Eigenschaften der Fat White Family ausbalancieren konnte. Insecure Men waren geboren.

2018 ist ihr selbstbetiteltes Debüt auf Fat Possum Records erschienen. Auf diesem verwandeln Insecure Men Abstinenz in lupenreine Pop-Musik, besprenkelt mit Elementen aus Lounge- und Synth-Pop.


International Music

Bassist Pedro Goncalves Crescenti, Gitarrist Peter Rubel und Schlagzeuger Joel Roters sind International Music. Das Trio aus Essen kombiniert lakonische Texte mit einer bunten Mischung aus Post-Punk, Psychedelia, Kraut- und Space-Rock. Im April 2018 war „Die besten Jahre“, das Debüt von International Music, Album der Woche bei ByteFM.


The Internet

Syd „Tha Kid“ und Matt Martians erschienen zuerst als Teil von Tyler, The Creators Kollektiv Odd Future Wolf Gang Kill Them All (OFWGKTA) auf der Bildfläche. Doch die beiden, die zu zweit als The Internet Musik machen, stachen von Anfang an aus dem Line-up heraus. Was die beiden mit ihren Odd-Future-Kollegen verband, war ihr Lo-Fi-Sound und ihre DIY-Ästhetik. Während die Mitmusiker des HipHop-Kollektivs zum Großteil provokativen Horrorcore praktizierten, hatten Syd und Martians Soul und R&B im Blut.

Seit 2013 sind The Internet vom Duo zur Band herangewachsen, die ein angemessen tightes Fundament für den lässigen Gesang von Syd bildet.


Interpol

Interpol begeisterten schon 2002 mit ihrem  Debüt „Turn On The Bright Lights“. Dabei setzten die vier Musiker aus New York von Anbeginn an nicht auf Rock ’n’ Roll, sondern auf die Stilmerkmale des Post-Punk und präsentierten sich in ihren dunklen Anzügen konsequent mit einer gewissen kühlen Noblesse. Seitdem 2010 Bassist Carlos Dengler die Band verließ, sind Interpol nur noch als Trio unterwegs. Mit „El Pintor“ erschien 2014 ihr fünftes Studioalbum, 2018 folgt „Marauder“.


Iron & Wine

Vom Professor der Filmwissenschaften zum erfolgreichen Indie-Folk-Barden: Sam Beam aka Iron & Wine hat eine turbulente Karriere hinter sich. Der US-amerikanische Singer-Songwriter mit dem Rauschebart veröffentlichte nahm zu Beginn nur in seiner Freizeit in seinem Wohnzimmer hin und wieder Musik auf. Der Durchbruch gelang ihm 2002 mit seinem Debüt „The Creek Drank The Cradle“. 2017 ist das sechste Album von Iron & Wine "Beast Epic" erschienen.


Isobel Campbell

Isobel Campbell ist eine Indie-Pop-Musikerin aus Glasgow, die als Sängerin, Cellistin und Gitarristin der seit 1994 aktiven Indie-Pop-Band Belle & Sebastian erste Bekanntheit erlangte. 1999 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym The Gentle Waves ihr erstes Soloalbum „The Green Fields Of Foreverland“. Seit ihrem Ausstieg bei Belle & Sebastian 2002 veröffentlicht Campell ihre Musik unter ihrem bürgerlichen Namen.Von 2004 bis 2013 arbeitete sie mit dem ehemaligen Screaming Trees-Sänger Mark Lanegan zusammen. Aus dieser Kollaboration entstanden eine EP und zwei Alben.

In ihrer Version des Indie- bzw. Chamber-Pop verarbeitet Campell Einflüsse aus düsterem Folk und diversen US-amerikanischen Musikstilen wie Country & Western. Besonders charakteristisch ist dabei ihre hohe, sanfte Stimme sowie die Nutzung klassischer Instrumente wie dem Cello oder dem Piano. Campell ist laut eigenen Angaben eine große Anhängerin von traditionellem Folk und Country. Auf ihrem vierten Album „Milkwhite Sheets“ aus dem Jahr 2006 befinden sich, neben ihren eigenen Songs, Interpretationen von Traditionals aus dem Vereinigten Königreich. Inspiriert wurde sie dabei von den Folk-Musikerinnen Jean Ritchie, Shirley Collins und Anne Briggs.

Das Nachfolgewerk von „Milkwhite Sheets“ wird nach einer vierzehnjährigen Pause das Soloalbum „There Is No Other“ (2020).


Isolation Berlin

Die 80er sind vorbei, die 90er sind vorbei, die 2000er-Euphorie auch – trotzdem schreibt sich eine Band das Wort „Berlin“ in den Namen. Und koppelt es dann noch mit „Isolation“, hochgezogenen Mauern. Kann das zeitgemäß sein? Sitzen hier ein paar Typen der Nostalgie des aufregenden West-Berlins vergangener Jahrzehnte auf und mühen sich an dem Sound von damals ab? Nein, Isolation Berlin fallen eher in die Kategorie von Jungs, die Gitarrenpop spielen - als "Proto-Pop" bezeichnet die Band selbst ihren Stil. Besungen werden Depression, Rausch und Einsamkeit, auf eine sehr düstere, aber poetische Art und Weise.

Auf ihrem Debüt „Und Aus Den Wolken Tropft Die Zeit“ (2016) beobachtet die Band um Frontmann Tobias Bamborschkeaus die Hauptstadt abwechselnd in Zeitlupe und rasantem Tempo, geht an ihr unter und zieht sich wieder rauf. Isolation Berlin haben ihre eigene Palette von Gitarrenmusik, sie wechseln ganz lässig zwischen Chanson, Rock ’n’ Roll und Funk, und klingen dabei immer nach sich selbst.

Kürzlich erschien der zweite Longplayer der Band, der texlich an „Und Aus Den Wolken Tropft Die Zeit" anschließt, aber rauher klingt. „Vergifte Dich" erschien wie das Debüt unter dem Label Staatsakt, welches für  Künstler wie Andreas Dorau, Die Sterne, All Diese Gewalt und Ja, Panik verantwortich ist.


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z