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Nakhane

Nakhane ist vieles: Singer-Songwriter, vielfach versierter Instrumentalist, Romanautor, Dichter und Schauspieler. Seine Musikkarriere erreichte 2018 ihren Durchbruch mit seinem zweiten Album „You Will Not Die“, auf dem der Südafrikaner sowohl seine Jugend als schwules Mitglied einer konservativen Xhosa-Familie als auch die Angst vor seinem eigenen Tod verarbeitete. Nakhanes Musik zeichnet sich durch seine hohe Kopfstimme sowie elektronisch arrangierte Soul-Instrumentals aus.


Nancy Sinatra

Nancy Sinatra (*8. Juni 1940 in Jersey City, New Jersey) ist eine US-amerikanische Sängerin, die in den 1960er-Jahren ihre größten Erfolge feierte. Ihr gefeiertes Debütalbum „Boots“ erschien 1966. 

Nancy Sinatra, die als älteste Tochter des einflussreichen Sängers Frank Sinatra zur Welt kam, erhielt von Kindheit an Gesangs-, Piano und Tanzstunden. In den frühen 60er-Jahren unterschrieb sie einen Vertrag bei Reprise Records, dem Plattenlabel ihres Vaters, konnte zunächst jedoch keinen Hit in den USA landen. Erst als sie begann, mit dem Songwriter, Produzenten und Arrangeur Lee Hazlewood zusammenzuarbeiten, kam ihre Karriere in Schwung. Einem Gerücht zufolge riet Hazlewood der Musikerin, ihrem „Nice-Lady“-Image den Rücken zu kehren und stattdessen „Musik für die Trucker“ zu machen. Im Jahr 1966 veröffentlichte Nancy Sinatra die Pop-Country-Nummer „These Boots Are Made For Walkin‘“, die nach wie vor zu den bekanntesten Songs aus der Dekade zählt. In den Folgejahren nahm die Musikerin zwei von einem Country- und Western-Sound geprägte Kollaborationsplatten mit Lee Hazlewood auf. Auf der ersten – „Nancy & Lee“ (1968) – befindet sich mit „Summer Wine“ der bekannteste Song des Duos. Mitte der 70er-Jahre pausierte Sinatra ihre Karriere für einige Jahre, um sich auf ihre Rolle als Mutter zu konzentrieren. Ihre nächste Soloplatte „One More Time“ erschien erst 1995.

Auf ihrem selbstbetitelten 2004er Album arbeitete Nancy Sinatra unter anderem zusammen mit Morrissey von The Smiths, Pulp-Sänger Jarvis Cocker und dem Garage-Rocker Jon Spencer. Anlässlich des 80. Geburtstags der Künstlerin war Sinatras Song „Call Me“ (1966) im Juni 2020 ByteFM Track des Tages.


Nap Eyes

Gegründet haben sich Nap Eyes 2010 in Halifax, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Nova Scotia. Einer ersten selbstbetitelten EP folgten weitere, bis 2014 schließlich das erste Langspielalbum „Whine Of The Mystic“ erschien.
Die Methode, ihren zurückgelehnten Slacker-Indierock, der an The Lemonheads oder Pavement erinnert, im Studio live und möglichst unbearbeitet aufzunehmen, hatten Nap Eyes zu diesem Zeitpunkt bereits für sich etabliert.
So wurden sowohl das Folgealbum „Thought Rock Fish Scale“ als auch das aktuelle Album „I’m Bad Now“ auf diese Weise aufgenommen.
 


Nas

Nas (*14. September 1973 als Nasir bin Olu Dara Jones) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler aus New York. Der Sohn des Jazz-Musikers Olu Dara gilt heute als einer der einflussreichsten Rapper der 1990er-Jahre. Alle Alben, die Nas zwischen 1994 und 2006 veröffentlichte, erreichten Platin-Status. Die Single „If I Ruled the World (Imagine That)“ (1996), deren Refrain von Lauryn Hill gesungen wird, war besonders in Europa erfolgreich und platzierte sich in den Top Ten zahlreicher Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich.


Nas wuchs in dem sozialen Brennpunkt Queensbridge auf, machte in den späten 1980er-Jahren erste Demo-Aufnahmen mit dem Produzenten Large Professor. Der MC wurde als neuer Rakim gehandelt und veröffentlichte 1994 als Debüt-Album den heutigen Klassiker „Illmatic“, an dem unter anderem Q-Tip und DJ Premier beteiligt waren und der die US-amerikanischen Top Ten nur knapp verfehlte. Zum 20. Jubiläum der Veröffentlichung erschien der produktionsästhetische Dokumentarfilm „Nas: Time Is Illmatic“.

Seit 2013 verfolgt Nas verstärkt unternehmerische Aktivitäten. 2016 war er als Executive Producer, Erzähler und Rapper an der Netflix-Serie „The Get Down“ beteiligt, die – fiktionalisiert – die Anfänge von HipHop nachzeichnet.

 


Nathaniel Rateliff & The Night Sweats

Als Solo-Künstler gestartet mehrten sich bei Nathaniel Rateliff im Jahr 2013 Lieder, die in ihrer instrumentalen Anlage und ihrer musikalischen Dringlichkeit nach einer Band verlangten. Aus dieser Notwendigkeit heraus kam es zur Gründung von The Night Sweats und damit zum kräftigen Bandsound aus Drums, Bass, Gitarre, Blechbläsern und Hammond-Orgel. Kurz darauf veröffentlichten Nathaniel Rateliff & The Night Sweats ihr erstes, selbstbetiteltes Album auf dem legendären Soul-Label Stax.


Negroman

Negroman ist ein Rapper aus Mainz. Er veröffentlichte 2016 sein selbstbetiteltes Solo-Debütalbum.

Anfangs war Negroman zusammen mit dem Rapper Knowsum als Teil des Duos Luk&Fil unterwegs. Gemeinsam veröffentlichten sie ab 2012 mehrere Alben. Seit der Veröffentlichung von Negromans Debütalbum scheint das Duo allerdings vorerst der Vergangenheit anzugehören. Er beschreitet seither eigene Wege. Auch dort spielt Knowsum allerdings eine Rolle, indem er weiterhin einen Teil der Beats beisteuert. Teilweise stammen diese aber auch von Negroman selbst.

Negroman verbindet ruhige Instrumentals mit seiner betont entspannten Stimme, seinen teils politischen und gesellschaftskritischen Texten und mischt dabei auch klassische Rap-Battle-Lines unter, die man beim Hören aufgrund der Soundkulisse oft zunächst gar nicht wahrnimmt. 2019 veröffentlichte Negroman sein Album „Cuck“, das sich thematisch an patriarchalen Strukturen und heteronormativenMännlichkeitsklischees abarbeitet.

Negroman war im Herbst 2019 zu Gast im ByteFM Magazin mit Christa Herdering und Anfang 2020, gemeinsam mit JuJu Rogers, bei Jonas Dahm.

 


Neneh Cherry

Neneh Cherry (*10. März 1964 in Stockholm als Neneh Mariann Karlsson), ist eine schwedische Sängerin. Sie ist die Tochter des Free-Jazz-Trompeters Don Cherry und Halbschwester des Popsängers Eagle-Eye Cherry.

Als die Punk-Band The Slits mit Don Cherry tourte, freundete Neneh sich mit den Musikerinnen der Gruppe an und nahm auch mit ihnen auf. Sie zog im Alter von 16 Jahren nach London, wo sie in den Bands The Cherries und Rip Rig + Panic spielte, bevor sie mit „Raw Like Sushi“ 1989 ihr erstes Album veröffentlichte. Die Musik war stark von HipHop inspiriert und die Auskopplungen „Buffalo Stance“ und „Manchild“ wurden internationale Hits. Neneh Cherry schaffte es stets, ihre Musik zeitgemäß zu halten und sich Einflüsse unterschiedlicher Genres zueigen zu machen. Bei ihren eigenen Aufnahmen zählen Ambient, Rock und Trip-Hop dazu, sie arbeitete aber auch mit KünstlerInnen aus den Reggae- und Jazz-Szenen zusammen. Ihre erfolgreichste Zusammenarbeit war „7 Seconds“ mit dem senegalesischen Sänger Youssou N'Dour im Jahre 1997.

Ihre Alben „Blank Project“ (2014) und „Broken Politics“ ließ Neneh Cherry von Kieran Hebden (bekannt als Four Tet) produzieren.


Nérija

Nérija ist eine Jazz-Band aus London. Das Septett gehört zur britischen Jazz-Szene, die in den späten 2010er-Jahren begann, Erfolge zu feiern. Die Gruppe besteht aus Nubya Garcia (Tenorsaxofon), Sheila Maurice-Grey (Trompete), Cassie Kinoshi (Altsaxofon), Rosie Turton (Posaune), Shirley Tetteh (Gitarre), Lizy Exell (Schlagzeug) and Rio Kai (Kontrabass).

Mitte der 2010er-Jahre gegründet, veröffentlichten Nérija Anfang 2019 ihre neu gemasterte selbstbetitelte Debüt-EP von 2016 erstmals als physischen Tonträger. Der der Sound der Band ist, tanzbar und dabei eindeutig Jazz. Die Musikerinnen und der Musiker rekrutieren sich, wie ein Großteil der Londoner Jazz-Szene, aus einem Kreis von AbsolventInnen des Förderprogramms Tomorrow's Warriors, das 1991 zur musikalischen Förderung insbesondere afro-britischer Jugendlicher und Mädchen gegründet wurde. Nérija haben insofern Züge einer Supergroup, als die Mitglieder in anderen prominenten Bands der Szene aktiv sind, etwa bei Kokoroko, Maisha oder Seed Ensemble.

Im August 2019 wurde „Blume“, das Langspiel-Debüt von Nérija, ByteFM Album der Woche.


Die Nerven

Die Nerven sind eine dreiköpfige Postpunk-Band aus Stuttgart. Julian Knoth, Max Rieger und Kevin Kuhn begeistern seit 2010 mit ihrer deutschsprachigen Musik nicht nur die rebellischen Kids in der Raucherecke, sondern auch den Feuillton des Spiegels. Gegründet hat sich die Band unter der Devise möglichst laut zu sein und ordentlich Krach zu machen. Ihre Musik sprüht nur so vor Energie und bei ihren Liveshows wird diese Energie noch einmal vervielfacht. 

Auf ihrem Album „Out“ (2015) legen Die Nerven diese Explosion an die lange Leine, zögern den großen Ausbruch bei jedem Lied heraus. Jedes Stück mäandert auf unbehagliche Weise. Die Single-Auskopplung „Barfuß Durch Die Scherben“ sticht durch ihren düsteren Groove hervor, über den Sänger Rieger mehr spricht als singt: „Ich gehe barfuß durch die Scherben, ohne mich zu verletzen.“ Auf „Out“ packen sie rohe Gewalt in hin- und hergleitende, bedrohlich klingende Songs und erinnern dabei an Bands aus den 80ern wie Wipers, The Gun Club und Mission Of Burma.

Max Rieger ist neben Die Nerven außerdem seit 2014 unter seinem Pseudonym All Diese Gewalt aktiv und als Produzent von Bands wie Karies und Fabian.


New Order

New Order sind eine britische New-Wave- und Rockband, die 1980 aus den Resten der Band Joy Division hervorging. Nach dem Suizid von Joy-Division-Sänger Ian Curtis beschlossen die übrigen Bandmitglieder Bernard Sumner (Gitarre), Peter Hook (Bass) und Stephen Morris (Schlagzeug) einen Richtungswechsel. Die bislang von dem schwer depressiven Curtis geprägte Musik der Band wurde – inspiriert durch Disco und die deutschen Elektronik-Pioniere Kraftwerk – hedonistischer, tanzbarer und elektronischer. Sumner übernahm zusätzlich den Gesang und Keyboarderin Gillian Gilbert stieß hinzu.
 
Ihre vierte Single „Blue Monday“ (1983) wurde zu einem weltweiten Hit und ist bis heute ein Floorfiller bei jeder Indie-Disco. New Order waren die wichtigste Band des einflussreichen Factory-Labels und des zugehörigen Clubs „Haçienda“ in Manchester. Lange bevor Begriffe wie „Alternative Dance Music“ entstanden, brachte die Band die bis dahin weitgehend unversöhnlichen Lager Punk und Disco zusammen. Zur Fußball-WM 1990 nahm die Band zusammen mit dem englischen Nationalspieler John Barnes und dem Comedian Keith Allen als Gastrappern den Song „World In Motion“ auf.
 
Im Laufe von 10 Studioalben gerieten die elektronischen Aspekte mehr und mehr in den Hintergrund, aber die spezielle Magie der Band war vor allem auf den Singles immer wieder spürbar. Der den Sound mitprägende Gründungsbassist Peter Hook verließ die Band 2007 nach dem Album „Waiting For The Sirens’ Call“.
 


Nick Cave

Nicholas (Edward) Cave wurde am 22. September 1957 im australischen Warracknabeal geboren. 1973 lernte er im Alter von 16 Jahren im Schulchor den Gitarristen Mick Harvey kennen, mit dem er bis zum Jahr 2010 zusammenarbeiten sollte. Zuerst war ihre Band The Boys Next Door nur eine Proto-Punk-Coverband, die Songs von The Ramones und Lou Reed interpretierte. 1980 nannten sie sich in The Birthday Party um und wurden mit ihrem wüsten Noise-Rock eine der lautesten Bands ihrer Zeit. Nach ihrer Auflösung im Jahr 1983 gründete Cave eine neue Band: Nick Cave & The Bad Seeds.

Während der Arbeit an ihrem zweiten Album „The Firstborn Is Dead“ zog die Band nach West-Berlin, wo Einstürzende-Neubauten-Frontmann Blixa Bargeld festes Mitglied von The Bad Seeds wurde. Cave verstand es, düstere Texte mit Pop-Qualitäten zu verbinden. 1988 feierten sie mit dem Album „Tender Prey“ und dessen Single „The Mercy Seat“ erste Chart-Erfolge. Es ist ein seltsames, apokalyptisches Stück Pop-Musik, das trotz seiner sperrigen Produktion zu einem Hit wurde und im Jahr 2000 sogar vom Country-Altmeister Johnny Cash gecovert wurde. Und das Kylie-Minogue-Duett „Where The Wild Roses Grow“ vom Album „Murder Ballads“ wurde mit seinem romantisch-makaberen Musikvideo 1996 ein Hit der MTV-Generation.

1997 wurde Warren Ellis, der Violinist des australischen Post-Rock-Trios Dirty Three, Mitglied von The Bad Seeds. Er ist, nach dem Ausstieg von Harvey und Bargeld, das einzige konstante Mitglied der Band. Ellis und Cave komponierten gemeinsam auch zahlreiche Soundtracks für Filme wie „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, „The Road“ und „Hell Or High Water“.

Auf dem jüngsten der bisherigen 16 The-Bad-Seeds-Alben „Skeleton Tree“ hat Cave versucht, den tragischen Unfall-Tod seines Sohnes Arthur zu verarbeiten. Dieses Jahr wurde Cave für seinen internationalen Erfolg und seine künstlerischen Leistungen mit dem Order Of Australia ausgezeichnet. Neben seiner Musik schrieb er auch zwei von der Kritik gefeierte Romane: „The Ass Saw The Angel“ (1988) und „The Death of Bunny Monro“ (2007).


Nicole Atkins

Nicole Atkins (*1. Oktober 1978 in Neptune, New Jersey) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Gitarristin. Ihre Debüt-EP „Bleeding Diamonds“ aus dem Jahr 2006 erschien, genau wie ihr 2007 veröffentlichtes Debütalbum „Neptune City“, über Columbia Records. 

Atkins, die im Alter von neun Klavier und im Alter von dreizehn Jahren Gitarre spielen lernte, begann ihre musikalische Karriere als Teil diverser Indie-Rock-Bands. Nach ihrem Umzug nach Brooklyn, New York entdeckte sie Künstler wie Wilco und Roy Orbison und wandte sich daraufhin einem ruhigeren Americana-Sound zu, der mit weniger Verzerrung auskommt. Auf ihrem Debütalbum „Neptune City“ präsentierte sie die Kombination aus Crooner-Tunes, Folk, Country, Soul, 60s- und Indie-Rock, die ihren Sound seither bestimmt. Neben ihrer Karriere als Musikerin ist Nicole Atkins auch als Produzentin und Songwriterin für andere Künstler*innen tätig. Sie war als Gastsängerin auf „Here Lies Love“, dem 2010 erschienen Kollaborationsalbum von David Byrne und Fatboy Slim, vertreten. 

„Italian Ice“ aus dem Jahr 2020 ist das fünfte Album von Nicole Atkins. Die Vorabsingle „Captain“ war im Februar 2020 ByteFM Track des Tages. 
 


Nightmares On Wax

Nightmares On Wax ist das Downtempo-Projekt des Briten George Evelyn aus Yorkshire.

Inspiriert vom Soul der 70er Jahre und frühem Hip-Hop, war George Evelyn zunächst Breakdancer in einer lokalen Crew, und es hat nicht lange gedauert, bis er sich das DJ-Handwerk aneignete. Zusammen mit John Halnon und Kevin Harper veröffentlichte er unter dem Namen Nightmares On Wax im Jahre 1991 „A Word Of Silence: The First And Final Chapter“ auf Warp Records, dem Label, das später auch für Künstler wie Aphex Twin bekannt werden sollte. Danach verschwand Nightmares On Wax für vier Jahre von der Bildfläche.

Als Soloprojekt von Evelyn kehrte Nightmares On Wax 1995 zurück. Der Sound hatte sich von der Funk- und Soul-beeinflussten House-Musik des Erstlings radikal abgewandt und hantierte stattdessen mit langsamen Breakbeats. Im Gegensatz zu vielen Trip-Hop-Künstlern der mittleren 90er blieben die Funk- und HipHop-Bezüge klar zu erkennen; auch Genres wie Dub und Jungle beeinflussten die Tracks. George Evelyn gilt als Pionier von Trip-Hop und Electronica.


Nils Frahm

Nils Frahm (*20. September 1982 in Hamburg) ist ein in Berlin ansässiger deutscher Pianist, Komponist und Produzent. Er fusioniert Elemente aus experimenteller elektronischer und akustischer Musik, E-Musik, Postrock und freier Improvisation. Er arbeitete unter anderem mit den Musikern Peter Broderick, Ólafur Arnalds, F.S. Blumm und Woodkid. und ist neben einer erfolgreichen Solo-Karriere Teil der Band Nonkeen.

Charakteristisch für Nils Frahms Werk ist die Verwendung von analogen Synthesizern und Effektgeräten wie analogem Echo. Sein für einen Solokünstler unkonventioneller Bühnenaufbau ermöglicht es ihm, während der Stücke zwischen verschiedenen Tasteninstrumenten wechseln, wodurch sich auch der Performance-Charakter seiner Konzerte im Verhältnis zu anderen TasteninstrumentalistInnen erhöht.

Alben wie „Felt“ (2011) oder „Spaces“ (2013) waren international erfolgreich; 2018 erschien auf Rough Trade mit „All Melody“ das neunte Solo-Album des Künstlers. 2015 komponierte Nils Frahm den Soundtrack zu Sebastian Schippers One-Take-Drama „Victoria“ und hob einen inoffiziellen Feiertag aus der Taufe: Seit 2015 wird am 88. Tag des Jahres der „Piano Day“ zelebriert.


Nilüfer Yanya

Nilüfer Yanya ist eine britische Indie-Pop-Künstlerin aus London. Die Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin wurde im Jahr 1996 im Westlondoner Stadtteil Chelsea geboren

Die gelernte Pianistin wuchs zunächst geprägt von klassischer und traditioneller türkischer Musik auf, begann, sich für Indie-Rock zu interessieren und brachte sich selbst das Gitarrenspiel bei, als sie zwölf Jahre alt war, das ein zentrales Element in ihren souligen, aber in erster Linie aber gitarrenlastigen Popentwürfen ist. Als Teenager stellte Nilüfer Yanya in Eigenregie aufgenommene Songs online und zog mit diesen die Aufmerksamkeit der Musikindustrie auf sich. Das Angebot, in eine auf Chart-Erfolge ausgerichtete Girlgroup einzusteigen, schlug sie aus, um ihre eigenen künstlerischen Vorstellungen zu verwirklichen. Neben Indie-Rock-Bands zitiert Yanya auch SängerInnen als Inspirationen, die dem Genre fern stehen. So sind die Einflüsse von etwa Jeff Buckley und Nina Simone auf ihren Gesang ein Element, das die Künstlerin vom Genre-Mainstream abhebt.

2016 veröffentlichte Nilüfer Yanya ihre vielbeachtete Debüt-EP „Small Crimes“. Im März 2019 erschien das Album-Debüt „Miss Universe“, das bei ByteFM Album der Woche war.

 

 

 


Nina Simone

Nina Simone war eine einflussreiche US-amerikanische Jazz-Sängerin, Songwriterin, Pianistin und Komponistin, die 1933 als Eunice Kathleen Waymon in Tyron, Kalifornien geboren wurde. Ihr Debütalbum „Little Blue Girl“ erschien 1958.

Waymon, die als eines von acht Kindern in eine arme Familie hineingeboren wurde, begann im Alter von drei oder vier Jahren, Klavier zu spielen. Ihre Karriere begann sie als Pianistin und Sängerin in einem Nachtclub in Atlantic City, wo sie sich selbst in Nina Simone umbenannte, um ihre Tätigkeit vor ihrer Familie geheimzuhalten. Ihren ersten und einzigen Top-20-Hit in den USA erzielte sie 1958 mit einer Interpretation des Stückes „I Loves You, Porgy“ aus der Oper „Porgy & Bess“. In den frühen 60er-Jahren erspielte sich Simone mit ihrer virtuosen Pianomusik, in der sie Einflüsse aus Klassik, Jazz, Gospel und Pop vermischte, eine größere Fangemeinde. Ab 1964 fiel Simone insbesondere durch ihr Engagement in der Bürgerrechtsbewegung auf und schrieb mit Songs wie „Mississippi Goddam“ und „I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free“ zahlreiche Lieder gegen Rassendiskriminierung. Als Protest gegen den Vietnamkrieg weigerte sie sich ab den frühen 70er-Jahren, Steuern zu zahlen. Sie floh deswegen zuerst nach Barbados, anschließend nach Liberia und zog schließlich nach Europa, wo sie regelmäßig Konzerte spielte.

Nina Simone starb 2003 in Frankreich an einer Brustkrebserkrankung. Ein hochgelobter Dokumentarfilm über ihr Leben mit dem Titel „What Happened, Miss Simone?“ erschien 2015. Im Jahr 2018 wurde sie in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

 


Nirvana

Nirvana waren eine US-amerikanische Gitarrenband. Sie gelten als eine der prominentesten Bands der Seattle-Szene der späten 1980er und 1990er. Nirvana existierten von 1987 bis zum Freitod des Sängers und Gitarristen Kurt Cobain im Jahr 1994. Kernmitglieder neben Cobain waren Dave Grohl (Schlagzeug) und Krist Novoselić (Bass). Erfolgreichstes Lied war „Smells Like Teen Spirit“.

Als erstes Album veröffentlichten Nirvana 1989 „Bleach“ auf dem Indie-Label Sub Pop. Im Gegensatz zu vielen Grunge-Bands ihres Umfeldes waren Nirvana stärker von Punk und schottischen Indie-Pop-Bands der 1980er-Jahre beeinflusst als von 70er-Rock. Nirvana coverten einige Songs der Band The Vaselines, mit der sie auch tourten. 1991 ersetzte Grohl den Drummer Chad Channing für die Aufnahme des Major-Albums „Nevermind“, das den Nerv der Zeit traf, Diamant-Status erreichte und Nirvana zu Superstars machte. Die Tour zum Nachfolge-Album „In Utero“ wurde wegen eines alkohol- und medikamenteninduzierten Kollaps Cobains abgebrochen.

Als Kurt Cobain sich 1994 erschoss, löste sich die Band auf. Im selben Jahr erschien Nirvanas „MTV Unplugged In New York“-Session und Dave Grohl gründete die Band Foo Fighters. Nicht nur musikalisch waren Nirvana stilprägend, auch ihre visuelle Ästhetik wurde ikonisch.


Noga Erez

Noga Erez ist eine israelische Sängerin, Rapperin und Musikproduzentin, die am 26. Dezember 1989 in Tel Aviv geboren wurde und in Caesarea aufwuchs, um als Erwachsene wieder in die Hauptstadt zu ziehen. 2017 erschien ihr Debütalbum „Off The Radar“.

Bereits als Kind begann Noga Erez ihre musikalische Karriere und war als Teenager Mitglied von Rockbands und in Projekten verschiedener Musikstile. Im Anschluss an die Schule begann die angehende Künstlerin ein Studium an der Jerusalem Academy Of Music And Dance. Die erste Veröffentlichung der Pianistin, Percussionistin und Sängerin wäre ein Jazz-Album gewesen, doch Noga Erez beschloss 2011, das Album unveröffentlicht zu lassen. Nach ihrem Militärdienst als Armee-Musikerin wandte sie sich elektronischen Produktionsmitteln zu und begann über elektronische Beats zu rappen.

Nach Auskunft der Künstlerin hat die Zeit in der Armee Noga Erez' kritisches Denken geschult, was sich auch in offensiv-politischen Texten niederschlägt. Ihr erstes Album „Off The Radar“ fand international hohen Anklang bei MusikkritikerInnen, verkaufte sich gut und brachte der Künstlerin einen lukrativen Werbedeal mit einem Computerhersteller ein, der ihren Song „Dance While You Shoot“ verwendete. 2019 veröffentlichte Noga Erez den Track „Chin Chin“. Das Duett mit Echo, der wichtigsten Rapperin Israels, war Track des Tages bei ByteFM.


Noname

Noname (*18. September 1991 in Chicago, USA als Fatimah Nyeema Warner) ist eine US-amerikanische Rapperin und Produzentin. Ihr Debüt-Mixtape „Telefone“ veröffentlichte sie im Jahr 2016 als digitalen Download. Ihr erstes Studioalbum „Room 25“ folgte 2018.

Warner fing im Jugendalter an, Gedichte zu schreiben und diese im Rahmen von Open-Mic-Events und Poetry-Slams vorzutragen. Kurz darauf traf sie sich mit weiteren Wortkünstler*innen aus Chicago, um sich im Freestyle-Rap zu versuchen. Erste mediale Aufmerksamkeit erlangte sie als Featuregast, unter anderem auf Releases ihrer Jugendfreunde Chance The Rapper und Mick Jenkins. Auf ihrer ersten eigenen Veröffentlichung – dem Mixtape „Telefone“ – präsentierte sie zehn als Telefonate aufgebaute Songs, in denen sie sich im virtuosen Spoken-Word-Stil mit Themen wie dem Dasein als afroamerikanische Frau und dem Aufwachsen in Chicago befasste. Ähnlich politisch fiel ihr Debütalbum „Room 25“ aus. So rechnete sie auf dem Song „Blaxploitation“, der im Dezember 2018 Track des Tages bei ByteFM war, mit Doppelmoral und Rassismus ab. Musikalisch setzt Noname auf klassische Jazz- und Soul-Instrumentals, die live eingespielt werden. Neben ihrer Tätigkeit als Solokünstlerin ist sie auch Teil des Trios Ghetto Sage (mit Smino und Saba) und betreibt einen Buchclub, der sich auf Literatur von schwarzen und LGBTIQ-Autor*innen fokussiert. 

„Factory Baby“ aus dem Jahr 2020 ist das zweite Studioalbum von Noname. Zuvor hatte sie öffentlich ihre Frustration über ihr überwiegend weißes Publikum geäußert und angedeutet, dass sie sich nach ihrem zweiten Album aus dem Musikbusiness zurückziehen würde.


Norman Blake

Norman Blake ist ein US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songwriter, der am 10. März 1938 in Tennessee geboren wurde und vor allem in Folk- und Country-Bands spielte. Er ist einer der Hauptakteure des Bluegrass-Comebacks der 1970er Jahre.

Am bekanntesten wurde Blake durch seine Arbeit mit John Hartford, Tony Rice und seiner Frau Nancy Blake. Er spielte unter anderem im Hintergrund für Johnny Cash, June Carter, Bob Dylan und Joan Baez. Außerdem war er Mitglied der The Johnny Cash Show auf dem Fernsehsender ABC als Gast der Johnny-Cash-Band The Tennessee Three.

Norman Blakes Musik kann als neo-traditionalistischer, amerikanischer Folk beschrieben werden. Viele seiner Lieder sind traditionell, aber er spielt die akustischen Teile mit einem Stil, einer Geschwindigkeit und Qualität, die sich zum Modernen entwickelt hat. Er schrieb auch Songs, die heute als typisch Bluegrass zählen, wie „Ginseng Sullivan" aus dem Album „Back Home in Sulphur Springs" oder „Slow Train through Georgia" und „Church Street Blues".


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