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Nadia Rose

Nadia Rose ist eine britische HipHop- und Grime-Künstlerin, die im Jahr 1993 im Südlondoner Stadtteil Croydon geboren wurde. Sie ist die Cousine des Grime-Stars Stormzy.

Unter dem Einfluss der elterlichen Plattensammlung aufwachsend, die jamaikanische Genres wie Reggae und Dancehall ebenso umfasste wie Mainstream-Popmusik und andere Musikrichtungen, strebte Nadia Rose bereits früh eine musikalische Laufbahn an, studierte Musik und Musik-Business, während sie nebenher in einem Wettbüro arbeitete. Ab 2015 widmete sie sich ganz der künstlerischen Karriere; besondere Aufmerksamkeit erfuhr ihr Song „Station“, als herauskam, dass das dazugehörige Video ohne Erlaubnis auf Bahngleisen gefilmt worden war; noch größere Bekanntheit und einen Plattenvertrag bei einem Major-Label verschaffte ihr im selben Jahr das virale Video „D.F.W.T.“.

2017 veröffentlichte Nadia Rose mit „Highly Flammable“ ihr Debüt-Album, das die britischen Album-Top-40 erreichte. Die Sängerin und Rapperin wurde außerdem für den Video-Clip zu ihrem Song „Skwod“ mit einem Music Of Black Origin Award ausgezeichnet. Nach knapp zwei Jahren quasi ohne neue Releases begann Rose 2020 wieder, Tracks zu veröffentlichen, darunter „Sugar Zaddy“ und „Bad N Boujee“ auf ihrem eigenen Label Qwerky Entertainment.


Nakhane

Nakhane ist vieles: Singer-Songwriter, vielfach versierter Instrumentalist, Romanautor, Dichter und Schauspieler. Seine Musikkarriere erreichte 2018 ihren Durchbruch mit seinem zweiten Album „You Will Not Die“, auf dem der Südafrikaner sowohl seine Jugend als schwules Mitglied einer konservativen Xhosa-Familie als auch die Angst vor seinem eigenen Tod verarbeitete. Nakhanes Musik zeichnet sich durch seine hohe Kopfstimme sowie elektronisch arrangierte Soul-Instrumentals aus.


Namir Blade

Namir Blade ist ein US-amerikanischer Producer, Rapper und Sänger aus Nashville, Tennessee. Auf einige kleinere Releases – beispielsweise die House-Platte „Colour With Soul” im Jahr 2017 – folgte mit „Aphelion’s Traveling Circus” die erste Veröffentlichung auf einem namhaften Label. Das Album ist 2020 über Mello Music Group (Quelle Chris, Georgia Anne Muldrow, Apollo Brown) erschienen.

Namir Blade, der seit seiner Kindheit mit verschiedenen Sounds experimentiert, war zunächst als House-Producer tätig, bevor er sich als Experimental-HipHop-Artist einen Namen machte. In seinen Tracks spielen politische Themen wie rassistische Polizeigewalt ebenso eine Rolle wie eher nischenhafte, beispielsweise Afro-Futurismus, Surrealismus und Nerd-Kultur. Musikalisch untermalt werden seine Texte, die zumeist den Charakter assoziativer Gedankenströme haben, von warmen Jazz-Sounds und Samples aus beispielsweise Sci-Fi-Filmen.

Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt der Künstler Prince sowie die japanischen Soundtrack-Komponisten Nobuo Uematsu und Yasunori Mitsuda. Für sein Album „Aphelion’s Traveling Circus” holte Namir Blade sich Inspiration bei dem Sci-Fi-Schriftsteller Ray Bradbury sowie dem Afrofuturismus-Pionier Sun Ra.


Nancy Sinatra

Nancy Sinatra (*8. Juni 1940 in Jersey City, New Jersey) ist eine US-amerikanische Sängerin, die in den 1960er-Jahren ihre größten Erfolge feierte. Ihr gefeiertes Debütalbum „Boots“ erschien 1966. 

Nancy Sinatra, die als älteste Tochter des einflussreichen Sängers Frank Sinatra zur Welt kam, erhielt von Kindheit an Gesangs-, Piano und Tanzstunden. In den frühen 60er-Jahren unterschrieb sie einen Vertrag bei Reprise Records, dem Plattenlabel ihres Vaters, konnte zunächst jedoch keinen Hit in den USA landen. Erst als sie begann, mit dem Songwriter, Produzenten und Arrangeur Lee Hazlewood zusammenzuarbeiten, kam ihre Karriere in Schwung. Einem Gerücht zufolge riet Hazlewood der Musikerin, ihrem „Nice-Lady“-Image den Rücken zu kehren und stattdessen „Musik für die Trucker“ zu machen. Im Jahr 1966 veröffentlichte Nancy Sinatra die Pop-Country-Nummer „These Boots Are Made For Walkin‘“, die nach wie vor zu den bekanntesten Songs aus der Dekade zählt. In den Folgejahren nahm die Musikerin zwei von einem Country- und Western-Sound geprägte Kollaborationsplatten mit Lee Hazlewood auf. Auf der ersten – „Nancy & Lee“ (1968) – befindet sich mit „Summer Wine“ der bekannteste Song des Duos. Mitte der 70er-Jahre pausierte Sinatra ihre Karriere für einige Jahre, um sich auf ihre Rolle als Mutter zu konzentrieren. Ihre nächste Soloplatte „One More Time“ erschien erst 1995.

Auf ihrem selbstbetitelten 2004er Album arbeitete Nancy Sinatra unter anderem zusammen mit Morrissey von The Smiths, Pulp-Sänger Jarvis Cocker und dem Garage-Rocker Jon Spencer. Anlässlich des 80. Geburtstags der Künstlerin war Sinatras Song „Call Me“ (1966) im Juni 2020 ByteFM Track des Tages.


Nap Eyes

Gegründet haben sich Nap Eyes 2010 in Halifax, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Nova Scotia. Einer ersten selbstbetitelten EP folgten weitere, bis 2014 schließlich das erste Langspielalbum „Whine Of The Mystic“ erschien.
Die Methode, ihren zurückgelehnten Slacker-Indierock, der an The Lemonheads oder Pavement erinnert, im Studio live und möglichst unbearbeitet aufzunehmen, hatten Nap Eyes zu diesem Zeitpunkt bereits für sich etabliert.
So wurden sowohl das Folgealbum „Thought Rock Fish Scale“ als auch das aktuelle Album „I’m Bad Now“ auf diese Weise aufgenommen.
 


Nas

Nas (*14. September 1973 als Nasir bin Olu Dara Jones) ist ein US-amerikanischer HipHop-Künstler aus New York. Der Sohn des Jazz-Musikers Olu Dara gilt heute als einer der einflussreichsten Rapper der 1990er-Jahre. Alle Alben, die Nas zwischen 1994 und 2006 veröffentlichte, erreichten Platin-Status. Die Single „If I Ruled the World (Imagine That)“ (1996), deren Refrain von Lauryn Hill gesungen wird, war besonders in Europa erfolgreich und platzierte sich in den Top Ten zahlreicher Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich.


Nas wuchs in dem sozialen Brennpunkt Queensbridge auf, machte in den späten 1980er-Jahren erste Demo-Aufnahmen mit dem Produzenten Large Professor. Der MC wurde als neuer Rakim gehandelt und veröffentlichte 1994 als Debüt-Album den heutigen Klassiker „Illmatic“, an dem unter anderem Q-Tip und DJ Premier beteiligt waren und der die US-amerikanischen Top Ten nur knapp verfehlte. Zum 20. Jubiläum der Veröffentlichung erschien der produktionsästhetische Dokumentarfilm „Nas: Time Is Illmatic“.

Seit 2013 verfolgt Nas verstärkt unternehmerische Aktivitäten. 2016 war er als Executive Producer, Erzähler und Rapper an der Netflix-Serie „The Get Down“ beteiligt, die – fiktionalisiert – die Anfänge von HipHop nachzeichnet.

 


Nathaniel Rateliff & The Night Sweats

Als Solo-Künstler gestartet mehrten sich bei Nathaniel Rateliff im Jahr 2013 Lieder, die in ihrer instrumentalen Anlage und ihrer musikalischen Dringlichkeit nach einer Band verlangten. Aus dieser Notwendigkeit heraus kam es zur Gründung von The Night Sweats und damit zum kräftigen Bandsound aus Drums, Bass, Gitarre, Blechbläsern und Hammond-Orgel. Kurz darauf veröffentlichten Nathaniel Rateliff & The Night Sweats ihr erstes, selbstbetiteltes Album auf dem legendären Soul-Label Stax.


Naughty By Nature

Naughty By Nature sind ein US-amerikanisches HipHop-Trio aus East Orange, New Jersey. Es besteht aus Anthony „Treach“ Criss, Vincent „Vin Rock“ Brown und Keir „Kay Gee“ Gist. Ihr Debütalbum „Independent Leaders“ ist 1989 über MCA Records erschienen. 

Naughty By Nature waren in den 1990er-Jahren mit Hits wie „O.P.P.“ und „Hip Hop Hooray“ einer der ersten HipHop-Acts mit Mainstream-Erfolg. Gegründet wurde die Gruppe 1986, zunächst als The New Style. Unter diesem Namen veröffentlichte das Trio 1989 sein Debütalbum, das die Aufmerksamkeit von Queen Latifah erregte. Die ebenfalls aus New Jersey stammende Rapperin fungierte von da an als Mentorin der Gruppe. Anfang der 90er benannten sich The New Style in Naughty By Nature um. Ihren ersten Hit feierte die Gruppe 1991 mit der Single „O.P.P.“. Im selben Jahr erschien das selbstbetitelte Album. Der Sound war geprägt von Samples aus den Bereichen des Funk, Soul, Jazz und Reggae, beispielsweise von The Jackson 5, Staple Singers, Quincy Jones und Bob Marley. Die LP war ein kritischer und kommerzieller Erfolg und erreichte Platin-Status. Ähnlich erfolgreich fielen die Nachfolger „19 Naughty III“ (1993) und „Poverty’s Paradise“ (1995) aus. Letzteres brachte der Gruppe sogar einen Grammy für das beste Rap-Album des Jahres ein.

Anfang der Nullerjahre trennten sich Naughty By Nature zeitweisebis 2015 aufgrund von internen Differenzen. „O.P.P.“ war anlässlich des 50. Geburtstags von Treach im Dezember 2020 ByteFM Track des Tages.


Negroman

Negroman ist ein Rapper aus Mainz. Er veröffentlichte 2016 sein selbstbetiteltes Solo-Debütalbum.

Anfangs war Negroman zusammen mit dem Rapper Knowsum als Teil des Duos Luk&Fil unterwegs. Gemeinsam veröffentlichten sie ab 2012 mehrere Alben. Seit der Veröffentlichung von Negromans Debütalbum scheint das Duo allerdings vorerst der Vergangenheit anzugehören. Er beschreitet seither eigene Wege. Auch dort spielt Knowsum allerdings eine Rolle, indem er weiterhin einen Teil der Beats beisteuert. Teilweise stammen diese aber auch von Negroman selbst.

Negroman verbindet ruhige Instrumentals mit seiner betont entspannten Stimme, seinen teils politischen und gesellschaftskritischen Texten und mischt dabei auch klassische Rap-Battle-Lines unter, die man beim Hören aufgrund der Soundkulisse oft zunächst gar nicht wahrnimmt. 2019 veröffentlichte Negroman sein Album „Cuck“, das sich thematisch an patriarchalen Strukturen und heteronormativenMännlichkeitsklischees abarbeitet.

Negroman war im Herbst 2019 zu Gast im ByteFM Magazin mit Christa Herdering und Anfang 2020, gemeinsam mit JuJu Rogers, bei Jonas Dahm. Im Oktober 2020 war Negromans Single „Rugrats“ ByteFM Track des Tages.

 


Neil Young

Neil Young (*12. November 1945 in Toronto, Kanada) ist ein einflussreicher kanadischer Singer-Songwriter, der in den 1960er-Jahren als Mitglied der Rockband Buffalo Springfield Bekanntheit erlangte. Sein selbstbetiteltes Solodebüt erschien 1968.

Young, der zuvor als Folkmusiker in kleinen Clubs in Kanada aufgetreten war, emigrierte in den 1960er-Jahren zusammen mit seinem Freund Bruce Palmer nach Los Angeles, wo die beiden auf die Musiker trafen, mit denen sie kurz darauf Buffalo Springfield gründeten. Die Band, die mit dem Anti-Kriegs-Song „For What It’s Worth“ einen Riesenhit landete, gilt heute als wegweisend im Bereich des Folk-Rock. Nach der Auflösung der Gruppe im Jahr 1968 unterschrieb Young einen Vertrag bei Reprise Records. Seinen Durchbruch als Solokünstler feierte er 1970 mit seinem dritten Album „After The Gold Rush“ – eine über weite Strecken akustische Platte mit Einflüssen aus Folk, Country und Blues, die er mithilfe seiner Kollegen aus der 1968 gegründeten Supergroup Crosby, Stills, Nash & Young aufgenommen hatte. In den 1980er-Jahren verabschiedete sich Young für einige Zeit vom melodischen Folk und wandte sich stattdessen experimentellerer Musik zu. Auf seinem 1982 erschienen Album „Trans“ sind Synthesizer, elektronische Beats und Vocoder (Geräte zur elektronischen Modifizierung der Stimme) zu hören. Später sagte Young, das Album hätte der Kommunikation mit seinem Sohn gedient, der aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung nicht sprechen kann. Youngs Platten aus den 80ern waren aufgrund ihrer Sperrigkeit nicht besonders erfolgreich. Erst mit der 1989 veröffentlichten Pop-Rock-Single „Rockin‘ In The Free World“ katapultierte er sich wieder ins öffentliche Bewusstsein zurück. Zudem gaben zu jener Zeit populäre Musiker wie Kurt Cobain und Eddie Vedder Young als wichtige Inspiration an, wodurch sich sein Revival manifestierte.

Nach „The Visitor“ (2017) und „Colorado“ (2019) ist „Homegrown“ aus dem Jahr 2020 das 40. Album von Neil Young. Aufgenommen worden war es bereits 1974/75. Young hatte sich damals gegen seine Veröffentlichung entschieden, da ihm das düstere Trennungsalbum zu persönlich erschien. 2019 rief er die „Neil Young Archives“ ins Leben – ein Onlinearchiv, das seine gesamte Diskographie enthält. 2019 rief er die „Neil Young Archives“ ins Leben – ein Onlinearchiv, das seine gesamte Diskographie enthält.


Neneh Cherry

Neneh Cherry (*10. März 1964 in Stockholm als Neneh Mariann Karlsson), ist eine schwedische Sängerin. Sie ist die Tochter des Free-Jazz-Trompeters Don Cherry und Halbschwester des Popsängers Eagle-Eye Cherry.

Als die Punk-Band The Slits mit Don Cherry tourte, freundete Neneh sich mit den Musikerinnen der Gruppe an und nahm auch mit ihnen auf. Sie zog im Alter von 16 Jahren nach London, wo sie in den Bands The Cherries und Rip Rig + Panic spielte, bevor sie mit „Raw Like Sushi“ 1989 ihr erstes Album veröffentlichte. Die Musik war stark von HipHop inspiriert und die Auskopplungen „Buffalo Stance“ und „Manchild“ wurden internationale Hits. Neneh Cherry schaffte es stets, ihre Musik zeitgemäß zu halten und sich Einflüsse unterschiedlicher Genres zueigen zu machen. Bei ihren eigenen Aufnahmen zählen Ambient, Rock und Trip-Hop dazu, sie arbeitete aber auch mit KünstlerInnen aus den Reggae- und Jazz-Szenen zusammen. Ihre erfolgreichste Zusammenarbeit war „7 Seconds“ mit dem senegalesischen Sänger Youssou N'Dour im Jahre 1997.

Ihre Alben „Blank Project“ (2014) und „Broken Politics“ ließ Neneh Cherry von Kieran Hebden (bekannt als Four Tet) produzieren.


Nérija

Nérija ist eine Jazz-Band aus London. Das Septett gehört zur britischen Jazz-Szene, die in den späten 2010er-Jahren begann, Erfolge zu feiern. Die Gruppe besteht aus Nubya Garcia (Tenorsaxofon), Sheila Maurice-Grey (Trompete), Cassie Kinoshi (Altsaxofon), Rosie Turton (Posaune), Shirley Tetteh (Gitarre), Lizy Exell (Schlagzeug) and Rio Kai (Kontrabass).

Mitte der 2010er-Jahre gegründet, veröffentlichten Nérija Anfang 2019 ihre neu gemasterte selbstbetitelte Debüt-EP von 2016 erstmals als physischen Tonträger. Der der Sound der Band ist, tanzbar und dabei eindeutig Jazz. Die Musikerinnen und der Musiker rekrutieren sich, wie ein Großteil der Londoner Jazz-Szene, aus einem Kreis von AbsolventInnen des Förderprogramms Tomorrow's Warriors, das 1991 zur musikalischen Förderung insbesondere afro-britischer Jugendlicher und Mädchen gegründet wurde. Nérija haben insofern Züge einer Supergroup, als die Mitglieder in anderen prominenten Bands der Szene aktiv sind, etwa bei Kokoroko, Maisha oder Seed Ensemble.

Im August 2019 wurde „Blume“, das Langspiel-Debüt von Nérija, ByteFM Album der Woche.


Die Nerven

Die Nerven sind eine dreiköpfige Postpunk-Band aus Stuttgart. Julian Knoth, Max Rieger und Kevin Kuhn begeistern seit 2010 mit ihrer deutschsprachigen Musik nicht nur die rebellischen Kids in der Raucherecke, sondern auch den Feuillton des Spiegels. Gegründet hat sich die Band unter der Devise möglichst laut zu sein und ordentlich Krach zu machen. Ihre Musik sprüht nur so vor Energie und bei ihren Liveshows wird diese Energie noch einmal vervielfacht. 

Auf ihrem Album „Out“ (2015) legen Die Nerven diese Explosion an die lange Leine, zögern den großen Ausbruch bei jedem Lied heraus. Jedes Stück mäandert auf unbehagliche Weise. Die Single-Auskopplung „Barfuß Durch Die Scherben“ sticht durch ihren düsteren Groove hervor, über den Sänger Rieger mehr spricht als singt: „Ich gehe barfuß durch die Scherben, ohne mich zu verletzen.“ Auf „Out“ packen sie rohe Gewalt in hin- und hergleitende, bedrohlich klingende Songs und erinnern dabei an Bands aus den 80ern wie Wipers, The Gun Club und Mission Of Burma.

Max Rieger ist neben Die Nerven außerdem seit 2014 unter seinem Pseudonym All Diese Gewalt aktiv und als Produzent von Bands wie Karies und Fabian.


New Order

New Order sind eine britische New-Wave- und Rockband, die 1980 aus den Resten der Band Joy Division hervorging. Nach dem Suizid von Joy-Division-Sänger Ian Curtis beschlossen die übrigen Bandmitglieder Bernard Sumner (Gitarre), Peter Hook (Bass) und Stephen Morris (Schlagzeug) einen Richtungswechsel. Die bislang von dem schwer depressiven Curtis geprägte Musik der Band wurde – inspiriert durch Disco und die deutschen Elektronik-Pioniere Kraftwerk – hedonistischer, tanzbarer und elektronischer. Sumner übernahm zusätzlich den Gesang und Keyboarderin Gillian Gilbert stieß hinzu.
 
Ihre vierte Single „Blue Monday“ (1983) wurde zu einem weltweiten Hit und ist bis heute ein Floorfiller bei jeder Indie-Disco. New Order waren die wichtigste Band des einflussreichen Factory-Labels und des zugehörigen Clubs „Haçienda“ in Manchester. Lange bevor Begriffe wie „Alternative Dance Music“ entstanden, brachte die Band die bis dahin weitgehend unversöhnlichen Lager Punk und Disco zusammen. Zur Fußball-WM 1990 nahm die Band zusammen mit dem englischen Nationalspieler John Barnes und dem Comedian Keith Allen als Gastrappern den Song „World In Motion“ auf.
 
Im Laufe von 10 Studioalben gerieten die elektronischen Aspekte mehr und mehr in den Hintergrund, aber die spezielle Magie der Band war vor allem auf den Singles immer wieder spürbar. Der den Sound mitprägende Gründungsbassist Peter Hook verließ die Band 2007 nach dem Album „Waiting For The Sirens’ Call“.
 


Nick Cave

Nicholas (Edward) Cave wurde am 22. September 1957 im australischen Warracknabeal geboren. 1973 lernte er im Alter von 16 Jahren im Schulchor den Gitarristen Mick Harvey kennen, mit dem er bis zum Jahr 2010 zusammenarbeiten sollte. Zuerst war ihre Band The Boys Next Door nur eine Proto-Punk-Coverband, die Songs von The Ramones und Lou Reed interpretierte. 1980 nannten sie sich in The Birthday Party um und wurden mit ihrem wüsten Noise-Rock eine der lautesten Bands ihrer Zeit. Nach ihrer Auflösung im Jahr 1983 gründete Cave eine neue Band: Nick Cave & The Bad Seeds.

Während der Arbeit an ihrem zweiten Album „The Firstborn Is Dead“ zog die Band nach West-Berlin, wo Einstürzende-Neubauten-Frontmann Blixa Bargeld festes Mitglied von The Bad Seeds wurde. Cave verstand es, düstere Texte mit Pop-Qualitäten zu verbinden. 1988 feierten sie mit dem Album „Tender Prey“ und dessen Single „The Mercy Seat“ erste Chart-Erfolge. Es ist ein seltsames, apokalyptisches Stück Pop-Musik, das trotz seiner sperrigen Produktion zu einem Hit wurde und im Jahr 2000 sogar vom Country-Altmeister Johnny Cash gecovert wurde. Und das Kylie-Minogue-Duett „Where The Wild Roses Grow“ vom Album „Murder Ballads“ wurde mit seinem romantisch-makaberen Musikvideo 1996 ein Hit der MTV-Generation.

1997 wurde Warren Ellis, der Violinist des australischen Post-Rock-Trios Dirty Three, Mitglied von The Bad Seeds. Er ist, nach dem Ausstieg von Harvey und Bargeld, das einzige konstante Mitglied der Band. Ellis und Cave komponierten gemeinsam auch zahlreiche Soundtracks für Filme wie „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, „The Road“ und „Hell Or High Water“.

Auf dem jüngsten der bisherigen 16 The-Bad-Seeds-Alben „Skeleton Tree“ hat Cave versucht, den tragischen Unfall-Tod seines Sohnes Arthur zu verarbeiten. Dieses Jahr wurde Cave für seinen internationalen Erfolg und seine künstlerischen Leistungen mit dem Order Of Australia ausgezeichnet. Neben seiner Musik schrieb er auch zwei von der Kritik gefeierte Romane: „The Ass Saw The Angel“ (1988) und „The Death of Bunny Monro“ (2007).


Nick Drake

Nick Drake (19. Juni 1948 – 25. November 1974) war ein britischer Sänger, Songwriter und Gitarrist aus Tanworth-in-Arden, England. Sein Debütalbum „Five Leaves Left“ ist 1969 über Island Records (John Cale, Cat Stevens, Jethro Tull) erschienen. 

Nick Drakes ruhige, gefühlvolle Folk-Nummern brachten ihm vor allem nach seinem frühen Tod im Jahr 1974 Anerkennung ein. Namhafte Musiker*innen wie Kate Bush, Beck und Robert Smith beziehen sich seine intimen, zumeist auf akustischen Gitarren basierenden Kompositionen. Aufgewachsen ist Drake in Tanworth-in-Arden, in der Nähe von Birmingham, wo er bereits im Kindesalter lernte, diverse Instrumente zu spielen. In seinen Jugendjahren kam Drake mit der Musik von Folk-Interpret*innen wie Bob Dylan, Donovan und Van Morrison in Berührung, die fortan zu seinen wichtigsten Inspirationen zählten. Sein Debütalbum brachte ihm zwar die Aufmerksamkeit des Radio-DJs John Peel ein, erwies sich jedoch als kommerzieller Misserfolg. Auch der etwas poppiger arrangierte Nachfolger „Bryter Later“ (1971) verkaufte sich, trotz der Beteiligung prominenter Musiker wie John Cale und The-Beach-Boys-Drummer Mike Kowalski, schlecht. Drake spielte sein drittes und letztes Album „Pink Moon“ (1973) im Alleingang ein. Die melancholisch daherkommende Platte wird häufig als Drakes Meilenstein gehandelt, fiel aber zur Zeit ihres Erscheinens ebenfalls nicht erfolgreich aus. Nach der Veröffentlichung von „Pink Moon“ verschlimmerten sich die Depressionen, die Drake bereits seit einigen Jahre quälten. Freund*innen und Familienmitglieder berichten, dass er sich zu dieser Zeit zunehmend isolierte und wenig sprach. 1972 zog er schließlich aufgrund seiner psychischen Probleme zurück zu seinen Eltern. Er starb am 25. November 1974 an einer Überdosis eines Antidepressivums. Ob es sich dabei um Suizid handelte oder nicht, ist bis heute ungeklärt. 

Anlässlich seines 50. Jubiläums war „Five Leaves Left“ im Dezember 2019 ByteFM Album der Woche.

Wenn Du Dich in einer akuten psychischen Krise befindest, gibt es Hilfe: Du erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800-1110111 oder 0800-1110222. Auf der Seite www.telefonseelsorge.de bekommst Du jederzeit Hilfe per Mail oder im Chat.
Depressionen sind behandelbar: Wenn Du Probleme hast, scheue Dich nicht, Deine*n Hausärzt*in darauf anzusprechen.


Nick Lowe

Nick Lowe (*24. März 1949) ist ein in Walton-on-Thames geborener Musiker und Songwriter aus England. Berühmtheit erlangte der Sänger und Gitarrist mit Pub-Rock und New-Wave-Songs und wandte sich später verstärkt dem Country-Genre zu. Lowes erfolgreichste Aufnahme ist „Cruel To Be Kind“ aus dem Jahr 1979, das in diversen Ländern die Top 20 erreichte, darunter Großbritannien und die USA.

Mitte der 1970er-Jahre spielte Nick Lowe Bass in der Band Rockpile und veröffentlichte 1976 seine Debüt-Solo-Single „So It Goes“ als erste Veröffentlichung des Labels Stiff Records. Dort erschien 1977 auch die EP „Bowi“ – als Antwort auf David Bowies Album „Low“ – von der auch Nick Lowes größter Hit in der Heimat stammt: Das vom Titel und Songwriting ebenfalls auf Bowie anspielende „I Love The Sound Of Breaking Glass“ erreichte Platz 7 in den britischen Charts. 1979 veröffentlichte Lowe nicht nur das international erfolgreiche „Cruel To Be Kind“, sondern heiratete auch Carlene Carter, die Tochter von Johnny Cash und June Carter. Die Ehe wurde 1990 geschieden, Lowe blieb aber Carlene und der Carter-Familie freundschaftlich verbunden; seine Hinwendung zu einem von Country geprägten Akustik-Pop lässt auch einen musikalischen Einfluss des Carter-Umfeldes plausibel erscheinen.

Das Lied  „(What's So Funny 'Bout) Peace, Love, And Understanding“ von Lowes erster Band Brinsley Schwarz wurde 1978 gecovert von Elvis Costello und 1990 von Curtis Stigers für den Soundtrack des Films „Bodyguard“.


Nicki Minaj

Nicki Minaj (*8. Dezember 1982 als Onika Tanya Maraj-Petty in Port of Spain, Trinidad und Tobago) ist eine trinidadisch-US-amerikanische Rapperin und Schauspielerin. Sie hat sich mit ihrem sehr eigenen Flow einen Namen gemacht und war vor allem zu Beginn ihrer Karriere für ihrer auffälligen Kostüme bekannt. Zu ihren bekanntesten Tracks gehören „Anaconda”, „Super Bass” und „Starships”. Sie gilt als eine der einflussreichsten Rapper*innen.

Erste Anerkennung in der HipHop-Szene bekam sie für ihre Mixtapes „Playtime Is Over” (2007), „Sucka Free” (2008) und „Beam Me Up Scotty” (2009). Ihre Debütabum „Pink Friday” mit der Hitsingle „Super Bass” erschien 2010. Mit dem ein Jahr später erschienenen zweiten Album „Pink Friday: Roman Reloaded” entfernte sie sich von Rap und HipHop und bewegte sich in Richtung Dance-Pop. Das Album enthielt die erfolgreiche Single „Starships”.

In der Folge näherte sich Minaj wieder ihern Ursprüngen im HipHop. Der Remix von Doja Cats „Say So” mit einem Gastauftritt von Nicki Minaj wurde ihre erste Nummer-Eins-Single. Neben ihrer Musikkarriere tritt sie gelegentlich als Nebendarstellerin in Filmen wie „The Other Woman” oder „Barbershop: The Next Cut” auf.


Nicole Atkins

Nicole Atkins (*1. Oktober 1978 in Neptune, New Jersey) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Gitarristin. Ihre Debüt-EP „Bleeding Diamonds“ aus dem Jahr 2006 erschien, genau wie ihr 2007 veröffentlichtes Debütalbum „Neptune City“, über Columbia Records. 

Atkins, die im Alter von neun Klavier und im Alter von dreizehn Jahren Gitarre spielen lernte, begann ihre musikalische Karriere als Teil diverser Indie-Rock-Bands. Nach ihrem Umzug nach Brooklyn, New York entdeckte sie Künstler wie Wilco und Roy Orbison und wandte sich daraufhin einem ruhigeren Americana-Sound zu, der mit weniger Verzerrung auskommt. Auf ihrem Debütalbum „Neptune City“ präsentierte sie die Kombination aus Crooner-Tunes, Folk, Country, Soul, 60s- und Indie-Rock, die ihren Sound seither bestimmt. Neben ihrer Karriere als Musikerin ist Nicole Atkins auch als Produzentin und Songwriterin für andere Künstler*innen tätig. Sie war als Gastsängerin auf „Here Lies Love“, dem 2010 erschienen Kollaborationsalbum von David Byrne und Fatboy Slim, vertreten. 

„Italian Ice“ aus dem Jahr 2020 ist das fünfte Album von Nicole Atkins. Die Vorabsingle „Captain“ war im Februar 2020 ByteFM Track des Tages. 
 


Nightmares On Wax

Nightmares On Wax ist das Downtempo-Projekt des Briten George Evelyn aus Yorkshire.

Inspiriert vom Soul der 70er Jahre und frühem Hip-Hop, war George Evelyn zunächst Breakdancer in einer lokalen Crew, und es hat nicht lange gedauert, bis er sich das DJ-Handwerk aneignete. Zusammen mit John Halnon und Kevin Harper veröffentlichte er unter dem Namen Nightmares On Wax im Jahre 1991 „A Word Of Silence: The First And Final Chapter“ auf Warp Records, dem Label, das später auch für Künstler wie Aphex Twin bekannt werden sollte. Danach verschwand Nightmares On Wax für vier Jahre von der Bildfläche.

Als Soloprojekt von Evelyn kehrte Nightmares On Wax 1995 zurück. Der Sound hatte sich von der Funk- und Soul-beeinflussten House-Musik des Erstlings radikal abgewandt und hantierte stattdessen mit langsamen Breakbeats. Im Gegensatz zu vielen Trip-Hop-Künstlern der mittleren 90er blieben die Funk- und HipHop-Bezüge klar zu erkennen; auch Genres wie Dub und Jungle beeinflussten die Tracks. George Evelyn gilt als Pionier von Trip-Hop und Electronica.


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