Sam Wilkes

Sam Wilkes Cover-Ausschnitt von „Wilkes“, der Debüt-LP des US-Musikers Sam Wilkes

Sam Wilkes ist ein US-amerikanischer Musiker, primär bekannt als Bassist des Projekt Knower. Zusätzlich ist er unter seinem eigenen Namen als Künstler unterwegs, zum Teil als Anführer eines Jazz-Quintetts, zum Teil als Produzent von detailverliebt ausgetüftelten Folk(tronica)-Solo-LPs.

Sam Wilkes wurde in Los Angeles geboren, verbrachte seine Jugend aber in der Kalifornischen Stadt Davis. Bereits im Alter von 15 Jahren produzierte er seine ersten Beats für lokale HipHop-Acts, im Alter von 19 Jahren veröffentlichte er sein Debüt-Mixtape „Wilkish“. Für sein Studium zog Wilkes zurück nach Los Angeles, wo er in den 2010er-Jahren als Session-Bassist aktiv war. 2016 wurde er Teil der Live-Band des Avant-Pop-Duos Knower, zusammengesetzt aus Louis Cole und Genevieve Artadi. Zwei Jahre später erschien mit „Music For Saxofone & Bass-Guitar“ viel beachtete eine gemeinsame LP mit Saxofonist Sam Gendel – eine Sammlung sehr konversationeller Instrumental-Duette, begleitet von subtiler Lo-Fi-Electronica.

Im gleichen Jahr veröffentlichte Sam Wilkes mit „Wilkes“ sein Debütalbum, auf dem er die Grenzen zwischen Jazz und Folktronica weiter vermischte. Als Gastmusiker*innen waren unter anderem die Knower-Mitglieder Cole und Artadi zu hören. 2021 veröffentlichte er „One Theme & Subsequent Improvisation“, ein Album als Leader eines Quintetts. 2023 folgte das Soloalbum „Driving“, Wilkes' selbsternanntes „Indie-Rock-Album“, auf der er mehr als zuvor einen Fokus auf Folk- und Rock-Instrumentierung legte – die aber durch elektronische Elemente wie Vocoder-Gesang verfremdet wurden.



Sam Wilkes im Programm von ByteFM:

„Ag“: Vocoder-Folk-Rock von Knower-Bassist Sam Wilkes

Von ByteFM Redaktion
(05.11.2023)
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„Ag“: Vocoder-Folk-Rock von Knower-Bassist Sam Wilkes
Sam Wilkes hat sein neues Album auf dem eigenen Label veröffentlicht Wenn Sam Wilkes nicht bei dem US-Avant-Pop-Projekt Knower Bass oder mit seinem Quintett verschrobenen Jazz spielt, fabriziert der Musiker aus Los Angeles kunstvoll verknotete Solomusik. All die von ihm berührten Songs eint sowohl die Freude am Experimentieren als auch ein Gefühl von Fernweh. Ein melancholisches Träumen von weiten Feldern und langen, noch nicht abgelaufenen Wegen. Genau dieses Gefühl ist zentral für „Driving“, Wilkes‘ zweites Soloalbum, das vor wenigen Wochen auf seinem eigenen Label Wilkes Records erschienen ist. // „Driving“ von Sam Wilkes ist auf Wilkes Records erschienen. Der Song „Ag“ ist unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

„Edge Of The Cliff“: Genevieve Artadi mit Big Band

Von ByteFM Redaktion
(19.04.2025)
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„Edge Of The Cliff“: Genevieve Artadi mit Big Band
„Edge Of The Cliff“ schrieb die US-amerikanische Avantgarde-Pop-Musikerin Genevieve Artadi schon vor einigen Jahren. So lud sie unseren heutigen Track des Tages in seiner ursprünglichen Form schon Anfang 2017 ins Netz. Zu dem Zeitpunkt hatte die kalifornische Künstlerin zumindest solo erst ein Album herausgebracht. Dieses hörte auf den Namen „Genevieve Lalala“; aufgenommen hatte sie es weitestgehend im Alleingang. Die wenige Unterstützung kam überwiegend von Louis Cole, mit dem Artadi einige Jahren zuvor die Band Knower gegründet hatte. Als erste Single des drei Jahre später erscheinenden Albums „Dizzy Strange Summer“ kündete das Stück von einer musikalischen Wandlung. Nicht mehr im Alleingang, sondern mit Studio-Assen wie Sam Wilkes und Tim Lefebvre und natürlich Louis Cole im Rücken, verschwand alle Verwaschenheit des Debüts. Zwar hatte „Dizzy Strange Summer“ auch seine sphärischen Augenblicke, aber selbst diese trieften vor Präzision und Selbstbewusstsein.

Bonus-Level: „Handle With Care (Ice-Cream)“ von Rejoicer

Von ByteFM Redaktion
(29.04.2026)
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Bonus-Level: „Handle With Care (Ice-Cream)“ von Rejoicer
„Handle With Care (Ice-Cream)“ ist ein Highlight aus dem neuen Album von Rejoicer. Prinzipiell ist Rejoicer das Projekt des in Israel geborenen und in Großbritannien aufgewachsenen Musikers Yuval Havkin. In den 2000er-Jahren wurde er in Tel Aviv zum wichtigen Teil der lebendigen Jazz- und Groove-Musik-Szene. Vor allem als Keyboarder, aber auch in diversen anderen musikalischen Funktionen, arbeitete er unter anderem mit Amir Bresler, Buttering Trio oder Liraz zusammen. Am Ende des Jahrzehnts unterschrieb er beim US-Label Stones Throw, wie vor ihm schon seine Vorbilder Madlib und J Dilla. Mittlerweile wohnt er selbst in Kalifornien, zumindest zeitweise. Dort entstand auch sein neues Album, für das er sich mit dem Musiker Sam Wilkes zusammenschloss. Passend betitelt, ist „California Space Craft“ ein entspannt, aber ungewöhnlich swingendes Instrumentalalbum, dessen hypnotische Grooves und ungewöhnliche Synth-Sounds die Illusion eines retrofuturistisch-psychedelischen Weltraum-Trips induzieren können. Besonders funky und mit besonders lebenslustig quietschenden Synths kommt unser Track des Tages daher, der auch einen hervorragenden Soundtrack eines fluffigen, harmlosen, aber belohnenden Videospiel-Bonus-Levels abgäbe.

Neuland

Elegante Rhythmen

(02.08.2024 / 12:00 Uhr)
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Neuland - Elegante Rhythmen
Elegante Rhythmen verspricht uns der Kanadier Jamison Jon Baerg Isaak, der auf dem Album „Elegant Rhythms“ seines Projekts Teen Daze unter anderem mit Sam Wilkes zusammenarbeitet. Einen großen, aber gar nicht so unverdaulichen Brocken legt Meshell Ndegeocello mit „No More Water: The Gospel Of James Baldwin“ vor.

Orbit

Rain & Snow

(14.11.2024 / 23:00 Uhr)
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Orbit - Rain & Snow
Bevor es in die Orbit-Winterpause geht kreisen wir nochmal um spannende Jazz-Neuerscheinungen. Mit dabei: Brian Jackson und die französische Flötistin Lu-divine Issambourg mit einem Gil-Scott-Heron-Cover sowie ein generationsüber-greifendes Aufeinandertreffen von Trompeter Peter Somuah (27) und der gha-naischen Afro-Funk-Legende Gyedu-Blay Ambolley (77). Nach Amanda Whi-tings atmosphärischer Harfen-Interpretation von Bill Evans’ „Peace Piece“ ruft Sam Wilkes mit psychedelischen Arrangements zur Gelassenheit auf.Bild: Cover „Above The Law“ von Ludivine Issambourg

60minutes

Die Wege des Klangs

(28.06.2025 / 19:00 Uhr)
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Black Country, New Road feiern mit ihrem aktuellen Album ein Fest aus Folk, Indie, Prog, Barockpop und wunderbaren Songs. Jazz aus Los Angeles mit dem Trio Gregory Uhlmann, Josh Johnson, Sam Wilkes. Jazz in einer Verschmelzung mit elektroakustischer Kammermusik. Sehr fein! Aus der Londoner Jazzszene dabei ist Oscar Jerome. Ehemals Gitarrist bei Kokoroko, jetzt als souliger Singer-Songwriter mit dem ersten Album. Liun And The Science Fiction Band haben fürs neue Album mit einem 13-köpfigen Streicherensemble zusammengearbeitet. Das Zusammenspiel von Jazz und Dance-Elementen lässt einen eigenen Sound entstehen. Zach Condon alias Beirut hat Zirkusluft geschnuppert und ein kunstvolles Album vollbracht, Moreish Idols aus London sind bei mir ein Dauerbrenner und das erste Album „All In The Game“ hat sein Plätzchen in meinen Jahrescharts.

Tracks des Tages

Eine easy Brise

(11.11.2023 / 17:00 Uhr)
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Tracks des Tages - Eine easy Brise
Eine easy Brise benamst einen fluffigen und im Gegensatz zu ihrem Album „With A Hammer“ auch nicht abgründigen elektronischen Bossa-Nova-Song von Yaeji: „Easy Breezy“. So heißt dann auch diese Sendung mit einem Best-of unserer Tracks des Tages aus zwei Wochen. Seltsame, herbstlich-melancholische Vibes strahlt ein Song aus dem aktuellen Album von Sam Wilkes ab, zwischen Folk, Jazz und Vocoder-Gesang. Zumindest atmosphärisch haut Serpentwithfeet in eine ähnliche Kerbe.

Sounds Outta Range

Wacky Waves

(11.03.2026 / 21:00 Uhr)
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Wonky, glitchy und nach hinten raus ein bisschen dubby: Die aktuelle Ausgabe von Sounds Outta Range widmet sich fantasievollen Beats verschiedenster Machart. Zu hören sind unter anderem rohe SP-404-Skizzen des L.A.-Beat-Architekten Kutmah aus seiner Berliner Wahlheimat, das fast schon grotesk vielseitige Schaffen von Nathan Keister alias Viralia sowie von samischen Traditionen inspirierte Clubmusik von Niilas. Dazu tauchen gleich zwei Querverweise zum Musikjahr 1998 auf: Die offenen L.A.-Sessions von Rejoicer, Sam Wilkes und Tamir Barzilay wecken Erinnerungen an den retrofuturistischen Vibe von Airs „Moon Safari“, während Mayashiba & Behzad mit traditioneller Perkussion und glitchy Dub-Texturen wie ein Sound-Update von Massive Attacks „Mezzanine“ klingen. Außerdem in dieser Stunde: deeper flötenbasierter Dubstep von Argo & Skwig aus Paris, vom Wonky-Experten Yheti dekonstruierte Live-Beats der Brüsseler Formation ECHT! sowie spirituelle Konzepte von Alighted und Odin.


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