Portishead

Portishead Bild: Beth Gibbons, Sängerin von Portishead (Foto: José Goulão CC BY-SA 3.0, from Wikimedia Commons)

Portishead sind eine 1991 gegründete britische Trip-Hop-Band aus Bristol, die zu den Pionier*innen des Genres zählt. Sie besteht aus Beth Gibbons (Gesang), Geoff Barrow (u. a. Turntables, Keyboards, Drums) und Adrian Utley (u. a. Gitarre, Bass, Theremin, Synthesizer). Ihr gefeiertes Debütalbum „Dummy“ erschien 1994.

Mit seinem düsteren, atmosphärischen Downtempo-Vintage-Sound, den der Rolling Stone als „Gothic HipHop“ beschrieb, gilt „Dummy“ neben Massive Attacks „Blue Lines“ als eines der stilprägenden Alben des Trip-Hop. Inspiriert wurde die Platte von unterschiedlichen Filmsoundtracks der 60er- und 70er-Jahre. Über Melodien, die Assoziationen zum Film Noir oder Italowestern und James-Bond-Filmen wecken, Jazz- und Funk-Samples sowie die von Utley eingespielten Instrumente singt Beth Gibbons mit virtuoser, charakteristisch melancholisch klingender Stimme. „Dummy“ war anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums Album der Woche bei ByteFM. 1997 veröffentlichten Portishead ihr zweites, selbstbetiteltes Album. Es war erneut von Filmmusik beeinflusst, klang jedoch insgesamt etwas düsterer und härter als sein Vorgänger. Auf dem elf Jahre später veröffentlichten „Third“ zeigten sich Portishead von einer von Krautrock, Surf und Doo Wop inspirierten Seite. Als weitere Inspiration gaben sie die Soundtracks des Regisseurs John Carpenter an.

Im Jahr 2015 steuerten Portishead mit dem Song „SOS“ ein ABBA-Cover zum Soundtrack des Sci-Fi-Films „High-Rise“ bei.



Portishead im Programm von ByteFM:

Portishead – „Numb“

(01.06.2019)
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Portishead Wenn Ihr heute nur einen Song hört, dann diesen: Egal ob brandneu, historisch relevant oder einfach toll. Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor. „Unable so lost / I can't find my way.“ Was auf dem Papier zwei schlichte Sätze sind, klingt aus dem Mund von Beth Gibbons wie das Ende der Welt. // Sie klingt irgendwie unnahbar und doch so, als würde sie einem direkt ins Ohr flüstern. Mit diesen Zeilen zeigte sich im Juni 1994 ihre Band Portishead zum ersten Mal der Welt, in der Debütsingle „Numb“. Mit seinen flirrenden Hammond-Orgeln und gesampleten Drums ist es pure Nachtmusik – die sich dank Gibbons Stimme sofort in Herz und Hirn festkrallt.

Portishead – „Dummy“ (Album der Woche)

(23.12.2019)
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Portishead – „Dummy“ (Polydor) Während sich das Jahr 2019 dem Ende entgegen neigt und traditionell wenig neue Musik veröffentlicht wird, nutzen wir die Chance, den Blick nach hinten zu richten: Statt neuer Langspieler stellen wir wegweisende Alben vor, die 2019 ein Jubiläum feiern. // Portishead – „Dummy“ (Polydor) Während sich das Jahr 2019 dem Ende entgegen neigt und traditionell wenig neue Musik veröffentlicht wird, nutzen wir die Chance, den Blick nach hinten zu richten: Statt neuer Langspieler stellen wir wegweisende Alben vor, die 2019 ein Jubiläum feiern. In dieser Woche ist es „Dummy“ von Portishead, das in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden ist. Wer einmal das Privileg genießen durfte, Portishead live zu sehen, der oder die weiß, was Intensität bedeutet. // Kein Wunder, schließlich arbeitete Barrow kurz vor „Dummy“ an einem anderen Standardwerk des Genres: Er war einer der Sound-Ingenieure von Massive Attacks Durchbruchsalbum „Blue Lines“. Portishead nahmen diese Grundbausteine – und erschufen mit „Dummy“ ein ganz eigenes Biest. Die Band vereint komplexe Emotionen mit Klängen, die stetig die Richtung wechseln..

Portishead – „The Rip“

(03.11.2018)
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Beth Gibbons, Sängerin von Portishead (Foto: José Goulão CC BY-SA 3.0, from Wikimedia Commons) Wenn Ihr heute nur einen Song hört, dann diesen: Egal ob brandneu, historisch relevant oder einfach toll. // Brian Wilson verewigte sein Heulen in „Good Vibration“, Led-Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page verwendete es in der kakophonen Bridge von „Whole Lotta Love“. Auch Portishead waren von dem Theremin angetan. Die Trip-Hop-Institution aus Bristol benutzte es aber nicht als Chaos-Instrument, sondern spielte stattdessen die körperlose Unheimlichkeit des Theremins aus. // Ein gleichzeitig wunderschöner wie beklemmender Song, meisterhaft abgerundet durch Theremins Erfindung. „The Rip“ erschien 2008 auf „Third“, dem dritten Album von Portishead. Hört Euch unseren Track des Tages hier an:

Portishead – „Dummy“ (Album der Woche)

(28.07.2014)
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Portishead – „Dummy“ (Go! Beat) "Who am I, what and why? Cause all I have left is my memories of yesterday Oh these sour times Cause nobody loves me It's true Not like you do." Angesichts von Songzeilen wie dieser lässt sich das Debütalbum von Portishead durchaus als schwermütig bezeichnen. // " Angesichts von Songzeilen wie dieser lässt sich das Debütalbum von Portishead durchaus als schwermütig bezeichnen. Schmerz, Wut, unerwiderte Liebe – mit Themen wie diesen sind schon einige zeitlose Werke entstanden. "Dummy" von Portishead gehört zweifelsohne dazu. // Zusammen mit dem Gitarristen Adrian Utley starten sie erste Jam-Sessions und veröffentlichen 1993 ein Demo-Tape, welches drei Songs enthält. Als Bandnamen wählen sie das Küstenstädtchen Portishead, in dem Barrow aufwuchs. Kurz darauf kommen die Musiker bei Go! Beat Records unter Vertrag und veröffentlichen im Oktober 1994 ihr Debütalbum. // Die Mischung aus HipHop-Elementen, Electronica und Jazz verzaubert eine ganze Generation und katapultiert Portishead bis auf den zweiten Platz der britischen Album-Charts. Die LP scheint wie aus einem Guss, und dennoch besticht jeder einzelne Song durch ein besonderes Detail, sei es nun das Scratching bei "Wandering Star", die hoffnungsvollen Orgel-Akkorde in "It’s A Fire" oder die harmonisch-herzzerreißenden Streicher bei "Roads". // Über allem steht die extrem zerbrechliche Stimme von Gibbons, die auch mal rappt, heult, haucht und presst. Bis zum heutigen Tage sind neben "Dummy" nur zwei weitere Alben von Portishead veröffentlicht: 1997 kommt der selbstbetitelte Nachfolger zum Debüt in die Plattenläden, 2008 das dritte Album mit dem puristischen Titel "Third".

Portishead – „Dummy“ wird 25 Jahre alt

(22.08.2019)
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Portishead – „Dummy“ Mit den menschlichen Abgründen ist es so eine Sache. Einerseits faszinieren sie uns. Wer könnte schon von sich weisen, zumindest ein wenig reizvoll zu finden, einen Blick ins finstere Hinterstübchen einer sündhaften Seele zu erhaschen? // Und zwar genau bis zum 22. August 1994. Der Tag, an dem Beth Gibbons, Geoff Barrow und Adrian Utley alias Portishead mit ihrem Debütalbum „Dummy“ den schwindelerregenden Abgrund in begehbares Gebiet verwandelten. // In Zeitlupe abgespulte HipHop-Beats, glitzernd-knarzende Gitarrentupfer und bittersüße Harmonien boten den sicheren Boden, auf dem die ganze dunkle Farbpalette menschlicher Gefühlswelten erstrahlen konnte. Benannt nach Barrows Heimatstadt, schreiben Portishead mit ihrem Debüt beinahe über Nacht Musikgeschichte. Aus dem Stand erklimmt es den zweiten Platz der britischen Albumcharts. // Vielmehr ist es Kristallisationspunkt einer musikalischen Bewegung, die sich als „Sound Of Bristol“ einen Namen machte. Massive Attack, Tricky und Portishead waren sich hier gewissermaßen gegenseitig Impulsgeber. Das ist für „Dummy“ auch deshalb nicht unwichtig, weil Barrow schon bei den Aufnahmen zu „Blue Lines“, dem 1991 veröffentlichten Debüt von Massive Attack, assistierte.

.: Portishead und die Angst vor der Musik

(18.07.2011)
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Kurz vor dem Roskilde Festival hat sich Ally Carnwath vom Guardian mit Portishead getroffen, die dann bei Roskilde das erste Mal seit Mitte der Neunziger Jahre wieder auf der Bühne eines europäischen Festivals standen. // Im Sommer spielte und spielt die Band auch auf einigen weiteren Festivals, unter anderem dem am kommenden Wochenende stattfindenden I'll Be Your Mirror Festival in London, auf dem Portishead nicht nur auftreten, sondern das sie auch kuratieren. Die Ergebnisse des Treffens hat Carnwath nun in einem äußerst ausführlichen Artikel zusammengefasst. // Die Ergebnisse des Treffens hat Carnwath nun in einem äußerst ausführlichen Artikel zusammengefasst. Bandmitglied Geoff Barrow gestand darin, dass es Portishead wirklich schwer falle, Musik zu machen, die ihnen gefalle. Dadurch bekämen sie Angst davor, es überhaupt zu probieren.

BTTB – Back To The Basics

Portishead Specialmit Marcus Maack

(01.05.2008 / 19 Uhr)
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In BTTB hört ihr heute vor allem alte und teilweise seltene oder unbekanntere Tracks und Remixes von Portishead.

ByteFM Magazin

Massive Attack, Beak> & Portishead

(21.01.2020 / 10 Uhr)
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Mit seiner Band Massive Attack experimentiert er seit neuestem mit Formen künstlicher Intelligenz. Auch um Geoff Barrow, Gründungsmitglied von Portishead, wird es nicht still. Er kommt demnächst mit Beak> auf Tour.

Freispiel

Portishead Special

(23.04.2008 / 19 Uhr)
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Nach elf Jahren melden sich Portishead mit ihrem dritten Album zurück. Mit "Third" beendet die Band aus Bristol also ihre Schaffenspaue und überrascht mit einem großartigen, sonderbaren, befremdlichen Album. // Die beiden kommen dabei auch selbst zu Wort. 5 x verlosen wir das neue Portishead Album. Wer in die Lostrommel möchte, schreibt eine E-Mail an radio@byte.fm - Stichwort "Portishead".

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick: Annie Lennox & Portishead

(29.12.2019 / 15 Uhr)
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Am 25.12.2019 wurde die britische Sängerin und Oscar-Preisträgerin Annie Lennox 65 Jahre alt. Außerdem: Die Band Portishead aus Bristol feierte in diesem Jahr mit ihrem Album "Dummy" 25-jähriges Jubiläum.

ByteFM Magazin

Portishead, Tindersticks & Suff Daddy

(27.12.2019 / 10 Uhr)
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Wir blicken ins neue Jahr, genauer gesagt auf einige erste Tour-Highlights die uns 2020 ins Haus stehen. Unter anderem mit Tindersticks und Kevin Devine. Außerdem: Musik von Portishead, Suff Daddy und Jay-Z.

ByteFM Magazin

Annie Lennox & Portishead

(25.12.2019 / 19 Uhr)
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Heute wird Annie Lennox 65 Jahre alt. Außerdem mit Musik aus unserem Albumd er Woche "Dummy" von Portishead.

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick: „Easy Rider“, Portishead & Kelis

(25.08.2019 / 15 Uhr)
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Für neue Formen und Klänge braucht es gelegentlich neue Worte und Schubladen. So auch im August 1994, als mit „Dummy“ das Debüt der britischen Band Portishead erschien und Musikjournalist Andy Pemberton dafür den Begriff Trip-Hop verwendete. Zum 25. Jahrestag hören wir in dieser Sendung Musik aus diesem genreprägenden Album.

Oh, Nico! Oder: Anika im Festsaal Kreuzberg

(25.05.2011)
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Die Eindringlichkeit ihrer Version von „Masters Of War“ wird von ihr in einen neuen, aktuellen Zusammenhang gesetzt. Dass Anika vor ihrer Zusammenarbeit mit Portishead-Mastermind Geoff Barrow als politische Journalistin engagiert war, spricht ihr zwangsweise eine Kompetenz und Seriosität zu, die sie so schnell nicht mehr ablegen kann. // Die beiden werden sicher noch häufiger miteinander verglichen werden. Spätestens im July 2011, wenn Anika zusammen mit Portishead eine Veranstaltung des All Tomorrow's Parties Festivals in London kuratiert. Titel:  I'll be your mirror.

Beth Gibbons & The Polish National Radio Symphony Orchestra – „Henryk Górecki: Symphony No. 3“ (Rezension)

(03.04.2019)
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Doch das ungewöhnlichste Element dieses Triumvirats ist auch der Star dieses Albums: Den Solo-Sopran singt niemand anderes als Beth Gibbons. Die Künstlerin, die mit ihrer Band Portishead die melancholische Nachtmusik perfektionierte. Die Britin musste sich für dieses Projekt intensiv vorbereiten, um sowohl den polnischen Originaltext zu meistern als auch das emotionale Gewicht dieser Musik zu greifen. // Die Britin musste sich für dieses Projekt intensiv vorbereiten, um sowohl den polnischen Originaltext zu meistern als auch das emotionale Gewicht dieser Musik zu greifen. Die Songs von Portishead waren schon immer traurig, doch Góreckis Sinfonie ist eine ganz andere Hausnummer. Der Aufwand hat sich gelohnt.

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