Silver Jews

Silver Jews Bild: Silver Jews (Foto: Brent Stewart)

Silver Jews ist eine Band, die 1989 vom New Yorker Singer Songwriter David Berman (*4. Januar 1967) gegründet wurde. Besondere Aufmerkamkeit erhaschte die Gruppe, da für drei ihrer sechs LPs Stephen Malkmus und andere Pavement-Mitglieder in der Band musizierten.

Die Geschichte von Silver Jews ist eine tragische, gezeichnet von Sucht-Problemen, Nervenzusammenbrüchen, internen Streitereien und Armut. Bermans Texte sind voller Melancholie, die sowohl die kaputten Seiten der USA als auch sein turbulentes Innenleben in Poesie verwandelten. Begleitet wird seine Lyrik von spröder Indie-Americana, mit schunkelden Schlagzeug-Beats und sanft verstimmten Gitarren. 1994 veröffentlichten Silver Jews das Debütalbum „Starlite Walker“, ihr kommerzieller und kritischer Höhepunk „American Water“ erschien im Jahr 1998.

2009 löste David Berman Silver Jews auf, kurz nach der Veröffentlichung ihrer sechsten LP „Lookout Mountain, Lookout Sea“. Zehn Jahre später enthüllte Berman sein neustes Band-Projekt: Purple Mountains.

 



Silver Jews im Programm von ByteFM:

Silver Jews – „Smith And Jones Forever“

(13.03.2019)
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David Berman, das einzige konstante Mitglied von Silver Jews (Foto: Brent Stewart) Wenn Ihr heute nur einen Song hört, dann diesen: Egal ob brandneu, historisch relevant oder einfach toll. Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor. // „I‘ve got two tickets for a midnight execution“ – auf dem Höhepunkt seines Schaffens hatte David Berman die Gabe, mit einer einzigen Textzeile eine ganze Geschichte zu erzählen. Die Geschichte seiner Band Silver Jews ist eine tragische, gezeichnet von Sucht-Problemen, Nervenzusammenbrüchen, internen Streitereien und Armut. // Lead-Gitarrist Stephen Malkmus, der in den Schaffenspausen seiner Hauptband Pavement des Öfteren bei Silver Jews einsprang, spielt ein skelettales Motiv, das wie ein Geier über der Prärie seine Kreise zieht. Der Groove ist so ominös und bedrohlich wie der Text, in dem Berman das kaputte Amerika in Poesie bannt.

David Berman (Silver Jews, Purple Mountains) in sechs Songs

(08.08.2019)
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Der US-amerikanische Singer-Songwriter, Dichter und Cartoonist kehrte im Juli mit seinem neuen Projekt Purple Mountains aus einem zehnjährigen selbstauferlegten Exil zurück. Bis 2009 war er noch der Kopf von The Silver Jews, der Americana-Rock-Band, zu der zeitweise auch die Pavement-Mitglieder Stephen Malkmus und Bob Nastanovich gehörten. // An der University Of Virginia lernte er Malkmus und Nastanovich kennen. Gemeinsam nahmen sie unter dem Namen Silver Jews krude Lo-Fi-Tapes auf. Wenig später gründeten Malkmus und Nastanovich ihre eigene Band Pavement. // Immer wieder blitzt durch seine apokalyptischen Verlierer-Geschichten ein gelbzähniges Grinsen durch, das die Dunkelheit ein bisschen lichtet – bis die Pointe wieder das Licht ausmacht. So auch in „The Frontier Index“, dem vorletzten Song des zweiten Silver-Jews-Albums „The Natural Bridge“. Auf dem Papier liest sich das Stück wie eine Aneinanderreihung von Witzen: Ein Roboter kommt in eine Bar und bestellt einen Drink. // Denn der größte Witz ist schließlich das Leben an sich: „Time, cum, sand and surf / These are the building building blocks of life.“ „Hospitalized For Approaching Perfection“ „The Natural Bridge“ war eigentlich erneut mit Malkmus und Nastanovich geplant, doch Berman brach die Session nach nur zwei Tagen ab – und führte sie später mit rekrutierten Studio-Musikern fort (Ryan H. Walshs Essay „The Untold Story Of Silver Jews’ The Natural Bridge“ ist Pflichtlektüre über die chaotischen Aufnahme-Sessions für dieses chaotische Album). // „In 1984 I was hospitalized for approaching perfection.“ „I've Killed You In my Mind So Many Times Before“ 2001 erschien das vierte Silver-Jews-Album „Bright Flight“ – und man hört, dass irgendetwas mit diesem Menschen passiert ist. Dunkelheit war schon immer ein Teil von Bermans Poesie, doch hier gewinnt sie die Oberhand.

ByteFM TourKalender

Silver Jews

(20.05.2008 / 16 Uhr)
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Mit Vierspur-Rekordern, im eigenen Schlafzimmer, mit geliehenen Instrumenten. Die Silver Jews waren eine der beliebtesten Bands dieses Trends Mitte der Neunziger. Zu ihrer Bekanntheit beigetragen hatte natürlich, dass anfangs Steven Malkmus mitmachte und die Silver Jews als eine Art Hobby des Pavement-Sängers betrachtet wurden. // Zu ihrer Bekanntheit beigetragen hatte natürlich, dass anfangs Steven Malkmus mitmachte und die Silver Jews als eine Art Hobby des Pavement-Sängers betrachtet wurden. Doch eigentlich sind die Silver Jews David C. Barman und das ist heute, wo Malkmus längst nicht mehr mit dabei ist, immer noch so. Der Poet, Dichter und Sänger prägt mit seiner sonoren Stimme den zerbrechlichen Indierock der Silver Jews, der immer noch von einer Vielzahl kleiner Gesten bestimmt wird und dem nichts ferner liegt, als das große Rock’n’Roll-Gehabe. // Der Poet, Dichter und Sänger prägt mit seiner sonoren Stimme den zerbrechlichen Indierock der Silver Jews, der immer noch von einer Vielzahl kleiner Gesten bestimmt wird und dem nichts ferner liegt, als das große Rock’n’Roll-Gehabe.

David Berman (Silver Jews) ist zurück: Neues Album als Purple Mountains

(20.05.2019)
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David Berman aka Purple Mountains (Foto: David Berman) Als Kopf der Band Silver Jews schrieb David Berman einige der schönsten Indie-Americana-Songs der 90er-Jahre (zum Beispiel „Smith And Jones Forever“). // Die erste Single „All My Happiness Is Gone“ beginnt mit einer entwaffnend schlichten Zeile: „Friends are warmer then gold / When you‘re old.“ Berman klang schon vor zwanzig Jahren als Dreißigjähriger wie ein alter Mann, doch nun im Alter von 52 Jahren hat seine Stimme noch mehr von dieser vom Leben gezeichneten Qualität gewonnen. Musikalisch bewegt er sich in der Silver-Jews-Komfortzone: die Akustikgitarre schrammelt, der Beat schlurft. Neu sind Streicher-Arrangements, die Zeilen wie „Lately, I tend to make strangers wherever I go / Some of them were once people I was happy to know“ angemessen strahlend umrahmen.

Das Alínæ Lumr Festival 2017 in Storkow

(29.08.2017)
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Blumm und Jeff Özdemir bildeten am Sonntagnachmittag den perfekten Abschluss: Ihr gemütlicher Lo-Fi-Pop klang mal nach Silver Jews, mal nach Morricone, dabei aber immer tiefenentspannt. Das Multitalent Özdemir brach den vielschichtigen Sound seines aktuellen Albums „Jeff Özdemir & Friends Volume 2“ auf minimalistische Arrangements herunter, spielte gleichzeitig Bass und Schlagzeug, und pfiff immer wieder westernartige Melodien.

Chuckamuck – „Chuckamuck“ (Rezension)

(02.09.2017)
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Die musikalischen Wurzeln von „Chuckamuck“ scheinen tief im Weirdo-Indie-Rock der 90er-Jahre vergraben zu sein: In „Am Strand von Koh Phangan“ rumpelt es ähnlich wie bei Neutral Milk Hotel und die Lead-Gitarre in der Vorabsingle „Roboter Der Liebe“ torkelt charmant windschief wie die auf den frühen Silver-Jews-Alben. Anderswo schlenkern Chuckamuck in Richtung Creedence Clearwater Revival aus, wie im angemessen bluesigen „8am Blues“, für den Swans-Mitglied Kristof Hahn eine psychedelische Slide-Gitarre beisteuert.

Presseschau 16.08.: You Shook Me All Night Long Moscato

(16.08.2011)
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Eigentlich sollte das Album erst "LA Guns" heißen, sein alter Kumpel David Berman, seinerseits Silver Jews Bandkollege von Malkmus hatte die Idee dazu. Am Freitag hatte der in seinem Blog einen E-Mail-Austausch zwischen Malkmus, Berman und einer handvoll Anwälten veröffentlicht, die sich Gedanken über die Probleme machen, die der Titel "LA Guns", aber auch "LA Gunz" mit sich bringen könnte.

Atmocity

Bye Bye Berman

(12.08.2019 / 23 Uhr)
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“No, I don’t really wanna die / I only wanna die in your eyes”, so beginnt der Song "How To Rent A Room" und so startet das Album "Natural Bridge" der Silver Jews. Ein Meisterwerk der 90er Jahre, meint der Betreiber der Radiosendung Atmocity, der ausführlich Songs von diesem und anderen Silver Jews-Alben spielt. Eine monothematische Sendung also, in der, neben der Musik, Textzitate, persönliche Erinnerungen und Gedanken zu hören sind.

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick: Elliott Smith, David Berman & Why?

(11.08.2019 / 15 Uhr)
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Der Rückblick auf die Magazin-Sendungen der vergangenen Woche – heute u. a. mit Musik zum Tod von David Berman. Der Musiker und Poet wurde vor allem mit seiner Band, den Silver Jews, bekannt. Im Juli veröffentlichte er zum ersten Mal Musik als Purple Mountains. Außerdem: Musik zum 35.

Neuland

mit Götz Adler

(13.06.2008 / 14 Uhr)
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Unter anderem mit Melvins, dem Green Day-Seitenprojekt Foxboro Hot Tubs, Wedding Present, My Morning Jacket, N.E.R.D., Coldplay, Jape, Silver Jews, den MŽs und der neuen Band Zen Circus von Brian Ritchie (Violent Femmes).

ByteFM Magazin

David Berman ist tot, 50 Jahre "Abbey-Road"-Cover

(08.08.2019 / 15 Uhr)
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Erst im Juli erschien das mit Spannung erwartete erste Album von Purple Mountains, dem neuen Bandprojekt von David Berman (Silver Jews). Dieses Wochenende sollte die Tour in Nordamerika starten. Doch gestern teilte das Label Drag City mit, dass David Berman am 7.

Golden Glades

(25.06.2008 / 20 Uhr)
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Der süßen Schwere des Sommers leichten Herzens trotzend, widmet sich Frau Zettpunkt in dieser tendenziell themenlosen Sendung sowohl alten Helden als auch neuen Hoffnungsträgern. Machen Sie sich gefasst auf zwei lichtdurchflutete Musikstunden mit den Silver Jews, Fern Knight und The Winston Jazz Routine.

taz.mixtape

Kerzen, Greta 1975, Banks, Maulgruppe, Sunn O))), Brasil, B'More, David Berman

(09.08.2019 / 17 Uhr)
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Er sang über die Bemühungen, Perfektion zu erreichen und dafür in die Psychiatrie gesteckt zu werden. Kristof Schreuf schreibt den Nachruf auf US-Singer-Songwriter David Berman alias Silver Jews und Purple Mountains.

Neuland

(28.09.2018 / 13 Uhr)
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Viel Abwechslung heute bei Neuland: Für Hip Hop-Beats sorgen Dizzee Rascal und Riton & Kah-Lo. Spannende Wiederveröffentlichungen gibt es von den Silver Jews, Felt und Stereolab. alt-J haben ihr letztes Album „Relaxer“ noch mal neu interpretieren lassen, Johnny Cash und Joe Strummer singen im Duett und Richard Swift veröffentlicht posthum ein großartiges Album.

Golden Glades

(19.11.2008 / 20 Uhr)
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Wie im richtigen Leben lässt sich hier und dort die Sonne blicken ­ auch ist die Stimmung im Schatten nicht zwingend übel. Mit dabei im umfassenden Grau: Silver Jews, Cloud Cult und Smog.

Was ist Musik

Unverwechselbare Antiklimaktiker – David Berman, Bill Callahan

(05.08.2019 / 21 Uhr)
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Mindestens so unverwechselbar wie Callahan ist David Berman. Nach seiner glorreichen Zeit mit den Silver Jews bringt er jetzt ein Album mit einer neuen Band raus. Sie heißt Purple Mountains und gleich im ersten Song reimt Berman Failure auf Australia und Genitalia und wird ill in Illinois.

Freispiel

the 90s

(07.04.2014 / 23 Uhr)
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Breeders, 2Pac, My Bloody Valentine Drum'n'Bass, TripHop, Crossover Shoegaze, BritPop, Postrock, Chemical Brothers, Tricky, Leftfield, De La Soul, the Orb, Tortoise, Mouse on Mars, Silver Jews, Pavement, Modest Mouse, Magnetic Fields, Neutral Milk Hotel, Queens of the Stone Age, Felt, Saint Etienne

Zimmer 4 36

Stephen Malkmus + Pavement + the Jicks

(16.03.2014 / 14 Uhr)
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Seit 25 Jahren macht Stephen Malkmus Musik. Zunächst mit Pavement und den Silver Jews. Inzwischen hat er sechs Alben mit seiner aktuellen Band den "Jicks" aufgenommen. Das letzte "Wig Out At Jagbags" war vor 2 Monaten unsere Platte der Woche.

Was ist Musik

Zur aktuellen Lage

(08.03.2009 / 20 Uhr)
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Außerdem erinnern wir an den englischen Jazz-Rock-Musiker Ian Carr und wundern uns über das seltsame Ende der Silver Jews. Starring: David Byrne, Antony, Horace Andy, Barbara Morgenstern, Amy Rigby & Wreckless Eric, Ryoji Ikeda, Massive Attack, Momus, Hot Chip...

ByteFM Magazin

David Berman, Henri Belolo und Nicky Wonder

(08.08.2019 / 10 Uhr)
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Mit nur 52 Jahren ist David Berman gestorben. Der Musiker und Poet wurde vor allem mit seiner Band, den Silver Jews, bekannt. Im Juli veröffentlichte er zum ersten Mal Musik als Purple Mountains. Er spielte lange als Gitarrist von Beach Boy Brian Wilson, machte aber auch Musik mit seiner Band The Wondermints: Nicky Wonder ist mit 59 Jahren gestorben.

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