David Axelrod
David Axelrod auf dem Cover seines 1975er Albums „Seriously Deep“
David Axelrod (*17. April 1931, in Los Angeles – 5. Februar 2017, gestorben in Burbank, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Arrangeur, Komponist und Produzent in den Genres Soul-Jazz, Fusion und Funk, der durch seine Arbeit mit dem Soulsänger Lou Rawls und dem Jazz-Saxofonisten Cannonball Adderley bekannt wurde und ab 1968 mehrere Schallplatten unter eigenem Namen herausbrachte. Bekannt für seinen opulenten Sound und pompöse Orchestrierung wurde seine Musik später von HipHop-Künstler*innen wie Lauryn Hill, De La Soul und Dr. Dre gesampelt.
Der früh musikbegeisterte David Axelrod wuchs im armen Stadtteil South Central auf. Er war oft Gast in den lokalen R&B- und Jazzclubs, studierte Musik und fand danach Arbeit als Drummer und Arrangeur. 1959 produzierte er das Album „The Fox“ des Jazzmusikers Harold Land. 1963 stieg er als leitender Produzent beim Label Capitol Records ein und arbeitete äußerst erfolgreich als Produzent für Lou Rawls und Cannonball Adderley, dessen Jazz-Hit „Mercy, Mercy, Mercy“ in die US-Pop-Charts einstieg. 1968 komponierte er für die Psych-Rock-Band The Electric Prunes zwei Alben. Fast zeitgleich veröffentlichte er die eigenen, bekanntesten Jazz-Fusion-Alben „Song Of Innocence“ und „Songs Of Experience“, die vom Werk des englischen Dichters William Blake inspiriert waren. In den 70er Jahre nahm er Alben der Jazzmusiker Joe Williams und Gene Ammons auf und schrieb Dutzende Lieder für die „Sesamstraße“ mit. Sein 1975er Album „Seriously Deep“ war lange vergriffen und erfuhr späten Ruhm als Sample-Fundgrube für Mobb Deep, Black Eyed Peas und andere. 2007 erschien es in einer digitalen Neuauflage.
Nachdem sein Sound in den 80er Jahren an Popularität einbüßte nahm sich David Axelrod eine längere Auszeit. 1993 brachte er das Album „Requiem: The Holocaust“ heraus, im Laufe des Jahrzehnts wurden andere Künstler*innen wie etwa DJ Shadow oder Dr. Dre auf ihn aufmerksam und sampelten seine Musik. 2001 erschien sein selbstbetiteltes letztes Album. Im März 2004 trat er mit Richard Ashcroft bei einem Konzert in der Royal Festival Hall im Rahmen eines Festivals auf. Schon damals sprach er über seine angeschlagene Gesundheit. 2017 erlag er einer Krebserkrankung.
David Axelrod im Programm von ByteFM:
All Samples Cleared!?
A Divine Image.
Mono/Poly
Spiritualität
Hello Mellow Fellow
Kutiman – „6am“ (Rezension)
Me Myself & Why
Song und Form
mit Frank Witzel
Aaron Frazer – „Into The Blue“ (Album der Woche)
Sounds Outta Range
Out Of Spectrum
60minutes
Groovie Shizzl
60minutes
Kontrabass
The Great Gig In The Sky