Jen Cloher

Jen Cloher Jen Cloher ist eine Singer-Songwriterin aus dem australischen Adelaide (Foto: Four Artist)

Jen Cloher (geboren am 9. Oktober 1973 in Adelaide, Australien) ist eine australische Sängerin und Songwriterin. Ihr Debütalbum „Dead Wood Falls“ ist 2006 über Shiny Records (Amy Millan, Bit By Bats, Dinosaur Jr.) aus Melbourne erschienen.

Jen Cloher spielt eindringlichen, geradlinigen Rock ‘n’ Roll zwischen Punk, Folk, Blues und Shoegaze. Die Musik nutzt sie dabei sowohl zur Verarbeitung persönlicher Themen – auf ihrem zweiten Langspieler „Hidden Hands“ von 2009 befasste sie sich beispielsweise mit der Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter – als auch zur Thematisierung gesellschaftlicher Sachverhalte und Probleme. Ein besonderes Anliegen ist ihr dabei die Gleichbehandlung queerer und rassifizierter Menschen. Geboren und aufgewachsen ist Jen Cloher als Tochter einer Māori-Mutter und eines weißen Neuseeländers im südaustralischen Adelaide. Sie studierte in Sydney Schauspiel und fing parallel an, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Anfang der 2000er erschienen erste EPs der Musikerin, bevor sie 2006 mit ihrer Band Jen Cloher & The Endless Sea ihren kritisch gefeierten Debütlangspieler „Dead Wood Falls“ veröffentlichte. Nach dem Release der zweiten LP „Hidden Hands“ gründete Cloher mit ihrer damaligen Lebensgefährtin, der Indie-Rock-Musikerin Courtney Barnett, das Label Milk! Records. Dort veröffentlichte sie in der Folge Kritiker*innenlieblinge wie „In Blood Memory“ von 2012 und ihr selbstbetiteltes viertes Album aus dem Jahr 2017. Auf beiden Platten war ihre Partnerin Courtney Barnett an der Leadgitarre zu hören. Für „Jen Cloher“ hat sie sich zudem die Unterstützung des US-Singer-Songwriters Kurt Vile geholt.

Im November 2022 erschien mit der Single „Mana Takatāpui“ ein Vorbote zu Clohers Langspieler „I Am The River, The River Is Me“ von 2023. Das Wort „ Takatāpui“ entstammt einer Sprache der Māori und hat eine ähnliche Bedeutung wie LGBTIQ+.



Jen Cloher im Programm von ByteFM:

Zimmer 4 36

Jen Cloher & Freunde

(05.10.2017 / 14:00 Uhr)
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Zimmer 4 36 - Jen Cloher & Freunde
Jen Cloher lebt in Melbourne, ist Mitte 40 und macht seit 15 Jahren Musik. Sie ist die Ehefrau einer anderen australischen Musikerin: Courtney Barnett, die auf dem neuen Jen-Cloher-Album auch mitspielt. „Jen Cloher“ heißt auch die Platte. Singer-Songwirter-Gitarrenmusik, eindringlich, authentisch, toll. Bild: Cover „Jen Cloher“ von Jen Cloher

Jen Cloher: 100 großartige Songs australischer Musikerinnen

Von ByteFM Redaktion
(28.12.2017)
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Jen Cloher: 100 großartige Songs australischer Musikerinnen
Jen Cloher versammelt das Who's Who australischer Musikerinnen in einer Playlist (Foto: Four Artists) Jen Cloher hat eine Ode an die musikalische Vielfalt ihrer Heimat veröffentlicht: Eine umfangreiche Spotify-Playlist, zusammengesetzt aus 100 hörenswerten Songs von australischen Musikerinnen. // Im vergangenen Oktober hat Ruben Jonas Schnell Jen Cloher in seiner Sendung Zimmer 4 36 porträtiert. Mitglieder in unserem Förderverein Freunde von ByteFM können die Sendung in unserem Archiv nachhören. Jen Clohers Playlist „100 Songs By Australian Women You Need To Know“ könnt Ihr Euch hier anhören:

ByteFM Session #243: Jen Cloher

Von ByteFM Redaktion
(22.02.2018)
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ByteFM Session #243: Jen Cloher
Jen Cloher (links) und ByteFM Moderatorin Jessica Hughes Im vergangenen Jahr veröffentlichte Jen Cloher ihr viertes Album. Darauf zu finden: reduzierter, geradliniger Rock, mit dem die australische Künstlerin die Nische zwischen Blues, Shoegaze und Classic Rock ausfüllt. Ihre Songs handeln nicht nur von ihrem eigenen Leben, vom Gefühl der Isolation und Einsamkeit - sie greift ebenso globale Themen und Probleme auf, die sie bewegen, und offenbart ihre persönlichen Gedanken dazu. Gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin und Bandkollegin Courtney Barnett betreibt Jen Cloher außerdem das Label Milk!, das sich ganz der Musikförderung ihrer Stadt Melbourne verschrieben hat. Im Interview mit unser Moderatorin Jessica Hughes sprach sie über die zahlreichen talentierten Künstlerinnen ihrer Heimat (die Cloher auch in einer umfangreichen Spotify-Playlist versammelt hat). Außerdem hatte Jen Cloher ihre Gitarre im Gepäck – um eine nahezu balladeske Version ihres Riot-Punkers „Strong Woman“ darzubieten. Oder wie sie selbst sagte: „a little bit smoother“. Der Song ist Teil ihres selbstbetitelten aktuellen Albums, das im August 2017 auf Milk! Records erschienen ist.

Denkmal für die queere Māori-Community: „Mana Takatāpui“ von Jen Cloher

Von ByteFM Redaktion
(18.11.2022)
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Denkmal für die queere Māori-Community: „Mana Takatāpui“ von Jen Cloher
Jen Cloher veröffentlicht im März 2023 das Album „I Am The River, The River Is Me“ (Foto: Marcelle Bradbeer) Mit der Veröffentlichung der Single „Mana Takatāpui“ hat die australische Singer-Songwriterin Jen Cloher ein neues Album angekündigt. „I Am The River, The River Is Me“ erscheint im März 2023 und ist Clohers erster Longplayer seit fünf Jahren. Den Songtitel wurde einer indigenen neuseeländischen Sprache entleht. „‚Takatāpui‘ ist das Māori-Wort für hingebungsvolle gleichgeschlechtliche Partner*innen“, erklärt Cloher. „Nach westlichem Verständnis ist eine Person, die sich als Takatāpui identifiziert, eine schwule, lesbische, bisexuelle oder Transgender-Māori-Person. Takatāpui wird heutzutage als Antwort auf die westliche Konzeption von ‚Sexualität, Geschlecht und entsprechenden Identitätsausdrücken‘ verwendet.“ Auf das Wort war Cloher, selbst Kind einer Māori-Mutter, gestoßen, weil sie im Internet nach dem Māori-Wort für „queer“ suchte. Als Jen Cloher das Wort erstmals aussprach, war da sofort „ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, als ob eine Frage beantwortet worden wäre. Mir wurde warm in der Brust, ich war voller Stolz. [...] [I]ch vermute, dass die Māori vor der Kolonisierung nicht dieselben Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität hatten wie das England von Königin Victoria. Das Christentum kam mit der Kolonialisierung. Die Missionare führten die Konzepte der Körperscham, der sexuellen Unterdrückung ein und die geschlechtliche Binarität.“ Dabei brandmarkten sie „den weiblichen Menstruationszyklus als unrein und Homosexualität als Perversion“. Unseren Track des Tages versteht Cloher deshalb als Hommage an ihre Leute, „an die takatāpui, die jeden Tag aufstehen und sich der Unterdrückung widersetzen, allein schon durch ihre bloße Existenz“. Das Album „I Am The River, The River Is Me“ von Jen Cloher erscheint am 3. März 2023 auf dem Label Marathon Music Group. Der als Vorabsingle daraus ausgekoppelte Song „Mana Takatāpui“ ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

ByteFM Magazin

am Nachmittag: Jen Cloher & Gus Dapperton zu Gast bei Jessica Hughes

(21.02.2018 / 15:00 Uhr)
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Die australische Singer-Songwriterin Jen Cloher aus Melbourne macht ihr eigenes Ding. Gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Courtney Barnett betreibt sie das Label Milk! Records. Neben der Musik ist Jen Cloher außerdem politisch aktiv und setzt sich für die Rechte von Künstler*innen und Frauen ein. Letztes Jahr veröffentlichte Jen Cloher ihr viertes, selbstbetiteltes Album. Darauf zu finden: reduzierter, geradliniger Rock, mit dem sie die Nische zwischen Blues, Shoegaze und Classic Rock ausfüllt. Ihre Songs handeln nicht nur von ihrem eigenen Leben, vom Gefühl der Isolation und Einsamkeit oder Fernbeziehungen. Sie greift ebenso globale Themen und Probleme auf, die sie bewegen und offenbart ihre persönlichen Gedanken dazu. Somit fängt Jen Cloher mit ihrem aktuellen Album den Zeitgeist unserer postmodernen Welt ein, ohne dass es ihre eigentliche Absicht war. Jen Cloher ist zurzeit auf Tour durch Deutschland, präsentiert von ByteFM:

ByteFM Magazin

Jen Cloher zu Gast

(22.06.2023 / 14:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - Jen Cloher zu Gast
Die Sängerin und Songwriterin Jen Cloher wurde 1973 als Kind einer Māori-Mutter und eines weißen Neuseeländers im südaustralischen Adelaide geboren. Heute lebt sie auf nicht abgetretem (indigenem) Land der Wurundjeri in Melbourne. Cloher setzt sich gegen die Unterdrückung von indigenen, rassifizierten sowie queeren Menschen ein. Ihre Musik ist somit nicht nur künstlerischer Ausdruck, sondern auch Medium ihres Aktivismus. Cloher selber identifiziert sich als Takatāpui. Das Māori-Wort hat eine ähnliche Bedeutung wie LGBTQI+, grenzt sich jedoch von einer westlichen Konstruktion von Sexualität ab. // Jen Cloher ist derzeit auf Tour in Deutschland. Die beiden Konzerte werden präsentiert von ByteFM: // Vor dem Konzert in Hamburg wird Jen Cloher im ByteFM Magazin zu Gast sein bei Christa Herdering.

One Track Pony

Lou Reeds Erbin?! - Jen Cloher

(22.08.2017 / 14:00 Uhr)
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Die Australierin Jen Cloher wandelt auf ihrem selbst betitelten Album auf den lakonischen Spuren Lou Reeds, zumindest drängt sich dieser Eindruck auf, wenn man ihre reduziert geradlinige Rockmusik hört. Auch Parallelen zu den Breeders oder Larkin Poe sind unverkennbar. Frank Lechtenberg stellt das raue und eigenständige Werk in dieser Stunde One Track Pony vor.

Courtney Barnett: neues Teaser-Video „Tell Me How You Really Feel“

Von ByteFM Redaktion
(13.02.2018)
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Courtney Barnett: neues Teaser-Video „Tell Me How You Really Feel“
2017 war ein gutes Jahr für Courtney Barnett: Die australische Songwriterin und Gitarristin veröffentlichte ein gefeiertes Album mit dem US-amerikanischen Slacker-Virtuosen Kurt Vile (das nicht nur in den ByteFM Jahrescharts der HörerInnen sehr gut abschnitt). Außerdem spielte sie in der Band ihrer ebenfalls außerordentlich talentierten Ehefrau und Label-Partnerin Jen Cloher. Für 2018 scheint Barnett auch weiterhin viel vorzuhaben: In einem neuen, kryptischen Teaser-Video deuten alle Zeichen auf ein neues Album.

Die Welt ist eine Scheibe

Stereo Mind Game

(11.04.2023 / 21:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Stereo Mind Game
Indierock 2.0 mit Musik von neuen Alben des britischen Trios Daughter („Stereo Mind Game“), der Australierin Jen Cloher („I Am The River, The River Is Me“), den Kanadiern The New Pornographers („Continue As A Guest“), den Amerikanerinnen Kate Davis und Blondshell sowie von Kill The Pain, der großartigen gemeinsamen Band von Phoebe Killdeer und Melanie Pain von Nouvelle Vague.

„End Of The Day (Music From The Film Anonymous Club)“: Courtney Barnett kündigt neues Album an

Von ByteFM Redaktion
(12.07.2023)
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„End Of The Day (Music From The Film Anonymous Club)“: Courtney Barnett kündigt neues Album an
Der Longplayer mit 17 Stücken markiert auch das Ende des Labels Milk! Records, welches sie 2012 mit ihrer damaligen Partnerin Jen Cloher gegründet hatte. Das neue Album wird die letzte Veröffentlichung sein, bevor es den Betrieb einstellt.

Courtney Barnett & Kurt Vile - „Lotta Sea Lice“ (Rezension)

Von Sebastian Lessel
(12.10.2017)
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Courtney Barnett & Kurt Vile - „Lotta Sea Lice“ (Rezension)
Das führt die Platte auch in ihre „Cover meinen Song“-Rubrik, die mit insgesamt vier Interpretationen bei neun Stücken nicht gerade schmal geraten ist. Die sind glücklicherweise nicht so schnulzig, wie die Darbietungen in der berüchtigten Unterhaltungsshow und umfassen auch gelungene Überarbeitungen von Barnetts Partnerin Jen Cloher („Fear Is Like A Forest“) und der 90er-Jahre-Dream-Pop-Band Belly („Untogether“).

Die besten Songs 2017

Von ByteFM Redaktion
(04.12.2017)
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Die besten Songs 2017
Jen Cloher – „Analysis Paralysis“

ByteFM Magazin am Abend

Chrome

(18.11.2022 / 20:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von Ofra Haza, Jen Cloher und Gold Panda.

Konzertkalender

She & Chic

(16.06.2023 / 17:00 Uhr)
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Heute u. a. mit Musik von Say She She, Jen Cloher, Built To Spill und Xavier Rudd.

Tracks des Tages

Vereinigte Staaten der gebrochenen Herzen

(19.11.2022 / 17:00 Uhr)
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Die australische Singer-Songwriterin Jen Cloher fand in der Māori-Sprache ihrer Mutter eine queere Identität und hat nach dieser eine neue Single benannt.

80Prozent

… und die lange Reise ins Idiotental

(22.05.2018 / 23:00 Uhr)
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Eine wütende Courtney Barnett, eine starke Jen Cloher, filzige Tarantüla-Stumpfköpfe, ruppiger Gen Pop und für Herz und schwache Nerven ein wiedererwachter Frankie Stubbel Stubbs – alle müssen mit bei der Reise ins Idiotental, wo der gute alte GUZ schließlich eine komische Wolke aus der Röhre kommen sieht.