John Maus

John Maus John Maus (Foto: Shawn Brackbill)

John Maus (*23. Februar 1980) ist ein US-amerikanischer Sänger, Komponist und Musiker. Der Lo-Fi-Synth-Pop-Künstler arbeitete unter anderem mit seinem Kommilitonen Ariel Pink und der Band Animal Collective zusammen.

An der Universität studierte John Maus klassische Komposition und wurde erst durch seinen Mitstudenten Ariel Pink zur Popmusik gebracht. Erkennbar sind in Maus' Kompositionen Einflüsse der Kirchentonarten, aber auch David Bowie, Scott Walker, New Wave und Goth sind Teil der ästhetischen Textur der visuellen und musikalischen Inszenierung.

Während die ersten beiden Alben, die John Maus 2006 und 2007 auf dem Indie-Label Upset the Rhythm veröffentlichte, überwiegend sehr negatives Feedback erfuhren, avancierte er zum Kritikerliebling, seit er bei Ribbon Music veröffentlicht. Sein erstes Album bei der neuen Plattenfirma ist „We Must Become the Pitiless Censors of Ourselves“ von 2011, auf dem er stärker als zuvor eine von textlichen und klanglichen Widersprüchen geprägte Atmosphäre evoziert. Nach einer sechsjährigen Pause, in der John Maus seinen Doktor in politischer Philosophie machte, erschien 2017 das Album „Screen Memories“, das wie der 2018er-Nachfolger „Addendum“ von selbstgebauten Modular-Synthesizern geprägt ist.



John Maus im Programm von ByteFM:

Neue Platten: John Maus - "A Collection of Rarities and Previously Unreleased Material"

Von Marie Glassl
(21.07.2012)
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"Ich ist ein anderer", sagt Arthur Rimbaud und Jacques Lacan, ihn zitierend: "Das Ich ist nicht das Ich." Das passt auch auf John Maus, der sich nicht nur mit Jacques Lacan, sondern auch mit Zitaten sehr gut auskennt. Die hat er nämlich zum Motto seines Schaffens und seiner Musik erhoben. Wenn man so wollte, könnte man ihn durchaus als den Bob Dylan der Post-Post-Moderne bezeichnen; in gewisser Hinsicht steht Maus' Musik in der Nachfolge des Mannes, der sich selbst nicht auf eines festlegen lassen wollte, der für sein Schaffen aus den unterschiedlichsten Tiegeln und Inspirationen schöpfte, auslieh, zusammenbastelte, manchmal auch ganz unverblümt klaute. Und damit häufig das zusammenführte, was augenscheinlich nicht zusammenpasst. Obwohl "nicht zusammenpassen" eine Wortkonstruktion ist, die es in Maus' Universum nicht zu geben scheint - in seinen musikalischen Werken verbindet er ganz schamlos und ohne den leisesten Anflug von schlechtem Gewissen verpönten Schmalz-Pop à la Modern Talking mit hippen Klängen, die in Richtung Suicide oder Joy Division verweisen. Um Todd Haynes zu bemühen: "There he lay: poet, prophet, outlaw, fake, star of electricity". Ja, das geht und zwar alles zugleich. Nicht umsonst ist John Maus neben seiner anspruchsvollen und ausfüllenden Rolle als eklektischer Liebling einer Szene, die die teilweise geschmacklose Diversität der 80er nicht (nur) billig, sondern (auch) spannend findet, Gelegenheitsdozent für Philosophie. Sein Faible für dekonstruktivistisch-psychoanalytische Theorien vereint er in seiner Musik mit überladenen und überlappenden Wellen aus Synthie- und Keyboardklängen. Echt und falsch, gut und schlecht, cool und uncool - solche festgelegten und einfachen Gegensatzpaare gibt es bei John Maus nicht, oder sie werden schlicht "weg-inakzeptiert". Auch diejenigen, von denen er sich inspirieren lässt, lassen sich oft nicht problemlos so kategorisieren: echt wie Nick Cave? Cool wie Depeche Mode? Klingt komisch. Und bestimmt lassen sich Musikern wie der Space Lady, die immer mit Wikingerhelm herumlief, positive Seiten abgewinnen. Auch John Maus selbst könnte man in jede dieser Kategorien stecken: Der Mann mit dem Tiernamen zerstückelt und verwurstet alles, schafft es aber, über die Ebene des bloßen Zitats hinauszutreten, und daraus ein ganz eigenes, vielseitiges Mosaik zu bilden. Maus stapelt viele, manchmal grundverschiedene Schichten übereinander und verzerrt sie damit so lange, bis sie etwas anderes, eigenes ergeben. Um in den philosophisch-psychoanalytischen Termini von Maus' Vorbildern zu sprechen: die einzelnen zerstückelten Einflüsse verbinden sich in der Musik zum individuellen Ich, zum Subjekt John Maus - der das Ergebnis seiner Inspirationen ist, so wie das Kind sich im Spiegel als "Ich", als aus den einzelnen Körperteilen bestehendes Ganzes erkennt. Zeigen Maus' Live-Auftritte doch, wie gut er als perfektes Beispiel des Narzissten geeignet ist, exzentrisch, mit sich selbst beschäftigt, das eigene Selbstbild zur Wirklichkeit erhebend. Aber seine Musik ist mehr als die bloße Summe ihrer Einzelteile. Und so ist auch das neue Album "A Collection of Rarities and Previously Unreleased Material" mehr als nur eine Zusammenwürfelung der einzelnen, über die Jahre angesammelten, aber unveröffentlichten Songs. Zwar lassen sich in den Stücken sehr deutlich die musikalischen und philosophischen Stileinflüsse heraushören. Wenn man aber den Versuch aufgibt, herauszufinden, an welche Stelle aus welchem Joy-Division-Song einen die Millisekunde Maus gerade erinnert, tritt eines ganz deutlich aus Klang und Text hervor: der individuelle Künstler John Maus. Bringt Sigmund Freud mit der Betrachtung der unbewussten und verdrängten unsozialen Vorgänge des Menschen das Unbehagen in der Kultur zurück, dann bringen John Maus' Songs das Unbehagen und Unbehagliche in der Musik zum Vorschein. Unheimlich wabern die Synthesizer durch die Songstruktur, geisterhafte Klangschemen verbinden sich zu einem Soundbrei, aus dem schwerlich die einzelnen Sounds und Rythmen herausgefiltert und voneinander getrennt werden können. Diese düstere Stimmung wird durch die wenigen, aber effektiv eingesetzten Texte noch verstärkt. Scheint es zunächst seltsam, dass ein Mann mit so vielen Hintergründen hinter seiner Musik oft mit so wenigen Worten auskommt, so liegt vielleicht gerade darin das Geheimnis des Unheimlichen in Maus' Stücken. Der Text geistert durch die kalten Elektronik-Sounds; in tiefem Bariton vorgetragen, daramatisch betont und häufig wiederholt, nutzt Maus seine Stimme und Repetitivität, um eine manische, verfolgende Stimmung zu erschaffen - wir können uns dieser Musik nicht entziehen. Wollen wir aber auch gar nicht. Auch auf "A Collection of Rarities and Previously Unreleased Material" schafft John Maus es wieder einmal, zu begeistern und zu fesseln. Schon der Openener "North Star" begeistert mit glockenhaften Synthies und Tuschs und kommt mit weniger als zwei Zeilen Text aus. Und so geleiten uns Maus' dunkle Gefühle und Ideen durch das gesammte Album und belehren uns über die Regeln des Lebens: "Don't lie. When Im asking for the truth, you got to say it. Don't tell me when it hurts, 'cause I won't care. You got to pay the price for what you are. Yeah, that's the law". John Maus verstört uns mit dem großartigen "Castles In The Grave" und verpackt seinen "Mental Breakdown" in die schönste elektronische Gruselgeschichte, die wir je gehört haben. Maus fragt sich im zurückhaltenden "The Fear": "What's wrong With me?", singt darüber, "Lost" zu sein und unterlegt "My Hatred Is Magnificent" mit nie endenden Bässen - da überlegt man stark, ob er nicht ironisch die Banalität seiner eigenen Ängste besingt, wenn er in "Big Dumb Man" croont: "A big dumb man is singing about hate and dadness, big dumb man is singing about the fear. A big dumb man, he thinks he's different from the rest of us." Selbst "Angel[s] Of The Night" geraten bei Maus eher zu Angstgestalten als zu Heilbringern, und in "Bennington", eigentlich einem Liebeslied, lässt er die Geliebte mit den Zeilen "I still love the girl. Time and time again, I see her in my dreams" auch unsere Träume verfolgen. Der älteste Song, "Fish With Broken Dreams", erinnert an klassische Musik, hat etwas opereskes, der Klangnebel entdichtet sich ein wenig, und entlüftet einen der schönsten Songs des Albums. "No Title (Molly)" beweist schon im Titel noch einmal, dass alles beeinflusst und zusammengesetzt ist. Auch wenn wir angeben, uns auf nichts zu beziehen, sind unsere (musikalischen) Produkte immer Ergebnis von Beeinflussungen. Das mag gruselig anmuten, ist aber halb so emotional-verzweifelt oder Gothic-lastig wie es erscheint, dafür sorgt die kalte, anonyme Instrumentierung. Das Ganze ist weniger eingängig und einfach als auf "We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves", wächst dadurch jedoch nur noch mehr, und ist eben immer noch Popmusik und will auch nichts anderes sein. Und so verspricht uns John Maus mit seinem letzten Song: keine Sorge, denn "I Don't Eat Human Beings"! Das Album wächst beim Hören und will gehört werden - auf das jedem selbst eine eigene, individuelle Erfahrung aus diesem (Hör-)Erlebnis entwachsen möge.

Signierte Schallplatte und CD von John Maus zu gewinnen

Von ByteFM Redaktion
(20.12.2011)
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John Maus (©Jennifer Juniper Stratford) Bis vor nicht allzu langer Zeit war John Maus besser bekannt als Kernmitglied von Ariel Pink's Haunted Graffiti und als Keyboarder für Animal Collectives Panda Bear, bis er sich als Musiker mit einem ganz eigenen Sound hervortat. Fast gänzlich elektronisch zieht Maus seinen Sound aus Synthies, einem Drumcomputer, einem Bass und seinem beeindruckenden Gesang, der sich irgendwo zwischen Ian Curtis, Calvin Johnson und David Bowie einpendelt. "We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves", John Maus' drittes und aktuelles Album, ist ein manisches Meisterwerk des Lo-Fi, das süchtig machende Melodien, emotionale Texte und träumerische Soundlandschaften zu eindrucksvollen Effekten zusammenzieht. Durchtränkt von intensiver Nostalgie vertont Maus verlorene Romantik und Sehnsucht. In Kooperation mit Cargo Records verlost ByteFM exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins "Freunde von ByteFM" jeweils eine signierte Vinyl- und CD-Ausgabe des aktuelle Albums von John Maus. Die Vinyl kommt in schickem Dunkeltürkis daher. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns einfach bis zum 23.12. eine Mail mit dem Betreff "Maus" und Eurer vollständigen Postanschrift an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail. // JOHN MAUS - Believer (Official Video) from Upset The Rhythm on Vimeo.

John Maus unterzieht Psychedelic-Popper Ariel Pink einer Psychoanalyse auf Twitter

Von Philipp Rhensius
(16.12.2014)
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John Maus Der US-amerikanische Musiker John Maus ist eine der interessantesten Figuren der breitenuntauglichen Popmusik. Seine Musik, eine Mischung aus transzendentalem Lo-Fi-Pop und entschleunigtem Postpunk, ist sowohl von seiner Intellektualität als auch von seiner Exzentrik als hyperaffirmativer Selbstdarsteller geprägt. Sein neuester Coup ist ein Twitterpost über seinen ehemaligen Musikerkollegen und New-Weird-America-Vertreter Ariel Pink, den er darin einer Psychoanalyse unterzieht. Pink, so schreibt Maus, sei kein Frauenfeind, sondern "ein Nyphomane, ein kleines Mädchen, ein Hund etc." Weiterhin seien die Anschuldigungen gegen Pink falsch, da sie eine wichtigere und größere Wahrheit verbergen würden. "Was er verteidigt, sind die zahllosen Queers, die von der sexuellen Ökonomie genötigt werden, sich in ordentliche Identitäten wie ‚Frau‘ oder ‚Mann‘ einzuordnen." Der Tweet in Form eines Bildes ist auf John Maus’ Twitter-Seite zu lesen.

John Maus – "We Must Become the Pitiless Censors of Ourselves"

Von ByteFM Redaktion
(20.06.2011)
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John Maus – "We Must Become the Pitiless Censors of Ourselves"
John Maus – "We Must Become the Pitiless Censors of Ourselves" (Upset The Rhythm) Unser Album der Woche kommt diesmal von einem auf der Insel Hawaii lebenden Doktor der Politikwissenschaften in spe, mit dem schönen Namen John Maus. Dieser ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, stammt er doch aus dem musikalischen Umfeld von Animal Collective sowie Ariel Pink’s Haunted Graffiti. Für beide war er als Keyboarder, Livemusiker und Mitkomponist tätig. Seine eigenen Konzerte gelten als legendäre Erlebnisse und ähneln eher einer Art grotesk drängelnder Karaokeshow, mit einem von der eigenen Musik besessenen und ekstatischen Künstler. Ein Sohn der 80er Jahre ist der aus Austin, Minnesota, stammende John Maus, das hört man in seinen Lo-Fi-Produktionen immer wieder. Meistens bauen sich die Lieder nach dem gleichen Prinzip zusammen, der einfach gehaltene Rhythmus eines alten Drumcomputers, einer wabbelig tanzenden Basslinie, die so ein leichtes Schwebegefühl zusammenhält. Im Mittelfeld viele von spitz bis sahnige Synthesizermelodien und über all dem ein dunkler, mit viel Hall beschmiert leidender Gesang; meistens tief, eine Art pop-synthetischer Bariton. Das miese, oder sagen wir lieber lo-fiige, Gewand steht dem Ganzen ziemlich gut und man denkt im ersten Moment nicht daran, dass es sich hierbei um aktuelle Aufnahmen handelt. Dieser Stil der Produktion erlebt seit Jahren eine Rückkehr in die Herzen der Hörer. Bei Musikern sind alte Kassettenrekorder wieder genauso gefragt wie z.B. verstimmte Synthesizer. Das Schwingen und die Haare alter Aufnahmen zu rekonstruieren sind eher eine Königsdiziplin als Unwissenheit oder Verweigerung gegenüber Technik. Das kann dann, wie auch auf dem neuen Album von John Maus, ziemlich antiquiert klingen, aber auf wunderbare Weise auch wieder neu und originell. Organisch. Danach sehnen sich die Musiker und die Hörer in einer digitalen Welt. Dieses Album wird sicherlich wieder einmal nicht die großen Massen erreichen, oder sich verkaufen, aber für ein aufgeschlossenes Publikum und unsere Redaktion könnte es eine weitere kleine Offenbarung sein.

John Maus - "Screen Memories" (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(23.10.2017)
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John Maus - "Screen Memories" (Album der Woche)
John Maus - "Screen Memories" (Ribbon Music) Für einen Menschen, der sein letztes Album – frei nach einem großspurigen Zitat des französischen Philosophen Alain Badiou – „We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves“ betitelt hat, ist John Maus ein sich erstaunlich wenig ernst nehmender Typ. Der US-amerikanische Chef-Intellektuelle des Synth-Pop ist zwar Doktor der Philosophie und Connaisseur der Renaissance-Polyphonie, aber auch selbstironischer Pop-Entertainer, der seine Konzerte als punkig-chaotische Karaoke-Shows gestaltet. Auf seinem vierten Album „Screen Memories“ demonstriert Maus erneut, was ihm vom 80er-Jahre-Nostalgie-Einheitsbrei absetzt: Sein spitzfindiges Melodien-Gespür und sein Humor – der so trocken wie seine motorisch-statischen Beats ist. // Maus erlaubt sich auf „Screen Memories“ noch viele weitere kleine Scherze, wie ein verschmitztes „You dirty fucker“ oder eine prollige Football-Metapher über einem depressiven New-Order-Beat. Glücklicherweise hat er bei all dem Zwinkern nicht vergessen, tatsächlich packende Pop-Songs zu schreiben: So kombiniert er im irrwitzigen „Over Phantom“ in treibenden Post-Punk-Tempo paranoide Gesangs-Synkopen mit polyphonen Synthesizern. Und in „Walls Of Silence“ zieht er die tiefen Register seines Gesangs-Organs – und entfaltet mit nur acht simplen Worten die Intensität eines Ian Curtis. Das ist John Maus' große Kunst: Im ersten Moment möchte man schmunzeln, im zweiten ist man seinem Bann verfallen.

TransCentury Update mit Thurston Moore Group, Jane Weaver, John Maus u. a. (Ticket-Verlosung)

Von ByteFM Redaktion
(01.11.2017)
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TransCentury Update mit Thurston Moore Group, Jane Weaver, John Maus u. a. (Ticket-Verlosung)
John Maus, der beim TransCentury Update Festival auftreten wird. // Den Anfang macht Ex-Sonic-Youth-Krachmacher Thurston Moore. Seit dem Ende seiner lärmenden Band macht er nicht weniger spannende Solo-Musik, unterstützt von seiner prominent besetzten Band aus Drummer Steve Shelley (ebenfalls Ex-Sonic-Youth), Bassistin Debbie Googe (My Bloody Valentine) und Gitarrist James Sedwards (Nought). Für einen weiteren Höhepunkt wird John Maus sorgen: Der Synth-Pop-Exzentriker ist für seine extrovertierten Live-Shows bekannt und hat außerdem sein exzellentes Album "Screen Memories" im Gepäck. Auch ansonsten geizt das TransCentury Update nicht mit illustren KünstlerInnen: Die britische Psych-Folk-Zauberin Jane Weaver, die lokalen Wave-Newcomer Fun Fare, der Synth-Pop-Cowboy Alex Cameron, und viele weitere werden im UT Connewitz, dem ältesten Lichtspieltheater Leipzigs, zu Gast sein. // TransCentury Update Festival (mit Thurston Moore Group, Roy Montgomery, Olimpia Splendid, Alex Cameron, Jane Weaver, John Maus, Love Theme, Fun Fare und Midori Takada)

Die besten Alben 2017

Von ByteFM Redaktion
(01.12.2017)
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Die besten Alben 2017
John Maus – "Screen Memories" // John Maus – „Screen Memories“ // John Maus – "Screen Memories" // John Maus – „Screen Memories“ // John Maus – „Screen Memories“. // John Maus - "Screen Memories“

Musik im Kinosaal - das WEEK-END Festival in Köln

Von byteblogadmin
(07.12.2011)
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Am Freitag um 19 Uhr startet das Ganze mit dem New Yorker Künstler Gary War im Foyer des Kinos. Alleine steht ein zotteliger junger Mann auf der kleinen Bühne und beschallt die früh eingetrudelten vielleicht 80 Besucher mit seinem collagenhaften Sound. Dabei kommt beinahe alles aus seinem Sampler, er spielt dazu eine Gitarre, die es rauszuhören gilt und singt in sein Mikrofon, das durch wenigstens 18 Effekte zu laufen scheint. Wirklich unterhaltend ist das nicht. Diese Mischung aus unendlich vielen verspielten und übersteuerten Melodien und dazu diese romantische Ferne in der Stimme und Umsetzung kennt man seit Jahren schon von einem Ariel Pink oder den später am Wochenende noch folgenden John Maus und R. Stevie Moore. Nach guten 25 Minuten ist sein Gastspiel auch schon vorbei. // Als wir den Saal wieder aufsuchen, um das Due Nutti Soundsystem zu probieren, werden wir dessen verwiesen, weil, und dazu gibt es zwei gemunkelte Theorien, entweder der Herr Palminger lieber im Foyer spielen wollte und nicht im Saal, oder aber dass John Maus nicht auffindbar war und die Veranstalter deshalb eine Verzögerung von immerhin 45 Minuten produzieren wollten. Glückbringend die beinahe einzige, sonst lief alles nach Zeitplan. Das Soundsystem kann mich auf jeden Fall eher verschrecken als begeistern. Über John Maus habe ich schon einige Lobeshymnen hier verloren und jetzt endlich kann ich von mir behaupten, ihn live gesehen zu haben. Von der ersten Sekunde an wirbelt der Herr auf der Bühne wie ein Derwisch und wirft mit vollem Körpereinsatz sein Haar durch die Luft. Meine Begleitung meint, er sei ähnlich beängstigend wie ein Peter Steele - Gott hab ihn selig - von Type O Negative oder aber ein Faust-Sänger mit Kettensäge auf der Bühne. John Maus ähnelt einem Jürgen Drews der Spex-Leser auf dem hiesigen Ballermann. Er brüllt zu Vollplayback in sein Mikro und schlägt sich dabei wie ein Silberrücken auf die weiche Brust. Der Durst nach Resonanz, das Einfordern von Widerstand aus dem Publikum. Diese aggressive Art von Romantik kann jemanden sofort packen und zum Mitmachen animieren oder eben verstören. Ich selber kann mich entladen an diesem Erguss und später gut einschlafen. Danke John. // Zu guter Letzt an diesem Abend noch ein Konzert im Foyer. Ein Mann im Wollpulli hat sich hinter den Turntables aufgebaut und mit einem Mikrofon bewaffnet. James Pants legt mit seinem Computer auf und tanzt dazu ausdrucksvoll unschön, schnaubt mit gepresster Stimme dazu mit und schlägt auf sein Octapad im Rhythmus oder eben daneben. Eine ziemlich eigenwillige Art der Darbietung, geht die Musik doch auch teilweise (wenn es sich um seine eigenen Stücke handelt) in Richtung der schon gesehenen Gary War oder aber John Maus. Es macht uns Spaß, ihm zuzusehen, keine Ambitionen sondern ein einfaches Gehenlassen. Das Publikum saugt ihn und sein Programm auf. Das liegt auch daran, dass er eine Art Mashup spielt, in dem er auch Klassik einbaut, gepaart mit Drone oder Big Beat. Ein schöner Abschluss für den Abend und für mich bei diesem Festival.

Die besten Songs 2017

Von ByteFM Redaktion
(04.12.2017)
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Die besten Songs 2017
John Maus – "Teenage Witch". // John Maus – "Find Out"

taz.mixtape

Zugezogen Maskulin, St. Vincent, John Maus, Rodrigo González, Tyshawn Sorey, Mogwai

(03.11.2017 / 17:00 Uhr)
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Dr. Freud trifft Dr. Avalanche: Julian Weber empfiehlt "Screen Memories", das neue Album des US-Synthpop-Künstlers John Maus. Eine raffinierte Melange aus Synthetiksounds, Geistesblitzen, Zitaten und Spielereien mit der Technik.

Presseschau 02.07.: The Doors und Musik für kalte Tage

Von ByteFM Redaktion
(02.07.2011)
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John Maus hingegen ist ein „Popstar neuer Ordnung“, wenn man der taz Glauben schenkt. Und so einfach ist es nicht, diesen Typus zu beschreiben. „Wahlweise wird John Maus [in der Blog-Welt] als führender Vertreter eines seit kurzem rumorenden Gothic-Revivals einsortiert, oder als hemmungsloser Synthie-Kitsch-Apologet und Retro-Fanatiker“, schreibt Andreas Hartmann in seinem Artikel. Ein Album aus der Referenzhölle, aber doch toll, lautet das Fazit. Wir mochten die Platte übrigens auch sehr.

ByteFM Halbjahrescharts 2011

Von ByteFM Redaktion
(01.07.2011)
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2. John Maus / Believer // Upset The Rhythm // 3. John Maus / We Must Become the Pitiless Censors Of Ourselves // Upset The Rhythm

Pharmacy

(18.07.2012 / 18:00 Uhr)
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"A Collection of Rarities and Previously Unreleased Tracks" - so nennt John Maus seine unlängst veröffentlichte Songsammlung. Ha! Als wäre nicht die ganze Musik von ihm eine reine Raritätensammlung. Wir hören gerne rein. Außerdem gibt es in der heutigen Ausgabe Musik von einem Mann namens Lawrence Arabia (zumindest nennt er sich so), neues von John Maus' ehemaligem Kollegen Ariel Pink, The Afghan Whigs covern Frank Ocean und Viktoria Bergsmann alias Taken By Trees ist auch dabei. Bis gleich!

Die ByteFM Jahrescharts 2011

Von ByteFM Redaktion
(02.01.2012)
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John Maus „We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves“ // John Maus "Quantum Leap"

Tickets für das Week-End Fest

Von ByteFM Redaktion
(23.11.2011)
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Musik, Film und Kunst vereint das Week-End Fest vom 02. bis 04.12. im ehemaligen UFA Filmpalast in Köln. Die Veranstalter haben ein spektakuläres Programm zusammengestellt - wo kann man sich schon in altehrwürdiger Atmosphäre Filmklassiker wie "Zwei Glorreiche Halunken" oder "Der Zauberer von Oz" ansehen, nur um sich kurz danach auf einem Konzert von Thurston Moore, DIY-Gott R. Stevie Moore, John Maus oder Jacques Palmingers Due Nutti Soundsystem wiederzufinden? Und falls Euch dabei unverständlicherweise mal langweilig werden sollte, könnt Ihr Euch im Palastfoyer bei Kunst- und Modeausstellungen die Zeit vertreiben. Und das sind nur einige der Highlights. Hier das vollständige Programm des Week-End Fests: 02.12.11: Musik: Gary War, High Places, Roedelius/Schneider, Jochen Distelmeyer, Jacques Palminger & Due Nutti Soundsystem, John Maus, Michael Mayer.

Scott Walker: Popstar, Genie und Klang­weltenforscher

Von Volker Kindt
(15.04.2016)
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Scott Walker: Popstar, Genie und Klang­weltenforscher
Interessant wurde es Anfang der 60er, als Scott Walker Bassist einer Band wurde, die es bald zu Weltruhm bringen sollte – unter dem Namen The Walker Brothers. Zusammen mit seinen „Brüdern“ John und Gary Walker (John Maus und Gary Leeds) veröffentlichte er fünf Alben in nur vier Jahren ihres Bestehens. Hits wie „The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore“ oder „Make It Easy On Yourself“ sind heute noch bekannt. Als Leadsänger gerade bei den Hits war es für Scott Walker nach dem Split der Band leicht, eine Solokarriere zu starten.

ByteFM Magazin

Kelsey Lu, John Maus, 5K HD

(23.09.2019 / 19:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von Twin Peaks, 10cc und The KutiMangoes.

Zimmer 4 36

Minks, Maus und Mäuse

(08.12.2013 / 14:00 Uhr)
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Zimmer 4 36 - Minks, Maus und Mäuse
Heute im Zimmer 4 36: Musik von Minks, John Maus und den Mäusen aus Österreich. Textlich gibt es bei der Musikzusammenstellung eher düstere Aussichten. Seichte Pop-Klänge halten aber die Waage.

Zimmer 4 36

Maus, King, Beck und Fever

(30.11.2017 / 14:00 Uhr)
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Im Zimmer 4 36 holen wir heute verspätet zwei Alben der Woche nach, die es bisher noch nicht (ausgiebig) in diese Sendung geschafft haben: „The Ooz“ von King Krule und „Screen Memories“ von John Maus. Dessen Namensvetter war übrigens Teil der Walker Brothers.

World Brain – „Peer 2 Peer“ (Rezension)

Von Marius Magaard
(11.04.2019)
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World Brain – „Peer 2 Peer“ (Rezension)
Auf „Peer 2 Peer“ bringt Ufo diese Einsen-und-Nullen-Utopie zum Tanzen. Die Vorab-Single „Network“ ist ein irrwitziges Instrumental, angetrieben von Haken schlagenden Gitarren-Riffs, immer wieder verklärt von blubbernden Videospiel-Sounds. Die Casio-Keyboard-Klänge von „Made U Cry“ ergänzen sich ideal mit der allgegenwärtigen Nostalgie. „Bubble Tea“ ist verschmitzt groovender Weird-Pop, irgendwo zwischen Wham! und John Maus. Und plötzlich beginnt der Computer zu swingen.

ByteFM Mixtape

Abgehört von Spiegel Online

(01.08.2012 / 12:00 Uhr)
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John Maus: A Collection of Rarities

Die ByteFM Jahrescharts 2017

Von ByteFM Redaktion
(29.12.2017)
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Die ByteFM Jahrescharts 2017
15. John Maus - Screen Memories

Presseschau 20.06.: Wetten dass...? ohne Gottschalk ist wie...

Von ByteFM Redaktion
(20.06.2011)
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Auf Spex Online rezensiert Jens Balzer die neue Platte von John Maus – „We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves“, welches dieser Tage erscheint. Übrigens: Eben jenes Werk ist auch unser aktuelles Album der Woche . Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin einen Song hieraus.

ByteFM Mixtape

Spex

(12.02.2010 / 12:00 Uhr)
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ByteFM Mixtape - Spex
Das Spex-Mixtape sendet auf einem neuen Sendeplatz. Alle vier Wochen stellt die Spex-Redaktion Freitags aktuelle und zukünftige Neuerscheinungen vor, nur ab sofort eine Stunde früher: Die neue Sendezeit ist jetzt um 12 Uhr. In der nächsten Ausgabe des Spex-Mixtapes stimmt Online-Redakteur Walter W. Wacht auf die Künstler der am 19. Februar erscheinenden Spex-Ausgabe #325 ein: Gespielt werden neue Stücke von u.a. Joanna Newsom, Gonjasufi, John Maus, den Gorillaz, Yeasayer und Danton Eeprom.

Hidden Tracks

No Sense of Sin

(06.12.2017 / 22:00 Uhr)
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Hidden Tracks - No Sense of Sin
Starring: U.a. Belgian Wave Tapes, Italo Disco (Legacy), DAF, John Maus, A Certain Ratio und The Lotus Eaters.

Zimmer 4 36

Weird Moons und Elektro Lo-Fidelity

(01.03.2015 / 14:00 Uhr)
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Meine Neuentdeckung der Woche ist der Kalifornier Jack Name und sein neues Album „Weird Moons“ - klanglich verwandt mit der Musik von John Maus und Ariel Pink – beide kommen heute im Zimmer 4 36 auch zu Wort.

Hidden Tracks

Uneven Paths

(25.07.2018 / 22:00 Uhr)
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Hidden Tracks - Uneven Paths
Dabei auch Micha Phonem's Plattenpolytour und Aktuelles von z.B. John Maus und Vinyl Williams.

Neuland

(27.10.2017 / 13:00 Uhr)
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Er hat einen Doktortitel in politischer Philosophie, experimentiert mit Vorliebe mit Synthesizern und ist fasziniert vom Ende der Zeit: John Maus. "Screen Memories" heißt sein neuer Longplayer, unser ByteFM Album der Woche.

ByteFM Magazin

am Abend mit Diviam Hoffmann

(30.08.2017 / 19:00 Uhr)
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Außerdem gibt es Neues von John Maus. Er hat ein neues Album nach sechs Jahren angekündigt – bei uns hört Ihr Musik daraus.

Neuland

mit Patrick Ziegelmüller

(24.06.2011 / 13:00 Uhr)
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Patrick Ziegelmüller präsentiert die wichtigsten neuen Alben der Woche: John Maus, The Antlers, Yacht und Black Lips sind nur einige davon!