Scott Walker

Scott Walker Scott Walker

Scott Walker (9. Januar 1943 - 22. März 2019) war ein US-amerikanischer Sänger. Nach Erfolgen Mitte der 1960er mit The Walker Brothers schlug der Künstler eine Solokarriere ein, die ab 1995 stark eine experimentelle Prägung hatte. Die Plattenfirma 4AD, bei der Scott Walker seit 2006 veröffentlichte, machte am 25. März 2019 öffentlich, dass Walker im Alter von 76 Jahren gestorben sei.

Mit der US-amerikanischen Band The Walker Brothers übersiedelte Walker nach England, um sich in London einen Namen zu machen. Bereits die Debüt-Single „Pretty Girls Everywhere“ erreichte Platz 20 in den britischen Charts. Als sich die Gruppe 1967 auflöste, hatte sie mehrere Hits gehabt, von denen zwei die Spitzenposition der britischen Hitparade erreichten. „Make It Easy on Yourself“ von Burt Bacharach und Hal David war einer dieser Hits und eine vieler Bacharach/David-Kompositionen, die Scott Walker aufnahm.

Nach den Solo-Alben „Scott 1“ bis „Scott 3“, die allesamt kommerziell erfolgreich waren, büßte Scott Walker and Kritiker- und Publikumsgunst ein und veröffentlichte nur wenige Alben, bevor er sich 1995 überraschend radikaler Avantgarde-Musik zuwandte. Scott Walkers letztes Album als Sänger war „Souse“ (2014), eine Kollaboration mit dem Doom-Metal-Duo Sunn O))).



Scott Walker im Programm von ByteFM:

Scott Walker in fünf Songs: Von Teenie-Pop bis Avantgarde-Rock

Von ByteFM Redaktion
(25.03.2019)
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Scott Walker in fünf Songs: Von Teenie-Pop bis Avantgarde-Rock
Scott Walker (Foto: Jamie Hawkesworth / 4AD Records) Eine Stimme, die ganze Welten erschuf, ist verstummt: Scott Walker ist im Alter von 76 Jahren gestorben, wie sein Label 4AD am 25. März berichtete. Durch seine Aufnahmen mit The Walker Brothers Mitte der 60er-Jahre wurde der spätere Klangweltenforscher, der 1943 als Noel Scott Engel geboren wurde, nicht nur ein internationaler Superstar, sondern auch zur Gesangsikone. Als sich die von London aus operierende US-Band 1967 auflöste, hatte sie zwei Nummer-Eins-Hits in Großbritannien gehabt (darunter „The Sun Ain't Gonna Shine Anymore“) und Scott Walker war mit Anfang 20 bereits des Popstar-Daseins müde. Auf Solo-Pfaden war er in den nächsten zwei Jahren mit den Alben „Scott 1“ bis „Scott 3“ eine Konstante in den britischen Top Ten, danach blieb der große kommerzielle Erfolg aus. Zwischen Mitte der 70er-Jahre und 1995 erschien, neben einer mäßig erfolgreichen Wiedervereinigung von The Walker Brothers, nur ein einziges Scott-Walker-Album. Die von der Kritik geschätzten Veröffentlichungen ab Mitte der 90er stellten einen radikalen Bruch mit dem bisherigen Werk dar: Scott Walker, der mit Mitte 20 musikalisch alles erreicht hatte, machte, was er für künstlerisch relevant hielt – kompromisslose Avantgarde-Alben. Ab 2006 veröffentlichte der Künstler auf dem US-amerikanischen Label 4AD. Seine letzte Arbeit war der Soundtrack zum Film „Vox Lux“ im Jahr 2018. Wir porträtieren die Karriere des Musikers in fünf Songs. // Die Band wanderte nach Großbritannien aus, um „Swinging London“ zu knacken – mit Erfolg. Mit der ersten Single schaffte es die Band auf Anhieb in die Top-20 der Charts. Scott Walker tritt hier noch als typischer Sänger und Bassist einer Pop-Band in Erscheinung. // Scott Walker – „Joanna“ (1968) Der größte Erfolg für Scott Walker wurde „Joanna“, verfasst von Tony Hatch und Jackie Trent, bei dem der Sänger einen bedeutenden Teil des Textes selbst verfasst haben soll. Es überrascht nicht, dass Künstler wie The Divine Comedy Scott Walker als musikalischen Einfluss nennen. // Scott Walker – „Track Three“ (1983) // Scott Walker & Sunn O))) – „Brando“ (2014) Niemand ahnte, dass „Soused“ Scott Walkers Abschiedsalbum als Sänger sein würde. Die Kollaboration mit der Drone- und Doom-Band Sunn O))) wurde von Fans und KritikerInnen gefeiert und spiegelt den Forschergeist und die Experimentierfreude Scott Walkers wider, die ihn bis zuletzt antrieben.

Scott Walker: Popstar, Genie und Klang­weltenforscher

Von Volker Kindt
(15.04.2016)
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Scott Walker: Popstar, Genie und Klang­weltenforscher
Scott Walker (Foto: Iain & Jane) In den letzten Jahren ist es in der öffentlichen Wahrnehmung etwas ruhiger um Scott Walker geworden. Dabei handelt es sich seit Jahrzehnten um einen der interessantesten, schillerndsten und aufregendsten Musiker in der Popwelt – wobei „Popwelt“ eigentlich das Feld eines Scott Walker viel zu eng absteckt. // Interessant wurde es Anfang der 60er, als Scott Walker Bassist einer Band wurde, die es bald zu Weltruhm bringen sollte – unter dem Namen The Walker Brothers. Zusammen mit seinen „Brüdern“ John und Gary Walker (John Maus und Gary Leeds) veröffentlichte er fünf Alben in nur vier Jahren ihres Bestehens. Hits wie „The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore“ oder „Make It Easy On Yourself“ sind heute noch bekannt. Als Leadsänger gerade bei den Hits war es für Scott Walker nach dem Split der Band leicht, eine Solokarriere zu starten. // Es folgten die 70er. Der erfolgsverwöhnte Walker war vom Misserfolg von „Scott 4“ enttäuscht und suchte einen Neuanfang. Das Ergebnis waren stark Country-geprägte Alben, die nur noch wenig die grandiosen Arrangements der Vorgängeralben enthielten. Scott Walker schrieb die Stücke nun nicht mehr selber. Auch damit konnten die Fans nichts anfangen. Auch die 70er-Jahre-Soloplatten floppten. Eigentlich zu Unrecht, ist doch gerade das Album „Any Day Now“ von 1973 eine sehr dichte Platte mit wieder sehr guten Stücken. Sicher aus Ratlosigkeit kamen die Walker Brothers 1975 wieder zusammen. Die Platten waren allerdings auch nicht sonderlich aufregend. Erst 1978 schrieb Scott Walker wieder eigene Stücke, die er noch unter dem Namen The Walker Brothers auf dem Album „Nite Flights“ herausbrachte. Hier zeichnete sich der charakteristische Sound seines Spätwerks ab. Die Stücke sind zwar in typischem 70er-Sound gehalten, aber von der Struktur her sehr sperrig und unkonventionell. Die Platte war wegweisend, aber auch wieder kein Erfolg. Der Split folgte. // In den Nullerjahren wechselte Scott Walker auf das Indie-Label 4AD und setzte musikalisch noch eines drauf: Bei „The Drift“ fand sich unter anderem ein Schinken (!) unter den Instrumenten. Auch diese Platte ist nicht einfach. Das gilt auch für das folgende „Bish Bosch“. Die bislang letzte Veröffentlichung war „Soused“ - eine Zusammenarbeit mit der US-Drone-Doom-Band Sunn O))). Die kann sich auf dem Album aber nur in Teilen durchsetzen, so dominant ist Walkers Stil. Das Besondere an Scott Walkers Werk ist die direkte Wechselbeziehung von Erfolg und Misserfolg auf der einen Seite und seiner Musikentwicklung auf der anderen. Jeder Weg, den er einschlug, war von einer besonderen Suche nach Neuem gekennzeichnet. Und das macht seine Musik bis heute so besonders. Gerade die ersten vier Soloalben, „Scott 1–4“, und das Spätwerk sind in der Art sicher einmalig. Einfach ist eine Entdeckung vor allem des Spätwerks sicherlich nicht. Aber wenn man sich auf diese Reise einlässt, hat man am Ende gleich einen ganzen Haufen Inselplatten mehr im Regal stehen.

Momentaufnahme aus dem Schaffen Scott Walkers: „Nite Flights“

Von ByteFM Redaktion
(22.03.2020)
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Momentaufnahme aus dem Schaffen Scott Walkers: „Nite Flights“
Scott Walker (Foto: Jamie Hawkesworth) „Nite Flights“ ist eine Momentaufnahme aus der Karrieremitte von Scott Walker. Aufgenommen 1978 für das gleichnamige Reunion-Album von The Walker Brothers zeigt es ihn in der Phase zwischen Chanson und Avantgarde. Es ist für heutige Begriffe ein relativ straighter Popsong, für das The-Walker-Brothers-Stammpublikum grenzte er damals ans Unhörbare. Eine Nähe zu David Bowie – der den Track 1993 auf seinem Album „Black Tie, White Noise“ coverte, lässt sich nicht verleugnen. Sowohl stimmlich als auch musikalisch. Opulente Orchestrierung, treibender Bass, dazu Walkers satte Baritonstimme. Eine diffus-düstere, leicht bedrohliche Stimmung durchzieht den Song. Unter der Oberfläche ruht das Böse, der Abgrund. Scott Walker, geboren 1943 als Scott Engel in Ohio, hatte den Charme, mit zunehmendem Alter immer radikaler zu werden. Er begann seine Karriere Mitte der 1960er als stimmgewaltiger Golden Boy bei der Band The Walker Brothers und beendete sie 2014 mit „Soused“, einem schwarzen Monolithen von einem Album, das er zusammen mit der Drone-Metal-Band SunnO))) aufnahm. Spätestens ab „Tilt“ (1995) verweigerte er sich konsequent aller kommerzieller Erwartungen. Wie so oft ist Rückblickend gerade die Umbruchphase interessant, die bei Walker „Nite Flights“ und sein Soloalbum „Climate Of Hunter“ von 1984 umfasst. Schon weit entfernt von den Jacques-Brel-inspirierten Songs der 60er und 70er, aber fast noch genauso weit entfernt von der späteren – ebenfalls grandiosen – Totalverweigerung. Scott Walker starb heute vor einem Jahr, am 22. März 2019. Es lohnt sich, sich noch einmal mit allen Phasen seines Schaffens zu beschäftigen. Anfangen könnt Ihr mit der Momentaufnahme „Nite Flights“, unserem Track des Tages:

Neue Platten: Scott Walker + Sunn O))) - "Soused"

Von Philipp Rhensius
(20.10.2014)
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Scott Walker + Sunn O))) - "Soused" (4AD) // Ein zähflüssiger Drone, ein weit entferntes Pfeifen, das klingt wie ein verfremdeter Schmerzschrei, der von scheinbar zufällig hereinpreschenden Metallschlägen beantwortet wird. Das ist der Sound, den man von Sunn O))), dem US-amerikanischen Drone-Metal-Duo, gewohnt ist. Wäre da nicht plötzlich diese beißende Tenorstimme, die so aufdringlich ist wie Fernsehwerbung während eines Spielfilms - und dabei auch noch kryptische Textzeilen singt wie: "A beating would do me a world of good". Doch ich will hier nichts überstürzen. Die Stimme gehört zu Scott Walker, einem englischen Sänger, der niemand Geringeres als David Bowie zu seinen treuesten Fans zählen kann. Der heute 71-Jährige wurde in den 1960er-Jahren mit der Band Walker Brothers weltberühmt, bevor er sich nach der Auflösung für eine Solokarriere als Chansonnier entschied – und dann so unterschiedliche Musiker wie Damon Albarn, Jarvis Cocker oder The Last Shadow Puppets beeinflusste.

ByteFM Magazin

Scott Walker, The Jam, M.I.A.

(23.03.2020 / 10:00 Uhr)
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Wir erinnern an den US-amerikanischen Musiker Scott Walker. Als Frontmann der Walker Brothers wurde er in den 1960er Jahren zum Popstar und in seiner späteren Karriere zum einflussreichen und avantgardistischen Singer-Songwriter: Vor einem Jahr ist Scott Walker von The Walker Brothers im Alter von 76 Jahren gestorben.

ByteFM zur Nacht

(04.04.2019 / 00:00 Uhr)
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01:46;Scott Walker;Mathilde;;; 01:49;Scott Walker;Funeral Tango;;;

Spagat

Himmel, Heroen, Halleluja…

(27.03.2019 / 14:00 Uhr)
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Mit Scott Walker, Von Spar und wieder Scott Walker.

Me Myself & Why

Cosiness Kills

(25.12.2012 / 22:00 Uhr)
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zum gerade erschienenen Xmas Song von Scott Walker reicht. Mit Lovedale, High Duchess, Scott Walker, The Masterminds, Bill Callahan und

ByteFM Magazin

Jimmy Page wird 75, Scott Walker 76 & Adrianne Lenker geht auf Tour

(09.01.2019 / 10:00 Uhr)
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Bei Jimmy Page und Scott Walker knallen heute die Sektkorken, denn sie feiern Geburtstag. Lemmy Kilmister wird diese Ereignisse rauchend und Whiskey trinkend aus dem Jenseits betrachten, denn am 09.01.2016 wurde er beigesetzt. Doch wie heißt es so schön kitschig: Seine Musik bleibt.

Wellenlänge

Scott Walker: Popmusik als Experiment

(03.01.2022 / 23:00 Uhr)
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Wellenlänge - Scott Walker: Popmusik als Experiment
Gerade mal 14 Jahre alt war der amerikanische Musiker Scott Walker als er Ende der 50er-Jahre seine erste Single veröffentlichte. Wenige Jahre später feierte er mit seiner 60s-Boygroup – den Walker Brothers – große Erfolge. Doch Walker löste sich immer mehr von gewohnten Popmusikmustern und experimentierte. Dabei arbeitete er sowohl solo als auch immer wieder mit anderen Musiker*innen zusammen.

taz.mixtape

Yello, Le Tigre, Etta Cameron, Jazzfest, Red Krayola & Scott Walker, Unsound

(28.10.2016 / 17:00 Uhr)
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Unterstützung für kindlichen Idealismus. Diedrich Diederichsen entdeckt überraschende Gemeinsamkeiten auf aktuellen Alben von Mayo Thompsons Red Krayola und Scott Walker: Fiepgeräusche aus dem Kalten Krieg.

In Erinnerung an John Walker

Von ByteFM Redaktion
(12.11.2013)
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Doch in den 60ern entwickelte sich die populäre Musik rasend schnell, neue Bands kamen und gingen. Der gefühlvolle Pop der Walker Brothers klang bald etwas angestaubt. Nebenher bastelte Scott Walker an einer Solokarriere. Sein Debüt "Scott" knackte 1967 die Top 10 der britischen Charts. Von "Images", dem dritten Album von The Walker Brothers, das nur ein halbes Jahr zuvor erschienen war, wurden weniger Exemplare verkauft. So kam es, dass Leeds, Walker und Engel 1968 getrennte Wege gingen.

Presseschau 09.05.: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Von ByteFM Redaktion
(09.05.2011)
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Am vergangenen Samstag ist John Walker, der Sänger und Gitarrist der US-amerikanischen Band "Walker Brothers" im Alter von 67 Jahren gestorben. Er habe seit sechs Monaten an Leberkrebs gelitten, wie der Guardian berichtet. Zusammen mit Scott Walker und Gary Walker gründete der Amerikaner in den 60er Jahren die Band "Walker Brothers", die mit dem Song "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" ihren Durchbruch hatte.

Loverman – „Lovesongs“ (Rezension)

Von Lukas Harth
(26.10.2023)
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Loverman – „Lovesongs“ (Rezension)
Zwischen Leonard Cohen, Serge Gainsbourg und Scott Walker Mit jenem „Another Place“ eröffnet er konsequenterweise die Sammlung seiner Liebeslieder. Mystisch und auf das Nötigste reduziert, nur mit Nylon-String-Gitarre und seinem ab der ersten Sekunde unverkennbaren Bariton. Romantisch mutet das Möwengeschrei und das Rauschen der brechenden Gischt im Hintergrund an und verfrachtet die Hörer*innen in eine einsame Kulisse, die man beinahe riechen kann. Loverman – der Name mag bekannt vorkommen, denn so heißt ein fantastischer Song von Nick Cave: „There’s a devil waiting outside your door“, singt Nick Cave. Und dieser Teufel zeigt sich in Lovermans Musikvideo zu „Into The Night“ in schauriger Gestalt des Grafens Orlok aus dem Filmklassiker „Nosferatu“. Zuvor schon als Single erschienen, führt der Track von allen am besten in Lovermans Dunkel-Pop hinein. Dabei könnten die in süßes Verlangen getränkten Lyrics kaum gegenteiliger zum Horror-Schocker stehen: „As daylight fades my peace within is found / As I listen to the sound of chests beating / Into the night“, singt Loverman, dessen sonore Stimme die Lücke irgendwo zwischen Leonard Cohen, Serge Gainsbourg und Scott Walker füllt.

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick – Diana Ross zum 75. und Abschied von Scott Walker

(31.03.2019 / 15:00 Uhr)
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Der Rückblick auf die Magazin-Sendungen der vergangenen Woche – heute u. a. mit Musik von Marvin Gaye, Deerhoof und The Walker Brothers. Außerdem hört Ihr natürlich wieder zwei Songs aus unserem aktuellen Album der Woche von Chris Cohen.

ByteFM Magazin

Cecil Taylor zum 90., Scott Walker

(25.03.2019 / 15:00 Uhr)
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Man sagt, er habe einen Senor für unsichtbare Kräfte gehabt. Vielleicht hat er sich auf diesem Grund sein lebenlang als Pianist auf die Suche nach dem versteckten Sound gemacht. Der amerikanische Freejazzer Cecil Taylor wäre heute 90 Jahre alt geworden. Seine advantgardistischen Kompositionen reicherte er bei seinen Auftritten mit eigenen Gedichten an. Mehr zu diesem Musiker im heutigen ByteFM Magazin am Nachmittag.

ByteFM Magazin

Peggy Gou, Chris Cohen & Scott Walker

(25.03.2019 / 19:00 Uhr)
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Außerdem Musik von Robyn, Gurr und Tiny Ruins.

„It's Raining“: Stephen Malkmus rappt bei Superorganism

Von ByteFM Redaktion
(09.04.2022)
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„It's Raining“: Stephen Malkmus rappt bei Superorganism
Stephen Malkmus wurde in den 90er-Jahren zum Indie-Star als Sänger und Gitarrist von Pavement und hat sich seit der Auflösung der Band in verschiedenen Genres betätigt. Nach Krautrock-Ausflügen, bei denen er unter anderem mit Von Spar das Can-Album „Ege Bamyasi“ coverte, spielte er zuletzt mit Country-Rock-Einflüssen. Von dieser Art 70s-Westcoast-Pop auf seinem 2020er Album „Traditional Techniques“ spulen Superorganism gewissermaßen ein paar Jahrzehnte vor. Auf ihrer neuen Single regiert nämlich ein US-Westküsten-Sound aus den 90ern, nämlich G-Funk. Das Stück ist um ein Sample des Sängers Scott Walker gestrickt. Und da Superorganism als Fans von Stephen Malkmus schon lange davon geträumt hatten, dessen Stimme mit der von Walker zu kombinieren, fragten sie eben einfach mal an.

ByteFM Magazin

Lewsberg, M.I.A. und The Walker Brothers

(23.03.2020 / 19:00 Uhr)
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Mit neuer Musik von K A G und Lewsberg, die mit "In This House" das ByteFM Album der Woche herausgebracht haben. Außerdem erinnern wir im ByteFM Magazin an Scott Walker, der heute vor einem Jahr im Alter von 76 Jahren gestorben ist.

„Walker“: neue Single von Animal Collective

Von ByteFM Redaktion
(14.12.2021)
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„Walker“: neue Single von Animal Collective
Animal Collective haben eine neue Single samt Musikvideo mit dem Titel „Walker“ veröffentlicht. Das Stück ist eine weitere Auskopplung aus dem kommenden Album „Time Skiffs“ und folgt auf die Single „Prester John“, mit der sich die Band im Oktober dieses Jahres zurückmeldete. Namensgebend für das Lied ist der US-amerikanische Musiker Scott Walker, den die Band als eine wichtige Inspirationsquelle nennt.

Angel Olsen – „All Mirrors“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(07.10.2019)
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Angel Olsen – „All Mirrors“ (Album der Woche)
Was macht man nach so einem Song? Einfach weiter. Wenige Sekunden nach „Lark“ lässt einem der Titeltrack nicht lang Zeit, die Kinnlade wieder einzurenken. Anstatt das Drama des Eröffnungssongs zu übertreffen, entfaltet Olsen ein Meer aus Synthesizern und Streichern. Neben ihrer Stimme sind die Violinen, Bratschen und Celli die Stars dieses Albums, die im einen Moment herzerweichend schmachten und im nächsten laut kreischen können. Irgendwo zwischen Julia Holters „Aviary“ und Becks „Sea Change“, zwischen Scott Walker und den Soundtracks von Jonny Greenwood. „All Mirrors“ entstand ursprünglich als minimalistische Songwriter-Platte (und soll in dieser Version auch nächstes Jahr veröffentlicht werden), doch die Streicher sind so essentiell für dieses Album, dass eine Version ohne sie schwer vorstellbar scheint. In „Chance“ schwelgen sie nostalgisch in den Sonnenuntergang. In „New Love Cassette“ zerschneiden sie gewaltsam einen Synth-Pop-Song.

„Lucky“: positiver Soul-Folk von Jonathan Jeremiah

Von ByteFM Redaktion
(27.09.2022)
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„Lucky“: positiver Soul-Folk von Jonathan Jeremiah
Doch dem Begriff „Konzeptalbum“ haftet seit den 70er-Jahren ein wenig der Mief des Rockoper-Genres an. Oft waren das monumentale Werke, die man eigentlich auch nur als Ganzes hören konnte. Wenn man denn die Zeit dafür hatte. Die Songs auf „Horsepower For The Streets“ jedoch funktionieren auch hervorragend, wenn man sie aus dem Albumkontext loslöst. Als Einflüsse nennt Jonathan Jeremiah unter anderem Serge Gainsbourg und Scott Walker – zwei große Storyteller und begnadete Songwriter. Aber auch US-amerikanische Soul-Aufnahmen hört man aus dem Zusammentreffen folkiger Gitarren mit großen Streicherarrangements. Wie Terry Callier, Bill Withers oder Marvin Gaye erzählt Jonathan Jeremiah empathisch und hoffnungsvoll Geschichten, die auf bessere Zeiten hoffen lassen.

taz.mixtape

Connie Constance, Cherry Glazerr, Ramones u.a.

(29.03.2019 / 17:00 Uhr)
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Jetzt ist er wieder ein Engel. Die amerikanisch-britische Sänger-Legende Scott Walker hatte eine wechselhafte Pop-Karriere. Vom Teenager-Idol zum radikalen Experiment. Nun ist er mit 76 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Julian Weber.

ByteFM Magazin

Hotel Rimini zu Gast

(12.01.2024 / 14:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - Hotel Rimini zu Gast
Hotel Rimini sind nicht die erste Band, die Indie-Rock und Chanson verheiraten. Sie sind aber wahrscheinlich eine der konsequentesten. Die rumpeligen Songs von Sänger und Pianist Julius Forster werden vom Leipziger Sextett mit zarten Ornamenten aus Geige, Cello, Kontrabass und Waldhorn verziert. Ihr im Oktober 2023 erschienenes Debütalbum „Allein unter Möbeln“ zeigt einen dementsprechend rustikalen und melancholischen Sound, irgendwo zwischen frühem Scott Walker, Serge Gainsbourg und der hanseatischen Americana von Nils Koppruchs Band Fink – der aber von Forsters Alltagsbeobachtungen klar in der Gegenwart geerdet wird.

Nadine Shah - „Holiday Destination“ (Rezension)

Von Sebastian Lessel
(22.08.2017)
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Nadine Shah - „Holiday Destination“ (Rezension)
Aufgrund ihrer dunklen Stimmlage, bevorzugt schwarzen Garderobe und schwermütigen Texten sah sich Shah nach Veröffentlichung ihres Debütalbums „Love Your Dumb And Mad“ (2013) mit Referenzen wie dem Grandseigneur des Düster-Pops, Nick Cave, und Pop-Ikone Marianne Faithful während ihrer wavig-post-punkigen „Broken English“-Phase konfrontiert. Obwohl Shah KünstlerInnen wie PJ Harvey und Scott Walker einen viel größeren Einfluss auf ihr musikalisches Schaffen attestiert, lässt sich ihr neuestes Werk jedoch sehr gut im Spannungsfeld der genannten MusikerInnen verordnen.

Ruhestörung Podcast #53: Jungstötter

Von ByteFM Redaktion
(05.03.2021)
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Ruhestörung Podcast #53: Jungstötter
Introspektion, Erhabenheit, zarte Soundästhetik und eine Stimme, die direkt in die Fasern fährt: Das ist Jungstötter. Der ehemalige Sänger der in den 2010er-Jahren erfolgreichen Band Sizarr ist in dieser Folge von Ruhestörung zu Gast. Er spricht unter anderem über die Herkunft der Schwere seiner Musik und die ewigen, mitunter absurde Ausmaße annehmenden Vergleiche mit Nick Cave oder Scott Walker. Außerdem hören wir erste Eindrücke von seiner brandneuen EP.

In Between Ears

The Singer Of Tales

(18.04.2020 / 13:00 Uhr)
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Christian Kjellvander, Scott Walker und Damir Imamovic singen Lieder der besonderen Art.

ByteFM Klassik

Stille

(22.09.2019 / 12:00 Uhr)
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Unter anderem mit Musik von Ralph Vaughan Williams, Kyrie Kristmanson, James Blake und Scott Walker.

Rock-Ola

Januar-Countdown II

(13.01.2014 / 14:00 Uhr)
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Musik von Scott Walker gibt es ausserdem - der wurde jetzt 70. Neu im Regal: King of the World und Tracer.

Kaleidoskop

Über Nacht …

(16.08.2021 / 17:00 Uhr)
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Kaleidoskop - Über Nacht …
Insbesondere möge Euer Ohr der neuen Veröffentlichung von Dot Allison geneigt sein. Eine Musikerin, die sich in vielen Genres zu Hause fühlt und demzufolge mit unter anderem Kevin Shields (My Bloody Valentine), Paul Weller, Pete Doherty und Scott Walker zusammenarbeitete sowie auf ihren eigenen Alben eine enorme Bandbreite bedient, filtert nun die Essenz heraus aus diesen Werken. Dabei bleibt das Ergebnis ganz sparsam und gleichzeitig betörend. Songs über Liebe, Verlust und Verbindungen auf Dot Allisons “Heart-Shaped Scars”.