Mira Calix

Mira Calix Mira Calix vereinte elektronische, klassische und experimentelle Musik (Foto: Jana Chiellino)

Mira Calix (*1970 als Chantal Francesca Passamonte in Durban, Südafrika – 2022) war eine südafrikanische Musikerin, Produzentin und visuelle Künstlerin. Ihr Debütalbum „One On One“ ist 2000 über Warp Records (Boards Of Canada, Aphex Twin, Autechre) erschienen. 

Mira Calix‘ Debüt-LP, auf der sie eine Reihe an beunruhigend daherkommenden, experimentellen Electronica-Tracks versammelte, brachte ihr eine Platzierung auf der Pitchfork-Liste der besten IDM-Alben aller Zeiten ein. Calix, die Ende der 90er eine der ersten Frauen war, die bei Warp Records unter Vertrag genommen wurden, ruhte sich jedoch nicht auf ihrem kritischen Erfolg im Bereich der experimentellen Elektronik aus. Sie arbeitete immer wieder mit verschiedenen Stilen und Instrumenten. Im Laufe der Zeit erweiterte sie ihr klangliches und methodisches Repertoire und griff vermehrt Elemente klassischer Musik auf. Dabei begriff sie Klang als eine Art formbares, skulpturenhaftes Material, wie sie selbst sagte. Calix tourte unter anderem mit Radiohead, Autechre, Boards Of Canada und Godspeed You! Black Emperor. Doch sie war nicht nur auf dem Feld der Musik aktiv, sondern arbeitete im Rahmen zahlreicher Kollaborationen auch an Performance-Kunst und Installationen. Calix komponierte Musik für Kunstprojekte, Film, Oper, Tanz und Theater. Daneben arbeitete sie unter anderem mit Mark Clifford (Seefeel) zusammen, mit dem sie das Projekt Cliffordandcalix gründete. 1970 in Durban, Südafrika geboren, zog Chantal Francesca Passamonte Anfang der 90er als ausgebildete Fotografin nach London, wo sie ihre Musikkarriere startete. Sie begann bei 4AD und Warp Music zu arbeiten und brachte ab 1996 eigene Tonträger heraus. 

Am 28. März 2022 gab Warp Records den Tod von Mira Calix bekannt. Die Künstlerin wurde 51 Jahre alt. Ihr von Konzeptkunst-Pionier Marcel Duchamp inspiriertes, letztes Album „Absent Origin" ist 2021 erschienen.



Mira Calix im Programm von ByteFM:

Mira Calix ist tot

(29.03.2022)
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Mira Calix ist tot
Experimentierte mit verschiedenen Musikstilen und Instrumenten: Mira Calix (Foto: Jana Chiellino) Die südafrikanische Musikerin, Produzentin und visuelle Künstlerin Mira Calix ist tot. Dies gab ihr Label Warp Records über die sozialen Netzwerke bekannt. // Dies gab ihr Label Warp Records über die sozialen Netzwerke bekannt. „Wir sind zutiefst bestürzt über den Tod unserer lieben Mira Calix“, ist in einem Statement zu lesen. Calix habe die Grenzen zwischen elektronischer Musik, klassischer Musik und Kunst auf einzigartige Weise verschoben. // pic.twitter.com/ifItTWGXoj — Warp Records (@WarpRecords) March 28, 2022 Chantal Francesca Passamonte, wie Mira Calix mit bürgerlichem Namen hieß, wurde 1970 in Durban, Südafrika geboren. Zu Beginn der 90er-Jahre zog sie als ausgebildete Fotografin nach London, wo sie ihre Musikkarriere startete.

10 bis 11

Mira Calix

(29.03.2022 / 10 Uhr)
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Heute mit Musik von Mira Calix, Ibibio Sound Machine, The Streets.

Hertzflimmern

All That Jazz …

(29.06.2022 / 11 Uhr)
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… und andere Klänge geben die Künstler*innen dieser Sendung heute zum Besten: Idris Muhammad singt von ekstatischen Momenten zweier Liebender auf der Tanzfläche, Hiatus Kaiyote und Mira Calix fehlen die Worte und Daphni macht im Alleingang den Club unsicher.

Canteen

Gold, Liebe und Krieg

(04.04.2022 / 12 Uhr)
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Für die Bürger von Nirgendwo: Musik in brutalen Zeiten mit Ausflüchten in elektronisch-psychedelische Korridore, Referenzen der 1980er und 1990er, Techno-Nostalgie, einem Nachruf in zwei Stücken auf die wunderbare Mira Calix ("Art isn't just for arseholes. People can handle it"), österreichischen Wiedergängern, Berliner Neuerscheinungen, indonesischer Vergangenheit, dem untoten Alan Vega, dem neu belebten James Brown und dem exzentrischen ByteFM Album der Woche von Alabaster DePlume.

Was ist Musik

Moderne elektronische Musik? – Mir fehlen die Worte

(04.04.2022 / 21 Uhr)
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„Kennst Du 4010 Records aus FFM?“ Fragt Julian Weber (taz). „Sehr spröder, sehr humorloser, ganz deeper Techno.“ „Mira Calix was an open-hearted musician who brought magic to the everyday”, schreibt Jude Rogers im Guardian zum Tod der aus Südafrika stammenden Produzentin.


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