Nadeem Din-Gabisi

Nadeem Din-Gabisi Nadeem Din-Gabisi auf dem Cover seines Albums „Offshore“

Nadeem Din-Gabisi (* 25. August 1992 in London) ist Dichter, Maler, audiovisueller Künstler und Musiker, der, musikalisch vielfältig, zwischen HipHop, Jazz, westafrikanischem Highlife und britischem Grime wandelt. Seine Lieder behandeln verschiedene Aspekte von Identität, Entfremdung und Zugehörigkeit.

Der Sohn sierra-leonischer Eltern war seit seiner Kindheit von Musik umgeben. Er hörte Bunny Macks westafrikanischen Disco-Funk-Calypso-Hit „Let Me Love You“, einen Song, den sein Onkel Akie Deen produziert hatte, Tracks vom Highlife-Gitarristen S. E. Rogie, aber auch Stücke des Reggae-Musikers Buju Banton oder von Michael Jackson. Ebenso war er von HipHop-Artists wie Common und Notorious B.I.G. und vom groovenden „New Jack Swing“ der 1980er-Jahre angetan. Zudem sang es bis zum Alter von 13 Jahren in einem Kirchenchor, eine Zeit, die er als inspirierend empfand. Er studierte Bildende Kunst und schloss 2018 sein MA-Studium am Chelsea College of Arts ab und etablierte sich gleichzeitig als Spoken-Word-Künstler mit seinen Kolleg*innen Belinda Zhawi und And Is Phi. 2022 erschien in Zusammenarbeit mit dem Singer-Songwriter Richie Matembo alias MTMBO die Single „Wear“. Im selben Jahr gelangte er durch ein Stipedium Zugang zu den renommierten Metropolis Studios, um dort seinen Song „Second Exit“ aufzunehmen. Im August selbigen Jahres erschien dann in Zusammenarbeit mit Coby Sey und MettaShiba sein komplexes Albumprojekt „Pool“, das seine Kindheitserfahrungen thematisiert. Drei Jahre später erschien dann offiziell sein abwechslungsreiches Debütalbum „Offshore“, auf dem sich eine Art  Alter Ego namens „Jack Surname George in the Land of Hope and Glory“ daran macht die Ambivalenz zu seinem Heimatland zu ergründen. Mit der Hassliebe eines Fußballfans zu seinem Verein, Din-Gabisi ist Fan von Manchester United, verspürt er einerseits eine tiefe Abneigung gegen das Land, das seine Vorfahren missachtete und verriet und andererseits eine Verbundenheit, weil er und seine Ahnen dafür bezahlt hätten, dass sie jetzt hier sein und dazu gehören dürfen. Diese Zwiespältigkeit wird auch durch verschiedene Musikstile von Afrobeats, über Post-Punk-Riffs bis hin zu New-Wave-Elementen unterstrichen. Dazu kontrastieren die zuweilen schroffen Texte seine sanfte Vortragsweise. „Offshore“ war im August 2025 das Album der Woche bei ByteFM.

Nadeem Din-Gabisi arbeitete 2018 mit der sambischen Sängerin Sampa The Great auf deren Single „Energy“ zusammen.



Nadeem Din-Gabisi im Programm von ByteFM:

Liebe und Blutdurst: „B Happy“ von Nadeem Din-Gabisi

Von ByteFM Redaktion
(26.07.2025)
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Liebe und Blutdurst: „B Happy“ von Nadeem Din-Gabisi
Nadeem Din-Gabisi veröffentlicht im August sein neues Album „Offshore“ (Foto: Albumcover von „Offshore“) Unser heutiger Track des Tages „B Happy“ ist eine neue Single des britischen Sängers und Rappers Nadeem Din-Gabisi. Als fünfte Single-Auskopplung kündigt das Stück Din-Gabisis erstes Soloalbum „Offshore“ an. Seine musikalische Karriere begann der Londoner Künstler bei Steam Down. Dieses Kollektiv versteht sich als Afro-Punk-Band, wobei sich „Punk“ weniger auf eine Punk-Rock-Tradition bezieht als auf eine Punk-Haltung, die sich eben gerade in keine Tradition einreihen möchte. Was natürlich nicht bedeutet, dass man ohne Genre-Referenzen auskäme. So beziehen sich Steam Down auf zahlreiche afrikanische und afro-diasporische Stile, stellen sie nebeneinander und in neue Kontexte, sei es Jazz oder Elektronisches. // Das Album „Offshore“ von Nadeem Din-Gabisi erscheint am 1. August 2025 auf dem Label Moshi Moshi Records. Der als Single ausgekoppelte Song „B Happy“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Nadeem Din-Gabisi – „Offshore“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(04.08.2025)
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Nadeem Din-Gabisi – „Offshore“ (Album der Woche)
Nadeem Din-Gabisi – „Offshore“ (Moshi Moshi Records) Wir sehen einen jungen Mann mit Plastik-Krone auf dem Haupt und Spielzeug-Schwert und -Schild in der Hand. Außer diesen extravaganten Accessoires trägt er einen schlichten Trainingsanzug in weiß. Auf dem Rücken steht ein Wort in schmucklosen Lettern: „England“. Es wirkt wie eine Karikatur eines patriotischen Ritters – Symbole des Nationalstolzes, gefertigt aus den billigsten Materialien. Wer ist dieser Mann? Jack Surname George in the Land of Hope and Glory ist sein Name – und er ist der Protagonist von „Offshore“, dem neuen Album von Nadeem Din-Gabisi. Eine Art Alter Ego des Londoner Musikers, Rappers und Dichters, und seine Art, die eigene Ambivalenz zu seinem sogenannten Heimatland zu erforschen. „Offshore“ ist zwar nicht der erste Langspieler des Künstlers – 2022 erschien bereits das Album-Projekt „Pool“ –, aber nach offizieller Lesart das Debütalbum.

ByteFM Magazin

Löwenzahn und Kirschbomben

(05.08.2025 / 14:00 Uhr)
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Mit Musik von Whitney, The Runaways, Nadeem Din-Gabisi und vielen mehr.

Neuland

Wut im Bauch, ungeschriebene Briefe und Kollaborationen

(01.08.2025 / 12:00 Uhr)
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Joe Hicklin und Callum Moloney aus Birmingham machen als Big Special Musik. Die karge Instrumentierung des Duos, mit lediglich Drums und Gesang, erinnert an Sleaford Mods und eine große Portion Wut im Bauch kann man auch bei Big Special ausmachen. Neben Punk, HipHop, 80er-Elektronik und lyrischem Blues gibt es auf ihrem zweiten Album „National Average“ auch poppige und sogar funky Momente. Das Album wurde von heute auf morgen, ohne Vorankündigung oder Single-Auskopplung im Vorfeld, veröffentlicht. Muss man sich auch erst mal trauen!Pete Astor ist Dozent für Musik an der University of Westminster in London, war in den 80er/90er Jahren Kopf der Creation-Bands The Loft und The Weather Prophets und hat den damaligen Gitarrenpopsound maßgeblich mitgeprägt. The Loft hatten sich 1985 getrennt und im Frühjahr dieses Jahres gab es nach 40 Jahren mit dem Album „Everything Changes, Everything Stays The Same" ein beachtliches Comeback in Originalbesetzung. Pete Astor veröffentlicht nun mit „Unsent Letters: Home Recordings 1984–2024“ unveröffentlichte Songs der letzten 40 Jahre aus seinem Solo-Output.Der US-amerikanische Komponist, Produzent und Musiker Adrian Younge ist in L.A. beheimatet und seit Jahren sehr umtriebig. Mit Ali Shaheed Muhammad lädt er für das Label Jazz Is Dead andere Musiker*innen ein, um gemeinsame Alben zu veröffentlichen. In diesem Jahr gab es bereits Kollaborationen mit der Afrobeat-Legende Ebo Taylor und dem brasilianischen Sänger Hyldon. Das neueste Album in dieser Reihe (Dom Salvador JID024) wurde mit dem brasilianischen Jazzmusiker Dom Salvador eingespielt, der in den späten 60er- und frühen 70er-Jahren Samba mit Jazz, Funk und Soul verschmolz und damit den Sound der Schwarzen brasilianischen Musik mitgeprägt hat. Mit der brasilianischen Schauspielerin und Sängerin Samantha Schmütz gibt es zudem eine weitere Kollaboration, bei der Adrian Younge seine Finger im Spiel hat. Auf „Samantha E Adrian“ wird die Música Popular Brasileira, also Samba, Bossa Nova, Jazz und Folk mit der Eleganz des L.A.-Souls der 1970er-Jahre verknüpft.Außerdem gibt es neue Musik von We Are Scientists, Sofia Kourtesis, A Forest Mighty Black, Luca Sapio, Jade Bird, Dirty Nice, Nadeem Din-Gabisi und Burna Boy sowie eine ausführliche Vorstellung von „I Love People”, unserem Album der Woche von Cory Hanson. 

10 bis 12

Finden wir gut!

(07.08.2025 / 10:00 Uhr)
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Mit Musik von Haim, Nadeem Din-Gabisi, Deki Alem, Water From Your Eyes und vielen weiteren.

Tracks des Tages

Synths vom Mars

(26.07.2025 / 17:00 Uhr)
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Tracks des Tages - Synths vom Mars
Mit schwindelerregend schnellen Beats und fetten, an Depeche Mode geschulten Synth-Bässen galoppiert die britische Musikerin Georgia durch ihren Sommer-Banger „Wanna Play“. Auf einer ganz anderen Frequenz funkt der Hamburger Beatmaker Farhot, der in „Mars“ seine HipHop-Produktionsweise auf Dancefloor-Beats anwendet. Ähnlich schwer zu fassen, aber musikalisch in einer höchst eigenen Sphäre zu Hause, sind Ebbb aus Großbritannien.Ganz straighten Rap serviert seit den 90ern der Rapper Evidence (Dilated Peoples). Auch eher klassischen Reggae im Lovers-Rock-Stil hält Hollie Cook bereit. Ungewöhnliche Beats für den Dancefloor liefern Nadeem Din-Gabisi und Yttling Jazz.(Das Sendungsbild ist mithilfe von KI entstanden)

Mixtape der Hörer*innen

Kneipe

(07.08.2025 / 19:00 Uhr)
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Mixtape der Hörer*innen - Kneipe
Gemeinschaftlicher Getränkegenuss und Live-Musik, aber auch Stammtischparolen und betrunkene Prügeleien – all das kann in einer Kneipe stattfinden. Die Widersprüchlichkeiten dieses Ortes lassen sich mit der Perspektive vergleichen, die Nadeem Din-Gabisi auf sein Heimatland England hat. Er verweist in seinem Song „Pub Lunch“ auf die Vorstellung einer britischen Pub-Kultur. Diese stellt der Künstler auf seinem Album „Offshore“ neben Fragen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung, besonders im Kontext des britischen Kolonialismus. Was andere Musiker*innen über ihre Kneipenerfahrungen berichten, wollen wir im Mixtape der Hörer*innen mit Euch herausfinden. Angelehnt an den Song „Pub Lunch“ vom aktuellen Album der Woche auf ByteFM fragen wir Euch nach Euren Songwünschen zum Thema „Kneipe“.Postet Eure Vorschläge bis Mittwoch um 24 Uhr auf unserer Facebook- oder Instagram-Seite oder schreibt uns eine Mail an radio@byte.fm.Mitglieder im Verein „Freunde von ByteFM“ können auch direkt auf dieser Seite im Kommentarfeld ihren Wunsch loswerden.Ihr seid noch nicht Freund oder Freundin von ByteFM? Hier geht's zum Antrag!

Neuland

Olympioniken

(13.02.2026 / 12:00 Uhr)
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Passend zur Winterolympiade in Italien veröffentlichen The Olympians ihr neues Album „In Search Of A Revival”. Bei der Instrumental-Soul-Gruppe unter der Leitung von Tobias Pazner geht es aber weniger um das erneute Erringen einer olympischen Medaille, sondern eher um einen stilvollen Nachfolger ihres vor 10 Jahren erschienen Debutalbums. Pazner komponierte, arrangierte und produzierte das gesamte Album selbst und wurde unterstützt von einem 17-köpfiges Ensemble, dessen Mitglieder ansonsten bei den Dap-Kings, The Expressions und der Menahan Street Band spielen.Die Schlagzeugerin, Sängerin und Produzentin Momoko Gill kommt aus dem Umfeld der britischen Elektronik- und Jazzszene. Einigen dürfte sie bekannt sein aus Zusammenarbeiten mit Alabaster DePlume, Matthew Herbert, Coby Sey, Tirzah und Nadeem Din-Gabisi. Bei ihrem Debutalbum „Momoko“ trifft ihre soulige, weiche Stimme auf entspannte Jazz-Klänge und hätte ein Platz auf dem Treppchen absolut verdient.Außerdem neue Musik von Turner Cody, Luke Temple, Jill Scott, Mariachi El Bronx, Chet Faker, Danny L Harle, Lucy Kruger & The Lost Boys, Elfi, Kapa Tult sowie eine ausführliche Vorstellung von „Move On With The Year“, unserem Album der Woche von Alice Costelloe.

ByteFM Magazin am Abend

Sky & Space

(06.08.2025 / 20:00 Uhr)
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Mit Musik von Oklou, Nadeem Din-Gabisi, Saâda Bonaire und mehr.


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