Spill Tab

Spill Tab Spill Tab verbindet New Wave, Lo-Fi-Soul und Pop (Foto: Jade Sadler)

Spill Tab ist der Bühnenname der französisch-koreanischen Singer-Songwriterin und Musikerin Claire Chicha (*12. Juli 1997 in Bangkok). Ihre Musik wird als Bedroom Pop, Indie-Electronic oder Alt-Pop etikettiert. Sie verarbeitete viele Einflüsse von Jazz, klassischer Musik, Alternative Rock bis hin zu Indie Folk. Sie singt auf Englisch und Französisch und kollaborierte unter anderem mit der Elektro-Pop-Band Metronomy, dem US-Musiker Gus Dapperton und der kanadischen Rapperin Tommy Genesis. Sie lebt in Los Angeles.

Chicha ist die Tochter eines algerisch-französischen Komponisten und Jazz-Saxofonisten und einer südkoreanischen Pianistin. Im Alter von acht Monaten zog sie mit ihren Eltern nach Los Angeles um, wo diese ein Tonstudio betrieben. Dieses musikalische Umfeld begünstigte wohl auch ihren späteren Werdegang. Nachdem das elterliche Unternehmen infolge der US-Finanzkrise bankrott ging, zog Chicha mit 12 Jahren zurück nach Bangkok zu der Familie ihrer Mutter. Sie lernte, Gitarre zu spielen und hörte auch vermehrt traditionelle thailändische Musik. Nach einem Jahr ging es zu einer Tante in Paris, wo sie mit französischer Musik von Édith Piaf bis Serge Gainsbourg in Berührung kam. Nach dem Tod des Vaters siedelte sie dann wieder nach Los Angeles um, wo sie während ihrer Highschool-Zeit in einem der renommiertesten Chöre des Landes auftrat und ihre Begabung für Bühnenauftritte entdeckte. Anschließend studierte sie Musikwirtschaft an der New York University, arbeitete als Praktikantin in der A&R-Abteilung (Suche und Betreuung von Musiker*innen) des Labels Atlantic Records und fing an, eigene Songs zu schreiben. Im September 2019 erschien ihre Lo-Fi-Pop-Debütsingle „Decompose“. 2020 produzierte sie zusammen mit David Marinelli, dem ehemaligen Drummer von Billie Eilish, die Single „Calvaire“, die ihren Durchbruch bedeutete. Auf ihrer Debüt-EP „Oatmilk“ vom selben Jahr stach dann die Single „Cotton Candy“ besonders hervor, die millionenfach gestreamt wurde. 2021 erschien ihre zweite EP „Bonnie“, auf der auch Tommy Genesis und der US-Sänger Jawny performten. Sie hatte Gastauftritte auf Tonträgern von Metronomy, Mac Wetha und Yot Club. Sie tourte zudem ausgiebig und promotete ihre Singles „Crème Brûlée!“ und „Splinter“, die auch auf ihrer dritten EP „Klepto“ von 2023 zu finden waren. Im Mai 2025 erschien dann ihr Debütalbum „Angie“, das mit seinem bunten Stilmix aus R&B, New Wave, Lo-Fi-Soul und Pop von Kritiker*innen oft begeistert besprochen wurde.

Spill Tab ist nicht nur für ihr reichhaltiges musikalisches Repertoire bekannt, sondern auch durch ihre Zusammenarbeit mit großen Modeunternehmen.



Spill Tab im Programm von ByteFM:

Bedroom-Pop aus Los Angeles: „Name“ von Spill Tab

Von ByteFM Redaktion
(08.12.2020)
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Bedroom-Pop aus Los Angeles: „Name“ von Spill Tab
Spill Tab Bedroom-Pop aus Los Angeles mit einem ungewöhnlichen Thema ist heute unser Track des Tages. Das Stück kommt von der jungen, in Kalifornien wohnhaften französisch-koreanischen Musikerin und Sängerin Claire Chicha. Wenn sie Musik macht, nennt sie sich Spill Tab und bastelt kleine atmosphärische Pop-Tracks. Gerade einmal sechs Solo-Stücke finden man von ihr im Internet. Und diese Stücke sind samt und sonders melodiöse Miniaturen, so poppig wie persönlich. Die Songs bedienen sich zwar in allen erdenklichen Ecken der Popgeschichte, aber sie alle durchzieht derselbe Vibe. Ihre vier Tunes aus dem Jahr 2020 hat Spill Tab unter dem Titel „Oatmilk“ als EP veröffentlicht. Unter diesen Songs sticht das Stück mit dem simplen Titel „Name“ in zweierlei Hinsicht hervor. Denn zum einen ist dieser letzte Song auf „Oatmilk“ das lebhafteste Stück in Spill Tabs Diskografie – so richtig mit Schlagzeug, drückendem Bass und fast schon euphorischem Chorus. Zum anderen behandelt „Name“ ein ungewöhnliches Sujet: Der Rückgabe des Vornamens. Darunter versteht Claire Chicha das, was am Ende einer Beziehung passiert: Die Kosenamen, die man nicht mehr benutzen möchte, weichen wieder den schnöden Vornamen. Das Stück „Name“ ist auf dem Album „Oatmilk“ von Spill Tab erschienen und ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Kontraste: „Assis“ von Spill Tab

Von ByteFM Redaktion
(22.03.2025)
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Kontraste: „Assis“ von Spill Tab
Spill Tab kontrastiert in unserem Track des Tages Groove und Abschiedsschmerz (Foto: Neema Sadeghi) Unser heutiger Track des Tages „Assis“ ist ein Vorbote aus dem ersten Album der in Los Angeles wohnhaften französisch-koreanischen Bedroom-Pop-Künstlerin Spill Tab. Zumindest ist „Bedroom Pop“ das Etikett, mit dem man Claire Chichas Musik einmal versehen hat und das seither auf ihr klebt. Als sie im Jahr 2020 ihre Debüt-EP „Oatmilk“ herausbrachte, traf das auch noch zu. Wobei man im Schlafzimmer heute natürlich quasi alles produzieren kann, was man will. Aber wenn man nicht jedes Mal von „freundlichem, unprätentiösen Mid-Fi-Indie-Pop zwischen R&B, Rock und Tanzfläche“ sprechen will, ist die Schublade schon nicht ganz unpraktisch. Doch schon ein Jahr später, bei ihrer nächsten EP „Bonnie“, erschien das Attribut verniedlichend und unzureichend. So hatte Chicha zwischenzeitlich mit Metronomy gearbeitet und mit Gus Dapperton und Tommy Genesis größere Namen für Features angeheuert. Entsprechend arbeitete sie nun bei stilistisch ähnlichen Koordinaten mit einer größeren Leinwand. Nach einer weiteren EP, „Klepto“ aus dem Jahr 2023, kündigt sie seit 2024 ihr Debütalbum an. Erinnerte die Lead-Single „Pink Lemonade“, die so klebrig klang, wie sie hieß, an den Gen-Z-Lo-Fi-Twee-R&B früher Superorganism, tobte sich „De Guerre“ etwas ungestümer aus. Dort versah sie dystopisch grollenden Rock mit Sprechgesang, überführte ihn in PinkPantheress-Drum-&-Bass-Pop-Freundlichkeit und brachte noch Metal-Riffs und zartes Klavier unter. Im Titeltrack wiederum wechselte sie zwischen Folk-Rock und Shoegaze, als sei das ganz normal. Funky und bisweilen jazzig lässt sich der Groove unseres Tracks des Tages an. Spill Tab selbst hört „eine Mischung aus italienischem 50er-Soundtrack und Psychedelic Rock“. Das treibende Tempo kontrastiert den Inhalt des Songs. Darin gehe es nämlich darum, „wie sich jemand, den man liebt, in Zeitlupe von einem entfernt. Man versucht, die schönen, zärtlichen Momente mit den bitteren zu versöhnen, weil man letztlich niemand anderen will.“ Das Album „Angie“ von Spill Tab erscheint am 16. Mai 2025 auf dem Label Because Music. Der als Vorabsingle veröffentlichte Song „Assis“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

ByteFM Magazin am Abend

Don't Have A Cow, Man

(03.04.2023 / 20:00 Uhr)
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Mit Musik u.a. von Jessie Ware, Boygenius, Spill Tab und Charlie Clark.

10 bis 12

Rodeo

(05.02.2025 / 10:00 Uhr)
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Heute unter anderem mit Musik von Sophia Kennedy, Felt, Spill Tab oder auch Supershy.

10 bis 12

Sous la lune mandarine

(21.05.2025 / 10:00 Uhr)
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Mit Musik von Yot Club, Spill Tab, Pearl & The Oysters, Miso Extra und Lola Young. 

Tracks des Tages

Des Sonnenkönigs grüne Tür

(22.03.2025 / 17:00 Uhr)
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Tracks des Tages - Des Sonnenkönigs grüne Tür
„Le Roi Soleil“ kommt, glaubt Miel de Montagne aus Frankreich. Ganz sicher, ob es sich beim Wärmespender um den Sonnenkönig handelt, ist er zwar nicht, aber dass der Song zum Frühlingsanfang passt, ist eindeutig. Was sich hinter der grünen Tür verbirgt, verrät uns vielleicht Night Beats, bei dem der Verdacht naheliegt, dass die dortigen Vorgänge sich im soulig-psychedelischen Bereich abspielen. Aber falls uns dort Aliens erwarten, möchte sich Ora The Molecule von einer glamourösen und umwerfenden Seite zeigen wie auf ihrem kommenden Album „Dance Therapy“.Neben ihrer zentralen Rolle bei Good Sad Happy Bad und einer nicht minder zentralen Rolle in ihrer eigenen Familie hat Raisa K noch Zeit für ein Soloalbum gefunden. Neues ist außerdem dabei von Sally Shapiro und Spill Tab.

ByteFM Magazin

Wölfe und Goblins

(03.04.2023 / 14:00 Uhr)
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Außerdem hört Ihr unter anderem Musik von Spill Tab, Jungle, Ryuichi Sakamoto oder auch Edwin Starr. 

La France, en confidence

French Pop – made in America

(08.06.2026 / 17:00 Uhr)
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Dass in der kanadischen Provinz Québec einfach nicht aufgehört wird, auf Französisch Musik zu machen – und das heißt eben auch: zu texten und zu singen – ist hinlänglich bekannt. Aber damit ist es eben nicht getan.Was kommt dabei raus, wenn das Schicksal drei jungen Französinnen einen Streich spielt, und sie sozusagen „aus Versehen“ in California / USA aussetzt? Antwort: gute Popmusik. Claire Chicha aka Spill Tab hat mit ihrem Album „Angie“ die EP-Phase hinter sich gelassen, bei Laureen Rebeha Zouaï aka Lolo Zouai ist das schon sieben Jahre her (Album damals „High Highs To Low Lows“), beide machen ihre Songs im Spagat zwischen Gastland und Herkunftsland, beide schwimmen im Elektro, im Modern Pop, beide werden aber ihre Schwäche für Chansons nicht los. Dabei sind beide zumindest teilweise in California aufgewachsen – was sie von der dritten Kandidatin unterscheidet: Marie Seyrat hat ihre frühe Jugend in Paris verbracht, ist aber längst die eine Hälfte des Los-Angeles-Duos Freedom Frye (Hälfte zwei: Bruce Driscoll aus Michigan), die im Allgemeinen Indie-Pop machen, aber ab und zu setzt Marie eben ihre French-Pop-Akzente und singt dann auch hinreißende französiche Texte (Album „L’Invitation“).Außer den drei kalifornischen Musikerinnen zwei frankokanadische Musiker in dieser Sendung: Jérôme Minière, geboren und aufgewachsen in Frankreich (Orléans) lebt seit über 20 Jahren in Montréal/Québec und wagt sich immer wieder in seinen Texten an sperrige Themen der Welt im Wandel: Ein Popstück über KI machen geht nicht? Doch, geht, minimalistisch und – ganz im Ernst – poetisch („Pensées Sans Calcul“, Übersetzung in der Sendung … :)) Und Vincent Rooberge hat unter dem Bandnamen Les Louanges soeben sein zweites Album veröffentlicht, „Alouette“. Ein Rockalbum mit lauter tollen Song-Ideen, mit ganz Kanada in den Texten und mit einer enormen Leichtigkeit ohne irgendwie gefällig zu klingen. Nach seinem ersten halben Hit vor vier Jahren („La Nuit Est Une Panthère“) hat niemand im Land mit so einem unbändigen zweiten Aufschlag gerechnet, aber nun ist „Alouette“ da, und es ist das Album der Stunde im französischsprachigen Amerika.

Das Ehrenwort

Zucker

(14.10.2020 / 17:00 Uhr)
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So viel zur Traumdeutung. Was aber passiert, wenn man Zucker in Gestalt von Kikagaku Moyo, Spill Tab oder Sufjan Stevens in die Ohren bekommt, erfahrt Ihr in diesem Ehrenwort.

Mehr als eine Elektro-Rap-Hommage: „Nice Town“ von Metronomy

Von ByteFM Redaktion
(19.03.2024)
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Mehr als eine Elektro-Rap-Hommage: „Nice Town“ von Metronomy
Mit der Single „Nice Town“ gibt er britische Indietronica-Act Metronomy sein Debüt auf dem Label Ninja Tune. Zuletzt veröffentlichte das Projekt des einzigen festen Bandmitglieds Joe Mount im Jahr 2022 sein siebtes Album „Small World“. Allerdings wird Mounts nächste längere Veröffentlichung wohl eher an eine EP anknüpfen, die ein Jahr zuvor erschienen ist. Damals arbeitete er für „Posse, Vol. 1“ mit mehreren, ziemlich unterschiedlich Acts zusammen. So gehörten zu den Gästen der EP neben den Singer-Songwriterinnen Spill Tab und Biig Piig auch die Post-Punk-Band Folly Group sowie der Londoner Rapper Pinty. „Meine Kollaborationen beginnen immer auf dieselbe Weise“, erklärt Mount seinen Prozess. „Ich verschicke einen Ordner mit Ideen, hauptsächlich Beats, und schaue, was zurückkommt. Die einen spielen mit mehreren Tracks herum, die anderen konzentrieren sich nur auf eine Sache, die ihnen gefällt.“


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