The Soundcarriers

The Soundcarriers The Soundcarriers verarbeiten Jazz-, Krautrock- und Tropicalia-Einflüsse in ihrer Musik (Bild: Ausschnitt des Covers des 2014er Albums „Entropicalia”)

The Soundcarriers sind eine britische Indieband aus Nottingham. Sie werden oft mit Stereolab oder Broadcast verglichen, was aber nur ganz oberflächlich stimmt. Bei The Soundcarriers liegt den neopsychedelischen Songs ein dynamischer Jazz-Einfluss zu Grunde, der vor allem in der Rhythmussektion deutlich wird. Die Einflüsse neben dem Jazz – Tropicalia, Krautrock, Library Music – ähneln dann tatsächlich denen der beiden anderen Bands, werden aber ganz anders umgesetzt.

Die Band besteht aus Adam Cann (Schlagzeug), Dorian Conway (Keyboards), Leonore Wheatley (Gesang) und Paul Isherwood (Bass). 2007 veröffentlichte sie ihre erste Single „I Had A Girl”, gefolgt vom Debütalbum „Harmonium”. Besonders deutlich traten hier Einflüsse von Künstler*innen wie The Free Design, John Barry, Pentangle und Neu! deutlich hervor. Die Band verbindet die musikalische Schlaumeierei von Menschen, die als Kind ein Poplexikon verschluckt haben, mit spürbarer Spielfreude.

Kommerziell blieb die Band eher ein Nischenthema, was sicherlich auch zum etwas unzuverlässigen Veröffentlichungsrhythmus beiträgt. 2009 erschien das zweite Album „Celeste”, 2014 folgte „Entropicalia” auf dem Label Ghost Box. „Entropicalia” war das bis dahin reifste Werk der Band und featurete Beiträge von Jesse Chandler (Midlake) und dem Schauspieler Elijah Wood. Ende 2021 veröffentlichte die Band die Single „Waves” als Vorbotin zum vierten Album „Wilds“, das im Januar 2022 erschienen ist.



The Soundcarriers im Programm von ByteFM:

Mit „Waves“ melden sich The Soundcarriers zurück

(02.12.2021)
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Mit „Waves“ melden sich The Soundcarriers zurück
The Soundcarriers aus Nottingham veröffentlichen nach fast achtjähriger Pause ein neues Album Unser Track des Tages „Waves“ ist ein unerwartetes Lebenszeichen von The Soundcarriers. Fast hätte man glauben können, dass sie ihre Diskografie an verhallten, funky und psychedelischen Pop-Platten schon 2014 abgeschlossen hätten. // Doch auch andere seltsame Einflüsse wie Silver Apples, Krautrock oder Latin-Soul kann man in der klanglichen Welt von The Soundcarriers ausmachen. Dabei bewegen sich ihre Musik und Ästhetik zwischen dem hedonistischen Swinging London und der seltsamen Acid-Folklore von etwa der Incredible String Band oder Pentangle. // Wie vor ihnen Bands wie Stereolab und Broadcast, scheinen Spieltrieb und Sehnsucht sowie Vergnügen an der Klangforschung und -gestaltung The Soundcarriers anzutreiben. Auch in jüngerer Zeit finden Acts wie etwa Kit Sebastian, Vanishing Twin oder El Michels Affair ihre Freude an ähnlich gearteten Experimenten. // Dennoch klingen all diese Bands sehr unterschiedlich und haben ihre eigenen Nischen in einer gemeinsamen Klangwelt gefunden. Eine Welt, in die The Soundcarriers nun zurückkehren – es ist eine Bereicherung! Das Album „Wilds“ von The Soundcarriers erscheint am 21. Januar 2022 auf dem Label Phosphonic.

Golden Glades

Liebliche Wildnis

(09.02.2022 / 17 Uhr)
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Sandra Zettpunkt versucht einmal mehr, in der undurchdringlichen Wildnis musikalischer Neuveröffentlichungen den Überblick zu behalten. Aufgefallen sind ihr u. a. The Soundcarriers aus Nottingham, die nach acht Jahren Pause mit ihrem vierten Album "Wilds" psychedelisch aufgefächerten Pop präsentieren. // Versüßt wird die unpolierte Klangpalette mit Querflötenparts und einem gemischt-gedoppelten Gesang. Für die Aufnahmen haben The Soundcarriers kein amtliches Studio aufgesucht, sondern alternative Räumlichkeiten wie Grundschulen, Landhäuser und Kunstgalerien.

„Sunset Boulevard“: Picknick im Dunkeln mit Renata Zeiguer

(24.01.2022)
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„Sunset Boulevard“: Picknick im Dunkeln mit Renata Zeiguer
Auch musikalisch verschmelzen der Bossa-Nova-Soundtrack aus Zeiguers Kindheit und ihre künstlerische Biografie bei Acts wie Mr Twin Sister und Cassandra Jenkins. Ähnlich neugierig und vom Seltsamen angezogen wie Broadcast oder The Soundcarriers, ist Renata Zeiguers Grenzbereichserforschung kein Selbstzweck. Sondern soll letztlich der Heilung und Selbstverwirklichung dienen.

Islet – „Good Grief“

(30.11.2019)
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Islet – „Good Grief“
Dergestalt viele, dass es eigentlich an ein Wunder grenzt, dass sie nicht in Überladenheit resultieren. Stattdessen Neo-Psych, geschult vielleicht an Broadcast oder The Soundcarriers. Das Album „Eyelet“ von Islet erscheint am 6. Februar 2020 auf Fire Records. Die Vorabsingle „Good Grief“ ist heute unser Track des Tages.

Ghost Funk Orchestra – „A Song For Paul“ (Rezension)

(28.08.2019)
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Ghost Funk Orchestra – „A Song For Paul“ (Rezension)
Der Gesang ist an 5th Dimension oder The Association angelehnt, der Bass ist 60er-Soul-verliebt wie bei The Soundcarriers aus Manchester. Zusammen erinnert das bei „Slow Down“ fast an die 90er-Jahre Indie-HipHop-Band Luscious Jackson.

Neuland

Coverversionen, Remixe und Spaß an der Freude

(21.01.2022 / 12 Uhr)
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Mit Musik u. a. von unserem Album der Woche „Covers“ von Cat Power, mit dem Remixalbum „Butterfly 3001“ von King Gizzard & The Lizard Wizard und jeder Menge neuer Tunes, u. a. von The Soundcarriers, Yard Act und Artsick.

Afrofunk und Tropicália: „Phase One Million“ von Vanishing Twin

(19.08.2021)
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Afrofunk und Tropicália: „Phase One Million“ von Vanishing Twin
Denn wenn sich der Groove nicht nur mit dem Gesang mischt, sondern auch mit psychedelischen Synthies und Klangeffekten, wird das Stück Teil des Vanishing-Twin-Universums. Dieses grenzt an die Sphären von Bands wie Broadcast, Kit Sebastian oder The Soundcarriers. Diese Gruppen heben wie Vanishing Twin einige Fäden auf, die in den 60ern und 70ern liegen geblieben sind.

Kit Sebastian – „Pangea“

(13.08.2019)
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Kit Sebastian – „Pangea“
Spätestens seit Syd Barrett Ende der 1960er hält sich der Sound. Erwähnenswerte Updates erfolgten etwa durch Bands wie Stereolab oder Broadcast. Oder The Soundcarriers, denen Kit Sebastian musikalisch womöglich am nächsten stehen. So zur groben Orientierung: Was Merve Erdem und Kit Martin als Kit Sebastian produzieren, trägt eine sehr eigene klangliche Signatur.


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