D'Angelo

D'Angelo D'Angelo

D'Angelo (* 11. Februar 1974 als Michael Eugene Archer) ist ein US-amerikanischer Soul-Sänger aus Richmond, Virginia. Er gilt als Wegbereiter des Neo-Soul und erlangte besonderen Ruhm unter MusikerInnen, Fans und Kritik durch sein Album „Voodoo“ aus dem Jahr 2000.

Der Priestersohn begann als Kind, Klavier zu lernen und sang im Kirchenchor. Erste eigene musikalische Gehversuche waren im HipHop-Genre, aber etablieren sollte D'Angelo sich durch seinen an Marvin Gaye und Al Green geschulten Falsettgesang.

„Brown Sugar“ (1995), das Debütalbum von D'Angelo, unterschied sich von zeitgenössischen R&B-Veröffentlichungen durch verstärkte Verwendung analoger Instrumente statt Synthesizern, programmierten Beats und Samples. Als Opus magnum gilt „Voodoo“, für das D'Angelo seine ästhetische Vision mit Studiomusikern wie Questlove, Pino Palladino und Raphael Saadiq umsetzte und eine Generation von Musikern beeinflusste. Charakteristisch sind eine vorsätzlich hinter dem Beat spielende Rhythmussektion; eine Technik, die als „drunk feel“ bekannt und häufig kopiert wurde. Der aus dem Erfolg resultierende Innovationsdruck, Schreibblockaden und Substanzenmissbrauch führten dazu, das erst vierzehn Jahre später der Nachfolger „Black Messiah“ erschien – ohne Vorankündigung, weil D'Angelo schnellstmöglich ein Statement zu Rassismus und Polizeigewalt liefern wollte.



D'Angelo im Programm von ByteFM:

„Back To The Future“: D'Angelo wird 50!

Von ByteFM Redaktion
(11.02.2024)
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„Back To The Future“: D'Angelo wird 50!
D'Angelo wird heute 50 Jahre alt (Foto: Gregory Harris) „Back To The Future“ hieß ein zweiteiliger Song, dessen Hälften 2014 unzusammenhängend auf „Black Messiah“ erschien, dem dritten Album von D'Angelo. Der zweite Teil als Reprise, sozusagen. Allein dieser Umstand deutete darauf hin, dass wir es bei „Black Messiah“ mit einem groß angelegten Albumprojekt zu tun hatten. In dieser Hinsicht stand der US-amerikanische Sänger und Musiker auch unter selbstverursachtem Zugzwang. Denn nachdem sein Debütalbum „Brown Sugar“ das Neo-Soul-Genre und D'Angelo selbst auf die Landkarte gesetzt hatte, gelang ihm 2000 ein noch größerer Wurf. 25 Tage nach der Jahrtausendwende krempelte er nämlich die Musiklandschaft noch nachhaltiger um. Mit The-Roots-Drummer Questlove und mit Pino Palladino am Bass machte seine Band, was J Dilla zur gleichen Zeit mit dem Sampler tat: Sie brachte dem Groove das elegante Stolpern bei. Dilla und D'Angelo mitsamt Band bildeten zudem das Kollektiv Soulquarians. Während der „Voodoo“-Sessions erschufen sie in den New Yorker Electric-Lady-Studios nebenbei Meilensteine wie „Like Water For Chocolate“ (Common) und „Mama's Gun“ (Erykah Badu). Was als Gruppenanstrengung Form annahm, basierte auf einer unabhängig voneinander entwickelten Idee D'Angelos und J Dillas. Beide weichten das jahrhundertealte starre metronomische Raster musikalischer Zählzeiten auf. Der flexible Umgang mit den Zählzeiten revolutionierte das kollektive Groove-Empfinden. Wie soll man da noch weitermachen, ohne sich zu wiederholen? Diese Bürde zu schultern, gelang D'Angelo zwar, aber nur unter großen Anstrengungen. // Schon auf seinem überwiegend in Eigenregie eingespielten Debütalbum ließ D'Angelo seine futuristischen Ideen anklingen, etwa in dem Stück „Me And Those Dreamin' Eyes Of Mine“. Daran anknüpfend sollte auch die dritte LP im Alleingang entstehen. Ab 2002 arbeitete er an den Songs, doch so richtig konnte er sie nicht zu Ende bringen. Der Schreibblockade folgten Verhaftungen wegen Drogenbesitzes und ein schwerer Autounfall. Anfang 2011 lud er seine alten Mitstreiter ins Studio, und Questlove zufolge stand Ende des Jahres das Album zu 97 Prozent. Drei Jahre später, beinahe 15 Jahre nach „Voodoo“, waren auch die letzten drei Prozent geschafft. Zwar krempelte „Black Messiah“ nicht erneut die Musiklandschaft um, aber manche Beteiligte wie Palladino mochten das Album noch lieber als den Vorgänger. Unser Track des Tages ist insofern passend betitelt, als D'Angelo zwar auf dem „Voodoo“-Konzept aufbaut, doch produktionstechnisch noch gewagter daherkommt. Als er den Song schrieb, stellte D'Angelo ihn sich als ersten Kontakt des Publikums mit seinem neuen Material vor. Daher beantwortet er in den Lyrics Fragen, von denen er annahm, dass man sie ihm ohnehin stellen würde. Zum Beispiel die nach seinem Zustand, was er quittiert mit „Ich hoffe, Du sprichst nicht von meinem Bauch.“ Damit spielte er auf das Video zum „Voodoo“-Song „Untitled (How Does It Feel)“ an, mit dem ein durchtrainierter, nackter D'Angelo als Sexsymbol aufgebaut werden sollte. Nun hatte er sich dieses Images, mit dem er sich nicht wohlfühlte, entledigt. Und lieferte ohne Körperkult-Druck ein neues Meisterwerk. Der US-amerikanische Sänger und Musiker D'Angelo wurde am 11. Februar 1974 als Michael Eugene Archer in Richmond, Virginia geboren. An seinem heutigen 50. Geburtstag ist sein Song „Back To The Future (Part I)“ unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

D’Angelo & The Vanguard – „Black Messiah“ (Rezension)

Von ByteFM Redaktion
(01.01.2015)
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D’Angelo & The Vanguard – „Black Messiah“ (Rezension)
D’Angelo & The Vanguard – „Black Messiah“ Es mutet auf den ersten Blick recht merkwürdig an. Fast 15 Jahre gab es keine neue Musik von D’Angelo und plötzlich ist sein Comeback-Album da. Vollkommen unerwartet, ohne jede Vorwarnung. Von dem Mann, der sich mit „Brown Sugar“ und „Voodoo“ gegen Ende des letzten Jahrhunderts zur Soul-Hoffnung überhaupt aufschwang, um anschließend ganz tief zu fallen. Rechtliche Probleme wegen Drogenbesitzes und ein schwerer Autounfall legten die Karriere des erwarteten Neo-Soul-Heilsbringers Michael Eugene Archer lange Zeit lahm. Bis jetzt, denn mit „Black Messiah“ feiert D’Angelo eine so unerwartete wie spektakuläre Rückkehr. Es ist die politische Situation in den Vereinigten Staaten, die D’Angelo zu diesem Schritt bewegte. Sein erst für 2015 geplantes Album wollte er sofort veröffentlichen, als er von dem Freispruch des Polizisten Darren Wilson hörte, der in Ferguson den Schüler Michael Brown erschossen hatte. Der Musiker aus Virginia wollte ein Zeichen setzen, kontaktierte sein Label RCA und in wenigen Tagen war „Black Messiah“ fertig für die Veröffentlichung. D’Angelo wollte sich äußern, so sagt er selbst, und das könne er am besten durch Musik. Schon das Cover von „Black Messiah“ spricht eine deutliche Sprache. Es entstand beim jährlichen Konzert der Kreativagentur Afropunk, bei dem auch D’Angelo bereits als Headliner auftrat. Die Hände des Publikums sind zum Protest gereckt. Musikalisch kann der Soulsänger schwer aus seiner Haut und überzeugt mit seiner butterweichen Stimme und dem warmen Groove. Doch ziehen sich die Songs nicht wie gewohnt sämig durch das Album. „Black Messiah“ wirkt chaotischer, wie eine Ansammlung verschiedenster Ideen. Alle Songs wurden innerhalb von drei Tagen komplett analog aufgenommen. Es ist der direkte Ausdruck des Künstlers D’Angelo in all seiner Größe. Da braucht es keine monatelangen PR-Offensiven – „Black Messiah“ spricht für sich.

Präzises Verfehlen: D'Angelos „Voodoo“ wird 20

Von ByteFM Redaktion
(25.01.2020)
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Präzises Verfehlen: D'Angelos „Voodoo“ wird 20
D'Angelo (Foto: Mary Ellen Matthews) Präzises Verfehlen ist D'Angelos Fluch und Segen. In musikalischer Hinsicht kam das punktgenaue Neben-den-Punkt-Spielen auf seinem 2000er Album „Voodoo“ einer leisen Revolution gleich. Ein Einfluss, der bis jetzt fortwirkt. Und das sind heute immerhin auf den Tag genau 20 Jahre, denn am 25. Januar 2000 erschien dieses erste große Soul-Album des neuen Jahrtausends. „Voodoo“ begeisterte gleichermaßen ein Pop-Publikum zwischen Nerds und Mainstream; die Presse und studierte MusikerInnen. Was ein ziemlich rarer Konsens ist. Bereits 1995 hatte der gelernte Kirchenmusiker Michael Eugene Archer aka D'Angelo auf seinem Debütalbum „Brown Sugar“ das Neo-Soul-Genre quasi erfunden. Fünf Jahre ließ er sich für „Voodoo“ Zeit und arbeitete in der Zeit nicht nur an seinem Falsettgesang und Songwriting, sondern erfand das wichtigste Groove-Konzept der beiden folgenden Jahrzehnte. Bassist Pino Palladino und Schlagzeuger Questlove sahen sich vor der Aufgabe, zu tun, was für eine Rhythmussektion normalerweise ein Kündigungsgrund ist. Denn D'Angelo forderte sie auf, neben den Punkt zu spielen. Immer und immer weiter, als ihnen lieb war. Präzises Verfehlen der Zählzeiten war D'Angelos Vision, und die Rechnung ging auf. Alle, die etwas auf sich hielten wollte in der Folge des Albums spielen wie die Musiker auf „Voodoo“. Insofern erwies D'Angelo HipHop- und R&B-Beats einen ähnlichen Dienst wie der Produzent J Dilla mit seinem Sampler: die Emanzipation vom Metronom. Und das Beste an der ganzen Sache: Man brauchte überhaupt keinen theoretischen Überbau für diese Musik. Soul trieft aus den Songs, weswegen sie funktionieren, ohne dass man bemerken müsste, wie ungewöhnlich sie eingespielt sind. Im Video zum Stück sieht man D'Angelo auch körperlich auf einem Höhepunkt der Disziplin. Und vielleicht war es genau dieses Video, was D'Angelo im Anschluss bremste. Denn alles war auf eine Superstar-Karriere hin angelegt. Ein Druck, dem der Künstler nicht standhalten konnte. Denn erst 2014 erschien mit „Black Messiah“ ein neues Album. Dazwischen: Schreibblockaden, Substanzen, Getränke, Depressionen. „Voodoo“ von D'Angelo ist heute vor 20 Jahren am 25. Januar 2000 erschienen. Die Single „Untitled (How Does It Feel)“ ist heute unser Track des Tages. Hört und seht sie Euch hier an:

D'Angelo – „Devil's Pie“

Von ByteFM Redaktion
(02.05.2019)
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D'Angelo – „Devil's Pie“
D'Angelo // „Die Szene für 14 Jahre verlassen und dann einfach wiederkommen – wer macht sowas?“, fragt The-Roots-Mastermind Questlove im Trailer zu „Devil‘s Pie“, einer neuen Dokumentation über D‘Angelo. Der Künstler veröffentlichte 2000 sein Funk- und R&B-Meisterwerk; „Voodoo“ – und verschwand danach von der Bildfläche. In der Dokumentation soll dieser Zeitraum erkundet werden, mit allerlei unveröffentlichtem Bildmaterial sowie Interviews mit D‘Angelos WeggefährtInnen. Und auch der notorisch kamerascheue Künstler soll zu Wort kommen.

Soulsearching

Aquarius Selection 2012, Part One
mit Michael Rütten

(05.02.2012 / 19:00 Uhr)
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Soulsearching - Aquarius Selection 2012, Part One  mit Michael Rütten
Zurück von einem der, wenn nicht sogar dem besten Konzert, das Michael Rütten bisher gesehen hat, läßt er es sich nicht nehmen, heute eine Hälfte von soulsearching dem Mann zu widmen, der nach über elf Jahren Bühnenabstinenz wie Phönix aus der Asche auferstanden ist, um Funk und Soul zu predigen: D'Angelo. Ein guter Freund Rüttens sagte nach der Show im Amsterdamer Paradiso: "D'Angelo hat gerade das Prince-Konzert gespielt, was ich immer sehen wollte." Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Ausser: "Der Sohn eines Priesters, DAngelo, hat am 31.1.2012 in der ehemaligen Kirche in Amsterdam das Konzert gegeben, was Michael Rütten schon immer von D'Angelo sehen wollte!" Impressionen davon in der Show. Der zweite Teil dann im Zeichen des Aquarians, der viel zu früh die Erde verlassen musste am 10.2.2006: Jay Dee aka J Dilla, geboren am 7.2.1974, genau vier Tage vor D'Angelo übrigens. Soulquarian Tribute heute, Teil zwei dann nächtse Woche. R.I.P. James Yancey J Dilla, lang lebe Michael Eugene Archer aka D'Angelo.

Love Songs

Feat. D’Angelo

(01.02.2020 / 17:00 Uhr)
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Love Songs - Feat. D’Angelo
D’Angelos Album „Voodoo“ wird 20 und Love Songs widmet sich dem Typen mit den Cornrolls und dem Astralkörper. Eine Ausgabe voll von Liebe, Sexualität, Sex und der Zerbrechlichkeit des Mannes…und Alpers Faszination für D’Angelos Körper!

ByteFM Magazin

D'Angelo, Algiers und Big Joanie

(24.01.2020 / 10:00 Uhr)
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Mit seinem zweiten Album „Voodoo“ erfand der US-amerikanische Musiker D'Angelo kurzerhand R&B und Soul neu und wurde zum Posterboy einer von Jazz, HipHop und Funk beeinflussten neuen Generation an R&B-KünstlerInnen. Auf Erfolg und Ruhm folgte allerdings eine 14-jährige musikalische Pause, deren Gründe eng mit „Voodoo“ verbunden sind.

Beat Repeat

D’Angelo / Noname / Chaka Khan

(11.01.2019 / 18:00 Uhr)
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Beat Repeat - D’Angelo / Noname / Chaka Khan
Über den Jahreswechsel herrscht ja bekanntlich Release-Flaute. Einige Neuveröffentlichungen gab es trotzdem, zum Beispiel von D’Angelo, Noname und Chaka Khan.

ByteFM Magazin

Cher und Gregg Allman und D'Angelo mit „Brown Sugar“

(30.06.2020 / 10:00 Uhr)
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Außerdem wird in dieser Woche das Debütalbum von D'Angelo 25 Jahre alt. Die Platte des Multi-Instrumentalisten aus Virgina heißt „Brown Sugar“. Der Titeltrack wurde für drei Grammys nominiert.

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick: INXS, Django Reinhardt & D'Angelo

(26.01.2020 / 15:00 Uhr)
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Mit seinem zweiten Album „Voodoo“ erfand der US-amerikanische Musiker D'Angelo kurzerhand R&B und Soul neu und wurde zum Posterboy einer von Jazz, HipHop und Funk beeinflussten neuen Generation an R&B-KünstlerInnen. „Voodoo“ erschien am 25. Januar vor 20 Jahren.

Zum 50. Geburtstag von Erykah Badu: „Bag Lady“

Von ByteFM Redaktion
(26.02.2021)
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Zum 50. Geburtstag von Erykah Badu: „Bag Lady“
„Bag Lady“ war im Jahr 2000 die erste Single, die Erykah Badu aus ihrem Album „Mama's Gun“ auskoppelte. Am 50. Geburtstag der US-amerikanischen Sängerin blicken wir zurück auf das Jahr, in dem Neo-Soul seinen Höhepunkt erreichte. Am Erfolg dieses Sounds war Badu mit „Mama's Gun“ maßgeblich beteiligt. Doch schon 1997 hatte sie mit ihrem Debütalbum „Baduizm“ den Grundstein dafür gelegt. Damals basierte die R&B-Musik im Radio überwiegend auf programmierten, von HipHop beeinflussten Beats. Neben D'Angelo, der 1995 sein Debüt „Brown Sugar“ herausbrachte, orientierten sich kaum weitere Acts am Funk und Soul der 60er-Jahre. Im Jahr 2000 veröffentlichten dann sowohl D'Angelo als auch Badu ihre zweiten Alben. Und auf einmal wollten alle klingen wie sie. D'Angelos Zweitling „Voodoo“ beeinflusste die Musikwelt nachhaltig. Doch das Album war in Wirklichkeit nur ein Ausschnitt aus einem größeren Bild. Denn die Sessions zu „Voodoo“ waren langwierig. Und die Musiker, darunter der Bassist Pino Palladino und der The-Roots-Schlagzeuger Questlove, hatten Zeit, auch bei anderen Album-Aufnahmen mitzumachen. So entstanden neben „Voodoo“ auch die Longplayer „Like Water For Chocolate“ von Common und „Mama's Gun“ von Erykah Badu. Der Sound, der zu der Zeit in den New Yorker Electric-Lady-Studios entstand, sollte die Soul-Musik bis heute prägen.

Zum 40. Todestag von Jimi Hendrix

Von christiantjaben
(18.09.2010)
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Im Sommer 1999 besuchte ich D'Angelo in den Electric Lady Studios im Village in New York, wo er gerade 'Voodoo' aufnahm. Mein Kamerateam und ich waren den ganzen Tag dort, haben D'Angelo interviewt, uns alte James Brown-Videos angesehen und das damals gerade neue Album der Poets Of Rhythm mit ihm angehört. Irgendwann später kam ein Techie, der es sich nicht nehmen ließ, uns eine Studiotour zu geben. Inklusive D. Als krönenden Abschluss zeigte er uns die Toilette auf der Jimi am 18. September 1970 an eine Überdosis gestorben sei.'Ist er nicht in London gestorben?', meinte mein Kameramann Igor. Darauf der Techie: 'Whatever ...' Und geht beleidigt weg. Keine tolle Pointe, aber leider wahr."

Soulsearching

I'll Keep A Light In My Window
mit Michael Rütten

(29.01.2012 / 19:00 Uhr)
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Soulsearching - I'll Keep A Light In My Windowmit Michael Rütten
Ein anderes Ereignis in der Woche liess auch den Atem stocken, im positiven Sinne - der Kick-Off der Comeback Tour von Soul Supremo D'Angelo in einer Kirche in Stockholm letzten Donnerstag. Was man dazu bereits am selben Abend noch auf den bekannten Video Portalen sehen konnte, sorgte für Gänsehaut pur. Nach 12 Jahren steht D'Angelo mit einer grossartigen Band wieder auf der Bühne, als ob nichts gewesen wäre, keine Scheu vor der Öffentlichkeit, kein Lampenfieber, nur der pure Soul und sexy Funk. James Brown und Prince lassen grüssen ! Mehr dazu dann nächste Woche, Michael Rütten fährt morgen nach Amsterdam zu einem der drei ausverkauften Konzerten im Paradiso, freut sich wie ein kleines Kind darauf und wird nächsten Sonntag berichten.

Solange - "A Seat At The Table" (Rezension)

Von Stephan Szillus
(04.10.2016)
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Solange - "A Seat At The Table" (Rezension)
Auf musikalischer Ebene ergibt sich ein noch größerer Unterschied zur Musik der übermächtigen Schwester: Der Teppich, auf dem Solange ihre intensive Stimme drapiert, wirkt deutlich weniger opulent und glatt ausproduziert. Stattdessen hat sie gemeinsam mit Altmeister Raphael Saadiq, der als Produzent bereits für u. a. D'Angelo, The Roots und Macy Gray aktiv war, eine minimalistische Mischung aus dem Soundcloud-R&B; du jour und dessen Wurzeln in den mittleren und späten Neunzigern zusammengestellt. Insbesondere Janet Jacksons experimentelles "Velvet Rope"-Album von 1997, aber auch die frühen Alben von Erykah Badu, D'Angelo oder Jill Scott können leicht als Referenzen ausgemacht werden.

Die ByteFM Jahrescharts 2014

Von ByteFM Redaktion
(29.12.2014)
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1. D'Angelo & The Vanguard – Black Messiah // 1. D'Angelo & The Vanguard – Ain't That Easy

Was ist Musik

Queen Bey on Planet Hyper Mu

(29.12.2013 / 20:00 Uhr)
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She hews to the limited range of the Drake song and accommodates Frank Ocean’s adolescent sound. (This is a gracious move and a confident one: she knows we know what she can do.) In place of virtuosity—the “pretty” that the first song critiques—we get versatility: Beyoncé’s Vanity-6-inspired “Blow”; spare chromatic drama a la Lana del Rey in “Heaven”; a weirdly unsupported Kate Bush sound in “Blue”; subtle Caribbean stylings on “XO”; and the stunningly intricate D’Angelo tribute “Rocket.” // The sex can distract from the humor. Whereas we embrace the quirky oddball humor along with the eroticism of male artists like D’Angelo and Prince (and countless rappers), Beyoncé’s offbeat humor is scarcely legible as such. Hence critics debated the feminism of this year’s “Bow Down” without seeming to note its hilarity—the way the ultra-bass sound parodied masculine swagger and the accompanying photo made Beyoncé’s catty lyrics at least partly tongue-in-cheek: you better bow down to me, surrounded as I am by my dynasty of plastic trophies.

ByteFM Magazin

Fontella Bass, D'Angelo, Post Malone, Keleketla!

(03.07.2020 / 10:00 Uhr)
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Heute mit Musik der vor 80 Jahren geborenen R&B-S;ängerin Fontella Bass sowie einem Rückblick auf D'Angelos Debütalbum „Brown Sugar“, welches heute sein 25-jähriges Jubiläum feiert.

ByteFM Magazin

Nilüfer Yanya, Odd Couple & D'Angelo

(24.01.2020 / 19:00 Uhr)
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Mit Musik von Algiers, Flying Lotus und Orange Juice.

Afrozentrische Symbolik, ein Kurzfilm, ein Remix: Marcus Strickland

Von ByteFM Redaktion
(11.06.2020)
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Afrozentrische Symbolik, ein Kurzfilm, ein Remix: Marcus Strickland
Einerseits liegt das Stück im neuen Gewand näher am Free-Jazz. Andererseits erinnert es auch an den fragmentierten Funk von D'Angelos Album „Black Messiah“. Dieses hatte D'Angelo Ende 2014 unangekündigt als Statement gegen systemischen Rassismus und Polizeigewalt veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Proteste aufgrund der Ermordung von Afroamerikaner*innen durch Polizisten kann man dies durchaus als politische Folie des Tracks lesen. Ein Stück, das sich klanglich und politisch einreiht neben Archie Shepp, Robert Glasper und Kamasi Washington. Jazz-Musikern, die anstatt eines Genres die Vielschichtigkeit afroamerikanischer Kultur ins Zentrum rücken.

Tracks des Tages

Licht aus!

(17.02.2024 / 17:00 Uhr)
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Tracks des Tages - Licht aus!
50 Jahre auf dieser Erde verweilt mittlerweile D'Angelo, mehrfacher Soul-Messias.

„High“ vom neuen Brownswood-Act Muva Of Earth

Von ByteFM Redaktion
(03.08.2022)
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„High“ vom neuen Brownswood-Act Muva Of Earth
In dieser Welt pulsiert ein luftiger, jazziger Groove, der mit Sicherheit stark vom Neo-Soul einer Erykah Badu oder eines D'Angelo inspiriert ist. Daneben spiegelt sich New-Age-Musik in ihrem Werk ebenso wie die Musik der Yoruba-Kultur, die Teil ihrer Familiengeschichte ist. Während der thematische Ausgangspunkt ihrer neuen Single der Zerfall einer Beziehung ist, führt die euphorische Reise in viele Ecken von Muva Of Earths Gedankenkosmos. So denkt sie auf einem lose swingenden HipHop-Groove unter anderem über existenzielle Fragen nach. Wie etwa: „Warum machen es sich die Menschen so schwer in dieser Welt?“ Oder gleich über den Sinn des Lebens, der für Muva Of Earth in einer ständigen Suche nach Stimulation und Wissen besteht.

Neuland

Rückblick auf die Jahre 2000 & 2010

(01.01.2021 / 15:00 Uhr)
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In Stunde Nr. 1 stöbern wir durch die Tonträger-Sammlung des Jahres 2000. Mit dabei: Alben von D'Angelo, PJ Harvey, Air, Outkast und viele mehr.

„Nina“: nigerianischer Synth-Soul von Wayne Snow

Von ByteFM Redaktion
(08.10.2021)
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„Nina“: nigerianischer Synth-Soul von Wayne Snow
„Freedom TV“ bestand über weite Strecken aus sympathisch-verwackeltem HipHop und R&B. Gelegentlich ging es auch mit gerader Bass-Drum in eine windschiefe, aber soulige Lo-Fi-House-Richtung. Manchmal sogar etwas zu lo-fi für den Club, was aber nichts machte, denn die Songs funktionierten auch so. Zum Kopfnicken oder einfach zum Hören. Ziemlich nett anzuhören sogar, aber das neue Album bedeutet einen großen künstlerischen Schritt ins nächste Level. In den aufgeräumten Arrangements ist alles an seinem Platz, aber verknüpft mit jazziger Komplexität. Darauf legt sich Snows unfassbar souliges Falsett. Das Timbre mag vielleicht gelegentlich an D'Angelo erinnern, und bestimmt hatte der US-amerikanische Musiker auch einen Einfluss. Auf Wayne Snow und eigentlich alle soulaffinen Sänger*innen nach 2000. Aber das synth-modernistische „Figurines“ ist musikalisch ein ganz anderes, eigenwilliges Biest.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Juliane Reil

(19.12.2014 / 10:00 Uhr)
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"Treating Us Women Funky" ist als Titel eine Inspirationsquelle für die heutige Ausgabe des ByteFM Magazins.

ByteFM Magazin

Cher, Nick Cave, Fiona Apple

(30.06.2020 / 19:00 Uhr)
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Unter anderem mit Historischem zu D'Angelo, unserem Album der Woche von Keleketla! und unserem Track des Tages, „Play On“ von The Hempolics.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Oliver Stangl

(07.02.2012 / 10:00 Uhr)
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Die Band Two Door Cinema Club verkündet die Zusammenarbeit mit einem "namhaften Produzenten" für ihr neues Album. Wer, das ist aber noch streng geheim. Außerdem: D'Angelo im Remix von James Blake, und natürlich jede Menge Konzerttipps. Und was kostet eigentlich M.I.A.s Mittelfinger .. ?!

Autotune-Folk: „Feeling Good Today“ von Faye Webster

Von ByteFM Redaktion
(20.02.2024)
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Autotune-Folk: „Feeling Good Today“ von Faye Webster
Schon als Webster Anfang 2024 ihr Album „Underdressed At The Symphony“ ankündigte, überraschte sie ihre Fans mit einem Feature von Lil Yachty, einem weiteren Freund der durch die Mangel gedrehten Stimme. Für Webster selbst dürfte die Zusammenarbeit hingegen ein ganz natürlicher Schritt gewesen sein, denn sie ist mit dem Rapper befreundet, seit sie mit ihm die Schulbank drückte. Überhaupt steht sie dem Rap-Game näher, als ihre Musik bislang verraten hat. So hat sie sich etwa als Fotografin einen Namen in der HipHop-Szene ihrer Heimatstadt Atlanta gemacht. Auch die ebenfalls auf dem Album enthaltene Single „Lifetime“ untergrub subtil, aber hörbar ihre klassische Singer-Songwriter-Oberfläche. Denn der verschleppte Beat und das filigrane Streicherarrangement standen D'Angelo näher als Joni Mitchell.

Was ist Musik

35 Jahre in 60 Minuten
– SPEX 1980 - 2015

(21.06.2015 / 19:00 Uhr)
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Starring, maybe: D'Angelo, Jah Wobble, Sleaford Mods, Holly Herndon, DJ Koze, Diedrich Diederichsen Live at Hörsaal IV, Sergio Mendes, Die Zimmermänner, 49 Americans, Kendrick Lamar

Peyton mit ihrer neuen Single „Swag“

Von ByteFM Redaktion
(09.12.2020)
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Peyton mit ihrer neuen Single „Swag“
Mit ihrem Song „Swag“ schenkt die US-amerikanische R&B-Sängerin Peyton gegen Ende eines zermürbenden Jahres der Welt einen windschiefen Wohlfühlsong. Die texanische Künstlerin steht nicht umsonst bei dem von Peanut Butter Wolf betriebenen Label Stones Throw unter Vertrag. Denn was die kalifornische Plattenfirma herausbringt, ist in aller Regel ziemlich gut. Meistens ist das HipHop, manchmal Soul, aber auch die Postpunk-Band Automatic hat dort veröffentlicht. Peyton, die mit Nachnamen Booker heißt und aus Houston kommt, veröffentlicht leider nur selten Musik, gemessen an heutigen Veröffentlichungszyklen. Aber wenn, dann geht die Reise in der Regel in Richtung R&B. Verinnerlicht hat Peyton so ziemlich alle Facetten dieses Genres. Mal klingen die frühen 90er aus ihren Songs, mal die späteren. Als man zu der Musik von Künstler*innen wie D'Angelo und Erykah Badu nicht mehr „R&B“ sagte, sondern „Neo-Soul“.

Was ist Musik

Black Gegenwart Wochen, Part I.

(15.02.2015 / 19:00 Uhr)
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“All we wanted was a chance to talk, 'stead we only got outlined in chalk.” Singt D'Angelo auf seinem neuen Album “Black Messiah”.