Fugazi

Fugazi Fugazi ware eine der wichstigsten Post-Hardcore-Bands aus Washington D.C. (Foto: Cynthia Connolly)

Fugazi sind eine einflussreiche US-amerikanische Post-Hardcore-Band, die 1986 in Washington D.C. gegründet wurde. Sie besteht aus Ian MacKaye (Gesang, Gitarre), Joe Lally (Bass, Gesang), Brendan Canty (Schlagzeug) und Guy Picciotto (Gesang, Gitarre). Ihre Debüt-LP „Repeater“ ist 1990 über MacKayes Label Dischord Records (Minor Threat, Q And Not U, Government Issue) erschienen. 

Mit einer musikalischen Aufgeschlossenheit, die dazu führte, dass sie über die Jahre ihren Hardcore-Punk-Sound um Einflüsse aus unter anderem Funk, Reggae, Dub, Hard Rock, Soul und Noise erweiterten, wurden Fugazi zu einer Post-Hardcore-Institution. Ein weiteres wichtiges Merkmal der Gruppe: ihr entschlossenes Festhalten am DIY-Ethos. Die Musik von Fugazi sollte für so viele Menschen wie möglich zugänglich sein. Ein Konzertticket kostete nie mehr als fünfzehn Dollar, in der Regel deutlich weniger. Auf ihrer Website gibt es zu fast jedem dieser Konzerte einen professionell gemasterten Audiomitschnitt, der nach dem „Pay-what-you-want“-Prinzip dort heruntergeladen werden kann. Ian MacKaye war bereits vor der Gründung von Fugazi als Sänger von Minor Threat in Erscheinung getreten, einer der stilprägenden Gruppierungen im Hardcore-Punk-Genre. Nach der Auflösung derselben spielte er in verschiedenen Bands, bevor er Mitte der 80er Mitmusiker für ein Projekt rekrutierte, das wie „The Stooges mit Reggae“ klingen sollte – Fugazi waren geboren. In den ersten Jahren noch von Besetzungswechseln geprägt, bestand die Gruppe ab 1988 aus jenen vier Musikern, aus welchen sich das Fugazi-Line-up seither zusammensetzt. Nach der Veröffentlichung von „Repeater“, das sich für ein Independent-Release überraschend gut verkaufte, bekundeten Major-Labels ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Band. Diese lehnte ab und ließ auch ihre folgenden Platten – Fanlieblinge wie „Steady Diet Of Nothing“ (1991) oder „The Argument“ (2001) – über Dischord vertreiben.

„The Argument“ blieb vorerst das letzte Album von Fugazi. Ab 2003 legten sie eine Pause auf unbestimmte Zeit ein, um sich auf ihre Familien und weitere Projekte fokussieren zu können. Die Musiker sind seither in anderen Zusammenhängen aktiv, beispielsweise als Producer oder in Bands wie The Evens und Coriky.



Fugazi im Programm von ByteFM:

„Repeater“ von Fugazi wird 30 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(19.04.2020)
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„Repeater“ von Fugazi wird 30 Jahre alt
Fugazi - „Repeater“ (Dischord) // Wenigen Bands war der Faktor „Befriedigung“ so egal wie Fugazi. Die Geschichte des Quartetts aus Washington, D.C. ist eine Geschichte der Ablehnung. Sowohl gegenüber dem Publikum gegenüber als auch gegenüber der Musikindustrie. Eine Verweigerung von all dem, was man in den frühen 90er-Jahren von einer Rockband zu erwarten hatte. Wer bei einem Fugazi-Konzert auf die Idee kam, Stagediven zu wollen, wurde rausgeschmissen. Ihre Musik erschien stets auf dem Label des Sängers und Gitarristen Ian MacKaye, Dischord Rechords. Obwohl Major-Firmen mit Multimillionen-Dollar-Verträgen lockten. Apropos Geld: Wer Ticketpreise aufblähen wollte, ging leer aus. Ein Konzert der Band kostete fast immer nur fünf Dollar. Merchandise gab es nicht. Wer unbedingt ein Fugazi-T-Shirt haben wollte, musste auf ein von Fans produziertes „This-Is-Not-A-Fugazi-Shirt“ zurückgreifen. // Die Geschichte der kompromisslosen Band Fugazi ist die, die am häufigsten erzählt wird. Die Story einer Gruppe, die bis zu ihrem vorläufigen Ende im Jahr 2003 ihrem radikalen Ethos treu blieb. Dieses Narrativ schließt aber einen wichtigen Aspekt der Band aus: den Spaß an der Musik. Ihre ekstatischen, vor unbändiger Lebensfreude nur so strotzenden Songs. 1986 gründete MacKaye mit Canty und dem Bassisten Joe Lally Fugazi, Picciotto stieß kurz darauf als Background-Sänger hinzu. Es erschienen zwei EPs, später zusammengefügt zum Debütalbum „13 Songs“. Wenig später griff auch Picciotto zur Gitarre. Am 19. April 1990, vor genau 30 Jahren, erschien das zweite Album „Repeater“ – auf dem die Band endgültig radikale Politik mit radikaler Spielfreude verband. // „Repeater“ beginnt sehr langsam: „Turnover“ ist ein sich stetig auftürmendes Biest, das in seiner vollen Größe aber alle Qualitäten dieser Band demonstriert. Fugazi waren im wahrsten Sinne des Wortes eine Post-Hardcore-Band, die die Energie des Hardcore in verschiedene andere Richtungen weiterdachte. Canty peitscht seine Drums mit punkigem Elan, aber ohne das halsbrecherische Tempo. Die Gitarren sind stark verzerrt, aber auf seltsame Art und Weise elegant. MacKaye und Picciotto lassen ihre Instrumente in engen Bahnen umeinander Kreisen, fernab von klassischer Lead- und Rhythmus-Gitarre. Lallys Bass hat überhaupt nicht viel mit Punk-Konventionen zu tun, seine Figuren sind synkopische Tänzeleien, die man eher aus dem Dub oder Reggae kennt. „Turnover“ legt diese Elemente Schicht um Schicht übereinander.

Schraubenzieher

Here Comes The Argument: eine Sendung über Fugazi

(08.11.2021 / 23:00 Uhr)
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Schraubenzieher - Here Comes The Argument: eine Sendung über Fugazi
2001 war für den sogenannten Post-Hardcore gleichzeitig ein wunderbares und ein furchtbares Jahr. Warum? Weil die beiden (objektiv) besten Bands dieses Genres damals sowohl eines ihrer besten Alben veröffentlichten – als auch ihre Auflösung bekannt gaben. Die Rede ist von Unwound und Fugazi und ihren jeweiligen kratzbürstigen Schwanengesängen „Leaves Turn Inside You“ und „The Argument“. Erstere Band hat vor einigen Monaten bereits ein Schraubenzieher-Special aufgedrückt bekommen – und heute sind Fugazi an der Reihe. Man muss schon in den tieferen Avantgarde-Untergrund eintauchen, um eine kompromisslosere Band als Fugazi zu finden. Dafür muss man gar nicht über ihre Musik sprechen. Im Verlauf seiner 15-jährigen Karriere hielt das Quartett aus Washington, D.C. eisenhart am DIY-Ethos fest. Ein wichtiger Teil dieses Ethos: Ihre Musik sollte für so viele Menschen wie möglich zugänglich sein. Ein Fugazi-Konzert-Ticket kostete nie mehr als fünfzehn Dollar, in der Regel deutlich weniger. Auf ihrer Website gibt es zu fast jedem dieser Konzerte einen professionell gemasterten Audiomitschnitt, der nach dem „Pay-What-You-Want“-Prinzip dort heruntergeladen werden kann. In Zeiten, in denen auch der Musikmarkt vom Spät-Kapitalismus dominiert wird, werden solche Gesten schwer vermisst – besonders von solch einer großen Band. // Wo fängt man da an? Am besten ganz vorne. Der heutige Schraubenzieher wird ein Fest – denn wir werden tief in die Diskografie einer der besten Gitarren-Gruppen dieses Planeten eintauchen. Und dabei einer Band beim Wachsen zuhören, die sich auf jedem Album in spannende, neue Richtung weiterdachte. Außerdem gibt es Songs von mit Fugazi verwandten Bands und Acts wie Minor Threat, Rites Of Spring, The Evens, Coriky und Vic Chestnutt.

Fugazi – „Long Division“

Von ByteFM Redaktion
(03.12.2018)
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Fugazi – „Long Division“
Fugazi im Jahr 1988 (Foto: Joe Henderson) // Zum Beginn der 80er-Jahre wirbelten Hardcore Bands wie Black Flag, Dead Kennedys oder Minor Threat in der US-amerikanischen Punk-Szene einiges an Staub auf. Als sich dieser zum Ende des Jahrzehnts langsam legte, begannen Fugazi, den politischen Spirit des Genres in musikalisch aufregendere Richtungen umzuleiten. Minor-Threat-Sänger Ian MacKaye gründete die Band im Jahr 1987 mit dem Bassisten Joe Lally, dem Gitarristen und Sänger Guy Picciotto und dem Schlagzeuger Brendan Canty. Während MacKaye und Picciotto ihre Gitarren und Stimmen zu dichten Netzen verwoben, bauten Lally und Canty ein starkes Fundament aus Dub und Reggae-Einflüssen. Besonders beeindruckend wirkt diese Rhythmusgruppe auf „Long Division“, erschienen auf dem 1991er Album „Steady Diet Of Nothing“: Hier halten die Gitarren sich mit einer simplen Melodie im Hintergrund, während Lally eine melodische Bassline ausbreitet, die sich butterweich an Cantys Groove schmiegt.

ByteFM Magazin

Gang Starr, Janet Jackson und Fugazi

(20.04.2020 / 10:00 Uhr)
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Das zweite Album „Repeater“ der Band Fugazi wird 30 Jahre alt, genauso wie der Stern von Janet Jackson auf dem Hollywood Walk Of Fame.

Experimentelles Filmprojekt „We Have An Anchor“ von Jem Cohen

Von Philipp Rhensius
(02.01.2015)
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Die essayistische Annäherung an die kanadischen Kap-Breton-Inseln beinhaltet neben Naturaufnahmen und kurzen Gedichten, Zeitungsartikeln und wissenschaftlichen Studien einen elegischen Soundtrack, der bei der Aufführung live performt wird. Für Cohen, der in den letzten Jahren vor allem das Verschwinden des regionalen Charakters von Orten untersuchte und 2001 mit seiner Dokumentation über die Hardcoreband Fugazi einem größeren Publikum bekannt wurde, war die Entdeckung der Inselküste ein epiphanisches Erlebnis. In London werden u.a. die Musiker Guy Picciotto (Fugazi), Efrim Menuck (Founder, Godspeed You! Black Emperor), T. Griffin, Jim White (Dirty Three), Jessica Moss (Silver Mt. Zion) und Sophie Trudeau (Godspeed You! Black Emperor, SMZ) auftreten. Mit der ungewöhnlichen Kreuzung aus visuellem und akustischem Material ist „We Have An Anchor“ vor allem auf eine körperliche Erfahrbarkeit des Ortes ausgelegt.

Schraubenzieher

Sonaten für Lautsprecher: Eine Sendung über Unwound

(26.04.2021 / 23:00 Uhr)
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Schraubenzieher - Sonaten für Lautsprecher: Eine Sendung über Unwound
Von den vielen musikalischen Unwörtern („Post-Rock“, „Indie“, „Dream-Pop“, „Electro“) ist „Post-Hardcore“ wohl eines der schwammigsten. Diese zwei Begriffe können zusammen so ziemlich alles bedeuten, von Fugazi (Yay!) über At The Drive-In (Ok!) bis zu A Day To Remember (Uff …). // Der heutige Schraubenzieher ist eine Reise durch diese großartige Diskografie – und gleichzeitig ein Tribut an Vern Rumsey, der am 6. August 2020 im Alter von nur 47 Jahre gestorben ist. Neben Unwound hören wir Musik von Rumseys letzter Band Household Ghosts (an der Gitarre: Slint-Mitglied David Pajo!), sowie von Mitstreiter*innen und Seelenverwandten wie Sleater-Kinney, Bikini Kill, Fugazi und Drive Like Jehu.

Neue Platten: The Evens - "The Odds"

Von Luise Vörkel
(21.12.2012)
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Wäre die US-amerikanische Hardcoreszene ein Mafia-Clan, könnte Ian MacKaye ohne Zweifel deren Boss sein. Sicher hätte er auf diesen Vergleich wenig Bock. Es hat ihm schon gereicht, dass er seit der ersten EP von Minor Threat als Begründer der Straight-Edge-Bewegung gesehen wird. Die EP lieferte den namensgebenden Song und hat dank ihres Covers eddingbekreuzte Hände salonfähig gemacht. Seitdem sind mehr als 30 Jahre vergangen, in denen MacKaye nie von der Bildfläche verschwunden ist. Nicht nur hat er in dieser Zeit Dischord Records, die Wiege des D.C.-Hardcore, gegründet, sondern auch Fugazi, die vermutlich einflussreichste Band des Genres. Nachdem diese sich im Jahr 2002 für unbestimmte Zeit in eine Pause begaben, befürchteten MacKaye-Fans, erstmal für lange nichts von dem Mastermind hören zu können. Doch diese Bedenken räumte er bereits drei Jahre später aus. 2005 erschien das Debüt-Album von The Evens. Jetzt liegt schon ihr drittes Werk vor, das "The Odds" heißt. // Ihr Zusammenspiel fußt auf Simplizität. Mörderisch vorgetragene Riffs und Rhythmusexzesse, wie man sie von Fugazi kennt, findet man auf "The Odds" nicht. Dafür überraschend übersichtliche Songs, deren klare Struktur viel Raum für den Wechselgesang des Duos lässt. Das hört man besonders bei dem eher düsteren "I Do Myself" und bei "Competing With The Till", das dank kurzer Gastauftritte von Klavier, Bläsern und Bossa-Nova-Rhythmen fast als popverwandt durchgehen könnte. Ähnliche Überraschungen erlebt man auf "The Odds" sonst leider nicht. Doch Amy Farina, die heimlicher Glanzpunkt dieses Albums ist, sorgt mit ihrem Schlagzeugspiel für aufrüttelnde Momente ("Wanted Criminals", "This Other Thing") und mit ihren Gesangsparts, die sich auch bei Sleater-Kinney gut gemacht hätten, für Eindringlichkeit ("Broken Finger").

Was ist Musik

6.1.2015 Frankfurt-Bochum-Frankfurt

(11.01.2015 / 19:00 Uhr)
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Für einen Vortrag von ca. 90 Minuten, inclusive Videoclips, gibt es 100 Euro brutto. Um halb zwei bin ich in Frankfurt losgefahren, eine Stunde nach Mitternacht werde ich zurückkommen. Der Vortrag ist ein upgedateter Remix aus Radiosendungen und Printtexten, daran habe ich etwa einen Tag gearbeitet. Für hundert Euro. Warum macht man das? Angenehme Umgebung, Hans Nieswandt ein guter Gastgeber, man kennt sich, auch die anderen Referenten hier, Karl Bruckmaier, Diedrich Diederichsen, Olaf Karnik, Dirk Scheuring, SPEX-Academy, alte weiß(haarig)e Männer droppen knowledge. Man kann reden, wie man will und über was man will, Hans hängt sich nicht rein, man kann Worte wie Kontingenz oder Opazität in den Mund nehmen, ohne sie auf der Stelle erklären zu müssen, man kann Pornovideos zeigen und man kann darüber spekulieren, ob der Körper der Frau bei der heterosexuellen Doppelpenetration für die beteiigten Männer ein homosozialer Raum ist oder doch schon ein homosexueller. So Sachen halt, geht nicht an jeder Uni, auch nicht bei jedem Radio. Das alte Lied der prekären Akademie-Ökonomie: Freedom of Speech, die Lizenz, spezielle Themen spezialistisch, opak, möglicherweise schwer verständlich zu behandeln, erkauft man sich teuer. Minderheitendiskurse werden minderwertig honoriert, oder gar nicht. Geht eigentlich nicht, man macht es trotzdem, weil neben den Studierenden auch interessierte Leute aus der Umgebung kommen, die das Hardcore Continuum nicht für eine Erfindung von Fugazi halten, Leute, die den Unterschied zwischen zwischen „Higher Than The Sun“ und „More Brilliant Than The Sun“ nicht für unerheblich halten. Und vielleicht kann man irgendwem noch eine Light-Version des Vortrags verkaufen.

Post-Punk-Liedermacher: „Alles ist vergänglich“ von Noth

Von ByteFM Redaktion
(10.07.2023)
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Post-Punk-Liedermacher: „Alles ist vergänglich“ von Noth
Mit unserem Track des Tages kündigen der Kölner und der Hamburger nun ihr zweites Album an. Sie mögen diesmal kein Einzelschicksal nachzeichnen, aber dennoch wird die LP wieder so etwas wie ein Konzeptalbum. Ähnlich fatalistisch wie die erste Single haben sie auch den Longplayer betitelt: „Lieder vom Verschwinden“. Darauf wird es etwa um Eckkneipen und Indie-Bands gehen, die der Gentrifizierung zum Opfer fallen. Um Dinge, deren Prozess des Verschwindens man gerne genauer betrachten kann, oder gar sollte. Musikalisch geht es beim ersten Vorabsong etwas handfester zu als auf dem Debüt. So findet das Presse-Info, Noth klängen jetzt „als würde eine britische Post-Punk-Band ein Liedermacher-Album spielen“. Vergleiche zu Fugazi und den Bläsern von Dexys Midnight Runners wären auch nicht weit hergeholt.

Freier Download: Turin Brakes - "Apocolips"

Von ByteFM Redaktion
(21.01.2010)
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Wenn die Einflüsse einer Band "Miles Davis to Fugazi and back again" lauten, dann klingt das nach einem Experiment.

Flasher – „Constant Image“ (Rezension)

Von Sebastian Lessel
(06.06.2018)
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Flasher – „Constant Image“ (Rezension)
Washington, DC. Amtssitz des US-Präsidenten und ab den 80ern Heimat bedeutender US-Punkbands. Seitdem Donald Trump in der Nachbarschaft sein Unwesen treibt, boomt die Drei-Akkord-Gegenbewegung – die Erben von Fugazi und Co. sind wieder äußerst umtriebig. Speerspitzen wie Downtown Boys und Priests machen mit einer unglaublichen Dringlichkeit gegen die sozio-politischen Umstände mobil. Etwas introvertierter und schüchterner als die Klassenbesten, stellen sich Flasher mit ihrem Debütalbum „Constant Image“ als neue Mitschüler vor.

Unter Geiern

PIcture-Radio
mit Tom Theunissen

(16.07.2012 / 22:00 Uhr)
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Exaltiertes Vinyl-Design, parallel laufende Plattenrillen als Suchspiel nach dem Song, einer der längsten Songtitel der Neuzeit und ein farbenblinder Moderator mit bunten Scheiben. Kann das gut gehen? Jau. Es kann sogar ein regelrechtes Festival der Sinne draus werden. Obwohl man doch "nur" hört - von Link Protrudi, Mars Volta, Fugazi über Matt Elliott bis zu Siena Root, den Flaming Lips oder Danzig. Picture-Radio, knistert.

LiveBytes

(16.01.2008 / 23:00 Uhr)
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LiveBytes
Das bekannteste an Vic Chesnutt ist wohl seine Freundschaft mit Michael Stipe. Zumindest für diejenigen, die schlecht informiert sind. Bereits 1996 wurde ein Tributealbum an Chesnutt veröffentlicht, auf dem u. a. Größen wie Madonna, eben jene R.E.M. und die Smashing Pumpkins als Fans outeten und seine Stücke interpretierten. Jeder, der Vic Chesnutt einmal live gesehen hat, wird vermutlich bestätigen wie ergreifend, wie raumfüllend, wie aufregend, teils herzerwärmend, teils wutschürend dieser meist bewollmützte Mann mit seiner grandiosen Allstar-Band (u.a. Godsped You Black Emperor, Fugazi) aufspielt. Toll, toll.

Flashback

Juni 1989 / Faith No More

(23.06.2021 / 13:00 Uhr)
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Flashback - Juni 1989 / Faith No More
Wir spielen die besten Songs der Platte, einiges an zeitgenössischen Acts und werfen einen Blick auf aktuelle Seitenprojekte von Bottum, Patton & Co. – mit dabei: Nirvana, Fugazi, Tomahawk, Man On Man, Cher u. a.

Labelshow

Get Physical – Gavin Herlihy

(22.11.2009 / 00:00 Uhr)
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Labelshow - Get Physical – Gavin Herlihy
Vielleicht erklärt sich Gavin Herlihys Vielseitigkeit und seine Obsession mit futuristischen Klängen durch die Tatsache, dass er seine Jugendjahre damit verbrachte, den Sound experimenteller Rockbands wie Sonic Youth oder Fugazi zu verinnerlichen, bevor er im Alter von 13 Jahren mit elektronischer Musik in Kontakt kam.

ByteFM Magazin

am Nachmittag mit Micha Gehrig

(31.01.2018 / 15:00 Uhr)
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Außerdem: Musik von Odd Couple, Fugazi, múm und aus unserem Album der Woche von Rhye.

School Of Rock

Blonde Redhead (1994-2023)

(28.09.2023 / 17:00 Uhr)
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Früh von Sonic Youth Musiker Steve Shelley gefördert und später von Fugazi Musiker Guy Picciotto produziert, haben Blonde Redhead die Traditionen der amerikanische Noise Avantgarde der 1980er Jahre in neue Fortsetzungen weiterentwickelt und mit einer eigenen kontrastreichen Dynamik aus Melodie und Krach, Sanftheit und Brutalität, zarten Sounds und gewaltigen Klangwänden bereichert.

Neuland

mit Patrick Ziegelmüller

(21.11.2014 / 13:00 Uhr)
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Für die atmosphärischen Sounds sind heute Arca und Poppy Ackroyd verantwortlich. Der unermüdliche Ty Segall veröffentlicht nur wenige Wochen nach seinem neusten Album mit $INGLE$ 2 den nächsten Knaller, Fugazi sind mit ihren ersten Demos dabei und Belle & Sebastian lassen mit einer neuen Single aufhorchen.

Electric Nightflight

Das Motiv

(18.12.2010 / 00:00 Uhr)
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Electric Nightflight - Das Motiv
Das Motiv stromert wieder mutig durch die dunklen Ecken und Viertel diverser Großstädte und trägt die unterschiedlichsten Soundschnipsel in den nächsten drei Stunden für Euch zusammen. Dabei sind u.a. Plaid, Gonzales, Jan Delay, DJ Shadow und Fugazi.

Die Welt ist eine Scheibe

Freeformer, Homeproducer, Socializer

(29.11.2016 / 20:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Freeformer, Homeproducer, Socializer
Kraftvolle Freeform-Statements von alten Bekannten aus den 90ern wie dem um Thalia Zedek (Ex-Come) und Gavin McCarthy (Ex-Karate) neu formierten Trio mit dem kurz & schmerzlosen Namen E und dem von Fugazi´s Guy Picciotto produzierten griechisch-australischen Duo Xylouris White, bestehend aus Dirty Three-Schlgzeuger Jim White und dem kretischen Lautenspieler George Xylouris.

Electric Nightflight

Das Motiv

(17.12.2010 / 23:00 Uhr)
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Electric Nightflight - Das Motiv
Das Motiv stromert wieder mutig durch die dunklen Ecken und Viertel diverser Großstädte und trägt die unterschiedlichsten Soundschnipsel in den nächsten drei Stunden für Euch zusammen. Dabei sind u.a. Plaid, Gonzales, Jan Delay, DJ Shadow und Fugazi.

„Cut From The Cloth“: Ian MacKaye wird 60

Von ByteFM Redaktion
(16.04.2022)
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„Cut From The Cloth“: Ian MacKaye wird 60
Die erste der beiden großen, einflussreichen Bands von Ian MacKaye war Minor Threat. Gegründet im selben Jahr wie Dischord, lieferte die Gruppe nicht nur die klangliche Blaupause für viele Hardcore-Bands nach ihnen, sondern auch für die Straight-Edge-Bewegung. Letzteres war mehr oder minder ein Versehen, denn auch wenn MacKaye in seinen Texten einen drogenfreien, vegetarischen Lebensstil ausdrückte, beabsichtigte er nicht, damit eine Ideologie ins Leben zu rufen. Ihm war einfach angesichts des Hanges zur Selbstzerstörung, den er in der Szene beobachtete, an einem klaren Kopf gelegen. Bei seiner nächsten großen Band Fugazi wich das Hardcore-Geknüppel melodiöseren und spannenderen Songstrukturen. Bei The Evens hören wir seit 2001 wieder einen neuen, einfallsreichen Sound. Schon die Besetzung ist ungewöhnlich, aber clever. Während in einem Duo mit Drums und Gitarre oder Bass meist etwas zu fehlen scheint, löst MacKaye das Dilemma elegant. Er spielt nämlich ein Instrument zwischen Bass und Gitarre: die Bariton-Gitarre.

ByteFM Magazin

Tom Misch, Janet Jackson & Mavi Phoenix

(20.04.2020 / 19:00 Uhr)
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Gestern vor 10 Jahren starb Guru, Teil des Hip-Hop-Duos Gang Starr. Außerdem erschien gestern vor 30 Jahren das Debütalbum "Repeater" der Band Fugazi.

taz.mixtape

Haiyti, Dream Wife, Jessy Lanza, Bongo Flava, Washington, Dead Moon

(24.07.2020 / 17:00 Uhr)
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Puritanismus vs. Polemik. Wie heterogen die Musikszene in Washington, D. C., ist, zeigen zwei neue Alben: „Coriky“ von der gleichnamigen Band um Ian MacKaye (Fugazi), und die Neuauflage von No Trends „Too Many Humans“.

La Dispute (Ticket-Verlosung)

Von ByteFM Redaktion
(14.06.2019)
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La Dispute (Ticket-Verlosung)
Es sind Geschichten von urbanem Verfall, Sexualität und Verzweiflung, Jugend-Kriminalität oder gar Amokläufen. Was sich auf Papier wie schwere Kost liest, wird auf der Bühne zu einem kathartischen Spektakel – da die Band diese tiefschürfenden Texte in die verschachtelte Rhythmik und Gitarren-Explosionen des Post-Hardcore à la Fugazi oder Unwound verpackt hat.

ByteFM TourKalender

(01.02.2008 / 16:00 Uhr)
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ByteFM TourKalender
Barra Head spielen seit den frühen Neunzigern, zusammen. Sie teilten die Bühne mit Bands wie: Fugazi, Karate, Billy Mahonie, North Of America, The International Noise Conspiracy, etc.

Flashback

November 1988 / My Bloody Valentine

(23.11.2022 / 13:00 Uhr)
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Flashback - November 1988 / My Bloody Valentine
In dieser Flashback-Ausgabe starren wir also auf unsere Schuhe, aber auch über deren Spitzen hinaus. Neben den besten Songs vom Album gibt es Musik von House Of Love, The Jazz Butcher, Fugazi und anderen.

taz.mixtape

Afro-Tech, Taylor, Messthetics, Cacavas, Hate Poetry u.a.

(13.04.2018 / 17:00 Uhr)
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Die Fugazi-Rhythmussektion veröffentlicht ein stilwirbelndes Rockalbum. Jens Uthoff sieht in The Messthetics ein perfektes Beispiel dafür, wie die Postpunk-Schule Washington D.C.s auch Generationen später ein Klangbild prägt.

Zimmer 4 36

Zu Gast: Nice New Outfit

(11.04.2008 / 18:00 Uhr)
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Zimmer 4 36 - Zu Gast: Nice New Outfit
Eine Streichholzschachtel rhythmisch bewegt, ein zaghafter elektronischer Beat der sich untypisch über Schifferklavier und Trompete legt, die knarrzige Bassspur eines Synthezisers: Es sind stets neue Kleinigkeit im Sound oder auch im Kompositionsgeflecht, welche die feinen Arrangements von Nice New Outfit einen Schlenker von ihrem vorbestimmten Weg abbringen. Ungeachtet dieser Fülle der Einfälle, fließen die instrumentalen Musikstücke. Es ist wie ein Blick über den Hamburger Hafen, langsam schweifend dann an den Einzelheiten klebend; dort spaziert ein Mann, es folgt sein Hund, die Diskothek, die hier mal war, ist längst geschlossen, dahinten sind die Landungsbrücken, das Meer ist von Bauten umzingelt, dann die Weite preisgebend. So ist den drei Hanseaten eine sehr abwechslungsreiche Platten gelungen, die das Korsett des instrumentalen Rocksongs erstaunlich variabel zu gestalten weiß, vom Matrosenlied (»The Man The Dog«), mal klingen sie wie Trans Am (»LLO«), dann ein bisschen wie Fugazi (»Kickrace«), denen Nice New Outfit auch ihren Namen zu verdanken haben. Sie erinnern an die frühen Kante oder auch an Jullander, nur ohne diskursiven Überbau. Alles drin in diesen acht Songs. Und noch mehr. Vor zehn Jahren hätte man sich bei solcher Musik vor Anerkennung noch auf die Knie geworfen.