Geordie Greep

Geordie Greep Geordie Greep während eines Besuchs im ByteFM Magazin im September 2024 (Foto: Dirk Pudwell)

Geordie Greep (geboren am 20. August 1999 in London, Großbritannien) ist ein englischer Musiker, Sänger und Songschreiber. Er wurde zunächst als Sänger und Gitarrist von Black Midi bekannt, bevor sich die Band 2024 auflöste.

Seine erste E-Gitarre bekam Greep zu seinem achten Geburtstag geschenkt. Mit elf Jahren musizierte er in einem Gospelchor. In der weiterführenden Schule lernte Greep 2017 den Gitarristen Matt Kwasniewski-Kelvin kennen, mit dem er wenig später Black Midi gründete. Der Name der Band basierte auf dem Genre „black MIDI“, bei dem aus MIDI-Dateien Stücke mit einer sehr hohen Zahl an Noten erstellt werden. Musikalisch hatten Black Midi allerdings wenig mit diesem Ansatz zu tun, sondern bewegten sich eher im Bereich Progressive Rock. Gemeinsam mit Schlagzeuger Morgan Simpson und Bassist Cameron Picton spielten Black Midi ihre ersten Shows im Pub „The Windmill“ in Brixton. Der Name des Clubs wurde zum Synonym für eine Szene junger britischer Bands, die sich im Bereich experimentellen Art-Rocks und Post-Punk bewegten. Neben Black Midi wurden zum Beispiel Black Country, New Road, Squid, Shame und Goat Girl der sogenannten „Windmill Scene“ zugeordnet. Eine wichtige Figur der Szene war auch Produzent Dan Carey, der das erste Album von Black Midi produzierte. „Schlagenheim“ erschien allerdings nicht auf Careys Label Speedy Wunderground, sondern via Rough Trade. Nach mehreren kritisch wohlgelittenen Alben gaben Greep und Black Midi im August 2024 bekannt, auf eine unbestimmte Auszeit zu gehen.

Im Oktober 2024 erschien Greeps Solodebütalbum „The New Sound“, das er mit zahlreichen Gastmusiker*innen in London und São Paulo aufnahm. Wie der Albumtitel bereits deutlich machte, veränderte sich der Klang der Musik im Vergleich zu Black Midi. So zeigten sich in Greeps progressivem, vom Jazz beeinflussten Rock vermehrt lateinamerikanische Einflüsse aus Samba und Tropicália.



Geordie Greep im Programm von ByteFM:

Geordie Greep (Black Midi) kündigt Solo-Debütalbum „The New Sound“ an

Von ByteFM Redaktion
(21.08.2024)
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Geordie Greep (Black Midi) kündigt Solo-Debütalbum „The New Sound“ an
Geordie Greep lässt seine bisherige Band Black Midi hinter sich und veröffentlicht im Herbst 2024 sein Solodebüt (Foto: Yis Kid) Nach dem kürzlich verkündeten (vorläufigen) Ende seiner Ursprungsformation Black Midi hat Sänger und Leadgitarrist Geordie Greep sein erstes Soloalbum angekündigt. Der britische Musiker feierte am gestrigen 20. August nicht nur seinen 25. Geburtstag, sondern auch die Veröffentlichung der ersten Single „Holy, Holy“ mit passender Tanzeinlage im dazugehörigen Video. Das Debütalbum mit dem Titel „The New Sound“ ist noch während seiner Tour-Zeit bei Black Midi – und in Zusammenarbeit mit über 30 Studiomusiker*innen auf zwei Kontinenten entstanden. Thematisch greife die Platte die Begrifflichkeiten und Zustände von Verzweiflung, Kontrollverlust, Macht und Sinnlichkeit auf: „Man kann eine Geschichte planen, aber sie muss sich richtig anfühlen“, so Geordie Greep. Der Musiker fungiert im Rahmen der insgesamt elf Tracks als Erzähler und Dirigent, er musiziert und bewegt den Sound gemeinsam mit Produzent Seth Evans irgendwo zwischen Parodie, Predigt und poppig-funkigem Palm Court Orchestra. // Geordie Greep – „The New Sound“ (Rough Trade Records) // „The New Sound“, das Solodebüt von Geordie Greep, erscheint am 4. Oktober 2024 auf dem Label Rough Trade Records. Hier könnt Ihr Euch das Video zur neuen Single „Holy, Holy“ anschauen:

ByteFM Magazin

Geordie Greep zu Gast

(11.02.2026 / 14:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - Geordie Greep zu Gast
Seit Geordie Greeps letztem Besuch bei ByteFM im September 2024 hat sich viel getan: die Veröffentlichung seines Debütalbums „The New Sound“, ausgedehnte Tourneen durch Europa und die USA – und zuletzt der Verlust seines ehemaligen Black-Midi-Bandkollegen Matt Kwasniewski-Kelvin, dessen früher Tod im Januar 2026 Greep offenkundig bewegt hat.Doch genauso getrieben wie seine Musik selbst, scheint der Musiker an eine künstlerische Pause nicht zu denken. Für dieses Jahr hat Greep eine Trio-Tournee angekündigt, die er – anders als seine vorherige Full-Band-Tour – in schlanker Besetzung mit Bassist und Schlagzeuger bestreiten wird. Dieses Format eröffnet ihm nach eigener Aussage Raum für freiere, jazzartige Experimente, die er als „shifting and improvisatory“ beschreibt.Geordie Greep ist für vier Konzerte in Deutschland, präsentiert von ByteFM:10.02.26 Köln – Bumann & Sohn // 20.02.26 Berlin – Gretchen Vor seinem Konzert auf der MS Stubnitz war Geordie Greep zu Gast im ByteFM Magazin.Geordie Greep bei seinem Besuch im ByteFM Studio:(Fotos: Dirk Pudwell)

ByteFM Magazin

Milan Ring, Meagre Martin & Geordie Greep zu Gast

(19.09.2024 / 14:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - Milan Ring, Meagre Martin & Geordie Greep zu Gast
„The New Sound“ – so heißt sein erstes Soloalbum, das Geordie Greep für den 4. Oktober 2024 angekündigt hat. Damit schlägt der ehemalige Sänger und Gitarrist der Londoner Math-Rock-Noise-Berserker Black Midi ein neues Kapitel auf. Musikalisch ebenso versiert und komplex, aber mit einer Prise mehr Pop-Appeal wird es auf dem Solowerk zugehen; das lässt zumindest die Vorabsingle „Holy, Holy“ erahnen, in der sich der 25-jährige Greep als funky Entertainer inszeniert. Geordie Greep ist zu Gast beim Reeperbahn Festival und besucht uns vor seinem Auftritt im ByteFM  Magazin.

Hannah Frances – „Nested In Tangles“ (Rezension)

Von Jan Boller
(14.10.2025)
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Hannah Frances – „Nested In Tangles“ (Rezension)
Frances’ Zugang ist dem von Ex-Black-Midi-Gitarrist Geordie Greep auf dessen Soloalbum „The New Sound“ aus dem vergangenen Jahr wesensverwandt: Aber während Greep mit Salsa, Samba, Jazz und einer Vielzahl weiterer Stile eine fast manische Rock-Oper komponierte, ist „Nested In Tangles“ weniger auftrumpfend angelegt (man könnte auch sagen, es ist weniger prahlerisch), sondern hat die Form einer introspektiven Genre-Nummernrevue aus organischen Sounds – „The New Sound Of Folk And Prog“ wäre auch kein unpassender Albumtitel gewesen. // Dass sich nostalgische Futurist*innen wie Hannah Frances, Geordie Greep oder Weyes Blood wieder auf Ornament und Pathos einlassen, ist mehr als eine bloße Stilfrage. Es ist die Sehnsucht nach „süßlichen Exilen“, wie Tocotronic es einmal nannten. Also her mit dem Musical, dem Big-Band-Sound, dem Baroque Pop, der Folk Opera. Die lebendige, vergnügliche Verschwendungssucht vergangener Epochen, der Überschwang ohne schlechtes Gewissen – altes Vokabular in neuer Grammatik – etwas davon steckt auch in „Nested In Tangles“.

„Hellfire“: Black Midi kündigen drittes Album an

Von ByteFM Redaktion
(10.05.2022)
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„Hellfire“: Black Midi kündigen drittes Album an
Geordie Greep, Cameron Picton und Morgan Simpson haben den Namen für ihre dritte Platte schon eine Weile mit sich herumgeschleppt. Greep hatte ihn sich ursprünglich als Titel für das Debütalbum der Band ausgemalt, dann nahm das Trio sein zweites Album in den Hellfire Studios in Dublin auf. Picton wiederum hat irgendwann geträumt, die dritte LP würde diesen Namen tragen – und nun tut sie es.

Zum 75. Geburtstag von Keith Moon: acht revolutionäre Schlagzeuger*innen

Von ByteFM Redaktion
(23.08.2021)
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Zum 75. Geburtstag von Keith Moon: acht revolutionäre Schlagzeuger*innen
Eines Tages waren Black Midi einfach da. Das britische Quartett (inzwischen Trio), das von Fans für jede alberne B-Seite verehrt wird, konnte sich binnen weniger Monate vom absoluten Underground-Act zum Indie-Darling hochspielen. Das lag an vielen Elementen: Am exzentrischen Gesang von Geordie Greep. Am aufregend seltsamen Noise, der aus ihren Gitarren dröhnte. Doch – machen wir uns nichts vor – der eigentliche Grund heißt Morgan Simpson. Black Midi wurden mit Live-Sessions auf YouTube berühmt – und der Star dieser Videos war von Anfang an der Schlagzeuger. Was für viele Drummer*innen das beste Solo ihres Lebens wäre, ist für Simpson nur ein kleiner, aus dem Handgelenk geschüttelter Fill. Der Musiker versteckt Polyrhythmen in Polyrhythmen in Polyrhythmen – und lässt seinem Publikum keine Zeit, die Kinnlade wieder zuzuklappen. Simpson ist mehr als nur einer der vielen Erben von Keith Moon – er ist eines der größten Talente dieser Tage.

Black Midi – „Schlagenheim“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(17.06.2019)
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Black Midi – „Schlagenheim“ (Album der Woche)
Gibt man dieser Tage diese Wortkombination in eine Online-Suchmaschine ein, findet man eine junge Band aus London. Gitarrist und Sänger Geordie Greep, Gitarrist Matt Kwasniewski-Kelvin, Bassist Cameron Picton und Drummer Morgan Simpson mögen auf Pressebildern unscheinbar aussehen, doch wer eines ihrer Live-Videos oder ihrer Konzerte gesehen hat, weiß, warum diese vier blutjungen Burschen als meistgehypte Band der britischen Insel gelten: Live verschmelzen Black Midi zu einer vierköpfigen, alles vernichtenden Math-Rock-Hydra, deren schwindelerregende Rhythmen und Gitarrengetänzel einen in Ehrfurcht erstarren lässt. Auf der Bühne stehen nur vier Menschen, doch die schiere Menge an Musik, die aus ihnen herauspoltert, scheint von mindestens doppelt so vielen gespielt. Auch diese Musik scheint unmöglich.

Verstärker

Zivilisationsflucht

(28.08.2024 / 17:00 Uhr)
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Das Thema Zivilisationsflucht verbindet heute musikalische Extreme, denn Verstärker biete neue Musik von Der Assistent, Dagobert, Metronomy, Naima Bock oder Die Kerzen ebenso an wie Neuheiten von Melt-Banana, Geordie Greep (Ex-Black Midi) und Nails.

Black Midi (Jever Live Kneipenkonzert)

Von ByteFM Redaktion
(07.02.2019)
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Black Midi (Jever Live Kneipenkonzert)
Ihre Musik ist eklektischer Math-Rock, gefüllt mit schwindelerregenden Riffs und Polyrhythmen, die einem beim Mitwippen die Füße verknoten. Sänger Geordie Greep komplettiert den Wahnsinn mit nervösem Sprechgesang, irgendwo zwischen den Neurosen eines David Byrne und dem gehässigen Genuschel von John Lydon.

Black Country, New Road – „For The First Time“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(08.02.2021)
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Black Country, New Road – „For The First Time“ (Album der Woche)
Doch, wie die einleitende Text-Analyse der Single „Science Fair“ zeigt, beschränkt sich Black Country, New Roads Seltsamkeit nicht nur auf die Musik. Woods Stimme erinnert erst einmal an den sarkastisch überdrehten Sprechgesang von Black Midis Geordie Greep, vorgetragen mit dem kehligen Bariton eines King Krule. Sein bestes Werkzeug sind aber seine collagenhaften Texte, ein dichtes Netz aus bizarren Querverweisen. Im selben Song singt er übrigens „References, references, references“ – die ultimative, neunmalkluge Selbstreferenz. Das funktioniert, gemeinsam mit seiner sich in alle Richtungen gleichzeitig ausdehnenden Band. Diese Band hat keinen Filter, jede Idee wird umgesetzt. Manchmal sogar alle gleichzeitig. Nie ist klar, welche als nächste kommen kann. Selten war der pure Akt des Musikhörens so spannungsgeladen.

Neuland

Knagge

(04.10.2024 / 12:00 Uhr)
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Die Veröffentlichungskataloge sind dieser Tage prall gefüllt. Das zeigt sich auch in dieser Ausgabe Neuland. Mit dabei ist zum Beispiel das Soloalbum vom ehemaligen Black-Midi-Sänger Geordie Greep, der die von dieser Band bekannte instrumentale Virtuosität auf weitere Genres ausweitet. Billie Eilishs Bruder Finneas ist nicht nur Produzent ihrer Alben, mit „For Cryin' Out Loud!“ erscheint nun auch sein zweites Soloalbum.

Die Welt ist eine Scheibe

Easy Being A Winner

(29.10.2024 / 21:00 Uhr)
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Public Service Broadcasting haben sich auch auf ihrem neuen Album „The Last Flight“ eines historischen Themas in Gestalt des Lebens und letzten Fluges der US-amerikanischen Flugpionierin Amelia Earhart („Aviatrix“) angenommen. „The New Sound“, das erste Album von Geordie Greep, Drittel von Black Midi, fühlt sich mit einmaligem Fusion-Jazz-Rock pudelwohl und bezieht sich inhaltlich auf die Hauptthemen von Anthony Powells Roman „A Dance To The Music Of Time“.Der Miterfinder der Konzeptkunst ist immerwährender Begleiter im Bandnamen des Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp aus Genf, das mit „Ventre Unique“ ihr in zwölfköpfiger Besetzung eingespieltes neues Album an den Start bringt. Unersättlich, unermüdlich, unentwegt und unkategorisierbar agiert das aus den beiden Radiohead-Mitgliedern Thom Yorke und Jonny Greenwood sowie dem Percussionisten Tom Skinner bestehende Trio The Smile auf ihrem dritten Album „Cutouts“. Ähnlich rastlos ist die irische Band Silverbacks, die mit dem eklektizistischen Sound ihres Albums „Easy Being A Winner“ den Nerv des Indierock- und Art-Post-Punk-Nerd trifft.


Geordie Greep live

München: Ampere 02.07.2026

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