Stealing Sheep
Stealing Sheep nutzen die verschiedenen musikalischen Vorlieben ihrer Mitglieder als Stärke (Foto: Marieke Macklon)
Stealing Sheep sind ein Pop-Trio aus Liverpool, das 2010 von Rebecca Hawley (Gesang und Synthesizer), Emily Lansley (Gesang, Keyboards, Gitarre und Bass) und Lucy Mercer (Gesang, Drums) gegründet wurde. Die Musikerinnen sind von so unterschiedlichen Künstler*innen wie St. Vincent, Kraftwerk, Michael Jackson, Can und Drake beeinflusst und legen zeigten sich in ihrer musikalischen Entwicklung stets stiloffen. Ein heterogener Mix aus Folk, mittelalterlich anmutenden Klängen, Lo-Fi-Synths, Art-Pop, treibenden Beats und dreistimmigem Harmoniegesang entfaltet eine auf diese Art eine selten gehörte Magie.
Hawley, die 2010 am Liverpool Institute for Performing Arts studierte, traf ihre beiden zukünftigen Bandkolleginnen in einem Café in der Ausgehstraße Lark Lane. Alle hatten zwar unterschiedliche Musikgeschmäcker, aber aus diesen Gegensätzen es entwickelte sich ihr unkonventioneller zukünftiger Sound, der sich von Album zu Album wandeln sollte. Im Sommer desselben Jahres fingen sie an, zu proben und wenig später erschien in Eigenregie ihre Debüt-EP „What If The Lights Went Out“, die mit harmonischen, psychedelischen Sounds und einprägsamen Gitarrenriffs aufwartete. Mit dem Produzenten Joe Wills wagten Stealing Sheep sich an experimentellere Tracks heran und brachten 2011 zwei Singles heraus, die auch auf der zweiten EP „Noah & The Paper Moon“ (2012) zu finden waren, die ein positives Echo fand. Die Songs wurden im Radio gespielt und noch im selben Jahr erschien ihr erstes Album „Into The Diamond Sun“ beim Londoner Label Heavenly Recordings. Anschließend ging das Trio ging auf Europa-Konzertreise. Während sie an neuen Songs arbeiteten, nahmen Stealing Sheep 2014 an der Show „In Dreams“ im Londoner Barbican-Kulturzentrum teil, bei der Musik aus den Filmen des Regisseurs David Lynch interpretiert wurde. Im April 2015 erschien das Nachfolgealbum „Not Real“, das weit gefächert Elektronik, Indietronica und unterkühlten Synth-Pop aufbot. Vier Jahre später kam dann die dritte LP „Big Wows“ heraus, opulenter mit Disco- und R&B-Anleihen und durchaus clubtauglich. Die Band hatte vorher ihre Instrumentenpalette erweitert und Produzent*innen ins Studio geholt, die schon mit Björk und Metronomy gearbeitet hatten. Zusammen mit der britischen Elektronik-Pionier-Institution The Radiophonic Workshop kam dann im Januar 2022 eine Neuvertonung des Science-Fiction-Zeichentrickfilms „La Planète sauvage“ („Der wilde Planet“) heraus. Nur wenige Monate später veröffentlichte das Trio seinen Longplayer „Wow Machine“, der von innovativen Elektronik-Musikerinnen wie Suzanne Ciani und Daphne Oram beeinflusst war. Synthesizer- und Technoklänge trafen hier auf New Wave und Dance Pop.
Im September 2025 erschien dann ihr bislang poppigstes und experimentierfreudigstes sechstes Studioalbum „GLO (Girl Live Online)“, das im Selbstverlag auf den Markt kam. Der Song „U F33l M3“ war im selben Monat ein Track des Tages bei ByteFM.
Stealing Sheep im Programm von ByteFM:
DIY-Dance-Pop: „U F33l M3“ von Stealing Sheep
Stealing Sheep – „Joking Me“
Tickets für Stealing Sheep
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