The Slits

The Slits Bild: The Slits

The Slits waren eine britische Band aus der ursprünglichen Londoner Punk-Szene, die 1976 gegründet wurde und zu den Pionierinnen von Punk abseits des Drei-Akkord-Klischees zählt. Gegründet wurde die Gruppe von Sängerin Ari Up, Schlagzeugerin Palmolive, Kate Korus (Gitarre) und Suzy Gutsy (Bass). Korus und Gutsy wurden noch vor den ersten Aufnahmen durch Viv Albertine und Tessa Pollitt besetzt.

Derselben Szene entspringend wie The Clash und Sex Pistols, beschritten The Slits von Beginn an einen Pfad abseits von Rockismen; einige der wichtigsten musikalischen Einflüsse kamen aus Jamaika. Konsequenterweise war es Reggae-Produzent Dennis Bovell, der 1979 beim Debüt-Album „Cut“ hinter dem Mischpult saß. Palmolive spielte bei nur einem Stück, bevor sie bei The Raincoats einstieg und durch Session-Drummer „Budgie“ ersetzt wurde. Das Album war erfolgreich, aber nicht kostendeckend. The Slits tourten unter anderem mit Free-Jazz-Musiker Don Cherry, dessen Tochter Neneh eine Freundin der Band wurde, und lösten sich nach dem Reggae-lastigen Zweitling „The Return Of The Giant Slits“ (1981) auf.

2005 ließen Up und Pollitt die Band mit jüngeren Mitmusikerinnen wiederauferstehen. Ari Ups früher Tod 2010 bedeutete das Ende für The Slits.



The Slits im Programm von ByteFM:

Ein Topf aus Gold

The Slits – „Cut“

(26.11.2019 / 18 Uhr)
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So beschreibt Vivian Goldman Ari Up, Sängerin von The Slits. Bei der Londoner Band an ihrer Seite spielten Viv Albertine an der Gitarre und Tessa Politt am Bass, in den ersten Jahren außerdem Drummerin Palmolive. The Slits, entstanden zwischen den Punkbands der ersten Stunde in London, lernten ihre Instrumente an den Seiten dieser zu spielen und standen mit The Clash und Sex Pistols erstmals auf der Bühne. // Sie wollten dem testosteron-gesteuerten Gehabe etwas entgegensetzen und sie interessierten sich, noch intensiver als die anderen im London Ende der 70er/Anfang der 80er, für Reggae und Dub. „Cut“ heißt das erste Album von The Slits, ihr berühmtestes und emblematischstes, voller Songs, die zu Signatur-Songs der Band geworden sind, mit einem Cover, das zu einem Signatur-Cover geworden ist.

The Slits – „Cut“ wird 40 Jahre alt

(07.09.2019)
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The Slits – „Cut“ Als Daniela Reis und Fritzi Ernst alias Schnipo Schranke vor vier Jahren von Pissegeruch im Genitalienbereich sangen, rümpfte eigentlich niemand so recht die Nase. Eher entwich dem einen oder der anderen ein amüsiertes Lächeln. // Welche Tragweite es jedoch hat, den Fokus auf derart tabuisierte Bereiche zu richten, wird deutlich, wenn man sich an eine Zeit  erinnert, in der es hiermit um mehr ging als bloße Pose und Unterhaltung. Für die Punk-Pionierinnen The Slits war auf die Bühne zu pinkeln oder sich gebrauchte Tampons ans Ohr zu hängen Ausdruck eines Befreiungsschlags. // Mit Wegbereiterin Patti Smith im Rücken forderten Gitarristin Viv Albertine, Bassistin Tessa Pollitt und Sängerin Ari Up eine Musikwelt heraus, in der Frauen bestenfalls im zweiten Rand vor der Bühne Geltung hatten – oder hinter der Bühne als After-Show-Unterhaltung. Es war die Hochzeit des Punks, aus der The Slits hervorgingen. Und von deren Nabelschnur sie sich zugleich abtrennen wollten. Im Lendenschurz gegen das Patriarchat Angefangen hat alles inmitten der damaligen Punkszene in London. // Auf der Suche nach der eigenen Stimme Indem sie sich den traditionellen Frauenbildern widersetzten, legten The Slits wie von selbst die Engstirnigkeit und Misogynie des vermeintlich freiheitsliebenden Punks offen: „Sie wussten nicht, ob sie uns ficken oder töten sollen“, fasste Viv Albertine die spürbare Verachtung ihres Publikums einmal zusammen.

Elevator Music

Elevator Music- Here To Be Heard, von The Slits zu 20 Jahre Echo Dek

(24.10.2017 / 23 Uhr)
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Es ist soweit: Mitte Oktober gab es die Weltpremiere der Dokumentation "Here To Be Heard - The Story Of The Slits". Eine längst überfällige Würdigung dieser wichtigen Band. Kompromissloser als alle ihrer Punk-Zeitgenossen, legte die Band den Rock 'n' Roll ins Grab, waren ohne Agenda feministische Vorreiter und erhielten nie den Status anderer revolutionärer Künstler.

ByteFM Magazin

The Slits, David Bowie, Ebony Bones

(01.10.2019 / 10 Uhr)
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Das ByteFM Magazin heute mit Musik von unter anderem ESG, Sleater-Kinney, The Slits, David Bowie und Mac DeMarco. Auch Ebony Bones ist dabei und erzählt, wie sie in den Vinyl-Boxen ihres Vaters als Kind nach Platten gesucht hat – und was sie dort gefunden hat.

The Slits – „I Heard It Through The Grapevine“

(03.01.2019)
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The Slits Wenn Ihr heute nur einen Song hört, dann diesen: Egal ob brandneu, historisch relevant oder einfach toll. Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor. Man nehme einen unverwüstlichen Soul-Klassiker, garniere ihn mit frostigen E-Gitarren-Sprinklern und lege dann noch einen saftigen, bassigen Boden herunter. // Man nehme einen unverwüstlichen Soul-Klassiker, garniere ihn mit frostigen E-Gitarren-Sprinklern und lege dann noch einen saftigen, bassigen Boden herunter. Das ist das Rezept, mit dem die britische Band The Slits 1979 das von Marvin Gaye popularisierte „I Heard It Through The Grapevine“ in düsteren Dub-Punk verwandelten.

“ mit The Slits, Chilly Gonzales und M.I.A.

(18.09.2018)
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The Slits Vom 19. bis zum 22. September verwandelt sich das Abaton in ein Mekka für Musikfilme. Zehn verschiedene Band-Dokus, Porträts und Spielfilme werden in den nächsten Tagen in dem Hamburger Kino laufen, darunter einige Premieren und Sondervorstellungen. // Als Ari Up, Viv Albertine und Tessa Pollitt in den späten 70er-Jahren begannen, unter dem Namen The Slits einen aggressiven Mix aus Punk und Dub zu produzieren, waren sie eine der ersten weiblichen Post-Punk-Bands. // Wie sich die drei Londoner Musikerinnen ihren Platz im Musikbusiness erkämpften, demonstriert die Dokumentation „Here To Be Heard – The Story Of The Slits“ – und zwar mit massenhaft unveröffentlichten Live-Videos, Interviews und Zeit-Berichten. Ein anderer, der sich seinen Weg an die Spitze der Popmusik erarbeitet hat, ist Chilly Gonzales.

ByteFM Magazin

The Slits, Gary Numan & Jimmy Johnson

(06.09.2019 / 10 Uhr)
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Sein Solo-Debüt „The Pleasure Principle“ feiert am Samstag 40. Jubiläum. 1979 erschien auch das Debütalbum von The Slits – einer der ersten weiblich besetzten Punkbands, die nicht nur den frühen Punk mit Reggae verbanden, sondern auch die spätere Riot-Grrrl-Bewegung mitgeprägt haben, wie etwa Sleater-Kinney.

Ab sofort in Hamburg und München: die Sommerausgabe vom ByteFM Konzertfolder

(01.07.2019)
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Nachdem sie als Teenager von Stockholm nach London gezogen war, spielte sie zunächst in den Punk- und Post-Punk-Bands The Slits und Rip Rig + Panic. 1989 erschien ihr erstes HipHop beeinflusstes Soloalbum „Raw Like Sushi“. Für ihr aktuelles, fünftes Album „Broken Politics“, das im Oktober 2018 auch ByteFM Album der Woche war, arbeitete die 55-Jährige unter anderem mit dem britischen Electronica-Produzenten Four Tet zusammen.

Neneh Cherry wird 50

(10.03.2014)
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Don Cherry nahm seine Familie auch mit auf Tour. So traf Neneh Cherry in ihrer Jugend Menschen wie Miles Davis und The Slits. Mit Viv und Ari von den Slits verstand sie sich gut. Mit 16 zog Cherry dann von Schweden nach London, und fand ihren Platz in der lokalen Musikszene. // Mit 16 zog Cherry dann von Schweden nach London, und fand ihren Platz in der lokalen Musikszene. Sie war Teil der Punkband The Cherries, sang auch bei The Slits und Rip Rig + Panic. Mit ihrem ersten Soloalbum orientierte sich die Musikerin jedoch in Richtung Hip Hop.

Von Schlampen, Schlitzen und Löchern

(12.08.2011)
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Sie geben sich Namen wie Girls At Our Best, The Raincoats oder The Au Pairs…Oder gleich The Slits. Wenn ihr uns reduzieren wollt auf hirnlose Sexmaschinen, dann drehen wir den Spieß um und nennen uns: die Schlitze. Auf dem Cover ihrer LP tragen The Slits 1979 keine Latzhosen.

The Raincoats – „Lola“

(03.11.2019)
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Vielleicht ein wenig eigenbrötlerischer als The Slits, aber das sagt ja nichts über die Qualität der Musik aus. Schlagzeugerin Palmolive war, nebenbei bemerkt, kurz vor Veröffentlichung des ersten The-Slits-Albums zu The Raincoats abgewandert.

Messer – „Der Mieter“ (Songpremiere)

(23.10.2019)
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Messer (Foto: Moritz Hagedorn) Ob The Clash oder The Slits, Public Image Ltd. oder Pere Ubu, Talking Heads oder Bad Brains: Unzählige englischsprachige Bands kontrastierten ihre kratzigen (Post-)Punk-Attacken mit den tiefgrabenden Basslines und nebligen Klangwolken des Dub.

Shari Vari – „Now“ (Rezension)

(11.09.2019)
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Die Platte treibt die HörerInnen vor sich her. „Out Of Order“ ist ein Dancefloor-Stück, in das der Geist von The Slits gefahren ist. Oder von Bow Wow Wow. Oder von beiden. „Dance Alone“ nimmt dann das Tempo auf, ist aber textlich wie musikalisch deutlich bedrohlicher.

Album der Woche: Sleaford Mods - „Key Markets“

(20.07.2015)
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Oder "Free money, mate, just fill in the form and if you can’t then I can ’elp ya" im Song "Face To Faces", der neben "In The Quiet Streets" eine der eingängigsten Basslines des Albums vorweisen kann. Sich im Kreis drehende, schwelende, bedrohliche Molltöne, die an Post-Punk-Bands wie The Slits und Delta 5 erinnern, machen die Arrangements aus. Dazu Williamsons Stimme, die manchmal richtig Flow hat, zum Beispiel im trockenen "The Blob", und sich an anderer Stelle in einem enormen Tempo in Rage spricht, so wie in "Giddy On The Ciggies".

Neue Platten: Deerhoof - "La Isla Bonita"

(05.11.2014)
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Die Dub-infizierte Rhythmik von "Tiny Bubbles" kommt derart erfrischend daher, als hätte der frühe britische Post-Punk um Bands wie The Pop Group und This Heat, The Slits und Lifetones nie stattgefunden. Getreu dessen Prinzip des "Rip It Up And Start Again" vollbringen es Deerhoof selbst 35 Jahre später, alles einzureißen, um in diesem Sinne eine gänzlich originäre Formen- und Klangsprache zu entwickeln, die eben ihren Wiedererkennungswert ausmacht.

Zwischen New Wave und Reggae: The Pretenders' Debüt wird 40

(11.01.2020)
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Post-Punk-Minimalismus, in dem die Gitarren mit Chorus-Effekt Zeit zum Verhallen haben und der Gesang Atmen kann. Das klang anders als bei ZeitgenossInnen wie The Slits oder The Police, das war ein neuer Sound. Und gewissermaßen die Blaupause für Grace Jones' Neuerfindung, dem Wechsel von Disco zu dem Sound, den man heute mit ihr assoziiert.

Lee „Scratch“ Perry & Subatomic Sound System – „Super Ape Returns To Conquer“ (Rezension)

(27.09.2017)
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Neben Lee Perry sind als Sänger Jahdan Blakkamoore und Screechy Dan zu hören. Zudem gibt es ein posthumes Wiederhören mit Ari Up von The Slits bei „Underground Roots“. „Super Ape Returns To Conquer“ ist ein sehr gutes Album. Es macht Spaß, den altbekannten Melodien und Texten von „Chase The Devil“ oder „War Inna Babylon“ erneut zu begegnen.

Siouxsie Sioux wird 55

(27.05.2012)
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Während der ersten großen Tour von Siouxsie And The Banshees stiegen Gitarrist John McKay und Drummer Kenny Morris unerwartet aus der Band aus und wurden durch Robert Smith, der mit seiner Band The Cure im Vorprogramm der Tour spielte, und dem ehemaligen The-Slits-Drummer Budgie ersetzt. Smith und Sioux verbindet bis heute eine enge Freundschaft und aus dem temporären Ersatzschlagzeuger Budgie wurde ein festes Mitglied der Band.

Ari Up ist gestorben

(21.10.2010)
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Die Frontfrau der Slits starb gestern im Alter von 48 Jahren nach schwerer Krankheit. Mit 14 Jahren gründete die als Ariane Foster geboren Ari Up The Slits, die Ende der 70er zu den wichtigsten weiblichen Punk-Bands gehörten. Nachdem sich die Band 1981 aufgelöst hatte, kam es 2005 zu einer Reunion der Gründungsmitglieder Ari Up und Tessa Pollitt. 2009 erschien nach 28jähriger Pause das Album "Trapped Animal".

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