Bossa Nova

Bossa Nova Bossa Nova als Beat-Preset eines Begleitautomaten

Bossa Nova bezeichnet eine populäre Musikrichtung, die in den späten 1950er-Jahren in der damaligen brasilianischen Hauptstadt  Rio de Janeiro enstanden ist. Ihre Wurzeln hat die Bossa Nova im Samba. Zu den berühmtesten Vertreter*innen zählen João Gilberto (1931-2019), der häufig als der „Vater der Bossa Nova“ bezeichnet wird, sowie Tom Jobim (1927-1994) und Sérgio Mendes (*1941). 

Die Bossa Nova (dt.: „Neue Welle“ oder „Neuer Trend) stellte Ende der 50er-Jahre eine Erneuerung des zu dem Zeitpunkt in Brasilien höchst populären Samba dar. Junge, experimentierfreudige Musiker*innen, die vermehrt durch US-amerikanische Musik beeinflusst wurden, fingen an, den Samba mit Elementen aus Cool Jazz zu kombinieren und erfanden den „Bossa-Beat“, eine vereinfachte Form der von traditionellen afrikanischen Musikstilen beeinflussten Samba-Rhythmen. Die Bossa Nova basiert klassischerweise auf Gitarre und diversen Percussion-Instrumenten, etwa der Surdo, der Clave und der Cabasa. Als erstes Bossa-Nova-Album gilt „Canção Do Amor Demais“ (1958) von der Sängerin Elizete Cardoso. Komponiert wurde es zu großen Teilen von Tom Jobim, der sich später zu einem der Aushängeschilder der Bossa Nova entwickelte und auch ein junger João Gilberto ist darauf an der Gitarre zu hören. Zur internationalen Popularisierung des Genres trug wesentlich der Film „Orfeu Negro“ (dt.: „Schwarzer Orpheus“) aus dem Jahr 1959 bei, dessen Soundtrack ebenfalls von Jobim geschrieben wurde. Das Interesse an der Bossa Nova erreichte seinen Höhepunkt in der ersten Hälfte der 1960er-Jahre, als renommierte US-amerikanische Jazz-Musiker*innen, darunter Frank Sinatra, Ella Fitzgerald und Stan Getz, mit Bossa-Nova-Künstler*innen wie Jobim, João Gilberto und dessen damaliger Ehefrau, der Sängerin Astrud Gilberto kollaborierten und/oder ihre Stücke interpretierten. Der von Jobim komponierte Bossa-Nova-Song „The Girl From Ipanema“ wurde in einer Version von Astrud Gilberto und Stan Getz 1965 sogar mit einem Grammy ausgezeichnet. Nachdem sich Brasilien im Jahr 1964 in eine Militärdiktatur verwandelt hatte, verlor die Bossa Nova aufgrund ihrer zumeist unpolitischen Inhalte (Liebe, Sehnsucht) in der Bevölkerung zunehmend an Popularität. Junge, rebellische Musiker*innen, beispielsweise die der Tropicália-Bewegung, kritisierten sie als konservativ und veröffentlichten stattdessen politische Musik, um Widerstand gegen das Regime zu leisten. 

In seiner Sendung Bossa Brasil beschäftigt sich ByteFM-Moderator Pedro Crescenti einmal im Monat mit brasilianischer Musik. Die Ausgabe von Juli 2020 war der Bossa Nova gewidmet. Astrud Gilbertos „On My Mind" war zudem im März 2020 ByteFM Track des Tages.



Bossa Nova im Programm von ByteFM:

„Águas de Março“: João Gilberto wäre 90 geworden

(10.06.2021)
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„Águas de Março“: João Gilberto wäre 90 geworden
Stan Getz und João Gilberto auf dem Cover des gemeinsam mit Miúcha aufgenommenen Albums „The Best Of Two Worlds“ Anlässlich zweier historischer Daten ist heute mit „Águas De Março“ einer der großen Klassiker der Bossa Nova unser Track des Tages. Heute wäre der Geburtstag eines der „Erfinder“ des brasilianischen Genres: João Gilberto. // Der war es auch, der unseren heutigen Track des Tages geschrieben hat. Anfang der 1960er-Jahre war die Bossa Nova noch ein überwiegend brasilianisches Ding. Was sich 1963 änderte, als Gilberto anfing mit dem US-Saxofonisten Stan Getz zu arbeiten. // Was sich 1963 änderte, als Gilberto anfing mit dem US-Saxofonisten Stan Getz zu arbeiten. Auf ihrem ersten gemeinsamen Album war die internationale Durchbruchssingle der Bossa Nova: „The Girl From Ipanema“, gesungen von Joãos damaliger Ehefrau Astrud Gilberto. Auf dem 1976 erschienenen Getz/Gilberto-Album „The Best Of Two Worlds“ übernahm Miúcha, die Schwester von Chico Buarque, die englischen Parts.

Bossa und Sunshine-Pop: Astrud Gilberto wird 80 Jahre alt

(29.03.2020)
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Bossa und Sunshine-Pop: Astrud Gilberto wird 80 Jahre alt
Astrud Gilberto auf dem Cover der Compilation „Finest Hour“ Bossa und Sunshine-Pop: 1968 brachte die brasilianische Sängerin Astrud Gilberto ein Album heraus, das darüber hinauswies, womit sie hauptsächlich assoziiert wird. Die in Bahia geborene Künstlerin nahm mit „Windy“ eine genuine Pop-Platte auf. Die Bossa Nova war mittlerweile im US-amerikanischen Mainstream angekommen. Gilberto fuhr nun gewissermaßen ihre verdiente künstlerische Ernte ein. // Eigentlich hatte sie nie vorgehabt, Sängerin zu werden. Sie hatte ihren Mann João, der als einer der Erfinder der Bossa Nova gilt, in die USA begleitet. Mit quasi der gesamten Bossa-Nova-Szene waren sie aufgebrochen, um im großen Stil eine neue Musik zu präsentieren. // Genauso auch „Corcovado“, der andere Song auf dem „Getz/Gilberto“-Album, auf dem sie sang. Diese beiden Lieder verbreiteten die Bossa Nova weltweit. Bis heute beeinflusst ihr Erbe die Entwicklung der Musik weltweit. Doch Gilberto auf diese Geburtsstunde zu reduzieren, wäre unfair. // Doch Gilberto auf diese Geburtsstunde zu reduzieren, wäre unfair. Auf einige bisweilen hervorragende Bossa-Nova- und Jazz-Alben folgte 1968 „Windy“. Hierauf interpretierte die Sängerin Pop-Songs zwischen Bossa und Sunshine-Pop.

„Olá“: Brasilianisches aus Wales von Carwyn Ellis & Rio 18

(23.08.2021)
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„Olá“: Brasilianisches aus Wales von Carwyn Ellis & Rio 18
Carwyn Ellis ist ein Brite, spezifischer: Waliser, der seit Jahren seine Liebe zu brasilianischer Musik auslebt. Und ja, es ist eine Liebe, nicht bloß ein billiger Bossa-Nova-Einschlag, den Ellis seinen Song angedeihen lässt. Zweimal bereits hat er diese Liebe auf Albumlänge zum Ausdruck gebracht – zuletzt sogar in diesem Jahr auf „Mas“.

Kruder & Dorfmeister – „1995“ (Rezension)

(18.11.2020)
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Kruder & Dorfmeister – „1995“ (Rezension)
Sie machten damals aus dem grauen Wien eines der Epizentren des Downbeat und die dafür wichtigen Elemente sind auf „1995“ vertreten: HipHop, Trip-Hop, Jazz und – am besten nachzuhören auf „Don Gil Dub“: Bossa Nova und Dub. In den sozialen Medien verrieten Kruder & Dorfmeister, in ihrer sehr eigenen, humorigen Art, dass sie schon damals wussten, dass genau so eine Platte 2020 benötigt werden würde.

ByteFM Session #294: Lea Porcelain

(09.05.2019)
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ByteFM Session #294: Lea Porcelain
Inwiefern erzählten sie Michael Hager im ByteFM-Interview: „Beim dritten Song [auf dem Album] kommt sehr stark raus, dass wir in Rio waren. Wir haben aus Reis- und Nudelpackungen Shaker gebaut, das hat schon so ein bisschen diesen Bossa-Nova-Vibe.“ Das komplette Interview im ByteFM Magazin vom 8. Mai 2019 können Mitglieder im Förderverein „Freunde von ByteFM“ in unserem Archiv nachhören.

Laura Gibson - "La Grande"

(09.01.2012)
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Doch scheinbar paradoxerweise tut gerade das der Titeltrack nicht: Der Song „La Grande“ galoppiert nach vorne, bis er nach der Hälfte stolpert und der Beat Platz macht für einen Chor, der an die eingangs bereits erwähnten Fleet Foxes erinnert. Doch bevor man verschnaufen kann, geht’s auch schon weiter. Ein bisschen später hört man dann Bossa-Nova-Rhythmen, Highway-61-Revisited-Orgeln und wehleidige Slidegitarren. Ist nicht gerade progressiv heutzutage, aber durchaus nett anzuhören und man muss der Platte zugutehalten, dass nicht ein Filler zu finden ist; jeder Song hat seine Momente - ob „The Rushing Dark“ mit seiner Bei-Regen-zu-Hause-sitzen-Atmosphäre oder „Milk-Heavy, Pollen-Eyed“, in dem sie die Schönheit der Schwere langer Beziehungen besingt, in denen man einfach nicht anders kann, als immer wieder zum Partner zu finden.

Zeitgeister-Podcast #18: Astrud und João Gilberto besingen das „Girl From Ipanema“

(22.03.2022)
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Zeitgeister-Podcast #18: Astrud und João Gilberto besingen das „Girl From Ipanema“
Mit ihrem Ehemann João Gilberto machte Astrud Gilberto Brasilien zum Traumland des globalen Fernwehs (Foto: Dutch National Archives, The Hague, Fotocollectie Algemeen Nederlands Persbureau, Public Domain, via Wikimedia Commons) Zu Beginn der 1960er-Jahre war der Musikstil Bossa Nova noch ein überwiegend brasilianisches Phänomen. Das änderte sich, als João Gilberto, einer der Begründer dieses Stils, der Samba und Cool Jazz miteinander fusionierte, ab 1963 mit dem US-Saxofonisten Stan Getz zusammenarbeitete. // Auf ihrem gemeinsamen Debütalbum befand sich ein Song namens „The Girl From Ipanema“, gesungen von Joãos damaliger Ehefrau Astrud Gilberto. Ihre Performance war es, die wesentlich zum endgültigen internationalen Durchbruch der Bossa Nova beitrug und aus Brasilien und insbesondere Rio de Janeiro wahre Sehnsuchtsorte und beliebte Reiseziele des globalen Fernwehs machte. // Musik, die Sehnsüchte weckt „The Girl From Ipanema“ entwickelte sich in der Folge zu einem der erfolgreichsten Songs des 20. Jahrhunderts. Zum sanften Bossa-Nova-Beat entstand hier ein Bild des modernen Brasilien, das auch die Tourismus-Industrie ankurbelte.

Presseschau: 10.06.: Outsider-Musik und Zeitmangel

(10.06.2011)
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Der brasilianische Gitarrist, Sänger und Komponist gilt neben Antônio Carlos Jobim als Erfinder der Bossa Nova feiert heute seinen 80. Geburtstag. Jörg Wunder geht für den Tagesspiegel auf Spurensuche nach der Seele des Bossa Nova und dem Pop-Phantom. Gilbertos Aufnahme von "Chega de Saudade" ist es demnach gewesen, die 1958 alles veränderte, wie Ruy Castro in seinem Standardwerk "Bossa Nova – The Sound of Ipanema" schrieb. // Gilbertos Aufnahme von "Chega de Saudade" ist es demnach gewesen, die 1958 alles veränderte, wie Ruy Castro in seinem Standardwerk "Bossa Nova – The Sound of Ipanema" schrieb. Die Dualität aus früher Vollendung und späterer Totalverweigerung sei es, die João Gilberto zu einem der interessantesten Phantome der Popgeschichte mache.

Neues von Rare-Groove-Großmeister Marcos Valle auf Jazz Is Dead

(08.07.2020)
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Neues von Rare-Groove-Großmeister Marcos Valle auf Jazz Is Dead
„Der Anfang“, das ist in diesem Kontext natürlich die Bossa Nova. Selbstredend hatte es auch vorher schon brasilianische Popmusik gegeben. Aber die Bossa Nova war der erste international einflussreiche Musikexport des Landes.

Spannender Rhythmus: Sarah Vaughan starb heute vor 30 Jahren

(03.04.2020)
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Spannender Rhythmus: Sarah Vaughan starb heute vor 30 Jahren
Alles nämlich, was gerade aus Brasilien herüberschwappte. Hauptsächlich waren das Bossa Nova und Samba. Es war das Jahr, als Astrud Gilberto „The Girl From Ipanema“ sang. Und damit die Bossa Nova zum internationalen Phänomen machte. Musiker*innen wie Produzent*innen stürzten sich auf das neue Ding.

Zum 20. Todestag von Antônio Carlos Jobim

(08.12.2014)
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Mit diesem und vielen weiteren Stücken legte Jobim den Grundstein für den Bossa Nova. Das Album "Getz/Gilberto", dass er gemeinsam mit Getz, João Gilberto und dessen damaliger Frau Astrud Gilberto aufgenommen hat, sorgte für einen Bossa-Nova-Hype in den USA Anfang der 60er Jahre.

„Sunset Boulevard“: Picknick im Dunkeln mit Renata Zeiguer

(24.01.2022)
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„Sunset Boulevard“: Picknick im Dunkeln mit Renata Zeiguer
Dort entstanden Stücke, die nicht nur inhaltlich die Schnittstellen von Traum und Erinnerung erforschen. Auch musikalisch verschmelzen der Bossa-Nova-Soundtrack aus Zeiguers Kindheit und ihre künstlerische Biografie bei Acts wie Mr Twin Sister und Cassandra Jenkins.

In stilistischer Hochform: Paul Weller mit „More“

(02.07.2020)
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In stilistischer Hochform: Paul Weller mit „More“
Mit weniger Gitarren und coolerem Artwork unternahm die Band ihre Reise, die irgendwo bei Jazz und Bossa Nova losging und 1989 mit einer House-Platte endete. Die allerdings erst neun Jahre später erscheinen sollte – Weller war mit ihr zu weit vorne; das Label spielte nicht mit.

Christine McVie in sechs Songs

(12.07.2018)
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Christine McVie in sechs Songs
Diese neuen Sounds färbten auch auf McVie ab: Ihr Beitrag „Brown Eyes“ wird von einem bedrohlichen Bossa-Nova-Groove angetrieben, der sich um ihr Fender Rhodes schlängelt. Auch auf der Textebene ist Minimalismus angesagt: Der Refrain ist wortloses Ohh-La-La, im Verlauf der viereinhalb Minuten singt sie gerade mal zehn Zeilen – doch jede einzelne von ihnen wird von ihr mit beunruhigend ruhiger Intensität aufgeladen.

Elvis Costello wird 60

(25.08.2014)
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Presley angeeignet ...hatte nach dem von punkigen Klängen geprägten Beginn seiner Karriere ausgerechnet mit einer Reggae-Nummer seinen ersten Hit („Watching The Detectives“) ...hat aber auch Hip-Hop, grundehrlichen Rock, üppigen Pop, Country-Folk und Americana, Film- und Balletmusik sowie Soul und Bossa Nova in seinem Gemischtwarenladen anzubieten. Meistens dann gleich ganze Alben zu einem Thema ...hat sich zusammen mit dem Ensemble Brodsky Quartet auch in die Welt der klassischen Musik gewagt ...und sich von einem 52-köpfigen Jazz-Orchester gleich mal ein ganzes Album einspielen lassen (Das Live-Album „My Flame Burns Blue“) ...hat mit den Musik-Schwergewichten Paul McCartney, T-Bone Burnett, The Roots, Burt Bacharach, Allen Tossaint, Chet Baker und Billie Joe Armstrong zusammengearbeitet ...hat Songs für Johnny Cash, Dusty Springfield, Aimee Mann und Roger McGuinn geschrieben ...hat als Produzent am Debüt-Album von The Specials und an Alben von The Pogues gearbeitet ...hat eine Zeit lang seine Konzerte a capella und ohne Mikrofon mit dem Song „Couldn't Call It Unexpected, No. 4“ beendet.

誕生日に心からのお祝いの言葉 坂本龍一 (Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Ryuichi Sakamoto)

(17.01.2012)
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Er hat japanische Folklore in digitalen Pop eingebaut, afrikanische und lateinamerikanische Musik mit Designersounds kombiniert, an dessen eigenen Flügel dem verstorbenen Antonio Carlos Jobim mit zwei Bossa Nova Platten gehuldigt, die Beatles auf Analogsynthesizern gecovert und eine Oper geschrieben, in die er Gastauftritte des Dalai Lama, von Salman Rushdie, Pina Bausch und anderen einbaute.

Presseschau 30.04.: In The Streets Of Liverpool

(30.04.2011)
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Anhören könnt Ihr Euch den neuen Song "Adolescents" hier. Die "Sehnsucht ist der Rhythmus der Bossa Nova". João Gilberto war Schöpfer und Interpret dieses magischen Musikgenres, das Ende der 1950er publik wurde.

Die Runde Stunde

(11.07.2008 / 20 Uhr)
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Die Runde Stunde
Jazza Nova Vor etwa fünfzig Jahren erhörte die Bossa Nova die Welt. Das brasilianische Wunderkind zwischen Samba, Jazz und Chanson war bald auch im nördlichen Teil seines Heimatkontinents enorm begehrt. // Dass nicht nur Stan Getz und Charlie Byrd die neue „Jazz Samba“ zu spielen wussten, zeigt diese runde Stunde mit „Jazza Nova“, also von Jazzmusikern gespielter Bossa Nova. Mit dabei: Rare Schallplatten und selten Gehörtes von Erroll Garner, Charlie Rouse, Kenny Burrell und Coleman Hawkins, Miles Davis, Paul Winter, Lionel Hampton, Milt Jackson, dem Modern Jazz Quartet mit Laurindo Almeida und vielen mehr. // .: Verwechslungen mit der Band ähnlichen Namens aus Berlin sind durchaus erwünscht. „Jazzanova“ durften sich dafür für die heutige Playlist auch ein Stück vom Album „Bossa Nova Bacchanal“ von Charlie Rouse wünschen.

The Düsseldorf Düsterboys – „Duo Duo“ (Album der Woche)

(10.10.2022)
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The Düsseldorf Düsterboys – „Duo Duo“ (Album der Woche)
In São Paulo mischen die Brüder Arnaldo und Sérgio Dias Baptista und die Sängerin Rita Lee mit ihrer Band Os Mutantes diesen hippen Stil mit der Musik Brasiliens, mit Samba und Bossa Nova. Die Tropicalismo-Bewegung wird geboren. Ein letzter Zeitsprung führt uns in Jahr 2022. Nicht zum britischen Königshof, nicht nach São Paulo, sondern nach Essen. // Von São Paulo über London nach Essen und wieder zurück „Stars/Sternchen“ eröffnet das Album noch mit sehr gewohnten Klängen, mit sich freundlich anschmiegendem Baritongesang und gezupften Akustikgitarren, die so sanft rascheln wie Laub im Oktober (wie schön, dass Düsterboys-LPs immer im Herbst erscheinen!). Doch im folgenden „Ab und zu“ wird der dichte Sound mit Rumba- und Bossa-Nova-Rhythmen ergänzt. Dieser Mix aus europäischem Folk und lateinamerikanischen Einflüssen zieht sich durch das gesamte Album, durch das Piano-Outro von „Das erste Mal“ oder die verschrobenen Akzente von „Die Hand heilt“.

Yo La Tengo - „There's A Riot Going On“ (Album der Woche)

(12.03.2018)
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Yo La Tengo - „There's A Riot Going On“ (Album der Woche)
Die ist „There‘s A Riot Goin‘ On“ auch nicht geworden – stattdessen verwandelt das Trio aus New Jersey Sly Stones Protestschrei in eine versöhnliche Umarmung. 15 Songs, die einem den Eindruck geben, dass ganz vielleicht alles gut werden könnte. Bossa Nova aus dem Weltall Und was für eine Umarmung dieses Album ist: Von der ersten Sekunde wird man von Ira Kaplans einladenden Drones eingelullt, während seine Ehefrau Georgia Hubbley ihre repetitiven Schlagzeug-Grooves schweben lässt. // Mühelos schütteln sie aberwitzige Ideen aus dem Ärmel: Von abstraktem, John Coltranes „A Love Supreme“ zitierendem Folk-Jazz („Above The Sound“) über augenzwinkernden Space-Bossa-Nova („Esportes Casual“) bis zu die Zeit anhaltendem Stars-Of-The-Lid-Ambient („Dream Dream Away“) – und alles klingt wie aus einem Guss.

Astrud Gilberto wird 70 Jahre alt

(30.03.2010)
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Ihre Schwestern hießen Eda und Iduna, alle drei trugen Namen germanischer Göttinnen.“ Das schreibt der brasilianische Schriftsteller Ruy Castro in seiner Musikbibel „Bossa Nova. The Sound of Ipanema“ über die Bemühungen eines Freundes des jungen Gitarristen João Gilberto, aus den beiden ein Paar zu machen. // Der Song wird ein internationaler Erfolg, Astrud Gilberto startet eine Karriere als professionelle Musikerin und wird zur Bossa-Nova-Ikone. Heute wird sie 70 Jahre alt, hat sich aber aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Klaus Walter gratuliert im ByteFM Magazin ab 15 Uhr.

Bossa Brasil

Tom Jobim – Die Geburt des Bossa Nova

(02.07.2020 / 12 Uhr)
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Girl From Ipanema – Brasiliens Exportschlager hat Antônio Carlos Jobim und den brasilianischen Bossa Nova in der Welt bekannt gemacht. Auch unser Moderator Pedro Crescenti ist mit den Klängen und Songs von Tom Jobim aufgewachsen. // Am Werdegang des „Meisters der Meister“ und Mitbegründers des Bossa Nova entfaltet sich ein Rio de Janeiro und schließlich ein Brasilien im rauschenden Wandel. In dieser Folge dreht sich alles um Tom, Rio und den Bossa Nova. Und Pedros Opa, der in dieser Folge erzählt, wie er Antônio Carlos Jobim einmal auf der Straße traf.

ByteFM Magazin

Astrud & João Gilberto und das „Girl From Ipanema“

(22.03.2022 / 14 Uhr)
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ByteFM Magazin - Astrud & João Gilberto und das „Girl From Ipanema“
Zu Beginn der 1960er-Jahre war der Musikstil Bossa Nova noch ein überwiegend brasilianisches Phänomen. Das änderte sich, als João Gilberto, einer der Begründer dieses Stils, der Samba und Cool Jazz miteinander fusionierte, ab 1963 mit dem US-Saxofonisten Stan Getz zusammenarbeitete. // Ihre Performance war es, die wesentlich zum endgültigen internationalen Durchbruch der Bossa Nova beitrug und „The Girl From Ipanema“ zu einem der erfolgreichsten Songs des 20. Jahrhunderts machte. Zum sanften Bossa-Nova-Beat entstand hier ein Bild des modernen Brasilien, das dann auch die Tourismus-Industrie ankurbelte.

Tropeninstitut

(04.10.2008 / 18 Uhr)
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Tropeninstitut
50 Jahre Saudade Der Bossa Nova hat Geburtstag. Das Tropeninstitut hat Nicolai Schweder-Schreiner eingeladen. Nicolai hat Ruy Castros Buch "Chega de Saudade-A historia e as historias da Bossa Nova" übersetzt, das den kulturellen Aufbruch im Brasilien der 50er und 60er erzählt.

Beleza

Das Girl von Ipanema

(23.03.2013 / 18 Uhr)
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The "Girl from Ipanema" - …heißt Heloísa. Der Bossa Nova „The Girl from Ipanema“ wurde vor 50 Jahren, am 18. und 19 März 1963 in den A&R Studios in New York eingespielt. Kurze Zeit später war der Song ein Welthit! // Wenn ihr mehr über die Legende rund um diesen Wahnsinnssong wissen wollt, einschalten! Was Megastar Caetano Veloso (70) heute aus dem Bossa Nova macht, zusammen mit der Rockgruppe Banda Cê, das zeigt seine aktuelle CD: Abraçaço. Und die 25-jährige Maíra Freitas beweist es mit ihrem Debutalbum: Brasilianer können einfach Musik machen.

Navigator

(15.12.2010 / 19 Uhr)
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The Art Of Bossa Heute hat sie manchmal das Image einer Musik für Cognacschwenker, als sie geboren wurde war sie allerdings Ausdruck eines jugendlichen Lebensgefühls. Die Bossa Nova, mittlerweile über 50 Jahre alt, war nicht nur eine musikalische Bewegung, sie war auch eng verbunden mit einem neuen künstlerischen Gestaltungswillen. // DJ Gilles Peterson hat jetzt für Soul Jazz Records in London ein Buch zusammengestellt, das die Geschichte der Bossa Nova mit Plattencovern erzählt – der Navigator unternimmt eine gesamtkünstlerische Rundreise durch Bossa-Klassiker mit auffälliger Cover-Ästhetik.

Curtis Harding - „If Words Were Flowers“ (Album der Woche)

(08.11.2021)
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Curtis Harding - „If Words Were Flowers“ (Album der Woche)
„Hopeful“ ist ein fünfminütiges R&B-Epos;, dessen sich wiederholendes Hoffnungsmantra von Minute zu Minute intensiver wird – und in einem genüsslich verfuzzten Phaser-Gitarrensolo endet. Die Bossa-Nova-eske Ballade „With You“ ist von nostalgischen Streichern im Breitbildformat ornamentiert. Und die auf „Face Your Fear“ bereits vertretenen HipHop-Akzente werden auf „So Low“ auf die Spitze getrieben, mit 808-Handclaps, Autotune-Gesang und Kanye-West-Zitaten.

„What More“: große Fragen bei Swindle und Greentea Peng

(31.10.2021)
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„What More“: große Fragen bei Swindle und Greentea Peng
Aria Wells, wie die Sängerin bürgerlich heißt, war in diesem Jahr mit ihrem Debüt „Man Made“ bei ByteFM Album der Woche. Auf dem zuvor veröffentlichten, von Bossa Nova beeinflussten Soul-Tune „Hu Man“ stellte sie viele Fragen über das menschliche Zusammenleben. Mal simpel, mal komplex.

Rodrigo Amarante - „Drama“ (Album der Woche)

(19.07.2021)
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Rodrigo Amarante - „Drama“ (Album der Woche)
Auch im weiteren Verlauf von „Drama“ wird elegant zwischen Psychedelia und brasilianischer Popkultur (Música Popular Brasileira) balanciert. Amarante spielt verstrahlte Bossa Nova und Samba für den Salzwasser-Tank. Die Polyrhythmik, die jeden dieser Songs auszeichnet, sorgt für eine allgemeine Spannung, die Amarante mit lieblichen Melodien und dem Trommelfell schmeichelnden Gesang auflöst.

Die ByteFM Jahrescharts 2020

(29.12.2020)
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Die ByteFM Jahrescharts 2020
Die Bandmitglieder sind alle Kinder dieses Jahrtausends, dementsprechend klingt ihre Musik wie aus allerlei obskuren Playlisten zusammengewürfelt: Psychedelische Bossa-Nova-Disco („Come Down On Jupiter“), funky Post-Punk („Bobbi’s Second World“) und Samba aus dem Weltall („Space Samba …“).

Neue Sendung bei ByteFM: Bossa Brasil

(02.06.2020)
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Neue Sendung bei ByteFM: Bossa Brasil
Juni alle vier Wochen bei ByteFM (Foto: Pedro Crescenti) Brasilien – das ist Sonne, Fußball und und ein unfassbar breites Spektrum an Musik von Bossa Nova bis Tropicália. In kaum einem anderen Land liegen Experimentierfreude, Psychedelic und massentaugliche Gassenhauer so entspannt beisammen wie in der Música Popular Brasileira.


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