Tinariwen
Tinariwen sind ein einfluss- und erfolgreiches Tuareg-Blues-Kollektiv um den Sänger und Gitarristen Ibrahim Ag Alhabib. Es wurde 1979 von einer Gruppe aus Mali stammender Musiker in Tamanrasset, Algerien gegründet. Ende der 80er kehrten die Musiker, die aufgrund der Verfolgung der Tuareg in Mali nach Algerien geflüchtet waren, wieder in ihr Heimatland zurück. Tinariwen haben einige international erfolgreiche Alben veröffentlicht, beispielsweise „Aman Iman“ (2007) oder „Tassili“ (2011). Letzteres wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.
Tinariwen vermengten den Assouf, eine Form der traditionellen Musik der Berber und der Maghreb-Region, mit westlichen Genres wie Rock und Blues und wurden so zu Pionieren einer Musikrichtung, die im Westen häufig als „Wüsten-Blues“ bezeichnet wird. Zu ihren frühen Einflüssen zählten sie die malische Gitarrenikone Ali Farka sowie eine Reihe an britischen und US-amerikanischen Rock-Acts, etwa Led Zeppelin, Santana, Jimi Hendrix und Dire Straits. Mittlerweile werden Tinariwen selbst als Inspiration von vielen Tuareg-Blues-Musiker*innen jüngerer Generationen genannt. Ein Beispiel hierfür ist das international erfolgreiche algerische Quartett Imarhan. Ins Leben gerufen wurden Tinariwen 1979 von Ibrahim Ag Alhabib. Der Musiker stammt gebürtig aus Mali. Dort musste er als 4-Jähriger mitansehen, wie sein Vater, der sich Anfang der 60er am ersten Aufstand der Tuareg beteiligte, durch die malische Armee hingerichtet wurde. Ag Alhabib floh daraufhin zusammen mit seiner Großmutter nach Südalgerien, wo er in verschiedenen Flüchtlingslagern lebte. Bereits damals spielte er Melodien auf selbstgebastelten Gitarren. Als Ag Alhabib Ende der 70er endlich in den Besitz einer richtigen Akustikgitarre kam, gründete er den Vorläufer von Tinariwen, zusammen mit seinen Brüdern und seinem Freund Alhassane Ag Touhami, der dem Kollektiv bis heute angehört. Sie traten auf verschiedenen Privatveranstaltungen auf und nahmen Songs über die Unterdrückung der Tuareg auf. In der Sahara-Region fanden ihre Kassetten bereits Ende der 80er großen Anklang. Im selben Zeitraum kehrten die Musiker nach Mali zurück, um sich dem Aufstand der Tuareg gegen das malische Regime anzuschließen. Sie beteiligten sich zwei Jahre lang an den Kämpfen, bis schließlich 1991 ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde und sie sich endgültig der Musik verschreiben konnten.
Ende der 90er erhielten Tinariwen erstmalig auch außerhalb der Sahara-Region Aufmerksamkeit – zunächst in Frankreich, anschließend weltweit. Nachdem sie 2001 ihr erstes international erhältliches Album „The Radio Tisdas Sessions“ veröffentlicht hatten, tourten sie um den Globus und wurden mit etlichen prestigeträchtigen Musikpreisen ausgezeichnet. Ihr 2019 erschienenes, achtes Album „Amadjar“ enthält Gastauftritte von Kolleg*innen wie Cass McCombs und Warren Ellis.
Tinariwen im Programm von ByteFM:
Tuareg & Tennessee: „Anemouhagh“ von Tinariwen
Rauer Desert-Groove: „Amoss Idjraw“ von Tinariwen
„Arghane Manine“: Tinariwen veröffentlichen ein frühes Tape neu
Tuareg-Roots: „Sagherat Assani“ von Tinariwen
„Amatssou“: Albumankündigung von Tinariwen
taz.mixtape
Kreator, Ringer, Rösinger, Tinariwen, #FreeDeniz u.a.
Neuland
Bat For Lashes, Tinariwen & The Babe Rainbow
ByteFM Magazin
Der Wochenrückblick: Julia Shapiro, Joni MItchell & Tinariwen
60minutes
Tracks des Tages
Grüne Monster und sommerlicher Synth-Folk
Trop It (Like It's Hot)
Wüste, Trost & Highlife
Planet Groove
Reggae Riddims aus Großbritannien, Neuseeland und Spanien
Die Welt ist eine Scheibe
Global A Go Go
Träume von Ruhe und Freude: „Tellalt“ von Imarhan
ByteFM Charts
2026 – Woche 12
ByteFM Mixtape
art Mixtape: Mali Music
ByteFM Magazin am Abend
Avril 14th
art Mixtape
Mali Music
Tiefenschärfe
Blues, beleuchtet
10 bis 12
Mr Tembo
Tracks des Tages
Vereinigte Staaten der gebrochenen Herzen
Keep It Real
Wüstenrock der Tuareg
taz.mixtape
Trop It (Like It's Hot)
Ghana, Desert Blues und Pingipung
Songs des Jahres 2022
10 bis 12
Fabels
ByteFM Magazin
Traumleben
Tamikrest (Ticket-Verlosung)
ByteFM Charts
2026 – Woche 13
Neuland
Schadhafte Empfänger, Blumen und Füße