Sonny Rollins
Sonny Rollins gehört zu den prägenden Saxofonisten des Modern Jazz
Sonny Rollins (*7. September 1930 in New York City – 25. Mai 2026 in Woodstock, New York) war ein bedeutender US-amerikanischer Tenorsaxofonist und eine prägende Figur des Modern Jazz.
Schon in seiner Jugend in Harlem hörte Rollins, der mit bürgerlichem Namen Walter Theodore Rollins hieß, Musik von Fats Waller und Louis Armstrong. Louis Jordan wiederum inspirierte ihn, selbst zum Altsaxofon zu greifen. Im Alter von 16 Jahren wechselte Rollins jedoch zum Tenorsaxofon, um es seinem anderen Idol Coleman Hawkins gleich zu tun. Schon bald darauf begann er, mit Charlie Parker und Thelonious Monk zu musizieren und erspielte sich in Harlems Jazz-Szene einen Ruf als herausragender Saxofonist. Noch vor seinem 20. Geburtstag arbeitete er auch mit Miles Davis zusammen, der später in seiner Autobiografie befand, dass Rollins eine Legende sei, „beinahe“ auf dem Level von Charlie „Bird“ Parker.
Wie viele andere Jazzmusiker dieser Zeit war auch Sonny Rollins drogenabhängig. Nach einer Auszeit in Chicago und einem Drogenentzug im Jahr 1955 kehrte Rollins nach New York City zurück und stieg in das Quintett um Clifford Brown und Max Roach ein. Zunehmend trat er auch unter seinem eigenen Namen auf, was auch für seine Veröffentlichungen galt. Rollins öffnete mit seinem Saxofonspiel den Raum für eine neue Form der „thematischen Improvisation“: Seine Soli waren nicht länger dem Thema verschrieben, mit dem sie begannen, stattdessen entwickelten sich immer weitere Assoziationsketten. Dies führte in den 1960er-Jahren gar zu Solokonzerten von Sonny Rollins.
Auch wenn er sich hin und wieder kreative Schaffenspausen verschrieb, blieb Sonny Rollins in den folgenden Jahrzehnten musikalisch aktiv. 2006 begann er, Musik auf seinem eigenen Label Doxy Records zu veröffentlichen. 2011 erhielt er die Medal of Arts vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Am 25. Mai 2026 starb der Musiker im Alter von 95 Jahren.
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