The Associates

The Associates The Associates auf dem Cover ihres Albums „Sulk“

The Associates (auch: Associates) waren eine britische Post-Punk/Synth-Pop-Formation, die von 1979 bis 1990 aktiv war. Gegründet wurde die Band von Sänger Billy MacKenzie und Gitarrist Alan Rankine in Dundee, Schottland.

MacKenzie und Rankine hatten sich 1976 kennengelernt und veröffentlichten 1979 ihre erste Single „Boys Keep Swinging“, ein Cover von David Bowie, das ihnen einen Plattenvertrag mit Fiction Records einbrachte. Dort erschien 1980 auch ihr Debütalbum „The Affectionate Punch“. Der erste Schlagzeuger John Sweeney wurde schon im selben Jahr von John Murphy abgelöst, der wiederum bis 1982 Teil der Band war. Auch Bassist Michael Dempsey, der zuvor bei The Cure gespielt hatte, war nur von 1980 bis 1982 Teil von The Associates. The Associates gingen nicht nur gemeinsam mit The Cure auf Tour, sondern teilten sich für ihre ersten beiden Alben auch das Label (Fiction Records). 1982 waren The Associates auf dem Höhepunkt ihres kommerziellen Erfolgs: Das dritte Album „Sulk“ stieg in Großbritannien in die Top 10 und The Associates traten mit der Single „Party Fears Two“ beim noch jungen TV-Format Top Of The Pops auf. Doch bevor die Tour zum Album begann, verließ Rankine aufgrund interner Differenzen die Band. MacKenzie führte The Associates noch bis 1990 mit unterschiedlichen Musiker*innen fort (unter anderem mit dem deutschen Schlagzeuger und Perkussionisten Moritz von Oswald, der später als Techno-Produzent bekannt wurde), während Rankine solo aktiv war.

1993 arbeiteten MacKenzie und Rankine noch einmal gemeinsam an neuem Associates-Material. MacKenzie entschied sich jedoch gegen eine Reunion und Tour und führte stattdessen seine Solokarriere fort. Billy MacKenzie starb 1997 an einer Überdosis. 2023 starb Alan Rankine im Alter von 64 Jahren. Zu den vielen Fans der Band zählen unter anderem Björk, U2 oder auch The Divine Comedy.



The Associates im Programm von ByteFM:

Partyneurosen: „Party Fears Two“ von The Associates

Von ByteFM Redaktion
(31.12.2024)
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Partyneurosen: „Party Fears Two“ von The Associates
The Associates auf dem Cover ihres Albums „Sulk“ Zu unserem Track des Tages „Party Fears Two“ inspirierte die britische Band The Associates die Angst davor, eine Party zu verpassen. „Mein kleiner Bruder war auf einer Party, wo er zwei Mädels dabei beobachtete, die unbedingt reinkommen wollten“, erinnerte sich Sänger Billy Mackenzie. „Sie schlugen die Fenster ein und versuchten, die Tür mit ihren Stöckelschuhen einzutreten, was ihn sehr beeindruckte, weshalb er sie ‚Party-Angst-Zwei‘ taufte, und ich habe ihm den Titel entwendet.“ Erschienen ist das Stück im Jahr 1982 auf „Sulk“, der zweiten und erfolgreichsten LP des schottischen Duos aus Dundee. Geschrieben hatten Mackenzie und sein Songwriting-Partner Alan Rankine das Stück bereits drei Jahre zuvor. Damals noch nicht als überdrehten Glam-Smasher, sondern nur um ein Piano-Riff herum. „Das war damals die Spätphase des Punk, für die der Song zu melodiös, zu schön war“, erklärte Rankine später. „Zu dieser Zeit war das einfach nicht hip.“ Als mit den 80ern der hedonistische New Pop vor allem Großbritannien im Sturm nahm, war die Zeit für das Stück gekommen. The Associates hatten jegliche Post-Punk-Düsternis abgelegt und umarmten das neue Jahrzehnt überschwänglich. Wobei Mackenzies Überschwang keinem blauäugigem Optimismus gleichkam. Eher sprach aus seinen Darbietungen eine neurotisch verbrämte Euphorie. So zerschmettert der Protagonist unseres Track des Tages Tassen, sein Selbstwertgefühl und seine Manieren verlassen ihn auf der Party. Rankine beschreibt die Anekdote von Mackenzies Bruder weniger als Thema denn als Aufhänger: „Bill und ich waren immer nur verdammte Außenseiter. Wir gehörten nie dazu. Wir fühlten uns wie Hochstapler. Als wären wir mit gefälschten Papieren reingekommen. Wenn wir zu Partys eingelassen wurden, langweilten wir uns zu Tode, aber wir mussten uns selbst beweisen, dass wir da rein konnten. Für mich geht es um Entfremdung, das Gefühl, nicht dazuzugehören, und darum, dass es anderen Leuten anscheindend leichtfällt.“ Unser Track des Tages „Party Fears Two“ von The Associates erschien 1982 auf dem Album „Sulk“ (Associates / Beggars Banquet). Der Song daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

taz.mixtape

Banks, Koffee, Rock-O-Rama, Ostbahn-Kurti, Associates, Punk in D.C., Klaus Schulze

(29.04.2022 / 17:00 Uhr)
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Erfüllende Hingabe ist den Dandys fremd. Oliver Tepel feiert die Neuausgabe von „Sulk“, dem zweiten Album des flamboyanten schottischen Popduos The Associates. Es war eines der zentralen Werke des ominösen Popjahrs 1982.

Savage Music

1982 #3
mit Jon Savage

(09.09.2012 / 22:00 Uhr)
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Den anderen Nagel zu diesem Sarg liefern die androgynen Stimmen von Soft Cells Marc Almond und Billy MacKenzie, der als Sänger von The Associates bis zu seinem frühen Tod nie die Würdigung bekam, die ihm eigentlich zusteht.

Rock-Ola

Sheffield Steel

(21.05.2024 / 12:00 Uhr)
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Singles aus dem Monat sind von The Cars, The Associates, King Crimson und ABC.

Tracks des Tages

Ciao, Pferde, hallo 2025!

(04.01.2025 / 17:00 Uhr)
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Tracks des Tages - Ciao, Pferde, hallo 2025!
Über den Umweg „Das Schweigen der Lämmer“ schrieb Q Lazzarus' Song „Goodbye Horses“ Filmsoundtrackgeschichte. Ansonsten blieb die Sängerin bis an ihr Lebensende unbekannt und ohne Plattenvertrag. Eine neue Doku rückt sie ins Zentrum und beschert ihr in Form des Soundtracks ein posthumes erstes Album. Ein neues Box-Set widmet sich der letzten Schaffensphase von The Go-Betweens.Zum Jahreswechsel haben wir einige ältere Songs hervorgeholt, die man heute viel zu selten hört, zum Beispiel einen Dancefloor-Klassiker von Inner City und eine neurotische FOMO-Hymne von The Associates.Zwei Geburtstage würdigen wir in dieser Ausgabe, und zwar die von Stephen Stills und Beth Gibbons. Außerdem am Start sind Julien Baker und Torres mit einer queeren Country-Hommage.

Was ist Musik

Irgendwas ist immer II – Didn't I (Blow Your Mind This Time)

(09.01.2023 / 21:00 Uhr)
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Da ist dann doch eine Kluft zwischen den beiden Toten dieser Tage. Zwischen dem Juden Terry Hall und Vivienne Westwood, der Unterstützerin der Bewegung BDS. Allerdings ist Vivienne Westwood nicht mit krassen antisemitischen Ausfällen aufgefallen wie etwa Roger Waters. Und schon gar nicht mit so öder Musik. Es war John Lydon / Johnny Rotten, der ein Pink-Floyd-T-Shirt trug mit dem Filzstift-Zusatz „I hate …“ Offen bleibt, ob das Westwoods Idee war oder Westwood Lydons Idee geklaut hat. Anyway, irgendwas ist immer. R.I.P. Alan Rankine, The Associates. Tell me easter's on Friday.

Einsame Party: „Come Undone“ von Walt Disco

Von ByteFM Redaktion
(20.06.2024)
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Einsame Party: „Come Undone“ von Walt Disco
Eine solche Äußerung passt zu zum Oberthema des zweiten Albums des Quintetts aus dem schottischen Glasgow. „The Warping“ begreifen Walt Disco nämlich als „Verzeichnis“ ihrer Schwächen. Das manifestiert sich musikalisch glücklicherweise nicht in einem Gesuhle im Emo-Sud, sondern in großem theatralischen Drama. Schließlich fühlt sich die Band sogar wohl dabei, „mit unserer Musik so ehrlich zu sein und alles auf den Tisch zu legen, sowohl in den Texten als auch in den Arrangements“. Zwar verraten sie leider nicht, was ein Arrangement ehrlich macht, aber für ihr Soundgewand nutzen sie edelste Stoffe. Ganz deutlich hört man etwa Roxy Music in den 70er-Jahren heraus. Nur dass das gesangliche Drama noch überkandidelter ist, wie bei der schottischen Post-Punk-Band The Associates.

Rock-Ola

The Room

(03.02.2026 / 12:00 Uhr)
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Das LP-Highlight der Sendung heute ist „In Evil Hour“ von der Liverpooler Band The Room aus dem Jahr 1984. Obwohl von Presse und BBC-Moderator John Peel hoch gelobt, blieb diese LP sowie alles andere von The Room vom Erfolg verschont.Singles aus 1984: Bronski Beat, Stephen Stills, The Associates. Gerade erst erschienen: The Mary Onettes.

10 bis 11

Even Dogs In The Wild

(04.01.2023 / 10:00 Uhr)
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Gestern ist der Musiker und Produzent Alan Rankine im Ater von 64 Jahren gestorben. Zusammen mit Billy MacKenzie gründete er die Formation The Associates. Ihr Debütalbum „The Affectionate Punch“ kam im August 1980 heraus, wo er vornehmlich als Gitarrist und Keyboarder tätig war.

Blog&Roll: D*ruffalo

Von ByteFM Redaktion
(19.05.2010)
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Blog&Roll: D*ruffalo
Während der Mix, den wir von D*ruffalo bekommen haben eigentlich keine Wahl lässt, außer sich feierfreudig den Abseiten später Discojahre hinzugeben (mit kurzem Kunstpop-Einbruch via eines Frühstücks mit den Alt-New Wavern The Associates), geriet der doch eigentlich so simple Blog&Roll Fragebogen beim mehrköpfigen D*ruffalo-Kollektiv zum Multiple-Choice-Test. Nachdem man uns berichtete, dass D*ruffalo „5:0 angetan“ sei von der Blog&Roll-Einladung, erreichten uns zusätzlich zum Mix (übrigens als 42. Druffmix ab Mitte Juni in ganzer Länge auf der D*ruffalo-Seite) immerhin vier Fragebögen. Ein Blog mit Persönlichkeitsspaltung also, aber lest selbst (lieber schizophren als gar keinen Charakter).

„Echo Beach“: Martha Johnson (Martha And The Muffins) wird 75!

Von ByteFM Redaktion
(18.12.2025)
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„Echo Beach“: Martha Johnson (Martha And The Muffins) wird 75!
„Echo Beach“ heißt unser heutiger Track des Tages. Er gehört zu diesen Songs, deren Titel vermutlich bekannter sind als der Name der Band, die ihn aufgenommen hat. In diesem Falle heißt diese Band Martha And The Muffins und kommt aus Kanada. Ihren Namen stiftete die Sängerin und Keyboarderin Martha Johnson, die heute 75 Jahre alt wird. Wobei sie anfangs tatsächlich eine von zwei Marthas in der Band war. Die zweite, Ladly, zog jedoch nach der Aufnahme des zweiten Album nach Großbritannien und stieg bei The Associates ein. In Toronto in der Provinz Ontario geboren, arbeitete Johnson als Sprechstundenhilfe, und orgelte in einer Cover-Band namens Oh Those Pants, bevor sie sich auf eine ernsthafte Musikkarriere mit Martha And The Muffins einließ. Deren Name war eigentlich nur ein Platzhalter, setzte sich aber fest. Obschon er bloß als Übergangslösung gedacht war, hatte er einen Überbau: Die Band war genervt von der Schwemme aggressiver Punk-Bandnamen.

ByteFM Magazin

am Nachmittag mit Marten Schröder

(23.01.2017 / 15:00 Uhr)
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Wir erinnern heute u.a. an Billy Mackenzie. Der Sänger feierte mit den Associates und auch Solo Erfolge, nahm sich aber am 22. Januar 1997 das Leben. Vor 10 Jahren starb Dave Shayman, der als Produzent und Musiker (unter dem Namen Disco D) arbeitete. Seine Karriere begann in der Gettho-Tech-Szene von Detroit, im Laufe der Jahre arbeitete er mit zahlreichen Labeln und Künstlern zusammen.

taz.mixtape

Iggy Pop, Chancha Via Circuito, Alan Rankine, Bruno Spoerri, Unthanks, Jeff Beck, Iran

(13.01.2023 / 17:00 Uhr)
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Bilderstürmer und Wegbereiter. Der schottische Musiker, Produzent und Lehrer Alan Rankine ist gestorben. Mit der Band The Associates erlangte er in den 1980ern Weltruhm. Oliver Tepel würdigt einen unterschätzten Außenseiter.

Was ist Musik

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten – Who the Fuck is Kìzis?

(15.03.2021 / 20:00 Uhr)
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“I was empowered and very happy to share my music as an indigenous person, although oftentimes young kids would come because they just really wanted to see an Indian.” Sagt Kìzis im Interview mit The Quietus. „First Nation“ also im feindseligen Kanada. “I finally had a place to feel, where I could be comfortable and safe where I could begin to reclaim my body as a trans person.” Sagt Kìzis, die ich als Mann gehört hatte, bei der mir der junge Patrick Wolf in den Sinn kam, bevor der sich irgendwie verzettelte, der singende Brian Eno von „By this river“, Anohni vor ihrer Transition und: immer wieder muss ich an Billy Mackenzie denken, die Stimme der Associates, die meistens unter den Tisch fallen, wenn von der unvergleichlichen Blüte queeren Pops in UK in den frühen 80ern die Rede ist: Frankie Goes To Hollywood, Soft Cell, Bronski Beat, Culture Club, Wham!, Marylin, Communards, Yazoo…dann kam AIDS.

Was ist Musik

Twingy Twangy forever? Wie gut hält sich Schottenpop?

(29.04.2019 / 21:00 Uhr)
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The Associates mit dem früh (genug) gestorbenen Billy Mackenzie? Die Fire Engines, die zu Win wurden (Loose wäre passender gewesen), später zu The Nectarine No. 9 und noch später zu The Sexual Objects. Oder Orange Juice, die sich von Dennis Bovell Dub erklären ließen. Also: Whats left vom Twingy Twangy?

Was ist Musik

More Songs about Scham und Angst

(19.09.2022 / 21:00 Uhr)
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„Oh Gott, ich glaube, ich eigne mich schlecht als Lebensberater, das machen schon zu viele andere Musiker*innen. Ich habe Songs über Scham und Angst komponiert, aber ich empfinde immer noch viel von beidem, ich bin lange noch nicht am Ende meines Wegs. Der einzige Rat, den ich geben kann: Frag nicht den unzuverlässigen Erzähler um Rat.“ Sagt Oliver Sim in einem Text von Dirk Schneider in der taz. Der unzuverlässige Erzähler ist Oliver Sim selbst, ein Drittel der Londoner Band The xx. Dieser Tage kommt sein Solodebüt „Hideous Bastard“ mit queeren Torchsongs raus, so nennt es Dirk Schneider. Hideous heißt so viel wie abscheulich, grässlich, hässlich, scheußlich, widerlich, fratzenhaft oder auch affrös [veraltet]. Die ersten Worte des Albums lauten: I am ugly. Weiter geht´s mit: „Seit ich 17 bin, lebe ich mit HIV. Bin ich abstoßend?“ Klingt nach einer richtig ausgelassenen Party…bei der auch Jimmy Smalltown Boy Somerville seinen Auftritt hat. Hideous hin, ugly her, tolles Pop-Album. Ja, Pop, as in The Associates, Soft Cell etc…


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