The June Brides

The June Brides Die britische Jangle-Pop-Band The June Brides gehörten Mitte der 80er zu den erfolgreichsten UK-Indie-Bands

The June Brides sind eine britische Indiepop-Band aus London. Sie wurde 1983 von Phil Wilson und Simon Beesley gegründet. Ihr pastoraler Jangle-Pop mit Viola und Trompete wies Verwandschaft zu dem ihrer Zeitgenossen The Pale Fountains auf, war aber stärker vom Postpunk und den Bands des schottischen Postcard-Labels wie Orange Juice und Josef K sowie Buzzcocks und The Television Personalities beeinflusst. Außerhalb der UK-Indie-Charts, in denen ihr einziges Album „There Are Eight Million Stories ...“ (1985) auf Platz eins kam, waren The June Brides kein Hitparadenthema, übten aber großen Einfluss auf kommende Generationen britischer Indiebands aus.

Alan McGee – der gerade dabei war, sein Label Creation Records zu gründen – war ein früher Fan der Band und verschaffte ihr einige Auftritte, entschied sich aber dagegen, sie unter Vertrag zu nehmen. 1984 veröffentlichten The June Brides die Singles „In The Rain“ und „Every Conversation“. Letztere kratzte kurz an den Indie-Top-Ten in Großbritannien. Die LP „There Are Eight Million Stories ...“ war 1985 eines der erfolgreichsten Indie-Alben im Vereinigten Königreich. Die Single „No Place Called Home“ erreichte 1986 Platz drei der UK-Indie-Charts. Im selben Jahr tourten The June Brides im Vorprogramm von The Smiths durch Irland.

Der New Musical Express fragte The June Brides für die später legendäre Kompilation „C86“ an, die Band lehnte jedoch ab, da sie sich stilistisch nicht in dieser Schublade wiederfinden wollte. 1986 löste sich die Band wegen mangelnder Perspektiven und Schwierigkeiten mit den Labels auf und Phil Wilson begann eine Solokarriere. 2006 erschien das Tribute-Album „Still Unravished“ auf dem Künstler*innen wie Manic Street Preachers, The Television Personalities, Jeffrey Lewis und The Jasmine Minks Songs der June Brides coverten. 2009 reformierten Wilson und Beesley die Band für ein Konzert, 2012 veröffentlichten sie die neue Single „A January Moon“, zwei Jahre später folgte „She Seems Quite Free“.



The June Brides im Programm von ByteFM:

80s-Jangle-Pop für die Gegenwart: „Blanche“ von Autocamper

Von ByteFM Redaktion
(27.04.2024)
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80s-Jangle-Pop für die Gegenwart: „Blanche“ von Autocamper
Unser heutiger Track des Tages „Blanche“ ist eine neue Single der britischen Jangle-Pop-Band Autocamper. Gar als „Debüt-Single“ bezeichnete das Quartett aus dem nordenglischen Manchester das Stück. Zwar haben diverse Medien diese Information übernommen, aber so ganz stimmt sie auch nicht, wenn man penibel ist. Denn obwohl sie drei Songs aus dem Jahr 2023 als Demoaufnahmen deklarierten, veröffentlichten sie die Stücke offiziell, mit einem Label im Rücken – auf Tape und digital. Besonders „Never End“, der Opener der EP „You Look Fabulous!“, warf einen aussagekräftigen Schatten voraus. Dabei verstärkte der Lo-Fi-Charme nur die Ähnlichkeiten zu britischen Underground-Sounds aus den 1980ern. Man denke an Bands wie The June Brides oder Marine Girls, an die C86-Compilation und Labels wie Cherry Red oder Sarah Records. Während die Liner-Notes zu unserem Track des Tages einige Quellen offenlegen, verorten sie Autocamper jedoch zumindest „immer mit einem Fuß fest in der Gegenwart“.

„Taking Time To Tell You“: Jangle-Pop von Chime School

Von ByteFM Redaktion
(08.09.2021)
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„Taking Time To Tell You“: Jangle-Pop von Chime School
Unser Track des Tages „Taking Time To Tell You“ ist die erste Single von Chime School. Das ist nicht wirklich eine Band, sondern eher das Solo-Projekt des US-amerikanischen Musikers und Sängers Andy Pastalaniec. Er lebt im kalifornischen San Francisco, was ja gemeinhin als sonnenverwöhnter Ort gilt. Und sonnig klingt auch seine Musik mit glockenklaren Rickenbacker-Gitarrenklängen, wie sie in der zweiten Hälfte der 60er den US-Westküstenpop prägten. Damals machten Bands wie The Byrds, The Beau Brummels oder The Association hochmelodische, harmonische und manchmal psychedelische Musik, die noch heute Musiker*innen beeinflusst. Besonders beliebt war dieser Sunshine- und Baroque-Pop bei britischen Musiker*innen Mitte der 80er. Damals schöpften Gruppen wie BMX Bandits, Close Lobsters und The June Brides in vollen Kübeln aus dem Reservoir von kalifornischem 60s-Pop.


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