Big Audio Dynamite

Big Audio Dynamite Big Audio Dynamite (Cover der Compilation „Super Hits“)

Big Audio Dynamite waren eine 1984 gegründete britische Post-Punk-Band aus London. Ihre Originalmitglieder waren Mick Jones (Gesang, Gitarre) – einer der Mitbegründer von The Clash –, Don Letts (Gesang, Samples), Leo Williams (Bass), Dan Donovan (Keyboard) und Greg Roberts (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „This Is Big Audio Dynamite” ist im Jahr 1985 erschienen.

In ihrem eingängigen Sound vermengten Big Audio Dynamite vielfältige Einflüsse aus (Post-)Punk, HipHop, Dance Music, Reggae und Funk. Mick Jones gründete die Gruppe nach seinem Rauswurf aus The Clash zusammen mit Don Letts, der sich zuvor bereits einen Namen als DJ sowie als Filmemacher („The Punk Rock Movie”, diverse The-Clash-Musikvideos) einen Namen gemacht hatte. Ihr Debütalbum wurde von Columbia Records veröffentlicht und enthielt mit der tanzbaren Pop-Nummer „E=MC2” einen ihrer bis heute bekanntesten Songs. An dem 1986 erschienenen Nachfolger „No. 10, Upping St.” war The-Clash-Leadsänger und -Gitarrist Joe Strummer als Songwriter und Co-Produzent beteiligt. Nach zwei weiteren Alben – „Tighten Up Vol. 88” (1988) und „Megatop Phoenix” (1989) – lösten sich Big Audio Dynamite auf. 1990 wurde die Band unter dem Namen Big Audio Dynamite II mit Mick Jones als einzigem Originalmitglied neu formiert. Der auf dem Album „The Globe” enthaltene Song „Rush”, mit seinen Rock-’n’-Roll-Samples von The Who bis Deep Purple, erreichte 1991 die Spitze der US-amerikanischen Alternative-Charts und wurde damit der größte Hit der Gruppe.

2011 vereinigte sich das ursprüngliche Line-Up von Big Audio Dynamite wieder. Im selben Jahr absolvierte die Gruppe eine erfolgreiche Tour durch Großbritannien und spielte einige Konzerte auf Festivals in den USA.



Big Audio Dynamite im Programm von ByteFM:

Cumbia-Reggae: „Outta Sync“ von Don Letts in neuem Remix

Von ByteFM Redaktion
(23.05.2023)
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Cumbia-Reggae: „Outta Sync“ von Don Letts in neuem Remix
„Outta Sync“ ist der Titelsong des ersten Albums von Don Letts, dessen Veröffentlichung ursprünglich einmal für den Frühling des Jahres 2023 angesetzt war. Bereits im November 2022 erschien das Stück als erstes wirkliches Solowerk dieser zentralen Gestalt der UK-Reggae- und Punk-Szene. Zwar war Letts schon seit den 70ern ein Dreh- und Angelpunkt des Londoner Undergrounds, doch eher als DJ, Dokumentarfilmer und Sampler-Operator bei Big Audio Dynamite, einem Spin-off von The Clash. Zwar beteiligte sich Letts 2022 auch einer Dub-Version von Big Audio Dynamites Hit „E=MC2“, allerdings eher im Hintergrund. Auf seiner ersten Solo-Single wagte er erstmals den Schritt ans Mic und stellte sich im Erzähltonfall einer Welt vor, die sich seit den 70ern stark gewandelt hat. Hier spricht ein Vinylkäufer, der sich im TikTok-Zeitalter neu orientiert.

Zum Tod von Ranking Roger (The Beat)

Von ByteFM Redaktion
(27.03.2019)
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Zum Tod von Ranking Roger (The Beat)
Es sind in der Rückschau jedoch vermutlich weniger die Soloalben, mit denen Ranking Roger in Erinnerung bleiben wird, sondern mit seinen zahlreichen Kollaborationen. Vor allem als Gastmusiker stand der Brite immer wieder mit anderen KünstlerInnen auf der Bühne und im Studio. So schloss er sich zum Beispiel 1990 Mitgliedern von The Specials an. Es entstand die Band Special Beat, die zwei Live-Alben veröffentlichte. Mit Sting arbeitete Ranking in den 90ern unter anderem für eine neue Aufnahme des The-Police-Songs „The Bed‘s Too Big Without You“ zusammen. 1994 war er zunächst Gastsänger bei Big Audio Dynamite, der von Mick Jones gründeten Fusion-Band, später dann festes Bandmitglied.

Neue Platten: TV On The Radio - "Nine Types Of Light"

Von rene
(20.04.2011)
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Was? "Nine Types Of Light" strahlt wie ein sonniger Frühlingstag und zwitschert wie eine Armada balzender Vögel. Für diesen warmen, wohligen Eindruck sorgen die beiden Sänger Tunde Adebimpe und Kyp Malone, die dem Album durch ihre Liebessongs Flügel verleihen. Für eine poppige Gruppe ist dieser Sound typisch. Doch ganz so einfach ist es nicht. Immerhin hören wir hier TV On The Radio, die sich nur schwer in irgendein Genre-Korsett zwängen lassen. Denn ihr Sound ist nach wie vor ein süchtigmachender Mix aus Gospel, Soul, Electro und Rock. "Nine Types Of Light" ist hier keine Ausnahme: im einen Moment sonnig leicht, im anderen beeindrucken die Musiker dann mit großartigem Up-Tempo-Post-Rock, wie ihn Big Audio Dynamite nicht besser hinbekommen hätten.

„Wrong“: Don Letts veröffentlicht sein Solodebüt

Von ByteFM Redaktion
(15.12.2022)
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„Wrong“: Don Letts veröffentlicht sein Solodebüt
Selbst eine Karriere als Sänger einzuschlagen, hatte Don Letts jedoch eigentlich nie vorgehabt. Und für Popstar-Material hält er sich auch nicht; er sei „ein bisschen zu alt dafür“, sagte er in einem Interview. Seine 15 Minuten des Ruhms hatte er schon als Mitglied von Big Audio Dynamite, der Band, die Mick Jones in den 80ern nach seinem Rauswurf bei The Clash gründete. Dort bediente er vor allem den Sampler, denn ein Instrument beherrschte er nicht. Während des Corona-Lockdowns ermutigte ihn sein Kumpel Martin „Youth“ Glover von Killing Joke, es zu versuchen und schubste ihn sogar ein wenig in diese Richtung, indem er ihm Instrumentals schickte. Das zeigte offenbar Wirkung, denn im April 2023 gibt Letts sein Albumdebüt am Mikro. Dort hören wir den stets eloquenten Don Letts als sprechsingenden Vokalisten über deepen Dub-Instrumentals des Produzenten Gaudi.

Presseschau 26.04.: Portrait Of A Lady

Von ByteFM Redaktion
(26.04.2011)
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Die britische Band Big Audio Dynamite spielt in ihrem ursprünglichen Line-Up einen Gig in London, berichtet der NME. Ort des Geschehens ist die Royal Festival Hall, in der Mick Jones & Co. am 23.Juli im Rahmen des Southbank Centre's Festival Of Britain spielen werden. Außerdem performen sie auf zwei weiteren Festivals: dem V Festival im August und dem Bestival im September.

Public Enemy - „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(17.12.2018)
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Public Enemy - „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ (Album der Woche)
„Wenn Phil Spector die ‚Wall of Sound‘ hat, haben Sadler und Shocklee die ‚Wall of Noise‘“, sagte Chuck D einst in einem Interview. Der erste Track des Albums endet mit einem Countdown zum Ende der Welt – ein Szenario, dass das passenderweise als The Bomb Squad bekannte Produzenten-Duo meisterhaft umsetzte. Jahre bevor „Turntablism“ überhaupt als Begriff existierte, webten Sadler und Shocklee einen dichten Flickenteppich aus eklektischen Samples, der genauso virtuos wie explosiv war. Slayer trifft auf James Brown. Queen auf Big Audio Dynamite. Kool & The Gang auf Beastie Boys. Wenn ein Sample zu „clean“ klang, warf Shocklee die Platte auf den Boden und bearbeitete sie mit seinen Füßen. Das Ergebnis war kontrolliertes Chaos, eine aggressive Collage aus Rock-Gitarren, Funk-Loops, Electro-Drums, Störgeräuschen, sowie omnipräsenten Polizeisirenen.

ByteFM Magazin am Abend

Hold Out For Love

(18.10.2023 / 20:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von Big Audio Dynamite, Caroline Polachek und James Yorkston mit Nina Persson.

Was ist Musik

Nah Pop, no Style, a strictly Roots … 50 Jahre Trojan

(12.08.2018 / 19:00 Uhr)
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„Nun, sie kamen, um zu arbeiten.“ Sagt Don Letts in einem Gespräch mit Jan Paersch neulich in der taz. Sie – das sind Einwanderer aus der ehemaligen britischen Kolonie Jamaika, die nach England kamen, um zu arbeiten. Unter ihnen waren auch die Eltern von Don Letts, der 1956 in London zur Welt kam und gut 20 Jahre später semiberühmt wird als der Typ mit den Dreadlocks, der bei Punk-Konzerten Dub & Reggae auflegte. Noch etwas berühmter wird Letts als Filmemacher, Autor und Musiker unter anderem bei Big Audio Dynamite mit Mick Jones, ehemals The Clash. Als Teenager erlebt Letts die Blüte jamaikanischer Musik in England, maßgeblich angetrieben von der Plattenfirma Trojan. Die feiert dieser Tage 50.Geburtstag, wir gratulieren mit Don Letts, der sich erinnert an die Lage der Einwanderer aus der Karibik: „Ironischerweise war es ausgerechnet ihre Kultur, die ihnen half, sich in einer vollkommen weißen Gesellschaft zu integrieren. Als der Politiker Enoch Powell seine „Rivers of Blood“-Rede hielt, in der er die britische Einwanderungspolitik als tödliche Gefahr geißelte, schrieb man das Jahr 1968. Er spielte mit den Ängsten älterer Wähler, ganz so, wie es heute geschieht. Bei den Jüngeren war es damals genau umgedreht: sie liebten die Musik und den Style der Jamaikaner. Im selben Jahr wurde Trojan Records gegründet, das vielen Engländern erst beibrachte, das Wort Reggae zu buchstabieren. Trojan war der Soundtrack meiner Teenager-Jahre. Bis dahin waren Style und Mode meine Hauptinteressen gewesen. Die große Ära des Labels war zwischen 1968 und 1975. Ohne Trojan kein Dub! Ohne Trojan kein Ska! Sie brachten die Leute dazu, das Mixing-Desk als Instrument zu betrachten. Das Label ist jetzt fester Bestandteil britischer Kultur: die Musik einer kleinen, von den Briten kolonisierten Insel. Mittlerweile hat Jamaika Großbritannien kulturell kolonialisiert! Reggae hat die Vorstellung des Britischseins verändert, jetzt gehören auch Sounds wie Dubstep und Grime dazu. Grime ist die derzeit beliebteste Musikrichtung bei uns, das einzige neue Genre, das im 21. Jahrhundert in England entstanden ist. Und diese Richtung geht Jahrzehnte zurück, bis zu jamaikanischen Soundsystems und DJs.“