Felt

Felt Felt gehörten zu den prägenden britischen 80er-Jangle-Pop-Bands (Foto: PP Hartnett)

Felt waren eine von 1979 bis 1989 existierende britische Post-Punk-Band aus Birmingham, England. Ihr einziges konstantes Mitglied war der Sänger und Gitarrist Lawrence Hayward, der schlicht Lawrence genannt wurde. Weitere Langzeitmitglieder waren Maurice Deebank (Gitarre, Bass), Gary Ainge (Schlagzeug, Percussion) und Martin Duffy (Keyboard). „Crumbling The Antiseptic Beauty”, das Debütalbum von Felt, ist im Jahr 1982 über Cherry Red Records (The Fall, Pere Ubu, Marc Almond) erschienen.

Felt sind bekannt für ihre atmosphärischen Songs mit sphärisch-melancholischen und zuweilen psychedelischen Gitarrenklängen sowie für Lawrences Texte, die eine Spannbreite von introspektiv bis surreal abdecken und häufig von seinem eigenwilligen Humor geprägt sind. Lawrence, der Felt zunächst als Soloprojekt gründete, veröffentlichte 1979 die noisig-sperrige Single „Index”. Da sich diese als Erfolg in Indie-Fanreihen erwies, beschloss der Musiker, Felt zu einer richtigen Band zu machen. Als Trio mit Lawrence als Sänger und Rhythmusgitarrist, seinem Schulfreund Nick Gilbert als Drummer und Maurice Deebank an der Leadgitarre, sicherten sich Felt 1980 zwei Gigs als Supportact von The Fall. Anschließend unterschrieb die Band einen Vertrag bei Cherry Red Records, die ihre ersten vier Alben veröffentlichten, darunter das von Robin Guthrie von Cocteau Twins produzierte „Ignite the Seven Cannons” (1985). Insgesamt haben Felt zehn Alben veröffentlicht, die in Indie-Kreisen Kultstatus genießen. Acts wie Belle & Sebastian, Girls und The Tyde nennen die Band als wichtigen Einfluss.

Lawrence ist seit 1998 der Sänger, Gitarrist und Synthesizer-Spieler der Band Go-Kart Mozart. ByteFM-Moderator Kai Bempreiksz hat sich 2018 in einer Ausgabe seiner Sendung Hidden Tracks mit Felt beschäftigt.



Felt im Programm von ByteFM:

Neue Platten: Nils Frahm - "Felt"

Von christoph-mller
(09.10.2011)
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Nils Frahm wohnt und arbeitet in Berlin. Seit 2008 betreibt er das Durton Studio. Neben seiner eigenen Musik produziert er dort auch Werbemusik. Das neue Album von Nils Frahm heißt „Felt“. Es ist ein behutsames, zerbrechliches Werk. Sehr durchdacht werden die Tasten angeschlagen. An wenigen Stellen, wie im Stück „Old Thought“, schiebt sich eine Oboe ins Klangbild. „Unter“ endet mit zwielichtigen Flötentönen, getragen von einem Rauschen, das als durchgängiges Motiv stets und vor allem in den ruhigen Momenten der Platte hörbar ist. Das Tempo: bedächtig, fast schläfrig, jedoch nicht ermüdend. Lediglich das erste Stück („Keep“) und das letzte („More“) sind deutlich schneller und lebendiger gespielt und wirken so als Rahmen. Nils Frahm zeigt sich auf „Felt“ nicht nur als Spieler, sondern auch als Handwerker und Tüftler. Um auch nachts musizieren zu können, dämpft er sein Klavier mit Filz (daher auch der Name des Albums: „Felt“, engl. für Filz) und spielt mit „behutsamen Fingern“ (Frahm). Die Platte widmet er seinen Nachbarn, die er beim nächtlichen Spielen nicht stören will. Wurde das Vorgängeralbum „The Bells“ noch in der schallenden Berliner Grunewaldkirche aufgenommen, ist „Felt“ in Frahms Wohnzimmer entstanden. Für die Aufnahme platzierte er mehrere Mikrofone im Klavierkorpus, so nah an den Saiten, dass für uns nun auch die leisen Nebengeräusche hörbar werden, die viele andere Produzenten als störend empfinden würden. Auf „Felt“ werden sie zum Konzept: knarrende Holzdielen, das Klacken der Klaviermechanik, scharrende Füße und das spannendste von allem: das Atmen des Musikers. Durch diese unkontrollierbaren Momente wird „die Musik […] zum Zufall […] oder eben umgekehrt“, sagt Frahm. Die wundervollsten Melodien legen sich in dieses räumliche Geknister und Geraschel. Man fühlt sich nicht, als höre man ein Musikalbum, sondern als säße man leibhaftig neben Frahm in seinem Wohnzimmer. Die Distanz zwischen Spieler und Hörer wird auf ein Minimum reduziert. Wer „Felt“ verstehen möchte, braucht vor allem Zeit und Ruhe. Und gute Kopfhörer. Selten hört man im Moment ein vergleichbares Album. Nils Frahm lässt tief in seine Seele blicken. Und man kann vermuten: dort hausen vor allem Schönheit und Ruhe.

Suuns – „Felt“ (Rezension)

Von Tristan Reiling
(13.03.2018)
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Suuns – „Felt“ (Rezension)
Suuns – „Felt“ (Secretly Canadian) // Gefühlsbilder, die ziemlich gut zum neuen Album der kanadischen Band Suuns passen, findet jedenfalls deren Gitarrist und Sänger Ben Shemie: „I like this idea of pressure, resistance and pushing against something just before it brakes.“ Auf dem Cover von „Felt“ sieht man deshalb, wie eine weiße Gipshand mit dem Zeigefinger auf einen schwarzen Luftballon drückt. Man fragt sich: Wann knallt’s? // Einfachen Zugang haben Suuns noch nie gewährt, das hat sich auch auf „Felt“ nicht grundlegend, aber immerhin teilweise verändert. So sind die elf Titel und 46 Minuten Musik zwar definitiv keine leichte Kost, dennoch mit einigen Blicken auf die scheinbar schwerelose Seite des Luftballons durchsetzt. // Aber ist der Ballon schon geplatzt? Nein, und der Knall kommt auch nicht mehr. Auf „Felt“ geht es in ausgereizter Form um den Moment davor, um das spielerische Ausloten der musikalischen und harmonischen Möglichkeiten in einem vierminütigen Songgewand. Was für den einen verkopft, sperrig und wahlweise angsteinflößend oder schlicht langweilig klingt, ist für die andere eine Offenbarung.

Hidden Tracks

Felt (1979 - 89) - "Ballad of the Band"

(21.02.2018 / 22:00 Uhr)
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Hidden Tracks - Felt (1979 - 89) - "Ballad of the Band"
Die Band FELT um Lawrence (Hayward) gründete sich 1979 in Birmingham (UK). Das Label Cherry Red Records veröffentlichte Anfang der 80er Jahre ihre ersten Alben und EP`s. Mitte der 80er brachte die Band dann schließlich auf Creation Records Platten heraus. 1989 lösten FELT sich auf. Lawrence machte weiter mit Bands wie Denim (1992-97) und danach als Solokünstler unter dem Namen Go-Kart Mozart. In dieser Woche nun bringt Cherry Red Records die ersten Platten von FELT wieder heraus und "on top" gibt es sogar Neuigkeiten von Go-Kart Mozart!

taz.mixtape

Jamila Woods, Ost-Untergrund, Nannini, Felt, Isolation Berlin, Sakamoto

(02.03.2018 / 17:00 Uhr)
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Die perfekte Band. Lawrence Hayward wird als Musiker obsessiv verehrt. Auch von Aram Lintzel. Der feiert die Werkschau seiner legendären Band Felt und bespricht zudem das neue Album seiner aktuellen Formation Go-Kart Mozart.

Regler rauf, Regler runter

Felt, Broadcast & Margo Guryan

(20.08.2020 / 13:00 Uhr)
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Mit Musik von u. a. The Cleaners, Orange Juice und John Cale.

Disorder

David Bowie - The Man Who Felt On Berlin

(06.02.2016 / 18:00 Uhr)
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1976 zieht David Bowie gemeinsam mit seinem Kumpel Iggy Pop nach West Berlin. Unter Mithilfe von Brian Eno und Tony Visconti entstehen in den darauffolgenden Jahren die Alben Low, "Heroes" & Lodger, die später als die Berlin-Trilogie bezeichnet werden sollten. Anlässlich des Todes von David Bowie, der am 10. Januar verstorben ist, widmen wir uns in der heutigen Ausgabe ausschließlich diesen drei Werken, die zwischen 1977 und 1979 erschienen sind.

Die 30 besten Dreampop-Alben aller Zeiten

Von ByteFM Redaktion
(03.08.2021)
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Die 30 besten Dreampop-Alben aller Zeiten
Felt – „Crumbling The Antiseptic Beauty“ (1982) // Felt werden generell dem Post-Punk zugeordnet. Doch während andere Genre-Kollegen wie Joy Division oder The Cure menschliche und musikalische Abgründe ausloteten, hatte die Band aus Warwickshire eine andere Ästhetik vor Augen: pure Schönheit. Die Songs ihres Debüts „Crumbling The Antiseptic Beauty“ kommen mit wenigen Akkorden aus, der Fokus liegt auf den Melodien. Und die klingen wie aus flüssigem Gold. Vom instrumentalen Opener „Evergreen Daze“ über die Sonnenaufgangsmusik von „Cathedral“ bis zum ätherischen Abschluss „Templeroy“ demonstrieren Felt die verhallte Verträumtheit, die nur wenige Jahre später Dreampop genannt werden sollte.

ByteFM Magazin

am Nachmittag: Suuns zu Gast bei Marten Schröder

(09.04.2018 / 15:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - am Nachmittag: Suuns zu Gast bei Marten Schröder
Die kanadische Band Suuns ist zu Gast im ByteFM Magazin. Anfang März erschien mit „Felt“ das vierte Album der Band aus Montreal, deren Sound sich durch vertrackte, oft dunkel gefärbte Ineinanderschichtungen von stoischen Bässen, mal hypnotischen, zurückhaltenden, dann treibenden Drums und Elektronik auszeichnet. // Diese Lust an der Dekonstruktion, die Zuwendung zum Moment vor dem Knall, wie er auf dem Albumcover zu „Felt“ durch einen Ballon kurz vor dem Platzen visualisiert wird, zeigt sich auch in den aktuellen Musikvideos zu den Songs „Make It Real“ oder „Watch You, Watch Me“.

Neuland

(23.02.2018 / 13:00 Uhr)
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Die Lovely Eggs, ein Duo aus Lancaster, propagieren das „Eggland“ (so zumindest der Titel ihres neuen Albums), in dem LoFi und Noise Pop schwer angesagt sind. Noseholes kommen aus Hamburg, klingen aber eher nach hot shit aus London und musizieren im Spannungsfeld zwischen Post-Punk und New Wave. Mit „Danger Dance“ erscheint diese Woche ihr Debut. Felt waren in den 80er Jahren eine sehr großartige aber auch eigenwillige Band um den verschrobenen Sänger und Gitarristen Lawrence. Sämtliche Felt-Alben werden diese Woche wiederveröffentlicht. Das aktuelle Projekt Go-Kart Mozart von Lawrence ist ebenfalls mit neuem Material am Start. The Bongo Club drehen die Zeit zurück und klingen auf „Anybody Have A Lighter?“ so toll wie Mando Diao oder The Strokes in ihren Anfangstagen. Federico Albanese sorgt für Neoklassische Töne, Ida Wenøe für warmen Folk und das selbstbetitelte Debutalbum der Insecure Men wird ausführlich vorgestellt.

Die ByteFM Jahrescharts 2011

Von ByteFM Redaktion
(02.01.2012)
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Nils Frahm „Felt // Nils Frahm - Felt

Neue Platten: Oliveray – „Wonders“

Von christoph-mller
(16.12.2011)
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Peter Broderick (24) hat verdammt viel Glück. Geboren keine Autostunde entfernt von Portland, Oregon, kommt er schnell in Kontakt mit der dortigen Indie-Szene. Ende 2007 engagiert ihn die dänische Band Efterklang als Livemusiker. Er zieht nach Kopenhagen. Gerade da sein dänisches Visum auszulaufen droht, zieht er nach Berlin in eine Wohnung, deren Besitzer „ausschließlich Musiker als Mieter haben möchte“ und zudem, so Broderick, wurde ihm „der Schlüssel zu einem Klavierladen im Erdgeschoss gegeben, um dort immer spielen zu können, wenn der Laden geschlossen hat“ – kurz: das Paradies für einen Musiker. Hier komponiert er die Dokumentarfilmmusik „Music For Confluence“, in der Überladung, Enge und Schnelligkeit keinen Platz haben, sondern die Türen zur Schwerelosigkeit geöffnet werden. Erst in Berlin kommt es zur Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Freund Nils Frahm (29), auch er offenbar gesegnet mit Glück: „I feel that I have the great luck to be surrounded by some of the brightest and nicest human beings on earth.“ Sein aktuelles Album „Felt“, aufgenommen bei Nacht in seinem Wohnzimmer, reduziert die Distanz zwischen Spieler und Hörer auf ein Minimum. Selten schien Musik so nah. // Den Stücken liegt ein einfacher Ansatz zugrunde. Dazu gehören eine spärliche Instrumentierung, Spontaneität und auf spielerische Art Fehler ins Klangbild zu integrieren. Gelegentliches Husten und Kommentieren („it was really nice“) sind Zeugen dieser Wohnzimmersession, die wie auf Frahms Album „Felt“ von einem beständigen Rauschen begleitet wird. Perfektion in der Aufnahme zu erreichen, scheint für Broderick und Frahm nichts als ein modernes Phänomen zu sein. Effekte? Nein. Digitale Nachbearbeitung? Kaum. Auf „Wonders“ wird der Zufall zum Prinzip: „Feel free to do a little something in the beginning, like before I come in with the melody“, beschwört Broderick zu Beginn von “The Book She Wrote And In The Time" - eines von vier Gesangsstücken, die jeweils abwechselnd mit einem Instrumentalstück zu hören sind.

LiveBytes Berlin

Highest Sea

(28.10.2018 / 22:00 Uhr)
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LiveBytes Berlin - Highest Sea
Hinter Highest Sea steckt Leila Zanzibar, die ursprünglich aus Nizza kommt. Ihr dunkles Timbre erinnert an die Traummusik von Beach House, während ihre verhallten Gitarrenanschläge die glitzernden Jangle-Pop-Epen von Felt kanalisieren. Die vier Songs, die sich auf ihrer Debüt-EP „Haunted Hearts“ finden, sind melancholischer Dream-Pop in Reinform, den die Künstlerin live mit Drummer Theo Taylor und Bassist Andreas Miranda performt. Musik, die sich einerseits ihrer Vergangenheit bewusst und trotzdem fest in der Gegenwart verankert ist.

Soulsearching

Lieblingsmusik

(12.05.2013 / 19:00 Uhr)
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"There was a band playing in my head and i felt like getting high" singt Neil Young und das Gefühl heute abend kommt dem sehr nah. High not high. High on music. High on Webster Wraight Ensemble. Wunderschön und erschütternd zu gleichen Teilen. Dessen Album "No Lucky Days" wird demnächst hier an dieser Stelle noch ausführlicher vorgestellt werden.

Murs (Jever Live Kiezkonzert)

Von ByteFM Redaktion
(27.08.2018)
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Murs (Jever Live Kiezkonzert)
Murs‘ detailverliebte, zutiefst persönliche Texte sind umso beeindruckender, wenn man die Größe seines Outputs betrachtet: „A Strange Journey Into The Unimaginable“ ist bereits sein siebtes Soloalbum, von zahlreichen Kooperationsplatten kaum zu schweigen. Der Musiker ist nicht nur Teil der HipHop-Kollektive Living Legend, 3 Melancholy Gypsys und Felt – unter dem Alias The White Mandingos veröffentlichte er 2013 zusammen mit dem Bad-Brains-Bassisten Darryl Jenifer und Rolling-Stone-Autor und TV-Produzent Sacha Jenkins ein Rock-Album. Neben seiner scharfen Zunge ist es auch sein Gespür für jazzig-melancholische Beats, die sowohl seine Tracks als auch seine charismatischen Live-Shows zu Events machen.

Presseschau 12.05.: Disturbing the peace

Von ByteFM Redaktion
(12.05.2011)
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Schon einige Jahre mehr auf dem Buckel hat George Michael. Im Zuge seines neuen Albums scheint ihn die späte Reue zu packen: Sein Verhalten in der Vergangenheit habe eventuell ein schlechtes Licht auf junge Homosexuelle geworfen. "I have a really serious problem with the fact that when I brought myself down, I felt I was letting young gay kids down", soll er während einer Pressekonferenz erklärt haben, nachzulesen beim Guardian. Mit seinem neuen Album will er einiges gut machen und mit jungen, homosexuellen (oder "gay-friendly") Künstlern zusammenarbeiten.

„The Witness“: Suuns kündigen neue Platte an

Von ByteFM Redaktion
(10.06.2021)
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„The Witness“: Suuns kündigen neue Platte an
Die kanadische Art-Rock-Band Suuns hat mit „The Witness“ ihr fünftes Album angekündigt. Die mittlerweile als Trio musizierende Gruppe hat die Platte im vergangenen Jahr selbst aufgenommen und sich bewusst für einen anderen Sound als beim 2018er Vorgänger „Felt“ entschieden.

Musikalisch alles mitnehmen: „Dirk Gently (Know Yourself)“ von JayWood

Von ByteFM Redaktion
(23.07.2023)
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Musikalisch alles mitnehmen: „Dirk Gently (Know Yourself)“ von JayWood
Das Handwerk lernte Haywood-Smith schnell und seine Musik entwickelte sich rasant in eine ziemlich spannende, experimentelle Richtung. So hört man aus seinen Songs die Lo-Fi-Ansätze sowohl eines frühen Beck als auch Dean Blunt heraus. Echos von 80s-Gitarren à la The Durutti Column oder Felt hallen in seinem Fusion-Sound wider, zwischen Psych-Pop-Synths und Funk- und Jazz-Grooves. Es wäre gewissermaßen verwunderlich, wenn JayWood nicht die Zusammenarbeit von Thundercat und Tame Impala schon lange erhofft hätte. 2022 nahm er sich für das Album „Slingshot“ vor, „künstlerisch nichts zurückzulassen“. Diese Maxime gilt auch für die neue EP „Grown On“. Der erste Vorbote tobt sich aus zwischen Disco, P-Funk und 80s-Boogie. Die hemdsärmliche Produktion der Anfangstage ist einem slicken Sound gewichen und JayWood steht bis an die schwingende Hüfte im Groove.

Kaleidoskop

(25.03.2018 / 09:00 Uhr)
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Kaleidoskop
Heute bin ich mal so frei (immer natürlich gewissenhaft die Hörerschaft im Kopf) genüsslich das Feinste vom Neuesten auszusuchen. Dazu werden Wiederveröffentlichungen von Felt und Bark Psychosis gehören, Filmmusik von Mychael Danna und Jeff Danna, Musik der Waliserin Gwenno und gleich um die Ecke Jane Weaver; garniert mit Folkigem, Elektronischem und zum Heulen schönen melancholischen Neuheiten.

Kontrabass

Escape The Matrix

(15.11.2020 / 14:00 Uhr)
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Ein bisschen Eskapismus tut uns allen im Moment ganz gut – Seven Davis Jr. serviert uns heute den Soundtrack dazu. Musik gibt‘s außerdem unter anderem von Felt, Lord Folter, Busta Rhymes, Aesop Rock, Andrew Ashong & Kaidi Tatham und Ladymonix.

Radiohead – „OK Computer“

Von soerennikolaus
(16.07.2012)
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„Ok Computer“ stellt einen wichtigen Schritt Radioheads auf ihrem Weg in Richtung Postmoderne dar. Es hinterfragt – sowohl auf der inhaltlichen als auch auf der künstlerischen Ebene – vergleichbar vorsichtig, löst sich dabei aber nicht komplett von seinen Wurzeln. Auch wenn es kritisiert, bricht es doch nicht ganz mit der Vergangenheit. Am Ende wirft es mehr Fragen auf, als es zu beantworten vermag. Eigentlich geht es sogar viel weiter: Es verweigert sich gezielt der Beantwortung jeder Frage. Es tut sich ein doppelter Boden auf, wenn man „OK Computer“ hört. „Paranoid Android“, der gefeierte Ersteindruck des Albums, wird von der Band im Nachhinein immer wieder als Witz bezeichnet. Der Prozess der Entstehung des Progrock-Experiments schien für die Beteiligten geradezu absurd. So äußerte sich Colin Greenwood in Marc Randalls Radiohead-Biografie „Exit Music“ wie folgt: "[We] felt like irresponsible schoolboys who were doing this ... naughty thing, 'cause nobody does a six-and-a-half-minute song with all these changes. It's ridiculous." Der Titel gilt als Anspielung auf Marvin, den unfreiwillig komischen, depressiven Roboter aus Douglas Adams' „Per Anhalter durch die Galaxis“. Er ist als Antwort auf den Vorwurf des Selbstmitleids zu verstehen, der auf das sehr persönliche und emotionale Vorgängeralbum „The Bends“ folgte. Aber dieser gewollten Abgrenzung, dem Auslassen der persönlichen Motive, liegen doch gerade persönliche Motive zugrunde. Yorkes Texte auf „OK Computer“ beschäftigen sich immer wieder mit der Rolle des Individuums in der sich wandelnden Gesellschaft. Obwohl einzelne Passagen diesen Wandel aus einer sehr persönlichen Perspektive begleiten, sind die Themen an sich eigentlich gar nicht persönlicher Natur. Der Kniff, Alltagsphrasen und Schlagworte aufzugreifen und in den Kontext des persönlich Erlebten zu stellen, funktioniert hervorragend. Es passt so grandios in die Zeit der „Icons“ und der „Slogans“. In die Zeit, in der die Marke zu Mainstream wurde. „Fitter Happier“ bringt das alles überragend auf den Punkt. Eine kühle Beobachtung, und doch höchst subjektiv. „Concerned (but powerless).“ Auch hier befindet sich die Band eher auf dem Weg in Richtung einer späteren abstrakten Ebene. Die Betrachtung ist nicht losgelöst, es gibt eigentlich keine Distanz. Auf „OK Computer“ findet man noch kein „Idioteque“. Die bekannteste Geschichte ist vermutlich der nachhaltige Einfluss einer Barszene in Los Angeles, in der eine „Schönheit“ auf Koks ausfallend wurde – Inspiration für die Zeilen: „Ambition makes you look pretty ugly / Kicking and squealing Gucci little piggy“ aus dem bereits erwähnten „Paranoid Android“. Dem scherzhaften Versuch, der zur Perfektion getrieben wurde. Ehrgeiz ist eben auch der Ursprung eines jeden Wertes.

Neue Platten: French Films - "Imaginary Future"

Von kathy
(12.11.2011)
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Das Album startet flott mit „This Dead Town“. Man hört The Cure und besagte The Jesus And Mary Chain und entgegen der flotten Gitarren besingen die Jungs, wie der Songtitel schon erahnen lässt, eine verlassene, tote Stadt: „I don't know if we live or drown / Or where to belong in this dead town“, singen sie da oder „And all those things I've never seen / While working pointless jobs to waste”. Als wollten sie sich ihre Tristesse schöner singen. Vielleicht die beste Art, mit der finnischen Dunkelheit umzugehen: einfach gegen sie anzusingen. Es wird nicht gespart an Surf-Pop-”Oh-Ohs“, die auch gleich Song Nummer zwei, das knapp zwei Minuten lange „You Don’t Know“ starten. „Felt like strangled in my own bed“, singt Leppänen zu Beginn von „Golden Sea“. Richtig glücklich scheinen die Jungs - wenn man sich Bilder von ihnen ansieht, dann darf man sie getrost Jungs nennen - nicht zu sein. Aber gerade bei „Golden Sea“ singen sie am Ende so überzeugend „It was only a dream“ und mit schönstem Mitspring-Sound, dass die Fröhlichkeit der Musik den Text fast ausblenden lässt. „Pretty In Decadence“ offenbart The Smiths als ein weiteres Stil-Vorbild. Man könnte sich wahrlich schlechtere Vorbilder heraussuchen. In „Living Fortress“ richten sie sich an den nahenden Winter: "Oh winter / There's places that you can't find / I wish that I was able to reach one / And fear you no more”. Das klingt schon fast rührend und süß.

Presseschau 05.07.: Alles außer Langeweile

Von ByteFM Redaktion
(05.07.2011)
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Anlässlich ihres Konzerts beim Manchester International Festival und der Veröffentlichung ihres neuen, siebten Albums , beschäftigt sich der Guardian mit Björk. Der Albumtitel "Biophilia" bedeutet so viel wie "love of living things": die Liebe zu allem Lebenden. Die isländische Künstlerin selbst bezeichnet die Musik als Folk-Musik: "I would rather call it folk music – folk music of our time. I was never too much into Warhol and the whole pop thing – it felt a bit superficial. I prefer folk. People. Humans." Wie nicht anders zu erwarten geht auch Björk mit der Zeit und präsentiert ihr neues Album als Gesamtkunstwerk. So wird es zu jedem der zehn Song des im September erscheinenden Album zehn Apps für iPhone und iPad geben, die u.a. ein Erziehungsprojekt beinhalteten, welches Kindern Natur, Musik und Technik näher bringen soll. Außerdem wird es eine Dokumentation geben. Wie Björk selbst sagte: "My main aim is to not get too bored myself."

Canteen

(24.10.2011 / 12:00 Uhr)
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Die Canteen serviert heute Frischware von Musik-Herstellern wie Grimes, Zola Jesus, Florence & The Machine, Chairlift, DJ Cam, Kammerflimmer Kollektief, Mux Mool, Fanfarlo, Tom Waits und Darkness Falls, hat aber auch ein paar gut abgehangene Sachen von Felt, Fun Boy Three, Nicolette Durutti Column und Duke Reid dabei.

Alben des Jahres 2021

Von ByteFM Redaktion
(17.12.2021)
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Alben des Jahres 2021
All The Luck In The World – „How The Ash Felt

Was ist Musik

BASSmusik

(12.08.2012 / 20:00 Uhr)
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„More felt than heard, bass connects us to the entire spectrum of music an sonic experience.” Wir connecten und responden mit dem Bass: von A wie Art Ensemble of Chicago bis Z wie DJ Zinc. Aber auch von B wie Beach Boys bis Y wie Yes. Ja, Yes. I heard it through the bassline.

Was ist Musik

Why White Folks Can't Call Me N*gg* - Das N-Wort im Pop

(19.08.2019 / 21:00 Uhr)
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“Why White Folks Can't Call Me N*gg*”- Auf diese Frage gibt Tenesha the Wordsmith mit ihrem neuen Song eine Reihe von Antworten. Zum Beispiel diese: “Because you ain't my comrade, you have not felt the rage of seeing your people beaten, raped, hung. Your outrage shouted down by oppressors claiming victimhood, and having no recourse except silence.” “Why White Folks Can't Call Me N*gg*” ist ein Vorbote von ‘Peacocks & Other Savage Beasts’, dem kommenden Album von Tenesha the Wordsmith, produziert von Khalab, auf dessen “Black Noise 2084” die afroamerikanische Sprechgesangskünstlerin schon gastiert hatte. Im Song selbst spricht Tenesha the Wordsmith das N-Wort aus.

Freispiel

the 90s

(07.04.2014 / 23:00 Uhr)
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Queens of the Stone Age, Felt, Saint Etienne


Die Suche nach etwas Echtem: Real Estate mit neuer Single

Von ByteFM Redaktion
(20.01.2020)
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Die Suche nach etwas Echtem: Real Estate mit neuer Single
Die Suche nach etwas Echtem ist eines der Themen der neuen Single von Real Estate. Mit dem Song „Paper Cup“ kündigt die in Brooklyn, New York, ansässige Band ein neues Album an. Zu den gewohnten jangly Gitarren, die vor allem an die britische 80er-Pop-Band Felt erinnern, gesellt sich Ungewohntes. Streichersätze zum Beispiel, die dem Song einen Hauch von Disco oder Philly-Soul verleihen. Oder Vocals von Sylvan-Esso-Sängerin Amelia Meath, die direkt von Prefab Sprouts „Steve-McQueen“-Album stammen könnten. Diese Referenzpunkte deuten schon darauf hin, dass die Suche nach etwas Echtem nichts mit rockistischem Authentizitätsgehuber am Hut hat. Vielmehr geht es Sänger Martin Courtney um die Einsicht, dass Real Estate sein Broterwerb sind und die Frage, was er als Musiker zu bieten hat. Eine existenzielle Frage nach der Relevanz des eigenen Tuns. „Paper Cup“ reflektiert das Grübeln nicht nur textlich, sondern auch musikalisch. Denn Real Estate sind mit den erwähnten Einflüssen unverkennbar sie selbst, doch gleichzeitig klingen sie substanziell anders als zuvor.

The Proper Ornaments + Omni am 5. Februar auf der MS Stubnitz in Hamburg

Von ByteFM Redaktion
(17.01.2017)
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Man sollte meinen, dass James Hoare und Max Oscarnold mit ihren Bands Veronica Falls und Ultimate Painting bzw. Toy und Pink Flames bereits ausgelastet wären – aber: falsch gedacht. Beide Musiker, die sich der Legende nach vor einigen Jahren bei einem vereitelten Schuhklau kennengelernten, haben immer noch Zeit und Ideen für eine Drittband. Als The Proper Ornaments machen sie typisch britische Gitarrenmusik im Stile von Felt, The Durutti Column und Teenage Fanclub, die sie mit West-Coast-Psychedelia und Sixties-Pop anreichern. Eine große Inspiration ziehen sie vor allem aus Letzterem – immerhin benannten die beiden Freunde ihre Band nach einem Song der US-amerikanischen Sunshine-Pop-Band The Free Design. Im Gepäck hat die Band übrigens ihre Labelkollegen Omni aus Atlanta, die im vergangen Jahr ihr Debütalbum „Deluxe“ veröffentlicht haben. Konträr zum opulenten Albumtitel hält es das Trio um Ex-Deerhunter-Gitarrist Frankie Broyles allerdings mit seinem Lo-Fi-Post-Punk ziemlich minimalistisch.