The Style Council

The Style Council The Style Council (Albumcover „Our Favourite Shop“)

The Style Council waren eine zwischen 1983 und 1989 aktive britische Blue-Eyed-Soul-Band aus London, England. Gegründet wurde sie von dem ehemaligen The-Jam-Sänger Paul Weller (Gesang, Gitarre, Bass) und Mick Talbot (Gesang, Keyboard, Piano), der zuvor Mitglied der Bands Dexys Midnight Runners, The Bureau und The Merton Parkas war. Weitere Langzeitmitglieder waren Steve White (Schlagzeug) und Dee C. Lee (Gesang). Ihre Debüt-EP „Introducing The Style Council“ erschien 1983. „Café Bleu“, die erste LP, folgte 1984. 

Verbunden durch eine gemeinsame Abneigung gegen Rock-Klischees, beschlossen die zuvor schon bekannt gewesenen Musiker Weller und Talbot, The Style Council zu gründen. Hier konnte Paul Weller seine Liebe für Soul zum Ausdruck bringen, für die es bei den Punk- und Rock-orientierten The Jam zuvor wenig Spielraum gegeben hatte. Weitere Einflüsse für The Style Council waren Funk und Synth-basierter Pop. Die Band äußerte sich gerne explizit politisch und wetterte beispielsweise gegen den neoliberalen Kurs der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher. Mit Songs wie beispielsweise der Synth-Ballade „Long Hot Summer“, dem funky „Money Go Round“ und dem Soul-Stück „You’re The Best Thing“ konnte die Gruppe – insbesondere in Großbritannien – zahlreiche Hits landen. 

The Style Council lösten sich im Jahr 1989 auf. Sowohl Weller als auch Talbot sind weiterhin als Musiker aktiv.



The Style Council im Programm von ByteFM:

„Speak Like A Child“: Paul Weller wird 65!

Von ByteFM Redaktion
(25.05.2023)
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„Speak Like A Child“: Paul Weller wird 65!
Den Song „Speak Like A Child“ schrieb Paul Weller als erste Single für seine Band The Style Council. Als Weller 1982 verkündete, dass sich seine bisherige Gruppe The Jam Ende des Jahres auflösen würde, kam das nicht nur für Fans, sondern auch für seine Bandkollegen als Überraschung. Denn die Mod-Revival-Band erweckte eigentlich nicht den Anschein der künstlerischen Stagnation. Im Gegenteil, hatte sie sich doch gerade auf ihrem letzten Studioalbum „The Gift“ verstärkt in Richtung Funk und R&B ausgestreckt. Doch nicht genug für Weller, der begriff, dass The Jam im Kern immer eine Rockband sein würden. Und er war eben eigentlich kein Rocker, sondern ein Mod. Zwar ist für diese Subkultur neben dem Dresscode und eine Vorliebe für Soul und R&B konstitutiv, doch „Mod“ ist auch kurz für „Modernist“. Für Weller bedeutete das Mod-Sein daher, nicht weiter auf 60s-Soul basierende Rockmusik zu machen, sondern nach neuen musikalischen Formen zu suchen. Inspiration fand er mit dem Keyboarder Mick Talbot als The Style Council in alten, aber auch aktuellen R&B-Sounds. Auch Smooth-Jazz-Einflüsse gehörten zur neuen Weller-Ästhetik, die sich so weit wie möglich von den Posen der Rock-Welt positionierte. Die musikalische Wandelbarkeit und Offenheit gegenüber neuen Sounds gehörten zu The Style Councils großen Stärken. Doch letztlich zerbrach die Band Ende der 80er an ihrem Modernismus. Mittlerweile unter dem Einfluss des neuen Genres House stehend, wollte sie mit „Modernism: A New Decade“ schon 1989 das neue Jahrzehnt begrüßen. Das Label Polydor weigerte sich jedoch, die LP zu veröffentlichen und die Gruppe löste sich auf. Weller trat im Anschluss eine erfolgreiche Solokarriere an. Zuletzt veröffentlichte er 2021 die LP „Fat Pop“. Der britische Sänger, Songschreiber und Musiker Paul John Weller wurde am 25. Mai 1958 als John William Weller im englischen Woking geboren. Anlässlich seines 65. Geburtstags ist heute der Song „Speak Like A Child“ seiner Band The Style Council unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Flashback

Juni 1985 / The Style Council

(08.06.2022 / 13:00 Uhr)
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Flashback - Juni 1985 / The Style Council
Kaum hatte Paul Weller seine Band The Jam Ende 1982 aufgelöst, brachte er mit The Style Council schon ein neues Ensemble an den Start. Mit "Our Favorite Shop" veröffentlichte er im Sommer 1985 bereits das zweite Album. Wir stellen die Platte und die Besetzung vor, spielen einige der schönsten Tracks, zudem diverse Klassiker jener Zeit, u. a. von Bryan Ferry, Scritti Politti und Prefab Sprout.

ByteFM Magazin

Steve White - Style Council, M*A*S*H Titelsong, Discovery Zone

(01.06.2020 / 15:00 Uhr)
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Zum 55. Geburtstag des britischen Schlagzeugers Steve White, hört ihr einen Klassiker von Paul Wellers Style Council aus den 1980ern - die Band bei der Steve White im Alter von nur 17 Jahren einstieg und bekannt wurde.

Fetter Pop von Paul Weller auf neuer Single „Cosmic Fringes“

Von ByteFM Redaktion
(05.03.2021)
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Fetter Pop von Paul Weller auf neuer Single „Cosmic Fringes“
Eigentlich ganz schön, dass der Engländer unberechenbar bleibt. Harte Brüche standen ihm schon immer gut. Zum Beispiel, als er die von von Punk beeinflusste Mod-Band The Jam einstampfte, um die soulig-jazzigen The Style Council zu gründen. Die dann früher als andere Bands auf den House-Music-Zug aufsprangen. Das hätte vielleicht wieder die Fanbase brüskiert, wenn ihr Label die Musik denn veröffentlicht hätte. Damit waren The Style Council dann auch Geschichte – Paul Weller hält sich nie lange am selben Ort auf. Und so hat auch unser heutiger Track des Tages nicht viel mit dem Styler-Soul von „On Sunset“ zu tun. Sondern ist eben fetter Pop. Mit bolzender Drum-Machine, quäkendem Synthesizer und verzerrten Gitarren. Um 1990 herum hätte man in Nordengland vielleicht „Rave“ dazu gesagt.

In stilistischer Hochform: Paul Weller mit „More“

Von ByteFM Redaktion
(02.07.2020)
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In stilistischer Hochform: Paul Weller mit „More“
Paul Weller ist schwer zu fassen, kaum zu vereinnahmen. Nicht, dass seine Musik verstiegen daherkäme. Ganz im Gegenteil; davon zeugen all die Lieblingslieder, die er mit The Jam und The Style Council geschrieben hat. Aber die Magie des britischen Künstlers aus Surrey in England liegt auch darin, dass er anders ist als seine Zeit- oder vermeintlichen Genregenoss*innen. Überhaupt, die Sache mit dem „Modfather“ – was soll das eigentlich? The Jam waren Mods der zweiten Welle und übersetzten das Erbe der ursprünglichen Mods der 60er in eine neue Zeit. Und bevor die Szene zur Revivalkultur erstarrte, löste Weller The Jam auf und schlug mit The Style Council neue Wege ein. Mit weniger Gitarren und coolerem Artwork unternahm die Band ihre Reise, die irgendwo bei Jazz und Bossa Nova losging und 1989 mit einer House-Platte endete. Die allerdings erst neun Jahre später erscheinen sollte – Weller war mit ihr zu weit vorne; das Label spielte nicht mit.

Searching For The Young Soul Rebels – Mods und die Musik. Die ByteFM Themenwoche

Von ByteFM Redaktion
(04.04.2011)
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Searching For The Young Soul Rebels – Mods und die Musik. Die ByteFM Themenwoche
Heinrich Oehmsen spielt im Heinrich Manoehver Musik aus allen Schaffensphasen von Paul Weller: Angefangen hat er mit The Jam, einem New-Wave-Trio, das 1977 mit „In The City“ den ersten Hit hatte. Nachdem er The Jam 1982 aufgelöst hatte, machte Weller zusammen mit Mick Talbot und dem Projekt The Style Council weiter. Seine Solkarriere startete Weller 1990. Er wurde zu einem der maßgeblichen Songwriter in Großbritannien und beeinflusste mit seinem Stil und seiner Haltung eine ganze Reihe junger Bands. Oasis, Ocean Colour Scene und Blur nennen Weller und The Jam als wichtigen Einfluss. // Oliver Korthals betrachtet die Mod-Einflüsse der Acid Jazz Jahre und sucht für Out Of Spectrum in seiner Sammlung nach Musik von Galliano & Talkin‘ Loud, dem James Taylor Quartett, von Barry K. Sharpe & Diana Brown aber auch von The Style Council.

Flashback

Mai 1995 / Paul Weller

(13.05.2020 / 13:00 Uhr)
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Flashback - Mai 1995 / Paul Weller
Mit The Jam hatte Paul Weller dem 77er Brit-Punk einen schicken Anzug verpasst, binnen fünf Jahren wurde das Trio zur beliebtesten Band des Königreichs. Im Anschluss verdrahtete er mit The Style Council superben Groove und politisches Rückgrat zu geschmackvollem 80s-Pop. Von Beginn der 90er an versuchte es der Mann aus Woking als Solist. Der Weg zurück in die vordere Reihe erweist sich als steinig, aber Weller beißt sich durch. Mit seinem dritten Soloalbum "Stanley Road" ist er endgültig zurück und gibt auch dem just aufkommenden Britpop entscheidende Impulse. Wir spielen die besten Songs der Platte, lassen auch The Jam und Style Council nochmal erklingen, dazu die Musik der Stunde im Mai 1995, u. a. von Oasis, Supergrass, Teenage Fanclub.

Say She She – „Silver“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(02.10.2023)
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Say She She – „Silver“ (Album der Woche)
Auch die seidigen, aber nie seichten Slow-Groover warten immer wieder mit Überraschungen auf. „Think About It“ lehnt sich beispielsweise gleichzeitig an The Style Council und brasilianischen Pop à la Quarteto Em Cy an. Im letzten Drittel ist mit „Bleeding Heart“ dann noch ein richtiges Juwel untergebracht. Nachdem das Intro eine Prog-Rock-Nummer antäuscht, übernimmt ein Punk-Funk-Stop-&-Go-Groove im Früh-Achtziger-New-York-Style. Den dramatischen, operettenhaften Refrain löst ein fast schon Reggae-artiger Bridge-Teil ab, bevor sich am Songende alles übereinander schichtet. Zwar mag dies ein extremes Beispiel der überbordenden Kreativität einer Ausnahmeband sein, repräsentiert „Silver“ dadurch aber umso pointierter.

Champagne Supernova

Tea-Time mit dem Modfather
mit Matthes Köppinghoff

(06.06.2014 / 18:00 Uhr)
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Champagne Supernova - Tea-Time mit dem Modfather  mit Matthes Köppinghoff
Wenn man sich schon Lob für seinen Kleidungsstil abholt, dann bitteschön an oberster Stelle. Moderator Matthes Köppinghoff hat sich dafür einen der fünfzig bestgekleideten Briten über 50 ausgesucht: Niemand geringen als Mr. Paul Weller! The Jam, Style Council, oder als Solokünstler: Für viele ist er schlicht ein "Godlike Genius".

Flashback

November 1984 / The Stranglers

(24.11.2021 / 13:00 Uhr)
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Flashback - November 1984 / The Stranglers
Mit ihrem achten Album, "Aural Sculpture" der Titel, vertiefen sich die Würger aus dem britischen Guildford noch weiter im Popkontext, arbeiten mit Bläsersätzen und ausgefeilten Chor-Arrangements. Songs wie "No Mercy" und "Skin Deep" werden Hits, der Sound um einiges anschmiegsamer als die harschen Hymnen der frühen Punkjahre. Wir spielen die besten Tracks der Platte, erinnern an den frühen Furor der Stranglers, schauen Produzent Laurie Latham auf die Finger und werfen einen Blick ins Release-Register im November 1984, das mit Größen wie David Bowie, Madonna und The Style Council bestens besetzt ist.

ByteFM Magazin am Abend

The Paris Match

(10.06.2022 / 20:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von The Style Council, Yaya Bey und The Mysterines.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Oliver Stangl

(11.09.2013 / 10:00 Uhr)
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Das ByteFM Magazin heute u.a. mit Musik zum 70. Geburtstag von Mickey Hart, langjähriger Schlagzeuger von Grateful Dead und passionierter Musikethnologe. Ebenfalls am 11. September geboren ist ein anderer „Mick“: Mick Talbot, der in den 80ern gemeinsam mit Paul Weller die Band The Style Council gründete.

Flashback

Juni 1984 / Frankie & Co

(10.06.2020 / 13:00 Uhr)
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Flashback - Juni 1984 / Frankie & Co
Mit „Relax“ hatten Frankie Goes To Hollywood den Durchbruch geschafft, mit ihrer zweiten Single „Two Tribes“, erschienen am 7. Juni 1984, stieg die Band aus Liverpool von 0 auf 1 in die UK-Charts ein. Wir spielen einige der Klassiker des dazugehörigen Albums „Welcome To The Pleasuredome“, dazu Perlen und Preziosen des Popsommers 1984, u. a. von Sade, Prince, The Style Council und Wham!

The Orielles – „Come Down On Jupiter“

Von ByteFM Redaktion
(23.10.2019)
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The Orielles – „Come Down On Jupiter“
„Come Down On Jupiter“ ist die tanzbare, leicht psychedelische Vorhut des zweiten Albums der britischen Indie-Pop-Band The Orielles. „Disco Volador“ wird es heißen: fliegende Scheibe. Das kann ein UFO sein. Oder eine Schallplatte. Oder eine Frisbee. Auf jeden Fall etwas, das in Bewegung ist. Und die Reise geht Richtung Jupiter. Andernorts hat man dem Song Jazzigkeit attestiert; das geht vielleicht ein bisschen weit. Wir haben es hier immer noch mit Gitarrenpop britischer Prägung zu tun. Hüben hört man den Lo-Fi-Pop des mythenumrankten Tape-Samplers „C86“. Drüben blitzt der Post-Punk von Gang Of Four durch. So weit, so bekannt. Auch Psychedelisches hat man von schon The Orielles gehört. Doch was zuvor krautig ausuferte, ist einer diskoiden Fokussiertheit gewichen. Die zugleich leicht entrückt erscheint. Ein luzider Traum. Woher die Jazz-These kommt, ist eigentlich auch nachvollziehbar. Die Akkorde kennt man vom Bossa Nova. Bands wie Everything But The Girl oder The Style Council etwa haben sich diese in den frühen 80ern ausgeliehen. Machbar wäre unser Track des Tages also auch schon 1983 gewesen. Denkbar allerdings nicht.

Rock-Ola

(02.08.2010 / 14:00 Uhr)
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The Hollies, Paul Weller, The Style Council, Donovan, Pink Floyd uva."

Auf der ByteFM Monatskarte November: Brownswood Bubblers Six

Von christiantjaben
(10.11.2010)
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Auf der ByteFM Monatskarte November: Brownswood Bubblers Six
Als 1985 die erste Ausgabe der „Jazz Juice“ Compilations auf dem DJ-orientierten Label Street Sounds erschien, hätte wahrscheinlich niemand gedacht, dass der knapp 21jährige Mann, der das Album mit Tracks von unter anderem Art Blakey, Herb Alpert und Leon Thomas seinerzeit koordinierte, einer der einflussreichsten „Tastemaker“ der nächsten 25 Jahre werden würde. Gilles Peterson, der „music lover, record collector, DJ, broadcaster“, wie es seine Selbstdarstellung ausdrückt, wuchs in die Anfänge der britischen DJ-Kultur hinein und besetzte maßgeblich einen Platz am Jazz-Ende des Spektrums, das auf der anderen Seite in der zweiten Hälfte der 80er von neuen Stilen wie Acid und Techno besetzt war. Im Scherz „Acid Jazz“ genannt gründete Peterson mit Eddie Piller 1988 ein Label, das zwar auch ein bisschen Hip House Modemusik versuchte, aber vor allem ein soulvoll jazziges Kontinuum zur groovenden Musik der früheren Jahrzehnte anstrebte und von frühem Latin Jazz bis zu Hip Hop oder auch der Musik von Paul Wellers Style Council alle möglichen Einflüsse in die Playlists der Club-DJs brachte. Als Peterson Acid Jazz verlies und mit Talking Loud ein sehr erfolgreiches Major-Sublabel aufzog, nahm er Acts wie Galliano mit und setzte neue Geschmacksmarken mit seinem permanent umtriebigen Tun als Labelmacher, Club- und Radio-DJ. Der Weg zur neuen transatlantisch-globalen, „outernational“ Groove-Szene ging in den letzten 20 Jahren meist über Petersons selektive Tätigkeit, ob nun für die Masters At Work und ihr Nuyorican Soul Project, für Roni Sizes Drum&Bass Crossover Band Reprazent oder die weltweite Verbreitung von Jazzanovas Berliner Produktionen. Petersons Auffassung von im weitesten Sinne jazziger Musik enthält immer viel Soul, Funk und neue Elektronik, aber auch mal Folk und Songwriting Perlen, gerne Hip Hop, Afro, Brasil und immer wieder Latin Klänge. Jazz im Peterson’schen Sinne kann klingen wie UK Garage, wie Dubstep oder wie John Coltrane. Der British Jazz Funk der Incognito Schule gehört zum Peterson-Repetoire genauso wie der futuristische ausgespacete Sound von the Flying Lotus, die anarchische Nicolette genauso wie Erykah Badu oder kubanische Jam Sessions.

Was ist Musik

Maggie's Farm ist abgebrannt

(01.03.2009 / 20:00 Uhr)
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Der britischen Popmusik konnte allerdings nichts Besseres passieren als der rabiate Thatcherismus. Die Haßfigur an der Spitze der Regierung sorgt für eine bis dahin ungekannte Politisierung der populären Musik. Musiker und Gewerkschafter verbünden sich, antirassistische Initiativen entstehen und der Soundtrack kommt von so unterschiedlichen Bands wie Heaven 17 und The Beat, Gang Of Four und den Specials, Style Council und Scritti Politti, The Smiths und Soul II Soul. Selbst der große US-Soulman Curtis Mayfield begibt sich in die Niederungen britischer Politik.

Was ist Musik

Searching for the Old Soul Rebels: Die Comebacks von Bobby Womack und Dexys (Midnight Runners)

(17.06.2012 / 20:00 Uhr)
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Eigentlich wäre Bobby Womack der ideale Kandidat für ein Alterscomeback unter der Regie von Rick Rubin. Der amerikanische Produzentenstar hat sich darauf spezialisiert, vergessenen Veteranen zu einer späten Renaissance zu verhelfen. Bei Donovan klappte das mäßig, bei Neil Diamond ganz gut, im Fall von Johnny Cash kam ein stattliches Alterswerk zustande, dass dem ergrauten Man in Black völlig neue – junge! – Fans in die Arme trieb. Rubins Methode: die sichere Vintage-Nummer. Den Sound auf die Knochen runtergestrippt, die gebrochene, vom Alter gezeichnete Stimme in Großaufnahme, hautnah am Mikro, dazu Lieder zu den ewigen Fragen des Lebens – und Sterbens. Je dichter einer vor dem eigenen Grab steht, desto mehr addieren sich Patina & Charisma zu einem wohligen Todesglamour, so das leicht nekrophile Rezept des Dr.Rubin. Mit Womack hätte das Cash-mäßig funktionieren können, schließlich bringt der Soulman neben dem passenden Alter – 68 - jede Menge Patina & Charisma mit. Mit seinen Brüdern singt der junge Bobby den Gospel, mit sechzehn nimmt ihn der große Sam Cooke unter seine Fittiche und verhilft ihm zu ersten Hits. Einer davon ist „It´s all over now“, mitkomponiert vom 20-jährigen Bobby Womack. Im fernen England covert eine Beat-Band den Song, eine gängige Praxis damals, der weiße Markt will weiße Gesichter. Der schwarze Womack ist sauer, der Schmerz läßt nach, als die Tantiemen kommen. „It´s all over now“ ist 1964 der Nummer Eins-Hit der Rolling Stones. Kurz darauf wird Womacks Mentor Cooke in einem Motel erschossen. Bobby kümmert sich um die Witwe, die wird nach drei Monaten Mrs. Womack. Es folgt eine kurvenreiche Karriere, ein paar Solohits, Sessions für Soul- und Rock-Größen, Aretha Franklin, Sly & The Family Stone, Janis Joplin. 1972 liefert Womack den Soundtrack zu dem schwarzen Krimi „Across the 110th Street“, den Titelsong recycelt Quentin Tarantino später für seine Blaxploitation-Hommage „Jackie Brown“. Zwischendurch setzt er sich mit Cowboyhut aufs Pferd und nimmt eine steinerweichende Country-(Soul)-Platte auf. In den frühen Achtzigern lieben ihn soulvernarrte junge Briten der Generation ABC, Dexy´s, Style Council & Co. für seine altersweise daherkommenden „The Poet“-Alben…

School Of Rock

Tracey Thorn

(04.04.2021 / 11:00 Uhr)
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Mit Songs, die es schaffen, komplexe Gefühlslagen auszudrücken und in Pop-Momente zu gießen, und einer Melodiösität und Stimme, die einen Bogen schlagen können von melancholischer Bossa-Nova-Schönheit bis zum spröden Charme englischer Kleinstadt-Reihenhäuser, ist Tracey Thorn eine Art Pop-Antistar geworden.

Ode an das Tagesfernsehen: „I Love My Television“ von The Rhythm Method

Von ByteFM Redaktion
(11.01.2024)
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Ode an das Tagesfernsehen: „I Love My Television“ von The Rhythm Method
Auch dieser hatte Songs geschrieben, die Rowan ummodelte. Beide waren sich einig, dass sie Musik machen wollten, die weder reiner Pop war, noch ein bloßes Indie-Ding. Ihre Vorbilder wie The Style Council oder Aztec Camera waren beides zugleich. Ihre Songs sollten ein großes Publikum ansprechen, gerade weil sie von den kleinen, alltäglichen Dingen handeln. Schließlich hängt die Qualität einer Story ohnehin davon ab, wie sie erzählt wird. „Erzählen“ ist oft auch das richtige Wort für Joeys Gesangsstil, der manchmal nach einer Lower-middle-class-Version von The Streets klingt. Tatsächlich gehört Mike Skinner neben Elton John zu den prominenten Fans der Band. Während viele ihrer Songs ein elektronisches Fundament nutzen, steht der neue Song in einer Jangle-Pop-Tradition zwischen C86 und Britpop. Er sei eine Hommage an „den klimpernden britischen TV-Sound“ ihres Aufwachsens, sagen die beiden. „Soaps, Urlaubssendungen, Auktionsshows und kurzweilige Mittagsnachrichten. [Wie auf dem Debütalbum] geht es immer noch darum, einsam zu sein und sich vor der Gesellschaft zu verstecken.“

ByteFM Magazin

am Abend mit Diviam Hoffmann

(11.09.2018 / 19:00 Uhr)
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Im ByteFM Magazin geht es heute um Mickey Hart, Schlagzeuger von The Grateful Dead und Mick Talbot, Keyboarder bei The Style Council.

Hello Mellow Fellow

Fifty-Fifty mit Matthias Westerweller

(16.03.2011 / 20:00 Uhr)
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Hello Mellow Fellow - Fifty-Fifty mit Matthias Westerweller
Tony Joe White, CocoRosie, The Deirdre Wilson Tabac, Augustus Pablo, Ray Charles, Rodney Graham, Hamilton Bohannon, Chuckamuck, Patti LaBelle & The Bluebells, Jim Sullivan, April Stevens, Doug Hammond, The Style Council, Matthew Dear, Rainbow Arabia und wie auch in der letzten Sendung wieder Yusef Lateef.

ByteFM Mixtape

taz Popblog

(04.11.2008 / 17:00 Uhr)
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Nur Michael Girke blieb desillusioniert zurück. Mitte der 80er brachte er Style Council und The Jam nach Deutschland, schrieb auf der ersten Split-LP ein antikapitalistisches Manifest und wollte den Sozialismus siegen sehen ohne dabei auf die Sloganhaftigkeit und das Hippietum eines - von ihm hochgeschätzten - Rio Reiser zurückgreifen zu müssen. Dem großen Peter Hein hatte er voraus, dass er dessen Schnoddrigkeit die Härte nahm und so über Politik wie Liebe gleichermaßen singen konnte. Und so zugänglich wie Girke zu Jetzt!-Zeiten war, wurde Jochen Distelmeyer erst wieder in seiner späten Phase - kein Wunder, dass er auf "Old Nobody", dem Pop-Meisterwerk Blumfelds, den nie veröffentlichten Jetzt!-Song "Kommst Du mit in den Alltag" coverte.

Beyond

Protest / / / / / \ \ \ \ \ Archiv

(22.08.2020 / 22:00 Uhr)
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Archiv: The Style Council, The Velvet Underground, Momus, Al Green, Whitney Houston, Justus Köhncke

Regler rauf, Regler runter

Margaret Thatcher - Feind und Muse des politischen Pop

(13.04.2013 / 17:00 Uhr)
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Mit Elvis Costello, Robert Wyatt, Elton John, Billy Bragg, The Style Council und vielen anderen.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Diviam Hoffmann

(11.09.2018 / 10:00 Uhr)
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Außerdem geht es um Mickey Hart, Schlagzeuger von The Grateful Dead und Mick Talbot, Keyboarder bei The Style Council.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Michael Hager

(07.05.2013 / 10:00 Uhr)
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Wir gratulieren Ricky West, dem Gitarristen und Sänger des Hits „Silence Is Golden“, zum 70ten Geburtstag und erinnern an den ersten Auftritt von The Style Council heute vor 30 Jahren.

Sunday Service

Little Barrie – Shadow

(19.06.2014 / 17:00 Uhr)
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Glass Animals aus Oxford haben vor kurzem mit ein paar EPs und Singles aufhorchen lassen. Auf ihrem Debut-Album Zaba gibt es soulige Stimmen, tiefe Bässe und verzaubernde Melodien zu hören. Würde mich nicht wundern wenn dieses Album in England für den Mercury Prize nominiert wird.

ByteFM Magazin

am Abend mit Oliver Stangl

(11.09.2013 / 19:00 Uhr)
Volle Sendungsbeschreibung lesen / Auszug:
Das ByteFM Magazin heute u.a. mit Musik zum 70. Geburtstag von Mickey Hart, langjähriger Schlagzeuger von Grateful Dead und passionierter Musikethnologe. Ebenfalls am 11. September geboren ist ein anderer „Mick“: Mick Talbot, der in den 80ern gemeinsam mit Paul Weller die Band The Style Council gründete.

Zum 65. von Sade Adu: „When Am I Going To Make A Living“

Von ByteFM Redaktion
(16.01.2024)
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Zum 65. von Sade Adu: „When Am I Going To Make A Living“
„When Am I Going To Make A Living“ ist unser Track des Tages zum 65. Geburtstag der nigerianisch-britischen Sängerin Sade Adu. Der Song erschien 1984 auf „Diamond Life“, dem Debütalbum ihrer Band Sade. Damals passte die LP perfekt in die Zeit, als Punk sich abgenutzt hatte und auch die folgenden New-Pop-Bands wie ABC oder Orange Juice nach dem „Poptimismus“ ihrer Anfangstage neue Wege eingeschlagen hatten. Im Großbritannien der Mittachtziger-Jahre wandten sich Paul Weller (The Jam) und Alison Statton mit The Style Council bzw. Weekend jazzigem Pop zu. Kurz später bestellten Bands wie Working Week oder Everything But The Girl dieses Feld. Genau zu dieser Zeit gründeten Mitglieder der Latin-Soul-Band Pride eine neue Gruppe, benannt nach ihrer Leadsängerin Sade Adu.


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