Bryan Ferry

Bryan Ferry Bryan Ferry

Bryan Ferry (26. September 1945, Washington, Durham, England) ist ein britischer Sänger, Musiker und bildender Künstler. Er begann seine Karriere 1972 mit der Band Roxy Music, deren Sänger und Songschreiber er bis zu deren Ende 1982 war. Nach dem Ende der Band konzentrierte er sich auf seine Solokarriere, die er bereits parallel zu Roxy Music begonnen hatte. Zu seinen bekanntesten Solo-Aufnahmen zählen „Slave To Love”, „Let's Stick Together” und „The Price Of Love”.

Bryan Ferry war immer stark am visuellen Aspekt der Kunst interessiert, die einzelnen Phasen von Roxy Music lassen sich daher auch immer gut an den Outfits der Band ablesen – vom paradiesvogelartigen Auftreten der experimentellen frühen Jahre mit Brian Eno bis zu seinem späteren Image als Dandy par excellence, das er seit dem letzten Roxy-Music-Album „Avalon" (1982) kultiviert hat. Während Ferry bei Roxy Music sehr stark dominierte, ließ er seinen Mitmusiker*innen auf den Soloalben wesentlich mehr Freiräume und interpretierte vor allem auf seinen frühen Platten, die neben Roxy Music entstanden, gerne klassische Popsongs. Insbesondere auf seinen ersten beiden LPs, „These Foolish Things” (1973) und „Another Time, Another Place” (1974) wird seine Leidenschaft für Songs der 1920er und 1930er deutlich. Ein Thema, zu dem er 1999 mit „As Time Goes By” zurückkehrte, für das er Stücke der Ära mit zeittypischen Arrangements aufnahm. 2017 trat Ferry dazu passend als Kabarett-Sänger in der Serie „Babylon Berlin” auf, die im Berlin der 1930er Jahre spielt.

Sein drittes Album „Let's Stick Together” (1976) bestand wieder ausschließlich aus Coverversionen, mit der Besonderheit, dass knapp die Hälfte der Songs Covers von eigenen Stücken waren, die er bereits mit Roxy Music veröffentlicht hatte. Besonders erfolgreich waren „Boys And Girls” (1985) und „Bête Noire” (1987), seiner ersten beiden Alben nach Auflösung der Band. Bryan Ferry hat in späteren Jahren ein eher entspanntes Arbeitstempo angewöhnt, aber trotzdem mit regelmäßig Albumveröffentlichungen, die seinem Image als geschmackssicherer Lounge Lizard gerecht werden und die immer wieder auch seine Roxy-Kollegen Andy Mackay, Phil Manzanera und Brian Eno featuren.



Bryan Ferry im Programm von ByteFM:

Eleganz und Dekadenz: Bryan Ferry mit „You Can Dance"

Von ByteFM Redaktion
(26.09.2020)
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Eleganz und Dekadenz: Bryan Ferry mit „You Can Dance"
Bryan Ferry (Foto: EMI) Seit den frühen 80er-Jahren ist Bryan Ferry das Inbild von Eleganz und Dekadenz. Zehn Jahre zuvor war seine Band Roxy Music – zu Beginn noch mit Soundtüftler Brian Eno – eine avantgardistische Art-Pop-Band. Sie stellte Konventionen auf den Kopf und klang, wie nichts zuvor geklungen hatte. Und sah auch so aus: Paradiesvögel mit Federboas, übertriebener Elvis-Tolle, Tiger-Jacketts und Plateau-Sohlen. Im Laufe des Jahrzehnts wurden Musik und Image immer eleganter. Spätestens mit „Avalon” (1982), dem letzten Album der Band, war sie der Inbegriff der eleganten Popmusik. „Now the party's over, I'm so tired", die erste Zeile des Titelstücks des Albums, war programmatisch. Die Leere und Verlorenheit nach dem Fest, wenn die Gäste weg sind und die Musik aus ist: Das war die Stimmung des Albums und die Blaupause für die Solokarriere des Briten. „You Can Dance” von Ferrys 2010er Album „Olympia” beginnt mit einer Zeile, die eine ähnliche Stimmung heraufbeschwört: „In a discoteque at dawn, is when it came to me”. Die gedankliche Klarheit, die eintritt, wenn die Nacht vorbei ist, aber der Tag noch nicht richtig angebrochen. Man trägt noch das Ausgehkostüm und fragt sich, wohin die Reise geht. Musikalisch basiert der Track auf einem Sample aus „True To Life” von „Avalon”. Das Video wärmt genussvoll sämtliche Ferry-Klischees auf: Die Party, die Models und mittendrin, aber nicht dabei, Bryan Ferry – müde, melancholisch, weltabgewandt. // Bryan Ferry wird am 26. September 75 Jahre alt. „You Can Dance“ ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

The Bryan Ferry Orchestra - "The Jazz Age"

Von matthiasroehrs
(03.12.2012)
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Wer im Internet ein wenig recherchiert, kann Fotos und Videos der Release-Party Bryan Ferrys zu seinem neuen Album "The Jazz Age" finden. Dort tummeln sich Frauen in schicken, mal mehr, mal weniger extravaganten und scheinbar teuren Abendkleidern mit Herren in ebenfalls schicken, mal mehr, mal weniger extravaganten und scheinbar teuren Anzügen in einem Salon mit goldumrahmten Spiegeln, schweren Teppichen und Gemälden. Das Ganze sieht total etepetete aus. Was soll das alles? Nicht nur, dass der junge Bryan Ferry aus den Roxy-Music-Jahren mittlerweile stramm auf die 70 zugeht und es sicherlich etwas gediegener oder "altmodischer" mag, der Abend passte sich nur dem Konzept von "The Jazz Age" an: Zusammen mit einem nach ihm benannten Orchester spielte er dafür 13 Songs seiner Laufbahn ganz im Stile von 20er-Jahre-Jazz ein. Die Party war der Versuch, das Lebensgefühl dieser Zeit und dieses Stils einzufangen und irgendwo in einem Londoner Nobelschuppen (Annabel's), in dem schon Ray Charles, Ella Fitzgerald und Frank Sinatra spielten, zu reproduzieren. Ferry hat für sein neues Album keine neuen Songs geschrieben. Die Platte umfasst die vier Dekaden seines musikalischen Schaffens mit Songs, die er mit Roxy Music veröffentlichte und aus Solo-Werken. Der älteste Track, "Virginia Plain", kommt vom 72er-Album "Roxy Music" und das jüngste Lied, "Reason Or Rhyme": Keine drei Jahre ist es her, als es auf Ferrys letztem Soloalbum "Olympia" erschien. Auf den Gedanken, dass "The Jazz Age" eigentlich nur ein Best-of-Album ist, scheint aber wohl niemand gekommen sein. Chronologisch durcheinander, besteht das Album aus den wichtigsten Liedern Bryan Ferrys oder aus dem, was Ferry selbst als am wichtigsten erachtet. Unter anderem haben es noch "Do The Strand", "The Bogus Man" (beide: Roxy Music - "For Your Pleasure"), "Don't Stop The Dance" (Solo - "Boys And Girls"), "Avalon" (Roxy Music - "Avalon"), und "The Only Face" (Solo - "Mamouna") auf das Album geschafft. Doch selten hat ein Künstler sein Best-of so originell und einzigartig verpackt wie Ferry. Selbst der langjährige Ferry-/Roxy-Music-Hörer kann alte Lieblingslieder neu entdecken, denn Bryan Ferry hat sich für die neuen Arrangements hörbar viel Mühe gegeben. Auch wenn einem selbstredend vieles bekannt vorkommt, ist der ursprüngliche Song nicht immer omnipräsent. Manchmal muss man auch genauer hinhören, um einzelne Liedpassagen wiederzuerkennen. Vielleicht auch, weil alle Tracks instrumental sind. // In dem Zusammenhang sollte man an dieser Stelle auch würdigen, dass sich Bryan Ferry nach über 40 Jahren Karriere nicht nur auf die Verwaltung seines musikalischen Erbes beschränkt. Vom Sich-selbst-neu-erfinden möchte man da zwar noch nicht reden, dafür aber von einem Angebot, einen kleinen Teil seines Lebenswerks aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten.

Lost in the Supermarket

Bryan Ferry im Gespräch

(04.12.2012 / 21:00 Uhr)
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Bryan Ferry ist eine schillernde Persönlichkeit in der Popmusik, ob als Solokünstler oder mit Roxy Music. Jetzt hat er ein Jazz Album produziert, unser Album der Woche auf ByteFM.

ByteFM Magazin

Bryan Ferry, Dean Ween & Black Eyed Peas

(25.09.2020 / 14:00 Uhr)
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Bryan Ferry wird morgen, am 26. September, 75 Jahre alt. Zu diesem Anlass hört Ihr in diesem ByteFM Magazin Musik von Roxy Music und von seinen ersten Soloalben.

Hell featuring Bryan Ferry - U Can Dance

Von ByteFM Redaktion
(26.01.2010)
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Angefangen hat alles im Jahr 2006, als DJ Hell und Bryan Ferry in dessen West Londoner Studio eine Besuch abstattet. Jetzt endlich gibt es ein Video zu dem dabei entstandenen Song "U Can Dance", der am 12.02.2010 veröffentlicht wird. Hell featuring Bryan Ferry "U Can Dance"

One Track Pony

Aus dem Regal - Slow Leaves

(24.03.2020 / 14:00 Uhr)
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Der kanadische Singer/Songwriter Grant Davidson bringt Anfang April unter dem Namen Slow Leaves sein neues Studioalbum „Shelf Life“ heraus. Auf 10 überwiegend persönlich gefärbten Tracks bewegt sich der Kanadier zwischen Folk, Americana, Indie Pop und klassischen Songwriter Arrangements. Stimmlich erinnert er mehr als nur einmal an den jungen Bryan Ferry. Frank Lechtenberg stellt das neue Album „Shelf Life“ in dieser Stunde vor und spielt dazu Musik von Bryan Ferry, Jasper Sloan Hip oder auch William Prince und Fish.

Weichspüler

Alben der Wochen

(15.12.2012 / 14:00 Uhr)
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Bryan Ferry wird bei ByteFM zum Wochenwechsel von Lou Reed abgelöst. Anders ausgedrückt: Lou Reeds Transformer ersetzt The Jazz Age von The Bryan Ferry Orchestra als unser Album der Woche. Im kommenden Weichspüler finden sich diese beiden Werke in einem ansprechenden Kontext aus Cale, Warhol und Roxy Music wieder. Garantiert ohne Weihnachtslieder.

Was ist Musik

Searching for the Old Soul Rebels: Die Comebacks von Bobby Womack und Dexys (Midnight Runners)

(17.06.2012 / 20:00 Uhr)
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…erst viel später sollte ich erkennen, dass in diesen irischen Fiedeln ein utopischer Vorschein der synthetischen Streicherparadiese der Housemusic von Gay Chicago steckt. Erst viel später sollte ich erkennen, dass Kevin Rowlands Performanzen mehr dem dandyesken Bryan Ferry verdanken als dem bräsigen Belfast Cowboy Morrison. Dass Dexy Music verschwistert ist mit Roxy Music…(FR 2004) // Roxy´s Midnight Runner – Kevin on Bryan Ferry

School Of Rock

Roxy Music 1972-1975

(18.06.2022 / 23:00 Uhr)
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School Of Rock - Roxy Music 1972-1975
Wobei viele nicht das Genre „Rock“ mit der Gruppe um Sänger und Songschreiber Bryan Ferry verbinden. Doch bevor Roxy Music spätestens mi ihrem 1982er Spätwerk „Avalon“ zum Inbegriff des dekadent-schwelgenden, kommerziell erfolgreichen Luxus-Pop der Maggie-Thatcher-Dekade wurden und Ferry vollends zum Upper-Class-Darsteller mutierte, war Roxy Music ein Gewächs der britischen Kunstschul-Szene, aus der in den 1960er-Jahren der popkulturelle Aufbruch in England seinen Klassengrenzen überschreitenden Weg genommen hatte. // Nach der 1976er Tour zum fünften Album „Siren“ schickte Bryan Ferry seine Band vorübergehend in den Ruhestand und versuchte sich an seiner Solo-Karriere, die aber nicht wirklich vom Fleck kam, sodass Roxy Music 1979 mit „Manifesto“ ein erstes von drei weiteren Alben herausbrachten, die wenig von der experimentierfreudigen, bahnbrechenden Qualität der frühen Jahre hatten, dafür umso mehr Charterfolg.

Roxy Music – „For Your Pleasure“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(25.12.2023)
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Roxy Music – „For Your Pleasure“ (Album der Woche)
„There's a new sensation“, das waren 1973 die ersten Worte, die Bryan Ferry auf dem Album „For Your Pleasure“ seiner Band Roxy Music sang. Die Gruppe selbst war nicht mehr ganz neu – dies war ihre zweite LP –, aber eine Pop-Sensation war sie nichtsdestoweniger. So blieb die Vorgänger-LP aus dem Vorjahr die niedrigste UK-Chartposition der Londoner Band. Besonders am Anfang ihrer Karriere mag der Erfolg der Band durch eine 2023er Brille erstaunlich anmuten. Vielleicht ist es dem Gatekeeping durch eine coole Musikpresse, die ein goldenes Zeitalter erlebte, geschuldet, dass sich solch seltsame Musik dergestalt gut verkaufte. Denn während Roxy Music sich später klanglich dem Mainstream annäherten, waren ihre ersten beiden LPs ziemlich weit draußen.

Was ist Musik

Robert Forster Special

(13.04.2008 / 20:00 Uhr)
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Was ist Musik - Robert Forster Special
Robert: ”Wenn ich an Bands mit zwei starken Figuren denke, meine ich nicht unbedingt zwei Songwriter. Eher Konstellationen wie Lou Reed und John Cale bei Velvet Underground oder Bryan Ferry und Brian Eno bei Roxy Music oder die Pet Shop Boys...ja, die Pet Shop Boys sind eine Hochglanz-Version von uns.” (Forster ist die Diva: Reed, Ferry, Tennant. Und der Lennon zu McLennans McCartney)

ByteFM Mixtape

Hi-Fi Stars

(26.11.2014 / 12:00 Uhr)
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Habe die Ehre: Bryan Ferry hat auf seinem aktuellen Album "Avonmore" die Studiotüren für Gäste wie Marcus Miller, Mark Knopfler, Johnny Marr oder auch Nile Rodgers geöffnet.

One Track Pony

Remixed and reworked - Ferrys Avonmore

(23.08.2016 / 14:00 Uhr)
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Bryan Ferry hat 20 Remixe von Stücken aus seinem jüngsten Studioalbum "Avonmore" auf einer neuen digital veröffentlichten Platte herausgebracht. Die (fast) durchweg guten Remixe stammen von Leo Zero, Ray Mang, Prins Thomas, Justin Robertson, Leftside Wobble, Ulrich Schnauss, Idjut Boys oder auch Man Power. Frank Lechtenberg spielt einige Tracks aus dem neuen Ferry Remix Album vor und verfeinert den Mix mit bekannten und unbekannten Remixen von Anne Clark, Archive, Roedlius oder auch Röyksopp.

Blog&Roll: D*ruffalo

Von ByteFM Redaktion
(19.05.2010)
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1. Malcolm McLaren / Bryan Ferry / Chic

Das Draht

mit Annette Stiekele

(11.01.2015 / 13:00 Uhr)
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Mit Musik von Bryan Ferry, Paolo Nutini, Ariel Pink u.a.

Brian Eno wird 65 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(15.05.2013)
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Bereits während seiner Ausbildung an der Kunsthochschule Winchester School of Art begann Eno Kassettenrekorder als Musikinstrumente zu verwenden und mit ihnen zu experimentieren. Mit dem Abschluss in der Tasche gründete Eno gemeinsam mit Bryan Ferry und Andy Mackay im London der 1970er Jahre die Band Roxy Music. Sie trugen Federboas und Make-up und schafften als exzentrische Gruppierung den Einstieg in die Musikszene.

ByteFM Mixtape

Abgehört von Spiegel Online

(27.11.2014 / 12:00 Uhr)
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Das Abgehört Mixtape heute mit Musik aus dem neuen Solo-Album von Bryan Ferry, dem Debüt der Berliner Der Mann, einem 78er-Punk Flashback mit Karies, der Produzentin Steffi und Musik von Tears For Fears, deren Album "Songs From The Big Chair" zum 30. Jubiläum wiederveröffentlicht wird.

Was ist Musik

Thema Mods
Was ist Dexy Music

(10.04.2011 / 20:00 Uhr)
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Bis heute singt diese Stimme davon, wie es ist in den Fünfziger Jahren als Sohn irischer Eltern zwischen den englischen Midlands, Irland und North London aufzuwachsen. Fremder als man denkt. Wie eine Wurst kam der schwarzgelockte Ire Kevin sich vor, wenn seine Schulkameraden ihn als ”mate” ansprachen – er hatte ”meat” verstanden. Das ewige Sichfremdfühlen - im eigenen Land, in der eigenen Sprache, in den eigenen Klamotten, im eigenen Körper - ist eine Konstituante von queerness und gar nicht lustig. Die gängigen Bilder von queerness in Pop dagegen sind Glamour-Bilder des hedonistischen Gendertroubles: Bowie´s Strapse, Enos Federboa, das Karma Chamäleon eines Boy George. Und Rühmanns Charley´s Tante. Von den zur Markt-Schau getragenen sexuellen Ambiguitäten dieser Art sind Kevin Rowland und seine Jungs meilenweit entfernt. Als sie Ende der Siebziger die Londoner Bühne betreten, tun sie dies im ”Mean Streets”-Look, benannt nach dem stilbildenden Gangsterfilm von Martin Scorsese. Dexy´s Midnight Runners im Mean Streets-Look, das sind sieben virile Kerle in engen Lederjackets, die Körper zur Drohkulisse arrangiert, auf den Köpfen Barretts oder Wollmützen, dazu Sporttaschen, über deren Inhalt man lieber nichts wissen will. Ein messerscharfes Image, auf Plakaten gern in blutiges Rot getaucht und sexuell so unzweideutig wie der Ehrenkodex der Mafia. So hatte ich die Dexy-Gang in Erinnerung, bis mich Paul Gormans Linernotes zum Best Of-Album auf verdrängte Tatsachen stiess: Der ”Mean Streets”-Look hatte bei den Dexy´s seinerzeit einen Fantasy-Patchwork-Stil abgelöst, der unter dem Namen New Romantic rückblickend als eines der schlimmsten Modeverbrechen des 20.Jahrhunderts gilt. Kevin Rowland habe den New Romanticism erfunden, ein Jahr bevor alle so rumliefen, meint Dexy´s Keyboarder Pete Saunders. Als dann alle so rumliefen, in lächerlichen Hofnarrenkostümen, mit extravaganten Haarkreationen und androgynem Schnickschnack, optierte Rowland, ein ehemaliger Friseur, für den Gegenentwurf: Gangster-Style! Und ein Albumtitel wie in Stein gemeißelt: Searching for the young soul rebels. Jung! Soul!! Rebellen!!! Schwerste Zeichen aus dem Popfundus hängte sich Kevin um den Hals, um sich – paradox genug - seine queerness vom Hals zu singen. Auf der Suche nach der verlorenen Seele versucht sich der englisch-irische Bastard und Ex-Friseur an der für weiße Bastarde und Ex-Friseure verbotensten Musik: Soul sollte es sein, jene Musikreligion, bei der weiße Europäer notorisch in die Authentizitätsfalle tappen. Nicht so Kevin. Er spielt den Überzeugungstäter und verschmilzt die Schlüsselreize afroamerikanischer Kirchen-&Körper-Musiken mit alteuropäischen Emo-Errungenschaften wie italienische Oper, Oscar Wilde & Brendan Behan sowie englische Fussballchöre zu nie Dagewesenem: Dexy Music. Pünktlich zur zweiten LP ”Too-Rye-Ay”, die letzten Hippies tauschen schnell noch Latzhosen und Schlabberkleider gegen schwarzpinkgestreifte Fiorucci-Röhrenhosen ein, diktiert Rowland seiner Band den Image-Shift von Mean Streets zu Latzhosen und Schlabberkleidern. Der Dresscode-Wechsel geht einher mit dem musikalischen Shift von Bläsern zu Streichern im Namen eines Van Morrison-inspirierten Celtic Soul. Erst viel später sollte ich erkennen, dass in diesen irischen Fiedeln ein utopischer Vorschein der synthetischen Streicherparadiese der Housemusic von Gay Chicago steckt. Erst viel später sollte ich erkennen, dass Kevin Rowlands Performanzen mehr dem dandyesken Bryan Ferry verdanken als dem bräsigen Belfast Cowboy Morrison. Dass Dexy Music verschwistert ist mit Roxy Music.

Rock-Ola

Alte Säcke

(28.09.2015 / 14:00 Uhr)
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Vor 50 Jahren flimmerte zum ersten Mal der Beat Club über die schwarz-weisse Mattscheibe. Motto "Von jungen Leuten für junge Leute". Zu dieser Kategorie zählte der Moderator zwar damals aber heute nicht mehr, erinnert sich aber noch gut an diese TV-Sendung. Ausserdem erinnert er an B. B. King, der jetzt 90 geworden wäre und gratuliert David Bromberg und Bryan Ferry, jetzt auch schon 70.

Kramladen

Oscar Wilde und seine Spuren im Pop - aus Anlass des 160. Geburtstages von Oscar Wilde

(23.10.2014 / 23:00 Uhr)
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Immer wieder wird die Frage gestellt, wer ist der Oscar Wilde der Popmusik? Und immer wieder werden alte und neue Namen genannt, so z.B. Mick Jagger, Elton John, Bryan Ferry, Marc Almond und Bono, oder zutreffender: Pete Doherty, Morrissey, Jarvis Jocker und natürlich David Bowie.

Zum 70. Geburtstag von John Lennon

Von christiantjaben
(09.10.2010)
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Christian Tjaben schwankt zwischen den Aufnahmen von Donny Hathaway, Bryan Ferry und Lassique Bendthaus (alias Uwe "Atom Heart" / "Señor Coconut" Schmidt)

60minutes

(07.05.2009 / 22:00 Uhr)
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Er beschert uns sein Doppelalbum "Teufelswerk", von dem er selbst "er werde kein besseres Album mehr machen können!" Das war's dann wohl mit dem Teufelskerl und seinem letzten Meisterwerk. Chicago, Detroit, München, DJ Hell. 70er-Kraut, Pink Floyd und Can, Anthony Rother, Peter Kruder, Bryan Ferry, P.Diddy...DJ Hell.

ByteFM Magazin

mit Oliver Stangl

(03.12.2012 / 15:00 Uhr)
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Außerdem zu hören und zu gewinnen: unser aktuelles Album der Woche von Bryan Ferry.

School Of Rock

Róisín Murphy (1995-2023)

(13.08.2023 / 22:00 Uhr)
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School Of Rock - Róisín Murphy (1995-2023)
Der britische Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Mark Fisher attestierte Murphy in seinem K-Punk Blog bereits Ende der 1990er das seltene Charisma, das einen Pop-Star von einer Pop-Sängerin unterscheide: Sie habe dieselbe paradoxe Gleichzeitigkeit von Selbstbesessenheit und Indifferenz ihrem Image und Auftritten gegenüber, die auch einen Mick Jagger oder einen Bryan Ferry so lässig perfekt und unperfekt zugleich mache.

ByteFM Mixtape

der Hörer
Orchester

(10.12.2012 / 22:00 Uhr)
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The Bryan Ferry Orchestras "The Jazz Age" war unser letztes Album der Woche. Wir haben das zum Anlass genommen, Euch über Facebook nach Euren liebsten Songs rund ums Orchester zu fragen:

ByteFM Magazin

am Nachmittag: Sex Jams und Aidan Knight zu Gast bei Michael Hager

(25.09.2015 / 15:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - am Nachmittag: Sex Jams und Aidan Knight zu Gast bei Michael Hager
Das ByteFM Magazin heute u.a. mit Musik zum 70sten von Gentleman-Crooner Bryan Ferry (Roxy Music) und zwei Studiobesuchen im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals: Sex Jams und Aidan Knight.

Kramladen

"It Was The Heat Of The Moment" - zum Tod von John Wetton

(09.02.2017 / 23:00 Uhr)
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Er hatte etwas von einem unsteten Wanderer, aber auch etwas von einem Chamäleon, das sich in jeder neuen Umgebung zu assimilieren versteht. Kein anderer englischer Musiker hat mit einer solchen Vielzahl von prominenten Bands und renommierten Solisten zusammengearbeitet wie er. Die Liste der Gruppen und Einzelkünstler, bei denen John Wetton seine Talente als Sänger, Bassist und/oder Songschreiber unter Beweis stellen konnte, liest sich fast wie ein Who-is-Who der britischen Pop/Rock-Geschichte: Mogul Trash, Rare Bird, Family, King Crimson, Uriah Heep, Roxy Music, Streetwalkers, UK, Wishbone Ash, ASIA, Qango, Icon und andere. Er kooperierte mit Solokünstlern wie Brian Eno, Pete Sinfield, Bryan Ferry, Phil Manzanera, Peter Banks, Steve Hackett, David Byron, Roger Chapman und vielen mehr. Er schrieb Songs für Jethro Tull, Agnetha, David Cassidy, Heart, Cher u.a.. Sein berühmtester Song "Heat Of The Moment" stammt aus dem Jahre 1982; er schrieb ihn für seine Pomp- und Progressive-Hardrockband ASIA, der er von allen seiner vielen Bands am längsten angehörte. Für 2017 war eine große USA-Tour von März bis Juli schon fest gebucht. Die Tourdaten stehen noch immer auf der ASIA-Homepage.

Mixtape der Hörer*innen

Lack & Leder

(28.12.2023 / 19:00 Uhr)
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Mixtape der Hörer*innen - Lack & Leder
Das Cover unseres historischen Albums der Woche „For Your Pleasure“ von Roxy Music zeigt Sängerin und Model Amanda Lear, damals die Freundin des Roxy-Music-Sängers Bryan Ferry. Lear führt darauf in engem Lederdress einen Panther an der Leine. Zwar handelt es sich nicht um eine Fetisch-Platte, aber für das Mixtape der Hörer*innen in dieser Woche stellt sich für uns dennoch die Frage: Welche Songs fallen Euch zum Thema „Lack & Leder“ ein?

31.10.: Ob das funktioniert?

Von ByteFM Redaktion
(01.11.2009)
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Der NME vermeldet, dass DJ Hell und Bryan Ferry zusammen eine Single aufgenommen haben. Der Track soll im Januar veröffentlicht werden.

Nile Rodgers wird 65

Von ByteFM Redaktion
(19.09.2017)
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Nile Rodgers wird 65
Doch Chic war erst der Beginn einer steilen Karriere: In den 80er-Jahren bereicherte seine Rhythmus-Gitarre den Sound von Duran Duran, Diana Ross, David Bowie, Bryan Ferry, Madonna, INXS und vielen weiteren. Auch in den letzten Jahren war Rodgers viel beschäftigt: Lady Gaga, Kylie Minogue, Pharrell Williams und Daft Punk zählen zu seinen jüngeren Arbeitgebern. Nur wenige Künstler zeigen sich auch im hohen Alter so produktiv wie Nile Rodgers.