Otis Redding

Otis Redding Otis Redding

Otis Redding (*9. September 1941 - 10. Dezember 1967) war ein US-amerikanischer Soulsänger und Songwriter, der zu den einflussreichsten Musiker*innen des Genres zählt. Sein Debütalbum „Pain In My Heart” ist 1964 erschienen.

Otis Redding wurde in Dawson, Georgia in eine Farmerfamilie hineingeboren und begann bereits im Kindesalter, im Kirchenchor zu singen und diverse Instrumente zu spielen. Seine musikalische Karriere kam Ende der 1950er-Jahre durch die Teilnahme an einem Talentwettbewerb ins Rollen, bei dem er mit seiner virtuosen Gesangsstimme Blues-Gitarrist und Jimi-Hendrix-Vorbild Johnny Jenkins überzeugen konnte. Die beiden fingen anschließend an, gemeinsam zu performen, unter anderem als Mitglieder der Gruppe Pat T. Cake And The Mighty Panthers. 1960, nach seinem Umzug nach Los Angeles, nahm Redding seine erste Single „She’s All Right” auf. Seinen ersten Hit produzierte der Musiker jedoch unverhofft: 1962 fuhr er Johnny Jenkins, der keinen Führerschein besaß, zu einer Aufnahmesession bei Stax Records. Da Jenkins’ Session gemeinsam mit Booker T. & The M.G.’s früher als geplant endete, bekam Redding die Möglichkeit, zwei Stücke zu performen. Reddings gefühlvoller Gesang beeindruckte Stax-Records-Gründer Jim Stewart derartig, dass er sofort einen Vertrag mit dem jungen Sänger unterzeichnete und seine Single „These Arms Of Mine” veröffentlichte. Diese wurde zu einer der erfolgreichsten seiner gesamten Karriere, die von da an steil bergauf ging. Bald sang Redding in einigen der angesagtesten Clubs des Landes. Sein Konzert im sagenumwobenen Whiskey A Go Go im Jahr 1966 wurde sogar von Bob Dylan besucht. Nur kurze Zeit später fand Otis Reddings Leben ein jähes Ende: Am 10. Dezember 1967 kam der Künstler bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Er wurde nur 26 Jahre alt.

Grateful Dead, Aretha Franklin, Marvin Gaye und Janis Joplin sind nur einige der prominenten Musiker*innen, die von Otis Redding beeinflusst wurden. Christian Tjaben widmete sich dem Musiker 2016 in seiner Sendung School Of Rock. Reddings Stück „Pain In My Heart” war im November 2018 ByteFM Track des Tages.



Otis Redding im Programm von ByteFM:

Zum 50. Todestag von Otis Redding

Von ByteFM Redaktion
(10.12.2017)
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Zum 50. Todestag von Otis Redding
Dass er eines Tages ein Flugzeug besitzen würde, hätte sich der Farmersjunge Otis Redding wahrscheinlich nicht in seinen kühnsten Träumen vorstellen können. Und doch stieg der 26-jährige Sänger und Songwriter am 10. Dezember 1967 in seine eigene Beechcraft H18 – und stürzte vom Himmel. Der Tag, an dem der Soul eines seiner größten Talente verlor, jährt sich nun zum 50. Mal. // Nach einigen Aufnahmen für das kurzlebige Label Confederate (darunter der Song „Shout Bamalama“, auf dem der kürzlich verstorbene „White Knight Of Soul“ Wayne Cochran Bass spielte) lernte Redding 1962 dann das Label kennen, mit dem er bis zu seinem Tod zusammenarbeiten sollte: Stax Records aus Memphis, Tennessee. Hier erschien sein selbstbewusstes Debüt „Pain Of My Heart“, der frühe Klassiker „Otis Blue: Otis Redding Sings Soul“ und eine seiner bekanntesten Singles: „Try A Little Tenderness“, ein sehnsüchtiges Stück Soul-Musik, das von Stanley Kubrick über John Hughes bis Kanye West und Jay-Z allerlei prominente Verehrer für sich beanspruchen konnte bzw. kann. 1967 nahm er einen weiteren wegweisenden Song auf: „(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay“, das Lied, in dem Redding die Langsamkeit neu entdeckte. Die rohe Energie von „Try A Little Tenderness“ war etwas anderem gewichen, einer kontemplativen Ruhe. Das Instrumental erinnerte mehr an Paul McCartneys Barock-Pop als an James Brown, mehr an Brian Wilson als an Sam Cooke. Es war gleichermaßen Working-Class-Lied und Kunst-Musik, die möglicherweise größte Leistung Otis Reddings. Zu diesem Zeitpunkt war er erst 26 Jahre alt, und man kann sich leider nur ausmalen, was für großartige Musik auf „(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay“ hätte folgen können. Denn Otis Redding stieg drei Tage nach der Aufnahme seines Meisterwerks in seine Beechcraft H18, und kam nicht mehr lebend auf den Boden zurück.

„Hard To Handle“: Zum 80. Geburtstag von Otis Redding

Von ByteFM Redaktion
(09.09.2021)
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„Hard To Handle“: Zum 80. Geburtstag von Otis Redding
Der Soul-Sänger Otis Redding wäre im September 2021 80 Jahre alt (Foto: WME) Unser Track des Tages „Hard To Handle“ war ein posthumer Hit für Otis Redding, der heute vor 80 Jahren geboren wurde. Als der Soul-Sänger 1967 starb, war er ein großer Star, auch im Mainstream. Der mehr Platten verkaufte als Frank Sinatra und Dean Martin zusammen. Er hatte das Jahr mit seiner größten Hit-Single zu Lebzeiten begonnen: „Try A Little Tenderness“. Auch sein Duett-Album „King & Queen“ mit Carla Thomas schaffte es in die Top 40. Er gehörte wie Sam Cooke zu einer neuen Generation afroamerikanischer Musiker*innen, die auch erfolgreiche Unternehmer*innen waren. Wie Cooke starb auch Otis Redding viel zu jung und auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Ende 1967 bestieg er bei schlechtem Wetter ein Flugzeug, dessen Absturz nur Ben Cauley überlebte, der Trompeter der Bar-Kays, Reddings Backing-Band. // Der US-amerikanische Soul-Sänger Otis Redding wurde am 9. September 1941 in Dawson, Georgia geboren und starb im Dezember 1967 bei einem Flugzeugabsturz. Anlässlich seines 80. Geburtstags ist Reddings Song „Hard To Handle“ heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Otis Redding – „Pain In My Heart“

Von ByteFM Redaktion
(10.11.2018)
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Otis Redding – „Pain In My Heart“
Otis Redding und Allen Toussaint // Allen Toussaint war einer der befähigsten und beschäftigsten Songwriter und Produzenten der 60er- und 70er-Jahre, der mit Songs wie „I Felt It Like That“ oder „Fortune Teller“ Hits für Acts wie The Rolling Stones, The Who oder The Dave Clark Five schrieb. Was nicht immer hieß, dass er angemessen ausgezahlt wurde: 1963 verarbeite Soul-Legende Otis Redding Toussaints Stück „Ruler Of My Heart“ in „Pain Of My Heart“ – ohne dabei den ursprünglichen Songwriter zu erwähnen. Toussaint gewann vor Gericht eine gute Summe Geld und die Welt gewann mit Reddings Version einen unverwüstlichen Soul-Klassiker.

Gute Vorsätze: „New Year’s Resolution“ von Otis Redding & Carla Thomas

Von ByteFM Redaktion
(31.12.2022)
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Gute Vorsätze: „New Year’s Resolution“ von Otis Redding & Carla Thomas
König und Königin des (Memphis-)Soul: Otis Redding und Carla Thomas (Fotos: WME, Stax Museum of American Soul Music) Gute Vorsätze fürs neue Jahr gibt es wie nur im Januar gültige Rabattcoupons für Fitnessstudios, sprich: ziemlich viele. Doch wenn die Königin und der König des (Memphis-)Soul ihre gemeinsamen Post-Silvester-Besserungspläne teilen, dann sollte man zuhören. So geschah es im Jahr 1968, in einem Duett von Carla Thomas und Otis Redding. „New Year’s Resolution“ hieß eine damalige B-Seite ihrer gemeinsamen Single „Lovey Dovey“, in der das von den beiden US-Soul-Ikonen gespielte Liebespaar seine guten Vorsätze in himmlische Musik verwandelt. // „New Year’s Resolution“, das Duett von Otis Redding und Carla Thomas, ist zum Jahresausklang unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

ByteFM Magazin

I Break Horses, slowthai, Smith & Mighty und Otis Redding

(11.05.2020 / 10:00 Uhr)
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Johnny('s) Heartbreak: Vom vermeintlichen Schwerenöter Johnny hatten Otis Redding und Arthur Alexander unterschiedliche Vorstellungen und unterschiedliche Songs. Wir hören uns das mal an.

Urban Landmusik

(12.02.2014 / 14:00 Uhr)
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Urban Landmusik
Also: Heute mit Musik, ist ja klar, mit Musik von Eric Church (Country) und Otis Redding (Soul). Was will man mehr? (Foto: Otis Redding | Warner Music Entertainment)

Zum 75. Geburtstag: Booker T. Jones in fünf Songs

Von ByteFM Redaktion
(12.11.2019)
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Zum 75. Geburtstag: Booker T. Jones in fünf Songs
Booker T. Jones als etwas anderes als ein Urgestein zu bezeichnen, grenzt an Untertreibung. Denn die unnachahmlich warmen Orgel-Töne des US-Amerikaners oszillieren durch einige der bekanntesten Songs des letzten Jahrhunderts. Unzählige MusikerInnen schworen auf den Sound seines Instruments und seiner Band The M.G.‘s. Von Otis Redding bis zu Bill Whiters, von Bob Dylan bis zu Willie Nelson, von The Roots bis zu Hozier. Von den Dutzenden Hits, die er für seine eigene Band (und für andere!) schrieb, ganz zu schweigen. // Otis Redding – „Try A Little Tenderness“ (1966) Mit The M.G.‘s ist Jones auf einigen der größten Hits des Stax-Labels zu hören. Dies beinhaltet auch die fast komplette Diskografie des „King Of Soul“, Otis Redding. In Songs wie „Try A Little Tenderness“ bildet Jones‘ Band den perfekten Kontrapunkt zu Reddings Stimme. Seine Orgel lamentiert in Harmonie mit Reddings Jauchzen. Jones und The M.G.‘s waren härter, treibender als ihre zeitgenössischen Konkurrenten (wie beispielsweise die Motown-Hausband The Funk Brothers) – und waren dennoch in der Lage, den Himmel aufzureißen.

School Of Rock

Zum 75. Geburtstag von Otis Redding

(28.08.2016 / 11:00 Uhr)
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Zum 75. Geburtstag des großen Otis Redding, der mit nur 26 Jahren verstarb, widmet ihm die School Of Rock eine Sendung.

taz.mixtape

Andreas Spechtl, Festival Transmusicales, Otis Redding, Poll

(15.12.2017 / 17:00 Uhr)
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Die Seele Amerikas retten. Matthias Klein würdigt den vor 50 Jahren bei einem Flugzeugabsturz verstorbenen Otis Redding. Mit seiner Bühnenpräsenz verkörperte er Soul und gewann die Herzen, besonders der Frauen.

School Of Rock

Carla Thomas

(22.08.2021 / 11:00 Uhr)
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School Of Rock - Carla Thomas
Die Musik auf ihren Platten wurde oft von denselben Musikern gespielt, die als Booker T. & The M.G.'s auch eine der wichtigsten Instrumentalgruppen der Popgeschichte wurden, und sie sang viele Stücke der Stax-hauseigenen Autoren wie Isaac Hayes & David Porter oder Steve Cropper, aber das Stax-Label ist ohne Carla Thomas nicht denkbar, die dem Label nicht nur 1960 mit ihrer Debüt-Single, einem Duett mit Vater Rufus, die R&B-Richtung gab, sondern auch als Pendant zu Label-Superstar Otis Redding die ethnisch durchmischte Familie der Südstaaten-Musik aus Memphis mitdefinierte. Eine School Of Rock zu Otis Redding gab es bereits zu dessen posthumen 75. Geburtstag vor ziemlich genau fünf Jahren, höchste Zeit für 60 Minuten mit Carla Thomas, die ihren 80. in zwei Jahren hoffentlich noch mitfeiern wird.

All Samples Cleared!?

Kings & Queens

(17.09.2011 / 12:00 Uhr)
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All Samples Cleared!? - Kings & Queens
Wobei: Den Titel "The King" beanspruchen auch andere Künstler, Otis Redding beispielsweise hat 1967 zusammen mit Carla Thomas ein Album mit dem Titel King & Queen veröffentlicht - zu sehen sind auf dem Cover Spielkarten, die Otis und Carla als King und Queen zeigen.

Das Draht

Alternativprogramm mit Birgit Reuther

(21.12.2014 / 13:00 Uhr)
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Gesungen unter anderem von Johnny Cash, Neil und Pegi Young, Valerie June, Otis Redding, The Impressions, Carla Thomas, Solomon Burke, Jacqueline Francois, Charles Trenet und Erdmöbel.

Rock-Ola

Soul-Class '68 Pt. 2

(17.09.2018 / 14:00 Uhr)
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Soul-Gents: Singles aus dem Sommer 1968 von Wilson Pickett, Otis Redding, R-Dean Taylor, Marvin Gaye, Arthur Conley u.a.

Rock-Ola

(12.05.2009 / 18:00 Uhr)
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Jimmy Ruffin, Keith, Billy Joel, Otis Redding, Bob Dylan,

The Heinrich Manoehver

(22.11.2010 / 22:00 Uhr)
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Im Heinrich Manoehver gibt es heute abend Soul der 60er-Jahre mit Otis Redding, Aretha Franklin, Marvin Gaye und anderen.

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick

(15.12.2012 / 15:00 Uhr)
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Dieses Mal mit Otis Redding, der 1967, also genau vor 45 Jahren im Alter von 26 Jahren verstarb und Mary Hansen, Sängerin von Stereolab, die vor 10 Jahren bei einem Fahrradunfall ums Leben kam. Dazu überraschte uns diese Woche der Tod von Ravi Shankar am Dienstag.

Queen-Gitarrist Brian May wird 70 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(18.07.2017)
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Queen-Gitarrist Brian May wird 70 Jahre alt
Erste musikalische Gehversuche startete Brian May mit einer Schülerband, die sich nach dem Roman von George Orwell 1984 nannten. 1984 orientierten sich unter anderem an Soul-Musiker Otis Redding und durften als Vorband für Jimi Hendrix am renommierten Imperial College in London spielen, an dem May kurz danach begann, Astrophysik zu studieren. Nachdem sich 1984 im Jahr 1968 aufgelöst hatten, gründete May zusammen mit Tim Staffell und Roger Taylor die Band Smile. Tim Staffell wiederum stellte später den Kontakt zum Kunststudenten Farrokh Bulsara her, der sich später Freddie Mercury nannte. Mit der Ersetzung von Staffel durch Bulsara änderten Smile ihren Namen zu Queen, einem Namen, in dem, wie Mercury später sagte, „a lot of theatre“ mitschwinge.


ByteFM Magazin

am Morgen mit Juliane Reil

(29.01.2016 / 10:00 Uhr)
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1972 soll das Debüt einer jungen Soulsängerin namens Bettye Lavette erscheinen. Obwohl die Sängerin begabt ist und z.B. Otis Redding als Tour-Support begleitet, wird das Album nicht veröffentlicht. Erst 40 Jahre später treffen die Aufnahmen auf die Ohren der Hörer und verhelfen der Musikerin zu spätem Ruhm. Wie ihre Musik klingt, hört Ihr heute im ByteFM Magazin.

Rock-Ola

(20.03.2009 / 21:00 Uhr)
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Nagelneue Soul-Singles aus den ersten 3 Monaten des Jahres 1964 u.a. von Otis Redding, Smokey Robinson & The Miracles, Marvin Gaye, The Temptations, The Impressions, Booker T. & The MGs, Bessie Banks u.a.

Was ist Musik

King – wo sind deine Leute heute?

(30.03.2008 / 20:00 Uhr)
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Weniger offen dagegen die historischen Vorbilder für Obamas Kampagne und für seine Schlüsselwörter. Obama spielt zwar an auf den großen MLK, aber er vermeidet den Eindruck, dass er der neue MLK werden könnte, das wäre zu schwarz. Vom radikaleren Malcolm X brauchen wir hier gar nicht erst zu reden. Die Rhetorik des Wandels, des Change, sie wäre auch nicht viel mehr als eine leere Floskel, gäbe es da nicht dieses Lied. Es heißt „A change is gonna come“ und ist tief eingegraben im amerikanischen Gedächtnis, also vor allem im afroamerikanischen Gedächtnis. Es wird einen Wechsel geben, A change is gonna come, das haben viele versprochen, Aretha Franklin wie Solomon Burke wie Otis Redding…aber keiner so feierlich und so überzeugend wie der Autor des Songs, Sam Cooke.

Idles – „Tangk“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(19.02.2024)
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Idles – „Tangk“ (Album der Woche)
Dass diese erfrischend euphorischen Texte nicht kitschig wirken, liegt am vom Godrich-Beats-Bowen-Triumvirat konstruierten Sound. Der bleibt im Verlauf von „Tangk“ immer überraschend, eine musikalische Kehrtwende folgt auf die nächste. Auf den romantischen Noise-Rock von „Gift Horse“ folgt der grimy Post-Punk von „Pop Pop Pop“ (mit der Zeile „Freudenfreude / Hot like fire“, Talbots hemmungslos optimistischer Variante auf Schadenfreude). Mit „Roy“ schießen Idles ihre Version einer Stax-Soul-Ballade hinterher, mit einem Sänger, der seine Reibeisenstimme in Richtung Otis Redding zieht – und dabei so frei singt wie noch nie. Die balladesken Streicher von „A Gospel“ gehen nahtlos über in die Disco-Geigen der Dance-Punk-Variation „Dancer“ (mit Genre-Expert*innen James Murphy und Nancy Whang von LCD Soundsystem an den Background-Vocals). Mit „Hall & Oates“ und „Gratitude“ gibt es nur zwei straighte Punk-Nummern, umringt von Experimenten wie dem Electro-Clash und Shoegaze mixenden „Grace“.

Tickets für Charles Bradley & His Extraordinaires

Von ByteFM Redaktion
(20.05.2014)
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Tickets für Charles Bradley & His Extraordinaires
Charles Bradley, „The Screaming Eagle Of Soul“, wird mit Soul-Größen wie James Brown, Otis Redding und James Carr verglichen. Ende Mai kommt er auf Deutschland-Tour.

ByteFM Magazin am Abend

Too Hard To Handle

(09.09.2021 / 21:00 Uhr)
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Heute unter anderem mit Musik zum 80. Geburtstag von Otis Redding so wie zum Todestag von Ronald Bell von Kool & The Gang, der im vergangenen Jahr im Alter von 68 Jahren gestorben ist.

Rock-Ola

Happy Go Lucky

(22.08.2023 / 12:00 Uhr)
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Nachdem in den letzten beiden Sendungen eher traurige Themen (Abschied, Trennung, Herzschmerz) im Vordergrund standen, muss unbedingt ein Ausgleich her. Die Songs der heutigen Sendung lassen sich mit happy go lucky überschreiben und sind von: Joni Mitchell, Joan Armatrading, Cliff Richard, Otis Redding uva.

Das Draht

Soul & Retro-Soul mit Heinrich Oehmsen

(17.02.2019 / 13:00 Uhr)
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Unter anderem mit Sharon Jones, Otis Redding und Aretha Franklin.

Das Draht

Älteres, Neueres, Aktuelles
mit Philipp Köhler

(13.07.2014 / 13:00 Uhr)
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Alte Musik von Otis Redding und Aretha Franklin, Neueres von Massive Attack und Mr. Scruff und Aktuelles von Jack White und Joe Henry.

Was ist Musik

Rick Hall Of Fame

(14.01.2018 / 19:00 Uhr)
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Muscle Shoals ist ein Dorf in Alabama, tief im Süden der USA. Hier erblüht in den Sechziger Jahren ein neuer Sound, ein schillernder Bastard aus Soul, Country und Rhythm & Blues. Über 75 Gold und Platin-Schallplatten entstehen in zwei Studios, darunter Klassiker von Aretha Franklin und Rod Stewart, von Otis Redding und Paul Simon.

Canteen

Tote und Untote
mit Christian Tjaben

(31.10.2011 / 12:00 Uhr)
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Mit Geistergeschichten, Kürbishöhlen und anderem von u.a. Beck, Darkstar, Martin Topley Bird, The Whitest Boy Alive, Otis Redding, Tom Waits, Timber Timbre und Glass Candy.

Was ist Musik

What is Soul today? Oder: Where do we go from here? Wie wohlfeil ist der Retro-Vorwurf?

(31.03.2013 / 20:00 Uhr)
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Natürlich hatte ich gelesen, dass Bradley, der Screaming Eagle Of Soul, seine Mutter mit acht zum ersten Mal gesehen hat, vom Vater keine Rede, dass er lange Zeit auf der Straße gelebt hat, Gewalt, Mißbrauch, miese Jobs, eine Schattenkarriere als James Brown-Impersonator. Um das Interview einer Radio-Station verkaufen zu können, muss ich ihn dazu bringen, mir von seinen hard times zu erzählen. Das tut er. Die Schutzmechanismen eines professionellen Interviews versagen, der fremde Mann am Telefon nimmt mich beim Wort und berichtet mit heiserer und – bilde ich mir das ein? – tränennaher Stimme aus einem troubled life, mehr als ich wissen will. Ob er an das Konzept des suffer for your art glaube, die Frage stand auf meinem Zettel und wirkt nach zwei Minuten Telefon so absurd wie die Fragen nach der Retrofalle, nach dem Warencharakter von Authentizität, nach dem Unterkomplexen des Daptone-Soul usw…Bradley spricht von Depressionen und von Gott und ich möchte ihn trösten, ihm sagen, was für ein toller Sänger er ist, statt ihm zu sagen, dass er bitte mehr Musik zur Zeit machen soll. Ob „Confusion“, der außergewöhnlichste Song des neuen Albums, bewußt an Mayfields „If there´s a hell below“ anknüpft? Die Frage verpufft, der troubled man am anderen Ende versteht mich nicht. Er ist Sänger, Soulsänger, ein „Victim of love“ möglicherweise, so heißt das neue Album, aber kein Player im Music Biz. Warum er Neil Youngs „Heart of Gold“ gecovert hat? „Tom gab mir den Song und ich liebte den Text.“ Tom ist Thomas Brenneck, Gitarrist der Dapkings, der Menahan Street Band und musikalischer Direktor des Unternehmens „die späte Karriere des Charles Bradley“. „Heart of Gold“ – der totgespielteste aller Young-Songs. „Tom wollte, dass ich ihn singe wie Young, aber das ging nicht. Ich habe ihn dann auf meine Weise gesungen.“ Das Resultat könnte sich mit dem, was Al Green aus „How can you mend a broken heart“ von den Bee Gees gemacht hat, messen, wären solche Vergleiche zeitlos. Sind sie nicht. Und wie ist Charles Bradley auf „Newermind“ gelandet, einem Nirvana-Tribute-Album? „Tom gab mir den Song, ich fand den Text so…suicidal, wollte das eigentlich nicht singen. Dann hat Tom mir erzählt, wer dieser Typ von Nirvana ist und was es mit seinem Leben auf sich hat, dann habe ich das gesungen.“ Nein, Bradley ist kein Player, seine Version von „Stay away“ klingt wie liebes- und lebenskranker Otis Redding 1967, nicht wie lebensmüder Cobain 93. Das Gegenwartshaltige an Dap-Tone und Charles Bradley könnte vielleicht darin bestehen, dass hier im Idiom einer als klassisch historisierten Formensprache an die gute und schlechte alte Ungleichzeitigkeit erinnert wird, also daran, dass Nischen und Subs abseits des Pop-Fortschrittsparadigmas existieren (müssen), in denen der Rückgriff auf Altes eine von ganz wenigen, wenn nicht die einzige Möglichkeit ist, das schlechte Neue zu ertragen. Oder, mit Bradley: „Where do we go from here?“


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