Steve Albini

Steve Albini Steve Albini hat u. a. bei Shellac und Big Black gespielt und Bands wie Nirvana und Pixies produziert (Foto: Foto: Freekorps at en.wikipedia, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)

Steve Albini (*22. Juli 1962 in Pasadena, Kalifornien, gestorben am 7. Mai 2024 in Chicago, Illinois) war ein US-amerikanischer Produzent, Toningenieur und Musiker. Er spielte in Gruppen wie Big Black, Rapeman und Flour und war ab 1992 Gitarrist und Sänger bei der Noise-Rock-Band Shellac. Als Produzent arbeitete er mit einer Vielzahl an namhaften Acts, darunter Nirvana, Pixies, The Jesus Lizard, PJ Harvey und The Breeders.

Im Bereich des Noise-Rock gibt es kaum einflussreichere Figuren als ihn: Als Gitarrist und Sänger war Steve Albini Mitglied mehrerer stilprägender Bands wie Big Black und Shellac. Darüber hinaus hat er zahlreiche Noise-Rock-Klassiker produziert. Die Bezeichnung „Produzent“ hat er dabei stets abgelehnt. Der Künstler selbst bevorzugte den Begriff „Sound-Ingenieur“. Albinis Werk lässt sich jedoch nicht auf das Noise-Rock-Genre beschränken. Von Grunge (z. B. Nirvana, Bush) über Post-Rock (Slint, Labradford) bis hin zu Country (Robbie Fulks, Scout Niblett) ist einiges dabei – wobei Albini, der gängigen Praxis zum Trotz, auf Tantiemen aus den Plattenverkäufen verzichtete. Ein Produzent ist seiner Ansicht nach kein Künstler, dessen Handschrift auf der fertigen Platte hörbar sein sollte. Vielmehr sollte seine Aufgabe darin bestehen, die Vorstellungen der Musiker*innen möglichst genau umzusetzen. Deshalb ließ sich Albini immer nach einem festen Tagessatz bezahlen. Geboren wurde der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln im kalifornischen Pasadena. Seine Familie zog oft um, bevor sie sich in Missoula, Montana niederließ. Dort entdeckte Albini Punk Rock für sich und spielte in der Folge in verschiedenen Bands. 1980 zog er nach Chicago, wo er Journalismus studierte und in der lokalen Punk-Szene Fuß fasste. 1981 gründete der Musiker Big Black, mit denen er zwei Alben veröffentlichte, bevor sich die Gruppe 1987 auflöste. Noch im selben Jahr rief er mit Mitgliedern von Scratch Acid und The Jesus Lizard das Noise-Rock-Trio Rapeman ins Leben, das bis 1989 existierte.

1992 entstand Steve Albinis langlebigstes Bandprojekt Shellac, dessen fünfte LP „Dude Incredible“ 2014 erschien. Seine Tätigkeit als Producer nahm er Mitte der 80er auf. Ab Beginn der 2010er-Jahre arbeitete Albini unter anderem mit Metz, Sunn O))), Ty Segall und Black Midi. Albini starb 2024 an den Folgen eines Herzinfarkts.

(Foto: Freekorps at en.wikipedia, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)



Steve Albini im Programm von ByteFM:

Steve Albini ist tot

Von ByteFM Redaktion
(08.05.2024)
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Steve Albini ist tot
Steve Albini prägte über viele Jahrzehnte den US-Indie- und Noise-Rock-Underground (Foto: Mixwiththemasters, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons) Steve Albini ist tot. Der US-amerikanische Musiker, Songwriter, Journalist und Sound-Ingenieur starb am 7. Mai 2024 an den Folgen eines Herzinfarktes. Er wurde nur 61 Jahre alt. Steve Albini wurde am 22. Juli 1962 in Pasadena, Kalifornien geboren. Er war einer der wichtigsten Architekten des Underground-Rock – einmal als Sänger und Gitarrist von stilprägenden Noise-Rock-Bands wie Big Black oder Shellac und des Weiteren als Produzent von Dutzenden Klassikern. Wobei Albini stets den Begriff „Produzent“ vermied, er bezeichnete sich selbst als Sound-Ingenieur. Charakteristisch für seine Studio-Arbeit war ein puristisches Arbeitsethos: Albini vermied es, in die Arbeit der Bands einzugreifen und ermöglichte ihnen stattdessen, ihren Live-Sound möglichst orginalgetreu einzufangen. Ein weiterer Fokus lag auf Dynamik. Legendär ist dabei der mächtige Schlagzeug-Sound seiner 90er-Jahre-Alben, nachzuhören auf LPs wie „Goat“ von The Jesus Lizard“ oder „Pod“, dem Debüt von The Breeders. // In Chicago betrieb Steve Albini sein eigenes Studio, das Electrical Audio. Neben seiner umtriebigen musikalischen Tätigkeiten war er unter anderem als Journalist tätig – und verfolgte eine ziemlich erfolgreiche Karriere als Poker-Spieler. Am 17. Mai 2024 soll mit „To All Trains“ das sechste Studioalbum seiner Band Shellac erscheinen. Am 18. Juli 2022 zollte ByteFM Moderator Marius Magaard Steve Albini in seiner Sendung Schraubenzieher Tribut, damals zu seinem 60. Geburtstag. Mitglieder unseres Fördervereins „Freunde von ByteFM“ können die Ausgabe in unserem Sendungsarchiv nachhören.

Schraubenzieher

R.i.p. Steve Albini: Produzent, Ingenieur, Architekt

(02.06.2024 / 22:00 Uhr)
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Schraubenzieher - R.i.p. Steve Albini: Produzent, Ingenieur, Architekt
Steve Albini wollte berühmterweise nie „Produzent“ genannt werden. Stattdessen präferierte der 1962 in Pasadena geborene Künstler, wenn er mit Musiker*innen in seinen Electric Audio Studios arbeitete, die Bezeichnung „Ingenieur“. Ein technischer Begriff ohne künstlerische Prätentionen. Das deckte sich mit seinem Arbeitsethos: Albini wollte Bands genauso so einfangen, wie sie live im Proberaum klangen. Ohne ihnen dazwischenzufunken. Paradoxerweise prägte dieser sich selbst gerne im Hintergrund stellende Mensch die alternative Musik-Welt so stark wie nur wenige. Wenn man sich seine schwindellerregende Diskografie anschaut, drängt sich ein anderer Begriff auf. Steve Albini war vielleicht kein „Produzent“, aber definitv mehr als nur ein „Ingeneur“: Einer der wichtigsten Architekten des Undergrounds.

Die 30 besten Noise-Rock-Alben aller Zeiten

Von ByteFM Redaktion
(20.05.2021)
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Die 30 besten Noise-Rock-Alben aller Zeiten
Als Produzent (oder Sound-Ingenieur, wie er sich selber stets bezeichnet) prägte Steve Albini so sehr wie wenige andere den Noise-Rock (wie der weitere Verlauf dieser Liste zeigen wird). Mit seiner eigenen Band Big Black schuf er das wohl vulgärste Album des Genres – schließlich heißt es auch „Songs About Fucking“. Obwohl Albini hier über Sex, Drugs und Tod singt, betreibt er keine Rock-’n’-Roll’sche Hedonismus-Glorifizierung. Big Black ließen solche Klischees wahrlich abstoßend wirken. Das liegt zum Großteil auch am extrem unrockigen Sound: Dieses Trio hatte keinen Schlagzeuger, sondern einen maximal aufgerissenen, betont unmenschlichen Drumcomputer. Ihre Gitarren klangen wie zerberstendes Glas. Zu diesem Album werden keine Pommesgabeln erhoben, sondern der Vorschlaghammer geschwungen. // „Goat“, die zweite LP von The Jesus Lizard, gilt zurecht als Noise-Rock-Klassiker und kommt dennoch größtenteils ohne Feedback-Attacken und Störgeräusche aus. Was dem Quartett aus Austin an Dissonanz und Lärm fehlt, macht es mit purer Manie wett. Gitarrist Duane Denison schleudert im Minutentakt genauso eingängige wie ultrafiese Melodien aus seinem Instrument. Sänger David Yow bellt wie ein verwundetes Tier. Und Produzent Steve Albini fängt diese Abfuck-Musik genauso ein, wie sie sein soll: roh, staubtrocken und unberechenbar. // Zwei Jahre nach „Goat“ von The Jesus Lizard produzierte Steve Albini einen weiteren Genre-Meilenstein: das zweite Album der sich künstlerisch stets wandelnden Musikerin PJ Harvey. Zu Beginn ihrer Karriere spielte die Britin mit ihrem Trio den kratzigsten Indie-Rock der 90er-Jahre – und nirgendwo klang der kratziger als auf „Rid Of Me“. Harveys zwischen Knurren und Heulen wechselnder Gesang ist das Zentrum dieses Sturms aus stolpernden Drums, waghalsigen Fretless-Bass-Attacken und Schleifpapier-Gitarren-Figuren. // „Mclusky Do Dallas“, das von Steve Albini produzierte, zweite Album von Mclusky, ist das beste Pop-Album des Noise-Rock. Die Refrains der Waliser zählen zum eingängigsten, was es in diesem Genre zu finden gibt, vom allmächtigen „And we are all going straight to hell“ in „To Hell With Good Intentions“ bis zum ultimativen Ohrwurm-Riff in „The World Loves Us And Is Our Bitch“. Ähnlich wie Big Black treiben Mclusky den klischeehaften Rock-’n’-Roll-Exzess auf eine satirische Spitze – mit genauso ekstatischen wie subversiven Ergebnissen.

Die Welt ist eine Scheibe

Der Geist von Steve Albini

(20.05.2025 / 21:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Der Geist von Steve Albini
Obwohl er selbst keine Hand angelegt hat, spielt Steve Albini eine gewisse Rolle auf dem Comeback-Album „The World Is Still Here And So Are We“ der walisischen Noise-Rock-Band Mclusky, auf dem neuen Album „If Mirror Breaks“ der niederländischen Art-Punk-Band The Ex und auch auf „Here We Go Crazy“, dem neuen Album von Ex-Hüsker-Dü-Mitglied Bob Mould.Als souveräne Post-Punk-Hitlieferanten erweisen sich die schwedischen Viagra Boys, ein klasse „Po$t-American“-Punk-Album liefern Dead Pioneers und Melvins treiben sich in ihrer Besetzung aus dem Jahr 1983 auf „Thunderball“ herum.

Verstärker

The End Of Radio: Steve Albini RIP

(22.05.2024 / 17:00 Uhr)
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Steve Albini (1962 - 2024).

Schraubenzieher

60 Jahre Steve Albini: Zum Geburtstag des Noise-Rock-Paten

(18.07.2022 / 22:00 Uhr)
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Schraubenzieher - 60 Jahre Steve Albini: Zum Geburtstag des Noise-Rock-Paten
Wenn man sich in irgendeiner Art und Weise mit dem Phänomen „Noise-Rock“ befassen möchte, dann führt an einem Menschen kein Weg vorbei: Steve Albini. Der US-Amerikaner ist einer der wichtigsten Architekten des Genres – einmal als Sänger und Gitarrist von stilprägenden Bands wie Big Black oder Shellac und des Weiteren als Produzent von Dutzenden Noise-Rock-Klassikern. Wobei Albini stets den Begriff „Produzent“ vermied – er bezeichnet sich selbst als Sound-Ingenieur.

taz.mixtape

Dua Lipa, Phill Niblock, Okean Elzy, Steve Albini, Pet Shop Boys, José Afonso

(10.05.2024 / 17:00 Uhr)
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Direkt in den Auspuff schauen. Schneidender Postpunkgitarrist (Big Black, Shellac), genialer Produzent (Pixies, Breeders, Nirvana, PJ Harvey). Steve Albini ist tot. Julian Weber schreibt den Nachruf auf einen kritischen Geist.

Hidden Tracks

Spare Snare (Dundee/Schottland)

(10.05.2023 / 22:00 Uhr)
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Jan Burnett gründete die Band 1991 und versuchte sich stylistisch an einer Art Lo-Fi-Version von Joy Division. Das machte die Band in den 90er-Jahren zu einer Lieblingsband von John Peel (inklusive drei Peel-Sessions). Seit 2018 arbeitet die Band eng mit Steve Albini zusammen. In dieser Woche erscheint das zwölfte Album der Band "The Brutal" (produziert von Steve Albini).

ByteFM Magazin am Abend

Albini

(10.05.2024 / 20:00 Uhr)
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Heute u.a. mit Musik, die der kürzlich gestorbenen US-Musiker und Tontechniker Steve Albini produziert hat.

Tickets für Candelilla

Von ByteFM Redaktion
(30.01.2013)
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Tickets für Candelilla
Letztes Jahr waren die vier Münchenerinnen von Candelilla bei Produzentenlegende Steve Albini in Chicago, um ihr Album „HeartMutter“ aufzunehmen, das diesen Februar erscheint. Candelilla und Albini, das passt; schließlich hatte der Produzent schon Bands wie die Pixies und Nirvana unter seinen Fittichen, deren Sound dem von Candelilla nicht unähnlich ist: Wuchtig, laut, wütend – und trotzdem melodiös.

Schraubenzieher

„In On The Kill Taker“ – Vom weißen Wal des Post-Hardcore

(08.03.2026 / 22:00 Uhr)
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Schraubenzieher - „In On The Kill Taker“ – Vom weißen Wal des Post-Hardcore
Es las sich stets wie ein match made in heaven: Auf der einen Seite Fugazi, eine der besten und kompromisslosesten Rock-Bands ihrer Generation – und auf der anderen Seite Steve Albini, einer der besten und kompromisslosesten Produzenten/Sound-Ingenieure seiner Generation. Im Jahr 1992 trafen beide in Albinis Electrical Audio Studio in Chicago aufeinander. Die Chemie stimmte, die Songs waren da, alle hatten einfach eine gute Zeit – und trotzdem entschlossen sich Fugazi und Albini kurze Zeit später, die Aufnahmen beiseite zu legen. Das Album, das 1993 als „In On The Kill Taker“ veröffentlicht wurde, wurde stattdessen in einem anderen Studio mit anderem Produzenten aufgenommen – und die Albini-Sessions blieben im Archiv versteckt.Für Menschen wie Moderator Marius Magaard, die mit dem etwas bräsigen, relativ drucklosen „In-On-The-Kill-Taker“-Sound nie so ganz d’accord waren, stellten diese Albini-Sessions den ominösen weißen Wal des Post-Hardcore dar. Man weiß, er ist irgendwo da draußen, er klingt wahrscheinlich groß und wir werden ihn nie fangen. Bis jetzt. Denn am 6. März 2026 stellten Fugazi plötzlich die Albini-Sessions ins Internet. Ganz offiziell, professionell gemastert. Und das nicht einfach so, sondern für einen guten Zweck, zugunsten der Letters Charity, einer Nonprofit-Organisation, die dem 2024 tragisch verstorbenem Albini sehr am Herzen lag. Und, was soll man sagen – sie klingen herrlich.Im Schraubenzieher machen wir heute den Direktvergleich zwischen beiden Versionen, lauschen bei der Gelegenheit ein paar anderen großen Tracks der großen Band Fugazi und graben außerdem nach den ersten Noise-Rock-Schätzen des jungen Jahres 2026. Es erwarten Euch: schranziger Post-Punk von Black Beach, Dada-Gitarrenzauberei von Si! Boom! Voilà und Pigfuck-Abfuck von Pigpen.Foto: Cover von „Albini Sessions (Benefit for Letters Charity)“ 

taz.mixtape

Troye Sivan, Garth Erasmus, Francoise Hardy, Shellac, Pashanim, Hamburger Schule

(14.06.2024 / 17:00 Uhr)
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Konsequente Klangmathematik. „To All Trains“ ist das letzte Album des US-Noiserock-Trios Shellac. Es trägt die Handschrift des verstorbenen Masterminds Steve Albini. Eine Review mit Abschiedsgruß von Benjamin Moldenhauer.

Schraubenzieher

Im Spinnenland – Ein mysteriöses Meisterwerk wird 30

(08.03.2021 / 23:00 Uhr)
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Schraubenzieher - Im Spinnenland – Ein mysteriöses Meisterwerk wird 30
Im März 1991 veröffentlichten vier Musiker ein Album namens „Spiderland“. Es war ihr zweites und ihr letztes. Die Menschen hinter dieser Musik waren blutjung, gerade einmal Anfang 20. Die Band gründeten sie als Teenager. Doch kurz nach der Veröffentlichung von „Spiderland“ verstreuten sie sich in alle Richtungen. Viel Aufmerksamkeit bekam dieser Schwanengesang nicht. Bis auf eine Rezension eines gewissen Steve Albini, der „Spiderland“ „10 out of 10 fucking stars“ gab. Der Name dieser Band war Slint.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Michael Hager

(22.02.2013 / 10:00 Uhr)
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Aber auch die Jungen und Aufstrebenden werden zu Gehör kommen. z.B. Candelilla, die ihr neues Album "Heart Mutter" mit Produzentenlegende Steve Albini aufgenommen haben, Trixie Whitley, Allen Stone u.v.m.

Die Welt ist eine Scheibe

(14.06.2011 / 20:00 Uhr)
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Strange Moosic – von den verpulten Herman Dune, den unermüdlichen Wave Pictures und Sons & Daughters. Die verschrobenen Finnen von 22 Pistepirkko fahren in einem limonengrünen Delorean vor, My Morning Jacket huldigen mit Chor dem Black Metal und Let´s Wrestle wünschen sich scheppernd einen Rockstar im Zimmer und lassen sich von Steve Albini produzieren. Produzentenhilfe dankbar angenommen haben auch Art Brut von Francis Black und die erstaunlich frisch klingenden Comet Gain von Edwyn Collins.

PJ Harvey – „Dry“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(11.12.2017)
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PJ Harvey – „Dry“ (Album der Woche)
Dies war dabei natürlich nur der Beginn von Harveys musikalischer Reise: Auf ihrem zweiten Album „Rid Of Me“ sollte sie mit Unterstützung des Noise-Paten Steve Albini noch deutlich dreckiger werden, bis sie sich mit „Uh Huh Her“ und „White Chalk“ in elektronische bzw. folkige Gefilde weiterentwickelte. Doch selten wirkt eine Künstlerin oder ein Künstler bereits auf dem Debüt so präsent und fokussiert wie PJ Harvey auf „Dry“: Im Alter von nur 22 Jahren hatte sie bereits mehr gesagt, als andere Menschen in ihrer ganzen Karriere.

Pixies: „Doolittle“ wird 30 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(17.04.2019)
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Pixies: „Doolittle“ wird 30 Jahre alt
1988, ein Jahr vor „Doolittle“, waren Pixies so weit entfernt von den Billboard-Charts, wie man nur hätte sein können. Mit „Surfer Rosa“ hatten Sänger und Texter Black Francis, Bassistin Kim Deal, Gitarrist Joey Santiago und Schlagzeuger David Lovering gerade ein hektisches, stellenweise brutales Debütalbum vorgelegt. Unter dem von Noise-Experte Steve Albini produziertem Dreck lauerten jedoch einige Pop-Perlen (allen voran ihr späterer Hit „Where Is My Mind?“) – die der Band wider Erwarten einen Deal mit dem Major-Label Elektra einbrachten. Im Nachhinein waren Pixies mit dem rohen Sound von „Surfer Rosa“ unzufrieden, der Nachfolger sollte glatter, poppiger werden. Gemeinsam mit ihrem neuen Produzenten Gil Norton betraten sie im Herbst das Studio, um das nächste Album auszubrüten.

Neuland

Neulando Calrissian

(22.11.2024 / 12:00 Uhr)
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Eine wunderbare Auswahl an Neuerscheinungen erreicht das wolkenstädtische Neuland: zum einen wäre da „Mahashmashana“ von Father John Misty – der fand nicht nur Gefallen an den lautmalerischen Vokalen im titelgebenden Sanskrit-Wort, sondern legt seinem neuen Album damit auch eine Feuer- und Neuanfangsthematik anbei. Musikalisch ähnlich gelagert präsentiert sich das neue Warhaus-Album „Karaoke Moon“. Für das Album hat Musiker Maarten Devoldere ganze 50 Songs geschrieben und zunächst wieder verworfen.Außerdem mit von der Partie: das erste Kim-Deal-Soloalbum unter ihrem eigenen Namen. Auf „Nobody Loves You More“ wird die ehemalige Pixies-Bassistin unter anderem von Steve Albini unterstützt, der dieses Jahr gestorben ist.Aus dem Fach der Neuen Neuen Deutschen Welle stechen diese Woche Alben von Salò und Gwen Dolyn hervor – letztere inklusive Heinz-Rudolf-Kunze-Cover. Und Anja Plaschg von Soap&Skin widmet gleich das gesamte Album „Torso“ eigenständigen Entwürfen bekannter Songs von z. B. David Bowie, The Velvet Underground oder auch Nina Simone.Weitere Alben kommen in dieser Woche von Michael Kiwanuka, Nilüfer Yanya, Ki!, Bibio und auch Songs aus unserem ByteFM Album der Woche von Warmduscher finden ihren Platz in der Sendung. 

Wellenlänge

Kim Deal: Wunderbar wunderlich

(02.12.2024 / 23:00 Uhr)
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Wellenlänge - Kim Deal: Wunderbar wunderlich
Als Bassistin der Pixies und Sängerin der Breeders prägte Kim Deal den Alternative-Rock der 90er-Jahre maßgeblich mit. Nun – mit 63 Jahren – veröffentlicht sie ihr Solo-Debütalbum: "Nobody Loves You More" ist ein wunderbar wunderliches Werk, geprägt von Dissonanz und Melancholie. Für das Album hat sie mit dem kürzlich gestorbenen Produzenten Steve Albini zusammengearbeitet. Weitere wichtige Musiker*innen aus ihrem Umfeld und einen Querschnitt durch ihre Diskografie gibt’s in dieser Ausgabe der Wellenlänge zu hören.

ByteFM Magazin

BC Camplight & Cloud Nothings zu Gast

(07.02.2019 / 15:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - BC Camplight & Cloud Nothings zu Gast
Bald stießen Joe Boyer, TJ „Juck“ Duke und Jayson Gerycz hinzu und ein Jahr darauf erschien das Debütalbum "Turning On", dem bereits wenige Monate später das zweite Album "Cloud Nothings" folgte. Der Sound des dritten Albums "Attack On Memory" wurde oft mit dem von Nirvana verglichen. Kein Zufall, heuerten Cloud Nothings doch tatsächlich den Nirvana-Produzenten Steve Albini als Produzenten des Albums an.

Hidden Tracks

Sparklehorse

(04.10.2023 / 22:00 Uhr)
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Gerade ist ein „neues“ Sparklehorse-Album erschienen ("Bird Machine"). Das sind Aufnahmen von Mark Linkous, die kurz vor seinem Suizid 2010 entstanden und jetzt nach 13 Jahren von seinem Bruder Matt freigegeben wurden. Fast alle Songs sind 2009 in Chicago unter Leitung von Steve Albini aufgenommen worden.

Neuland

mit Götz Adler

(19.09.2014 / 13:00 Uhr)
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Neben der Rückkehr des traditionell kantig gebauten Noiserock-Mutterschiffs „Shellac“ mit Skipper Steve Albini und dem unlängst von einem über London kreisenden Zeppelin angekündigten Return des Übervaters abstrakter elektronischer Musik mit dem generalüberholten Luxusboot „Aphex Twin“ sind auch die Shootingstars von 2012 mit dem mysteriösen Namen „Alt-J“ erneut am Start.

ByteFM Magazin am Abend

Romantic Images

(22.07.2022 / 20:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von Molly Burch, Steve Albini und Julia Jacklin.

„Things We Lost In The Fire“ von Low wird 20 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(22.01.2021)
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„Things We Lost In The Fire“ von Low wird 20 Jahre alt
„Things We Lost In The Fire“ klingt beim ersten Hören nicht wie eine Revolution. Die grundlegenden Slowcore-Elemente sind beim Opener „Sunflower“ allesamt intakt: Das langsame Tempo. Die die Magengrube zum Oszillieren bringende Schwermut. Die das Herz massierenden Gesangsharmonien. Bassist Zak Sallys minimale Tontupfer. Produzent (oder Sound-Ingenieur, wie er selber bevorzugt) Steve Albini versieht den Song mit einem knochentrockenen Sound, der die Leerstellen nur noch mehr betont. Doch dann, zur Mitte, ertönen Streicher. Ein Quartett zerschneidet den Klangraum, lässt für ein paar Sekunden die Zeit still stehen. Und dann: Ein Schrei. Und der Refrain beginnt erneut, plötzlich mit ganz neuer Energie. Low arbeiten hier sehr subtil, der Schrei ist kein Hardcore-Shout. Und dennoch ist ihre Musik so sehr in Bewegung wie noch nie zuvor.

Schnittstellen

(16.02.2012 / 22:00 Uhr)
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Schnittstellen
Die neueste Ausgabe der Schnittstellen präsentiert ein erstes Knalleralbum für 2012, die Lo-fi Indie-Rock Formation Cloud Nothings veröffentlicht in dieser Woche ihr drittes von Steve Albini produziertes Album "Attack on Memory"!

Die Welt ist eine Scheibe

Phonetics On And On

(18.02.2025 / 21:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Phonetics On And On
Mit Musik vom letzten Album, das Steve Albini aufnahm, nämlich „Wish Defense“ des aus Chicago stammenden Noise-Rock Trios Facs. Die Zukunft des Indie-Rocks ist weiblich, mag man auch denken, wenn man „Phonetics On And On“ hört, das zweite Album des aus drei jungen Frauen bestehenden Trios Horsegirl. Der maskierte Geist von Post-Punk ist zwischen den Noten sowohl auf dem Debütalbum der aus London stammenden Heartworms als auch auf dem dritten Album der irischen Band The Murder Capital zu finden, tritt aber auch jeweils deutlich in den Hintergrund. Abgerundet vom Psychedelic-Dreampop des gemeinsamen Lockdown-Projets All Seeing Dolls von Brian-Jonestown-Massacre-Impressario Anton Newcombe und der Sängerin und Musikerin Dot Allison (u. a. Sonic Cathedrals). 

18.01.-24.01.

Von ByteFM Redaktion
(18.01.2010)
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18.01.-24.01.
„Never change a winning team“: Auch für ihr neuestes Werk hat sich Scout Niblett wieder mit Produzent Steve Albini zusammen getan. Wie schon beim Vorgänger „This Fool Can Die Now“ wird Scouts eigenwillig-kauziger Gesang begleitet von Gitarren, die mal bluesig-verzerrt krachen oder nur zart gezupft „da sind“: alles zu seiner Zeit, alles reduziert auf´s Maximum. Songwriter-Kultur at it´s best!

Kim Deal – „Nobody Loves You More“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(25.11.2024)
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Kim Deal – „Nobody Loves You More“ (Album der Woche)
Bei aller Spielfreude fällt erst beim zweiten Hören auf, dass es sich hier um eine sehr tragische Songsammlung handelt. Der Tod wirft tiefe Schatten auf „Nobody Loves You More“: Deal verlor innerhalb eines Jahres beide ihrer Eltern sowie einen Onkel und eine Tante. Große Teile des Albums wurden von einer weiteren von Deal beeindruckten Ikone aufgenommen, Produzenten-Legende Steve Albini, der ebenfalls 2024 an einem Herzinfarkt starb. Der Songtitel „Are You Mine?“ ist eine Frage, die ihre an Alzheimer erkrankte Mutter immer wieder stellte. „Let me go / Where there’s no memory of you“, heißt es herzzerreißend weiter. Es ist mehr als nur ihre Lässigkeit, die Kim Deal zu einer Ikone macht. Sondern auch ihre Verletzlichkeit.

So Weit, So Gut

(19.05.2011 / 22:00 Uhr)
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So Weit, So Gut
Dagegen das neue Album von Let's Wrestle (Foto), “Nursing Home”, kommt ganz sicher diese Woche heraus. Für die Aufnahmen ist das Trio nach Chicago zu Steve Albini gefahren, der dem Album einen etwas härteren Sound verpasst hat, aber dieser neue Sound steht der Band sehr gut. Falls es die oft zitierte Hürde des zweiten Albums wirklich gibt, Let's Wrestle haben sie damit hervorragend gemeistert.

ByteFM Magazin

am Abend mit Michael Hager

(22.02.2013 / 19:00 Uhr)
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Im ByteFM Magazin am Abend beschäftigt sich Michael Hager mit storys untold von und über Schwergewichte wie die Beatles, Iggy Pop und Patti Smith. Aber auch die Jungen und Aufstrebenden werden zu Gehör kommen. z.B. Candelilla, die ihr neues Album "Heart Mutter" mit Produzentenlegende Steve Albini aufgenommen haben.


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