Arthur Russell

Arthur Russell Arthur Russell (Albumcover „Calling Out Of Context“)

Arthur Russell (geboren am 21. Mai 1951 in Oskaloosa, Iowa – 4. April 1992) war ein einflussreicher US-amerikanischer Cellist, Komponist, Sänger und Produzent, dessen Werk vor allem nach seinem Tod Beachtung gefunden hat. 

Arthur Russells Oeuvre umfasst Stile, die so divers sind wie Minimal Music, Disco, Electro-Pop, Dub und Country. Geboren und aufgewachsen ist er in Iowa, wo er bereits in jungen Jahren Cello- und Klavierunterricht bekam und seine eigenen Stücke komponierte. Danach zog es den Musiker für ein Studium der klassischen indischen Musik nach San Francisco. Während dieser Zeit lernte Russell den berühmten Beat-Poeten Allen Ginsberg kennen, dessen Performances er fortan häufig musikalisch begleitete. Mitte der 70er siedelte Russell nach New York City um, wo er bald in der Avantgarde-Musik-Szene Fuß fasste. Er wurde als Cellist, Sänger und Organist Teil der Gruppe The Flying Hearts, zu deren Mitgliedern auch der renommierte Percussionist David Van Tieghem – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Laurie Anderson, Brian Eno und David Byrne – sowie der ehemalige The-Modern-Lovers-Bassist Ernie Brooks zählten. Anfang der 80er fokussierte sich Russell zunehmend auf elektronische Tanzmusik. Seine Veröffentlichungen sollen trotz geringer medialer Aufmerksamkeit einen Beitrag zur Entstehung von Stilen wie Garage- und Chicago-House geleistet haben. Arthur Russel starb am 4. April 1992 im Alter von 40 Jahren an den Folgen einer HIV-Infektion. Im Laufe seines Lebens hat er zwar lediglich vier Studioalben veröffentlicht, aber mit renommierten Kolleg*innen wie Philip Glass, David Byrne und Peter Gordan kollaboriert.  

Das Arthur-Russel-Tribut-Album „Master Mix: Red Hot + Arthur Russell“, mit Beteiligung von unter anderem Robyn, Blood Orange, Sufjan Stevens und Devendra Banhart, war im Oktober 2014 ByteFM Album der Woche. Christa Herdering hat Arthur Russell eine Ausgabe ihrer Sendung Pharmacy gewidmet. 



Arthur Russell im Programm von ByteFM:

„Get Around To It“: Arthur Russell starb vor 30 Jahren

Von ByteFM Redaktion
(04.04.2022)
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„Get Around To It“: Arthur Russell starb vor 30 Jahren
Arthur Russell, der heute vor 30 Jahren gestorben ist, auf dem Cover seines Albums „Calling Out Of Context“ Der Song „Get Around To It“ ist unser Track des Tages zum 30. Todestag von Arthur Russell. Der US-amerikanische Musiker hat nie so richtig den Mainstream erreicht. Nicht zu Lebzeiten, und auch heute ist er wohl eher für Menschen eine Hausnummer, die sich viel mit Musik beschäftigen. Dabei war Russell seiner Zeit zwar nicht unbedingt voraus, aber doch immer cutting edge – und zwar in unterschiedlichen Genres. Doch die meisten seiner zahlreichen Aufnahmen erreichten erst Mitte der Nullerjahre überhaupt ein Publikum. Zu der Zeit begannen Labels wie Soul Jazz oder Audika, Russells Songs auf Compilations herauszubringen. Denn trotz seiner künstlerischen Energie und seines enormen Talents fiel es dem Cellisten, Komponisten, Sänger und Produzenten schwer, Projekte abzuschließen. Entsprechend veröffentlichte er bis zu seinem Tod im Jahr 1992 lediglich zwei Longplayer. Es waren nicht gerade seine zugänglichsten Werke, die Arthur Russell als Alben herausbrachte. Dem instrumentalen „Tower Of Meaning“ von 1983 ließ er drei Jahre später den avantgardistischen Songzyklus „World Of Echo“ folgen. Die New Yorker Kunstszene war für Russell eine Heimat geworden, aber nicht nur dort fühlte er sich wohl. Anfang der 70er zog der in Iowa geborene Künstler zunächst nach San Francisco, um bei dem indischen Komponisten Ali Akbar Khan zu studieren. Mitte des Jahrzehnts ließ er sich in New York nieder und wurde aktiver Teil der Disco-Szene. So aktiv gar, dass er House-Music-Tracks produzierte, bevor das Genre überhaupt einen Namen hatte. Aber seine posthume Diskografie umfasst auch wunderschöne Folk-Balladen, E-Musik und abseitige Hits, für die es auch Jahrzehnte später noch keine Kategorie gibt. Wie unseren Track des Tages. Der US-amerikanische Cellist, Komponist und Sänger Charles Arthur Russell Jr. wurde 1951 in Oskaloosa, Iowa geboren und starb am 4. April 1992 an den Folgen von HIV. Anlässlich seines 30. Todestages ist heute sein Stück „Get Around To It“ unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

Neue Arthur-Russell-Kompilation „Iowa Dream“ angekündigt

Von ByteFM Redaktion
(08.10.2019)
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Neue Arthur-Russell-Kompilation „Iowa Dream“ angekündigt
Arthur Russell Angetrieben von der Liebe zum Experiment verband der US-amerikanische Musiker Arthur Russell Avantgarde, Disco, Pop und Klassik. Dieser breite musikalische Horizont spiegelt sich auch in den KünstlerInnen wider, mit denen er zusammenarbeitete. So war unter ihnen zum Beispiel der Beat-Poet Allen Ginsberg, die Musiker Philip Glass und David Byrne sowie der DJ Nicky Siano. Trotz seiner klanglichen Vielfalt und seinem großen künstlerischen Output war der Cellist, Komponist und Musiker zu Lebzeiten eher im New Yorker Underground bekannt. Erst mit seinem Tod im Jahre 1992 zeigte sich nach und nach, welchen Schatz er der Musikwelt hinterlassen hat: mehrere hundert Tapes unveröffentlichter Musik und Lyrics. Seine Wieder- bzw. Neuentdeckung begann vor allem mit den 2004 posthum veröffentlichten Kompilationen „The World Of Arthur Russell“ und „Calling Out Of Context“. Seit dem haben sich Russells Kollegen Tom Lee und Steve Knutson der Veröffentlichtung seiner Musik verschrieben und dafür ein eigenes Label gegründet: Audika Records.

Pharmacy

Come To Life: Ein Abstecher in die Musik von Arthur Russell

(27.11.2019 / 17:00 Uhr)
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Der 1992 verstorbene Künstler Arthur Russell war ein musikalisches Chamäleon. Ob Avantgarde, elektronische Musik, Folk oder Pop – all diese Genres sind in seinem Repertoire zu finden. Dabei hatte er klassisches Cello gelernt und bereits als Jugendlicher erste Songs komponiert. // Geboren und aufgewachsen ist Arthur Russell in Iowa, im Mittleren Westen der USA. In den 70ern zog es ihn zuerst nach San Francisco, wo er indische Musik studierte, und dann nach New York, wo er die dortige Avantgarde-Szene und die frühe Disco-Ära mitprägte. Dieser Tage erscheint posthum ein Album mit bisher unveröffentlichten, frühen Songs von Arthur Russell: "Iowa Dream".

Album der Woche: "Master Mix: Red Hot + Arthur Russell"

Von ByteFM Redaktion
(20.10.2014)
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Das aktuelle Projekt will das 1992 verstorbene Multitalent Arthur Russell ehren. Dieser war besonders ab den späten 70er-Jahren ein wegweisender Musiker, Cellist, Pionier der elektronischen Tanzmusik. Seine musikalische Genreabdeckung reicht dabei von Klassik über Pop bis hin zu avantgardistischen Kompositionen. 26 dieser zeitlosen Stücke werden auf Master Mix: Red Hot + Arthur Russell von rund 20 zeitgenössischen Künstlern neu interpretiert. Ein gewagtes Unterfangen. // Neben diesen drei Musikern gibt es auch Tracks von Blood Orange, Sufjan Stevens oder Cults. Allen gemein ist die Bewunderung für den verstorbenen amerikanischen Künstler, der als Perfektionist galt und im Laufe der Zeit gerade einmal vier Studioalben veröffentlichte. Auf Grundlage dieser Bewunderung entsteht mit Master Mix: Red Hot + Arthur Russell ein Album, das sich vor dem Œuvre des Künstlers verneigt und ein Zeichen setzt: Auserlesene Musik zu genießen und gleichzeitig auch noch für einen wichtigen Zweck zu spenden, schließt sich nicht aus.

60minutes

Back to back! Arthur Russell & Kitsuné!

(08.11.2014 / 19:00 Uhr)
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Wieder hat das Team der Hilfsorganisation Red Hot Organization in NYC eine fabelhafte Compilation auf die Beine gestellt. Ein Tribute für den 1992 an AIDS verstorbenen Multikünstler Arthur Russell. Komponist, Cellist, Musiker und früher Dancefloor-Erforscher. Auf Master Mix: Red Hot + Arthur Russell wagen sich 20 Artists an Neuinterpretationen seiner Stücke.

Gewinnt eine CD- oder Vinyl-Ausgabe von Arthur Russells "Let's Go Swimming"

Von ByteFM Redaktion
(10.07.2012)
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Anlässlich des 20. Todesjahres des New Yorker Musikers Arthur Russell kommt der englische Journalist Tim Lawrence für drei Abende nach Deutschland, um sein Buch über Arthur Russell vorzustellen. Russells Einfluss auf die Entwicklung so unterschiedlicher Stile wie Minimal Music, Hip Hop, Folk, Pop und natürlich Disco war im New York der siebziger und achtziger Jahre mindestens ebenso groß wie sein Anteil an der Auflösung dieser Genregrenzen. // Wenn Ihr mehr über Arthur Russell erfahren wollt, solltet Ihr Tim Lawrences Lesungen keinesfalls verpassen. An den Terminen in Bremen und Hamburg wird außerdem die Dokumentation des New Yorker Regisseurs Matt Wolf über das Leben von Russell gezeigt.

In Takt

Dolce Vita

(11.01.2019 / 21:00 Uhr)
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Ansonsten heute: Ein Track von Peter Brodericks Arthur-Russell-Tribut-Album „Peter Broderick & Friends Play Arthur Russell“, das Ihr hier gratis runterladen könnt.

60minutes

(19.02.2011 / 19:00 Uhr)
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Arthur's Landing ist der Name eines Projekts und zugleich der Titel des Debütalbums. Arthur's Landing ist eine Hommage an den 1992 an AIDS verstorbenen New Yorker Musiker, Singer/Songwriter Arthur Russell. Er arbeitete u.a. zusammen mit Allen Ginsberg oder David Byrne. Russell war ein ausgezeichneter Cellist und landete den ein oder anderen Disco-Underground Hit, er war Teil der New Yorker Szene und machte sich einen Namen mit seiner Disco-Avantgarde und seinem Experimental-Pop. Der große Erfolg blieb allerdings aus, keine Zeit für mainstream. Trotzdem sind sein visionärer Sound, seine Ideen nach seinem Tod von diversen Künstlern aufgegriffen worden. Das Interesse an Arthur Russell ist stetig gestiegen und aktuell hat es sich das Projekt Arthur's Landing zur Aufgabe gemacht, die Songs von Russell neu zu interpretieren. Hinter dem Projekt stehen allesamt Freunde und musikalische Weggefährten von Russell, 8 Leute plus Gastmusiker. Und dieses Kollektiv bietet sehr fein-groovenden Disco-Folk-Afro-Pop Flair. Strut sei Dank!

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick

(25.10.2014 / 15:00 Uhr)
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Diese Woche unter anderem mit Peter Tosh, dem Geburtstag von Weird Al Yankovic, aktuellen Veranstaltungsterminen und natürlich dem aktuellen Album der Woche, genauer dem Arthur Russell Tribute-Album „Master Mix: Red Hot + Arthur Russell“.

Das Radiozimmer

(21.11.2010 / 09:00 Uhr)
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Kaum jemand hat sich so frei zwischen Avantgarde, Pop und Disco bewegt wie der amerikanische Musiker Arthur Russell. Er hat mit Größen seiner Zeit zusammen gearbeitet wie dem Beat-Poeten Allen Ginsberg, David Byrne von den Talking Heads oder dem Avantgarde-Komponisten Philip Glass. Russell starb 1992, mit knapp 41 Jahren, an den Folgen von Aids. Zu Lebzeiten kannte man ihn fast nur in Künstler- und Musikerkreisen. Anfang des Jahrtausends wurde Arthur Russell durch zwei Compilations einem breiteren Publikum bekannt. Das Radiozimmer nimmt sich 60 Minuten Zeit, um euch mit Leben und Werk dieses vielseitigen und faszinierenden Musikers vertraut zu machen.

Me Myself & Why

Bang On A Corn

(09.06.2015 / 22:00 Uhr)
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Am 9. Juni erscheint erneut eine CD mit Kompositionen und Klangexperimenten aus dem Nachlass des New Yorker Musikers Arthur Russell. Me Myself and Why stellt die neue CD vor und kontrastiert sie mit der aktuellen Veröffentlichung der ebenfalls aus New York stammenden Bang on a Can All-Stars, ein Ensemble aus Komponisten und Musikern, die sich 1992, in dem Jahr als Arthur Russell starb, formierten.

Kelly Lee Owens - „Kelly Lee Owens“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(20.03.2017)
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Die Arbeit mit ihm – Kelly Lee Owens lieh einigen Songs auf Averys Platte „Drone Logic“ ihre Stimme – half ihr, ihren individuellen musikalischen Ansatz herauszuarbeiten. „Kelly Lee Owens“ zeigt sie gleichsam als talentierte Songwriterin und als versierte Produzentin elektronischer Musik. Text und Gesang spielen bei Owens eine ebenso wichtige Rolle wie Bass und Beats. Äußerst gelassen bringt sie das Lyrische in die Dance-Musik. Auf eine ähnliche Weise wie Arthur Russell webt die Produzentin aus vielen atmosphärischen Schichten dichte und schwungvolle Tracks. Russell hat Owens auch einen Song gewidmet: „Arthur“ beginnt als schemenhaftes Klanggebilde zwischen Naturgeräuschen und Sirenengesang und entwickelt sich dann zu einem hypnotischen, basslastigen Dancefloor-Track.

Hidden Tracks

(24.03.2009 / 22:00 Uhr)
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Hidden Tracks
Das "Sleeping Bag" Label (mit dem Koalabär als Logo) von/mit Arthur Russell wird vorgestellt.

Neue Platten: Arthur's Landing - "Arthur's Landing"

Von sibille-heine
(03.02.2011)
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Wer? Hinter Arthur’s Landing verbirgt sich ein Musikerkollektiv, das sich aus befreundeten Musikern und Wegbegleitern Arthur Russells zusammensetzt und mit "Arthur's Landing" ihr Debütalbum vorlegt. Zur festen Besetzung der Band, die Arthur Russell Songs interpretiert, gehört u.a. Ernie Brooks, Steven Hall, Peter Zummo, als Gastmusiker bei Gigs kommen manchmal Größen wie Jerry Harrison von den Talking Heads hinzu. // Warum? Die Musiker hinter Arthur's Landing sind zusammen gekommen, um das Lebenswerk Arthur Russells nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und diesem den Tribut zu zollen, den es verdient. Der vielseitige Musiker, der 1992 an AIDS starb, hinterlässt Arthur's Landing nämlich ein facettenreiches Ausgangsmaterial, das sich stetig verändert hat und das sich von Folkore bis hin zu Disco ausdehnt. So sind die performten Songs zwar dem Die-hard-Russell Fan manchmal vielleicht etwas zu glatt oder einseitig interpretiert, weil sie eine lange Schaffensperiode abdecken, die von vielen Brüchen durchzogen ist. Den ganz individuellen Sound und die einzigartige Stimme des perfektionistischen Russell sucht man vergeblich, aber die interpretierten Songs sind sehr eingängig, grooven. Ergo macht das Album Spaß und ist eine würdige Statthalterschaft.

ByteFM Klassik

That's Us / Wild Combination

(28.06.2015 / 12:00 Uhr)
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Es gibt wohl nur ein prominentes Cello, auf das ein weißes Kaninchen gemalt war. Dieses Cello gehörte Arthur Russell, der es gern an den Gitarrenverstärker anschloss und es zwischen Minimal Music, Popzitaten und Disco-Beats balancierte.

Hidden Tracks

Telling Stories

(12.05.2021 / 22:00 Uhr)
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Hidden Tracks - Telling Stories
Anekdoten zum vergessenen Album von The Necessaries (Event Horizon) aus dem Jahr 1982. Damals mit in der Band: Arthur Russell!

ByteFM Mixtape

TAZ

(11.04.2008 / 17:00 Uhr)
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ByteFM Mixtape - TAZ
Am Beispiel von Kelley Polar, einem Houseproduzenten aus New York. Dessen Musik vertont auf das schönste den Wunsch, mehr als ein Leben haben zu wollen, weil eines für all die Begabungen schlicht nicht ausreicht. Außerdem dabei: der Disco-Solitär Arthur Russell, über den gerade ein Dokumentarfilm durch die Programmkinos wandert.

Bibi Club – „Feu de Garde“ (Rezension)

Von Henning Tudor-Kasbohm
(10.05.2024)
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Bibi Club – „Feu de Garde“ (Rezension)
Sind Bibi Club nun also zu nett, um toll zu sein? Zum Glück kann man das ganz klar verneinen. Selbst wenn man der französischen Sprache, in der die meisten Texte sind, nicht mächtig ist, ist die Melancholie offenkundig, die die positiven Vibes unterspült. Allein schon die Einflüsse von Adèle Trottier-Rivard und Nicolas Basque deuten an, dass man die Frühlingssonne zwar mit aufrichtiger Freude begrüßt, ohne aber die Schatten, die sie bringt, zu ignorieren. Die erkennbaren Vorbilder stammen aus der erweiterten Mitt- bis Spät-70er-No-Wave-Szene in New York. Arthur Russell etwa, Talking Heads und – deutlicher denn je – Suicide. Doch dass man die Schattenseiten kennt, heißt auch nicht, dass man sie immer ins Zentrum rücken muss.

taz.mixtape

Gudrun Gut, Bonnie Prince Billy, Ariana Grande, Manchester, Kelly Lee Owens, Thurston Moore

(26.05.2017 / 17:00 Uhr)
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Schulchor, Radiohören, Polyrhythmik, Björk, Arthur Russell. Lorina Speder skizziert, wie sich die in Wales aufgewachsene Londoner Produzentin und Sängerin Kelly Lee Owens zu einer Überraschung der Electro Szene entwickelte.

Bordermusic

I Feel So Wrong!

(11.12.2017 / 21:00 Uhr)
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Bordermusic - I Feel So Wrong!
Nach dem Motto "We Are The Rest, Fuck The Best!" gibt es heute eine kleine Resterampe bei Bordermusic: All die tollen Alben aus diesem Jahr, die bis dato noch keinen Platz in der Sendung gefunden haben, werden heute noch aufgelegt und gewürdigt. Es gibt aber auch einfach so viel Musik, Music from the Future and Music from the Past und dann auch vonne Gegenwart. Da wirste meschugge. Dazu gibt es auch noch ein paar bemerkenswerte Wiederentdeckungen: der junge Arthur Russell und seine New Wave Band, der Sound der peruanischen Anden, die großartige Jackie Shane und belgisch-kongolesischer Future-Afrolectric. Damn!

Play By Play

Reissues 2017

(23.12.2017 / 12:00 Uhr)
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Mit dabei: Jackie Shane, Arthur Russell, Fela Kuti, Ron Trent, "Afro-Centric Visions In The Age Of Black Power" und "Tropical Drums Of Deutschland".

Golden Glades

Sonderlinge

(10.06.2015 / 20:00 Uhr)
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Die Position des Sonderlings kann in der Musik ganz unterschiedliche Dinge bedeuten, vom autodidaktischen Geheimwissen über den visionären Entwurf bis hin zur rein geographischen Abgeschiedenheit. Wir hören uns das näher an, z.B. bei Jad Fair, Jim O’Rourke und Arthur Russell.

60minutes

(03.09.2011 / 19:00 Uhr)
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von Arthur Russell, Andreya Triana, Junip und Entdeckungen wie Rachel Sweet warten da. Erstklassig, nicht

Was ist Musik

Get Happy!? mit Frank Castenholz

(30.12.2012 / 20:00 Uhr)
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Frank Castenholz ist einer der Gründer von Get Happy!? und stellt das Heft in der heutigen Ausgabe von Was ist Musik vor. Und er bringt die passende Musik dazu mit. Darunter 7-Inch-Singles von Kevin Bewersdorf, Mercy Blues oder Jackie Shane, Songs von verdienten Toten wie Arthur Russell, Frank Sinatra und Terry Callier sowie „Freude schöner Götter Funken“ im Van Dyke Parks-Treatment.

Was ist Musik

(06.06.2010 / 20:00 Uhr)
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Starring: Die Vögel, Art Ensemble Of Chicago, Richard Tauber, Arthur Russell, Antonelli Electr., Prefab Sprout, Can…

Was ist Musik

We had a dream – von King zu Bling mit SPEX

(30.06.2013 / 20:00 Uhr)
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So spricht Martin Luther King, „moral leader of our nation“, beim Marsch auf Washington am 28. August 1963 vor 250.000 Leuten. Keine politische Rede wird in der populären Musik der vergangenen fünfzig Jahre häufiger zitiert oder gesamplet. Fünf Jahre später wird der Prophet des gewaltfreien Widerstands ermordet. SPEX nimmt das Jubiläum zum Anlaß für einen Heft-Schwerpunkt, „Von King zu Bling“. Steven Lee Beeber, Autor von „The Heebie Jeebies im CBGBs“ über Punk & Judentum in New York, reist nach Monticello, zur Plantage von Thomas Jefferson. Der einstige – weiße - Präsident verfaßte im Wesentlichen die amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Und zeugte mit einer seiner – schwarzen – Sklavinnen mehrere Kinder. „Es wird in Europa im Moment ein neues Kapitel in der alten Black Atlantic-Konstellation geschrieben“, sagt Paul Gilroy im Interview mit Pascal Jurt. Des weiteren schwärmt der Autor von „The Black Atlantic – Modernity And Double Consciousness“ vom Night Slugs Label und trauert um Sly Stone. Jan Wehn lästert über den Größenwahn von Kanye West, verweist aber auch auf seine Verdienste und die starken Seiten von „Yeezus“, doch, die gibt es. Sonja Eismann schreibt eine Songtextkritik zu „Q.U.E.E.N.“ von Janelle Monae & Erykah Badu. „Julius Eastman, ein afroamerikanischer Komponist im New York der 70er-Jahre, war ein Getriebener. Ein Transgressiver, ein Mad King, der in schwarzem Leder über dem Nachtreich seines eigenen Lebens thronte.“ So beginnt Tim Tetzners Porträt eines „zu Unrecht Vergessenen“, es endet bei Arthur Russell und Patti Smith. „Fight The Power“ ist Public Enemys Hit in Spike Lees „Do The Right Thing“, Robert Defcon erinnert an den Film. Komplett wird der Themenschwerpunkt mit Tino Hanekamps Hommage an Angela Davis und Bobby Seale, die wiederum mit der Selbstabschaffung des Autors endet.

Was ist Musik

Im Bett mit Antony

(09.11.2008 / 20:00 Uhr)
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Starring: Nina Simone, Marc & The Mambas, Björk, Joan As Police Woman, Frankie Goes To Hollywood, Arthur Russell, Rufus Wainwright, Ezekiel Honig, Velvet Underground, Coco Rosie...

ByteFM Klassik

Hello Cello

(17.05.2020 / 12:00 Uhr)
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Mit dabei: Charles Curtis, Tomeka Reed, Pablo Casals, Louise Bock, Arthur Russell und Matt Haimovitz.

taz.mixtape

(29.05.2015 / 17:00 Uhr)
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Die Gegenwart der Avantgarde – Christian Werthschulte würdigt das visionäre Werk des New Yorker Cellisten und Left Field Disco-Produzenten Arthur Russell, dessen „Instrumentals“ posthum aufgeführt werden

ByteFM Magazin

mit Marie Heidenreich

(20.10.2014 / 15:00 Uhr)
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Marie Heidenreich stellt euch unser neues Album der Woche vor. Dazu haben in dieser Woche die Compilation „Master Mix: Red Hot + Arthur Russell“ gekürt. Die komplette Rezension dazu könnt ihr hier lesen.