Dave Okumu

Dave Okumu Dave Okumu ist ein Londoner Jazz- und Avantgarde-Musiker (Foto: Nicolas Premier)

Dave Okumu ist ein Musiker, Produzent, Sänger und Songwriter aus London. Seine musikalische Karriere startete 2006 als Teil des Art-Rock-Trios The Invisible, im folgenden Jahrzehnt machte er sich einen Namen als renommierter Sessionmusiker.

Vor der Gründung von The Invisible gehörte Davie Okumu zum Umfeld des britischen Avantgarde-Künstlers Matthew Herbert. Selbiger ermutigte ihn Mitte der Nullerjahre, seine eigene Musik zu veröffentlichen. 2009 erschien die selbstbetitelte Debüt-LP von The Invisible, die direkt für den renommierten Mercury Prize nominiert wurde. Kurze Zeit später begann auch Okumus Laufbahn als Studiokünstler: 2012 produzierte er das Debütalbum von Jessie Ware („Devotion“). Außerdem arbeitete er unter anderem mit Anna Calvi, St. Vincent und Amy Winehouse zusammen.

2021 veröffentlichte er „The Solution Is Restless“, eine gemeinsame LP mit Joan As Police Woman und der Afrobeat-Legende Tony Allen. Im gleichen Jahr erschien auch sein Solodebüt, das Improvisationen des Jazz-Pianisten Duval Timothy samplende Instrumental-Album „Knopperz“. 2023 folgte seine zweite Soloarbeit „I Came From Love“, unter dem „Bandnamen“ Dave Okumu & The 7 Generations. Auf dieser LP sind Gäste wie sowohl alteingesessene Acts wie Grace Jones als auch junge R&B/HipHop-Acts wie Kwabs, Eska oder Wesley Joseph zu hören.



Dave Okumu im Programm von ByteFM:

Dave Okumu & The 7 Generations – „I Came From Love“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(17.04.2023)
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Dave Okumu & The 7 Generations – „I Came From Love“ (Album der Woche)
Dave Okumu & The 7 Generations – „I Came From Love“ (Transgressive Records) // Balls schrecklicher Finanztipp eröffnet „I Came From Love“, das neue Album von Dave Okumu. Er wird von der schweren Stimme von Grace Jones vorgetragen, begleitet von einem wortlos lamentierenden Chor. Elias Ball ist aber nicht der Fokus von Okumus Narrativ. Stattdessen geht es dem in Wien geborenen Sohn kenianischer Eltern um eine von Balls „Investitionen“: Priscilla, ein Mädchen, das 1756 im Alter von zehn Jahren von Ball erworben wurde (Kinder waren seinen Memoiren nach ein besonders lukratives „Long-Time-Investment“ ...). Im 18. Jahrhundert starben mindestens ein Drittel der versklavten Menschen South Carolinas im ersten Jahr nach ihrem „Kauf“. Doch Priscilla bildete eine Ausnahme. Sie überlebte. Und trug ihre Geschichte durch die Generationen weiter. Priscillas Geschichte ist nicht die einzige auf „I Came From Love“. An anderer Stelle thematisiert Okumu einen Brand in New Cross, Süd-London, bei dem 1981 13 Schwarze Teenager starben. Es geht Okumu auf seinem zweiten Soloalbum um mehr als „nur“ ein einzelnes Schicksal. Es geht um ein Generationen übergreifendes Trauma. Wobei das Wort „Soloalbum“ für „I Came From Love“ nicht so richtig greift. Das Konzept des Alleingangs scheint auch nicht in der Natur von Dave Okumu zu liegen. Seine musikalische Karriere begann in den Nullerjahren in London, als Sänger und Gitarrist des Art-Rock-Trios The Invisible – und mündete schnell in eine Laufbahn als Sessionmusiker und Produzent. Die Liste an Acts, die auf Okumus diverse Studio- und Instrumental-Skills zurückgreifen, ist lang; sie reicht von Jessie Ware über Matthew Herbert bis zu St. Vincent und Amy Winehouse. Erst 2021 veröffentlichte er eine gemeinsame LP mit Joan As Police Woman und der Afrobeat-Legende Tony Allen. Im selben Jahr erschien sein eigentliches Solodebüt, das Instrumental-Album „Knopperz“. Und selbst das war eine indirekte Zusammenarbeit: Eine samplingbasierte Variation auf eine LP des Jazz-Pianisten Duval Timothy. Es handelt sich bei Okumu um einen geborenen Team-Player. // So sagt er es auch selbst: Okumu schöpft seine Kreativität nicht aus introspektivem Einzelgängertum, sondern aus dem chaotischen Trubel, der entsteht, wenn zu viele Menschen in einem Raum gleichzeitig werkeln und denken. Und genauso arbeitete er auch für sein neuestes Werk. Es handelt sich hier um ein fluide zwischen Genres und Besetzungen wechselndes Gesamtkunstwerk. Das Album ist in vier Akte unterteilt, die allesamt auch an einen jeweiligen Kurzfilm von Regisseur Nicolas Premier gekoppelt sind. Auf dem Cover von „I Came From Love“ steht Dave Okumu & The 7 Generations, wobei letzteres für keine feste Band steht. Stattdessen hat er eine beeindruckende Riege an Gast-Musiker*innen versammelt. Junge UK-Acts wie Soul-Künstler Kwabs, Sängerin Eska oder R&B/HipHop-Multitalent Wesley Joseph sind auf vielen der Tracks zu hören. Das rhythmische Fundament der LP wurde von Sons-Of-Kemet- und The-Smile-Drummer Tom Skinner beigesteuert.

„The Solution Is Restless“: Joan As Police Woman kündigt neues Album an

Von ByteFM Redaktion
(14.07.2021)
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„The Solution Is Restless“: Joan As Police Woman kündigt neues Album an
Für den Song „Take Me To Your Leader“ hat sich Joan Wasser alias Joan As Police Woman Unterstützung von Tony Allen und Dave Okumu geholt // „Damon Albarn hat mich im März 2019 während der Africa-Express-Veranstaltung ‚The Circus‘ mit Afrobeat-Legende Tony Allen bekanntgemacht und da ging‘s los“, beschreibt Joan Wasser den Beginn der Zusammenarbeit. „Tony und ich spielten zusammen eine Version von Nina Simones ‚I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free‘ und beschlossen, miteinander aufzunehmen. Ich habe meinen alten Freund und begnadeten Musiker Dave Okumu gefragt, ob er von London aus dazukommen könne und in jenem November improvisierten wir die ganze Nacht in einem Pariser Studio.“ // „The Solution Is Restless“, das neue Album von Joan As Police Woman, Tony Allen und Dave Okumu, erscheint am 5. November 2021 bei PIAS. Hört und seht Euch hier die erste Single „Take Me To Your Leader“ an:

Alben des Jahres 2021

Von ByteFM Redaktion
(17.12.2021)
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Alben des Jahres 2021
Joan As Police Woman, Tony Allen & Dave Okumu – „The Solution Is Restless“ // Joan As Police Woman, Tony Allen & Dave Okumu – „The Solution Is Restless“

Mixtape der Hörer*innen

Generationen

(20.04.2023 / 19:00 Uhr)
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Mixtape der Hörer*innen - Generationen
Bereits der Titel unseres Albums der Woche, „I Came From Love“ von Dave Okumu & The 7 Generations, macht klar, worum es geht: Herkunft, Abstammung und historisches Erbe. Themen, die im Konzept der Platte insbesondere in Bezug auf Sklaverei und Unterdrückung Schwarzer Stimmen und Geschichte eine Rolle spielen. Okumu gräbt dabei tief in der Geschichte und spannt den Bogen über die Gegenwart hin zur Frage nach dem Wohin und einer besseren Zukunft. Für das Mixtape der Hörer*innen in dieser Woche möchten wir deshalb von Euch erfahren: Welche Songs fallen Euch zum Thema „Generationen“ ein?

Orbit

Voice Notes

(09.03.2023 / 23:00 Uhr)
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Orbit - Voice Notes
Von dieser Methode macht auch Yazmin Lacey oft Gebrauch. Nach den „Black Moon“ (2017), „When The Sun Dips 90 Degrees“ (2018) und „Morning Matters“ (2020) hat die talentierte britische Singer-Songwriterin am 3. März ihren ersten Longplayer veröffentlicht. Von Dave Okumu produziert klingt „Voice Notes“ dem Titel entsprechend angenehm unpoliert, indem auch Risse in der Stimme hörbar bleiben. Ein großartiges Neo-Soul-Album, das in dieser Sendung auf die künstlerische Verwendung von Sprachnotizen in der Musik von Christina Aguilera, Yaya Bey, Awfultune, Frank Ocean, Kendrick Lamar und Mac Miller trifft.  

Neuland

Glücksgriffe, Cartoon-Kreaturen und eine Mogelpackung

(21.04.2023 / 12:00 Uhr)
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Außerdem neue Musik von Nick Waterhouse, The New Pornographers, Everything But The Girl, A Certain Ratio und eine ausführliche Vorstellung von „I Came From Love”, unserem Album der Woche von Dave Okumu & The 7 Generations.

taz.mixtape

Joan As Police Woman, Lana Del Rey, Aretha Franklin, Die Notenbank, Duos, M-Dokumente

(26.11.2021 / 17:00 Uhr)
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Die Magie des Augenblicks. Joan As Police Woman spielt mit Dave Okumu und Tony Allen (r.i.p.) die Session „The Solution Is Restless“ ein. In Pandemiezeiten sollten wir von einem Dinner Date zum nächsten denken! Rät Stephanie Grimm.

ByteFM Groovebox

Der musikalische Kompass dreht Pirouetten

(26.01.2014 / 18:00 Uhr)
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Rosie Lowe ist gerade mit einer ersten EP vorstellig, da wird sie in UK schon förmlich durch die Decke gelobt. Verständlich. Avantgarde-Soul, Folkflair und Electronica, produziert von Kwes & Dave Okumu und dazu ein Stimmenklang, der verzückt.

60minutes

Es gibt so viele großartige Kunst da draußen …

(04.02.2023 / 19:00 Uhr)
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Neues auch von Dave Okumu, der seinem neuen Projekt den Zusatz „7 Generations“ gegeben hat und sein musikalisches Schaffen

60minutes

Joan, José, Damon and others

(20.11.2021 / 19:00 Uhr)
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José González ist mit seinem neuen Album „Local Valley“ wieder einmal ein Glanzpunkt gelungen. Joan As Police Woman hat mit Dave Okumu und Tony Allen ein Album der Güteklasse „Best“ geschaffen, „The Solution Is Restless“. Damon Albarn kreist erneut durch seinen Musikkosmos und lässt seinen Fantasien und Visionen freien Lauf. Dazu gesellen sich Midlake, Animal Collective, Stranded Horse, Beirut.

Alben des Jahres 2023

Von ByteFM Redaktion
(15.12.2023)
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Alben des Jahres 2023
Dave Okumu & The 7 Generations – „I Came From Love“

60minutes

Advent, Advent, ein Beat

(27.11.2021 / 19:00 Uhr)
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Kalabrese aus Zürich lässt es rumpeln. Nach vielen Zusammenarbeiten u. a. mit Matthew Herbert, Amy Winehouse, St. Vincent oder als Gitarrist und Sänger der Band The Invisible, hat der großartige Dave Okumu sein Debütalbum "Knopperz" auf die Beine gestellt, great!

Songs des Jahres 2021

Von ByteFM Redaktion
(15.12.2021)
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Songs des Jahres 2021
Joan As Police Woman With Tony Allen And Dave Okumu – „A Barbarian“

60minutes

Groovetober again

(30.10.2021 / 19:00 Uhr)
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Anushka, Moonchild Sanelly und Jeremy Black sind dabei. George Evelyn aka Nightmares On Wax schickt von Ibiza good vibes rüber. Das Projekt Aurora Dee Raynes aus dem Norden Londons baut Spannung zum kommenden Album auf. Joan As Police Woman bespielt in der Zusammenarbeit mit Dave Okumu und dem im letzten Jahr gegangenen Tony Allen ganz neue Felder.

Ausgearbeitete Skizze: „Jasmine“ von Arlo Parks

Von ByteFM Redaktion
(14.11.2023)
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Ausgearbeitete Skizze: „Jasmine“ von Arlo Parks
Ebenfalls auf einem fragmentarischen Original fußt unser heutiger Track des Tages. Allerdings war das bei seinem Urheber Jai Paul nur bedingt kreativer Vorsatz. Vielmehr war es wohl eher eine Verkürzung des Elends. Denn ganz in die Tonne treten wollte Paul sein Debütalbum nicht, als es 2013 vor Fertigstellung ins Internet gelangt war. Aber da ihn das Datenleck vom Alternative-R&B-Heilsbringer in spe zu jemandem degradiert hatte, dessen halbfertiges Album die halbe Welt kannt, beließ er es im Leak-Zustand. Doch schon Pauls Demoversion unseres Tracks des Tages habe sie „immer tief bewegt“, sagt Arlo Parks. „Für mich ist es ein schattenhaftes, zeitloses und unglaublich tiefgründiges Liebeslied. Ich wollte wirklich die Sehnsucht des Textes herausarbeiten und einem Künstler huldigen, der einen seismischen Einfluss auf mich und die Kultur hatte. Jai Pauls Segen zu erhalten, um dieses Cover mit Dave Okumu zu erschaffen, war einer der Höhepunkte meiner bisherigen kreativen Reise.“

Die Welt ist eine Scheibe

Creatures Of The Late Afternoon

(25.04.2023 / 21:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Creatures Of The Late Afternoon
Jazz is in the air auf neuen Scheiben von Alfa Mist, Gogo Penguin und dem Rob Mazurek Exploding Star Orchestra. Eine Brise HipHop weht dank Little Simz,, El Michels Affair und Rapper Black Thought von The Roots sowie dem kanadischen Turntableartist Kid Koala. Originell und außergewöhnlich geht´s zu bei Skinny Pelembe, Dave Okumu & The 7 Generations und Lonnie Holley. 

The Invisible (Ticket-Verlosung)

Von ByteFM Redaktion
(07.09.2016)
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The Invisible (Ticket-Verlosung)
Dass das Modell „offene Beziehung“ funktionieren kann, beweisen Dave Okumu, Tom Herbert und Leo Taylor seit vielen Jahren: Die Londoner, die sich seit ihrer Jugend kennen, begegneten sich immer mal wieder beim gemeinsamen Jammen oder unterstützten sich gegenseitig bei diversen Bandprojekten. Irgendwann waren sie ein derart eingespieltes Team, dass Matthew Herbert sie als Musiker auf seiner Tour dabeihaben wollte. Dieser wiederum war ganz heiß darauf, ein Soloalbum von Dave zu produzieren, um es dann auf seinem Label Accidental zu veröffentlichen. Während sich andere Musiker für dieses Angebot wohl mindestens einen Finger abhacken würden, lehnte Dave allerdings ab und beschloss stattdessen, mit seinen langjährigen Freunden eine Band zu gründen – The Invisible war geboren.

„Control“: Tatyana eignet sich die Produktionsmittel an

Von ByteFM Redaktion
(24.02.2024)
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„Control“: Tatyana eignet sich die Produktionsmittel an
Unser heutiger Track des Tages „Control“ ist eine neue Single der britischen Musikerin und Sängerin Tatyana. Die Südostlondonerin ist ausgebildete Harfenistin, hat am Berklee College Of Music studiert und in ihrer neuen Single Dave Okumu zu Gast. Obschon also vieles auf Jazz oder E-Musik hindeutet, geht es bei Tatyana vor allem elektronisch zu. Zwar verstecken sich auf allen Stücken ihrer kommenden zweiten LP „It’s Over“ irgendwo Harfenklänge, aber eher als Easter-Eggs denn als prägende Elemente. Denn in erster Linie macht Tatyana Musik für den Dancefloor. Dabei rückt sie, was den Sound betrifft, etwas ab von der Mainstream-Ästhetik ihres 2022er Debütalbums „Treat Me Right“. Erfreulicherweise verzichtet sie in diesem Zuge auch auf die Autotune-Mangel, die dem Erstling einen unnötig stressigen Vibe verlieh.