David Sylvian

David Sylvian David Sylvian (Albumcover „Gone To Earth“)

David Sylvian (*23. Februar 1958) ist ein britischer Musiker, der seine Karriere mit der Artpop-Band Japan in den 1970ern begann. Nach dem Ende der Band begann er 1983 eine erfolgreiche Solokarriere, die ihn – ähnlich Scott Walker – vom Pop in immer radikalere Experimente führte. Mit seinem androgynen Äußeren war Sylvian in den frühen Tagen von Japan ein wichtiger Einfluss für den Stil der entstehenden New-Romantic-Bewegung mit Bands wie Duran Duran, Spandau Ballet und Culture Club. Seine erfolgreichste Single war „Forbidden Colours” (1983), eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Musiker Ryuichi Sakamoto (Yellow Magic Orchestra) aus dem Soundtrack zu dem Film „Merry Christmas, Mr. Lawrence”, in dem David Bowie die Hauptrolle spielte.

Sylvians erstes Soloalbum war 1984 „Brilliant Trees”, auf dem er auch seine Zusammenarbeit mit Holger Czukay von der Krautrockband Can begann. Gemeinsam veröffentlichten die beiden die Experimental-Alben „Plight & Premonition” (1988) und „Flux & Mutability” (1989). Das bekannteste Soloalbum Sylvians ist „Secrets Of The Beehive” (1987), das mit seiner ruhigen, herbstlichen, leicht jazzigen Atmosphäre das beste Beispiel für diese Schaffensphase ist. Mitte der 1990er nahm Sylvian einige Alben mit dem Gitarristen Robert Fripp von King Crimson auf, nachdem er kurzzeitig als neuer Sänger für dessen Band im Gespräch war.

Nach längerer Pause erschien 1999 „Dead Bees On A Cake”, das atmosphärisch an „Secrets Of The Beehive” anschloss, aber stilistisch vielfältiger war. Mit „Blemish” (2003) begann er, sich sperrigerer Musik, die auf Studioimprovisationen gründete, zuzuwenden. Diese Entwicklung fand in „Manafon” (2009) ihren Höhepunkt. Zuvor veröffentlichte David Sylvian mit seinem Bruder und Japan-Perkussionisten Steve Jansen sowie dem deutschen Musiker Burnt Friedman zwei Alben unter dem Projektnamen „Nine Horses”. Inzwischen hat David Sylvian sich offiziell in den Ruhestand zurückgezogen.



David Sylvian im Programm von ByteFM:

Unwahrscheinlicher Hit: „Ghosts“ von Japan

Von ByteFM Redaktion
(17.12.2024)
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Unwahrscheinlicher Hit: „Ghosts“ von Japan
David Sylvian auf dem Cover von „Tin Drum“, dem letzten Album seiner Band Japan // Steve Jansen am Schlagzeug und Mick Karn am bundlosen Bass waren eine Rhythmussektion für die Ewigkeit. Über diese Basis breiteten Keyboarder Richard Barbieri und Sänger David Sylvian mit eingängigen Melodien einen melancholischen Schleier. Man könnte auch sagen, sie stellten die etwas schlauere Blaupause für frühe Duran Duran. Gitarrist Rob Dean war auch noch dabei, aber nur noch gerade so eben. Zum Quartett geschrumpft, veröffentlichte Virgin 1981 Japans Meilenstein „Tin Drum“. Vom Glam früher Tage war nichts mehr zu spüren. Stattdessen war die von ostasiatischer Kultur und traditioneller chinesischer Musik beeinflusste LP das perfekte Art-Pop-Album. David Sylvian hatte es satt, als „most beautiful man in the world“ vermarktet zu werden. Leider hatten auch teilweise die Bandmitglieder einander satt. Dass Mick Karns Freundin Sylvians Freundin wurde, half dabei nicht. Aber bevor sich die Band auflöste, veröffentlichte sie ihren größten Single-Hit. // Scheinbar war unser Track des Tages der denkbar ungeeignetste Kandidat für eine Single. Karn war gar nicht erst dabei, statt Schlagzeug spielte Jansen Marimba und auch Barbieri programmierte keinen Beat, sondern nur seltsame dystopisch-atmosphärische Synths. David Sylvian lässt sich Zeit, bis er zu singen anfängt. Mit persönlichen Zeilen wie „Just when I think I’m winning / When I’ve broken every door / The ghosts of my life blow wilder than before“ nimmt der Sänger eher sein Solowerk vorweg. Nicht gerade Worte für einen Song, der sich verkauft wie geschnitten Brot. Das war allen klar. Aber die Band bestand darauf, ihn zur Single zu machen. Sie verkaufte sich besser als geschnitten Brot: Platz 5 in Großbritannien. In seinem Schlüssel-Track „Ghosts Of My Life“ sampelte Drum-&-Bass-Producer Goldie (alias Rufige Kru) den Refrain. Auch Tricky zitierte es auf seinem Debütalbum in „Aftermath“. Im Jahr 2014 hängte der Popjournalist Mark Fisher an Japans Song eine lesenswerte Aufsatzsammlung auf.

One Track Pony

Von The Slow Show bis David Sylvian

(20.09.2016 / 14:00 Uhr)
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The Slow Show bringen in der kommenden Woche ihr neues Album „Dream Darling“ heraus. Frank Lechtenberg spielt bereits heute einen Track der Band um den knarzig, tief singenden Rob Goodwin. Rundherum gibt es Musik, die ebenfalls durch Charakterstimmen geprägt ist, sei es David Sylvian oder auch Tim Bowness oder die Crash Test Dummies.

Geheimrhythmen: Jaki Liebezeit starb vor drei Jahren

Von ByteFM Redaktion
(22.01.2020)
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Geheimrhythmen: Jaki Liebezeit starb vor drei Jahren
Seine Rhythmen hatten die Seele eines passionierten Klangforschers, der zeitlebens nach Rhythmuskonzepten außerhalb der Rock-Musik und außerhalb europäischer Musiktraditionen gesucht hat. Aus reiner Neugier und Entdeckungsdrang, nie aber um sich mit Exotismen zu schmücken. Liebezeit klang nach Liebezeit. Mit Burnt Friedman hatte dieser einen Produktionspartner gefunden, mit dem zwischen 2002 und 2013 die fünfteilige „Secret-Rhythms“-Reihe entstanden ist. Dubbige, atmosphärische Tracks, in sich stimmig und organisch. Das Duo machte außerdem 2005 eine EP mit David Sylvian, dem ehemaligen Sänger der Band Japan. Von ihr stammt „Out In The Sticks“. // Jaki Liebezeit ist heute vor drei Jahren am 22. Januar 2017 im Alter von 78 Jahren gestorben „Out In The Sticks“ (feat. David Sylvian) von der gleichnamigen Burnt-Friedman-&-Jaki-Liebezeit-EP ist heute unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

Filmlandschaft: „Cosa Rara“ von Lucrecia Dalt

Von ByteFM Redaktion
(19.07.2025)
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Filmlandschaft: „Cosa Rara“ von Lucrecia Dalt
Bei allem Experiment hat sie sich zuletzt sehr offen auf bekannte Musikstrukturen berufen. So beschreibt das Label Rvng Intl. ihre LP „¡Ay!“ aus dem Jahr 2022 treffend als „Sci-Fi-Bolero-Album“. Über die kommende Nachfolgerin „A Danger To Ourselves“ sagt sie: „Früher habe ich oft Filme und Texte als Spiegel benutzt, um meinen Geschichten Form zu verleihen und und isolierte Fiktionen ersonnen, statt zu viel von mir preiszugeben. Diesmal wollte ich filmartig fließende Musik erschaffen, die eine Landschaft umreißt, um eine Liebesgeschichte zu erzählen, die mit Unwahrscheinlichem, Wunderbarem und Geheimnisvollem kokettiert.“ Koproduziert hat Dalt das Album mit David Sylvian, der schon Anfang der 80er mit seiner Band Japan seine andersartige musikalische Ästhetik umriss, die sich mit Dalts Musik ziemlich gut verträgt. Auf unserem Track des Tages hören wir ihn sozusagen als Duettpartner und Spoken-Word-Kontrast zu Dalts Gesang. Das Album „A Danger To Ourselves“ von Lucrecia Dalt erscheint am 5. September 2025 auf dem Label Rvng Intl. Der bereits als Single veröffentlichte Song „Cosa Rara“ (feat. David Sylvian) daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Avantgarde-Domino: „Now In Motion“ von William Doyle

Von ByteFM Redaktion
(03.02.2024)
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Avantgarde-Domino: „Now In Motion“ von William Doyle
Schon seit seinem 2009er Debüt „Born In The USB“ bewegt sich Doyle zwischen Ambient und zu unterschiedlichen Graden experimentellem Avantgarde-Pop. Brian Eno und David Byrne sind im Kontext mit Doyle häufig zitierte Einflüsse, aber auch David Sylvian (mit oder ohne Japan) und Talk Talk lassen sich als Vergleiche heranziehen. Während die ersten beiden Vorabsingles zwischen Jazz, Minimalelektronik und theatralischem Art-Pop oszillierten, ist unser Track des Tages die straighteste Nummer. Unter Post-Punk-Gitarren und New-Wave-Kühle tickt hier ein stoisches Krautrock-Uhrwerk. Bis sich alles dramatisch aufbauscht. Für Doyle ist der Song der „Klang von Dominosteinen, die zu kippen beginnen. Eine Kettenreaktion, die ausgelöst wurde und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Eine Sache hat zur nächsten geführt und jetzt steckst Du knietief mittendrin.“

22.09.: Die alte Musikindustrie und moderne Kammermusik

Von ByteFM Redaktion
(22.09.2009)
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22.09.: Die alte Musikindustrie und moderne Kammermusik
In der taz bespricht Tim Caspar Boehme den atonalen Pop von David Sylvian, der einstmals für Japan sang. Zwischen Improvisation und Anleitung – moderne Kammermusik? Das war jedenfalls die Anfangsidee, meint Sylvian.

ByteFM Magazin

am Nachmittag mit Bettina Brecke

(23.02.2018 / 15:00 Uhr)
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Der britische Musiker David Sylvian feiert heute seinen 60. Geburtstag. Bekannt wurde er als Sänger und Songwriter der Band Japan, die er in den 70ern mit seinen Schulfreunden gründete. Japan löste sich 1982 auf. Ein Trennungsgrund soll unter anderem gewesen sein, dass Sylvian seinem Bassisten die Freundin ausspannte.

School Of Rock

Japan 1978 - 1982

(11.03.2018 / 11:00 Uhr)
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Bevor David Sylvian zum herausragenden Avantgarde-Musiker mit esoterischen Neigungen wurde, war er der Frontmann von Japan. Die Band entstand 1974 in London. Als man Ende März 1978 mit einer ersten Single und dem Album „Adolescent Sex“ debütierte, war der darauf gebotene spät-glamrockige, von David Bowies Soul-Funk-Ausflügen à la „Young Americans“ inspirierte Sound der Band genauso wenig Punk und New Wave zeitgemäß wie die exaltierten Frisuren der Musiker ernst zu nehmen. Wohl kaum jemand hätte damals erwartet, dass Japan im Laufe der vier Jahre ihrer Karriere von einer belächelten quasi-Boygroup mit Plattenvertrag in Deutschland und einziger Fanschaft in, tatsächlich, Japan zu gefeierten Vorreitern des New-Romantic-Sounds und -Stils werden und mit „Ghosts“ 1981 so etwas wie die allererste Ambient-Pop-Single überhaupt in die englischen Top 10 bringen würden.

Container

The Miserable Rich Ghost Hour Circle Mix

(02.11.2011 / 23:00 Uhr)
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Ennio Morricone, Jolie Holland, den White Stripes, David Sylvian und Talk Talk.

Extended Modulation

I Should Not Dare

(05.05.2014 / 00:00 Uhr)
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Beats und klassische Musik tänzeln elegant um und miteinander in dieser neuen Ausgabe von Extended Modulation. Und zum 40-jährigen Bühnenjübiläum von David Sylvian gibt es zum Ende auch noch ein kleines Spezial.

Holger Czukay: neues Vinyl-Boxset „Cinema“

Von ByteFM Redaktion
(11.01.2018)
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Holger Czukay: neues Vinyl-Boxset „Cinema“
Die Retrospektive versammelt wichtige Eckpunkte seiner knapp 60 Jahre umspannenden Karriere: Von bisher unveröffentlichten Aufnahmen seines 1960er Jazz-Quintetts über lange vergriffene Prä-Can-Experimente mit Canaxis 5 (die heimlich im Studio seines Mentors Karlheinz Stockhausen aufgenommen wurden) bis zu seinen zahlreichen Kollaborationen mit solch illustren Gestalten wie Brian Eno, Cluster, Conny Plank, Jah Wobble, Eurythmics, David Sylvian und The Edge.

Trail Of Songs

Walking Uphill

(13.08.2024 / 19:00 Uhr)
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Pseudonyme sind längst auch in der Welt der Singer/Songwriter*innen gang und gäbe. Hinter Rose Hotel verbirgt sich Jordan Reynolds aus Atlanta, Georgia, die mit psychedelischen Farben spielt. Unter dem Projektnamen The Dead Tongues firmiert Ryan Gustafson aus Asheville, North Carolina - auch er unternimmt aktuell gern mal Abstecher ins Soundlabor. Countryrock/Roots-Überflieger Sturgill Simpson hat sich mit Johnny Blue Skies sogar eine zweite Identität geschaffen. Lake Street Dive, das gemischte US-Quintett, steht nach wie vor für intelligent gestrickte, stilistisch vielseitige „Pop“-Songs. Ein Konzeptalbum mit Vokalist Brett Anderson hat das inklusive Paraorchestra aus dem englischen Bristol aufgenommen. Darauf interpretiert das von Charles Hazlewood geleitete Ensemble Verlust- und Abschiedssongs von Anderson und dessen Band Suede sowie einige Klassiker, etwa von Japan mit David Sylvian und von Depeche Mode.

Schöner Wohnen

Again

(03.01.2023 / 22:00 Uhr)
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Musik u. a. von David Sylvian, Asha Puthli, DJ Mehdi, Maxi Jazz und Dinosaur.

In Between Ears

Jazz - Altes neu

(12.11.2022 / 13:00 Uhr)
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Kompositionen von Dizzy Gillespie, Maurice Ravel, Krzysztof Komeda und David Sylvian neu interpretiert von Jesper Thilo, Dieter Ilg, Piotr Schmidt, Michael Wollny.

One Track Pony

Sonore Stimmen - von Sivert Høyem bis Kurt Wagner

(25.07.2017 / 14:00 Uhr)
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Tiefe Männerstimmen, oft getragene Tempi und eine Stilistik zwischen Indie und Country, so läßt sich in etwa der Fahrplan dieser Stunde One Track Pony umreißen. Manchmal etwas überbetont und exaltiert wie bei Lambchops Kurt Wagner, manchmal zurückhaltender und erst beim zweiten Hören sonor wie bei Iva Davies (Icehouse) oder David Sylvian tragen diese Stimmen zu einer Grundmelancholie bei, die allen Tracks dieser Stunde One Track Pony innewohnt. Neben den bereits genannten spielt Frank Lechtenberg auch Musik von Nick Cave, Johnny Cash, Chris Eckman oder The Slow Show.

Zehn Fragen an: Christian Tjaben (Canteen, School Of Rock, Neuland)

Von ByteFM Redaktion
(12.06.2024)
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Zehn Fragen an: Christian Tjaben (Canteen, School Of Rock, Neuland)
Tatsächlich sind für mich aktuelle und historische Themen kaum zu trennen. Wir durchlaufen eine Zeit, in der neue Musik zu großen Teilen Motive, Arrangements, Sound-Designs etc. wiederholt, die es in der einen oder anderen Form in den letzten ca. 75 Jahren schon einmal gab. Und andersherum kann man alte Musik immer wieder neu lesen: durch bislang unveröffentlichte oder neu gemischte Aufnahmen, zusätzliche Informationen, durch veränderte Hörgewohnheiten, durch beständiges Lernen. 
Das Tolle an (gutem) Pop ist die potentielle Voraussetzungslosigkeit seines Konsums bei gleichzeitig (hoffentlich) vorhandenen Tiefen, in die man abtauchen kann.
 Natürlich ist es okay, wenn jemand in der vergangenen Woche zum ersten Mal im Leben „Sweet Dreams“ von den Eurythmics, die Sounds von Massive Attack oder die Songs von Joni Mitchell gehört hat und dieser Person dadurch neue Geschmacksknospen gewachsen sind; Musik von jungen Künstler*innen hat oft diesen Kick des Neuen, selbst, wenn die Ausdrucksform, meinetwegen der ganze Post-Punk-Sound, eigentlich ein alter Hut ist. Das klappt mit Neuheiten natürlich leichter als mit Re-Releases. 
Aber genauso toll ist es, wenn es gelingt, vermeintlich vertraute, scheinbar längst museale Klänge aus dem 20. Jahrhundert plötzlich wieder ganz neu und gegenwärtig zu erleben, weil irgendein Mac DeMarco, eine Cate Le Bon oder Flying Lotus‘ Brainfeeder-Label ihre Vorlieben für Fusion, AOR oder Drum & Bass entdecken und neuen Kontext herstellen.
 Für mich ist beim historischen Hören wichtig, selbst die ganzen kanonisierten Säulenheiligen wie Bob Dylan, Miles Davis, Beach Boys usw. immer wieder kritisch neu zu betrachten und nicht in so eine stur unangreifbare Hör-Seligkeit zu verfallen, nur weil Burt Bacharach, Blumfeld oder Blondie als Trigger für verklärte Erinnerungen an die eigene Jugend funktionieren oder man irgendwann eine Position mit eingebildeter Deutungshoheit dazu eingenommen hat. 
Wobei: „Nostalgia burns in the hearts of the strongest“, wie David Sylvian mal gesungen hat und jede und jeder soll bitte Musik so hören, wie es ihnen gefällt.

In Between Ears

Extra

(21.12.2013 / 10:00 Uhr)
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So unterschiedliche Musiker wie Adam Palma, Bill Bruford, David Sylvian, Ali Neander, John Surman, Esbjörn Svensson u.a.

Can-Bassist Holger Czukay ist tot

Von ByteFM Redaktion
(06.09.2017)
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Can-Bassist Holger Czukay ist tot
Czukay verließ Can im Jahr 1977 und widmete sich dann der Ambient-Musik und seinen Sampling-Experimenten. Er arbeitete bis zu seinem Tod mit vielen einflussreichen Künstlern zusammen, unter anderem Japan-Frontmann David Sylvian, Produzenten-Halbgott Brian Eno, dem Trip-Hop-Projekt U.N.K.L.E., den Eurythmics und den NDW-Veteranen Trio.

Die Welt ist eine Scheibe

Multiversum

(19.07.2022 / 21:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Multiversum
Sinn fürs Explorative beweisen auch Thom Yorke & Jonny Greenwood von Radiohead und Tom Skinner von Sons Of Kemet am Schlagzeug als The Smile auf dem Album „A Light For Attracting Attention“, David Sylvian auf der Kollabo-Kompilation „Sleepwalkers“ und die „Pink Dolphins“ des New Yorker DIY-Electronic-Jazz-Duos Anteloper.

ByteFM Magazin

am Morgen mit Norman Müller

(17.01.2017 / 10:00 Uhr)
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Ryuichi Sakamoto ist einer der bedeutendsten japanischen Musiker der letzten Jahrzehnte - mit seiner Band Yellow Magic Orchestra, die als “die japanischen Kraftwerk” gilt, hat er das Synth-Pop-Genre mitbegründet, darüber hinaus ist er für zahlreiche Soundtracks verantwortlich (zuletzt “The Revenant”) und hat mit diversen hochkarätigen Musikerkollegen zusammengearbeitet, zum Beispiel mit Iggy Pop und David Sylvian; außerdem hat niemand geringeres als Michael Jackson einen seiner Songs gecovert. Heute wird Ryuichi Sakamoto 65 Jahre alt.

Soulsearching

She Was Out In The Water
mit Michael Rütten

(15.07.2012 / 19:00 Uhr)
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Mit dabei sind One Little Plane, produziert von Kieran Hebden, Marbert Rocel, einmal an den Remix - Reglern und dann von Osunlade geremixt, Electric Wire Hustle aus Neuseeland, die Ende August gleich mehrmals in Frankfurt auftreten werden, Matthew Halsall, Om Unit, Teru, und auch David Sylvian im Zusammenspiel mit Jaki Liebezeit und Burnt Friedman. Soulsearching draussen im Wasser, auf die wärmende Sonne wartend.

One Track Pony

Klangformer - Richard Barbieri

(21.03.2017 / 14:00 Uhr)
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Mit "Planets + Persona" hat Richard Barbieri Solo-Album Nummer 3 vorgelegt. Die meisten kennen Barbieri durch seine Arbeit bei Japan mit David Sylvian oder auch bei The Porcupine Tree mit Steven Wilson. Sein Solo-Album ist einmal mehr instrumental gehalten und dieses Mal überwiegend mit analogen Synthesizern und akustischen Instrumenten eingespielt. Dabei entwickelt Barbieri neue, ungewöhnliche Klangwelten zwischen Pop, Rock und Jazz, die Zeit zur Entfaltung benötigen. Frank Lechtenberg stellt das neue Barbieri Album in dieser Stunde One Track Pony vor.

Unter Geiern

Guter Mond, Du gehst so stille...

(06.06.2011 / 22:00 Uhr)
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Oder man zwei Stunden lang versucht, das alles in Songs zu fassen, wie heute bei "Unter Geiern". Mit vielen Mondsüchtigen wie Bobby Womack, den Stranglers, Voivod, Ulrich Tukur, David Sylvian, Triband, Tarentel, Blackfield, M.Ward, Bowie und anderen.

Praxis Pop

Snow Borne Sorrow

(06.07.2023 / 12:00 Uhr)
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"Snow Borne Sorrow". Ein Album von Nine Horses aus dem Jahr 2005. Hinter diesem Projekt steckt in erster Linie David Sylvian, ehemaliger Sänger von Japan. Ein wunderbares Album, mit dem wir uns heute eine Stunde lang beschäftigen und auch einen Blick auf die Werke beteiligter Küsntler*innen werfen.

ByteFM Mixtape

Hifi-Stars

(07.10.2010 / 12:00 Uhr)
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Sie fassen sich gut an, liegen satt in der Hand und sind für manche so etwas wie kleine Schatzkisten: Box-Sets. Die Hifi-Stars Redaktion hat sich durch unzählige Boxsets und Compilations gewühlt, um verborgene Schätze ans Licht zu bringen. Ob ausgefallene Takes von Robert Smith und The Cure oder Klassiker von Steve Winwood, ob Boozoo Bajou oder David Sylvian. Tracks, die sonst nur selten zu hören sind. Aber das ist man ja von uns gewohnt... Wir kommen mit den Tracks um die Ecke wie Kai aus der Kiste... oder wie man auch sagt: Out of the box!

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick

(02.03.2013 / 15:00 Uhr)
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Diese Woche unter anderem mit David Sylvian, dem Sänger und Gitarristen der Band Japan, dem Blues-, Soul- und Funk-Schlagzeuger Buddy Miles und dem Doo-Wah-Rock'n'Roll-Sänger Frankie Lymon.

Trail Of Songs

Roving Out

(30.09.2025 / 19:00 Uhr)
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Songs von Steely Dan so covern, dass man sich nicht unbedingt nach den Originalen sehnt? Nicht einfach, aber machbar, wie Pianist und Sänger Chris Ingham aus England beweist. Einen Klassiker von Sonny & Cher? Klar, allemal wenn es so originell geschieht wie im Falle des Norwegers Karl Bjorå mit Vokalistin Karoline Wallace. Aber Hits von Queen? Das hat Sängerin Elisabeth Lohninger gewagt – mit überraschenden Resultaten. Altmeister Robert Plant setzt sich weiterhin vorzugsweise mit Songs verschiedener Roots-Traditionen und anderer Bands auseinander, etwa der Led-Zeppelin-Zeitgenossen Moby Grape. In seine aktuelle „Saving-Grace“-Band holte er mit Suzi Dian wieder mal eine weibliche Stimme an seine Seite. Ganz bei sich selbst ist die englische Singer/Songwriterin Kathryn Williams, auch wenn auf dem jüngsten Song-Werk Paul Weller ein Gastspiel gibt. Die kolumbianische Avantgarde-Song-Künstlerin Lucrecia Dalt hat das jüngste Album ihrem Koproduzenten David Sylvian gewidmet, der auch zweimal Gitarren-Akzente setzt. 

Was ist Musik

Do it again. R.I.P. Walter Becker & Holger Czukay

(10.09.2017 / 19:00 Uhr)
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"Phenomenally innovative, irrepressibly funny, complex man. A dearly loved friend for many years. Utterly unique. Irreplaceable." David Sylvian über Holger Czukay.

Canteen

RIP Danny Thompson

(29.09.2025 / 12:00 Uhr)
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Spezial-Menü: Zwei Stunden mit dem britischen Musiker und seinem Kontrabass „Victoria“. Eine Reise durch die britisch-progressive Musikgeschichte mit Thompson-bebasster Musik von u. a. Pentangle, Nick Drake, John Martyn, Kate Bush, David Sylvian und Talk Talk anlässlich seines Todes am 23. September 2025 im Alter von 86 Jahren.

School Of Rock

Virginia Astley 1982–2023

(26.09.2024 / 17:00 Uhr)
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School Of Rock - Virginia Astley 1982–2023
Jemand, der sich von Virginia Astleys Musik begeistern lässt, ist der japanische Musiker Ryuichi Sakamoto, der ihr 1986er Album „Hope In A Darkened Heart“ produziert. Wieder entsteht ein Album, das nachhaltigen Eindruck hinterlässt, aber wenig Verkäufe erzielt, trotz einer Single mit David Sylvian als Duett-Partner.


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