Madlib

Madlib Madlib

Madlib ist der Künstlername von Otis Jackson Jr., einem seit den frühen 90er-Jahren aktiven kalifornischen DJ, Produzenten und Rapper, der zu den einflussreichsten HipHop-Produzenten der Nullerjahre zählt. Als Teil der Rapcrew Lootpack veröffentlichte er 1999 sein erstes Album „Soundpieces: The Antidote“.

1973 als Sohn einer Folk- und Blues-Gitarristin und eines erfolgreichen Studiomusikers geboren, kam Otis Jackson Jr. früh mit Musik in Berührung. Insbesondere die umfangreiche Plattensammlung seiner Eltern hatte großen Einfluss auf den Soul- und Jazz-geprägten Sound, der Madlibs Beats heute noch ausmacht. Im Alter von elf Jahren produzierte Jackson sein erstes Sample. Seine erste offizielle Veröffentlichung sind die Beats, die er 1993 für das Rap-Trio The Alkaholiks produzierte. Die 1995 erschienene Lootpack-EP „Psyche Move“ brachte ihm die Aufmerksamkeit von Peanut Butter Wolf ein, der ihn daraufhin bei seinem, damals noch jungen, Label Stones Throw Records signte. Madlib hat sich seither zu einem der erfolgreichsten Künstler der Labelgeschichte entwickelt. Auf der langen Liste mit den Namen seiner Kooperationspartner*innen befinden sich unter anderem MF Doom, J Dilla, Talib Kweli und Snoop Dogg.

Eine seiner langjährigsten musikalischen Partnerschaften hat Madlib zusammen mit dem Rapper Freddie Gibbs. Das Duo veröffentlichte zusammen neun EPs und zwei Studioalben. „Bandana“, das zweite Album von Madlib und Freddie Gibbs, erschien 2019. Im Januar 2020 erschien ein Kollaborationsalbum Madlibs mit seinem Bruder Michael: Unter dem Namen The Professionals veröffentlichten sie ein selbstbetiteltes Album. Die Vorabsingle „Superhumans“ war bei ByteFM Track des Tages.



Madlib im Programm von ByteFM:

„All Over The World“: Madlib & Declaime veröffentlichen Raritäten-Album

Von ByteFM Redaktion
(11.06.2021)
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„All Over The World“: Madlib & Declaime veröffentlichen Raritäten-Album
Haben mit „All Over The World“ ein neues Album angekündigt: Declaime und Madlib Die US-amerikanischen HipHop-Musiker Madlib und Dudley Perkins aka Declaime haben einen neuen gemeinsamen Track mit dem Titel „All Over The World“ herausgebracht. Das Stück ist Vorbote eines bevorstehenden Albums, auf dem die beiden Material aus den 1990er-Jahren veröffentlichen werden. „In The Beginning (Vol. 1)“ wird auch einige B-Seiten und unveröffentlichte Stücke enthalten. Die beiden kennen sich schon aus Kindertagen: „Ich habe Madlib kennengelernt, als er bei mir gegenüber auf die andere Straßenseite gezogen ist“, erzählt Declaime. Er sei damals etwa neun Jahre alt gewesen. „Madlib war damals schon an diesem musikalischen Genie-Ding dran. Er gab mir selbstgemachte Live-Beat-Kassetten, auf denen seine Schwester Stacey rappte.“ Der Kontakt sei jedoch irgendwann abgebrochen. Der nun veröffentlichte Track stamme vermutlich aus dem Zeitraum 1994-1995. Ganz genau kann man das wohl nicht mehr sagen. // Auch wenn sie sich eine Weile aus den Augen verloren haben mögen, so haben sie sich doch wiedergefunden – und seitdem des Öfteren zusammengearbeitet. So etwa auf Declaimes 2003 erschienener Platte „A Lil’ Light“ und dem Album „Expression“ (2012). Zuletzt war von Declaime 2017 der Longplayer „Young Spirit“ erschienen. Madlib hat zuletzt mit Logic bei den Songs „Mars Only Pt. 3“ und „Raddest Dad“ mitgewirkt und mit Kieran Hebden alias Four Tet zusammengearbeitet. // Madlib & Declaime – „All Over The World“ (SomeOthaShip / Fat Beats Records)

„Sound Ancestors“: Neues Album von Four Tet und Madlib

Von ByteFM Redaktion
(15.12.2020)
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„Sound Ancestors“: Neues Album von Four Tet und Madlib
Four Tet und Madlib (Foto: Jason Evans / Nick Walker) Der britische Musiker Kieran Hebden aka Four Tet und der kalifornische Rapper und Produzent Madlib haben seit einiger Zeit an einem gemeinsamen Album namens „Sound Ancestors“ gefeilt. Dieses soll einer Ankündigung von Four Tet zufolge schon im Januar erscheinen. Mit dem Song „Road Of The Lonely Ones“ hat das Duo nun die erste Single dazu herausgebracht. Four Tet schrieb auf seinem Instagram-Kanal, dass sich die Kollaboration bereits über mehrere Jahre erstreckte: „Vor einigen Monaten habe ich mit meinem Freund Madlib die Arbeit an einem Album abgeschlossen, das wir in den letzten Jahren gemacht haben. Er macht immer jede Menge Musik in allen möglichen Stilrichtungen und ich habe mir einige seiner neuen Beats und Studio-Sessions angehört, als ich auf die Idee kam, dass es großartig wäre, einige dieser Ideen in ein Madlib-Soloalbum zu bündeln.“ Dabei sei es ihm wichtig gewesen, nicht einfach nur Beats zu produzieren, über die man rappen kann. Vielmehr sei es darum gegangen, ein Album zu entwickeln, „das von Anfang bis Ende angehört werden soll.“ // Nach der Zusammenarbeit mit Freddie Gibbs an dem Album „Bandana“ hatte Madlib zuletzt unter anderem den Track „Song 33“ für Noname produziert und gemeinsame Tracks in Kooperation mit Mr. Muthafuckin' eXquire und Oh No veröffentlicht. Four Tet wiederum hat erst in der vergangenen Woche mit „Her Revolution“ und „His Rope“ zwei neue Tracks herausgebracht. Diese waren in Kollaboration mit Burial und Radiohead-Sänger Thom Yorke entstanden. „Sound Ancestors“ erscheint im Januar 2021 beim Label Madlib Invazion. Die Single „Road Of The Lonely Ones“ könnt Ihr Euch hier anhören:

Freddie Gibbs & Madlib – „Bandana“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(01.07.2019)
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Freddie Gibbs & Madlib – „Bandana“ (Album der Woche)
Freddie Gibbs & Madlib – „Bandana“ (Keep Cool/RCA Records) // Möglicherweise ist kein HipHop-Duo so verschieden wie Freddie Gibbs und Madlib. Auf der einen Seite ein breitschultriger Toughtalker aus Gary, Indiana – einer der härtesten und heruntergekommensten Städte der USA. Gibbs veröffentlichte seit 2009 unzählige Mixtapes, mit denen er den Hardcore-HipHop der 90er-Jahre am Leben hält – mit einem Flow, so präzise wie die Waage beim Kokain-Deal. // 2011 trafen diese beiden Gegensätze das erste Mal aufeinander und veröffentlichten einige EPs unter dem Namen MadGibbs. 2014 folgte die Debüt-LP „Piñata“, mit der die beiden endgültig bewiesen, dass ihre Kombination aus den Boxen deutlich besser klingt als sie sich auf dem Papier liest. Mit seinen 17 Tracks und unzähligen Gastauftritten fehlte „Piñata“ jedoch der Fokus. Außerdem erweckte das Album den Eindruck, dass sowohl Gibbs als auch Madlib ihre jeweiligen Stärken nicht ganz ausspielten. Diese Zurückhaltung ist auf dem nun erscheinenden Nachfolger „Bandana“ Geschichte – und das ist gut so. Madlib lässt seinen Beat-Meditationen freien Lauf: „Crime Pays“ ist ein kompliziertes Soul-Instrumental, das alle dreißig Sekunden den Takt und die Richtung wechselt. „Fake Names“ beginnt als harter Boom-Bap, verziert mit persischen Streichern, nur um zur Mitte hin zu psychedelischem Querflöten-Jazz zu mutieren. In „Flat Tummy Tea“ treffen dröhnende Bläser auf flirrende Psych-Rock-Gitarren, als hätten The Beatles aus der „Revolver“-Ära beschlossen, HipHop zu produzieren. Das Vinylknistern ist im Abschluss „Soul Right“ genauso laut wie die blubbernde Bass-Drum, fast ein eigenes Instrument. Gibbs lässt sich von diesem Wahnsinn in höhere Bewusstseinsebenen tragen, rappt im gleichen Atemzug über Kolonioalismus und entgiftende Tee-Sorten, mischt seine düsteren Porträts über den Drogen-Dealer-Alltag mit Stream-of-Consciousness-Episoden über Cartoons – ohne dabei seine virtuose Präzision einzubüßen. Gibbs und Madlib werfen sich nicht einfach nur die Bälle zu – sie jonglieren und tanzen dabei Pirouetten umeinander. Und bringen das Beste in ihrem Gegenüber zum Vorschein.

Madlib und Oh No kündigen neues Album an

Von ByteFM Redaktion
(02.12.2019)
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Madlib und Oh No kündigen neues Album an
Madlib macht auch zusammen mit seinem Bruder unter dem Namen The Professionals Musik. Nun erscheint ein erstes Album (Foto: Nick Walker) The Professionals, das sind der Westküsten-HipHop-Producer Madlib und sein jüngerer Bruder, der als Rapper auf den Namen Oh No hört (und bürgerlich Michael Jackson heißt, was zu Verwirrung führen könnte). Es gab bereits ein paar One-Off-Stücke des Duos als The Professionals; jetzt haben die in Oxnard geborenen Gebrüder ein erstes gemeinsames Album angekündigt. Erscheinen soll es im Januar 2020. Als Gäste werden die MCs Chino XL, Elzhi und Adub vertreten sein. Die ersteren beiden sind auch auf der Teaser-Single „Superhumans“ zu hören. Madlib gehört zu den meistbeschäftigten Produzenten des Genres und hat gerade erst das Album „Bandana“ mit dem Rapper Freddie Gibbs veröffentlicht, das im Juli bei ByteFM Album der Woche war. Das selbstbetitelte Debütalbum erscheint am 17. Januar 2020 bei Madlib Invazion. Hört Euch die erste Single „Superhumans“ hier an:

Freddie Gibbs & Madlib – „Giannis (feat. Anderson .Paak)“

Von ByteFM Redaktion
(15.06.2019)
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Freddie Gibbs & Madlib – „Giannis (feat. Anderson .Paak)“
Madlib und Freddie Gibbs (Foto l.: Egon) // Wir berichteten bereits: das ungleiche Alternative-HipHop-Team Freddie Gibbs und Madlib ist zurück. Nachdem 2014 MadGibbs veröffentlichten Debüt „Piñata“, erscheint in zwei Wochen das lang erwartete zweite gemeinsame Album des Rappers aus Indiana und des Beat-Zauberers aus Kalifornien. Gestern kam ein neuer Song davon heraus und der könnte vielleicht der beste sein. „Giannis“ basiert auf einem wie immer hochgradig kopfverdrehendem Madlib-Instrumental, durch dessen komplizierte Gänge sich Gibbs mit schlafwandlerischer Leichtigkeit bewegt. Später schaut die omnipräsente Raspelstimme von Anderson .Paak vorbei, ein schöner Kontrast zu Gibbs tiefem Flow. Das neue Album von Freddie Gibbs & Madlib trägt den Titel „Bandana“ und wird am 28. Juni auf Rappcats erscheinen. Hört Euch „Giannis feat. Anderson .Paak“ hier an:

Loyle Carners von Madlib produzierter Song „Yesterday“

Von ByteFM Redaktion
(18.11.2020)
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Loyle Carners von Madlib produzierter Song „Yesterday“
Der britische Rapper Loyle Carner meldet sich mit seiner ersten eigenen neuen Single des Jahres 2020 zurück. Und klingt dabei doch ziemlich anders als auf seinen bisherigen Veröffentlichungen. Den HipHop-Künstler aus London, dessen Pseudonym ein Schüttelreim seines bürgerlichen Namens Benjamin Coyle-Larner ist, kennen wir ja hauptsächlich von seiner introspektiven Seite. Denn bislang hat er in seinen Alltagsbeobachtungen vor allem seine Skills als leiser Dichter zur Schau gestellt. Jetzt hat er das Stück „Yesterday“ herausgebracht, das er eigentlich schon vor zwei Jahren geschrieben hat. Und das ist ein richtig pumpender, nachgerade klassischer HipHop-Track. Ein Stück mit Soul-Sample und Boom-Bap-Beat, wie ihn Madlib produziert haben könnte. Nicht nur „könnte“, denn so überraschend das klingen mag, steckt der kalifornische Produzent tatsächlich hinter dem Instrumental des Songs. Madlib ist eines der Vorbilder von Loyle Carner, der sich mit dieser Zusammenarbeit einen Traum erfüllt hat. Lange dachte er allerdings nicht, dass der Song je außerhalb seines Wohnzimmers laufen würde. Denn es hat bis jetzt gedauert, bis das Sample aus dem Song „This Is The Ending Of Our Love“ von The Si-berians zur Veröffentlichung freigegeben wurde.

Freddie Gibbs und Madlib kündigen zweites gemeinsames Album an

Von ByteFM Redaktion
(21.02.2019)
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Freddie Gibbs und Madlib kündigen zweites gemeinsames Album an
Freddie Gibbs und Madlib (Foto: Scorepress) Vor fünf Jahren fand sich im US-amerikanischen Alternative-HipHop ein ungleiches Duo: Auf der einen Seiten Freddie Gibbs, der Rapper aus Indiana, der mit ansteckendem Selbstbewusstsein den Gangster-Rap der 90er-Jahre in die Gegenwart projiziert. Auf der anderen Seite Madlib, der Beat-Zauberer aus Kalifornien, eine scheinbar niemals versiegende Quelle für um die Ecke denkende Samples und neben der Spur groovende Beats. Gemeinsam veröffentlichten sie als MadGibbs 2014 ihr Debüt „Piñata“, das trotz oder gerade wegen der stilistischen Unterschiede seiner Schöpfer wunderbar harmonierte. Nun hat das Duo den lang erwarteten Nachfolger angekündigt und eine erste Single veröffentlicht. „Flat Tummy Tea“ beinhaltet alles, was man sich von einem neuen MadGibbs-Track wünscht: Gibbs teilt mit präzisen Lines in alle Richtungen aus, kritisiert im gleichen Atemzug schwachbrüstige Poser-MCs und Rassismus in der US-amerikanischen Justiz. Madlibs Beat ist erst ein pulsierender Strudel aus Oldschool-Drums und Psychedelic-Rock-Gitarren, mutiert später aber zum nicht weniger psychedelischen Halftime-Boombap.

Wiki veröffentlicht den von Madlib produzierten Song „Eggs“

Von ByteFM Redaktion
(24.09.2019)
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Wiki veröffentlicht den von Madlib produzierten Song „Eggs“
Patrick Morales alias Wiki kann auf ein produktives Jahr 2019 zurückblicken. Nachdem er im Februar seine Single „Cheat Codes“ veröffentlichte, widmete er sich der Gründung seines eigenen Labels Wikset Enterprises. Auf diesem ist nun der erste Track „Eggs“ erschienen. Der New Yorker Rapper hat sich für die Produktion des Songs mit keinem Geringeren als dem kalifornischen Produzenten Madlib zusammengetan, der vor einigen Monaten erst gemeinsam mit Freddie Gibbs das Album „Bandana“ herausbrachte. Auf den Label-Debüt-Track sollen bis Ende 2019 noch weitere Neuerscheinungen folgen. „Eggs“ verströmt Rap im New Yorker Stil, der an die Anfänge des HipHops erinnert. Wikis Flow weckt Assoziationen an einen jungen Joey Bada$$ und Madlib verbindet klassische Beats mit melodischen Samples.

Beat Repeat

GoldLink, Madlib, JDilla

(28.06.2019 / 18:00 Uhr)
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Beat Repeat - GoldLink, Madlib, JDilla
Heute mit neuer Musik von GoldLink, Free Nationals, Freddie Gibbs, Madlib und JDilla.

ByteFM Magazin

Freddie Gibbs & Madlib treffen auf The Beach Boys

(04.07.2019 / 19:00 Uhr)
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Unser ByteFM Album der Woche blickt nach Hollywood - zumindest mit seinem Cover, auf dem die „Traumfabrik“ in Flammen steht. Madlib und Freddie Gibbs haben sich dafür zusammengetan.

Beat Repeat

Madlib / MF DOOM / Big Crown Records

(16.01.2021 / 18:00 Uhr)
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Beat Repeat - Madlib / MF DOOM / Big Crown Records
Heute mit Musik von Peyton, MF DOOM, Madlib und Jazmine Sullivan. Außerdem gibt es ein Feature des New Yorker Labels Big Crown Records.

Neuland

Mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Olympia und Jesca Hoop

(05.07.2019 / 13:00 Uhr)
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Das Duo Freddie Gibbs & Madlib, hatte bereits vor 5 Jahren eine gemeinsame LP gemacht, welches nun von einem

ByteFM Magazin

Freddie Gibbs & Madlib, Catnapp, Led Zeppelin

(22.10.2019 / 19:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von Kevin Morby, Rhi und Samana.

ByteFM Magazin

Freddie Gibbs & Madlib, Rza und Nas

(05.07.2019 / 19:00 Uhr)
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Unter anderem mit Musik von Black Midi, Ilgen-Nur und James Blake.

J Dilla wäre am 7. Februar 40 geworden

Von ByteFM Redaktion
(07.02.2014)
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J Dilla sei seiner Zeit weit voraus gewesen, sagt Busta Rhymes. Obwohl J Dilla mit 32 an einer seltenen Auto-Immunerkrankung starb, und seine Karriere nur 6 Jahre dauerte, gilt er bis heute als einer der einflussreichsten und wichtigsten Hip-Hop-Produzenten. De La Soul, The Pharcyde, Janet Jackson, Erykah Badu und Madlib sind nur ein paar von vielen Künstlern, mit denen J Dilla zusammengearbeitet hat. Heute wäre der einflussreiche Produzent 40 geworden. Bei seiner Musik sollte die Energie auf die Leute überspringen, sagte James Yancey – ein Wunsch, der in Erfüllung ging. James Yancey, mit Künstlernamen J Dilla oder Jay Dee: es gibt keinen anderen Hip-Hop-Künstler, auf den sich, bis heute, so viele einigen können - obwohl seine Karriere nur 6 Jahre dauerte. Seine Produktionen waren wegweisend, Dilla selbst ein Visionär. // Der Keyboarder Amp Fiddler lebte in Dillas Nachbarschaft in Detroit. Er spielte zu dieser Zeit in den Bands Parliament und Funkadelic von George Clinton. Amp Fiddler wurde auf J Dilla aufmerksam und brachte dem jungen und talentierten Musiker einiges bei. Vor allem wie man die Akai MPC bedient, die im Hip Hop geradezu legendäre Sampling- und Produktionsmaschine. Sein einzigartiger Umgang mit eben dieser Groovebox liess J Dilla mit Anfang 20 zu einem der gefragtesten Hip-Hop-Produzenten werden. Der DJ und Produzent Madlib sagte über J Dilla, dass es kein anderer geschafft habe, so organisch und lebendig klingende Beats zu produzieren. So menschlich, dass sie selbst einen der bekanntesten HipHop-Schlagzeuger maßgeblich beeinflusst haben: Questlove von den Roots. // Variationen in der Dynamik und bewusst programmierte Ungenauigkeiten im Timing waren wichtige Zutaten für das organische Gefühl in den Produktionen von J Dilla. Beats, die sich nicht einfach nur stumpf wie ein Loop wiederholten. Damit trieb Dilla selbst gestandenen Rappern wie Busta Rhymes die Schweißperlen auf die Stirn. Neben der Arbeit als Produzent trat J Dilla auch selbst als Künstler in Erscheinung. Mit eigenen Veröffentlichungen oder 2003 zusammen mit Madlib unter dem Namen Jaylib. Im selben Jahr wurde bei J Dilla "Lupus" diagnostiziert, eine seltene Erkrankung, bei der das Immunsystem den eigenen Körper angreift. So gut es ging, machte er weiter Musik, bis zu seinem Tod im Februar 2006. // Alle haben von J Dilla gelernt, ob es ihnen passt oder nicht. Darum sei J Dilla für ihn der John Coltrane des Hip Hop, sagt Madlib. Am 10. Februar 2006, drei Tage nach seinem 32. Geburtstag, starb James Yancey alias J Dilla in Los Angeles. Am 7. Februar wäre er 40 geworden.

Madvillain – „Madvillainy“ (Rezension)

Von Marius Magaard
(15.03.2019)
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Madvillain – „Madvillainy“ (Rezension)
Doch selbst der mächtigste Bösewicht ist alleine nur halb so stark wie zu zweit. In Otis Jackson Jr. fand Doom seinen perfekten Konterpart. Der kalifornische DJ und Produzent hatte sich im Verlauf der 90er-Jahre als Madlib einen Namen als Beat-Zauberer höchster Klasse erarbeitet, der mit kindlicher Neugier und spielerischer Leichtigkeit obskurste Plattenkisten-Entdeckungen in messerscharfe Instrumentals verwandeln konnte. Anfang der 00er-Jahre trafen die beiden aufeinander – und brüteten einen Meilenstein des Alternative-HipHop aus. Gemeinsam wurden sie zu Madvillain. Ihr erstes Album „Madvillainy“ wird am 15. März 2019 15 Jahre alt. // Im Verlauf der 22 Tracks von „Madvillainy“ gibt es so gut wie keine Hooks. Stattdessen reihen MF Doom und Madlib eine atemberaubende Strophe und einen Raum und Zeit dehnenden Beat an den nächsten. Wie perfekt synchronisierte Athleten schmeißen beide Künstler sich die Bälle zu. „Living on borrowed time the clock ticks faster“, rappt Doom im zweiten Track über einen seltsamen Akkordion-Loop, der sich in genau so hirnverknotenden Schleifen dreht wie sein Text. // Mindestens genauso virtuos wie Dooms Wortakrobathik sind die dicht gewebten Klangteppiche, die Madlib hier fliegen lässt. Seine Instrumentals kennen keine stilistischen oder geografischen Grenzen. In „Shadow Of Tomorrow“ lässt er Sun Ra einen esotherischen Monolog über ein Sample des Bollywood-Komponisten Rahul Dev Burman sprechen. Film-Noir-Soundtrack-Samples bilden in „All Caps“ den düsteren Kontrapunkt zu Dooms Comic-Visionen. In „Raid“ groovt Jazz-Piano-Legende Bill Evans Seite an Seite mit P-Funk Gott George Clinton.

Zimmer 4 36

Musikalische Ahnenforschung

(01.02.2021 / 19:00 Uhr)
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Zimmer 4 36 - Musikalische Ahnenforschung
"Sound Ancestors" heißt das neue Album des kalifornischen Produzenten Madlib, der sich für die 16 Tracks von Kieran Hebden unterstützen ließ. Der Mann aus London macht sonst z. B. unter dem Namen Four Tet eigene Musik. Wenn Madlib mit "Sound Ancestors" seine eigenen „klanglichen Vorfahren“ aufzeigen will, wird er dabei selten ganz deutlich. Auf dem Album gibt es obskure Jazz-Schnipsel und Stimmen in afrikanischen Sprachen, deren Sample-Vorlagen sich (uns) bisher (noch) nicht erschließen. Nur einmal bedient sich Madlib ganz offensichtlich bei einer Gesangsspur aus einem Stück der walisischen Gruppe Young Marble Giants, aus deren einzigem Album "Colossal Youth", das kürzlich 40 Jahre alt wurde – gefeiert mit einem historischen Album der Woche bei ByteFM. // (Bild: Ausschnitt aus dem Cover von Madlibs "Sound Ancestors")

Kaytranada - „99.9%“ (Rezension)

Von Stephan Szillus
(13.05.2016)
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Kaytranada - „99.9%“ (Rezension)
Kaytranada war bereits ein Star, noch bevor er ein Album aufgenommen hatte. Zumindest in der schönen neuen Soundcloud-Welt, in der man nur genügend Follower braucht, um gut bezahlte DJ-Gigs zu bekommen. Doch der junge Producer aus Montreal wollte nicht weiter mit anderen Internet-Sensationen um die Welt reisen. Er wollte im Keller seiner Eltern ein Album machen und seinen großen Helden nacheifern: Madlib und J Dilla, den Neptunes und A Tribe Called Quest. // Um diese Platte im Club spielen zu können, ist sie eigentlich zu wenig druckvoll gemischt. Kaytranada sagte, er habe das Album bewusst so klingen lassen wollen wie die Prince- und Michael-Jackson-Demos, die er so gerne hört. Tatsächlich zeigt sich gerade hier, dass er ein waschechter Madlib-Schüler ist. Das schnoddrige LoFi-Sound-Design verleiht dem Album eine angenehme Unperfektheit und grenzt es deutlich vom hochgezüchteten EDM-Trap ab.

Zimmer 4 36

Bandana

(18.07.2019 / 14:00 Uhr)
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Zimmer 4 36 - Bandana
Vor zwei Wochen hieß unser ByteFM Album der Woche „Bandana“: das zweite, das der kalifornische Produzent Madlib zusammen mit dem Rapper Freddie Gibbs aufgenommen hat. Zu hören sind viele Gäste, zum Beispiel Anderson .Paak, Yasiin Bey alias Mos Def oder Black Thought von der Gruppe The Roots aus Philadelphia. Angeblich vier Tonnen schwer ist Madlibs Platten-Sammlung. Viel Stoff für schicke Samples, die er auf „Bandana“ einsetzt. Ein japanischer Sprecher führt moderativ durch das Album, während Freddie Gibbs von den Verbrechen berichtet, die er in seiner Heimatstadt Gary in Indiana begangen hat. Bild: Cover „Bandana“ (Freddie Gibbs + Madlib)

Mos Def: „The Ecstatic“ wird zehn Jahre alt

Von Marius Magaard
(09.06.2019)
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Mos Def: „The Ecstatic“ wird zehn Jahre alt
Bey wusste, wie viel Druck auf „The Ecstatic“ lag. Dementsprechend versammelte er eine Unmenge an musikalischem Talent für dieses Comeback: eine prominente Produzenten-Riga, zusammengesetzt aus den Chart-Wundern The Neptunes, dem Beat-Zauberer Madlib, dessen Bruder Oh No – und sogar ein posthumer Beitrag von der wenige Jahre vorher verstorbenen HipHop-Legende J Dilla. Am Gastgesang und Piano zu hören war Georgia Anne Muldrow, außerdem gab es Features vom HipHop-Urgestein Slick Rick und Talib Kweli, Beys Black-Star-Kollegen. // Genau wie Beys globale Poesie reist auch die Musik auf diesem Album in entlegene Ecken. „Supermagic“ eröffnet das Album mit einer gesampleten Bollywood-Sängerin. In „No Hay Nada Mas“ erklingen Flamenco-Gitarren – während Bey auf Spanisch rappt. „Casa Bey“ ist ein Samba-Funk-Cocktail, dessen Basis von der brasilianischen Gruppe Banda Black Rio entliehen wurde. Und in „Auditorium“ samplet Madlib persische Streicher und Zupfinstrumente – ein perfekter Kontrapunkt zu Beys Irak-Krieg-Kritik. Sowohl im Text als auch in der Musik schauen Bey und seine KollegInnen stets über den Tellerand. „The Ecstatic“ ist mehr als nur ein grandioses Comeback, es ist ein Album, das von seinen ZuhörerInnen viel abverlangt – und sie mit einem großen, globalen Conscious-Rap-Album belohnt, das seinesgleichen sucht.

Um die Sonne: Psych-Rock und Funk bei The Heliocentrics

Von ByteFM Redaktion
(26.01.2020)
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Um die Sonne: Psych-Rock und Funk bei The Heliocentrics
The Heliocentrics' „Burning Wooden Ship“ mag kein Free-Jazz sein wie bei Sun Ra. Eher ist sie ein Trip zwischen 60er-Psychedelic-Rock und Funk. Aber sie schreitet merklich durch Türen, die Sun Ra aufgestoßen hat, betritt durch sie Hallräume und Echokammern und bewegt sich so frei, wie sie möchte. Und hält dann mittendrin auch zwischendurch einfach einmal inne. Beinahe so, als schaute sie sich in diesen Räumen um. Das Stück lässt sich nicht sagen, welchen Weg es beschreiten soll, denn es lebt durch seine Freiheit. Irgendwann orientiert es sich neu und nimmt wieder an Fahrt auf. Ein Style, der auch einem der einflussreichsten Freunde abseitiger Sounds und Rhythmen gefällt: Madlib bringt im Februar das nächste The-Heliocentrics-Album heraus. Der HipHop-Producer zeigte schon auf seinem 2019er Album „Bandana“ mit Freddie Gibbs eine Neigung zum Psych-Rock. Das Album „Infinity Of Now“ von The Heliocentrics erscheint am 14. Februar 2020 auf dem Label Madlib Invazion. Der Vorabsong „Burning Wooden Ship“ ist heute unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

ByteFM Mixtape

ZEIT ONLINE

(18.09.2008 / 17:00 Uhr)
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ByteFM Mixtape - ZEIT ONLINE
Gespielt werden Stücke von Roots Manuva, Mos Def, Public Enemy, Wu-Tang Clan und Madlib. // Madlib – Um die Welt mit dem Yesterdays New Quintet

Breakbeat-Formwandler Machinedrum: neuer Track mit Freddie Gibbs

Von ByteFM Redaktion
(11.08.2020)
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Breakbeat-Formwandler Machinedrum: neuer Track mit Freddie Gibbs
Breakbeat-Formwandler Travis Stewart alias Machinedrum hat auf seiner neuen Single „Kane Train“ einen unerwarteten Gast. Den kollaborationsfreudigen Rapper Freddie Gibbs nämlich. Unter anderem hat er im vergangenen Sommer mit dem Producer Madlib das Album „Bandana“ herausgebracht, das bei ByteFM im Juli 2019 unser Album der Woche war. Aber auch vor elektronischeren Bereichen an den Grenzen des HipHop scheut Gibbs nicht zurück. So verlieh er zum Beispiel bereits vor fünf Jahren der düsteren Elektronik im Track „My Dope House“ von Kaytranada durch seine Vocals einen funky Twist. Freddie Gibbs' musikalische Neugier machte ihn nicht nur zum idealen Partner für den Leftfield-Beatmaker Madlib; auch in Travis Stewart hat er einen kongenialen Partner gefunden. Nicht nur seine unruhige Vielfalt an Pseudonymen macht den Produzenten aus North Carolina zum Breakbeat-Formwandler. Auch – und insbesondere – in seinen Tracks macht ihn seine musikalische Rastlosigkeit zu einem unberechenbaren Überraschungsgaranten. Der im Team mit dem britischen Drum-&-Bass-Produzenten Om Unit unter dem Namen Dream Continuum die Grenzen von Bassmusik aufregend ausfransen lässt. Die Zusammenarbeit mit Freddie Gibbs ist denn auch nur scheinbar ein relativ klassischer HipHop-Track. Doch hinter Gibbs' Rap eröffnen sich in „Kane Train“ noch ganz andere Welten, wenn man auch nur semi-gut hinhört.

60minutes

(09.04.2009 / 22:00 Uhr)
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The King Of Beats Madlib setzt die Beat Conducta-Reihe fort. Auf Beatconducta Vol 5 & 6 // Madlib beweist ein erstklassiges Händchen bei der Auswahl an alten Jazz, Funk, Soul und

60minutes

Alles was das Ohr begehrt

(06.07.2019 / 19:00 Uhr)
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Fünf Jahre nach dem Debütalbum "Pinata" haben sich die beiden erneut zusammen getan: Freddie Gibbs und Madlib, the beatkonducta. Der gestandene Gangsta-Rapper mit den notwendigen Skills und der schlaufüchsige Beat & Sample-Meister. Auf dem neuen Album Bandana setzen die beiden dem ganzen noch mal die Krone auf!

Beat Repeat

Repeat:2014

(30.12.2014 / 22:00 Uhr)
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Beat Repeat - Repeat:2014
Heute geht es um Traumkollaborationen (Freddie Gibbs & Madlib), Mashup-Wunderwerke (Mos Def & Marvin Gaye are Yasiin Gaye), Glitzer R’n’B (Cashmere Cat), Soul-Überraschungsmomente („Black Messiah“ von D’Angelo) und mein ganz persönliches Deutsch-Rap-Revival (Shawn the Savage Kid).

Das Universum des MF DOOM: Daniel Dumile in zehn Songs

Von ByteFM Redaktion
(04.01.2021)
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Das Universum des MF DOOM: Daniel Dumile in zehn Songs
Das nächste Projekt von Daniel Dumile ist das möglicherweise ambitionierteste Album seiner Karriere. Im Produzenten Otis Jackson Jr. alias Madlib fand er einen perfekten Partner-in-Crime für seine um die eigene Achse routierenden Zeilen. Madlibs Beats agieren außerhalb der Regeln von Raum und Zeit, verwandeln sich binnen Sekunden. Ein Kaleidoskop aus obskuren Samples aus aller Welt. Auf ihrem einzigen gemeinsamen Album liefert dieses match made in heaven namens Madvillain keine einzige Hookline. Stattdessen folgt ein bewusstseinserweiternder Reim, ein kopfverdrehender Beat auf den nächsten. In „Accordion“ baut Jackson Jr. Aus dem titelgebenden Instrument ein fast schon meditatives Mantra, über das Dumile Zeilen für die Ewigkeit rappt: „Living off borrowed time, the clock tick faster.“ „It's like they know what's 'bout to happen / Just keep ya eye out, like ‚Aye, aye, captain.‘.“ „Got more lyrics than the church got ‚Ooh, Lord’s / And he hold the mic and your attention like two swords.“

Hidden Tracks

(07.10.2008 / 22:00 Uhr)
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Hidden Tracks
Neue Musik von u.a. Madlib,King Cannibal und AJ Holmes seiner Band

ByteFM Magazin am Abend

Ungewöhnliche Zusammenarbeiten und Battle-Rap

(05.01.2021 / 21:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von Molly Burch & Wild Nothing, Madlib & Four Tet, unserem Album der Woche „Curtis“ von Curtis Mayfield und unserem Track des Tages „DIV“ von Lady Leshurr.

Verstärker

Soul
mit Dirk Böhme

(24.07.2012 / 21:00 Uhr)
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Madvillain sind Madlib und MF Doom. Dooms Beats nutzt Masta Ace für seine Erzählung seiner musikalischen Sozialisation (natürlich der Soul der 70er Jahre) auf „Nineteen Seventy Something“.