Artists

Artists / F


Felt

Felt waren eine von 1979 bis 1989 existierende britische Post-Punk-Band aus Birmingham, England. Ihr einziges konstantes Mitglied war der Sänger und Gitarrist Lawrence Hayward, der schlicht Lawrence genannt wurde. Weitere Langzeitmitglieder waren Maurice Deebank (Gitarre, Bass), Gary Ainge (Schlagzeug, Percussion) und Martin Duffy (Keyboard). „Crumbling The Antiseptic Beauty”, das Debütalbum von Felt, ist im Jahr 1982 über Cherry Red Records (The Fall, Pere Ubu, Marc Almond) erschienen.

Felt sind bekannt für ihre atmosphärischen Songs mit sphärisch-melancholischen und zuweilen psychedelischen Gitarrenklängen sowie für Lawrences Texte, die eine Spannbreite von introspektiv bis surreal abdecken und häufig von seinem eigenwilligen Humor geprägt sind. Lawrence, der Felt zunächst als Soloprojekt gründete, veröffentlichte 1979 die noisig-sperrige Single „Index”. Da sich diese als Erfolg in Indie-Fanreihen erwies, beschloss der Musiker, Felt zu einer richtigen Band zu machen. Als Trio mit Lawrence als Sänger und Rhythmusgitarrist, seinem Schulfreund Nick Gilbert als Drummer und Maurice Deebank an der Leadgitarre, sicherten sich Felt 1980 zwei Gigs als Supportact von The Fall. Anschließend unterschrieb die Band einen Vertrag bei Cherry Red Records, die ihre ersten vier Alben veröffentlichten, darunter das von Robin Guthrie von Cocteau Twins produzierte „Ignite the Seven Cannons” (1985). Insgesamt haben Felt zehn Alben veröffentlicht, die in Indie-Kreisen Kultstatus genießen. Acts wie Belle & Sebastian, Girls und The Tyde nennen die Band als wichtigen Einfluss.

Lawrence ist seit 1998 der Sänger, Gitarrist und Synthesizer-Spieler der Band Go-Kart Mozart. ByteFM-Moderator Kai Bempreiksz hat sich 2018 in einer Ausgabe seiner Sendung Hidden Tracks mit Felt beschäftigt.


Fenster

2010 gründeten die Jonathan Jarzyna und JJ Weihl die Band Fenster. Jarzyna aus Berlin und Weihl aus New York, fanden beide Freude am gemeinsamen Musizieren und begannen so in einem Berliner Proberaum eben dies zu tun. Bei einer ihrer Proben stürzte Weihl ein kaputtes Fenster auf den Kopf, was den zufallsbedingten Bandnamen erklärt. Gemeinsam mit dem Keyboarder Lucas Ufo und dem Schlagzeuger Elias Hock schreiben sie Songs, die einen gleichzeitig mit experimentellen Sounds herausfordern und mit großen Pop-Melodien umarmen.


Festland

Lieber Kritikerliebling als „Everybody’s Darling“, denken sich womöglich Festland, die Musik machen, die sich kaum in eine Schublade packen lässt. Zwischen Stücken mit Accapella-Disco-Einschlag und Songs, die klingen wie eine Mischung aus Neo-Klassik und Bossa Nova schafft es das Trio aus Essen trotzdem, unheimlich dicht und konsistent zu wirken. Was vielleicht auch am charakteristischen, mehrstimmigen Gesang der Musiker liegt.

2016 veröffentlichten Festland ihr drittes Album „Durch die Winde wehn“.
 


Fettes Brot

Fettes Brot sind eine Hamburger HipHop-Gruppe, die in Deutschland zu den Genre-Pionieren gehört. Bekannt wurden sie 1995 mit dem Stück „Nordisch By Nature“, bei dem zwei Strophen auf Plattdeutsch gerappt sind. Der Titel ist eine Anspielung auf die damals populäre US-Crew Naughty By Nature. 1997 hatten Fettes Brot mit „Jein“ einen weiteren großen Hit. Im Laufe der Jahre entfernte sich die Band ein wenig von ihren HipHop-Wurzeln und konnte ihren Erfolg mit Hits wie „Schwule Mädchen“ weiter ausbauen. Fettes Brot haben das Kunststück geschafft ein sehr breites Publikum anzusprechen, ohne ihre künstlerische Integrität aufzugeben.

Die Bandmitglieder stammen allesamt aus dem Hamburger Umland. Fettes Brot besteht aus den Rappern König Boris (Boris Lauterbach), Dokter Renz (Martin Vandreier) und Björn Beton (Björn Warns). In den Anfangstagen der Band, 1992, war auch Tobi Tobsen (Tobias Schmidt) mit von der Partie, der später mit Mirko Bogojević als Der Tobi und das Bo erfolgreich war. Bis zum Jahrtausendwechsel war DJ Rabauke (Thomas Jensen) viertes Mitglied der Band. 1999 produzierten die „Brote“ mit dem Unterhaltungsmusikproduzenten James Last den Track „Ruf Mich An“.

Zwischen 1995 und 2019 haben Fettes Brot neun Studioalben veröffentlicht, die alle in die Top 30 der Charts kamen. Am erfolgreichsten war 2005 „Am Wasser Gebaut“, das ebenso wie die Single „Emanuela“ mit einer goldenen Schallplatte für über 100.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet wurde. Ein Jahr zuvor spielte die Band im Hörspiel „Im Bann des Voodoo“ aus der „Die-drei-???“-Reihe mit. Im Jahr 2013 spielten sie als Brote Flora ein Konzert in der Roten Flora in Hamburg zur Unterstützung des alternativen Veranstaltungsortes.


Fiona Apple

Fiona Apple (*13. September 1977 als Fiona Apple McAfee-Maggart) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Pianistin aus New York City. Ihr gefeiertes Debütalbum „Tidal“ ist 1996 erschienen. 

Fiona Apple verweigert in ihrer Musik kurzlebige Trends und Genre-Zuschreibungen. Sie steht für unkonventionellen, emotionalen Art-Pop mit Fokus auf Piano und Percussion. In ihren wortstarken, introspektiven Texten beschreibt sie häufig persönliche Erfahrungen mit Depressionen und Angstzuständen. Aufgewachsen ist McAfee-Maggart als Tochter einer Sängerin und eines Schauspielers in New York. Dort begann sie bereits im Kindesalter Jazz-Standards von Musiker*innen wie Billie Holiday und Ella Fitzgerald nachzuspielen und eigene Stücke zu komponieren. Durch ein Demo-Tape wurde 1994 Das Label Sony auf sie aufmerksam. Ihr aus zahlreichen, dramatischen Trennungssongs bestehender Debüt-Longplayer „Tidal“ wurde mit einem Grammy ausgezeichnet und brachte ihr schnell den Ruf als eine der stärksten Songwriter*innen ihrer Zeit ein. Ihr zweites Album, das aufgrund seines langen Titels meist mit „When The Pawn …“  abgekürzt wird, folgte 1999 und fiel ähnlich erfolgreich aus. Fiona Apple hat seither mit zahlreichen renommierten Künstler*innen kollaboriert, darunter Johnny Cash, Jon Brion, Maragret Cho und Bob Dylan. Ihr größtes musikalisches Idol ist die britische Art-Pop-Musikerin Kate Bush. 

Fiona Apple veröffentlichte ihr fünftes Album „Fetch The Bolt Cutters“ im Jahr 2020 und erhielt dafür begeisterte Kritiken. Mediales Aufsehen erregten auch die ungewöhnlichen Umstände, unter denen es aufgenommen wurde: Sie und ihre Band hatten dafür ihr Haus am Venice Beach zweckentfremdet, um mit verschiedenen Gegenständen zu musizieren.


First Breath After Coma

First Breath After Coma benannten sich nach einem Song der Post-Rock-Band Explosions In The Sky. Dementsprechend lässt sich die Musik des portugiesischen Quintetts auch diesem Genre zuschreiben. Wie auch andere Post-Rock-Bands spielen First Breath After Coma mit dem Wechsel zwischen leise und laut, sanft und gewaltig – ergeben sich dabei aber seltener klischeehaften Noise-Finalen, sondern lassen lieber Streicher und Bläser den Himmel aufreißen.


FKA Twigs

FKA Twigs ist das Alias von Tahliah Barnett, einer 1988 in Tewkesbury, England geborenen Sängerin und Songwriterin der experimentellen Elektronik. Ihr gefeiertes Debütalbum „LP1“ erschien im Jahr 2015.

FKA Twigs arbeitet genreübergreifend. Sie bedient sich Stilmitteln der experimentellen Elektronik, des Trip-Hop, Industrial sowie choraler Musik. Versuche seitens der Presse, ihre Musik in die Alternative-R&B-Schublade zu stecken, lehnt die Künstlerin ab, da sie der Meinung ist, diese Einordnung hänge ausschließlich mit ihrer nicht-weißen Hautfarbe zusammen. Barnett begann ihre Karriere als Backgroundtänzerin für unter anderem Kylie Minogue, Ed Sheeran und Taio Cruz. 2012 releaste sie ihre Debüt-EP „EP1“ online. Nach der Veröffentlichung des Musikvideos zu ihrer ersten Single „Water Me“ wurde sie von der Tageszeitung The Guardian in deren „New-Band-of-the-Day“-Rubrik porträtiert und kurzzeitig danach vom Indie-Label Young Turks gesignt, über das sowohl die EP „EP2“ als auch ihr Debütalbum „LP1“ erschien.

Das Nachfolgewerk „Magdalene“ aus dem Jahr 2019 produzierte FKA Twigs weitestgehend selbst, mit der Hilfe von unter anderem Nicolas Jaar, Metro Boomin und Jack Antonoff. Die Vorabsingle „Holy Terrain“ mit dem Gastrapper Young Thug war Track des Tages bei ByteFM.


The Flaming Lips

The Flaming Lips sind eine US-amerikanische Psychedelic-Rock-Band, die 1983 in Oklahoma City gegründet wurde. Ihre Mitglieder sind Wayne Coyne (u. a. Gesang, Gitarre, Keyboard), Michael Ivins (Bass, Keyboard), Steven Drozd (u. a. Gitarre, Bass, Keyboard, Gesang), Derek Brown (u.a. Gitarre, Keyboard), Jake Ingalls (Keyboard, Gitarre), Matt Duckworth Kirksey (u. a. Schlagzeug, Keyboard) und Nick Ley (Percussion, Schlagzeug, Samples). Ihre Debüt-LP „Hear It Is“ erschien 1986. 

The Flaming Lips sind vor allem für ihre ausufernden, effektlastigen Psychedelic- bzw. Art-Rock-Experimente bekannt, die sie mit eingängigen Elementen kombinieren. Die ursprünglich mit Wayne Coynes Bruder Mark am Gesang gegründete Band veröffentlichte zunächst einige gitarrenlastige Alternative-Rock-Alben, bevor sie sich ab 1995 einem elektronischeren Psychedelic-Sound zuwandte. Der Mainstreamerfolg setzte mit dem 1999 veröffentlichten „The Soft Bulletin“ ein, das von Kritiker*innen vor allem für seine originelle Kombination von traditioneller Instrumentierung mit Synthesizern und elektronischen Beats gelobt wurde. Auch der Nachfolger „Yoshimi Battles The Pink Robots“ (2002) war sowohl kritisch als auch kommerziell äußerst erfolgreich. Ein weiteres Highlight ihrer Karriere war der Track-für-Track-Tribut „The Dark Side Of The Moon“, bei dem The Flaming Lips gemeinsam mit der befreundeten Band Stardeath and White Dwarfs das klassische Pink-Floyd-Album interpretierten, mit der Unterstützung von Henry Rollins und Peaches. Ein ähnliches Projekt präsentierten sie im Jahr 2014: Auf „With A Little Help From My Fwends“ coverten sie alle Songs des „Sgt.-Pepper’s“-Albums von The Beatles, mit Gastbeiträgen von unter anderem Miley Cyrus und J Mascis. 

Im Mai 2020 kündigte die Psych-Pop-Single „Flowers Of Neptune 6“ das Erscheinen der 16. The-Flaming-Lips-LP „American Head“ an.


Flasher

Seit ihrer selbstbetitelten Debüt-EP von 2016 verfolgt das aus Washington stammende Post-Punk-Trio Flasher einen äußerst kollektivistischen Ansatz des Songwritings: Musik und Text werden gemeinsam geschrieben, Gesangslinien per Call and Response aufgenommen und dann gemeinsam harmonisiert. Heraus kommen dabei verträumte Power-Pop Songs wie „Sun Come And Golden“ – beispielhaft für die erstaunlich Ego-freie Zone, die sich Flasher geschaffen haben. Im Juni 2018 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Constant Image“.


Flatbush Zombies

Flatbush Zombies sind eine US-amerikanische HipHop-Crew aus Brooklyn, New York. Gegründet wurde sie 2010 von den Rappern Meechy Darke, Zombie Juice und Erick Arc Elliott, der zugleich auch als Produzent der Gruppe fungiert. Zusammen mit den ebenfalls aus Brooklyn stammenden The Underachievers und Pro Era bilden sie zudem das Kollektiv Beast Coast. 2016 erschien ihr Debüt-Album „3001: A Laced Odyssee“, das gleich in der ersten Woche 28.000 mal verkauft wurde.

Alle drei Mitglieder der Gruppe wuchsen in Flatbush, einem Teil Brooklyns auf und freundeten über ihr gemeinsames Interesse an japanischen Animes an. Zu Beginn ihrer Karriere waren Flatbush Zombies sowohl live als auch mit Online-Videos sehr aktiv und bekamen Aufmerksamkeit aus der Szene für ihre Mixtapes.

Das zweite Album von Flatbush Zombies „Vacation In Hell“ erschien 2018 und konsolidierte ihren Erfolg bei Kritikern und Publikum. Im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt, die durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd ausgelöst wurden, veröffentlichen Flatbush Zombies im Juni 2020 die EP „Now More Than Ever“ von der der Track „Iamlegend“ als Single ausgekoppelt wurde. Im August desselben Jahres war die von James Blake produzierte Single „Afterlife“ ByteFM Track des Tages.

 


Fleetwood Mac

Fleetwood Mac wurden 1967 vom Schlagzeuger Mick Fleetwood, dem Sänger und Gitarristen Peter Green, dem Bassisten John McVie sowie dem zweiten Gitarristen Jeremy Spencer als Blues-Rock-Band gegründet. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien noch im selben Jahr. 1968 stieß Danny Kirwan als dritter Gitarrist zu Fleetwood Mac. Die ersten Hits der Band waren „Albatross“, „Oh Well“ und „Black Magic Woman“, das 1970 von Carlos Santana gecovert wurde.

Peter Green verließ 1970 die Band, die sich langsam in Richtung Rock und Pop bewegte. Keyboarderin, Sängerin und Songschreiberin Christine Perfect (die spätere Ehefrau von John McVie) stieß mit dem nächsten Album „Kiln House“ zur Band und prägte den Sound von Fleetwood Mac über die nächsten Jahrzehnte maßgeblich. Ein Jahr später kam Bob Welch als weiterer Songschreiber, Sänger und Gitarrist hinzu, der die Hits „Sentimental Lady“ und „Hypnotized“ schrieb.

Der Durchbruch in Superstar-Sphären kam für die Band, als das Songwriter-Paar Lindsey Buckingham und Stevie Nicks 1975 – nach einem wenig erfolgreichen gemeinsamen Album – Bob Welch ersetzten. Die folgenden Alben „Fleetwood Mac“, „Rumours“ und „Tusk“ mit den Hits „Go Your Own Way“, „Don‘t Stop“ und „Dreams“ wurden Millionen-Seller. Bis heute nimmt die Band in verschiedenen Besetzungskombinationen auf und tourt. Die einzigen Konstanten im Line-Up sind Mick Fleetwood und John McVie.


Flohio

Flohio ist der Künstlerinnenname der britisch-nigerianischen Rapperin Funmi Ohiosumah. „Nowhere Near”, die Debüt-EP der in Lagos, Nigeria geborenen und in London, England aufgewachsenen Künstlerin, ist im Jahr 2016 erschienen.

Flohios Tracks zeichnen sich durch radikale, konfrontative Lyrics und rohe, basslastige Elektronik-Beats aus. Mit HipHop kam sie in ihren frühen Teenagerjahren in einem Jugendzentrum in Berührung. Im Alter von dreizehn Jahren schrieb sie – beeindruckt von MCs wie Eve und Lil Wayne – ihre ersten Lyrics. Einige Jahre später fand sie einen Job als Grafikdesignerin bei dem britischen Label Ninja Tune (Young Fathers, Roots Manuva, Kate Tempest), wo sie Artworks für renommierte Acts wie Bonobo gestaltet hat. Den Job gab sie nach vier Jahren zugunsten ihrer Musikkarriere auf, nachdem sie durch ihren Auftritt auf dem Glastonbury Festival im Jahr 2017 einem größeren Publikum bekannt geworden war. Seither ist Flohio als Support für Künstler*innen wie Princess Nokia und Clams Casino aufgetreten. Mit Letzterem hat sie 2018 den Track „Pounce” aufgenommen. Im Folgejahr war sie als Featuregast auf dem Song „How Long’s It Been” von The Streets vertreten. Mit Alpha betreibt die Künstlerin ihr eigenes Label. Ihre Musik auf großen Labels zu releasen lehnt Flohio, deren Motto „DIY Or Die” ist, ab.

Flohios Song „Way2”, den sie im Jahr 2019 über Alpha veröffentlicht hat, war im September desselben Jahres ByteFM Track des Tages.


Flying Lotus

Flying Lotus (*7. Oktober 1983 in Los Angeles als Steven Ellison) ist ein US-amerikanischer Produzent, Musiker, DJ und Rapper. Sein Debütalbum „1983“ erschien 2006 und lieferte einen ersten Vorgeschmack auf das, was heute als typisch gilt für seine HipHop-Beats: Musikalische Experimentierfreudigkeit und Samples zwischen Jazz, Electro und Obskuritäten.

Ellison stammt aus einer musikalischen  Familie: Seine Großmutter Marilyn McLeod war als Songwriterin für Motown-Künstler*innen wie Marvin Gaye und Diana Ross tätig. Die erfolgreiche Jazzmusikerin Alice Coltrane ist seine Tante. Ellison selbst begann seine musikalische Karriere als Musikproduzent für einen US-amerikanischen Comedy-TV-Sender. Nach der Veröffentlichung seines – von Free Jazz und japanischem Proto-Synthiepop inspirierten – Debüts unterschrieb der ehemalige Stones-Throw-Praktikant und Filmstudent bei dem englischen Indie-Label Warp Records (Aphex Twin, Gonjasufi), über das er seither regelmäßig Alben veröffentlicht: „Los Angeles“ im Jahr 2008, zwei Jahre später „Cosmogramma“, welches Gastbeiträge von unter anderem Thom Yorke und Thundercat enthält. Das von Psychedelia und afrikanischer Percussion beeinflusste „Until The Quiet Comes“ erschien im Jahr 2012, auf das 2014 „You're Dead“ mit Features von unter anderem Kendrick Lamar und Snoop Dogg folgte.

Flamagra“, Flying Lotus' fünftes Album, war im Mai 2019 Album der Woche bei ByteFM. Es versammelt mit Anderson Paak, Toro Y Moi und David Lynch erneut prominente Gastauftritte. Auf seinem Label Brainfeeder hat Flying Lotus Musik von Künstler*innen wie Thundercat, Kamasi Washington und Salami Rose Joe Louis herausgebracht.


Fontaines D.C.

Fontaines D.C. sind eine irische Punk-Band aus Dublin. Die Gruppe besteht aus Grian Chatten (Gesang), Conor Deegan III (Bass), Carlos O'Connell (Gitarre), Conor Curley (Gitarre), und Tom Coll (Schlagzeug). Fontaines D.C. begannen 2017, eigene Aufnahmen zu veröffentlichen. Das Debüt-Album „Dogrel“ erscheint im April 2019 auf dem US-amerikanischen Indie-Label Partisan Records.

Als dichterische Einflüsse nennen Fontaines D.C. William Butler Yeats, Patrick Kavanagh und Shane MacGowan, dessen Folk-Punk-Band The Pogues auch eine der maßgeblichen musikalischen Inspirationen darstellt. Sänger Chatten erklärt, die Verbindung von Punk und traditioneller irischer Musik, der stets ein rebellisches Moment innewohne, sei sein als natürlich empfundenes musikalisches Idiom.

Das Debütalbum soll die Wahlheimat der Band, Dublin, mit ihren Facetten und Widersprüchen abbilden; im Zentrum des Bandkonzeptes stehen die Texte. Chattens wortreiche, über Post-Punk-beeinflusste Musik eher gesprochene als gesungene Darstellungen der Stadt unter den Einflüssen von Traditionen, Xenophobie, Kapitalismus und Gentrifizierung lassen sich in dieser Hinsicht in eine Traditionslinie einordnen, die mit „Punk-Dichtern“ wie John Cooper Clarke oder Mark E. Smith ihren Anfang nahm. 2020 war das zweite Album der Band „A Hero's Death“, wie sein Vorgänger „Dogrel“ im Vorjahr, ByteFM Album der Woche. Klanglich präsentierten Fontaines D.C. sich beim Zweitling weniger ungestüm und atmosphärischer.


Foonyap

Bereits mit vier Jahren begann Foonyap das Geigespiel zu erlernen. Geboren und aufgewachsen ist sie in Calgary, Kanada, umgeben von klassischer Musik, Katholizismus und der chinesischen Kultur ihrer FamilieInnere Zerrissenheit und Entfremdung sind die Themen die Foonyap in ihre folkloristisch, experimentelle, oft minimalistische Musik bettet, die von der Kritik bereits mit Kate Bush oder auch Björk verglichen wurde. Nach dem Langspieler „Palimpsest“ erschien 2017 die EP „Apropos“ auf der vier Stücke des Albums elektronisch neuinterpretiert werden.


Forever Pavot

Forever-Pavot-Frontmann Emile Sornin hat ein besonderes Gespür für die Komposition seiner Musik. Er scheint einer anderen Zeit entsprungen zu sein, jedenfalls gelingen ihm die Arrangements samt 68‘s-Finesse. Das Album „Rhapsode“ legt sich wie eine zweite Haut über die Genese des Psychedelic-Rock. Forever Pavots „Electric Mami“ und „Miguel El Salam“ verneigt sich vor dem Erbe der Beach Boys, Zombies und einschließlich Ennio Morricone.


Four Tet

Four Tet ist der Name des Soloprojekts von Kieran Hebden (*1977 in London), einem britischen Experimentalmusiker, der als Teil des Post-Rock-Trios Fridge erste Bekanntheit erlangte. „Dialogue“, das Debütalbum von Four Tet, erschien 1999 über Output Recordings.

Hebden, der als Sohn einer Inderin und eines Engländers in London geboren wurde, gründete 1994 mit seinen Schulfreunden Adem Ilhan und Sam Jeffers die Band Fridge.1998 begann Hebden unter dem Namen „Four Tet“ solo Musik zu veröffentlichen. Sein erstes Release war die rund 36 Minuten und 25 Sekunden lange Single „Thirtysixtwentyfive“, ein atmosphärischer Jazz-HipHop-Hybrid, den Output Recordings seinerzeit als „epische Klanglandschaft“ bezeichnete. Später zeichneten sich die Tracks von Four Tet, neben der Verarbeitung von Einflüssen aus Jazz und HipHop, insbesondere durch ihre Vermischung von Elementen aus Folk und Elektronik aus. So gilt sein zweites Album „Pause“ aus dem Jahr 2001 als Vorreiter des Folktronica-Genres – ein Label, das später genutzt wurde, um die Musik von Gruppen wie Caribou, Alt-J und Bon Iver zu beschreiben. Four Tet ist zudem ein gefragter Remixer, unter anderem für Aphex Twin, Radiohead, Lana Del Ray und J Dilla.

Nach „Morning/Evening“ (2015) und „New Energy“ (2017) ist „Sixteen Oceans“ (2020) das zehnte Studioalbum von Four Tet. Alle sind über sein eigenes, 2001 gegründetes Label Text Records erschienen.


Foxwarren

Foxwarren sind eine seit 2009 aktive vierköpfige Indie-Folk-Band aus Kanada, die aus Andy Shauf (Gesang, Gitarre, Keyboard), Dallas Bryson (Gesang, Gitarre) sowie den Brüdern Darryl (Bass) und Avery Kissick (Schlagzeug, Percussion) besteht. Im Jahr 2011 veröffentlichte die Gruppe mit „Has Been Defeated“ ihre Debüt-EP.

Foxwarren spielen überwiegend ruhige Folk-Songs mit Anleihen aus Psychedelic- und Softrock. Andy Shaufs zurückhaltende, hohe Gesangsstimme wird in der Regel von sanften Gitarrenmelodien begleitet, die deutlichen Bezug auf Folk- und Rockmusik der 1960er-Jahre nimmt. Von Fans und der Musikpresse werden häufig Vergleiche zu Donovan, The Beatles und Paul Simon gezogen. Durch die Rohheit des Sounds erinnert auch die Produktionsweise der Songs von Foxwarren an jene der 60er-Jahre.

Im Jahr 2018 veröffentlichten Foxwarren ein selbstbetiteltes Debütalbum über das US-amerikanische Indie-Label Anti-Records. Die dazugehörige Albumtour führte sie 2019 durch Kanada, die USA und Europa. Im selben Jahr war die Single „Everything's Apart“ Teil des Soundtracks der erfolgreichen US-Krimiserie „Sneaky Pete“.

 


Frank Black

Frank Black (6. April 1965 in Boston als Charles Michael Kittridge Thompson IV), auch bekannt als Black Francis, ist ein US-amerikanischer Rockmusiker, der sowohl als Sänger und Gitarrist der einflussreichen Alternative-Rock-Band Pixies als auch als Solomusiker und Kopf der Band Frank Black And The Catholics bekannt ist. Sein selbstbetiteltes Solodebüt erschien 1993 über 4AD.

Während das nach der Auflösung von Pixies entstandene „Frank Black“ an den noisigen Schrammel-Sound Blacks ehemaliger Band anknüpfte, fiel der Nachfolger „Teenager Of The Year“ deutlich diverser aus. Es verknüpfte poppige Melodien mit sperrigeren Songelementen und kombinierte Elemente aus unterschiedlichen Genres wie Rock ’n’ Roll, New Wave und Reggae. Das zur Zeit seines Erscheinens mäßig erfolgreiche Doppelalbum ist heute ein Kritiker*innenliebling und wird häufig als Blacks bestes Solowerk gehandelt. Im Jahr 1997 erschien das selbstbetitelte Debüt von Blacks neu gegründeter Band Frank Black And The Catholics. Mit dem rohen Sound der Demoaufnahmen zufrieden, entschied sich Black, die Platte ohne weitere Bearbeitung zu veröffentlichen, was zum Konflikt und schließlich zum Bruch mit seinem Label – Rick Rubins American Recordings – führte. Der Musiker meidet seitdem Langzeitverträge mit Plattenlabels. 

Im Jahr 2004 kam es zur Wiedervereinigung von Pixies, die seitdem regelmäßig live performen und neue Alben veröffentlichen. „Beneath The Eyrie“, das siebte Studioalbum der Band, erschien 2019. Frank Black veröffentlicht zudem weiterhin Soloalben, darunter das 2010 erschiene „NonStopErotik“.

 


Frank Ocean

Frank Ocean (*28. Oktober 1987 als Christopher Edwin Breaux) ist ein US-amerikanischer R&B-Sänger, Produzent und Songschreiber aus Long Beach in Kalifornien.

Zunächst begann Frank Ocean seine Musikkarriere als Ghostwriter und trat im Jahre 2009 dem HipHop-Kollektiv Odd Future bei, was ihm half, einen Plattenvertrag bei der Firma Def Jam zu bekommen. Trotz dieses Vertrages erschien Oceans erstes Mixtape „Nostalgia, Ultra“ 2011 zunächst als kostenloser Download. Von dieser Veröffentlichung stammt auch Oceans erster Chart-Hit „Novacane“. Als im Folgejahr der erste reguläre Langspieler „Channel Orange“ erschien, zementierte dieser den Star-Status des Künstlers und erreichte in zahlreichen Ländern die Top 10; in Deutschland die Top 30.

Nach diesem Erfolg und dem damit einhergehenden Erwartungsdruck ließ Frank Ocean sich vier Jahre Zeit für einen Nachfolger. Statt ein auf Charterfolg hin produziertes Werk abzuliefern, überraschte er Fans und Kritiker durch das experimentelle visuelle Album „Endless“ im August 2016 und am Folgetag das ebenfalls unkonventionelle reguläre Album „Blonde“, zuerst in Magazinform und als Download, später auf CD. 2018 veröffentlichte Ocean ein Cover des Soundtrack-Crooner-Standards „Moon River“. „DHL“ war 2019 der erste eigene neue Song des Künstlers seit „Blonde“.


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z