Talk Talk

Talk Talk Bild: Talk Talk (Foto: Parlophone/Warner)

Talk Talk waren eine britische Band aus London, die sich im Laufe der 1980er Jahre von recht simplem New Wave zu immer experimentellerem Art-Pop entwickelte. Sie bestand aus dem Sänger und Multiinstrumentalisten Mark Hollis, Paul Webb (Bass) und Lee Harris (Drums). Das erste erste Album „The Party's Over” (1982) enthielt den kleineren Hit „Talk Talk” und wurde vom David-Bowie-Toningenieur Colin Thurston produziert, der auch für die ersten beiden Alben von Duran Duran verantwortlich war. Der große Erfolg stellte sich dann 1984 mit dem zweiten Album „It's My Life” ein, das von Tim Friese-Greene produziert wurde, mit dem die Band bis zum Schluss eng zusammenarbeiten sollte. Der Titeltrack sowie „Dum Dum Girl” und insbesondere „Such A Shame” erreichten europaweit beachtliche Chartspositionen.

Die dritte LP von Talk Talk, „The Colour Of Spring” (1986) brachte noch „Life's What You Make It” in die Hitparaden, aber es wurde offensichtlich, dass die Band sich immer weiter vom Pop entfernte. Die Songs wurden von Album zu Album ruhiger, sparsamer instrumentiert und forderten vom Hörer mehr Aufmerksamkeit ein. Insbesondere „Spirit Of Eden” und „Laughing Stock” wurden zu Klassikern nicht chartkompatibler Popmusik.

Sänger Mark Hollis veröffentlichte 1998 ein selbstbetiteltes Soloalbum, das die Entwicklung seiner Band hin zu komplexen Strukturen und immer sparsamerer Instrumentierung fortsetzte. Anschließend zog er sich aus dem Musikgeschäft und der Öffentlichkeit weitgehend zurück. Am 24. Februar 2019 starb Hollis nach kurzer, schwerer Krankheit. Bassist Paul Webb nahm als Rustin Man 2002 mit Beth Gibbons von Portishead das Album „Out Of Season” auf und veröffentlichte 2019 und 2020 die beiden Alben „Drift Code” und „Clockdust”. Tim Friese-Greene ist seit den frühen 1990ern unter anderem mit der Band Heligoland aktiv.



Talk Talk im Programm von ByteFM:

Talk Talk – „April 5th“

(05.04.2019)
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Talk Talk (Foto: Parlophone/Warner) Wenn Ihr heute nur einen Song hört, dann diesen: Egal ob brandneu, historisch relevant oder einfach toll. Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor. // Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor. Die Musik von Talk Talk kann man relativ leicht in zwei Hälften teilen: Vor und nach „The Colour Of Spring“. Das dritte Album der britischen Band ist eine klassische Übergangsplatte, nicht mehr so strahlend poppig wie die ersten beiden und auch nicht so sakral abstrakt wie die letzten beiden. // So etwa in „April 5th“: Die Percussions stammen noch aus synthetischen Drumcomputern, die Struktur läuft noch nach dem altbewährten Schema Strophe-Refrain-Strophe-Refrain – doch die Musik um dieses Pop-Gerüst schwebt erhaben, während Hollis im Outro wie ein Gospel-Preacher in den Äther heult. Hier begannen Talk Talk, die Zeit anzuhalten. Mark Hollis ist im Februar im Alter von 64 Jahren gestorben. Heute – am 5.

Talk Talk - „Spirit Of Eden“ (Album der Woche)

(31.12.2018)
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Talk Talk - „Spirit Of Eden“ (Manhattan Records) Zwischen „Mirror Man“, der ersten Single, die Talk Talk je veröffentlichten und „Spirit Of Eden“ liegen nur sechs Jahre. Hört man beides nacheinander, wirkt es, als lägen Jahrzehnte dazwischen. // Konträr dazu steht „Spirit Of Eden“. Das religiöse Bild im Titel ist kein Zufall – müsste man das vierte Album von Talk Talk mit einem Wort beschreiben, dann böte sich „sakral“ an. Sänger und Gitarrist Mark Hollis, Schlagzeuger Lee Harris, Bassist Paul Webb und Produzent und inoffizielles viertes Bandmitglied Tim Friese-Green schufen auf dieser Platte Musik, die oft wie nicht von dieser Welt wirkt. // Sänger und Gitarrist Mark Hollis, Schlagzeuger Lee Harris, Bassist Paul Webb und Produzent und inoffizielles viertes Bandmitglied Tim Friese-Green schufen auf dieser Platte Musik, die oft wie nicht von dieser Welt wirkt. Talk Talk klangen hier plötzlich mehr nach Debussy als nach Duran Duran. Mehr nach Miles Davis als nach Tears For Fears. // Musik, die eher in einen Gottesdienst gehört als in eine Konzerthalle. Niemand war wütender über diese Entwicklung als EMI, das Label, das Talk Talk seit ihrem Debütalbum „The Party‘s Over“ unter Vertrag hatte. Mit dem Vorgängeralbum „The Colour Of Spring“ schenkte die britische Band ihrem Label ihr kommerziell erfolgreichstes Studioalbum, inklusive dem Hit „Life‘s What You Make It“. // Doch das Label hatte nicht richtig zugehört: „The Colour Of Spring“ mag ein Erfolg gewesen sein, deutete trotzdem klar den experimentellen Abenteuergeist dieser Band an. Talk Talk hatten begonnen, kunstvolle Arrangements und Improvisationen in ihren Pop einzuflechten. Mit „Spirit Of Eden“ sollten sie sich endgültig von den irdischen Fesseln der Pop-Charts loslösen.

Mark Hollis (Talk Talk) ist tot: ein Fadeout in fünf Akten

(26.02.2019)
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Mark Hollis, der im Alter von 64 Jahren gestorben ist Wird es jemals wieder eine Band wie Talk Talk geben? Eine Gruppe, die als Konsens-Kapelle begann und als kommerziell erfolglose KritikerInnen-Darlings endete? // Der Mann, der diese unmögliche Entwicklung orchestrierte, war Mark Hollis. Der am 4. Januar 1955 in London geborene Sänger und Gitarrist gründete Talk Talk im Jahr 1981. An seiner Seite: Keyboarder Simon Brenner, Schlagzeuger Lee Harris und Bassist Paul Webb. // Im selben Jahr tourten sie bereits mit Duran Duran, 1982 erschien das erste Album „The Party‘s Over“ auf dem Major-Label EMI Records. Zehn Jahre später waren Talk Talk eine komplett andere Band. Ihr hochambitioniertes, aber so überhaupt nicht chartstaugliches viertes Album „Spirit Of Eden“ hatte ihr Label fast ruiniert. // Die Band hatte ihre seltsame Entwicklung vollendet, jedes Album war leiser, seltsamer und zauberhafter als das vorige. 1991 lösten sich Talk Talk auf ihrem künstlerischen Höhepunkt auf. Mark Hollis veröffentlichte 1998 sein einziges Soloalbum. // „Such A Shame“ (1984) „Such A Shame“ ist wahrscheinlich der Song, den statistisch gesehen die meisten Menschen mit dieser Band assoziieren. Zwei Jahre nach ihrer ersten Single erreichten Talk Talk mit diesem Track ihren endgültigen Durchbruch. Und es ist ein wirklich seltsamer Hit-Song. Er beginnt introvertiert und düster, mit bedrohlichen Synthesizer-Flächen und düsteren Akkorden.

ByteFM Magazin

Elvis Costello, Talk Talk, Charles Mingus

(04.01.2019 / 19 Uhr)
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Unter anderem mit Musik von Elvis Costello, Talk Talk und Charles Mingus.

School Of Rock

30 Jahre „Spirit Of Eden“ von Talk Talk

(26.08.2018 / 11 Uhr)
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Ohne „Spirit Of Eden“ und den Nachfolger von 1991 „Laughing Stock“ wäre der Platz von Talk Talk in der Musikgeschichte irgendwo in der Liga der Euro-SynthPop/New Romantic 80er Hit-Acts á la Duran Duran oder a-ha.

One Track Pony

Let’s Talk Talk - Lo Moon

(06.03.2018 / 14 Uhr)
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Die amerikanische Band Lo Moon aus Los Angeles hat mit Ihrem selbstbetitelten Debüt viele Assoziationen zu den frühen Talk Talk hervorgerufen. Nicht zuletzt die Stimme von Sänger Matt Lowell und die Produktion von Chris Walla (Death Cab for Cutie) sorgen für ein atmosphärisch dichtes Songfundament, daß Samuel Stewart (der Sohn von Dave Stewart) mit vollmundigen Gitarren erweitert. // Frank Lechtenberg spielt in dieser Stunde einige Tracks aus dem Lo Moon Album sowie weitere Produktionen von Chris Walla und natürlich auch Talk Talk.

ByteFM Magazin

Zum Tod von Mark Hollis (Talk Talk), Sex Pistols in New York, Corinne Bailey-Rae

(26.02.2019 / 10 Uhr)
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Am gestrigen Montag, den 25.02.2019 wurde bekannt, dass Mark Hollis im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Diviam Hoffmann erinnert an den britischen Musiker, der als Sänger von Talk Talk und mit Solowerken tiefe Eindrücke in der Musikwelt hinterließ. Außerdem geht es um Sex Pistols – als eine der ersten Punk-Bands ging es für sie 1978 von London nach New York.

Spagat

Talk Talk, Nils Frahm & Die Heiterkeit

(27.02.2019 / 14 Uhr)
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Heute mit Musik von Talk Talk, Nils Frahm und Die Heiterkeit aus Hamburg.

ByteFM Magazin

Mark Hollis (Talk Talk), Sex Pistols und Little Simz

(26.02.2019 / 19 Uhr)
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Mark Hollis, Sänger von Talk Talk, ist im Alter von 64 Jahren verstorben, das wurde gestern bekannt gegeben. Heute vor 40 Jahren wurde das Album „The Great Rock 'n' Roll Swindle" zum Film über die Sex Pistols veröffentlicht.

Rocko Schamoni & Mirage – „Mark Hollis lebt!“

(28.02.2019)
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Der Hamburger Künstler, Musiker und Autor wollte einen Dokumentarfilm in England drehen. Das Ziel: den Ende der 90er-Jahre aus dem öffentlichen Leben verschwundenen Talk-Talk-Gründer Mark Hollis aufspüren – und ihm Blumen überreichen. „Als Dank für all die schönen Stunden, Tage und Wochen. // Das Stück wird von einem Piano-Riff angetrieben, das entfernt an den Talk-Talk-Hit „Life‘s What You Make It“ erinnert. Das Video zeigt Schamoni im Outfit, das Hollis im Clip zu „Such A Shame“ trug. Und Schamoni versucht gar nicht erst, den opulenten Talk-Talk-Sound zu imitieren – sondern zollt seinem Helden auf seine ganz eigene, schluffig-melancholische Art und Weise Tribut.

ClickClickDecker - „Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten“

(12.11.2018)
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ClickClickDecker - „Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten“ (Audiolith) Eine deutschsprachige Indie-Folk-Platte mit einem Feuerwerk aus Fuzz-Bass, Zirkus-Orgeln und Feedback-Noise zu eröffnen, das braucht Mut. Dann die Wall-of-Sound mit einer strahlenden Talk-Talk-Gitarre zu vollenden, auch. Der harte Schnitt im Anschluss auch, wenn die Rauchschwaden sich verziehen und nur noch Akustikgitarre und Gesang übrig bleiben.

Julia Holter – „Aviary“ (Rezension)

(30.10.2018)
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Doch die großen Höhepunkte, die dieses Album erreicht, machen alle Anstrengungen wett: Wenn zum Beispiel Holter im Album-Abschluss „Why Sad Song“ die sakrale Energie der späten Talk Talk mit der außerirdischen Schönheit eines Kate-Bush-Songs kreuzt. Oder sie im Finale des Herzstücks „I Shall Love 2“ den Songtitel wie ein heilendes Mantra wieder und wieder in den Äther singt – und schlussendlich das kakophone Gezwitscher mit Liebe übertrumpft.

Beth Gibbons wird 50

(05.01.2015)
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In der Zwischenzeit war Beth Gibbons solo tätig geworden. Zusammen mit Paul Webb, vorher Bassist bei Talk Talk, nahm die Musikerin 2002 "Out Of Season" auf, das in Deutschland auf Platz 13 der Albumcharts landete.

Floating Points kündigt neues Album „Crush“ an

(28.08.2019)
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Elektronische Experimente treffen bei dem Briten auf verträumte Jazz-Harmonien. Auf seinem Debütalbum „Elaenia“ im Jahr 2015 klang es so, als hätten sich Claude Debussy und Talk Talk auf ein Kaffeekränzchen mit Aphex Twin getroffen – während Four Tet im Garten sitzt und Schmetterlinge beobachtet.

P.A. Hülsenbeck - „Garden Of Stone“ (Album der Woche)

(26.11.2018)
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Gemeinsam haben sie einen sakralen Klangraum erschaffen: Songs wie „Survey“ oder „Speaking In Tongues“ klingen mit ihren weitläufigen Hallfahnen, als wären sie in einer Kathedrale aufgenommen worden. Es ist Post-Rock in der Tradition der späten Talk Talk, durchzogen von einer zeitlosen Ruhe. Genau wie diese Band lässt Hülsenbeck seine Stücke auch manchmal laut werden – die wenigen Momente, in denen plötzlich E-Gitarren kreischen und Schlagzeugbecken explodieren, lassen die ruhigen Passagen aber noch stiller wirken.

Songpremiere: Electronica-Duo Virginia Wing kündigt neues Album an

(08.03.2018)
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Im Vergleich zu der psychedelischen Elektronik von „Forward Constant Motion“ ist „The Second Shift“ ein deutlich aufgeräumteres Stück Musik. Die minimalistischen Drums und wabernden Synthesizerflächen erinnern an frühe Talk-Talk-Platten, während Richards mit einem unüberhörbaren Lächeln über ihre Selbstfindung singt: „I know the key / It‘s hidden in my own body.“ Und das gleißende Saxophon, das zwischendurch immer wieder den Song aufhellt, weckt warme Erinnerungen an ihre letztjährige Kooperation mit den Jazztronica-Fusionisten Xam Duo.

„Pygmalion“ von Slowdive wird 25 Jahre alt

(06.02.2020)
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Selbst die konventionellsten Stücke „Crazy For You“, „J's Heaven“ oder „Blue Skied An' Clear“ klingen wie Dream-Pop im Salzwassertank, losgelöst von irdischen Pop-Strukturen auf der Wasseroberfläche treibend. Ähnlich wie bei ihren spirituellen Vorreitern Talk Talk war auch Slowdives Label von dieser Musik nicht besonders begeistert. Creation Records ließ die Band nur eine Woche nach der Veröffentlichung von „Pygmalion“ fallen.

Stürmische Höhen, neblige Tiefen: Kate Bush in sechs Songs

(29.07.2018)
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Der Höhepunkt: „Misty“, ein sich über dreizehn Minuten stetig steigernder Song, der im Finale in einem emotionalen Feuerwerk gipfelt, das man sonst vielleicht nur von späten Talk-Talk-Platten kennt. Bush erreicht diese Intensität ganz ohne verzerrte Gitarren oder Wall Of Sound, sondern nur mit Stimme, Piano und Streichern.

Stille als Instrument: Mark Hollis wäre 65 Jahre alt geworden

(04.01.2020)
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Mark Hollis Mark Hollis‘ wichtigstes Instrument war die Stille. Dies gilt sowohl für seine Band Talk Talk, in deren Spätwerk er lautstarken Gitarrenlärm mit abstrakten Jazz-Meditationen kontrastierte, als auch für sein einziges Soloalbum.

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