Beth Gibbons

Beth Gibbons Beth Gibbons wurde bekannt als Sängerin der Trip-Hop-Band Portishead (Foto: Eva Vermandel)

Beth Gibbons (*4. Januar 1965 in Exeter, England, UK) ist eine britische Musikerin. Sie wurde Mitte der 1990er als Sängerin des Dark-Trip-Hop-Projekts Portishead bekannt. Neben ihrer Arbeit mit Portishead veröffentlichte sie das Album „Out Of Season” (2002) mit Rustin Man (Paul Webb, ehemals Bassist von Talk Talk), eine Aufnahme der 3. Symphonie des polnischen Komponisten Henryk Górecki (2019) und das Soloalbum „Lives Outgrown” (2024).

Mit ihren drei Schwestern wuchs Gibbons auf einem Bauernhof in der südenglischen Grafschaft Devon auf. In den späten 1980er-Jahren zog sie nach Bristol, wo sie mit Geoff Barrow und Adrian Utley Portishead gründete. Bristol war damals mit Acts wie Massive Attack und Tricky das Zentrum des aufkommenden Trip-Hop. Mit dem Album „Dummy” und der Single „Glory Box” gelang dem Trio ein überraschender Erfolg mit düster-melancholischen Songs über getragenen Beats und bisweilen geradezu verstörenden Samples.

Das 2002 veröffentlichte Album „Out Of Season” von Beth Gibbons & Rustin Man verzichtete weitgehend auf elektronische Klänge und schuf mit grandiosen Streicherarrangements ein perfektes Umfeld für Gibbons’ warme Stimme. 2019 folgte „Henryk Górecki: Symphony No. 3 – Symphony Of Sorrowful Songs Op. 36” mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks. Für ihr erstes nominelles Soloalbum „Lives Outgrown” arbeitete sie 2024 mit Lee Harris (Perkussion, wie Rustin Man zuvor bei Talk Talk) und dem Produzenten James Ford (Arctic Monkeys, Depeche Mode, Blur, Pet Shop Boys) zusammen.



Beth Gibbons im Programm von ByteFM:

Beth Gibbons – „Lives Outgrown“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(20.05.2024)
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Beth Gibbons – „Lives Outgrown“ (Album der Woche)
Beth Gibbons – „Lives Outgrown“ (Domino) Beth Gibbons klang schon immer so, als würde das Gewicht der ganzen Welt auf ihr lasten. Das war von Anfang an eine der vielen Eigenschaften, die ihre Stimme so besonders machte. Von den rauchigen Klageliedern des ersten Portishead-Albums „Dummy“ bis zur ultimativen Schmerz-Musik, die die Britin auf ihrer letzten Veröffentlichung in Album-Länge performte – Henryk Góreckis berühmte 3. Sinfonie. Ein Konzeptwerk über Mütter, die durch Krieg und Gewalt von ihren Kindern getrennt wurden. Bei all dem transzendentalen Leid, das sich in ihrer Musik finden lässt, wird Gibbons nie richtig laut. Darin liegt ihre Kraft. Das leise Zittern ihrer Stimme zieht aus ihrer Lunge durch das Mikrofon aus den Boxen direkt in Dein Knochenmark. Und lässt Dein Innerstes erbeben.

„Whispering Love“: Beth Gibbons wird 60!

Von ByteFM Redaktion
(04.01.2025)
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„Whispering Love“: Beth Gibbons wird 60!
Beth Gibbons wird 60 Jahre alt (Foto: Marcin Oliva Soto) Lange war Beth Gibbons die Stimme der Nacht, die mit ihrem so sanften wie markerschütternden Vibrato durch die dunklen Gassen Bristols geisterte. Die einzigen Lichtquellen in der Musik ihrer Band Portishead waren das kalte Flimmern der Straßenlaternen und das Flackern, das von vereinzelten Lampen durch verrauchte Nachtclubs wabert. Die Verzweiflung in ihrer Stimme und das Gewicht der Musik ließen nichts anderes durchscheinen. // Beth Gibbons wurde am 4. Januar 1965 im britischen Exeter geboren. Anlässlich ihres 60. Geburtstags ist „Whispering Love“ unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

„Lives Outgrown“: Beth Gibbons kündigt erstes Soloalbum an

Von ByteFM Redaktion
(08.02.2024)
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„Lives Outgrown“: Beth Gibbons kündigt erstes Soloalbum an
Musste viele Abschieden verarbeiten: Beth Gibbons (Foto: Netti Habel) Die britische Sängerin und Musikerin Beth Gibbons (Portishead) hat mit „Lives Outgrown“ ihr Solo-Debütalbum angekündigt. Produziert hat sie das Album gemeinsam mit James Ford (Arctic Monkeys, Depeche Mode, The Last Dinner Party) und Lee Harris (Talk Talk). Mit „Floating On A Moment“ gibt es bereits die erste Single daraus zu hören. Das Video dazu stammt von dem renommierten Multimedia-Künstler und Regisseur Tony Oursler, der unter anderem auch hinter David Bowies Musikvideo zu „Where Are We Now?“ steckt. Insgesamt zehn Stücke sind auf dem Longplayer enthalten, die über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren entstanden sind. // Beth Gibbons – „Lives Outgrown“ (Domino) // Zuletzt war von Beth Gibbons eine Zusammenarbeit mit Kendrik Lamar namens „Mother I Sober“ zu hören, die auf dessen Album „Mr. Morale & The Big Steppers“ (2022) zu hören war. „Lives Outgrown“ erscheint am 17. Mai 2024 via Domino Recordings. Hier könnt Ihr Euch das Musikvideo zur Single „Floating On A Moment“ ansehen:

Beth Gibbons & Rustin Man – „Out Of Season“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(02.01.2023)
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Beth Gibbons & Rustin Man – „Out Of Season“ (Album der Woche)
Beth Gibbons & Rustin Man – „Out Of Season“ (Go Beat!) Da zum Jahresende traditionell wenig neue Musik veröffentlicht wird, nutzen wir die Chance, den Blick nach hinten zu richten: Statt neuer Langspieler stellen wir wegweisende Alben vor, die 2022 ein Jubiläum gefeiert haben. In dieser Woche ist es „Out Of Season“ von Beth Gibbons & Rustin Man, das 2022 20 Jahre alt geworden ist. Ein sanfte Erschütterung. So klang die Musik von Beth Gibbons, als sie Anfang der 90er-Jahre mit ihrer Band Portishead aus der Trip-Hop-Szene Bristols auftauchte. Mehr noch als die atmosphärischen Instrumentals ihrer Kollegen Geoff Barrow und Adrian Utley war es ihr trauriger und wunderschöner Gesang, der das Trio zu einer Sensation machte. Eine Stimme, die seit dem 1994er Debüt „Dummy“ untrennbar mit tiefster Nachtmusik verbunden war. Wie die bedrohlich durch die Gassen rasselnden Beats von „Mysterons“. Oder die verrauchten Nachtclub-Vibes von „Only You“. Was aber nun, wenn diese Stimme diesen nokturnalen Klängen abschwört? Und stattdessen ein ganzes Album lang über klar strahlende Folk-Gitarren und Blechbläser singt? Was 1994 noch undenkbar gewirkt haben mag, wurde im nächsten Jahrtausend Realität: Auf „Out Of Season“, dem am 28. Oktober 2002 erschienenen gemeinsamen Album von Beth Gibbons und Rustin Man.

Alben des Jahres 2024 – Die Favoriten des ByteFM Teams

Von ByteFM Redaktion
(13.12.2024)
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Alben des Jahres 2024 – Die Favoriten des ByteFM Teams
Ruthie Foster – „Mileage“Romie – „Partysongs For The Downcast“Leif Vollebekk – „Revelation“Beth Gibbons – „Lives Outgrown“Niamh Regan – „Come As You Are“Anna Tivel – „Living Thing“Kaia Kater – „Strange Medicine“Nubya Garcia – „Odyssey“Lizzie No – „Halfsies“Twisted Pine – „Love Your Mind“ // Chuck Prophet – „Wake The Dead“ (feat. ¿Qiensave?)Endless Wellness – „Was für ein Glück“Fai Baba – „Fäderliecht“Beth Gibbons – „Lives Outgrown“Hermanos Gutiérrez – „Sonido Cósmico“Julia Holter – „Something In The Room She Moves“Khruangbin – „A La Sala“King Hannah – „Big Swimmer“Kit Sebastian – „New Internationale“Ty Segall – „Three Bells“ // Breymer – „When I Get Through“Arnold Burk – „11 Stücke mit Text“Aquaserge – „La Fin de l’Economie“Beth Gibbons – „Lives Outgrown“Suzan Köcher’s Suprafon – „In These Dying Times“Zinn – „Chthuluzän“Robert Stadlober – „Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut“Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp – „Vente Unique“Why? – „The Well I Fell Into“Loma – „How Will I Live Without A Body?“ // Beyoncé – „Cowboy Carter“Laurie Anderson – „Amelia“The Cure – „Songs Of A Lost World“Jack White – „No Name“P.P. Arnold – „Live In Liverpool“Laura Marling – „Patterns In Repeat“Noga Erez – „The Vandalist“Beth Gibbons – „Lives Outgrown“Meshell Ndegeocello – „The Gospel Of James Baldwin“Nick Cave And The Bad Seeds – „Wild God“ // Beth Gibbons – „Lives Outgrown“Ebow – „FC Chaya“Fastmusic – „I Want To Love, And I Love“Jamie xx – „In Waves“Jessica Pratt – „Here In The Pitch“Kendrick Lamar – „GNX“Little Simz – „Drop 7“Nia Archives – „Silence Is Loud“Porij – „Teething“Tyler, The Creator – „Chromakopia“ // Der Assistent – „Amnesie am Amazonas“Jessica Pratt – Here In The Pitch“Good Sad Happy Bad – „All Kinds Of Days“Nala Sinephro – „Endlessness“Beth Gibbons – „Lives Outgrown“Khruangbin – „A La Sala“Joe Davies – „Pardon My Late Response“Joachim Franz Büchner Band – „Hits In The Dark“Kamasi Washington – „Fearless Movement“LL Cool J – „The Force“

Beth Gibbons wird 50

Von ByteFM Redaktion
(05.01.2015)
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Beth Gibbons wird 50
„Gothic HipHop“, „Musique Noir“ – mit solchen Begriffen wurde versucht, 1994 die Musik von Portishead in Worte zu fassen. Deren Debüt „Dummy“ mischte die Musikpresse damals auf und machte den sogenannten Trip Hop populär. Portishead, das sind Beth Gibbons, Geoff Barrow und Adrien Utley. Gibbons und Barrow trafen sich an einem Ort, der eigentlich nicht für Schicksalsbegegnungen prädestiniert ist: in der Schlange beim Arbeitsamt in Bristol. // In der Zwischenzeit war Beth Gibbons solo tätig geworden. Zusammen mit Paul Webb, vorher Bassist bei Talk Talk, nahm die Musikerin 2002 „Out Of Season“ auf, das in Deutschland auf Platz 13 der Albumcharts landete. Seitdem gibt es immer wieder Gerüchte um eine Nachfolgeplatte, doch noch keine neuen Songs. Im Jahr 2014 war Beth Gibbons wieder mit Portishead auf Tour.

Beth Gibbons & The Polish National Radio Symphony Orchestra – „Henryk Górecki: Symphony No. 3“ (Rezension)

Von Marius Magaard
(03.04.2019)
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Beth Gibbons & The Polish National Radio Symphony Orchestra – „Henryk Górecki: Symphony No. 3“ (Rezension)
Beth Gibbons & The Polish National Radio Symphony Orchestra (Domino) // Doch das ungewöhnlichste Element dieses Triumvirats ist auch der Star dieses Albums: Den Solo-Sopran singt niemand anderes als Beth Gibbons. Die Künstlerin, die mit ihrer Band Portishead die melancholische Nachtmusik perfektionierte. Die Britin musste sich für dieses Projekt intensiv vorbereiten, um sowohl den polnischen Originaltext zu meistern als auch das emotionale Gewicht dieser Musik zu greifen. Die Songs von Portishead waren schon immer traurig, doch Góreckis Sinfonie ist eine ganz andere Hausnummer.

Die ByteFM Jahrescharts 2024

Von ByteFM Redaktion
(30.12.2024)
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Die ByteFM Jahrescharts 2024
8. Beth Gibbons – „Lives Outgrown“ Beth Gibbons klang schon immer so, als würde das Gewicht der ganzen Welt auf ihr lasten. Dieses Gewicht ist auch auf ihrem ersten offiziellen Soloalbum wieder spürbar. „Lives Outgrown“ ist in vielerlei Hinsicht ein Werk über Machtlosigkeit. Über den eigenen Körper, der, egal was man tut, immer älter und immer schwächer werden wird. Und über die Menschen, die einen umgeben. Gibbons begegnet dieser großen Machtlosigkeiten nicht nur mit Schmerz, sondern auch mit einer ruhelosen Neugier. Und die zeigt sich ganz besonders in der Musik dieses Albums, die meisterhaft zwischen folkiger Trauermusik, Breakbeats und Trompeten-Fanfaren oszilliert.

Songs des Jahres 2022

Von ByteFM Redaktion
(14.12.2022)
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Songs des Jahres 2022
Kendrick Lamar – „Father Time“Kendrick Lamar – „Mother I Sober“ (feat. Beth Gibbons) Domi & JD Beck & Anderson .Paak – „Take A Chance“Vince Staples – „When Sparks Fly“Joy Crookes – „Poison“Kokoroko – „Tojo“Iamdoechii – „Persuasive“Ki’Luanda – „Black And Proud“JuJu Rogers – „Buffalo Soldier“Ezra Collective – „Love In Outer Space“ (feat. Nao) // Erin Rae – „California Belongs To You“Molly Tuttle & The Golden Highway – „Crooked Tree“Stahlberger – „Hei zu Dir“Nik Colk Void – „Demna“Katy J Pearson – „Talk Over Town“Plains – „Problem With It“Special Interest – „Midnight Legend“ (feat. Mykki Blanco)Rosalía – „Saoko“Kendrick Lamar – „Mother I Sober“ (feat. Beth Gibbons)Mike Ständer Band – „Spiegel“ // Apsilon – „Lauf Weg“DJ Python – „Angel“Grim104 – „Numb“ (feat. LGoony)Kendrick Lamar – „Mother I Sober“ (feat. Beth Gibbons)Louie Vega – „Seven Mile“ (feat. Moodymann)OG Keemo – „Vögel“Omar S – „VAT 69“ (Godson Mix)Specter – „The Upper Room“Teleskop + Wooden Peak – „Graureihersee I“Tr One – „Pitchshift“ (feat. Elaine Dowling)

Songs des Jahres 2024 – Die Favoriten des ByteFM Teams

Von ByteFM Redaktion
(11.12.2024)
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Songs des Jahres 2024 – Die Favoriten des ByteFM Teams
Breymer – „Better Friend“Suzan Köcher‘s Suprafon – „Living In A Bad Place“Zinn – „Stirb Patriarchat stirb!“Arnold Burk – „Rechts“Peter Perrett – „I Wanna Go With Dignity“Beth Gibbons – „Lost Changes“Why? – „Later At The Moon“Breymer – „Medication“Mira Lu Kovacs – „Shut The Fuck Up And Let Go“Aoife O’Donovan – „Daughters“ // Beyoncé – „Texas Hold’em“Michael Kiwanuka – „Follow Your Dreams“Richard Thompson – „Freeze“John Cale – „Shark-Shark“Richard Hawley – „Do I Really Need To Know?“Beth Gibbons – „Floating On A Moment“José James – „38th & Chicago“Waxahatchee – „Crowbar“The Clearwater Swimmers – „Valley“Frank Turner – „Girl From The Record Shop“ // Wendy Eisenberg – „In The Pines“Godspeed You! Black Emperor – „Babys In A Thundercloud“Still House Plants – „M M M“Jpegmafia – „Exmilitary“MJ Lenderman – „She’s Leaving You“The Jesus Lizard – „Hide & Seek“Beth Gibbons – „Rewind“Safi – „Ich will ein Leben“Andrew Cyrille, Bill Frisell, Kit Downes – „Este a Székelyeknél“Kendrick Lamar – „Not Like Us“

Portishead – „Dummy“ wird 25 Jahre alt

Von Kristin Theresa Drechsler
(22.08.2019)
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Portishead – „Dummy“ wird 25 Jahre alt
Es sollte ungefähr 100 Jahre dauern, die beiden Herren eines Besseren zu belehren. Und zwar genau bis zum 22. August 1994. Der Tag, an dem Beth Gibbons, Geoff Barrow und Adrian Utley alias Portishead mit ihrem Debütalbum „Dummy“ den schwindelerregenden Abgrund in begehbares Gebiet verwandelten. Und mit ihrer Musik die menschliche Finsternis nicht ausgeleuchtet, sondern zum Leuchten gebracht haben. In Zeitlupe abgespulte HipHop-Beats, glitzernd-knarzende Gitarrentupfer und bittersüße Harmonien boten den sicheren Boden, auf dem die ganze dunkle Farbpalette menschlicher Gefühlswelten erstrahlen konnte. Benannt nach Barrows Heimatstadt, schreiben Portishead mit ihrem Debüt beinahe über Nacht Musikgeschichte. Aus dem Stand erklimmt es den zweiten Platz der britischen Albumcharts. Und die Mischung aus HipHop, Electronica und Jazz verlangt die Suche nach neuen Begriffen: TripHop war geboren. Aber es wäre nicht ganz richtig, allein „Dummy“ die Geburt dieses neuen Genres zuzuschreiben. Vielmehr ist es Kristallisationspunkt einer musikalischen Bewegung, die sich als „Sound Of Bristol“ einen Namen machte. Massive Attack, Tricky und Portishead waren sich hier gewissermaßen gegenseitig Impulsgeber. Das ist für „Dummy“ auch deshalb nicht unwichtig, weil Barrow schon bei den Aufnahmen zu „Blue Lines“, dem 1991 veröffentlichten Debüt von Massive Attack, assistierte. Genau in dieser Zeit traf der HipHop- und Sampling-Fanatiker auch den Jazz-Gitarristen Adrian Utley und Beth Gibbons, die in Bristol ihre Gesangskarriere voranbringen wollte. // Und vor allem ist es Beth Gibbons. Ihr Gesang ist die Lunge, die jede Faser dieses dunklen Klangkörpers am Leben hält. Zitternd, filigran und zugleich unzerstörbar, entlarvt sie uns und sich selbst von der ersten bis zur letzten Zeile. Denn sie weiß: „Inside, you’re pretending“ („Mysterons“). So in sich versunken sie auch zu sein scheint, sie hat mehr als sich selbst im Blick. Aus Songzeilen wie „Can’t anybody see / We’ve got a war to fight / Never found our way / Regardless of what they say“ („Roads“) spricht nicht nur die Verzweiflung einer vom Leben Gebrochenen, sondern das Wissen einer, die tief ins Innere der Menschen vorgedrungen ist. Und sie durchschaut hat: „the masks that the monsters wear“ („Wandering Star“). Durch die Adern dieser Worte strömen Schmerz und Sehnsucht: „Give me a reason to love you.“ („Glory Box“) Aber sie zerbricht nicht daran. Und obwohl das Narrativ der fragilen weiblichen Sängerin so passend zu sein scheint, man sollte sich vor ihm hüten.

ByteFM Magazin

Beth Gibbons, Voodoo Jürgens und Kurt Vile

(03.01.2020 / 10:00 Uhr)
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Im vergangenen Jahr feierte "Dummy", das Debütalbum der britischen Trip-Hop-Pionierband Portishead, sein 25. Jubiläum. Neben den schweren, melancholischen Beats ist es vor allem der Stimme der Sängerin Beth Gibbons zu verdanken, dass Portishead ihren ganz eigenen Sound gefunden haben, der sie neben Massive Attack zu Bristols größtem Musikexportschlager gemacht hat. Morgen feiert Gibbons ihren 55. Geburtstag.

Kramladen

Annie, Beth, Billie, Julia, Rachel, Taylor

(23.05.2024 / 23:00 Uhr)
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Wie schon bei ihren Vorläuferalben hat die Multiinstrumentalistin und Singer-Songwriterin Annie Clark alias St. Vincent (41) mit ihrem neuen Werk „All Born Screaming“ (26.04.) wieder ein musikalisches Ausrufezeichen in die Popwelt gesetzt. Begeisterungsstürme bei der Anhängergemeinde der Swifties löste das Doppelalbum „The Tortured Poets Department“ (19.04.) von Taylor Swift (34) aus. Interessanterweise scheint ihre bislang unangefochtene Vormachtstellung allmählich ein wenig zu bröckeln. In den deutschen Albumcharts jedenfalls verlor Taylor Swift Platz 1 kurzzeitig erst an BAP, danach auch noch an Reinhard Mey. Und das Magazin Musik Express setzte in deren Top Ten für Mai 2024 Taylor Swift auf Platz 2 hinter „Lives Outgrown“ von Beth Gibbons. Die in dieser Aufzählung mit 59 Jahren älteste Musikerin Beth Gibbons, die ehemalige Sängerin der Triphop-Band Portishead aus Bristol, hat mit ihrem zweiten Soloalbum „Lives Outgrown“ (17.05.) ein beeindruckendes Comeback-Album vorgelegt. Wenn von herausragenden Alben im Frühling 2024 speziell von Künstlerinnen die Rede ist, darf die kalifornische Indietronic-Musikerin Julia Holter (39) mit ihrem großartigen Album „Something In The Room She Moves“ (22.03.) nicht fehlen. Der Kramladen stellt in dieser Ausgabe ein paar der herausragenden Alben von Künstlerinnen vor, die den Frühling 24 qualitativ geprägt haben.

Mixtape der Hörer*innen

Saison

(05.01.2023 / 19:00 Uhr)
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Mixtape der Hörer*innen - Saison
Mit unserem Album der Woche „Out Of Season“ haben sich Beth Gibbons und Paul Webb aka Rustin Man auf neue Pfade begeben. Während sie als Sängerin von Portishead in Bristols Trip-Hop-Szene bekannt geworden war, war er Bassist der Band Talk Talk, die er 1988 verlassen hatte, um sich mit der Formation .O.rang experimenteller Rock-Musik zuzuwenden. Für diese Band hatte sich Beth Gibbons noch vor ihrem Durchbruch mit Portishead ohne Erfolg als Sängerin beworben.

Zum Tod von Krzysztof Penderecki: Atonale Ungetüme in der Popkultur

Von Marius Magaard
(31.03.2020)
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Zum Tod von Krzysztof Penderecki: Atonale Ungetüme in der Popkultur
5. Beth Gibbons & The Polish National Radio Symphony Orchestra – „Henryk Górecki: Symphony No. 3“ Neben seiner Arbeit als Komponist galt Penderecki auch als begnadeter Dirigent. 2019 erschien eine bemerkenswerte Aufnahme von Henryk Góreckis 3. Sinfonie, gesungen von Portishead-Sängerin Beth Gibbons – und dirigiert von Krzysztof Penderecki. Góreckis Komposition ist ein Werk von großer Trauer, ein Konzeptwerk über Mütter, die durch Krieg und Gewalt von ihren Kindern getrennt wurden. Sie ist nicht ohne Grund als „Symphony Of Sorrowful Songs“ bekannt. Gibbons, eine Meisterin der tieftraurigen Pop-Musik, singt sie mit schier unerträglicher Schwere – und Penderecki dirigiert sie im perfekten Kontrast, mit ruhiger, graziler Hand. Es sollte die letzte LP sein, an der er mitwirkte. Die letzte von Penderecki beeinflusste LP wird es auf keinem Fall gewesen sein.

Roskilde Festival 2025: mit Charli XCX, Fontaines D.C., Doechii u. a. (Ticket-Verlosung)

Von ByteFM Redaktion
(22.04.2025)
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Roskilde Festival 2025: mit Charli XCX, Fontaines D.C., Doechii u. a. (Ticket-Verlosung)
Was das genau bedeutet, verrät ein schneller Blick auf das Line-up der neuesten Ausgabe des Festivals, die vom 28. Juni bis 5. Juli 2025 stattfindet: Oben stehen fest in den Billboard-Charts verankerte Namen wie Brat-Summer-Queen Charli XCX, Gen-Z-Icon Olivia Rodrigo oder UK-Rap-Megastar Stormzy. Ein bisschen weiter unten folgen nicht weniger eindrucksvolle Acts wie die Industrial-Rock-Größen Nine Inch Nails, Barock-Pop-Heilsbringerin Anohni, Art-Pop- (und neuerdings auch Electronica-)Stilikone FKA Twigs, Trip-Hop-Großmeisterin Beth Gibbons und Doechii, eine der größten Newcomerinnen des US-HipHop. All diese Namen sind nur die Spitze des Eisberges, die Auswahl beim Roskilde Festival 2025 ist gewohnt gigantisch. Und neben all diesen zu Recht gehypten Durchstarter*innen und Popgrößen gibt es dann noch ein weites Meer aus Deep Cuts, das erkundet werden möchte – sei es der pechschwarze Noise-Rock von Couch Slut aus New York, der analoge Techno des ugandischen Drum-Trios Arsenal Mikebe oder der Doom-Metal von Thou. // Das Roskilde Festival findet vom 28. Juni bis zum 5. Juli 2025 in Roskilde in Dänemark statt. Mit dabei: Charli XCX, Doechii, Fontaines D.C., Stormzy, Olivia Rodrigo, Africa Express, FKA Twigs, Anohni & The Johnsons, Arca, Ninch Inch Nails, Jamie xx, Beth Gibbons, Faye Webster, Bright Eyes, Wet Leg, Magdalena Bay, Schoolboy Q, Tierra Whack, Jessica Pratt uvm.

Portishead – „The Rip“

Von ByteFM Redaktion
(03.11.2018)
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Portishead – „The Rip“
Beth Gibbons, Sängerin von Portishead (Foto: José Goulão CC BY-SA 3.0, from Wikimedia Commons) // Auch Portishead waren von dem Theremin angetan. Die Trip-Hop-Institution aus Bristol benutzte es aber nicht als Chaos-Instrument, sondern spielte stattdessen die körperlose Unheimlichkeit des Theremins aus. Besonders gut funktioniert das in der Ballade „The Rip“: In den ersten zwei Minuten des Songs wird Beth Gibbons schmerzerfüllte Stimme fast ausschließlich von einer gezupften Ukulele begleitet, während im rechten Kanal ein leises Theremin geisterhaft vor sich hin singt. Ein gleichzeitig wunderschöner wie beklemmender Song, meisterhaft abgerundet durch Theremins Erfindung.

60minutes

Musik, gut & schön

(15.06.2024 / 19:00 Uhr)
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Ihre Stimme hat den Sound der Anfang 1990er, den TripHop transportiert. Beth Gibbons, die Stimme von Portishead. Nach diversen Zusammenarbeiten hat sie mit "Lives Outgrown" ihr erstes offizielles Soloalbum geliefert. Die Songs sind über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden, sind sehr persönlich und wunderschön. J. Bernardt gehört eigentlich der belgischen Band Balthazar an. Aber er kann auch solo. Das neue Album "Contigo" ist sein zweites Soloalbum. Schmerzhafte Themen lässig gekleidet in melancholisch-bösartig-romantischem Pop. Großartig! Dazu Metronomy, Sharky, John Grant u. a. Seid dabei!

ByteFM Magazin am Abend

Overload

(23.05.2024 / 20:00 Uhr)
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Heute u.a. mit Sudan Archives, Beth Gibbons und Friedrich Sunlight.

ByteFM Magazin

mit Michael Hager

(05.01.2015 / 15:00 Uhr)
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Das Magazin heute mit den Geburtstagen von Clive Gregson, Phil Thornalley, Chris Stein und Beth Gibbons. Dazu einige Konzerttipps für die kommenden Tage und Wochen, sowie ein Ausblick aufs Wochenprogramm und Musik aus dem Album der Woche von Panda Bear.

BTTB – Back To The Basics

mit Marcus Maack

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BTTB – Back To The Basics
In BTTB wird basshaltige, meist elektronische Musik "im weitesten Sinne" gespielt. Die Schwerpunkte verlagern sich - mal gibt es Dubstep oder Footwork, dann überwiegen auf einmal dope HipHop-Beats und plötzlich schwelgt man zur Musik von Jane Birkin oder Beth Gibbons. So geht es jetzt schon seit 1992.

„Strangeness Oscillation“: Albumankündigung von 137

Von ByteFM Redaktion
(20.06.2024)
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„Strangeness Oscillation“: Albumankündigung von 137
Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Beth Gibbons ihr Soloalbum und auch Geoff Barrow mit seiner Band Beak> neue Musik veröffentlicht haben, zieht nun das dritte Portishead-Mitglied nach: Zusammen mit Larry Stabbins (Weekend), Sebastian Rochford (Sons Of Kemet, Polar Bear) und Jim Barr (ehemals Portishead-Tourmusiker) hat Adrian Utley ein Jazz-Quartett namens 137 ins Leben gerufen, das mit „Strangeness Oscillation“ sein erstes Album herausbringen wird. „First Idea Part One“ heißt die erste Single daraus, die ein verschrobenes Terrain zwischen Grunge und Jazz betritt.

Neuland

Retrospektiven, Neulinge und alte Hasen

(17.05.2024 / 12:00 Uhr)
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Außerdem gibt es neue Musik von Blitzen Trapper, Beth Gibbons, Wu-Lu, Isobel Campbell, Of Montreal, Barry Adamson sowie eine ausführliche Vorstellung von „Ten Fold”, unserem Album der Woche von Yaya Bey.

Zum 125. Geburtstag von Leon Theremin: Die sieben besten Pop-Songs mit Theremin

Von ByteFM Redaktion
(28.08.2021)
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Zum 125. Geburtstag von Leon Theremin: Die sieben besten Pop-Songs mit Theremin
Gleich auf dem ersten Song ihres ersten Albums verwendeten Portishead einen Sound, der ziemlich heftig nach Theremin klang. Kein Wunder: Der außerirdische Sound ist ein perfektes Gegenstück zu Beth Gibbons irdischem und verzweifeltem Gesang. Doch der Klang auf „Mysterons“ stammt von einem ein Theremin emulierenden Synthesizer. Die Trip-Hop-Ikonen waren vom Sound jedoch so begeistert, dass sie auf ihrem zweiten, selbstbetitelten Album gleich einen echten Nachbau des Theremins verwendeten. In „Humming“ verschmilzt es mit einem bedrohlichen Orchester – ein unheimliches Fundament für einen unheimlich guten Song.

Schraubenzieher

Thank You Dream Girl: Eine Stunde im 5/4-Takt

(25.08.2024 / 22:00 Uhr)
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Schraubenzieher - Thank You Dream Girl: Eine Stunde im 5/4-Takt
Dieses erstaunlich schöne Beispiel für das kreative Potential der sonst stets verlässlich gottlosen Plattform X ist heute im Schraubenzieher Sprungbrett für eine Sendung im 5/4-Takt! Eine chronisch unterschätzte Taktart: Zu kurz für Wiener Walzer, zu lang für Techno – genau richtig für windschiefe Stressmusik! Ein Schraubenzieher zum Mitzählen, mit Songs von Beth Gibbons, Slint, Stereolab, Tim Buckley, Black Midi (R.I.P.) und vielen mehr!

Katie von Schleicher – „Shitty Hits“ (Rezension)

Von Marius Magaard
(02.08.2017)
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Katie von Schleicher – „Shitty Hits“ (Rezension)
Dabei liegt die größte Stärke von „Shitty Hits“ in der Langsamkeit: Ein düster verzerrte Bass und ein kriechender Slow-Motion-Beat geben „Nothing“ eine bedrückende Intensität. „I don’t feel nothing at all“ heißt es dazu – Katie von Schleicher bewegt sich hier auf dem Verzweiflungsniveau einer Beth Gibbons. Wenn der Song am Ende auf seinem Höhepunkt urplötzlich abbricht, bleibt einem fast das Herz stehen. „Soon“ ist eine berührende Ballade, in der sie Zeilen wie „Do you want to know the truth? / I’m gonna get there soon“ so bedeutungsschwanger singt, als wären sie eine Drohung. Das mächtige „Going Down“ brennt kurz vor Ende des Albums mit einem schweren Synthesizer-Fuzz-Bass-Feuerwerk alle Felder nieder.

Hertzflimmern

Für Immer

(31.05.2024 / 21:00 Uhr)
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Mit Musik u. a. von GoGo Penguin, DIIV und Beth Gibbons

The Heinrich Manoehver

No Name

(04.01.2025 / 12:00 Uhr)
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Starke Songs aus dem Jahr 2024, Neuheiten und zwei Oldies. Musik von Nick Cave, Bright Eyes, Julie Driscoll, Talk Talk, Ezra Collective, Beth Gibbons, Jack White und anderen.

Verstärker

Vernebelt: British Folk

(11.12.2019 / 20:00 Uhr)
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Verstärker-CEO D. Böhme trägt ohnehin gerne Knickerbocker und hat sich für diese Ausgabe noch zusätzlich mit Gummistiefeln ausgerüstet, um durch den englischen Provinzmatsch zu stapfen. Dabei hört er Musik von Sandy Denny, Laura Marling, Robert Wyatt, PJ Harvey, Vashti Bunyan, Ivor Cutler, Shirley Collins & Davy Graham, Marika Hackman, Beth Gibbons & Rustin Man, Pentangle und Jane Weaver.

ByteFM Magazin

Floating On A Moment

(08.02.2024 / 14:00 Uhr)
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Heute mit einem ganzen Schwung neuer Musik. Die kommt u. a. von Beth Gibbons, Das Aus der Jugend, Mount Kimbie und Sia.


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